Posts by DVst HK

    Moin,


    ich kann der Alternative meines Vorschreibers nur zustimmen. Ich brauche für meine große Anlage keinen Booster, nur eine stinknormale Lenz-Zentrale. Es werden bis zu 30 Loks gleichzeitig betrieben. Nur beim Einschalten der Anlage stehen fast alle Loks auf einseitig isolierten und abgeschalteten Gleisen, die dann nach und nach eingeschaltet werden können. Auch bei Fahrtreffen mit noch mehr Loks auf der Anlage ist die Zentrale nicht in die Knie gegangen, nur der Loknummernspeicher war irgendwann mal randvoll und die Zentrale nahm keine neue Adresse mehr an.


    PS: Seit wann kann ein Oberfahrdienstleiter Bahnboss werden??? :D


    Gruß

    Eckhard

    Moin Konstantin,

    tolle Idee von Dir.

    Meine Anlage ist ja schon mehr oder weniger bekannt, trotzdem hier noch einmal in der Übersicht von heute abend.



    Ich wünsche allen Forumsmitgliedern eine möglichst gesunde Weihnachtszeit und ganz viel sinnvolle Beschäftigung mit unserer Spur 0, denn die Wirklichkeit ist eh nur noch ein Fragezeichen. In dem Sinne, lasst das Licht im Moba-Zimmer nicht ausgehen.



    Viele Grüße

    Eckhard

    Modellbau statt Satzbau...


    Moin, moin,

    nachdem ich aber mehrere Anrufe und Mails bekam mit der Frage, ob bei mir alles ok sei, nun von mir doch ein Lebenszeichen. Satzbau betreibe ich im Moment auch sehr intensiv, aber nur bei der Arbeit am zweiten Buch. Neben diesem Satzbau und dem Modellbau bleibt eigentlich keine Zeit für dieses und andere Foren.


    Ein wesentlicher Teil des zweiten Buches wird die 5 Kreienser Bws des Vorbilds und das Bw Kreiensen Ost im Modell behandeln. Das alte preußische Schuppen des Bw Kreiensen Ost ist von mir im Oktober begonnen worden und nun fast fertiggestellt.


    Wie man sieht, habe ich einen neuen Lieblingsspielplatz gefunden, an dem ich direkt mit der Nase den Geruch der Loks aufnehmen kann, wie Ihr im Link zum Video sehen könnt. Das ist aber nur selten der Fall, denn mit Dampf fahre ich wegen der Geruchsbelästigung nur in Ausnahmefällen - aber reizvoll ist es hin und wieder doch.


    Videolink:

    https://youtu.be/H3sRF1ImQW4



    Eckhard

    Moin,


    ein Freund von mir hat mir einen Link geschickt, der mich begeistert hat.

    Nicht nur, dass es hierin um Kreiensen und um die Strecke von Kreiensen über Orxhausen, Bad Gandersheim und Seesen nach Braunschweig geht, es ist der Sound der 44er aus dem Jahr 1975! Wenn auch die Bildqualität der alten Superacht Filme nicht optimal ist, lässt spätestens der Sound der 44er alle Mäkeleien vergessen und zeigt, dass die damaligen Lokpersonale ihre heruntergewirtschafteten Maschinen sehr wohl zu bedienen wussten.

    Auch für die Hersteller von 44er Modellen mit Rauch und Sound könnte dies eine Lehrstunde sein. ^^

    https://youtu.be/zOKJBX9BijY

    Und dass in Orxhausen (gleich hinter Kreiensen) noch eine Sequenz von 1926 mit einer Kreienser P8 und Personenzug eingefügt ist, wird ob der Zugbildung manch einen hier zusätzlich erfreuen...


    Viel Spaß beim Anschauen

    Eckhard

    Moin Lothar,

    das ist schon eine Crux mit den Foren...

    Auch ich hab nicht immer alles schön gefunden, was Du gezeigt hast - aber interessant war es für mich immer wieder. Und ich finde es schade, wenn Du nix mehr machst. Aber verstehen kann ich Dich schon ein wenig.

    Viele Grüße

    Eckhard

    Moin Stephan,


    darauf habe ich ja lange warten müssen ^^

    Bei den ersten 2 Bildern war ich noch geschockt von dem schmalen Ergebnis der letzten Tage, das klärte sich aber schnell auf. Klasse Wirkung, jetzt ist es ein Bahnhof!


    PS: auf 15 Kg kannst Du leichter verzichten, als auf diese tolle Gleisanlage - wobei es ja nur ein Gefühl bei Dir ist :DMit den 15 Jahren ist es schon eher ein Problem in 15 Jahren... kenne ich nur zu gut:rolleyes:


    Eckhard

    Der Link funktioniert nicht mehr, die Seite wurde soeben von Ebay gelöscht. Die kennen das Betrugsangebot wohl schon von früheren Versuchen und haben sofort reagiert. Sonst kann das Tage dauern.


    Viele Grüße

    Eckhard

    Moin,


    ich weiß nicht warum die Betrüger aller Kontinente immer wieder meine vor Jahren über Ebay verkaufte BR 50 535 vom Bw Kreiensen in betrügerischer Absicht auf gehackten Ebay-Accounts anbieten, waren die Fotos so schön???


    Der aktuelle Fall ist bestimmt schon der 5. Betrug (Versuch oder in Vollendung):

    https://www.ebay.de/itm/Spur-0…4d8a2b:g:YosAAOSwjRJfBLfI


    Ich möchte hiermit alle warnen, da diese Lok bestimmt nicht geliefert werden kann, denn die steht wohlbehütet bei Marc in der Vitrine....


    Viele Grüße

    Eckhard

    Moin Jay, the K.


    danke für die Mühe, die Du mir gemacht hast. :)


    Die Kehrschleife mit dem dazugehörigen Schattenbahnhof wurde erst sehr spät unter die Anlage drunter gehängt. 20 Jahre früher wäre ich noch so elastisch gewesen, dass ich trotz der beschränkten Höhe zwischen dem 8-gleisigen Schattenbahnhof und den darüber verlaufenden Trassen mit meinen langen Armen und 2 Spiegeln die (grünen) Weichenverbindungen hätte einbauen können. 20 Jahre später musste ich aber einsehen, dass mir das ohne körperliche Schäden nicht mehr möglich war.


    Die Kehrschleife selbst konnte ich noch bauen, da sie unter der Anlage an Gewindestangen hängt, und die Trassen beim Bau sehr weit heruntergelassen waren und erst zum Schluss hochgeschraubt wurden. Trotzdem: bequem geht anders...


    Ich lebe halt mit dem Kompromiss der Falschfahrt. Das stört mich aber nicht so sehr, da das ja immer nur ein kurzes einsehbares Stück ist. Von der Spitze der Weiche 500 sind es gerade mal 90 cm bis zum Tunnelportal, auf der anderen Seite (Ausfahrt nach Hannover) noch weniger.


    Viele Grüße

    Eckhard

    Werte Bücherwürmer,


    vielen Dank für die überwiegend doch sehr positive Resonanz und das teilweise sehr große Lob. Ich habe mich darüber sehr gefreut (Stefan übrigens auch). Das gibt Ansporn für das zweite Buch, für das die Vorarbeiten schon begonnen haben – aber auch das wird nicht in ein paar Monaten fertiggestellt sein, wir rechnen realistisch eher mit einem Jahr.


    Wenn man so ein Projekt beginnt, dann ist der Werdegang sehr langwierig und der Ausgang ziemlich ungewiss. Deshalb waren wir auch nicht sicher, ob es am Ende einen Gewinn oder einen Verlust gibt. Bei der voraussichtlich abzusetzenden übersichtlichen Stückzahl ist solch ein Buch natürlich teurer, als eine Auflage von mehreren tausend Stück. Das ist wie bei den Lokomotiven: Großserie vs. Kleinserie. Wobei die Kleinserie nicht unbedingt besser sein muss als die Großserie, dafür vielleicht exklusiver. Aber anhand der Vorbestellungen war dann doch bald klar, dass ein Verlust nicht zu befürchten war.


    Schön wäre es, wenn später ähnliche Bücher von anderen Anlagen erscheinen könnten, nicht wahr Herr Asisfelden (z.B.). Man sollte sich aber keine falschen Vorstellungen vom Arbeitsaufwand machen – auch bei einem Gewinn aus dem Verkauf ist man vom gesetzlichen Mindeststundenlohn noch sehr weit entfernt. Aber für mich ist das ja kein Broterwerb und auch nicht nur ein Hobby, sondern schon eine gewisse Leidenschaft, solch ein Buch über das eigene Schaffen in der Hand zu halten. Wobei das Finanzamt das natürlich ganz anders sieht...:rolleyes:


    Danke nochmals an alle Unterstützer dieses Projektes und an alle Käufer des Buches.

    Viele Grüße

    Eckhard

    Hallo Michi,


    es gab beide Varianten, unbeleuchtete Scheibe oder beleuchtete Laterne. Nach welchen Kriterien welche Form gewählt wurde, ist mir nicht bekannt. Bei Wasserkränen war es auch so: es gab solche mit beleuchteter Laterne und solche ohne Laterne. Bei Wasserkränen war die Laterne nicht erforderlich, wenn die Gleisfeldbeleuchtung ausreichend war. Ich vermute, dass bei Drehscheiben dieselben Kriterien galten. Man sparte halt da, wo es möglich war.


    Viele Grüße
    Eckhard

    Moin Roland,


    das Phänomen der aufgequollenen Räder gab es meines Wissens nur bei einer Serie der Gebauer 03. Ursache hierfür soll die Zinkpest gewesen sein. Ich selbst hatte früher solch eine 03 und die Radsterne waren so stark gequollen, dass sie fast halbkugelförmig nach außen drängten und den Radreifen damit nach innen - das Spurmaß im Endzustand war dann die Rahmenbreite, die ein weiteres Verschieben nach innen verhinderte... :rolleyes:


    Von anderen Loks in Spur 0 habe ich so etwas noch nie gehört, mach Dir also keine Gedanken über Deine E 18.


    Grüße
    ECkhard

    ... bevor es im runderneuerten Forum weitergeht, hoffentlich wieder mit etwas mehr Modellbahnbau statt Streit und Rechthaberei...


    Moin zusammen,
    als ich im letzten Beitrag schrieb, dass an Weiterbau die nächsten Tage wohl noch nicht zu denken sei, konnte ich noch nicht wissen, wie richtig ich damit lag und dass ich kurz darauf mit Lungenentzündung im Krankenhaus darum kämpfen musste, hier weiterschreiben zu dürfen. Aber jetzt ist das überstanden und ich bastle und schreibe weiter...


    Leider sind deshalb aber meiner Bilder „vom April 2020“ aus meinem Beitrag 949 vom 18.12.2019 doch nur Fake News – ich habe (nicht nur) dadurch und wegen des jetzt erscheinenden Buches zu viel Zeit verloren und werde die Winterbausaison 2019/20 mit dem Lokschuppen 1 demnächst beenden.
    Wenn die letzten Details fertig sind, folgen noch Bilder des gesamten bisher fertiggestellten Bw´s und ein Video. Danach sind mal wieder Basteleien an den Fahrzeugen und Spielbetrieb (leider allein im Haus) dran.


    Eine Baubeschreibung des Lokschuppens erfolgt später an anderer Stelle. Die folgenden Bilder sind in der zeitlichen Reihenfolge erstellt und geben schon einen groben Überblick. Hier nur so viel: Die 4 Einzelrauchabzüge im vorderen Dachbereich gehen innen bis kurz über den Schlot. In der Mitte des Daches finden sich die Dunstabzüge und im hinteren Bereich des Daches die Rauchabzüge für die beiden Großraumöfen im Schuppen. Die Inneneinrichtung wird wahrscheinlich zusammen mit dem Weiterbau am Lokschuppen 2 in Angriff genommen.


    @ Reinhold: Zu den Kohlekrane: Das große Ottbergen Buch von B u F Huguenin hat eine brauchbare Zeichnung. Falls Du das Buch nicht hast, schick mir eine Email, dann kann ich Dir Kopien daraus zusenden. Was die Dachkonstruktion anbetrifft, muss ich mich auf meine Erinnerung von 1968 und 1982 verlassen – mag sein, dass ich da was falsch in Erinnerung habe.


















































    Grüße und bleibt gesund!
    Eckhard

    Moin,


    eigentlich wollte ich diesen kleinen Bericht schon Anfang letzter Woche einstellen, aber es hatte mich ins Bett verschlagen. Heute konnte ich mich endlich aufraffen, die letzten Fotos zu machen und dies alles hier einstellen. An Weiterbau ist trotzdem die nächsten Tage wohl noch nicht zu denken, aber es wird wieder.


    Es ist schon eine Crux mit dem Vorbild – für eine vorbildliche Umsetzung des Lokschuppens fehlt etwa 1 Meter Anlagentiefe ab Drehscheibe gemessen. Platz ist bei mir zwar vorhanden, aber die Armlänge ist limitiert. Deshalb sind die Winkel der Strahlengleise viel größer als beim Vorbild. Was bei der Front nicht auffällt, kommt am Hinterteil mit voller Wucht. Im Spur 0 Modell ist das eine starke Abweichung von der Ideallinie des schlanken Vorbilds und erfordert eine Menge Kompromisse bei der Gestaltung der Rückfront. Trotz aller Kompromisse glaube ich dennoch, dass das Vorbild ganz gut wiedergegeben ist.


    Aber nun zu den Gewerken der Betonbauer und Maurer. Damit die arbeiten konnten, musste zunächst das Maß der Fenster in den rückwärtigen Fronten festgelegt werden. Die „großen“ Lokschuppenfenster von ADDIE waren das Ausgangsmaterial für die ein wenig größeren Fenster. Das Material lässt sich sehr gut bearbeiten und kreativ umgestalten.




    Entsprechend der Fenstergröße schritten nun die Betonbauer und Maurer zur Tat und schufen aus mehreren Schichten Polystyrol die Wände, die mit Klinkerplatten verkleidet wurden. Auch diese Polystyrol-Platten stammen von ADDIE, damit es nicht zu einem Materialmix kommt, der im Laufe der Jahre zu einem Verziehen der Wände führt – schlechte Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, dass ein Materialmix mit Polystyrol durchaus zu solchen unerwünschten Ereignissen führen kann.




    Die massiven „Prellböcke“ wurden nun vom Polystyrol umschlungen und verschwanden in den Wänden. Vorteil ist dabei, dass so einerseits das Gebäude jederzeit wieder abgenommen werden kann und andererseits eine Führung beim Wiedereinsetzen für einen festen Sitz an der vorgesehenen Stelle vorhanden ist. Die Praxis zeigt nun, dass durch die Führungen der Lager in den Toren und durch die hinteren „Prellböcke“ ein Auf- und Absetzen des Gebäudes wunderbar funktioniert.










    Das Polystyrol wird mit Nitro-Verdünnung verschweißt, was grundsätzlich im Freien auf dem Balkon erfolgen muss. Nur beim Fixieren der 4 kompletten Bauteile untereinander ist das im Anlagenraum notwendig. Dabei sind gute Vorbereitungen und mehrere Stellproben durchzuführen, da wegen der Dämpfe nur wenige Sekunden für die Klebung zur Verfügung stehen – eine nachträgliche Korrektur ist dabei nicht möglich und nach Durchlüftung des Raumes sieht man die Bescherung. Oder auch nicht - meist geht es dank guter Vorbereitung gut und ein vollständiges Verschweißen erfolgt dann wieder im Freien.




    Die Maler waren auch schon da und haben einen Teil der Wände gestrichen. Nur an den 4 Ecken bleibt die Farbe zunächst weg, damit die 4 Wände nach der Detaillierung noch verschweißt werden können. Bei den großen Teilen ist eine weitgehende Fertigstellung vor deren Zusammenfügen anzuraten, da das Handling des riesigen Trumms bei Detailarbeiten sehr schwierig ist.










    Eigentlich alles recht einfache und anspruchslose Arbeiten, die aber durch die Vielzahl der anzufertigenden Teile dann doch wieder Ansprüche an den Modellbauer stellen. Insbesondere das Nachritzen der über 1000 Fugen an den Mauerkanten der teilweise recht kleinen Stücke führt an den Fingern der haltenden Hand zu vergleichbaren Effekten wie bei einem Tennisarm.




























    Wichtig ist auch eine klare Vorstellung davon, wie die Zimmerleute ihr Werk vollbringen können. Ob und wie das klappt im nächsten Beitrag – ich bin ja selbst gespannt, da die „Zeichnung“ für dieses Gewerk ja nur in meinem Kopf existiert.


    Eckhard

    Moin moin,


    danke erst einmal für die Blumen...


    Manchmal ist es zum Verrückt werden, wenn man ein Original nachbauen möchte. Verschiedene undatierte Bilder widersprechen einander und nur durch akribische Analyse kann der Zeitraum eingegrenzt werden und diverse Umbauten des Vorbilds im Laufe der Jahre können erkannt werden.
    Wie schon zuvor von mir geschrieben, wurde in den Jahren 1942/1943 ein neuer längerer Lokschuppen mit 4 Ständen etwas zurück versetzt neben dem Altbau errichtet. Kriegsbedingt war dieser Neubau sehr schlicht und einfach konstruiert, was sich auch insbesondere an der dürftigen Dachkonstruktion erkennen lässt. Trotzdem steht dieser Teil im Jahr 2020 noch, auch wenn das ursprüngliche Klinker-Mauerwerk nun mit Platten verkleidet ist und immer wieder viele Umbauten vorgenommen worden sind.


    Mit den Originalaufnahmen von 2020 beginnend gehen wir Stück für Stück weiter zurück in die Vergangenheit.













    Das Bild aus den achtziger Jahren zeigt den Schuppen schon näher an seiner ursprünglichen Form.





    Das schon einmal gezeigte Bild von nach 1963 zeigt den Schuppen schon umgebaut, aber weitgehend noch in seiner ursprünglichen Form mit Dunstabzügen auf der Dachspitze und Einzelrauchabzügen vorn über jedem Gleis.





    Das Bild von nach 1956 und vor 1963 zeigt den Schuppen auch so in dieser Form. Auf dem Bild sind übrigens noch die Reste der Stützen des damaligen Schlacke- und Kohleportalkrans zu sehen, bevor die Schlackenkranbahn neu errichtet wurde. Einer der kurz zuvor neu gebauten Einheitsdrehkräne liegt schon wieder abgebaut neben dem Bansen.





    Die Bilder von 1951 zeigen den Schuppen in seiner ursprünglichen Form. Interessant ist, dass die Einzelrauchabzüge zunächst hinten über jedem Gleis waren. Die Bilder stammen von der Website des Heimatvereins Kreiensen und weitere s/w-Bilder vom Bw aus einer Serie von 1951 dort zeigen auch die Konstruktion der nach der Kürzung behelfsmäßig abgestützten damaligen alten Schlacken- und Kohlekranbahn. Auch die alten Kohledrehkräne sind dort zu sehen – also nur wenige Jahre vor dem Abriss des ersten neu gebauten Einheitsdrehkrans. Das Jahr 1951 kann aufgrund der Wagennummer „Villach / Ommru“ relativ genau eingegrenzt werden.
    https://www.heimatverein-kreie…alerien/bahnhof_teil1.htm







    Nun aber zum Modell. Zuerst werden die Tore aus 3 Schichten Polystyrol angefertigt, wobei die 3 und 3,5 mm breiten Leisten mit dem Messer aus dem Vollen geschnitten wurden – das kostet kaum Zeit, erspart aber eine Menge an Geld für den sonst erforderlichen Kauf von Profilen. Da es von den Originalfenstern aus den sechziger Jahren keine brauchbaren Aufnahmen gibt, wurden hierfür Lokschuppenfenster von ADDIE an die Maße der Türen angepasst.




    Die Scharniere der Tore wurden oben und unten aus Messingrohr und –draht als Nachbildung der Boden- und Kopfscharniere selbst gebaut, sie sind im Fußboden und in den oberen Betonbalken in Stahlpfannen gelagert (im Modell in Messing). Die mittleren Scharniere sind an das Tor angepasste einfache Scharniere von ADDIE. Ein späteres Öffnen und Schließen der Tore ist zwar möglich, aber nicht erforderlich, da die Jahreszeit meiner Anlage der Sommer ist und man damals froh war, wenn es draußen warm war und alle Tore offen stehen konnten.
    Nach grober Fertigstellung aller Tore und nach exakter Ausmessung des Lokschuppenbodens werden im Schuppenboden die Bohrungen für die Scharniere gesetzt, dünne Platten mit gleichen Bohrungen darüber gelegt, die Tore ausgerichtet und dann die Betonbalken über den Toren auf die oberen Scharniere gesetzt und untereinander verklebt. Nun erfolgt die Erstellung der inneren Betonwände in mehreren Schichten. Ein rechter Winkel ist dabei eines der wichtigsten Werkzeuge. Wenn das Ensemble genügend Festigkeit hat, kann es abgenommen und auf dem Arbeitstisch fertiggestellt werden, wobei eine Styrodur-Unterlage wegen der nach unten herausragenden Zapfen notwendig ist. Währenddessen können die Tore mit Türverschlüssen komplettiert und lackiert werden, bevor sie verglast werden.














    Nach nochmaliger Überprüfung des gesamten Bauteils auf der Anlage können die Tore nun endgültig in der Front eingebaut bleiben und die unten liegenden Platten können mit den Wänden verklebt werden. Jetzt haben die Tore unten und oben ihre Führungen und das Bauteil kann fertiggestellt werden. Die mittleren Scharniere werden angeklebt und mit Füllstücken abgedeckt. Dadurch ist genügend Festigkeit beim Drehen der Tore vorhanden.














    Aus den Bildern ersichtlich sind auch der mehrschichtige Aufbau und die Dicke des Mauerwerks. Auch das weitere Hauptwerkzeug ist zu sehen, ein Cutter-Messer und ein fingerschonend umwickeltes Sägeblatt einer Puk-Säge. Die inneren Pfeiler sind für die spätere Aufnahme der Dachunterkonstruktion vorgesehen. Nach der ersten Lackierung wird das gesamte Ensemble mit mattem Klarlack behandelt. Das Mattieren der Glasscheiben wird bewusst in Kauf genommen, da die Scheiben im Lokschuppen ja fast immer von den Rauchgasen dreckig waren.




    Eine Probefahrt mit einer 41er zeigt dann, dass bisher alles wie geplant aussieht und funktioniert. Eines ist allerdings vorbildwidrig: das Mauerwerk am Ende des Schuppengleises war nicht sehr widerstandsfähig, da bei einem Aufprall einer Lok nur die Mauer herausfallen und nicht der ganze Schuppen einstürzen sollte – bei mir wird das aber das massivste Teil, damit solch eine Lok nicht über die Anlagenkante im Orkus verschwindet.








    Wie man sieht: die Front steht - ganz ohne Kleber, herausnehmbar und nur durch die nach unten herausragenden Stifte der Scharniere positioniert und gehalten.




    Eckhard

    Moin Carl,
    meiner Erfahrung nach, die aber nur sicher für den südlichen und östlichen Teil der Bundesbahndirektion Hannover gilt, war der gelbe Schutzanstrich erst ab Epoche 4 zur UVV obligatorisch. davor wurde meist das genommen, was an Farbe gerade greifbar war und vom "Malermeister" als passend betrachtet wurde. Ein helles Grau ist in Epoche 3 nicht verkehrt. Andererseits waren solche Schienen ja so massiv, dass sie keines Schutzanstriches zum Fortbestand des Materials bedurften und einfach vor sich hinrosteten. Die DB war immer sehr sparsam. Ich würde Deinen Stummel so rostig lassen.
    Viele Grüße
    Eckhard

    Moin moin,
    Lokschuppen = Plural? Genau. Häufig gab es in einem mittelgroßen Bw nur einen Ringlokschuppen, von Ausnahmen abgesehen. Das Bw Kreiensen Ost ist so eine Ausnahme. Zu Preußens Zeiten wurde dort ein Ringlokschuppen der Bauart Potsdam mit 16 Ständen und nur 8 Toren errichtet, der nach 1963 abgerissen wurde. Diese Stände waren für die damaligen preußischen Loks dimensioniert, waren aber nach Aufkommen der längeren Einheitsloks nicht mehr lang genug, bei einigen dieser Loks konnten die Schuppentore nicht mehr geschlossen werden und eine lange Lok blockierte zudem das 2. Gleis im selben Tor. Deshalb wurde unter Aufgabe des Kohlebansens 5 und einem Teil des damaligen Kohleportalkrans in den Jahren 1942/1943 ein neuer längerer Lokschuppen mit 4 Ständen etwas zurück versetzt neben dem Altbau errichtet. Dieser Teil steht heute noch, auch wenn das ursprüngliche Klinker-Mauerwerk nun mit Platten verkleidet ist und auch viele andere Umbauten vorgenommen worden sind.
    Als ich vor 25 oder 30 Jahren das Bw plante, konnte ich mir nicht vorstellen, solch einen großen Gebäudekomplex mit den konzipierten 15 Ständen komplett selbst zu bauen. Außerdem hatte ich damals auch noch nicht die Intention, möglichst viele der Gebäude Kreiensens nachzubauen. So griff ich auf das zurück, was hier in die Gegend passte und kaufte mir die Grundplatten vom Lokschuppen Ottbergen.






    Heute bedeutet das allerdings Abriss und Neuaufbau unter Verwendung aller ausgebauten Teile. So muss der Neubauteil zurückversetzt und der Altbauteil unter Kürzung der Gruben vorversetzt werden, um die typische Ansicht zu erhalten. Wegen der vielen zusätzlichen Ausschnitte für die zu versetzenden Gruben hatte ich zunächst Bedenken, hier die Säge anzusetzen, konnte nun aber feststellen, dass die Unterkonstruktion nach wie vor so stabil ist, das sie ohne Murren weiterhin mein Gewicht trägt.
    Ein Nachbau der Gleisführung der Potsdamer Bauart schied allerdings aus Platzgründen aus und der Altbau musste „konventionell“ gebaut werden. Trotzdem wird der typische Anblick der beiden versetzten Lokschuppen für den gewünschten Wiedererkennungswert sorgen. Alles in allem jedoch ein sehr großer, dreckiger und zeitintensiver Aufwand – eben Abteilung Tiefbau. Dazu kam, dass sich die Polystyrolteile durch den alten Kleber gewellt hatten und die untere Schicht geklebt und genagelt werden musste, damit ein ebener Boden erzielt werden konnte. Das Zusägen der einzelnen Platten und Füllstücke ohne Maschine war dann aber doch relativ schnell über die Bühne gegangen.



















    Am Beispiel der 41er, die ja mit zu den langen Einheitsloks gehört, sieht man deutlich, dass sie im neu gebauten Lokschuppen genug Platz findet und die Gruben vorn und hinten zugänglich bleiben. Im Altbau hingegen geht es schon weitaus enger zu. Hinzu kommt, dass bei den Schuppen der Bauart Potsdam die Tore in der Regel nach innen zu öffnen waren – das Schließen der Tore ist bei eingefahrener 41 also auch im Modell nicht möglich. Um zu vermeiden, dass hier wieder von „gebohnertem“ Lokschuppenboden gepostet wird, der Hinweis, dass die Oberfläche absolut matt lackiert ist, aber trotzdem das Licht der Deckenbeleuchtung reflektiert, was aber auch nur auf Fotos so zu sehen ist. Dabei ist der Farbton des Fußbodens im älteren Schuppen deutlich dunkler und eher ins rostige gehend, als im neueren Schuppen, der in weiten Teilen eher ölig grau daherkommt.
















    Nachdem nun die Probefahrten erfolgreich verlaufen sind, werden zunächst die Tore des neuen Lokschuppens hergestellt. Erfahrungsgemäß ist es leichter, die Wände an die Tore anzupassen, als umgekehrt die fast vorbildlichen Tore nach vorhandenen Wandmaßen „hinbiegen“ zu müssen. Das gibt auch einen Vorgeschmack auf die „Abteilung Hochbau“, bei der ebenfalls weitgehender Selbstbau angesagt ist.




    Ein weiteres Projekt der „Abteilung Tiefbau“ wird ebenfalls nebenbei weiterentwickelt, es ist der neue herausnehmbare Anlagenteil zwischen Bw und Bahnhofsgebäude, auf dem später einmal ein Teil des Postgebäudes und eines der zwei Posthäuser (oder doch beide) Platz finden sollen. Aus Gewichtsgründen habe ich diesmal komplett Styrodur verwendet, um bei der Länge von 130 cm nicht in 2 Segmenten bauen zu müssen. Dieses Teil wird aber eines der letzten zu bebauenden Anlagenteile sein, da zuvor das Bahnhofsgebäude mit Bahnhofsvorplatz und Straßenzuführung gestaltet werden müssen, um die endgültigen Anschlussmaße zu erhalten – es kann ja nicht der Schwanz mit dem Hunde wedeln ...



    Eckhard

    Hallo Michi,


    habe fast alles bei der Bahn gemacht: Zugabfertiger, Rangierer, Wagenbeamter, Fahrdienstleiter, Fahrplanersteller, Dienststellenleiter, Notfallmanager, Ausbilder, Sicherheitsexperte bei der DB und bei der CER in Brüssel, und und und. Und immer hat dabei auch das Hobby mich begleitet, viele Dinge genau zu hinterfragen, in Frage zu stellen oder zu untersuchen... Daneben habe ich schon Ende der 60er Jahren angefangen, alte für den Papierkorb vorgesehene Vorschriften zu "retten" - leider viel zu wenig!!!


    Als ich damals hier im Forum anfing zu berichten, war es meine Absicht, den "NeuNullern" und auch den "Altnullern" zu zeigen, dass es nicht nur Loks und eine Sperrholzwüste in Spur 0 geben muss. Was habe ich damals bei Rolf Ertmer an seiner Anlage gestanden, mit ihm gespielt und gestaunt - heute behaupten viele, dass ich ihn übertroffen hätte. Ich bin sicher, dass der Eine oder Andere schon das Ziel verfolgt (oder schon erreicht hat), alles noch einmal viel größer und besser zu machen. Wenn das so sein sollte, würde es mich freuen. Da es ja mittlerweile viele (kleinere) Anlagen und eine große Modulszene gibt, vermute ich, dass auch ich mit dazu beigetragen habe - insofern hat sich der Aufwand für mich hier im Forum gelohnt.


    Dank an alle für die positiven Rückmeldungen, das spornt an, auch und besonders, wenn die Kommentare "gebohnert" sind - mindestens 2 hier im Forum wissen was ich meine.


    Viele Grüße
    Eckhard