Posts by teetrix

    Hallo Klaus-Dieter,


    mach Dir keine Sorgen, sondern schau mal auf die Aufnahmedaten :) Das älteste Foto ist vom 9.Dezember 2020, das jüngste vom 11. Juni 2021. Ich habe die ganze Zeit auch im Schmalspurtreff darüber berichtet, davon hat nur fast keiner Notiz genommen. Daraufhin wurde die Berichterstattung wiederum spärlicher und so weiter. Hier ist mal ein Überblick aller Fahrzeuge, die in diesem Zeitraum entstanden sind. Auch dieses Foto wurde im Schmalspurtreff gepostet:


    general view by Michael Carl, auf Flickr


    Im Moment ist der Fahrzeugbau in den Hintergrund getreten, weil ich vor allem an der Anlage arbeite. Ein paar Sachen werde ich noch zeigen, aber das sind meist noch nicht fertiggestellte Projekte. Ansonsten schaue ich mich im Moment hauptsächlich nach günstigen Bachmann-Fahrzeugen um und kaufe das eine oder andere.

    Du hast richtig beobachtet, das Freelance-Projekt macht einen riesigen Spaß, auch weil ich es mit einem gewissen Realitätsanspruch angehe und nicht nur die Phantasie Purzelbäume schlagen lassen.


    Viele Grüße

    Michael

    Was war aber jetzt die bahnbrechende Idee, die alle anderen überholt hatte? "Wenn ich die Bretterfugen weglasse und Dachluken für die Eiskühlung vorsehe, kriege ich einen tollen Kühlwagen... Die Außenhaut könnte man aus Karton machen." Nun sammle ich die Kartonagen von Sixpacks, weil das echt ein guter Laserkarton ist. Und während des Lockdowns habe ich mal andere Biersorten ausprobiert, unter anderem ein mexikanisches. "Ich hab' Corona - holst Du die Limetten?" war ein - zugegeben etwas herber - running gag in meinem Bekanntenkreis. So lagen bei mir einige Sixpack-Kartons herum, und einer der Aufdrucke hatte genau die richtige Größe:


    Corona1 by Michael Carl, auf Flickr


    Fertig sahen die Wagen dann so aus:


    Corona2 by Michael Carl, auf Flickr


    Die Dachluken aus mehreren Lagen 0,5mm Karton:


    Corona4 by Michael Carl, auf Flickr


    Ein Wagen wurde ohne Reklame, aber mit geöffneten "ice hatches" gebaut. Mit offenen Luken fahren die Wagen, wenn die Ladung besonders schnell heruntergekühlt werden soll oder zum Austrocknen, wenn sie gereinigt sind:


    reeferopenhatches2 by Michael Carl, auf Flickr


    reeferopenhatches5 by Michael Carl, auf Flickr


    Eine Version mit rundem Dach und stirnseitigen Eisluken ist gerade in der Entwicklung:


    reeferhighround by Michael Carl, auf Flickr


    reeferhighround2 by Michael Carl, auf Flickr


    Viele Grüße

    Michael

    Laserdateien haben eine wenig bekannte Eigenschaft - sie vermehren sich... "Wenn ich jetzt den Viehwagen habe, ist es doch kein Problem, die Schlitze wegzulassen und einen Gedeckten draus zu machen...." und schwupps, geht es wieder los mit Testlauf und Denkfehler ausmerzen usw.

    Dummerweise nahm ich den Spitzdachwagen für die Ableitung, und der sah mir jetzt zu US-amerikanisch aus und den Bachmännern zu ähnlich:


    Outsidebracedbox by Michael Carl, auf Flickr


    Aber wegwerfen wollte ich den jetzt auch nicht... Und wieder half mir die "Slim Gauge Cars"-Broschüre. Die Southern Pacific hatte 8 Boxcars zu gedeckten Hoppers (Selbstentladewagen) umgebaut. indem A-Frames ("Eselsrücken") und Luken eingebaut wurden. Sie wurden für den Transport von Perlite, einem sehr leichten und nässeempfindlichen Mineral, genutzt. Bei mir sollten sie Getreide transportieren - Weizen aus den tiefergelegenen Landesteilen ins Hochland, hochwertige Braugerste und Quinoa aus dem Hochland zurück. In einem englischen Buch über russische Schmalspurwagen ("Covered Vans for the russian and soviet 750mm Gauge Lines" von Dorozhkov/Scotney) stolperte ich über einige Serien von gedeckten Wagen, die speziell für den Transport von Getreide gebaut waren und entsprechende Luken hatten. Aus beiden Inspirationen entstand diese Zeichnung:


    grain car by Michael Carl, auf Flickr


    Die Aufschrift besagt "Nur für Lebensmittel", es ist also kein Geldtransporter für ausstehende Unterhaltszahlungen :) Inzwischen sind die Dachluken dazugekommen:


    grain car roof by Michael Carl, auf Flickr


    Das Projekt wurde allerdings von der nächsten Idee beiseite geschoben, ebenso wie diese vom Viehwagen abgeleitete "eierlegende Wollmilchsau", angelehnt an eine Zeichnung im Orenstein&Koppel-Katalog - ein offener Viehwagen:


    open stock car by Michael Carl, auf Flickr


    Er kann mit oder ohne Planendach als Viehwagen genutzt werden, die dreiteiligen Türen dienen gleichzeitig als Laderampe. Durch die geschlossene Verbretterung im unteren Drittel ist er aber auch als offener Wagen nutzbar und mit an den Seiten heruntergezogener Plane als gedeckter Wagen. Länderbahnkennern fallen vielleicht die Buchstaben "Ov" ein - die Kgl. bayrische Staatsbahn hatte ähnliches im Fuhrpark.


    Viele Grüße

    Michael

    Hallo Herbert,


    schon wieder so eine Verführung :) Die Fahrzeuge sind wirklich exzellent, und der Preis ist angemessen (Das würde ich für so einen Bausatz auch verlangen). Leider ist die Seite nur zu einem sehr kleinen Teil in englisch verfügbar. Es gibt zwar DeepL und Google translator - trotzdem entspricht das nicht so ganz dem weltweitem Anspruch auf der Startseite - eher der "Grande Nation"-Attitüde ;) . Ich werde mal in Ruhe dort stöbern! Dankeeee!


    Viele Grüße

    Michael

    Hallo Claus,


    die Wagen sehen zwar sehr filigran aus - wenn aber die vier Wände und der Boden miteinander verleimt sind und die Dachspanten noch eingeleimt wurden, ist das auch ohne Rahmen schon ein sehr stabiler und verwindungssteifer Kasten. Zerbrochen ist mir bei allen vier Wagen nichts.


    Nun zum Laser:

    Kann es sein, daß die 15 Watt die Eingangsleistung sind? Die wird nämlich gern von Händlern angegeben. Das wären ungefähr 5 W Ausgangsleistung und entspräche eher Deiner Schilderung.

    Zum Vergleich: Eine Laserdiode mit 15 W Ausgangsleistung bräuchte so ungefähr 80 W Eingang und kostet in China etwa 260 Euro ( z.B. NEJE Modul 80W (A40640) ).

    Wenn die Leistung eher nach und nach schwächer geworden ist, kann es sein, daß Du die Optik reinigen mußt. Bei meinem EMBlaser ist das eher umständlich, weil ich einiges zerlegen muß. Es hat aber einen ziemlich großen Einfluß auf die Schnittleistung und muß regelmäßig gemacht werden. Vor allem MDF macht einen ziemlichen Dreck...

    Ist der Laser richtig fokussiert? Ein gravierter Strich sollte so 0,1 bis 0,2 mm breit sein. Bei 3 mm lohnt es sich auch, den Fokus bei jedem Durchlauf etwas tiefer zu setzen (Z-Versatz)

    Bei MDF kommst es auf Art und Menge des verwendeten Leims an. Wenn es eine wasserfeste/badezimmergeeignete Sorte ist, läßt sie sich bestimmt schlecht lasern. Ich kaufe mein MDF bei architekturbedarf.de, die haben auch lasergeeignetes Sperrholz und verschiedene Pappen. Wasserfest verleimtes Sperrholz geht übrigens auch nicht.

    Ich schneide mein MDF mit 5mm/sec=300mm/min, 5-6 Durchgängen und 0,5mm Z-Versatz pro Durchgang und mit Air-Assist (das ist die Druckluft, von der Stefan sprach).

    Sperrholz oder Finnpappe kannst Du natürlich auch nehmen. Du mußt nur die Drehgestelle stabil befestigen können. Ich laser ein 1,6mm-Loch, senke es von oben mit 90 Grad an, schneide dann M2 in's MDF (Geht wirklich, und in Sperrholz sicher auch!) und drehe von oben eine M2-Senkkopfschraube ein, die mit Sekundenkleber fixiert wird. Das Drehgestell wird dann von unten mit einer Mutter gehalten.


    Viele Grüße

    Michael

    Als nächstes brauchte ich stock cars, Viehwagen. Bachmänner waren nicht aufzutreiben, und die Lionels waren mir zu grobschlächtig. So langsam waren mir auch die Ideen bezüglich der Plastiksägerei ausgegangen. Warum nicht wieder mal ein Laserkit zeichnen und eine kleine Serie für mich auflegen? Vier Stück könnten es werden, da lohnte sich das Zeichnen. In der Broschüre "Slim Gauge Cars" aus dem Carstens-Verlag fand sich ein Vorbild, das bei der Bellevue&Cascade gelaufen war und gut zu den Bachmann-Wagen paßte. Meine sollten aber statt des Spitzdachs ein rundes Wellblechdach bekommen, wie es auf vielen südamerikanischen Wagen üblichwar und ist. Und da war ja noch der Wettbewerb: Baue etwas mit Wellblech... Mein Beitrag erhielt den Titel: "The cow under the hot tin roof"... Schnell war eine Übersichtszeichnung erstellt:


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    B&C stock car by Michael Carl, auf Flickr


    und für die einzelne Wände eine Laserzeichnung erstellt:


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    Stock car CAD by Michael Carl, auf Flickr


    Der erste Teilesatz aus 1mm Sperrholz:


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    Stock car parts by Michael Carl, auf Flickr


    beim Zusammenbau:


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    Stock car build1 by Michael Carl, auf Flickr


    Der Rahmen entstand wie bei mir üblich aus 3mm MDF:


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    Stock car frame by Michael Carl, auf Flickr


    Die umgebauten Spielzeugdrehgestelle machen sich gar nicht so schlecht:


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    Stock car sides by Michael Carl, auf Flickr


    Das Dach ist Kraftplex mit aufgeleimter einseitig kaschierter Wellpappe aus dem Architekturbedarf.


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    Stock car roof3 by Michael Carl, auf Flickr


    51108932558_023e39d9ee_c.jpg

    Stock car roof3 by Michael Carl, auf Flickr


    Bei den nächsten Wagen gab es auch Unterzüge und Trittstufen:


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    Stock car mk2 by Michael Carl, auf Flickr


    Die Dächer wurden abwechselnd mit drei Spraydosen in Dunkelgrau, Silber und Rostbraun lackiert, bis mir die Färbung gefiel. Beim mittleren mußte ich nochmal mit Silber drüber, weil ich Dödel in die nasse Farbe gefaßt hatte - mir egal, ich lass das jetzt so...:


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    Stock car rake 3 by Michael Carl, auf Flickr


    Der vierte bekam dann aber doch noch ein spitzes Dach, allerdings auch mit Wellblech gedeckt:


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    Stock car rake3 by Michael Carl, auf Flickr


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    Stock car block train by Michael Carl, auf Flickr


    Viele Grüße

    Michael

    Der Hafenbahnhof ist im Bau, hier ein Bild vom Baubeginn am ersten Modul. Die hellen Streifen sind gelaserte Pappschablonen mit 600mm Radius:


    SL-E91-4 by Michael Carl, auf Flickr


    Die Weichen sind mit einer AusnahmePECO- 00-Weichen SL-E 91. Ich habe die Zungen auf "Einzelfütterung" umgestellt, um Mikrokurzschlüssen beim Befahren mit älteren Radsätzen vorzubeugen, außerdem haben auch die Außenschienen ihre eigene Stromversorgung. Am Herzstück nutzte ich den originalen Draht.


    SL-E91-1 by Michael Carl, auf Flickr


    SL-E91-2 by Michael Carl, auf Flickr


    Der gegenwärtige Stand:


    Hafenmodul1 by Michael Carl, auf Flickr


    Die Weichenbedienung erfolgt per Hand mit Bluepoints und Zugstangen aus 6mm-Alurohr, wie schon bei den Bedheim-Modulen:


    aP1130034 by Michael Carl, auf Flickr


    Viele Grüße

    Michael

    Danke für das Lob, Dieter. Der Magnolia-Tanker wird wieder in den Originalzustand versetzt und verkauft, aber ich habe noch einen anderen, mehr ramponierten. Da werde ich das mal ausprobieren. Claus hat ja mit seinem Tankwagen schon gezeigt, wie so ein "Gnubbel" aussehen könnte, die Durchmesser dürften ähnlich sein.


    Viele Grüße

    Michael

    Jetzt brauchte ich noch Personenwagen. In meinem Fundus fanden sich sechs zweiachsige Personenwagen aus einem Coca-Cola Werbezug wie diesem:


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    Der hier aufgerufene Preis wird aber sicher nur von ganz hartgesottenen Sammlern gezahlt, und selbst die... Ich habe zwischen 20 und 40 Euro pro Set bezahlt.

    Bernd Mäder hatte im Schmalspurtreff gezeigt, wie man daraus wunderschöne Drehgestellwagen bauen kann. Leider waren die Bilder des Beitrags irgendwann verschollen, und ich mußte selber überlegen, wie ich den Bau angehe. Zwei der Wagen wurden mittig durchgesägt und die Hälften an "ganze" Wagen geklebt, sodaß vier Wagen entstanden. Das Dach aus geschlitztem Sperrholz bewährte sich jedoch nicht:


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    mishaps by Michael Carl, auf Flickr


    Nach dem Lackieren wurden die Löcher für die Geländer gebohrt. Ein Möbelschrauber lieferte die gewünschten niedrigen Drehzahlen:


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    1mmdrill by Michael Carl, auf Flickr


    Das Dach entstand am Ende aus Kraftplex, einem gut laser- und biegbaren Holzwerkstoff. Die Geländerstützen kommen wieder aus dem Schiffsmodellbau, hier fehlt noch die Querstrebe in der Mitte:


    51090418952_fa65be02b2_c.jpg

    CCtrainblue5 by Michael Carl, auf Flickr


    Die Dächer wurden mit braunem Papier von alten Briefumschlägen beklebt und dann lackiert:


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    Kraftplexdach5 by Michael Carl, auf Flickr


    Inneneinrichtung mit Längsbänken, zwei Wagen führen die zweite Klasse mit Quersitzen. Die Wagen sind so schmal, daß sie auch auf der Strecke nach San Fernandez eingesetzt werden können:


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    CCtrain-second class by Michael Carl, auf Flickr


    Der vierte war noch hier nicht fertig:


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    The toy train by Michael Carl, auf Flickr


    Viele Grüße

    Michael

    Zurück zu Lionel. Leider wurden auch hier die Fahrzeuge vorbildgerechter - länger, breiter, höher. Hopper, Tankwagen, Gondolas funktionieren nicht mehr als Schmalspurwagen. Das merkte ich natürlich erst, nachdem ich sie gekauft hatte... Hier mal der Tankwagen mit Schmalspurdrehgestellen, die Proportionen stimmen einfach nicht:


    Magnolia by Michael Carl, auf Flickr


    Und so wurde der vorerst letzte Lionel-Wagen ein Tieflader:


    Searchlight9 by Michael Carl, auf Flickr


    Grundlage war die Brücke eines "searchlight wagons", Dieselaggregat und Flakscheinwerfer hatte sie aber schon verloren. Die Öffnungen und der Drehkranz wurden mit Laserteilen überdeckt, und die Drehgestelle entanden aus den Originalblenden, Hornby-Radsätzen und gelasertem MDF:


    Searchlight6 by Michael Carl, auf Flickr


    Apropos Drehgestelle. Hier mal eine Übersicht, welche Drehgestelle ich hauptsächlich verwende:


    Fenfabogie3 by Michael Carl, auf Flickr


    Von links: Kadee 501 (H0), umgebautes Ratio 125 (00) umgebautes Fenfa-Spielzeugdrehgestell, Fenfa Original, Bachmann 0n30.


    Viele Grüße

    Michael

    Hallo, heute geht es um das Betriebskonzept. Hier mal eine Kartenskizze. La Cuyaca, Tres Cruces und Puerto Tarija sind nachgebildet, die anderen Stationen sind Zugspeicher/Fiddleyards oder was auch immer :)


    KarteLaCuyaca by Michael Carl, auf Flickr


    Die "Hauptstrecken" wurden um die Jahrhundertwende gebaut, um Argentinien mit seinen Nachbarstaaten, vor allem Bolivien, zu verbinden. Nach "unten" (Süden) geht es auf dieser Karte daher Richtung argentinisches Kernland, irgendwo gibt es auch einen Anschluß an bedeutendere Strecken. La Cuyaca entstand als Signalposten an der Stelle, wo die Strecke sich teilt. Alle Zugkreuzungen, Rangiermanöver u.ä. passieren einige Kilometer südlich in einer größeren Station (also dem Zugspeicher im Nachbarraum). Von La Cuyaca aus geht es zum einen die Zahnradstrecke hinauf nach Tres Cruces. Dazu werden die Loks gewechselt und falls erforderlich die Züge geteilt. Die Zahnradloks (Diesel und Dampf) entstehen auf Fleischmannbasis. Hier mal ein Foto vom Bau der B+B Gelenklok, die ihre Abstammung von der V29/30 nicht verleugnen kann. Warum auch nicht, von dieser Baureihe abgeleitete Loks wurden schließlich nach Chile exportiert... Ebenfalls offensichtlich ist der Teilespender der Vorbauten, ein Schweizer Krokodil.


    aP1350041 by Michael Carl, auf Flickr


    In Tres Cruces werden die Züge (virtuell) wieder von Reibungsloks übernommen und bis zum nächsten Zahnstangenabschnitt , dann schon auf bolivianischem Gebiet, weitertransportiert.


    Die andere Strecke endet in Puerto Taria am Lago Coypasa (Ein gigantisches Erdbeben muß den Titicacasee einige hundert Kilometer nach Südosten verschoben haben :) ), wo es eine Eisenbahnfähre nach Bolivien/Peru und außerdem eine Personenfähre gibt. Hier gibt es "hochwertigen" Reisezugverkehr in Form eines durchgehenden "Tren Expreso" mit einer Baldwin 4-6-0 (2'C) und vier großen Personenwagen von Bachmann, die dann auf die Fähre verladen werden. Auch die anderen Bachmannloks (Consolidation 1'D und Mogul 1'C sowie ein B'B' Whitcomb Diesel) und die meisten meiner Güterwagen sind auf diesen Strecken zu Hause. Vielleicht spendiere ich der Zahnradstrecke auch noch eine zweiteilige Triebwageneinheit für den gemischten Zahnrad- und Adhäsionsbetrieb.


    Die kürzeste Strecke ist schließlich die nach San Fernandez. Die wurde gebaut, um Zink/Blei/Silbererz aus einer Mine zur Verladung zu bringen und außerdem das dazugehörige abgelegene Tal zu erschließen. Ursprünglich "zweifüßig" (610mm Spurweite) geplant, legte man beim Bau noch einen halben Fuß dazu (2 1/2 Fuß=30 Zoll=0n30), um das Umladen zu sparen und die Wagen gleich auf die Hauptstrecke übergehen zu lassen. Das kleine Lichtraumprofil behielt man jedoch bei. Im Modell wird die Strecke dargestellt durch das kurze Stück zum (Bedheimer) Fiddleyard, in dem die kurzen Züge abgestellt werden können. Für den Personenverkehr gibt es ein Pärchen uralter, umgebauter Straßenbusse, die zusammen mit einem kleinen Postwagen als "Wendezug" laufen:


    Scania3 by Michael Carl, auf Flickr


    Viele Grüße

    Michael

    Inzwischen habe ich meinem Job Lebewohl gesagt und bin umgezogen. Nach einigem hin und her - ursprünglich sollte die Modellbahnanlage in die Wohnung kommen - habe ich mein Domizil nun in einer 9 Quadratmeter großen Bodenkammer aufgeschlagen. Die solide gebauten und betriebssicheren Bedheim-Module sollten weiterverwendet werden. Eigentlich schwebte mir ja ein ganzes Imperium vor - davon sind allerdings nur drei Bahnhöfe in zwei Etagen übergeblieben. Hier die untere Etage:


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    Bedheim Talstrecke by Michael Carl, auf Flickr


    Bedheim, das jetzt "La Cuyaca" heißt, ist links oben zu sehen. Am linken Ende schließt ein violettes Gleis an, das in einen Zugspeicher im Nachbarraum führt. Am rechten Ende geht es auf dem alten Streckengleis "um die Ecke" zu einem Bahnhof, der einen kleinen Fluß- oder Binnenseehafen mit Fährbetrieb bedient. Am Doppelgleis ganz am Streckenende wird über eine Auffahrrampe einmal die ebenfalls doppelgleisige Eisenbahnfähre andocken, die eine Kapazität von 4 großen Bachmann-Personenwagen hat. Auf die freie Fläche unter dem schrägen Einschnitt kommt ein kleines Hafenbecken mit einer Personenfähre ("Sabino" von Deerfield River Laser - http://deerfieldriverlaser.com/DRL-O-614.html ) Die Bachmann-Schlepptenderloks wenden auf der Drehscheibe und übernehmen die mit der Fähre ankommenden Züge in Gegenrichtung.


    Die einzige Änderung am Bedheim-Gleisplan wird der Einbau einer Dreiwegeweiche sein, die eine zweite Strecke in dieser Richtung anbindet.

    Diese Strecke geht per Zahnstange steil bergauf nach "Tres Cruces", wo die Züge (virtuell) wieder von normalen Loks übernommen und weiterbefördert werden. Hier habe ich zu dem Trick gegriffen, den Bahnhof nur halb - als Gleisharfe - nachzubilden und hinter Industriefassaden verschwinden zu lassen. Die Loks laufen sowieso immer auf der Talseite, müssen also nicht umsetzen. Vor den Industriefassaden gibt es noch ein paar Gleise, die diese Betriebe bedienen.


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    AbenheimZahnradstrecke2 by Michael Carl, auf Flickr



    Viele Grüße

    Michael

    Hallo,


    da im Fahrzeugthread nach der Anlage gefragt wurde, auf der mein bunter Fahrzeugmix laufen soll, hier mal etwas über die im Bau befindliche Anlage. Der Name geht übrigens auf eine nette ältere Dame aus Neuseeland zurück, die bei NGRM-Online aktiv ist. Leider kann sie aus gesundheitlichen Gründen keine "richtigen" Modelle mehr bauen und baut ihre Anlagen nun in Trainz, einer Eisenbahnsimulation für Windows - das ist für sie ungefährlicher. Auf ihrer "Cotanga Valley Railroad" sah ich zum ersten Mal die chilenischen Kitson Meyers, dazu einen sorgsam auf der ganzen Welt zusammengesuchten Wagenpark und einige beeindruckende Schmalspurdampfloks unterschiedlicher Herkunft. Das Wort "Cotanga" leitet sich übrigens vom Wort "Coathanger" her, also vom Kleiderbügel, der ab und an ein geschätzter Bastelrohstoff ist.

    Begonnen hat der Anlagenbau aber schon vor Jahren, mit einem ganz anderen Vorbild, nämlich einer Schmalspurbahn im Südthüringer Unterland. Vom Bahnhof Bedheim an der Meterspurstrecke Hildburghausen-Heldburg fiel mir eine Entwurfszeichnung in die Hände, die den Bahnhof in wunderschönem Fachwerk zeigt - ausgeführt wurde er dann allerdings verschiefert. Dazu brauchte ich einen Bahnhof, der in die mir zur Verfügung stehenden 1,50 x1,80 Meter passen mußte. Ich wählte das britische "Fiddleyard to Terminus"-Konzept, PECO 0e-Gleise und 600 mm Mindestradius:


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    Bedheimfinal by Michael Carl, auf Flickr


    Links oben ist das Empfangsgebäude mit Wartehalle und Güterschuppen, rechts oben eine Möbelfabrik als Anschließer. Die grünen Gleise sind der Fiddleyard, der mit einer Feldbahn (gelb) überbaut werden sollte, die Steinschotter zu einer Verladestelle (das lange Gleis rechts innen) fährt. Die grauen Flächen links sind Kleingärten, die zwei Striche links unten begrenzen eine gepflasterte Landstraße. Als Zeitrahmen war die DDR der Sechziger, also meine Kindheit, geplant. Gebaut wurde nach FREMO-Modulnorm. Diese verlangt allerdings einen Mindestradius von 1200 mm und duldet den PECO-Weichenradius von 610mm eigentlich nur in Anschlußgleisen. (EDIT: Ein FREMO-Mitglied machte mich darauf aufmerksam, daß der FREMO zur Zeit keine 0e-Norm veröffentlicht hat. Ich bezog mich irrtümlicherweise auf die in Überarbeitung befindliche 0e 2000+ Norm, die aber 900 mm Mindestradius verlangt. Man soll so was halt nicht aus dem Gedächtnis schreiben...) Aber es gibt ja noch die 0e-Waldbahnnorm, die 600 mm Mindestradius hat. Inzwischen hat der Bahnhof an mehreren Modultreffen teilgenommen, wurde dort immer im Waldbahnast eingebaut und gab nie Anlaß zu Beschwerden:


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    1P1140136 by Michael Carl, auf Flickr


    Viele Grüße

    Michael

    Hey, das Exemplar kenne ich ja noch gar nicht :) ! Der Triebwagen war mein "erfolgreichster" Bausatz, da fahren mittlerweile bestimmt ein Dutzend über die verschiedensten Anlagen. Vorbild waren die Triebwagen der "Neuen Automobil-Gesellschaft" NAG, die bis nach Brasilien geliefert wurden. Die Ähnlichkeit mit den dänischen Triangel-Triebwagen ist eher zufällig. Hier ist ein interessanter Artikel der "Museums-Eisenbahn" über den Stand der Triebwagentechnik damals:

    http://www.museumseisenbahn.de/images/dev_dme/dme02_3_triebwagen_der_1920er_jahre.pdf


    Ist übrigens ein tolles Gefühl, wenn ich so einen fertig gebauten Triebwagen sehe und denke "Hey, den Bausatz hast Du gemacht..."


    Viele Grüße

    Michael

    Zurück zu Lionel. Die Beschaffung ging weiter, einige einzelne "bodyshells" wurden im teilweise jämmerlichen Zustand gekauft:


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    Lionelboxcars2 by Michael Carl, auf Flickr


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    Lionelboxcars by Michael Carl, auf Flickr


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    Lionelboxcars5 by Michael Carl, auf Flickr


    Der Rote Wagen entspricht dem zuerst gezeigten und erhielt einen neuen Laufsteg auf dem Dach, um den Spardosenschlitz zu überdecken:


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    Lionelboxcars3 by Michael Carl, auf Flickr


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    Lionelboxcars4 by Michael Carl, auf Flickr


    Der andere mit den zu öffnenden Türen ist dann größentechnisch endgültig an der Schmerzgrenze.


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    Lionelboxcars5 by Michael Carl, auf Flickr


    Zum Glück bekam ich den gelaserten Rahmen so hin, daß er stramm ins Gehäuse paßte und ich mir keine Gedanken machen mußte, wie ich die ausgebrochenen Haltesäulen wieder herrichte. Er läuft auf Vulcan-Drehgestellen von KS-Modelleisenbahnen, die etwas kleiner sind als die Bachmänner, was die Größe wieder ein wenig ausgleicht. Hier mal im Zugverband:


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    Los Gringos by Michael Carl, auf Flickr


    Dazu gibt es eine Hintergrundstory: Eine erhebliche Anzahl der alten, hölzernen boxcars der FC. de C. fielen einem Großbrand zum Opfer. Ob sich Ladung entzündete oder jemand nachgeholfen hatte, konnte nie so richtig geklärt werden. Jedenfalls stand die Eisenbahn auf einmal ohne Wagen, aber mit einer Menge Transportkunden da. In der Heimat war der Markt wie leergefegt, also entsandte man einen Beauftragten in die "Estados Unidos", um sich auf dem Gebrauchtmarkt nach Angeboten umzuschauen. Der fand dann die relativ modernen, "nur" 25-30 Jahre alten genieteten boxcars und einige ältere Fahrzeuge der Colorado&Southern. Da der Bedarf so dringend war, wurden nur die wichtigsten Anschriften geändert und die Reklame zum großen Teil belassen. Die Wagen haben den Spitznamen "Los gringos".


    Als kleiner "teaser" hier noch ein Güterzug mit einer Consolidation (1'D) und einigen Wagen, die noch vorgestellt werden. Bleibt dran :) !


    fastfreight by Michael Carl, auf Flickr


    Viele Grüße

    Michael

    Hallo Robert,


    Dir und auch allen anderen Danke für's kommentieren und die hochgereckten Daumen!

    Zur Anlage: Über den Sommer habe ich mir eine 9-Quadratmeter-Bodenkammer hergerichtet, einige Steckregale aus dem Discounter aufgestellt und gebrauchte Modulkästen draufgelegt. Einen Gleisplan gibt es auch schon, und die meisten Schienen (PECO 0n30 und 00) sind gekauft. Die Bedheim-Module kennst Du ja noch, die werden die verschlafene Station "La Cuyaca" nachbilden, wo Kreuzungen mit kurzen Zügen, Triebwagen u.ä. stattfinden können. Von dort geht es in einer Richtung zum "staging yard", einem Zugmagazin im Nachbarraum, am anderen Ende einmal hinunter zu einem Fluß- oder Binnenseehafen mit Fährbetrieb und einmal per Zahnradbahn hinauf zum Bahnhof "Tres Cruces". Zur Damplokzeit sollen die Lokmannschaften wirklich drei Kreuze gemacht haben, wenn sie die Steigung geschafft hatten. Aber dazu mehr in einem eigenen thread.


    Viele Grüße

    Michael

    Am Caboose störte mich vor allem der "Ausguck", vor allem die glatten Stirnseiten. Machte man damals so, um Aufwand beim Formenbau zu sparen. Man schaue sich auch die Führerhaus-Vorderwände deutscher Dampflokmodelle aus dieser Zeit an...


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    Caboose2 by Michael Carl, auf Flickr


    Also wurde das Dach verlängert und passende Fensterrahmen aus Karton angeklebt:


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    Caboose3 by Michael Carl, auf Flickr


    Lackiert kommt's noch besser:


    50990027222_52945f58d3_c.jpgCaboose4 by Michael Carl, auf Flickr


    Auch hier wieder gelaserte Rahmen, Bachmann-Drehgestelle und Wuchtgewichte:


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    Caboose1 by Michael Carl, auf Flickr


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    Caboose by Michael Carl, auf Flickr


    Die auf der Seitenwand gerade noch sichtbaren Ziffer wurden absichtlich, als kleine Erinnerung an das Vorleben, belassen. Bei diesem Modell habe ich lange überlegt, ob ich die angespritzten Griffstangen abschabe und durch freistehende ersetze und auch ein neues, feineres Geländer und "richtige" Trittstufen baue. Aber ich habe im Moment so viele Projekte, daß ich das erstmal verschoben habe. Man ist vom Aufwand her dann ganz schnell an einem Punkt, wo man das Modell auch hätte komplett neu bauen können. Aber "abgehakt" und endgültig entschieden ist dieses Thema nicht.


    Viele Grüße

    Michael