Posts by DVst HK

    Moin,

    danke für Eure teils amüsanten Kommentare.


    Heute ein Bericht in 2 Teilen.



    Deutsche Bundespost

    Postamt (V)

    3350 Kreiensen


    Bevor es an die Inneneinrichtung des Postamts geht, möchte ich ein paar Vorbildfotos zeigen. Viele Monate hatte ich vergeblich versucht, in das Gebäude zu gelangen. Ich musste nun erfahren, dass diverse Nachmieter(innen) innen vieles umgebaut hatten. So blieben nur die eingeschränkten Möglichkeiten von außen einige Fotos von den Räumen im Erdgeschoss zu machen. Vieles blieb dabei unklar und insbesondere das Obergeschoss warf Fragen über Fragen auf.


    Mitten im Bau der Inneneinrichtung im Erdgeschoss tat sich aber eine unerwartete Quelle auf. Anlässlich der Schließung des Postamtes im Jahr 1995 wurden viele Aufnahmen gemacht und mir vor ein paar Tagen zur Verfügung gestellt. Zusammen mit meinen bisherigen Recherchen ergibt sich für mich nun ein Bild vom Zustand aus dem Jahr 1961.


    Auf der Hofseite 2 lag der Eingangsbereich. Dort kommen für mich aber auch Probleme in der Umsetzung hinzu, denn für die dreidimensionale Nachbildung des Adlers habe ich noch keine Idee. Eine Frage in die Runde: Könnte der große Briefkasten neben der Eingangstür schon 1961 aufgestellt worden sein oder wird das damals eher ein kleiner hängender Briefkasten gewesen sein?





    Nun weiß ich, dass sich im langgestreckten Obergeschoss die Briefabgangsstelle befand. Gerade hier sehe ich eine wahre Sisyphusarbeit auf mich zukommen, wenn ich die unglaubliche Menge von Sortierfächern für die Briefe sehe. Zudem fehlen mir die vielen Postsäcke. Die gab es mal von Paolo und ich habe die stattliche Anzahl von 3 Stück... Wenn hier jemand (Mehrzahl!!!) diese Säcke haben sollte und mir verkaufen würde, wäre ich hocherfreut. Angebote bitte per PN an mich.














    Zum Abschluss die Vorbildfotos von den im Modell jetzt fertiggestellten 2 Räumen vom Hof 1 aus aufgenommen.















    Zum Modell folgt heute noch der 2. Teil des Berichts.


    Grüße

    Eckhard

    Moin auch im Jahr 2022!


    Zum Rückblick am Jahresanfang ein paar Bilder zum im letzten Jahr fertig gewordenen herausnehmbaren Gebäudeteil der Pakum mit der Verbindung für den Paket- und Briefbeuteltransport vom und zum großen Gebäude des Postamtes. Zunächst ein paar Bilder vom Bau:




















    Die Platzverhältnisse auf der Anlage ließen einen vorbildgerechten Nachbau zwar nicht zu, aber der Gesamteindruck ist in meinen Augen halbwegs stimmig und sorgt für den gewünschten Wiedererkennungswert (danke Hans für die ermutigenden Worte).


    Eine Inneneinrichtung habe ich (noch) nicht vorgesehen, da ich mich nicht genau erinnern kann, wie es darin ausgesehen hat, obwohl ich doch Anfang der achtziger Jahre dort mehrmals drin gewesen bin. Durch die erhebliche Verkleinerung der Grundfläche der Pakum würde auch eine Nachbildung der großen Paket-Sortieranlage nur rudimentär erfolgen können. Aber vielleicht erreichen mich doch noch irgendwann Bilder aus dem Inneren – das Gebäudeteil ist jedenfalls so konstruiert, dass ein Nachbildung des Innenlebens jederzeit nachträglich möglich ist. Nun die Bilder des in das Post-Ensemble integrierten Gebäudes:


























    Das Umfeld ist noch nicht gestaltet, da zuvor jetzt erst einmal das Hauptgebäude fertiggestellt werden soll. Dort zumindest können Teile der Inneneinrichtung nachgebildet werden. Zum Abschluss ein kurzer Überblick über den Postkomplex, der trotz seiner Verkleinerung einen sehr großen Platz auf der Anlage beansprucht:











    Ein halbwegs glückliches und gesundes Jahr 2022 wünsche ich allen mit der Hoffnung verbunden, endlich einmal wieder Fahrtage in kleiner oder besser größerer Runde bei mir durchführen zu können - allein ist es mir mit der Zeit doch recht langweilig...

    Eckhard

    "Einstürzende Neubauten"... :D ;)


    Moin Jay,

    bis auf diesen Pfusch am Bau wirkt die Szenerie sehr gut und ist schon jetzt ein äußerst interessanter Hingucker auf Deiner Anlage!


    Ebenfalls nachweihnachtliche und vorjahreswechslige Grüße

    Eckhard

    Moin moin,


    @ Thoralf: Du solltest das jetzt noch nicht weiterlesen, erst wenn Dich Deine Weihnachtslangeweile übermannt... :P


    Von den Originalbildern aus dem letzten Beitrag zum Nachbau in Spur 0, allerdings im Zustand von Anfang der sechziger Jahre:


    Vor den Festtagen ist der Rohbau der Pakum (Paketumladung) noch fertig geworden. Mit umgerechnet 180 qm zwar kleiner als das Original mit 450 qm, aber doch mit der charakteristischen Form.


    Die einzelnen Bauschritte könnt Ihr den Bildern entnehmen. Wichtig ist bei den ADDIE-Platten ein festes Verkleben mit einer hinterlegten nicht zu dünnen Polystyrol-Platte, da die großen Bohrungen für die Lüfter sonst das spröde Mauerwerk platzen lassen. Die Lamellen wurden aus dünnen Leisten hergestellt, ausgesägt und gefeilt und dann in Rohre eingeklebt, die wiederum in das Mauerwerk geklebt wurden.


    Die nächsten Schritte sind das Glattschleifen der gesamten Konstruktion, das Eindecken der Dachteile mit Schmirgelpapier, das Einsetzen der Oberlichter und die Konstruktion des Verbindungsteils zwischen Pakum und Postamt.





    Wünsche allen Lesern halbwegs frohe Festtage und weder Delta noch Omikron...

    Eckhard

    Moin Thomas,


    noch ein Nachschlag zur Verdeutlichung des sehr steilen Hangs bei der Bk Greene.


    1967 wurde wegen der Erdrutschgefahr eine Stahlbetonmauer errichtet. Wegen des fehlenden Bewuchses ist die Geländeformation so besser zu erkennen.


    Die Bilder stammen aus dem Buch "100 Jahre Bahnhof Kreiensen - Das Eisenbahnerdorf", zusammengestellt von Jochen Prochnow.


    Vielleicht findest Du dadurch noch ein paar Ideen für Deine Situation.


    Grüße

    Eckhard


    Moin Thomas,

    meinen Senf will ich Dir auch noch kredenzen. Ich denke dabei an die Situation bei der Blockstelle Greene hier im Kreienser Raum auf der Strecke nach Holzminden. Auch dort ist der Hang sehr steil und vielleicht noch höher als umgerechnet bei Dir auf der Anlage.


    Stützmauern, ein in den Hang gezwängtes Gebäude und hoher dichter Bewuchs könnte auch bei Dir passen. Auch das Foto auf der Leinebrücke zeigt, was dichter Bewuchs für Ausmaße haben kann.


    Die 3 Fotos stammen von meinem Freund Gunter W. hier aus Kreiensen.


    Grüße

    Eckhard


    Moin,

    @ Reinhold: danke für den Denkmals-Aspekt.



    Alea iacta est. Diesmal dauerte es keine 12 Stunden bis zur Entscheidung, welches ich als nächstes Projekt in Angriff nehmen sollte. Es lag mir auch kein Material im Wege, nur das große über dem Abgrund frei schwebende Postamt sah schon etwas hängend aus und die Gefahr des Verziehens konnte ich nicht mehr ausschließen. Deshalb war schnell klar, dass der Posthof 1 zur Unterstützung unbedingt gebaut werden muss.


    Dieses Teil muss herausnehmbar bleiben, genau wie die schon vorhandenen 5 herausnehmbaren Teile in diesem Bereich. Und weil das Herausnehmen möglichst ohne größeren Aufwand erfolgen soll kommen wieder die praktischen Gewindestangen zum Einsatz, mit denen man sehr gut die Höhen anpassen und bei Bedarf korrigieren kann. Diverse Reste von Altmaterialien erlaubten eine stabile Konstruktion ohne weiteren Zukauf. Wichtiges Detail ist hierbei die wegschwenkbare und höhenverstellbare Stütze, die bei herausgenommenen Anlagenteilen den Zugang zur Anlage bei der Reinigung oder Wartung der Anlage nicht behindern soll. Keine besondere Konstruktion, aber vielleicht eine Idee auch für den einen oder anderen Anlagenbauer.


    Um die diversen Neigungen in diesem Bereich dauerhaft ausgeglichen und an die anderen Teile höhenmäßig genau angepasst zu halten, ist das herausnehmbare Teil ziemlich massiv und schwer gebaut und liegt somit gut und ohne Verzug auf seinen 2 Stützen auf. Da es auch nur eine spartanische Oberfläche in Form von Pflasterungen ohne große Detaillierung haben wird, ist das Handling problemlos möglich.



































    Es bleibt nun der Lückenschluss zwischen den Gebäuden. Wie das in etwa aussehen soll zeigt ein Blick auf das Vorbild.











    Grüße

    Eckhard

    Moin moin,


    es waren doch nur 2-3 Wochen, nicht Monate 8)


    Der Postbahnsteig ist heute fertiggestellt worden. Ein etwas ungewohnter Anblick für mich - das Bauwerk sieht wie frisch erbaut aus. Aber so war es nun einmal, denn die Fertigstellung war erst im Jahre 1961. Ich werde mich daran gewöhnen. An die stark verkürzte Länge gegenüber dem Original habe ich mich ja auch schon gewöhnt, das fällt im Zusammenspiel mit den umgebenden Bauten und der Anlage gar nicht so sehr auf.


    Schwierig war nur die Anpassung auf den vor 30 Jahren gebauten Anlagenteil, da ich damals nicht mal im Traum daran gedacht hatte, den Postkomplex in diesem Umfang nachzubauen. Da die NSS im leichten Gefälle und die OWS in einer leichten Steigung liegen, treffen hier die Neigungen aus allen 4 Himmelsrichtungen aufeinander. Aber Probleme sind da um sie zu lösen, auch wenn es dabei von einem Problem zum nächsten ging, wie in diesem Fall mit dem 160 cm langen Teil.


    Die „Belebung“ dieses Bereichs wird später erfolgen und die Übergänge vom Gebäude zur Anlage werden noch bearbeitet. Im Augenblick bin ich mir noch nicht schlüssig, ob ich die noch fehlende Packum der Post mit den charakteristischen Oberlichtern zuerst erstelle oder doch den Bereich der Aufsicht West mit der Bushaltestelle etc. vorziehe. Kommt wohl darauf an, welches Bastelmaterial mir zuerst im Wege liegt... Auch fehlen mir noch Informationen zur Inneneinrichtung und den postinternen Abläufen bei der Paketumladung – aber vielleicht liest hier jemand mit, der jemand kennt, der jemand kennt, der dort mal gearbeitet hat.


    Die Fensterscheiben bestehen übrigens aus Vivak-Platten (Produkt von Bayer). Die sind beidseitig mit Schutzfolie versehen. Auf der Innenfolie kann man sehr gut die Lage der mittleren Fensterrahmen anzeichnen und dann von außen genau mit Nitro-Verdünnung aufkleben. Ist man ungeschickt und verschmiert die Scheiben, kann man die mit der Nitro-Verdünnung wieder säubern und sie sehen wieder fast klar aus. Ich habe sie nachträglich noch mit mattem Klarlack behandelt, da sie im Original auch nur halb durchsichtig waren.


    Aber nun zu den Bildern, die den Bau und ein paar vorläufige Arrangements zeigen.



















































    Postalische Grüße

    Eckhard

    Moin,

    heute mal ein kurzer Zwischenstand, der aber viel Arbeit gemacht hat. Denn leider konnte ich die Betondecke nicht gießen und musste die stattdessen Streifen für Streifen aufbauen, Muskelkater in den Fingern inklusive, der „Handsäge“ sei Dank. Aber alles hat ein Ende, nur die ... Postanlage noch lange nicht, denn da fehlt ja noch einiges, wie z.B. die Packum.


    Nun steht das durch das ausladende Dach kopflastige Gewerk auf der Anlage und wird Stück für Stück auf der Rückseite zugemauert – es ist ja 1963 und da war die Konstruktion nicht so nackig wie 2021.


    Jetzt gehen auf jeden Fall die Arbeiten wieder leichter von der Hand und eine finale Befestigung des fertigen Stücks auf der Anlage ist nicht mehr fern. Wenn es soweit ist, folgt der nächste Bericht in 2,3 Wochen oder Monaten...


    Eckhard



    Moin schon wieder,


    es zogen bedrohliche Wolken über Kreiensen auf, die meine Sicht auf das bisher Geschaffene in einem anderen Licht erscheinen ließen. Sogar Josef, die Krähe auf dem Wasserturm ganz oben, schaute bedenklich auf das Werk.





    Beim Jonglieren mit der Länge und Breite der Dachkonstruktion hatte ich die Höhe außer Acht gelassen. Die Leichtigkeit der Konstruktion des Vorbilds war abhandengekommen. Die Träger waren aufgrund der Breitenreduzierung des Daches einfach zu fett geworden, richtig adipös. Sowas merkt man immer erst, wenn es fast zu spät ist – wenn man nicht ändert, was einen stört, ärgert man sich bis ans Ende aller Tage. Also musste ich die dicken Träger noch einmal rausreißen und bearbeiten, jetzt sehen die wieder vorbildmäßiger aus.










    Die Länge der Konstruktion kann ja auch nicht groß genug sein. Wenn der Platz an der Anlagenkante nicht reicht, kann die Postumladung ja auch in Richtung EG verlängert werden. Je länger desto besser und 2 Felder kriegte ich noch hin - Länge läuft. Das Häuschen für den eigentlich geplanten Fahrradständer des Vorbilds ist nicht so wichtig wie der Gesamteindruck der Konstruktion am Postbahnsteig. Länge, Breite und Höhe sind jetzt einigermaßen stimmig und es kann auch das „Gießen“ des Betons der Dachkonstriktion beginnen.




















    Grüße aus Kraansen

    Eckhard

    Moin,


    @ Robert: Das Empfangsgebäude ist noch nicht dran, vorher muss noch der Postkomplex fertiggestellt werden.


    Die Überdachung mit der Halle am Postbahnsteig ist das neue Projekt. Die Umsetzung auf der Anlage ist eine echte Herausforderung, da die vorhandene Länge im Modell für den Nachbau nur etwa 1/3 des Originals hergibt. Ich kann also nur versuchen, die charakteristische Bauweise stark verkürzt nachzuempfinden. Verschiedene Überlegungen bis hin zum Einbau einer Weiche und Verlängerung des Ladegleises hatte ich durchgespielt, musste aber einsehen, dass die Zugänglichkeit der Anlage gewahrt bleiben muss und der Dachboden nicht um 2-3 Meter verlängert werden kann.















    Deshalb wurde zuerst die tragende Mitte konstruiert und immer wieder auf der Anlage die Optik kontrolliert. Mehrmals wurden Länge und Breite getestet und verändert. Die gefundene Lösung ist ein Kompromiss – wie so oft bei der Umsetzung ins Modell.











    Das Mittelteil wurde vervollständigt, wobei die Tore erst zum Schluss eingesetzt werden sollen. Die das Dach tragenden Betonelemente wurden handgeschnitzt und die erste Hälfte davon auf das Mittelteil aufgeklebt. Erst dadurch ergibt sich der ungefähre künftige Eindruck.






























    Jetzt geht es weiter mit dem „Gießen“ des Betons für das Dach. Aus pekuniären Gründen habe ich auch hier „handmade“ gegenüber fertigen Leisten den Vorzug gegeben. Außerdem schien mir nach Versuchen mit noch vorhandenen Profilen die Konstruktion damit zu instabil zu sein. Aus einer vorhandenen 3 mm starken Polystyrol-Platte entsprechende Streifen zu sägen, ergibt bei den Preisen für fertige Profile einen Stundenlohn von etwas mehr als dem derzeitigen Mindestlohn. Als Ruheständler hat man schließlich nicht mehr so viel Geld fürs Hobby übrig – Zeit dafür ist hingegen genug da.




    Grüße

    der "echte" Eckhard

    Moin,

    ich konnte es nicht mehr mit ansehen, der Wasserturm war einfach zu neu!


    VORHER:




    Etwas Zeichentuscheam Turm und einiges an Pulverfarben an der Kugel ergeben ein besseres Bild des Wasserturms in den sechziger Jahren. Zwei der Krähenvögel war es bei der Behandlung zu ungemütlich und sie sind weggeflogen. Auf den mit Pulverfarben behandelten Oberflächen haften sie leider nicht richtig und sie werden es sich demnächst in den umliegenden Bäumen bequem machen...


    NACHHER:













    Zeit für das nächste Projekt... Gestern habe ich schon einmal Maß am Original genommen. Das ist zwar nur noch ein Relikt aus besseren Zeiten, Wird aber nun im Zustand der sechziger Jahre seinen Platz auf meiner Anlage finden. Wer Kreiensen kennt, weiß was das mal war.





    Grüße

    Eckhard

    Danke für Euer umwerfendes Feedback.


    Ja, der Vogelschiss könnte noch aus den Krähen herausgequetscht werden. Aber vorher muss ich das Bild des Turms auf der Anlage noch auf mich wirken lassen, da ich immer mehr das Gefühl habe, dass er etwas zu frisch aussieht, eher wie in den zwanziger als in den sechziger Jahren.

    Schaun mer mal, dann sehn mer scho :/

    Grüße

    Eckhard

    Der Wasserturm zu Kreiensen – mission accomplished

    Moin und danke für die Blumen,


    das Wetter hatte sich beruhigt und stand einer Lackierung im Freien nicht entgegen. Zunächst ein Plastic Primer, darauf ein Glanzlack RAL 7011. Nach Durchtrocknung zunächst die Laufbretter in dünnem braun oberflächlich gestrichen, danach ein Weathering mit wenig schwarzer Zeichentusche und ganz viel Alkohol – Prost!


    Im Frühjahr und im Herbst bevölkerten hunderte von Rabenvögel (Raben und Krähen) die Kuppel des Wasserturms – von dem damit einhergehenden lautstarken „Kraa, kraa“ stammt auch das Wort „Kraansen“. Das musste im Modell natürlich nachempfunden werden, wenn auch nicht in dieser riesigen Anzahl. Die Rabenvögel habe ich von der Firma Klingenhöfer bekommen, hier im Forum bekannt als „Creativ-Modellbau“. Diese bemalten Tierfiguren sind zwar nicht billig, aber in Anbetracht ihrer Qualität in meinen Augen doch wieder preiswert, auch weil das Material an den dünnen Füßen der Vögel erstaunlich widerstandsfähig ist und nicht so schnell bricht.


    Abschließend wurde noch ein matter Klarlack aufgetragen und der Wasserturm in seine inzwischen gestaltete Umgebung abnehmbar eingesetzt. Aufgrund seines hohen Gewichts ist keine zusätzliche Befestigung erforderlich. Etwas störend sind nur die Lichtreflexe der Anlagenbeleuchtung auf der Kugel trotz des aufgetragenen Mattlacks, das aber auch nur auf den Fotos. Bei normaler Betrachtung im Anlagenraum ist das weitaus weniger störend.





























    Ich hatte lange überlegt, ob ich die Rabenvögel vor oder nach dem matten Klarlack festklebe, habe mich letztendlich wegen des eventuellen Glanzes und der Haltbarkeit der Klebestellen für ein Einnebeln der Nebelkrähen mit Mattlack entschieden, auch wenn dadurch der feine Glanz des Gefieders etwas leidet.












    Vor dem Bau des Wasserturms hatte ich einen Heidenrespekt gehabt und war mir nicht sicher, ob ich den nach meinen Vorstellungen überhaupt bauen kann. Nun steht er da und es war doch gar nicht so schlimm... Aber wie sagte doch der kleine Tiger: "Wie gut wenn man einen Freund hat, der ein Gerüst bauen kann. Dann braucht man sich vor nichts zu fürchten." Na ja, eigentlich ging es in dem Zitat um ein Floß - aber das wäre ja zu einfach gewesen und zudem unbrauchbar für die Anlage. :D

    Grüße

    Eckhard

    Moin moin,


    danke für die positive Resonanz zum bisherigen Bauzustand und meine Videos.


    Inzwischen habe ich das Oberteil des Wasserturms weitgehend fertig – und ich bin es auch nach etwa 2500 auf meiner sich nicht mehr drehenden Drehbank geprägten Nieten... Glück hatte ich, weil die Kugellampe aus Polystyrol ist und ich die Nietenbänder mit Nitro-Verdünnung gut an die Kugel anpassen konnte. Nun warte ich darauf, dass der Sturm sich legt und ich draußen wieder lackieren kann. Danach noch ein paar Kleinigkeiten und das Umfeld gestalten. Bilder dazu dann im nächsten Beitrag.










































    Grüße

    Eckhard

    Moin zu später Stunde,


    Günter hat ja gefragt und ich hoffe, dass dieses Video die Fragen beantworten kann.


    Rangieren mit Schraubenkupplungen


    Allgemein wird ja die „Lenz-Kupplung“ auch als beste Wahl für das Rangieren propagiert. Das mag so sein, aber das gilt nicht für mich.


    Abgesehen von der Optik der Lenz-Kupplungen und deren Problemen bei langen und schweren Zügen in Steigungen mit links-rechts Wechsel halte ich das Kuppeln mit der dem Original nachempfundenen Schraubenkupplung für effektiver. Dies gilt allerdings nur für das Rangieren mit Güterwagen, bei Reisezugwagen mit Gummiwulst oder Faltenbalg wird das Kuppeln untereinander sehr schwierig, manchmal kaum noch möglich. Auch das Kuppeln der Erzwagen untereinander mit den Bühnen beidseitig über den Kupplungen ist schon nicht mehr so einfach, wie es auch im Video zu sehen ist.


    Hauptdarsteller im Video sind diesmal:


    - die Stadtoldendorfer Kö 4142 des Bw Holzminden, die wie so oft mal wieder in Kreiensen rangieren muss,


    - die 50 413 des Bw Goslar auf ihrer Fahrt mit einem Dg von Northeim(Han) nach Seesen, Langelsheim, Oker und Goslar (ungeschnitten dauert die Fahrt dieses Zuges auf diesem Weg durch den Bahnhof mit konstant Fahrstufe 18 knapp 2 Minuten),


    - die 44 947 vom Bw Ottbergen, die den aus der Erzgrube bei Echte in 2 Teilen angebrachten Erzzug zusammenstellt,


    - die 44 084, ebenfalls vom Bw Ottbergen, die den Erzzug aus der Grube Echte geholt hatte und nun im Bw Kreiensen frisch restauriert worden ist, um der 44 947 vor dem Erzzug Vorspann bis Ottbergen leisten soll.



    Was das Kuppeln anbetrifft, kann sich hier jedermann ein Bild machen von den Vor- und Nachteilen der Schraubenkupplungen beim Rangieren.


    Videolink:

    Rangieren mit Schraubenkupplungen
    Rangieren mit SchraubenkupplungenIch bin gefragt worden, wie das Kuppeln bei mir funktioniert. Allgemein wird ja die „Lenz-Kupplung“ auch als beste Wahl für ...
    youtu.be



    Grüße

    Eckhard

    Danke Euch,

    I´ll do my very best...


    @ ao4w: Für den Nachtbetrieb ist die Anlage nicht ausgestattet, nur die Gebäude sind innen beleuchtet, wenn eine Inneneinrichtung vorhanden ist. Ich kann mich für den Nachtbetrieb nicht begeistern und scheue den enormen Aufwand mit hunderten von Lichtpunkten. Das mag ja heutzutage mit LEDs noch einigermaßen leistbar sein, als ich vor 35 Jahren anfing gabs die noch nicht und bei der riesigen Menge von Birnchen hätte ich beim Einschalten der Anlage wohl fast immer erst einmal defekte Birnchen wechseln müssen, so meine damaligen Überlegungen. Als Einzelkämpfer muss man sich irgendwo eine Grenze setzen, wenn man jemals fertig werden will.


    @ Günter: Da hast Du Dich geschnitten - das Video lief mit Schnitt. Ich zeige demnächst mal ein Video in dem ich auch mal das einfache An- und Abkuppeln der Schraubenkupplungen zeige (ohne Schnitt).


    Grüße

    Eckhard

    Moin moin,


    Gießen ist gelaufen bzw. wurde erlaufen und hat neben strapazierten Füßen ein gutes Gefühl vermittelt, was alles mal normal war und hoffentlich bald wieder ist. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, nach 1 1/2 Jahren der Abstinenz mal wieder ein paar Freunde live zu sehen, wenn auch meist nur ganz kurz. Auch die Qualität der gezeigten Anlagen war beeindruckend und das Zu- und Anschauen hat Spaß gemacht und für neue Eindrücke gesorgt, die auch mir beim Weiterbau sehr hilfreich sein können. Also auch von mir meinen herzlichen Dank an alle Organisatoren und Aussteller.


    @ Hans-Joachim: Spur N ist ja nicht mehr mein Ding - in meinem Alter sehe ich die ja kaum noch... ;) Trotzdem finde ich Dein Projekt durchaus interessant und bin über Deine Fortschritte gespannt.


    Und hier ist auch ein neues Video mit 2 neuen Kreienser Maschinen:

    https://youtu.be/10_0zuTGkX8



    Betrieb in Kreiensen findet ja sehr oft bei mir statt, leider derzeit fast nur allein – die Hoffnung auf wieder bessere Zeiten in geselliger Runde bleibt bestehen (siehe in Gießen). Allerdings ist das Aufnehmen von Videos bei gleichzeitiger Steuerung der Fahrzeuge und dem Bedienen von Weichen und Signalen schon eine Herausforderung, der ich nicht immer in guter Qualität gerecht werden kann. Es fehlen mindestens ein oder zwei Mitspieler. Auch sind einige Aufnahmen aufgrund der Überforderung des einsamen Solisten nix geworden und sind im Orkus verschwunden.


    Ein Dampfen der Loks kann man schön finden oder auch nicht, die Unterschiede zweier Hersteller sind schon auffällig. Allerdings ist der Abdampf beim Rangieren schon nach recht kurzer Zeit eine ganz schöne Belästigung und findet deshalb bei mir eher selten statt.


    Nun aber zum Ablauf, der wegen der Videolänge teilweise sehr stark geschnitten oder gekürzt werden musste:


    - Von Seesen kommt mit einem Nahgüterzug die 50 3144 des Bw Kreiensen, hängt im Gleis 104 ab und fährt durch Gleis 101 in ihr Bw Kreiensen Ost.


    - Im Gleis 141 wird der Personenzug nach Hildesheim über Bad Gandersheim, Bodenburg, Großdüngen bereitgestellt. Die V 60 fährt dann gleich mal zum Auftanken.


    - Von Altenbeken kommt ein Eiilzug den Berg herunter gefahren. Nach kurzem Aufenthalt fährt er mit seiner V 160 058 des Bw Braunschweig weiter in Richtung Braunschweig.


    - Im Lokschuppen steht auch die Kreienser 55 3165, die nun den von der 50 3144 gebrachten Nahgüterzug rangieren soll. Zunächst wird der Pwg abgezogen und in ein besonderes Gleis geschoben, danach werden alle Güterwagen von Gleis 104 nach Gleis 102 umgesetzt, da sie von der Ostseite auf die Westseite überführt werden sollen. Die Rangierfahrt muss aber noch Kreuzungen mit Reisezügen abwarten, bevor die Gleise im Kreuzungsbereich genutzt werden dürfen.


    - Zuerst kommt der 3-teilige VT 98 von Derneburg zur Weiterfahrt nach Holzminden. Kurz danach hält auch ein D-Zug mit einer Göttinger Maschine auf der Fahrt von Hamburg nach München in Gleis 2.


    - Nun darf die 55 3165 mit ihrer Rangierabteilung die Hauptgleise kreuzen und fährt direkt bis in das Ausziehgleis 30. Von dort werden die Wagen über den Berg gedrückt. Dabei gibt es Wagen, die hart auf den Hemmschuh auflaufen und andere, die als Schlechtläufer es kaum in das Richtungsgleis schaffen. Als nächstes steht die Zusammenstellung eines Arbeitszuges an. Dafür sind einige Rangierbewegungen erforderlich, die immer wieder über den Ablaufberg gehen müssen. Für die 55 3165 aber kein Problem. Danach soll sie mit diesem Arbeitszug nach Salzderhelden fahren zum Schienen auswechseln, Gleise schottern und Rangierwege mit Kies ausbessern.


    Alles in allem nur ein ganz kleiner Ausschnitt aus dem möglichen Betriebsprogramm, der für sich allein – ohne die zusätzliche Zeit für die Videoaufnahmen – schon länger als 1 Stunde dauert.


    50 3144 und 55 3165 gehörten übrigens mit zu den bis zum Schluss in Kreiensen stationierten Dampfern, bis das Bw Kreiensen Ost Ende 1963 im Zuge der Elektrifizierung der Nord-Süd-Strecke seine Bedeutung verlor.


    Grüße

    Eckhard

    Moin zusammen und danke für Eure Komplimente,


    nun ist das Mauerwerk endlich fertiggestellt und meine Nerven sind noch brauchbar geblieben nach der Schneid- und Klebeorgie. Auch die Fenster und Fensterbänke sind nach Vorbild eingesetzt, meine Berechnung der Materialstärke des Kartons in den Fensteröffnungen war doch nicht so ganz verkehrt. Der kleine Anbau ersetzt die ursprüngliche große Werkstatt, die beim Bau der Fußgängerbrücke im Wege stand.


    Es fehlen noch ein paar Details, die aber wegen der Bruchgefahr beim Weiterbau noch nicht angebaut wurden. Abschließend wurde der gesamte Turm mit mattem Klarlack eingesprüht.





















    Ursprünglich wollte ich das Mauerwerk noch etwas abdunkeln („altern“), bin jetzt aber mit der mit Klarlack lackierten Oberfläche eigentlich ganz zufrieden und werde es wohl so bleiben lassen. In der neuesten Ausgabe Nr. 38 unserer Kreiensener Heimatblätter wurde gerade eine nachkolorierte zeitgenössische Zeichnung veröffentlicht, die genau diesen Farbton wiedergibt.





    Zuletzt wurde der Wasserstandanzeiger gezeichnet und ausgedruckt – die Kugel fasste 900 Kubikmeter, aber der Schwimmer wusste ja nicht, dass es eine Kugel ist. Demzufolge ist die Anzeige dem Kugelvolumen angepasst.








    Nun kann die 2. Stufe der „Rakete“ in Angriff genommen werden, der Ring zwischen Turm und Kugel.












    Danach geht es dann weiter gemäß dem bekannten Spruch: „Es wächst zusammen, was zusammengehört.“ Diese Bilder dienen auch zur immer wieder notwendigen Kontrolle der Stimmigkeit der Proportionen und der Ausführung der Arbeiten in Abstimmung mit dem Umfeld.








    Ein neues Video ist auch in Arbeit, vor oder nach meinem Gießen-Besuch am Samstag stelle ich den Link hier ein.


    Grüße und evtl. sehen wir uns in Gießen

    Eckhard

    Moin mal wieder!


    Wer die Wahl hat ...

    ... Ich habe mich zu Beginn der neuen Anlagenbau-Saison für den Kreienser Wasserturm entschieden. Das Projekt wurde neben dem Fahrzeugbau in den letzten Monaten vorbereitet. Im Beitrag 1052 hatte ich ja schon geschrieben, dass der hier gezeigte Spur 1 Wasserturm von Märklin nur ein Platzhalter ist.







    Zuvor habe ich aber noch die von Heiko (thegnatshack) im Bramloger Thread vorgeschlagene und dort danach von Thomas umgesetzte Baumfärbeaktion aufgegriffen. Das hatte mir gut gefallen und ich habe es an dem im Bild zuvor gezeigten plastikhaften Grün des Baumes vor dem Wasserturm ebenfalls umgesetzt, allerdings mit einer Lasur aus Alkohol, Wasser und Zeichentusche, die ich mit einer haushaltsüblichen Sprühflasche aufgetragen habe. Das Ergebnis ist sehr gut nach meinem Empfinden.







    Dieses Jahr noch soll nun der etwas höhere Spur 0 Wasserturm nach Kreienser Vorbild entstehen. Der Wasserturm hatte eine Höhe von 28 Metern und fasste bis zu 900 Kubikmeter Wasser. Der kugelförmige Wasserbehälter hatte einen Durchmesser von etwa 12 Metern. Viele Jahrzehnte galt der Wasserturm als „das“ Kreienser Wahrzeichen überhaupt. Von wo man sich auch immer dem Ort näherte – ob auf der Straße oder auf der Schiene – als erstes erblickte man von Kreiensen den Wasserturm. Viele ältere Mitbürger werden sich noch daran erinnern, wenn im Frühjahr und Herbst hunderte von Krähen die Kuppel des Turmes bevölkerten – daher auch das Wort „Kraansen“.


    Baubeginn war 1906, die Fertigstellung erfolgte im Laufe des Jahres 1907. Durch die Umstellung der Traktion wurde der Wasserturm Mitte der 60er Jahre überflüssig. Im November 1967 wurde dann sein Abriss beschlossen.







    Nun hat ein sehr guter Freund nach meiner Zeichnung aus Beitrag 1052 den inneren Kern des konischen Turmes aus Holz gebaut. Die Konstruktion ist aus den folgenden Bildern ersichtlich. Interessant ist dabei das extrem biegbare Sperrholz der Verkleidung des Rohbaus.


    Von Studio95 stammen die Polystyrol-Teile der Umläufe. Und die Kugel sollte eigentlich der Erleuchtung dienen – nach langer Suche wurde auch die mit dem exakten Durchmesser von meinem Freund in seiner Heimat gefunden.



















    Der Holzturm muss natürlich mit Mauerwerk verkleidet werden. Für dieses Mauerwerk kam nur ein Material infrage, das sich etwas ziehen und sich damit an die konische Form des Turms anpassen lässt. Also mehr oder weniger eine Art des Tapezierens.


    Für eine plastische Wirkung bot sich ein geprägtes Material aus Karton an. Beim Vergleich der Ziegelgröße des Vorbilds und dem für Spur 0 angebotenen Material stellte sich schnell heraus, dass die Ziegel übermäßig groß waren.







    Nun denn, es gibt ja auch die halbe Null. Aber Überraschung: auch diese Ziegel sind meistens reichlich groß für Spur 0. Die Frage der Färbung der Ziegel war ebenfalls zu klären und konnte mit Hilfe von Zeitzeugen geklärt werden. Fündig geworden bin ich letztendlich bei den 3D-Kartonplatten „Ziegel“, in meinem Fall „gelb-bunt“ von NOCH (Artikel H0 56605).


    Die Platten werden in ca. 1 cm breite Streifen geschnitten und die Schnittkanten der Rückseiten mit Sandpapier geglättet. Auch sollten die Schnittkanten eingefärbt werden. Danach werden die Rückseiten mit wasserfestem Ponal Holzleim eingestrichen und unter Druck und Zug an die Form des Turmes angepasst.


    Mal wieder ein volles Programm zum Zeit totschlagen, anfangs eine fast unschaffbare Schneid- und Klebeorgie, die sich nur langsam in ein zu bewältigendes Vorhaben wandelt – wie so oft zu Beginn des Baues großer Gebäude...















    Die nächsten Schritte sind dann das Einsetzen der Fenster, der Fensterbänke und das Finish der Oberflächen des Kartons. Die Hoffnung besteht bei mir, dass das auch mit diesem für mich ungewohnten Material klappt.


    Demnächst aber auch ein neues Video...

    Eckhard