Posts by Segeberger

    Hallo,


    vor über 10 Jahren hat Lenz das m.E. am besten geeignete Vorbild für eine Dampflok in Spur 0 ausgewählt: die BR 64.

    Mit nun allerlei mehr an Loks auf dem Markt ist die BR 86 genau das, was damals die 64 war.

    Nicht zu groß, bei DR, DB und DR Ost und im Ausland weit verbreitet, geeignet für Varianten durch realisierbare Bauartunterschiede.

    Da sollte dem einzigen Hersteller größerer Serien die Entscheidung leicht fallen.


    Pjotr

    Hallo,


    als marktgängig verstehe ich Vorbilder, die für den Hersteller kein allzu großes Risiko hinsichtlich der aufzuwendenden Kosten für Werkzeuge und Formen bedeuten. Diese Vorbilder müssen entweder über lange Zeit in großen Stückzahlen präsent gewesen sein oder aber aus anderen Gründen zu einer bedeutenden Popularität gelangt sein. Dies gilt z.B. für einige Schnellzuglokomotiven (01.10 oder 05).

    Ein Problem bei den Lokomotiven ist, dass die Idee verbreitet ist, dass der Preis einer Lok möglichst proportional zur Länge sein sollte. So gesehen war die T3 natürlich viel zu teuer. Für mich sind große Loks einfach zu groß und ich kaufe nichts für die Vitrine.

    Ich verfüge über keine Informationen, wie sich die Kaufkraft über die Anhänger verschiedener Epochen verteilt. Herr Schnellenkamp scheint jedenfalls mit seinen Güterwagen, die schwerpunktmäßig auf die Epoche III zielen, ganz richtig zu liegen. Von Lenz haben wir da schon lange nichts mehr gesehen und Brawa hat uns leider verlassen. Es gibt noch etliche nicht verwirklichte Güterwagen, die über mehrere Epochen im Einsatz waren. 150 € für einen neuen Wagen gibt man leichter "mal eben so" aus als den zehnfachen Betrag für eine neue Lok oder den dreifachen Preis für einen sehr langen Schnellzugwagen.


    Pjotr

    Hallo,


    eigentlich doch eine klare Ansage von Herrn Krug:

    Spur I ist umsatzstärker und ertragreicher als Spur 0. Priorisiert wird, was seiner Firma mehr Geld in die Kasse bringt.

    Damit dürften sich die (noch?) auf der Website von KM1 projektierten Spur O - Modelle weitgehend erledigt haben.

    Für alle, die dort bestellt haben, wäre es schön, wenn zumindest klargestellt wird, ob überhaupt noch und ggf. welche 2 oder 3 Loks/Wagen bis 2030 zu erwarten sind.

    Danach hat sich das für mich vermutlich ohnehin erledigt.


    Einen schönen Restsonntag wünscht


    Pjotr

    Hallo,


    richtigerweise wurde an keinem Güterwagen mit Bretterwänden eine Maserung des Holzes dargestellt. Sie wäre massiv überplastisch.

    Die Bahnsteigüberdachung sollte daher ebenso einfach keine Maserung enthalten. Kaum eine Änderung lässt sich einfacher realisieren.


    Viele Grüße


    Pjotr

    Hallo,


    ich denke, dass es noch mehr Formen gibt, die von Lenz erworben werden könnten:

    - Ommi 51von Kiss. An diesem Wagen muss man nichts ändern, weil er perfekt war.

    Eigentlich alle Wagen von Brawa.

    - Vom Omm52 fehlt noch eine Variante mit Bremserhaus.

    - Das gilt ebenso für den Kesselwagen.

    - Beim Oppeln fehlen noch die Varianten mit Bremserbühne und Bremserhaus, die einen herrlich asymmetrischen Aufbau ergeben.


    Den Marktpreis für "gebrauchte" Formen kenne ich nicht, aber im Prinzip sind die genannten Formen für die bisherigen Besitzer ohne großen Wert.

    Für die angedeuteten Neuheiten wird es aber sicher einen Markt geben.


    Schönes Wochenende

    Pjotr

    Hallo,


    ich krame an dieser Stelle mal einen sehr alten Beitrag hervor. Neuere Beiträge zu genau diesem Thema - 16m Drehscheibe - scheint es nicht zu geben.

    Wenz bietet diesen Bausatz weiterhin an und nennt eine Bühnenlänge von 364 mm. Dies entspricht einer 16,4 m Drehscheibe, aber sei's drum.

    Der Achsstand einer P8 im Maßstab 1:45 ist 346 mm. Hinzu kommen natürlich noch einige Millimeter wegen der Spurkränze, so dass es bei einem exakt maßstäblichen Modell einer 16,0 m - oder 16,1 m - Drehscheibe noch knapper als beim Vorbild sein dürfte.


    Nun meine Frage: Hat jemand die Wenz-Drehscheibe und eine P8 (Lenz oder ...) schon mal gemeinsam erfolgreich im Einsatz gesehen?


    Für eine Antwort, die mich weiterbringt, bedanke ich mich schon jetzt.


    Viele Grüße


    Pjotr

    Hallo,


    als Hinweis für diejenigen, die es noch nicht gesehen haben: Man weiß am Ende nicht mehr, als man als Leser dieses Forums schon vorher wusste. Insofern ist es schade um die 20 Minuten.

    Der Interviewer hat hoffentlich noch einen richtigen Beruf und sollte sich besser darauf konzentrieren.


    Viele Grüße


    Pjotr

    Hallo,


    auf das absehbare Spaltproblem habe ich bereits am 1.4.2020 in einer Anmerkung zur BR 38 hingewiesen. Damals war der Spalt nur bei der BR 55 zu erkennen, jetzt auch bei der BR 56, soweit es nicht mehr die CAD-Abbildung ist.

    Meine Vermutung ist, dass die Pufferbohle aus seitlicher Sicht keinen rechteckigen, sondern bedingt durch den Formenbau einen trapezförmigen Querschnitt hat. Damit wird das aufliegende "Blech" aus der Sicht von vorne immer einen Spalt aufweisen.

    Für mich heißt das: Vom Ergebnis her gesehen wäre die Konstruktion falsch.


    Mit freundlichen Grüßen


    Pjotr

    Spalten in Mustern - dafür sind es Muster.

    Bei der BR 38 ist es dabei dann aber geblieben. Leider!!


    Ich glaube das Motiv war eine mögliche Kostenersparnis. Das Endstück braucht jeder Wagen zweifach und es ist bei allen Wagen gleich.

    In Bezug auf dieses Teil wird also 5/6 des Aufwands gespart. Ist ja auch sinnvoll, nur darf der Spalt eben nicht bleiben.


    Mit freundlichen Grüßen


    Pjotr

    Hallo,


    ich will einmal rechtzeitig meckern, damit sich die Geschichte der BR 38 nicht wiederholt. Auf sämtlichen Vorserienbildern konnte damals jeder, der ihn sehen wollte, den Spalt über der Pufferbohle erkennen.

    Jetzt erkenne ich einen Spalt zwischen dem Teil mit Plattform/Tür und dem Spritzteil mit den Sitzen. Hoffentlich ist dies nur ein Montagefehler und keine Serieneigenschaft.


    Mit freundlichen Grüßen


    Pjotr

    Hallo,


    schon lange kann man bei Lenz in den eingestellten Bildern erkennen, dass bei der BR 38 solche unzweifelhaft unschönen Spalte sichtbar sein werden.
    Das dort gezeigte Bild der BR 55 lässt ähnliches erwarten. Von der 56.2 gibt es nur ein CAD-Bild - noch ohne Spalt.
    Die BR 64 war seinerzeit in dieser Hinsicht ohne Fehl und Tadel - gerade eben noch einmal überprüft. Schienenräumer gab es auch und die Schutzbleche sind OK.
    Vor der Auslieferung von 55 und 56.2 sollte Lenz daher vorsorglich noch etwas "Modellpflege" betreiben, denn die BR 38 trifft in der Frontansicht einfach nicht das Vorbild. Sehr schade!


    Mit freundlichen Grüßen


    Pjotr

    Hallo,


    der erste Beitrag in diesem Baum mit inzwischen 18 Seiten enthält viele Wünsche. Im Sinne von "…fehlt UND ist marktgängig…" sind es allerdings doch eher wenige.


    Br 86: Die Lok mit dem größten Absatzpotential im Markt, gehört mit 776 Exemplaren auf jede Nebenbahn, kann alles Fahren und passt hervorragend zur 64er, Kiss hat ja bei einer Neuauflage gekniffen, Gebrauchtmodelle wechseln zu höheren Preisen als Neupreis den Besitzer, die Lok ist mit Verlaub wichtiger als T3, 70 und 74er, wird echt Zeit.


    Der Kreis derer, die nicht das Messingmodell erworben haben, aber weiterhin gerne ein Modell der BR 86 kaufen würden, sollte immer noch für eine Fertigung in Großserientechnik reichen. Lenz hat mit der BR 64 seinerzeit das mit Abstand beste Vorbild für die Spur 0 realisiert, das allerdings nicht mehr käuflich zu erwerben ist. Die BR 86 ist nur wenig größer und m.E. das zweitbeste Vorbild, aber ebenfalls nicht käuflich zu erwerben. Das sollte sich ändern!


    Ebenso hat Lenz im Laufe der Jahre die wichtigsten Wagenserien realisiert: Donnerbüchsen, 3- und 4-achsige Umbauwagen, pr. Abteilwagen. Ich gehe davon aus, dass auch die 3yg-Wagen eine Neuauflage erhalten und würde mir die Tonnendachwagen nicht von KM1, sondern von Lenz wünschen. Einerseits des Preises wegen, andererseits wegen des Gewichtes der Wagen.


    Ich würde mich über Rückmeldung(en) freuen, wie sich 1kg schwere Ms-Wagen im Zugverband mit Kunstoffwagen benehmen, die nur wenige hundert Gramm wiegen.


    Mit freundlichen Grüßen


    Pjotr

    Hallo,


    Brawa hat in den Jahren 2011-13 und 2015 insgesamt 10 in der Form unterscheidbare Güterwagen herausgebracht. Allein in den Messeprospekten waren dafür 80 unterschiedliche Artikelnummern verzeichnet. Wahrscheinlich gab es weitere. Bei den Wagen gab es gemeinsame Teile, sodass der Formenbau effektiv wohl etwa 7 Wagen entsprach.
    Allein der Oppeln wurde unter mind. 12 Artikelnummern angeboten, ohne dass es die optisch sehr interessanten Varianten mit Bremserhaus und Bremserbühne gab.
    Alle Wagen waren hervorragend konstruiert und sehr preiswert, wenn man mit Brawas Preisniveau der Baugröße HO vergleicht.
    Vielleicht gäbe es auch im Jahre 2020 noch Neuheiten von Brawa, wenn damals kleinere Serien und weniger Bedruckungsvarianten zu einem höheren Preis angeboten worden wären.
    14 Varianten des Kühlwagens und 18 des Behältertragwagens überfordern jede Spur-Null-Anlage und damit auch den Handel, der sich diese Vielzahl von Artikeln nicht hinlegen mag.


    Es gäbe schon noch einige Güterwagen, die einen Zugverband auflockern könnten. Weitere Hochbord- oder Rungenwagen, gedeckte Güterwagen, dazu noch 2 oder 3 Kesselwagen würden auch auf bereits gut bestückten Anlagen immer noch ein Plätzchen finden.


    Ich fände es schön, wenn nicht nur von Schnellenkamp, sondern auch von Brawa hin und wieder mal ein neue Wagen angeboten würde, ohne dabei die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen.


    Aus meiner Sicht besteht eine Modellbahn nämlich immer aus deutlich mehr Wagen als Lokomotiven.


    Ein schönes Wochenende wünscht


    Pjotr

    Hallo,


    die im Ausgangsbeitrag aufgeworfene Frage hat vielleicht etwas mit der Vielzahl der Projekte zu tun.
    Lenz "droht" mit 3 Dampflokmodellen im Jahr 2019, ein anderer Hersteller mit einer ähnlichen Zahl. Hinzu kommen weitere Anbieter mit jeweils einem Projekt.
    Genaue Zahlen kennen nur wenige in diesem Forum. Aber "wenige hundert" dürfte die Auflage eines Messingmodells gut beschreiben, und mit einer Zahl "im Tausenderbereich" beschreibt man die Auflagen der Kunststoffmodelle wohl auch einigermaßen zutreffend.
    Wenn nun zwei Messingmodelle eines Vorbilds ( BR 78 ) avisisiert werden, ist der Markt nicht plötzlich zweimal "wenige hundert" groß.
    Kann der eine Hersteller mutmaßlich schneller liefern, wartet der andere ab. Vielleicht stellen aber auch beide fest, dass für sie nur noch die Hälfte von "wenigen hundert" bleibt und investieren lieber erst mal in ein Projekt, das keine Konkurrenz hat.
    Ich muss mir keine Sorgen um anderer Leute Geldbeutel machen, aber vielleicht sind drei Kunststoffmodelle und ein halbes Dutzend Messingloks einfach etwas zu viel für ein Jahr. Auch Bernd Lenz hat so etwas in einem Interview angedeutet.


    Mit freundlichen Grüßen


    Pjotr

    Hallo,


    Ziel eines Wirtschaftsunternehmens ist die Erzielung eines Gewinns. Das Finanzamt schreibt das sogar vor und macht andernfalls den Laden dicht.


    Allerdings bin auch ich der Meinung, dass eine 98.10 oder eine 86 eine sinnvolle Neuheit hätte sein können, die mit Aussicht auf Gewinn produziert wird. und zwar für die Hälfte dessen, was für vergleichbare Messingmodelle verlangt wird. Gerne würde ich wissen, welchen Einfluss die Verkaufszahlen des Breuer-Geräts auf Brawas Zurückhaltung bzw. Aufgabe(?) des Spur-0-Geschäfts haben.


    Der X-Wagen wäre sicher eine "billige" Neuheit gewesen. Aber dieses Modell ist nun wahrlich kein "must have" und ein so unwichtiges Vorbild kaum geeignet, die wirtschaftlichen Möglichkeiten gut gewählter Vorbilder in unserer Spur zu erkunden.


    Ein Problem ist, dass Lenz schon eine Menge typischer Wagen der Epoche III verwirklicht hat. Aber es gibt da schon noch Vorbilder, bei denen ich -anders als beim X-Wagen- bei einer Vorbestellung dabei wäre. Schnellenkamp scheint mir da auf dem richtigen Weg zu sein.


    Ein schönes Restwochenende


    Pjotr