Posts by Segeberger

    Ist diese Aktion das Ende von Brawas Engagement in Spur 0?


    Ein neuer Flachwagen auf vorhandenem Fahrgestell ist einerseits keine große Investition, andererseits aber auch Artikel, den viele Nuller mehrfach kaufen werden. Der für 2017 in HO vorgestellte Oppeln mit Bremserhaus bzw. Bremserbühne wäre dagegen ein solches Modell gewesen und hätte kaum einen größeren Aufwand erfordert, v.a. wenn bei der Konstruktion des Oppeln diese Variante bereits vorgesehen wurde.


    Sollte etwa der Erfolg der Vorbestellaktion nicht gewollt sein? Dann war der Flachwagen vermutlich eine gute Wahl.


    Ein schönes Wochen


    Pjotr

    Hallo,


    in vielen Bereichen der Technik ist es üblich, bei Systemwechseln einen Adapter beizufügen. Warum nicht auch hier?


    Im letzten Jahrzehnt sind eine Menge chinesischer Lenz-Gleise verkauft worden. Diese Gleise und Bestände im Handel werden auf Jahre mit den neuen Peco-Gleisen koexistieren müssen.
    Warum also gibt es keine Schienenverbinder, die jeweils einseitig chinesisch und englisch sind. Und: Warum liegen die nicht in ausreichender Zahl als kleiner Beutel z.B. jeder Packung Flexgleise zur freihändigen Verteilung durch den Händler bei?


    Ganz nebenbei sind für mich die Gleisverbinder derjenige Artikel des Sortiments der Firma Lenz, bei dem Herstellungsaufwand und Preis am wenigsten zueinander passen.


    Selbst wenn vorhandene Weichen etc. in den nächsten Jahren in den Untergrund verschwinden, weil neue Weichen und Gleise schöner sind, bleibt das Verbindungsproblem bestehen und Lenz sollte es auf professionelle Art lösen. Kleinere metallverarbeitende Betriebe, die Blechstücke stanzen und biegen können, sollten sogar in Deutschland noch zu finden sein.


    Mit freundlichen Grüßen


    Pjotr

    Hallo,



    ich erlaube mir eine kleine Korrektur.


    Da Schienenverbinder nicht mehr beiliegen, müssen diese für 8.00€ / 24 Stück, also 0,67 € je Flexgleis zusätzlich erworben werden.
    Damit kosten 914 mm Gleis künftig 19,17€ und 1m Gleis mit dem neuen Material umgerechnet damit 20,97 €.


    Das sind sogar 13,4 % mehr als bisher.


    Ich habe das neue Gleis bisher nicht in der Hand gehabt. Vielleicht ist es besser als bisher. Aber bei aller Wertschätzung für die Firma Lenz:
    Bessere Qualität zum alten Preis ist das nicht.


    Mit freundlichen Grüßen


    Pjotr

    Hallo,


    zu den Unsitten der Verlagsgruppe des EJ gehört es leider, Bilder über die Bindung zu drucken.


    Im Heft über die BR 24 ist 23 Abbildungen dieses traurige Schicksal widerfahren. In manchen Fällen hätte man den kleineren Rest auch weglassen können, in anderen Fällen ist das Zugende auf der anderen Seite oder die Bindung geht mitten durch die Lok. Und nicht bei allen Bildern haben die Vorlagen eine Qualität, die eine Abbildung in der jeweiligen Größe rechtfertigt.


    Im Heft über die BR 24 geht es vielleicht gerade noch, weil eine Klammerbindung benutzt wurde. Bei anderen Produkten dieser Verlagsgruppe mit Klebebindungen wird auf diese Weise jedes Bild zerstört.


    Das zugegebenermaßen teurere Buch von Hansjörgen Wenzel vom EK scheint mir die bessere Investition zu sein.


    Pjotr

    Hallo,


    Brawa hat seit seinem Einstieg in die Spur Null etwa 8 Güterwagen aus neuen Formen auf den Markt gebracht. Etwa, weil ich die Behälterwagen als einen mit 3 unterschiedlichen Behältern zähle, außerdem die Silowagen, die sich durch einen Formeinsatz unterscheiden ebenfalls als eine Formneuheit.


    Daraus wurden bislang mindestens 90 Artikelnummern abgeleitet. Mindestens, weil es einige zusätzliche Auslieferungen gab, die ich nicht mehr nachvollziehen kann. 90 % des Sortiments waren bzw. sind also Dekorvarianten.
    Der Omm52 wurde bislang unter 12 Artikelnummern angeboten, darunter sechs in Epoche III der DB. Es mag nun einige Modellbahner der Spur O geben, die für einen Rüben- oder Kohlenzug auch noch die siebte, achte, (…) Betriebsnummer erwerben möchten. Allein der verfügbare Platz setzt Grenzen und selbst für 49€ dürfte der Kaufanreiz überwiegend nur noch gering sein.


    Das Fehlen einer Lok hindert Brawa daran, überzählige Artikel in Anfangspackungen "zu entsorgen". Diese Möglichkeit hat Lenz! Eine KöI oder Köf3 wäre zwar in der Entwicklung etwas teurer geworden, hätte aber unter dem Gesichtspunkt der Sortimentsentwicklung mehr Chancen geboten dass Breuer-Gerät.


    Anders als vor zehn Jahren gibt es heute eine Menge Fahrzeuge zu kaufen. Daher besteht keine Veranlassung bei einem Angebot gebrauchter Fahrzeuge rasch zuzugreifen. Ist mir ein Güterwagen - wie bisweilen verlangt - 80% zuzüglich DHL wert? Nein!!! Den Aussagen "Neu", "Unbespielt","Nur einmal aus der Verpackung genommen" muss ich vertrauen, auf Gewährleistung verzichten und das Risiko der Beschädigung auf dem Versandweg hinnehmen um 10 oder 15€ zu sparen? Nein!!
    Schließlich gibt es nicht wenige Angebote ohne Verpackung oder aus der Startpackung. Dafür 70% zahlen. Wieder Nein!!!


    Modellbahn ist keine Geldanlage. Modellbahnen sind Konsumprodukte in einem Markt mit deutlicher Tendenz zum Überangebot. Da sollte niemand hoffen, einen überflüssig gewordenen Konsumartikel ohne namhaften Verlust wieder losschlagen zu können.

    Wenn es um ein wirklich rares Stück geht, sieht die Sache anders aus. Aber wann steht so etwas schon mal zum Verkauf?


    Pjotr

    Hallo,


    ich glaube, dass etliche Nutzer Touchcab auf ihrem iPhone und nicht auf einem iPod benutzen. Durch Telefonverträge erfolgt die Erneuerung der iPhones tendenziell im 2-Jahres-Rhytmus. Zu diesem Zeitpunkt haben die alten Geräte noch einen erheblichen Restwert (z.B. iPhone 5s um 300€) und wird i.d.R weiter verkauft.


    Mit dem Verschwinden aus dem Appstore wird es binnen 2 Jahren immer weniger Nutzer von Touchcab geben.


    Ich habe bereits in dem anderen Thread geschrieben: Um Touchcab im Appstore zu halten muss lediglich der Entwickler-Account durch Zahlung von 100 € am Leben gehalten werden.
    Hat niemand Zugang zu Jens Vesterdahl, um ihn zu einem Umdenken zu ermutigen, und den Account wenigstens noch ein Jahr am Leben zu erhalten? Sein Programm erhält im Appstore durchweg positive Kritiken, einfach weil es technisch wirklich OK ist.


    Ich habe selbst über viele Jahre hinweg größere Projekte für Mac OS X und iOS entwickelt, und kann nicht erkennen, dass hier die Probleme liegen. In der Tat stellt Apple in jedem Jahr neue Anforderungen bei der Zulassung der Programme zum Appstore, aber die werden alljährlich von Tausenden Entwicklern erfüllt. Von der von Jens Vesterdahl entwickelten Lösung, über einen Router das Lenz-Interface anzusteuern habe ich nur rudimentäre Vorstellungen. Diese Lösung in ein neues iOS-Projekt einzubinden, dass die Zulassungsprozedur bei Apple besteht, kann jedoch keine unüberwindlichen Schwierigkeiten beinhalten.


    In dem früheren Thread habe ich bereits zu den wirtschaftlichen Aspekten einige Worte geschrieben und da scheint mir das wirkliche Problem zu liegen.


    Touchcab hat kein Wachstumspotential, weil die Menge möglicher Kunden begrenzt ist. Die im Appstore verpflichtenden kostenlosen Updates sind für ein solches Programm ein Killer, weil irgendwann keine Einnahmen mehr entstehen und die weiterhin für Updates zu investierende Zeit ohne wirtschaftlichen Ertrag bleibt.


    Eine Lösung könnte darin bestehen, Touchcab vom Markt zu nehmen und ein neues Produkt in anderem Namen zu verkaufen, gerne wieder für 8 € und OHNE eine zeitgleich angebotene Free-Version.
    Wer Tausende in Spur-0-Fahrzeuge, Hunderte in ein iPhone/iPod , das Lenz-Interface und am Ende auch 20€ in einen separaten Router investiert hat, ist in meinen Augen dämlich, wenn er in ein solches von viel Engagement getragenes Projekt nicht erneut diesen Kaufpreis investiert, selbst wenn die alte Version (noch) auf einem älteren Gerät funktioniert. Für das Wort "dämlich" werde ich mich auch nicht entschuldigen.


    Sollte Jens Vesterdahl sein Projekt wirklich nicht mehr verfolgen wollen, wäre es schön, wenn ihn jemand zur Herausgabe des Quellcodes überzeugen könnte. Vielleicht ist auch die Fa. Lenz bereit, hier eine angemessene Summe zu investieren. Denn ohne Touchcab verliert das Ökosystem Lenz Digital plus in allen Baugrößen (nicht nur Spur 0) deutlich an Reiz. Ich würde mich an dieser Stelle über einen Kommentar der Firma Lenz sehr freuen, denn die technische Lösung in Touchcab sollte uns nicht verloren gehen.


    Vielleicht kann sich ja in diesem Forum ein Ausgangspunkt für ein gutes Ende und auch einen Neuanfang ergeben.


    Pjotr





    Hallo,


    auch ich benutze Touchcab und bin damit grundsätzlich zufrieden.


    Da ich seit vielen Jahren Software für Mac OSX und iOS entwickle, möchte ich einige Anmerkungen zur Sache machen.


    Ein Entwickler-Account, der dazu berechtigt, Updates im Appstore einzustellen, kostet 100$ pro Jahr. Sofern es eine halbwegs wesentliche Zahl von Verkäufen (hier zu je 8€) gibt, sollte das wieder hereinzubringen sein.
    Dies ist die erste Unbekannte. Vielleicht ist jedoch der potentielle Kundenkreis, also Modellbahner, die mit Lenz arbeiten und ein iOS-Gerät haben (wollen) weitgehend ausgeschöpft.
    Hier greift der zweite Punkt. Updates in Apples Appstore sind prinzipiell kostenlos. Geld fließt also nur durch Neukunden.
    Andererseits haben neue iOS-Geräte neue Eigenschaften, die Updates durchaus erforderlich machen. Die Einstellung von Updates setzt immer voraus, dass die Software auch den Anforderungen neuester Geräte entspricht.
    Als dritter Punkt sind die Entwicklungszyklen bei Apple zu nennen. Jedes Jahr gibt es ein neues iOS und zugehörig wesentliche Neuerungen in der mehr oder weniger unumgänglichen Entwicklungsumgebung Xcode.
    Macht man jedes Jahr mit, sind notwendige Anpassungen auch bei größeren Projekten binnen kurzer Zeit erledigt, wenn nicht, werden Aufwand und Hürden schon höher. Dieser Fall scheint mir bei Touchcab vorzuliegen.


    Da nun Geiz auch bei denjenigen geil ist, die für viele Tausend Euro Spur-0-Fahrzeuge sowie ein iPhone besitzen, ist die Situation verfahren. Ein wesentlich höherer, gleichwohl angemessener Preis für eine Software, in der sehr viele Entwicklerstunden stecken, ist vermutlich am Markt nicht durchzusetzen. Die Umgehung des Prinzips der "lebenslangen" Updates ist schwierig und würde vermutlich von den Kunden ebenfalls nicht mitgemacht.


    Die Gestaltung einer Oberfläche, mit der sich eine Touchcab entsprechende Funktionalität realisieren lässt, ist nicht schwierig und erfordert auch nicht all zu viel Zeit. Die Umsetzung der div. Schnittstellen zum Lenz-Interface zur Steuerung von Loks, Wagen, Signalen usw. hingegen dürfte mühevoll sein, weil sie den Erwerb neuer Kenntnisse rund um die Lenz-Decoder erfordert.


    Rein wirtschaftlich gedacht ist hier nichts zu holen. Das ist und bleibt ein Hobby-Projekt und angesichts der Altersstruktur und Größe des potentiellen Kundenkreises ist hier auch nicht viel zu erwarten.
    Die Tatsache, dass auf dem größeren Android-Markt auch nicht viel Bedeutendes zusammengebracht wurde, bestätigt diesen Pessimismus.


    Trotzdem und trotz des trüben Wetters:


    Schönes Wochenende


    Pjotr

    Hallo,


    ich empfehle, dieses Buch, das ich natürlich noch nicht kenne, dort zu kaufen, wo man es durchblättern oder aber problemlos zurückgeben kann.


    Warum dieser Hinweis?


    Leider gab es bei diesem Verlag die Neigung, bedingt durch das Hochformat, Bilder über die Bindung zu drucken. Zumindest für mich geht das überhaupt nicht, wenn die Rauchkammer oder das Führerhaus einer Lok durch die Bindung geteilt wird.


    Pjotr

    Hallo,
    Die Beiträge Nr 120 und 123 passen irgendwie nicht zu anderen Beiträgen aus derselben Feder (MBW). Ist nun Schluss mit MBW, nur mit MBW-Spur O, mit Kunststoffmodellen, mit Großserienfertigung?


    Lieber Herr Elze, verzichten Sie doch bitte auf weitere Umfragen, Ankündigungen, Erörterungen, Erklärungen, Konstruktionszeichnungen usw. Überraschen Sie uns alle mit Fakten. Wenn Sie uns - wie es Lenz bei der 50er praktiziert hat - in einigen Monaten einen serienreifen Radsatz der BR 86 zeigen , nach einigen weiteren Monaten dann den weitgehend fertigen Kessel, das Führerhaus (…), dann sind wir alle wieder bei Ihnen. Und spielt es vermutlich keine Rolle, ob die Lok nun 50 € mehr oder weniger kostet, wenn es sie irgendwann 2016/2017 zu kaufen gibt.


    Diese Lok (oder eine andere…) sollte neben der 64er von Lenz einen guten Eindruck machen. Detaillierung gleichwertig wie dort. Dampf braucht es nicht, allerdings wäre eine Option zum Nachrüsten nicht schlecht.
    Vor allem aber: Neben dieser einen (!) Lok sollte keine weitere angekündigt werden. Wirklich keine! Sonst ist ein erheblicher Teil der Kunden sofort wieder weg.


    Genauso mit Wagen. Bauen Sie einen(!) kurzen(!) Personenwagen. Eine Nummer, eine Epoche. Überraschen Sie uns in einigen Monaten mit dem Fahrgestell oder Wagenkasten aus fertigen Formen.
    Ein Wagen reicht zunächst erst mal. In der mehrheitlich bevorzugten Epoche 3 gab es außer bei den 3yge und 4yge nur wenig reine Zuggarnituren. Ich glaube, dass dieser Weg erfolgreich sein könnte.


    Mit freundlichen Grüßen


    Pjotr

    Hallo,


    nur an einem einzigen Beispiel wird schon deutlich, warum es so nicht läuft.


    Neben zahllosen anderen Loks war die BR 86 für 699€ avisiert. Irgendwann soll es dann 800 Vorbestellungen gegeben haben und die Lok wurde als ausverkauft annonciert, allerdings durfte man weiterhin bestellen (?!?) Irgendwann verschwand die Lok von der Homepage, um dann für mehr Geld wieder aufzutauchen: 899€, 999€…? Dann war sie wieder weg, um nun für 1500€ als Ms-Kleinserienmodell in einer 300er Auflage erscheinen zu sollen. Der allgemeinen Verwunderung folgte eine Abstimmung: Man konnte für eine 86er in Großserientechnik unter 1000€ oder Ms-Kleinserie voten. Damit war unsere Lok wieder da. Großserientechnik für 999€. Alle Ankündigungen natürlich mit quartalsgenauem Liefertermin. Jetzt ist sie wieder weg. Das jetzt erst einmal ohne Termin.


    Von der Auflage der Lenz 64er kursiert die Zahl > 2000. Ein erheblicher Teil ihrer Käufer wäre wohl auch für eine 86er im Markt gewesen und eine Auflage von > 1000 Stück wäre vermutlich absetzbar.


    Hätte MBW alles geliefert, was irgendwann einmal angekündigt wurde, ich könnte allein mit MBW-Artikeln einen Zug quer durch meinen Garten bilden. Tatsächlich besitze ich jedoch nur einen Güterwagen, mit dem ich noch nicht einmal so 100% zufrieden bin. Vorbestellt habe ich natürlich nichts. In der Rückschau wäre es ja auch nicht einmal den Strom für die Email wert gewesen.


    Immerhin hat MBW einen gewissen Unterhaltungswert. Jetzt sind erst mal die H0er dran und freuen sich über in 12/2015 lieferbare Fahrzeuge. Ich verfolge es mit Interesse.


    Pjotr

    Hallo,


    Frank Elze schreibt im Beitrag 112:


    "Guten Morgen, die Spur 1 ist für Großserie nicht geeignet. Nicht für uns jedenfalls."



    Nun gut, er hat schon viel geschrieben, auch hier, und das ist wohl der wesentliche Grund für die Stimmungslage im Spur-I-Gemeinschafts-Forum. Die Form der öffentlich betriebenen Markterkundung empfindet mancher als "Offenheit", andere fühlen sich als Kunde nicht ernst genommen, weil nach den Erfahrungen der letzten Jahre eigentlich bei jedem neu angekündigten Produkt bis zur tatsächlichen Auslieferung Zweifel an der Realisierung berechtigt sind.

    Auch in diesem Forum hat es in den letzten Monaten diverse Beiträge zum Thema Kaufkraft gegeben. Zwischen "haben wollen" und "kaufen können" liegen eben manchmal einige hundert oder sogar einige tausend Euro. Und anders als vor 10 Jahren haben die Nuller den verfügbaren Platz inzwischen oftmals schon zugestellt und sie haben eine Auswahl. Damit wird den Herstellern nicht mehr automatisch jede Neuheit aus den Händen gerissen. Ich habe Zweifel, ob die mittlerweile gewachsene Zahl potentieller Käufer die beiden zuvor genannten Aspekte ausgleichen können. Das dürfte in Spur I ganz ähnlich sein und schlägt sich dann eben negativ in der Zahl der Vorbestellungen nieder.


    Die bisher in diesem Forum nicht kommentierten Bilder der BR 80 zeigen mir darüber hinaus deutlich, dass es in dem potentiell aussichtsreichsten Sektor Dampflokmodelle eben nicht ganz einfach ist, ein Erstlingswerk zu produzieren, dass potentielle Kunden zu umfassenden Vorbestellungen ermuntert.


    Pjotr

    Hallo,


    ich hatte dieses Buch bei mir auf dem Tisch und konnte es glücklicherweise (an Amazon) zurückschicken.
    Mir erschien die Bildauswahl sehr beliebig und mich störte die erhebliche Zahl von Bildern, die über die Bindung gedruckt wurden.
    Selbstverständlich respektiere ich eine andere Einschätzung, aber ich empfehle dringend, dieses Buch dort zu erwerben, wo man es gründlich betrachten oder ggf. kostenlos zurückgeben kann.


    Pjotr


    P.S.: Rücksendungen sind bei mir die absolute Ausnahme.

    Der Eröffnungsbeitrag enthielt eine Portraitaufnahme des Wagens, die (leider) die filigrane Konstruktion des Wagens nicht so deutlich wiedergibt, wie das Modell es verdient hätte. Ich hätte allerdings - in Ermangelung einer entsprechenden Ausstattung - auch kein besseres Bild liefern können.


    Der Ommi 51 liegt nun zwar am oberen Rand des Preisspektrums, das wir von Lenz & Co gewohnt sind. Der vereinzelt angebotene Preis von 159€ ermöglicht auch den Kauf mehrerer Wagen und erscheint mir durchaus angemessen angesichts der Tatsache, dass eine Mehrfachverwendung von Teilen des Wagens für andere Modelle nicht möglich ist und wirklich sehr viele extra angesetzte Teile vorhanden sind.


    Da bei einigen dieser Teile auf längere Sicht die Gefahr eines Verlustes besteht, wäre es schön, wenn man - sozusagen als Rückversicherung - vielleicht für ein paar € einen Beutel mit einem kleinen Sortiment dieser Haken, Hebel und Ösen kaufen könnte. Auch eine Achslagerkappe dürfte gerne dabei sein.

    Wir haben lange auf diesen Wagen warten müssen, aber das Warten hat sich gelohnt. Eine kleine Gruppe dieser auffälligen Wagen ist für Epoche III/IV wirklich ein Muss.
    Ich bedaure die Entscheidung von Kiss, mit diesem gelungenen Produkt bereits einen Schlusspunkt in der Produktion von 1:45 - Modellen zu setzen.


    Ein schönes Wochenende wünscht
    Pjotr

    Hallo,


    meine unmaßgebliche Meinung zu diesem Thema möchte ich dem Forum nicht ersparen.


    Beim Stromberg-Film war die Aufgabenstellung klar: Wenn genug Geld zusammenkommt wird der Film gemacht. Ansonsten hat man dem Drehbuchautor, Regisseur, Produzenten usw. freie Hand gelassen. So konnte das funktionieren.


    Bei einer Spur-0-Lok ist die Ausgangssituation völlig anders. Hier heißt es ja nicht: Bau uns eine beliebige Lok. Jeder potentielle Investor möchte natürlich seine Lok haben.
    Wenn es hingegen nur um 1 Lok geht und keine weiteren zur Auswahl stehen wird es auf breiter Front heißen: Im Prinzip ja, aber nicht bei dieser Lok.
    Es erscheint mir vollkommen aussichtslos eine Gruppe von Geldgebern zu finden, die am Ende vielleicht eine halbe Million für eine vorgegebene Lok zusammenbringt.


    Davon abgesehen glaube ich nicht, dass bei Brawa oder Lenz die Verwirklichung weiterer Lokmodelle am Anfangskapital scheitert. Verzögerungen, die wir bei beiden Firmen erlebt haben, sind ja nicht das Ergebnis von Gleichgültigkeit oder Böswilligkeit. Mit der vorhandenen Manpower in Konstruktion und Fertigung geht es einfach nicht schneller, wenn ein bestimmter Qualitätsstandard erreicht werden soll.
    Einem neuen Hersteller würde man/ich die halbe Million nicht anvertrauen.


    Hätte es eine Million für den Stromberg-Film gegeben, wenn der Film von einem anderen Produzenten, einem neuen Regisseur, einem neuen Drehbuchautor und mit einem neuen Hauptdarsteller projektiert worden wäre?

    Ich wäre mit einem Tausender dabei, wenn Brawa oder Lenz uns binnen 2 Jahren eine BR 86 oder 93.5 bauen - sonst nicht. Ob sich da 500 Coinvestoren mit gleichem Einsatz finden? Ich habe daran extreme Zweifel und daran, dass diese beiden Firmen an einem solchen Projekt überhaupt mitwirken würden. Ein Misserfolg wäre kaum zu befürchten, denn wahrscheinlich würde jeder Investor mindestens eine Lok kaufen und damit wäre am Ende die Investition nichts anderes als eine Anzahlung mit der Option auf einen kleinen Gewinn.


    Pjotr

    Im Neuheitenprospekt 2012 hat Lenz in einer "Planungsliste" die Lokomotiven 38.10, 56.2, 91.3 und Lollo angekündigt, dazu einige Wagen sowie Formsignale. Über der Liste stand:
    "…Auflistung unter Vorbehalt und wird nötigenfalls zukünftigen Marktentwicklungen angepasst."
    Ich meine in einem Interview gelesen zu haben, das Lenz das Projekt 38.10 weiter verfolgt. Ich bin mir aber ganz sicher, dass Herr Lenz sich in diesem Forum, vermutlich als Reaktion auf die zahllosen Ankündigungen von MBW, dahingehend geäußert hat, dass es künftig keine Planungsliste mehr geben würde. IIRC waren dies z.B. angekündigte Doppelentwicklungen Gmms60, Otmm60 und Talbot-Schotterwagen. Auch die 91.3 gehörte wohl dazu.
    Von der seit 2012 angekündigten 94.5 gab es bisher nichts zu sehen, die ebenfalls 2012 erstmals angekündigte BR 50 ist erkennbar im Entstehen, wie man den Fotos der Messen 2013 und 2014 entnehmen konnte.
    Von der ebenfalls noch offenen BR 24 war zu lesen, dass sie wohl ein Opfer der geänderten Eigentümerverhältnisse bei Sandakan wurde.


    Pjotr

    Markus schrieb:

    Ich haette eigentlich die Erwartung, dass Sie als Hersteller zuerst die Rahmenbedingungen zur Herstellung und Vertrieb eines Produktes klaeren und erst dann mit der Ankuendigung an den Markt gehen! Und nicht umgekehrt!

    Genauso ist es. Volkstümlich ausgedrückt heißt das: Man sollte den zweiten Schritt nicht vor dem ersten tun.


    Es ist selbstverständlich, dass man sich von einem nicht leistungsfähigen oder kooperationswilligen Partner trennt. In dieser Richtung sind ja wohl auch die Gründe für die überfällige BR 24 zu suchen. Wer sich die 3- und 4-achsigen Umbauwagen von Lenz anschaut, sieht leicht, dass hier 2 Hersteller mit unterschiedlichem Erfolg tätig waren.
    Die Trennung von einem nicht hinreichend leistungsfähigen Geschäftspartner ist aus Gründen der Selbsterhaltung notwendig und nachvollziehbar. Dies rechtfertigt jedoch nicht nachträglich das endlose Hin und Her beim An- und Abkündigen diverser Modelle, und zwar von Dampfloks und Dieselloks und Triebwagen und Güterwagen und Reisezugwagen.

    Wenn denn nun für die Dampfloks derselbe Hersteller verpflichtet wird, der auch für Kiss und KM1 arbeitet, so sind auch deren Preise zu erwarten. Der Zukunft wird die Frage beantworten, ob und in welchem Zeitraum die zwangsläufig hochpreisigen zusätzlichen Produkte eines weiteren Anbieters vom Markt aufgenommen werden. Meine Vermutung geht dahin, dass schon Kiss und KM1 mehr Modelle angeboten hätten, wenn sie den Markt und die Produktionskapazität ihres Lieferanten für ausreichend großen hielten.


    Ein schönes Wochenende


    Pjotr