Posts by nullotto

    Das Brathuhn


    "Wenn du wilst, dass es fertig wird , mach es selbst"


    diesem Wahlspruch folgend, habe ich mich hingesetzt und mich selbst an die Konsturktion eines "Bathuhns" gesezt.


    Ich nehme mir die Freiheit hier die Übersetzung des Wortes "Goldbroiler" zu wählen, als Wessi sei mir das gestattet.


    Nach der Fertigung der Bausätze für die DR V100, die Bhge-Wagen Pwg 88 und die Bag-Typen fehlte mir noch die DR V60.


    Nicht aus Nostalgie- oder Ostalgie , sondern weil mir die Konstuktionen gefallen haben und ich mit einigen eine gewisse Erinnerung teile.


    Bevor wieder die chinesischen Konstrukteuer sich der Sache bemächtigen, wollte ich gern eine Messing-Variante bauen, die ich auch auf dem Küchentisch sicher zusammenlöten kann. Insofern bekommt das Wort "Brathuhn " eine neue Bedeutung.




    Da eine viergekuppelte Stangenlok besonders kritisch hinsichtlich des Gleichlaufs des Triebwerks ist, muß das Augenmerk auf gleichbleibend guter Maßeinhaltung von Triebwerk, Achsen und Rädern liegen.


    Das andere Problem könnte der Kurvenlauf auf unseren engen Radien sein, wo die Seitenverschieblichkeit der Räder Einschränkungen in der Detaillierung der Radbereiche erfoderlich macht.


    Die Rundungen im Motorgäuse hatten mich bisher etwas abgeschreckt, eine Blechkonstuktion zu wagen, aber ich denke eine praktisch Möglichkeit gefunden zu haben, ähnlich wie beim Frontdach meiner Doppelstockwagen, die sich bisher bewährt hat.



    Im Laufe der Jahre wurden die Loks vielfältig eingesetzt und verändert, so dass eigentlich nur eine gewisse Ur- Version nachgebildet werden soll, die dem jeweiligen Wunschbild in Detaillierung und Farbgebung angepasst werden kann. Hier kann dann gepimp, gesupert oder nur verbessert werden.



    Das Layout für die Ätzplatte ist gemacht, Musterbleche bauftragt und nun werde ich sehen, ob sich der Aufwand gelohnt hat.


    Schöne Grüße von Nullotto




    Yann, bei allem Respekt, ich glaube, irgendwann wirst du dich entscheiden müssen zwischen einem naturgetreuen Nachbau des Drehgestells und einer pragmatischen praxis- und betriebsgerechten Ausführung. Beides unter einen Hut

    zu bekommen wird schwierig.

    Aber vielleicht schaffst du es.

    Grüße von Nullotto

    Also, machen wir hier weiter........

    Torsten hat völlig recht was die Antriebe betrifft.

    Deshalb habe ich auch nie Schneckengetriebe verwendet.

    Das selbst gedruckte Kronenrad ist zwar ein Leckerbissen für Design-Freaks, aber für Normalbastler schwierig zu realisieren wegen der Nichtverfügbarkeit am Markt.

    Deshalb bin ich nach langem Suchen bei einem professionellen Hersteller fündig geworden, der mir wieder meine speziellen Messing-Kegelräder gefertigt hat (allerdings teurer als früher) . Siehe mein Beitrag unter "Antriebe".

    Diese haben in Punkto Wirkungsgrad die gleichen Vorteile wie Stirn - oder Kronenräder, sind aber leicht und kompakt integrierbar, auch für Normal-Bastler.

    Es grüßt Nullotto

    Also, ich glaube die Antriebsdidkussion nervt den Yann langsam.

    Wolln wir nicht lieber unsere Weisheiten im Kapitel Antriebe weiter verbreiten, da passt es dann besser hin und ich kann auch noch meine Erkenntnisse beisteuern. ^^ Grüße on der Elbe

    Na, Yann,

    nun stell dein Licht nicht unter den Scheffel,

    was du da 3D mäßig machst ist schon ne große Nummer! So easy ist das auch alles nicht!

    Ich vermute, das du berufsmäßig konstruktiv vorbelastet bist.

    Jedem das Seine.....

    Der eine hat eine Messingallergie, der andere eine Kunststoffallergie! ;)

    Aber um ein bischen Metall wirst du beim Antrieb nicht herum kommen. :huh:


    Mich interessiert folgendes:

    - Welchen Achsstand habe die Drehgestelle?

    - Welchen Durchmesser haben die Räder?

    - Mit welcher max. Modellgeschwindigkeit willst du über die Anlagen brausen?

    - Was soll denn so ein fertiger Wagen in 3 D-Druck wiegen?


    Die Klärung dieser Fragen halte ich bei der Antriebsklärung für vordringlich.

    Mit fröhlichen Grüßen

    Nullotto

    Yann, schau mal in die Datenblätter von Faulhaber.

    Dort stehen die Nenndaten der Motore aufgelistet und auch die empfohlenen Werte für Drehzahlen , Drehmomente und Ströme.

    Grundsätzlich gilt:

    Drehzahl und Spannung sind voneinender abhängig

    Drehmoment und Strom sind proportional.


    Zu hohe Drehzahl zerstört die Wicklung wegen der Fliehkräfte

    zu hoher Strom verbrennt Wicklung und Kollektor.


    Der Bezug der Motoren bei Lemo sollte kein Problem sein, wenn du dich anmeldest,

    ich bekomme jedenfalls meine Bestellungen dort noch.

    Güße von der Elbe

    Hallo, Yann,

    der Motor wird nicht von der Spannung getötet, sondern vom Strom.

    Miß den Strom, den der Motor im Betrieb aufnimmt und vergleiche mit den Herstellerangaben.

    Da der Strom getaktet ist mit irgendwas um 20 kHz solltest du ein Instrument nehmen, das den Effektivwert anzeigt.

    Elektronische Meßgeräte können da schon mal spinnen.

    Ich halte da die alten Zeigerinstrumente für verläßlicher.

    Grüße,

    Nullotto

    ich will das Thema nochmal wider aufwärmen:



    Ein universeller Achsantrieb


    Seit vielen Jahren verwende ich in meinen Modellen Kegelzahnräder für den Achsantrieb.

    Leider ist mein bisheriger Hersteller in den Ruhestand gegangen, und ich habe lange nach einem Ersatz gesucht.


    Jetzt habe ich einen professionellen Hersteller gefunden und in diesem Zusammenhang auch die Getriebebox neu gestaltet.



    Die robusten Kegelräder haben wieder einen relativ großen Modul von 0.7 , welcher toleranter gegen kleine Maßabweichungen beim Bau ist und dennoch, dank Bund auf der Zahnseite, einen schlanken Einbau im Rahmen ermöglicht.


    Da die Kegelräder wenig Axialschub erzeugen, können sie direkt auf die Getriebe- bzw. Achswelle gesetzt und mit Madenschrauben ausgerichtet werden.


    Zusätzliche Lager sind nicht nötig.


    Die Vielfalt der Motor- und Getriebekombinationen gestatten nahezu uneingeschränkte Einsatzmöglichkeiten in unseren Modellen bis zu höheren Achslasten und Lokgewichten.


    Bei den Radsatzwellen hatte ich vornehmlich die Slater-Räder im Sinn, da diese Firma m. M. nach für Selbstbauer ein sehr großes, gut geeignetes Sortiment anbietet.


    Anhand der verschiedenen Zentrierflansche lassen sich sehr unterschiedliche Getriebe-Motoren anbauen.


    Im Anhang hier auch zwei pdf- Datenblätter zur technischen Information.



    Vielleicht kann ich für den einen oder anderen hiermit ein Antriebsproblem lösen.


    Beste Grüße,


    Nullotto

    <<es gibt z.B. auch noch die Meinung, dass der Antrieb dahin gehört, wo er auch beim Vorbild ist. Aber auf diese Diskussion werde ich mich nicht einlassen.>>

    ....schade , bei so viel Perfektion in Detailtreue bei mechanischer und elektronischenr Konstruktion gehört doch eigentlich auch das obligatorische Schleudern der Antriebsräder beim Anfahren der Dampfloks.

    :/ Grüße, Nullotto

    Dass der Drucker das schafft, sollte selbstverständlich sein---- aber das Programm dafür zu schreiben, das ist die Meisterleistung! Toll! :thumbup: :thumbup: