Posts by heineken

    Hallo Heinz,


    naja, man kann gegen Alles Argumente finden ;)
    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, daß Module auch lange durchhalten (können), wenn sie ordentlich gebaut und pfleglich behandelt werden. Und was die Normen angeht: Nun, irgendwie muß man ja wohl zusammenkommen, oder?
    Wobei *ich* kein Problem damit habe, eine für ein mir verbundenes Unternehmen gebaute Schauanlge mit Adaptermodulen FREMO-tauglich zu machen. Und diejenigen, die mit ihren Fahrzeugen darüberfahren, haben ebenfalls kein Problem damit.


    Muß jeder für sich ausmachen. Aber inzwischen bin ich der Meinung, daß es mit Gleichgesinnten, im größeren Rahmen (Saal, Turnhalle) mehr Spaß macht zu spielen, als alleine im Keller. Und mind. den Saal hat es für Spur 0 ja wohl nötig. 8|


    Sven

    Was ich bei der ganzen »Klagerei« über zu wenig Platz im eigenen Hobbyraum nicht verstehe: Warum wird in Spur 0 nicht noch viel mehr in Modulen gebaut als es schon in H0 und kleiner stattfindet?
    Macht doch viel mehr Spaß, in richtig großem Umfeld seine Modelle fahren zu lassen. Erst recht was 0 und größer angeht.


    Das mit dem zuwenig Platz auf der eigenen Scholle ist doch so alt wie die Modellbahn selbst. Selbst für die »Schmalspurer« reicht es doch sehr oft nicht wirklich aus.

    (…) Anstatt unterstützend mitzuwirken (…)


    Mit Verlaub, den Rundumschlug um das Zitat herum finde ich nicht so prickelnd. Aber es ist ja auch heiß heute.
    Nun: Wir stellst du dir ein »unterstützendes Mitwirken« denn vor? Konkrete Ideen?


    Abseits der momentan Hitze haben wir es bei der Modellbahn nun einmal mit hochemotionalen Produkten zu tun. Da helfen rationale Erklärungsmuster oft nicht weiter. (Jedenfalls nicht, solange man nicht weit genug außen steht oder zeitweise stehen kann.)

    Und zwar an Alle: Bitte abrüsten! Vom Mitlesen bekommt man ja schon Schmerzen. Und es kann nicht im Interesse eines gewerblichen Anbieters liegen, mit seinen Kunden hier über Kreuz zu liegen. Davon hat niemand etwas.


    An MBW gerichtet:


    Frank,


    bitte nimm zur Kenntnis, daß es nicht immer nur an anderen liegt, wenn etwas schiefgeht. Diese ganzen An- und Abkündigungswellen – mal vglw. günstig und Großserie, dann wieder Kleinserie, edel und entsprechend höherpreisig –, kombiniert mit einer rechten Achterbahnfahrt zwischen indirektem und direktem Vertrieb in den vergangenen Jahren mochte zwar den Adrenalinspiegel treiben können. Dem Engagement in Produkten für zumindest die Spur 0 war es jedenfalls nicht zuträglich! Und das gilt mitnichten nur für dein Unternehmen – nein, das strahlt schlechterdings auch auf den Gesamtmarkt ab.


    Mit V200.0, V200.1 und V80 wurde der Markt de facto totgeschmissen. Anders sind sind Preise für Neu- wie Gebrauchtware nicht zu erklären. Unglücklich, daß dann durch die Zwischenepisode einer kompletten Verlagerung des Vertriebs am Ende dort auch noch unnötig Erde verbrannt wurde. Und das war ja auch nicht das einzige Mal, wenn man dann noch das Gezeter mit Detmold mitbekommen hat.


    Auf der anderen Seite liest man hier und /oder woanders etwas von Ankündigungen von Neuheiten-Feuerwerken im Millionen-Euro-Bereich und von »eigenen« Produktionskapazitäten von 25.000qm etc. – Ja, wenn das alles so toll ist: Warum passiert denn dann nichts? Dann müßte es doch – auch trotz schlechterem Eurokurs und steigenden Preisen in China – gut laufen!
    Es nimmt doch niemand die Geschichte ab, diese Riesenkapazitäten jetzt mit Kleinserie in High-End füllen zu können. Mal abgesehen davon, daß man dazu erstmal die Skills haben muß.


    Ein wohlgemeinter Ratschlag (und definitiv kein vergiftetes Lob) von mir:
    Nimm' bitte ein paar Tage Auszeit, spiele alle Optionen durch, besprich' dich mit deinen Stake- und Shareholdern und finde dann den für dich richtigen Weg. Einen Weg, den du länger als drei Tage beschreiten kannst. Und hole dir bitte professionelle Hilfe für das Marketing! Das ist dringend notwendig. Mit diesem, d.h. mit dann auch geschickt aufgesetztem Vertrieb klappt das auch noch mit »Großserie«, vulgo Kunststoff-Spritzguss, in Spur 0. Daran habe ich keine Zweifel.


    bernard1967 (NL): Sofern ich deinen Vorschlag zur Produktion in Südost- und Ost-Europa richtig verstanden habe (Silberlinge von MBW und Umfrage), muß ich dich leider enttäuschen: Wirklich »billiger« im Sinne geringerer Kosten ist es dort ggü. China – momentan – noch nicht. Das kann sich durchaus ändern. Genausogut kann sich aber auch die Situation der Lohnstückkosten in China ändern, bspw. durch Effizienzsteigerung (da müssen die Chinesen ran!). Momentan herrscht ungefähr Pattsituation zwischen (funktionierender!) Fremdfertigung in China und Aufbau eigener Fertigung im ehemaligen Ostblock. Allerdings ist bei den geringen Produktionsmengen – und das betrifft beileibe nicht nur die großen Spuren, sondern auch Spur H0 – eh zu überlegen, ob einem die ganzen Overheadkosten nicht die Kalkulation verhageln und man dann nicht lieber gleich in Mitteleuropa produziert. Oder auch in Spanien, wie es LS Models in N und H0 mit Fremdfertigung ja gerade versuchen.


    Edit: *Wir* (ein mir verbundener winzig kleiner Rollmaterial-Hersteller mit eigener Fertigung) haben neulich einmal durchgerechnet, ob man mit Produktion in Deutschland (!) eigentlich inzwischen wettbewerbsfähig wäre bei Spur 1 Erzeugnissen, speziell Reisezugwagen in Messing. Nun – bei UVP von inzwischen 1.500 Euro für diese Erzeugnisse aus Fernost-Import käme man mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit im Wettbewerb klar. Dabei sind Vorteile aus absatznaher Produktion, d.h. insbesondere ungleich höhere Flexibilität, noch nicht einmal quantifiziert.

    Ich lese nichts vom Aufgeben, wie es in einigen Beiträgen rüberkommt.


    Steht ja auch nicht im Newsletter und den Händlerinformationen. Das findet sich – vielmehr: fand sich! Der Thread wurde inzwischen entfernt – im MBW-Forum. Vom User @jrgnmllr gestern hier – Silberlinge von MBW und Umfrage – gepostet.


    Ich möchte an dieser Stelle aber ausdrücklich darauf hinweisen, daß in diesem zitierten MBW-Posting im Konjunktiv geschrieben wird!

    dem 'Unternehmerischen Risiko' steht doch wohl der 'Unternehmerische Gewinn' gegenüber - sonst würds ja keiner machen. Und der Gewinn bleibt ja wohl bei der Firma. Die Produkte würden noch teuerer, wenn auch noch andere mitverdienen wollen. Das will ich nicht.


    Wer glaubt, daß das ohne Crowdfunding anders ist, der glaubt wohl auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten.
    Und selbst wenn es 100% Eigenkapital, nicht nur Kapital mit Eigenkapitalcharakter, ist: Selbst dann gehört es in einer ordentlichen Kalkulation angemessen verzinst. Alles andere sind Milchmädchenrechnungen. Die allerdings in blutarmen Branchen allzuoft (zwangsweise) angewandt werden.


    Wem das nicht passt und wer meint, daß sich die bösen Hersteller oder Importeure unbotmäßig die Taschen füllen, der kann ja selbst die Seiten wechseln. Hierzulande herrscht glücklicherweise Gewerbefreiheit. Viel Spaß! 8o

    Meine unmaßgebliche Meinung: Als jemand, der einem kleinen Modellhersteller verbunden ist (andere Spurweiten bis dato), muß ich konstatieren, daß es vordergründig zwar interessant klingt; es aber in der Praxis alles andere als leicht ist.
    Es gab schon den einen oder anderen Versuch, auch bei Modellautos (kleine Maßstäbe), die m.W. aber alle nicht zum Tragen gekommen sind.
    Ein mehr oder weniger aktuelles Projekt findet sich hier: https://www.kickstarter.com/pr…ale-models?ref=nav_search
    Und selbst das, welches das 'hippeste' Thema – 3D Printing – mit dem für die meisten wohl absolut uncoolem Thema Modellbahn verknüpft, kommt nicht aus den Startlöchern.


    Modellbahn ist zumindest für Web-Plattformen des Crowdfundings einfach nicht cool genug resp. erreichen darüber auch nicht das gewünschte Zielpublikum.
    Bliebe also nur für einen Hersteller, ein derartiges Projekt vollständig in Eigenregie aufzustellen.

    Der Originalwortlaut im Feuerwerks-Thread im Werksforum ging damals so:


    2014 Feuerwerk
    Frank Elze Heute um 3:42


    Hallo liebe Spur 0 er und 1 er. Was ist über MBW berichtet worden und insofern viel positves und leider auch negatives.
    Aber nichtsdestotrotz werden wir hier heute am 11.11.2013 ein Feuerwerk beschliessen, deren Investitionsvolumen ca. 2.000.000,00 € umfasst.
    Das bedeutet das wir den Modellbahner mit Vorankündigungen und auch Überraschungen offerieren werden. Wie sagt schon ein alter Spruch. "Was schert mich mein Geschwätz von Gestern". In diesem Sinne wohlauf denjenigen, die MBW Modelle mit immer fortschreitender Qualität begleiten werden.


    Mit besten Grüßen aus China
    Frank Elze MBW


    (Nein, ich logge nicht das ganze Netz mit. Bin ja nicht bei der NSA. Und ein Stalker bin auch nicht (wurde mir mal vorgeworfen). Ich habe nur einen ziemlich großen Webcache auf dem Rechner, den ich desöfteren vergesse zu löschen …)


    In der ehrlichen Hoffnung, daß in 2014 etwas Ruhe einkehrt in dieses ganze Hü und Hott über Modelle und deren Vertriebswege. Denn, ich mag da auch irren, ist die Änderung in der Vertriebspolitik der Fa. Lenz für mich auch schlicht eine Reaktion auf die Entwicklung des zurückliegenden Jahres. Ein Treppenwitz der Geschichte, daß da jetzt auf der induzierenden Seite doch wieder die halbe Rolle rückwärts stattfindet.
    Und ja, auch ich bin der Ansicht, daß man das zarte Pflänzchen der Spur 0 in »Großserie« (im Sinne von der Unterscheidung zu Ms-/Handarbeitsmodellen) nicht totschmeißen sollte mit Ware. Fairerweise sollte man sich aber auch ins Bewusstsein rufen, daß kaum ein Hersteller davon leben kann, bspw. »nur« Kleinlokomotiven à la Köf oder V15 auf den Markt zu bringen. Jedenfalls nicht in »Großserien«-Technik.


    Und jetzt schreibe ich woanders lieber weiter in Sachen Fahrwerkstechnik und Neigungskoeffizienten. Scheint mir ein ungefährlicheres Thema zu sein. ;)

    Verpackungen kann und sollte man auch berechnen (und anschließend trotzdem testen),
    für Klebstoffe jeglicher Art gibt es meterweise Papier, Nachweise und Handlungsempfehlungen
    und bei DHL /Deutsche Post kann man sich für AFAIR 500 Euro pro Vorgang eine Versandverpackung, mit dem typischen geplanten Inhalt, zertifizieren lassen. Angeblich sollen Transportschäden danach deutlich »anders« gehandhabt werden, so sie denn eintreten und auch gemeldet werden.


    Solange ein Ding jetzt nicht völlig zerlegt und mit – wörtlich – Bruch ankommt, kann man es ja wieder zusammensetzen. Zumal bei einem Waggon.
    Wenn man möchte.

    Hallo Forum,


    (…) Ich bin sicher, dass die chinesische Kultur nicht diesen missionarischen Eifer unserer Weltverbesserer kennt und auch nicht des Deutschen mittlerweile höchstes Gut, den Neid auf den Erfolg anderer.


    Und am Ende wird immer wieder die »Neidkultur« beschworen? Ist das notwendig?
    Den missionarischen Eifer der chinesischen Kultur kann ein jeder daran Interessierter ja am Beispiel Afrika erleben: Da wird herausgeholt was geht an Rohstoffen. Und die Länder überschwemmt mit chinesischen Arbeitskräften und Produkten made in China.


    Quote

    Dabei hätten wir allen Grund eher dankbar zu sein. Schließlich waren es die Verkäufe von (besonders großen) Autos nach China, die uns am schnellsten wieder aus der Wirtschaftskrise herausgeholt haben. Ich will damit keine Missstände klein reden, nicht in China, nicht im Rest von Asien und auch nicht im Rest der Welt einschließlich Europa.
    Aber ich bleibe dabei, vor der eigenen Haustür zu kehren, ist die vordringlichere Aufgabe, aber offensichtlich auch die schwierigere.


    Vielleicht wäre dazu zu ergänzen, daß es zu dieser Krise möglicherweise gar nicht gekommen wäre, wenn wir (d.h. Deutschland betrachtet als wirtschaftlicher Akteur) und einige andere Volkswirtschaften nicht jahrzehntelang die Asymmetrien der Wirtschaftswelt durch hemmungslosen Export mit befördert hätten. Nein, jetzt sind nicht auf einmal die Gläubiger an allem »schuld« – aber: Neben den Schuldnern haben auch die Gläubiger in diesem auf grenzenlosem Wachstum ausgerichteten System ihr Scherflein dazu beigetragen.
    Und nicht nur die Automobil- und die Maschinenbauindustrie hat wie von Sinnen exportiert: Selbst die hiesige Holzindustrie hat zu den Hochzeiten des von vielen geglaubten Wachtums ohne Grenzen kräftig profitiert. Da wurden komplette Abbunde (!) in deutscher Küstennähe, in öffentlich bezuschußten Betrieben (Strukturförderprogramme), hergestellt und nach Nordamerika verschifft. Holzbau in Nordamerika hat ja auch überhaupt keine Tradition.
    Unter nachhaltigem Wirtschaften, sofern man diesen so oft schon mißbrauchten Begriff der »Nachhaltigkeit« überhaupt noch verwenden mag, sieht in meinen Augen anders aus. Und das gilt, um wieder die Kurve zu bekommen, durchaus auch für das Produzierenlassen von (technischem) Spielzeug am anderen Ende der Welt.


    mfg,



    heineken

    Guten Tag, werte Forenteilnehmer,
    (heute mit Sonderausstattung An- und Abrede)


    Servus zusammen,
    Letztendlich schaut jeder Mennsch, dass er in seinem Leben irgendwie bestmöglich "mit dem Arsch an die Wand kommt"


    Den Spruch kennt man doch bereits: Wenn jeder an sich denkt ist an alle gedacht.
    Möglicherweise gerät man mit vier Semestern Ethikstudium auch ein wenig in den auch zu anderen Fachrichtungen isolierten Elfenbeinturm. Jedenfalls würde mich da dann mal interessieren, was ein Soziologe hinsichtlich der Auswirkung auf die Bindungskräfte von Gesellschaften, den »supra-familiären Strukturen« dazu sagt. Aber das führt dann wirklich vollends aus diesem Forum heraus …



    Lieber Herr Lenz,
    dieser Vergleich ist aber sehr durch die rosarote Brille betrachtet.


    Vielleicht wird dieser chinesische Auftragsfertiger ja auch mit hiesigem, unbelastetem Milchpulver bezahlt? :D
    http://www.taz.de/!112595/


    Damit empfehle ich mich und wünsche noch einen schönen Tag.


    Edit & Ps. – zu den abgegebenen Beitrags-»Bewertungen«: Mir kommen gleich die Tränen, bei diesen lächerlichen Kommentaren. Ich will inhaltlich auf teils plumpe Angriffe (»… weil zynisch«) gar nicht darauf eingehen, so unsinnig erscheint mir das hier. Wenn man sich hier in teils absurder Unterwürfigkeit ergibt und sich ansonsten auch höchstens mit Wattebäuschen bewirft, wo eine kontroverser Diskurs angebracht wäre (kontrovers ist nicht gleichzusetzen mit Schlammschlacht!) – dann macht man sich hier zuerst lächerlich und anschließend überflüssig.
    Wäre schade drum.


    Für die Mengen, die eine Firma wie Lenz herstellt, ist zur Zeit aus meiner Sicht eine komplette Auslastung einer Produktionsstätte mit Rendite bringenden Stückzahlen nicht möglich. Also muss die Fertigung an einen Produzenten abgegeben werden, der die Aufträge mehrerer Besteller anfertigt. Für eine Hose schmeißt man auch keine Waschmaschine an, da sammelt man erst etwas Wäsche...


    Naja, mach' mal die Spur 0 nicht kleiner als sie ist! Das Ganze kann sich schon lohnen, allerdings …


    Quote

    Die Verlagerung der Produktion aus Deutschland in Länder mit geringeren Lohnkosten hat bereits einige Zeit vor dem Einstieg der Firmen Lenz/Brawa/MBW/Bemo in den Maßstab 1:45 stattgefunden. Das war aus meiner Sicht ein großer Fehler, den es geht auch anders wie z.B. Swatch beweist. Denn mit der Verlagerung sind nicht nur die Produktionsstätten sondern auch ein Teil des Know-Hows abgewandert. Wer also heute eine Produktion für MoBa im großen Umfang in Deutschland aufbauen möchte, muss erst mal ganz viel Geld in die Hand nehmen und hat ein hohes Risiko, bis überhaupt das erste Produkt, das unseren Ansprüchen genügt die Werkhalle verlässt.


    Vieles von dem, was »Hersteller« mit Fremdfertigung in Fernost hier auf den Markt bringen (strenggenommen sind es eher »Inverkehrbringer« denn »Hersteller«), wäre ohne die vielfältigen Fortschritte der CAD/CAM-Technologien vor zwei Dekaden überhaupt noch nicht möglich gewesen. Fernost ist da nicht zwingende Voraussetzung gewesen.
    Allerdings haben sich Ursache und Wirkung in der Fertigung formfallender und CNC-Teile in diesem Zeitraum durchaus gegenseitig befruchtet.
    Ich weiß nicht, ob der Vergleich mit Swatch sticht. Handelt es sich doch dort v.a. auch um die Erreichung sehr hoher Losgrößen durch Standadisierung von Teilen. Das stelle ich mir bei vorbildgerecht umgesetzten Eisenbahnmodellen recht schwierig vor. Und das Kundenpotential für eine Armbahnuhr ist auch ein geringfügig anderes als das für Eisenbahnmodelle …


    Quote

    […] so lange die Produktion in Ländern stattfindet, in denen Menschenrechte nicht wirklich ein Thema sind – und dazu gehören aus meiner Sicht ziemlich viele Länder – solange muss ich darauf vertrauen, dass der Hersteller der[font='Arial, Helvetica, sans-serif'] MoBa Produkte persönlich dafür sorgt, dass die Produktion unter menschenwürdigen Bedingungen stattfindet. Und um dem Hersteller dies mitzuteilen ist dieser Thread für mich absolut von Bedeutung.

    Quote


    Angesichts deines eingangs zitierten Ansatzes der geringen Produktionsmengen halte ich diese Aussage nun allerdings für reichlich optimistisch …

    Bei allem Diskutieren über Wohl und Wehe einer Auftragsfertigung (tlw. auch Auftragsentwicklung. Soll ja sogar schon 3D-Scans von H0-Modellen gegeben haben, die dann aufgepumpt wurden am CAD 8)), der politischen, sozialen, ökologischen und auch (sic!) ökonomischen Situation im kommunistischen Musterstaat (VR China) sollte man sich ins Bewusstsein rufen, daß dort vorauss. bereits in diesem Jahr die Bevölkerungspyramide beginnt zu kippen. D.h. in Zukunft jedes Jahr weniger potientielle Arbeitskräfte dem durch Exportwirtschaft (eben die »verlängerte Werkbank« resp. bei vielen vaterlandslosen Gesellen hierzulande auch die »einzige Werkbank«) wie eben auch stark steigendem eigenem Konsum geprägtem Wirtschaftsraum zur Verfügung stehen werden.
    Ich selbst habe mir die Situation vor Ort zuletzt 2005 angesehen – und bin trotz aller Schwierigkeiten bei Produktion im eigenen Land – froh, nicht dort gelandet zu sein. Die Berichte zahlreicher Kollegen bestätigen dieses auch weiterhin.
    Allerdings – und das sollte man nicht vergessen! – waren auch die Verhältnisse in den eigenen Gefilden von Beginn der Industrialisierung bis teils noch weit nach 1945/49 alles andere als das heutige Arbeiterparadies auf Erden! (Allerdings bestand während dieser Zeiten AFIAK nie diese extreme Asymmetrie zwischen Auftraggebern und -nehmern, wie wir sie heute, in den Zeiten der Globalisierung, kennen.)


    Daß eine vglw. kleinteilige wie zeitgleich komplizierte und damit wenig lohnenswert erscheinende »Zusammenpfriemelei« von Modellbahnartikeln eher nicht (mehr) im Fokus der dortigen Wirtschaftsteilnehmer steht, kann man auch an den immer häufigeren Meldungen von Geschäftsaufgaben bei Auftragsproduzenten ablesen.


    Zeitgleich steigen die Kosten beständig. Sodaß wir in dieser Branche inzwischen so weit sind, daß bis auf den Lohnkostenanteil für Assemblierung und Veredelung (v.a. Farbe und Druck) kaum noch ein nennenswerter Preisunterschied zur Produktion in hiesigen Gefilden besteht. Erst recht nicht, wenn man, wie es einige Hersteller ja bereits seit längerem praktizieren, in Südost-Europa die Werkbänke aufstellt. (Nachteil bei dieser Lösung: Diese Gesellschafen sind mehr oder wenig erfolgreich demokratisiert worden seit 1989 und unterliegen als EU-Mitglieder, im Vergleich mit v.a. China, sehr restriktiven Umwelt- und Sozialstandards. Schlechte Karten also, hier über Gebühr (!) auf Kosten von Umwelt und Arbeitskräften Kosten zu sozialisieren.)


    Inwiefern man nun Lohnarbeit, für die es kein Ingenieurstudium benötigt und für die auch in jeder entwickelten Gesellschaft ein gewisser Anteil an Arbeitskräftepotential bereitsteht (nicht jeder ist der geboren Nobelpreisträger!), aus dem eigenen Land auslagert oder nicht, wäre gesondert zu diskutieren. Führt hier sehr wahrscheinlich zu weit und legt auch die Axt an den unkritischen Glauben von Globalisierung und unbegrenztem Freihandel.


    Heute mal nicht privat schreibend
    & mfg,



    heineken

    Geplant habe ich die Anschaffung der ESU Ecos Zentrale 50200 (…)
    Anschließen möchte ich meine Multimäuse von Roco und das Smartphone Android zur Steuerung und die Weichen von Lenz.
    Funktionstasten bis F30 bei den Loks.
    Alternativ könnte ich mir die Intellibox II System Control 7 von KM1 auch vorstellen.


    Wenn dir die Möglichkeit, aktuell mehr als nur bis f23 schalten zu können, dann kommt die ECoS für dich derzeit nicht in Betracht. Denn bei f23 ist bei ihr in aktueller Firmware Feierabend! In älteren FW-Releases waren es erst f20, danach f21 und später f23. Diese Salamitaktik ist der Unterstützung der ESU-eigenen H0-Loks geschuldet.
    Daß andere Zentralen, darunter gerade auch die von dir erwähnten IntelliBox, lange schon bis 32.768 Funktionen schalten können, scheint für die ECoS ja kein Problem zu sein.
    Die andere Überlegung würde ich mir an deiner Stelle machen »Vollzentrale« (also sowas wie ECoS, Märklin CS II oder auch der Viessmann Commander) oder eher »Prinzip Gleisanschlußbox und den Rest macht der PC«. Wenns dir mehr danach ist, auch mal ohne PC-Steuerung einfach zum Spaß deine Loks zu bewegen, bist du mit einer »Vollzentrale« besser bedient als mit allen anderen Lösungen. Die dagegen preislich i.d.R. deutlich attraktiver sind (bspw. kostet eine IB-Com, das ist eine IntelliBox ohne eigene Mensch-Maschine-Schnittstelle – allerdings auch »nur« 3,5A Endstufe gerade einmal UVP 219 Euro.)

    alle die vorbeschriebenen "Mängel" hat meine Lok nicht.
    (…)
    Man möge bei der Kritik bedenken, dass die Montage der Lok im wesentlichen in Handarbeit erfolgt und Menschen gute und schlechte Tage haben. Wer also ein "Montagsprodukt" erwischt, kann, wenn der "Mangel" nicht in den Bereich der mittleren Art und Güte fällt, Gewährleistungsrechte dem Hersteller gegenüber geltend machen.


    Ob jedoch jetzt jeder angebliche Mangel ( so betrachte ich z.B. die abstehenden Scheibenwischer noch nicht mal als Mangel) im Einzelfall Gegenstand der Diskussion hier im Forum sein muss, wage ich zu bezweifeln.


    Ich frage mich ernstlich, wann Frank Elze "die Faxen dicke hat" und sich, wie ja bereits mehrfach angeklungen, der Spur I zuwendet.


    Sicher geht hier ja wohl jeder davon aus, daß es sich um Einzelfälle handelt! Und wie du schon sagst, wo Menschen arbeiten werden auch Fehler gemacht. Und Fehler werden von den verschiedenen Kontrollen während des Produktionsprozesses bemerkt und abgestellt.
    (Da arbeiten bei Produktion von Modellspielwaren aber auch meist Menschen. :D)
    Zu deiner Info: Die Gewährleistungsverpflichtung, nach BGB, ist eine Geschichte zwischen Verkäufer und Konsument. D.h. MBW ist gewährleistungspflichtig nur den Konsumenten ggü., die direkt von ihr gekauft haben. Ist der Kauf über einen Händler erfolgt, ist auch der Händler der Gewährleistungspflichtige.
    (Wie dieser sich dann mit dem Hersteller – besser: Inverkehrbringer – auseinandersetzt, ist erstens i.d.R. Geltungsbereich des HGB und zweitens muß und hat das einen Endanwender nicht (zu) interessieren.)


    Ansonsten: Ist der Spur 0 Markt wirklich so ausgetrocknet, daß jetzt bereits der Selbstmord aus Angst vor dem Tod erwogen wird?
    Siehe auch der Nachbarthread, der ein wenig an (körperliche) Compassio erinnert: Wie gehen wir mit Fehlern an Modellen um?. Ich finde, wenn Hersteller die Öffentlichkeit im »Web 2.0« suchen, dann ist das keine Einbahnstraße.

    Hmm für mich sieht das nach einem Lackierfehler aus was den Rahmen betrifft. Kunstoff und Metall ist ja immer so eine Sache, da beide Materialien unterschiedlich auf Wärme reagieren. Hinzu kommt, dass auf die Dauer die Weichmacher aus dem Kusnstoff entweichen und dies sich auf Farbe und Form auswirken.
    Bemerkenswert ist, dass Sie überhaupt noch in den MobaMarkt eingestiegen sind....die Kunden werden nicht mehr, dafürsorgt leider der demographische Wandel und die Jugend von heute....hmmm findet andere Dinge cool!


    Mit Verlaub, das ist Unsinn. Der Zinkalrahmen weist keine Lackierfehler auf, sondern ist schlicht nicht richtig gegossen. Das kann immer mal passieren, alleine schon wenn die Formtemperatur nicht stimmt am Anfang oder unsauberes Material in Schmelze oder an Formwand hängen, und wird von mehrstufiger Kontrolle im weiteren Produktionsprozeß ausgesiebt.
    Die unterschiedlichen Wärmeausdehnugskoeffizienten bei Z4xx (der verwendeten Zinkallegierung) und beliebigen Thermoplasten spielt bei den in der Modellbahnerei üblichen Temperaturen überhaupt keine Rolle.
    Desweiteren lassen sich Kunststoff und Metall mit den geeigneten (!), leider meist recht teuren Farben (zumindest in der EU dank sehr hoher Umweltstandards) durchaus so lackieren, daß wenig bis kein optischer Unterschied wahrnehmbar ist. (Haptisch dagegen sehr wohl - weshalb ich pers. es angenehmer empfinde, bei einem Modell Chassis und Aufbau in jeweils der äußeren Hülle aus derselben Werkstoffgruppe vorzufinden.)
    Auch bestehen hier dann hohe Anforderungen hinsichtlich der Oberflächengüte in den Formwerkzeugen - Zinkallegierungen und Thermoplaste sind nunmal völlig unterschiedliche Werkstoffe.
    Dann wäre da noch die Frage, mit welchem galvanischen Verfahren die Zinkalteile vor der Lackierung behandelt werden.


    Deine Sorgen bezüglich Weichmachern in den Kunststoffteilen ist bei den bei Fahrzeugmodellen üblicherweise verwendeten Thermoplasten wie PA, PC, ABS und /oder Blends hieraus unbegründet. Da sehe ich, zumindest bei kontrollierten Fertigungsprozessen, eher Panikmache und einen urban myth.


    Ganz allgemein sollten wir jedem Neueinsteiger in diese Branche den Mitter Teresa Orden umhängen. Schließlich macht das keiner von denen, um Geld damit zu verdienen. Die wollen doch alle nur spielen.


    Und, jetzt mal ganz offen: Spur 0 Bahner scheinen sich denen der TT bis vor knapp zehn Jahren ziemlich zu ähneln: Die haben alles gekauft, egal wie es aussah. Kunststück, gab ja auch noch nicht so viel damals wie es heute hat in der Schmalspur. Im H0 Bereich wäre ein Hersteller jedenfalls längst in der Luft zerrissen worden – und das bei ungefähr halb so hohem Produktpreis.
    Also am besten mal alles ganz entspannt sehen.


    Aber Kunststoffe an Metall gesetzt, konnten Spaltlos nicht produziert werden.


    Unabhängig vom konkreten Fall, Frank: Diese Aussage ist falsch.
    Möglich ist alles. Es ist, wie so oft, eine Frage von Zeit und Geld.


    @all: Bevor es schon wieder losgeht jetzt – das ist eine Bemerkung, die mit dem fraglichen Produkt jetzt erstmal überhaupt nichts zu tun hat.
    Und um Frank da auch in Schutz zu nehmen: Bei 699 Euro ist zwar viel möglich. Aber die Sterne kann man euch damit auch nicht vom Himmel holen.

    Bilder im Internet sind nicht für alle Vergleiche tauglich, weil oft die Größenverhältnisse verschoben sind, also das Modell nicht in Originalgröße zeigen.


    Was bitte, willst du gerade beim Punkt der Drehgestelle da an auf Bildern verschobenen Größenverhältnissen erkennen? Ich vermag mir nur schwerlich vorzustellen, das Nafets Kamera Details unterschlägt bei Aufnahmen.


    Edit – Google findet zum V200 Drehgestelle bspw. diese beiden hier:

    Quelle: http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?4,4330884



    Quelle: http://www.lostareas.de/Bahnho…tradition/Oberhausen1.htm


    Ich erkenne da schon eine ganze Menge Tiefe im System.
    Und man achte auch auf die wunderschön ausgerundeten Radscheibenkonturen. (Steile Winkel neigen immer zu übergroßen Belastungen (Kerbrisse & -brüche.))