Posts by JimKnopf

    @Ingo


    Tut mir leid aber genau diese Zahlen tragen nicht zum Verständis bei, handelt es sich bei beiden Wagen doch um Bauarten die schon in der frühen Epoche IV wahre Exoten waren. Die letzten K 25 wurden schon 1968 ausgemustert und in Epoche IV nur noch als Dienstwagen verwendet und vom SS 15 waren ab 1972 nur noch zwei und ab 1974 nur noch ein Exemplar vorhanden (vgl. Carstens Band 3 und Band 8 ). Auf Grund dieser Tatsache können diese Zahlen für das Interesse an Epoche IV Fahrzeugen nicht wirklich aussagekräftig sein.


    Der hier angesprochenen Otmm 61/64 jedoch, waren bis Mitte/Ende der 1990er Jahre noch im Einsatz und in den 1980er Jahren sogar noch zu mehreren tausend Stück (vgl. Carstens Band 4). Es sind also Wagen die zu den Standardgüterwagen zählen und über einen sehr viel längeren Zeitraum eingesetzt wurden. Das Interesse an solchen Wagen würde dadurch erheblich größer ausfallen!


    @Alle


    Darüberhinaus ist das geringere Interesse an Epoche IV-VI Fahrzeugen auch ein Problem des dürftigen Angebots. Betrachtet man die Entwicklung der Spur Null seit dem Wiedererscheinen von Großserienmodellen, so war das Wachstum nur durch Umsteiger aus anderen Maßstäben möglich. Das neuerwachte Interesse an Modellbahn in Spur 0 ist nicht zuletzt dadurch entstanden, daß eine Basisausstattung angeboten wurde, die erstmal grundlegende Bedürfnisse an Fahrzeugtypen (Loks, Güter- und Personenwagen) für den Anfang befriedigen konnte. Dies allerdings ausschließlich in Epoche III.


    Umsteiger brauchen ein Angebot, das auch verfügbar ist. Für all jene, die zwar gerne auf einen anderen Maßstab umsteigen würden aber kein Interesse an Epoche III haben, sieht es in Spur 0 düster aus. Sie bekommen zwar die ein oder andere Epoche IV Lok – aber wer will schon nur mit Loks rumfahren! Erzählt man einem, an jüngeren Epochen interessierten, potentiellen Umsteiger, daß es Wagen X oder Y mal gegeben hat, sie jetzt aber kaum noch zu bekommen sind, oder Wagen Z nur auf Vorbestellung zu haben gewesen ist, wird das nicht gerade die Motivation zum Umstieg fördern. Auch der freundlich gemeinte Rat, „aber die Wagen kannst du doch umbeschriften“, wird die meisten nicht begeistern – denn, wie in allen Maßstäben, möchte die Mehrzahl der Modellbahner ihre Modelle von der Schachtel auf das Gleis stellen und einfach fahren. Das Resultat des einseitigen Angebots: potentielle Käufer mit Interessen jenseits der Epoche III werden eher demotiviert.


    Wirft man einen Blick auf das Angebot in anderen Maßstäben, so wird man quasi erschlagen von der Fülle an Modellen der Epochen IV - VI – diese würden nicht existieren, gäbe es keine an diesen Epochen interessierten. Ohne ein Angebot an solchen Fahrzeugen in Spur 0 wird man keine Nachfrage erzeugen und neue Umsteiger gewinnen können. Sollte herstellerseitig kein Sinneswandel zu mehr Epochenbreite einsetzen, wird die Spur 0 in naher Zukunft wieder in einen Dornröschenschlaf versinken – die Generation der Epoche III Freunde ist schließlich nicht mehr die jüngste. Also liebe Freunde der Epoche III, freut euch wenn es, hoffentlich rechtzeitig, auch Modelle anderer Epochen geben wird – profitieren werden von einem breiteren Interesse an Spur 0 alle!


    Völlig unverständlich ist auch wieso das Interesse an jüngeren Epochen zusätzlich kleingeschrieben wird, schließlich hat jedes Interesse seine Berechtigung. Darüberhinaus bringt uns Mythenbildung im Sinne von, „nur in Epoche III war der Eisenbahnbetrieb wirklich interessant“, nicht weiter. Wer den heutigen Eisenbahnbetrieb einmal aus der Nähe betrachtet, wird viele Dinge entdecken, die in anderen Epochen nicht existierten und wunderbare Anregungen für die Modellbahn bieten. Es ist eben nicht nur der Ganzzugbetrieb mit Containerzügen oder die Schnellfahrstrecke, es sind auch wunderbar modellbahngerechte, kurze Züge aus n- oder Doppelstockwagen mit einer Großdiesellok (z. B. 218 ) auf eingleisiger Strecke oder Übergaben mit Gravitas oder bunten Vossloh-Loks. Man muß sich nur darauf einlassen!


    In diesem Sinne: auch jeder Epoche IV Wagen wird das allgemeine Interesse an der Spur 0 wachsen lassen.


    Schöne Grüße
    Richard

    Moin Moritz und Norbert,


    dem kann ich nur Zustimmen! Die anderen Hersteller von Kunststoffmodellen (Brawa, Kiss, Schnellenkamp, etc.) produzieren ihre Modelle gleich in Epoche III und IV (z. T. auch II und V).
    Die jüngsten Modelle von Schnellenkamp sogar, obwohl diese nur noch am Anfang der Epoche IV und in sehr kleiner Stückzahl gelaufen sind.
    Von den vierachsigen Umbauwagen z. B., die schon lange auf dem Markt sind, gab es bisher nicht eine Auflage in Epoche IV Version, dabei haben sie sogar bis zum Ende der Epoche überlebt.
    Kann mir das mal einer erklären?


    Schöne Grüße
    Richard

    Hallo Norbert,


    interessantes Projekt! Die einzige halbwegs brauchbare Zeichnung von Drehgestellen mit Megi-Federn, die ich bisher gefunden habe, ist im EK-Spezial, Die Baureihe 218, auf Seite 18. Da sind zwar keine Maße dran aber der Achsstand ist ja ein bekanntes Maß.
    Was das Dach betrifft, wird es bedauerlicherweise nicht so einfach werden. Da wäre einiges zu ändern. Der Hauptunterschied ist schon mal der Lüfter. Die 4er-Serie der 218 hat, im Gegensatz zur 2er-Serie mit ihren Behr-A-Lüftern, Behr-V-Lüfter.
    So wie die 218 453-9 im Bild (die auch einen TB11 hat). Auf allen Bildern von 218 497-6 im Netz, auf denen man den Lüfter erkennen kann, sehe ich auch einen Behr-V-Lüfter.


    Schöne Grüße
    Richard

    Hallo,
    alle die sich ein Bild von der V60 685 im Jahr 1960 machen wollen, können dies im EK-Band, Die Baureihe V60, auf Seite 333 unten tun.
    Dort ist zu erkennen, daß die Lok einen schmalen Rahmen für das Gitterrost besaß. Da ich kein 260-Bild habe, auf dem man dies gut erkennen kann, hier ein Bild der Nürnberger 261 626-6 mit schmalem Rahmen gleicher Bauart aus den 70er Jahren. Die zusätzlichen Blechstreifen, die das Gitterrost schmaler machen, sind offenbar erst mit der Umlackierung in Türkis/Beige dazugekommen - vermutlich um die beigen Kontrastflächen zu vergrößern. Zu erkennen auf dem Bild der Hamburger 261 181-2 aus den späten 70ern (Beide Bilder leider noch nicht komplett entstaubt ;-).
    Von den V60 auf einigen hier gezeigten aktuellen Bildern darf man sich nicht täuschen lassen. Diese haben nur eine Epoche-III-Retro-Lackierung erhalten, ohne das die Gitterroste auf die ursprüngliche Breite gebracht wurden.
    Schöne Grüße
    Richard

    Die Lawine rollt …


    Ich bin doch immer wieder erstaunt welch emotionale Reaktionen begründete Kritik an einem Lenzmodell hier hervorruft. Ich finde es faszinierend, was für eine Markenidentifikation die Firma Lenz geschaffen hat - davon können andere Firmen nur Träumen. Bei so einer starken Identifikation wird Kritik an der Firma sehr schnell vom Tisch gewischt oder gar persönlich genommen. Das mag gut für den Umsatz der Firma Lenz sein aber die Entwicklung der Modellbahn in Spur 0 bringt es definitiv nicht weiter.


    @ uwe: "aggressiv und laut schreiend" : Wenn du meinen Text so empfindest, tut mir das Leid. Es ist mir durchaus bewußt, daß die Ironie in meinen Formulierungen nicht jedermanns Sache ist.


    @ volker: die Kritik an einer deutlichen optischen Abweichung von Vorbild, ist weder ein Verriß noch ein animalischer Beißreflex. Wenn du mit Lenz zufrieden bist, ist für dich ja alles gut. Nur akzeptieren bitte auch, daß es Menschen gibt für die die Lenzlok so nicht wie eine V60 aussieht.


    @ Claus: Die "seid froh, daß es überhaupt etwas gibt"-Argumentation als Reaktion auf Kritik an Modellausführungen, die in diesem Forum sehr oft kommt ("Auch wenn die V60 von Lenz vielleicht hier und da leicht fehlerbehaftet sein sollte … Was gab es denn bisher an V60 in Spur 0?") finde ich komplett unverständlich. Soll das bedeuten ein Hersteller kann uns anbieten was er will und wir sollen das einfach unkritisch konsumieren? Wem nützt das?! Doch nur dem Hersteller!


    Im halb so großen Maßstab (1:87) wird seit einiger Zeit doch gezeigt, was in Kunststoffgroßserie möglich ist. Das Lenz, trotz eines Maßstabs der weniger Kompromisse nötig macht, da hinter zurückfällt, muß man ja nicht auch noch loben.


    Bevor ihr die Kritik an der Kühlerabdeckung der Lenz V60 vom Tisch wischt, werft doch bitte erstmal einen Blick auf's Vorbild - den Link ins DSO hat "VT95" in diesem Forum doch heute auch schon gebracht. Der Unterschied der Frontansicht ist deutlich!

    Moin,


    da erscheint ein neues Lenzmodell und schon wird hier wieder vorbehaltlos gejubelt.


    Es ist ja schön, daß in Spur 0 immer mehr Modelle auch erscheinen aber müssen diese, einfach zu vermeidenden, Fehler denn immer wieder sein?


    Betrachtet man die Lenz V60 von vorne, kommen einem doch Zweifel, ob die Konstrukteure der Firma Lenz schon mal eine V60 genauer betrachtet haben. Die grobe Quadratmustergitterabdeckung des Kühlers hat mit einer V60 so viel zu tun wie das Rost eines Gartengrills aus dem Baumarkt! Abgesehen von der groben Struktur und den kaum erkennbaren vertikalen und horizontalen Streben (die in der Realität sehr deutlich hervortreten), ist der Rahmen viel zu breit, so daß zwischen Rahmen und Nummernblech nur ein extrem schmaler Spalt bleibt. Auch ist das das Nummernblech nur ein dünnes Blech und hat nicht die Stärke eines massiven Holzbretts.


    Es wäre doch schön, wenn die Firma Lenz statt mit Spielzeugeffekten, wie Lokführern mit nervösen Zuckungen, uns mal mit überzeugenden Details, wie Gitterrosten statt Plastikbrettern als Tritte, überraschen würde. Leider kenne ich kein Lenzmodell, das ohne vermeidbare Fehler geblieben wäre. Da ist noch ganz viel Luft nach oben!


    Ich möchte niemandem den Spaß an seiner neuen V60 verderben aber wenn nicht auf vermeidbare Fehler hingewiesen wird, wird Lenz nie die Notwendigkeit verspüren es besser zu machen.


    Ich hoffe doch, daß wenigstens die Kühlerabdeckung bei einer Neuauflage authentischer wird und, falls es doch mal eine Epoche IV Version geben sollte, nicht wieder nur umlackiert wird, sondern der "Schraubverschluß" auf dem Kühler durch eine richtige Kühlwasserstandsanzeige ersetzt wird. Bis dahin kann sich zumindest Herr Petau freuen ;-)


    Schöne Grüße
    Richard

    Beim Betrachten der Bilder der interessanten Muster der 260 und des 798, die in Köln gezeigt wurden, und der ausgelieferten vierachsigen Umbauwagen, mußte ich leider wieder einmal feststellen: sieht ja schon ganz anständig aus aber was ist mit Epoche-IV-Versionen!


    Als ich vor Jahren an einem Lenz Stand schon die Frage nach einer Epoche-IV-Version der angekündigten vierachsigen Umbauwagen stellte und bekam ich nur die Antwort: "Wissen wir nicht." Dieses Jahr stellte ich per E-Mail bei der Firma Lenz erneut die Frage und bekam eine freundliche aber ebenso ausweichende Antwort: "Dies kann ich Ihnen leider zur Zeit nicht beantworten. Ich habe die Anfrage aber mal weitergegeben."


    Die, selbst für Epoche III, sehr museale Ausrichtung des Lenzprogramms auf die Frühzeit der Bundesbahn, ist offensichtlich. Lenz hat dort einen Markt geschaffen, den er bedient. Am 1. November 2009 schrieb Bernd Lenz im Schnellenkampforum: "Noch etwas zu den Epochen. Bei der V100 ist das Verhältnis EIII zu EIV etwa 80 zu 20. Daraus können Sie nun einige Schlussfolgerungen ableiten." Es ist nur die Frage, welche Schlußfolgerungen man daraus zieht. Zu diesem Zeitpunkt stand die Lenz 211 einsam auf weiter Flur. Zum dranhängen wurde nichts weiter geboten. In Epoche III hingegen gab es schon ein breites "rundum-sorglos-Paket", das vor allem für Ein- und Umsteiger interessant war. Zu diesem Zeitpunkt war Spur 0 für diejenigen, die sich nicht für Epoche III erwärmen können wenig attraktiv. Dank neuer Großserienproduzenten ändert sich dies nun langsam.


    Im Gegensatz zu Brawa und MBW scheint sich die Firma Lenz immer noch dem epochenübergreifenden Denken zu verschließen. Das die 216 gleich in zwei Epoche-IV-Varianten rauskam, ist vermutlich dem Umstand geschuldet, daß sie für Epoche-III-Nebenbahner nicht so attraktiv ist und man mit den reinen Lackierungs- und Beschriftungsvarianten (es gab keine für die Epoche IV typische Änderungen, wie Griffstange und Steckdose an der Front) den Abverkauf der Serie sicherstellen wollte. Dies ist allerdings nur eine naheliegende Vermutung.


    Er wäre schön, wenn sich Herr Lenz einmal dazu äußern würde, bzw. die für die Epoche IV so typischen Fahrzeuge, wie die 260, den 798 und die vierachsigen Umbauwagen (aber bitte ohne aufgedruckte Zuglaufschilder, die nur durch Neulackierung zu beseitigen sind!) auch als Epoche-IV-Varianten anbieten würde.


    Schöne Grüße
    Richard

    Hallo Frank,


    auch wenn das hier etwas "off topic" ist.
    Ja, bitte, ein 628.2 wäre der Wahnsinn! Einen verkehrsroten würde ich sofort bestellen auch wenn er in diesem eher museumsbahnorientierten Land eine kleinere Auflage hätte und dadurch teurer würde.


    Schöne Grüße
    Richard