Posts by stahlone

    Jetzt will ich mich nach langer Zeit mal wieder melden. Leider komme ich zu Schulzeiten nicht so häufig zum Basteln, zumal meine Haushaltshilfe drei Wochen ausfiel und wir jetzt vermehrt ukrainische Kinder in die Schule bekommen, die betreut werden wollen. Dafür kann ich wegen der Ferien und der Quarantäne nun um so mehr reinhauen!


    1. Der Bausatz von Müllers Bruchbuden, den ich letzten Sommer in Frankreich begonnen habe, strebt dem Ende zu. Er soll die Ziegelei "Marunde" darstellen (Marunde - die robusten Roten aus Holstein!). Die Rampe ist aus Styrodur geschnitzt und mit einer dünnen MDF-Platte belegt, die Stützen werden noch gespachtelt und koloriert. (Bild 1 + 2)


    2. Die Zufahrt zur Ziegelei erfolgt über zwei Module, welche die Weitläufigkeit der Geest-Landschaft nördlich von Hamburg darstellen sollen: Apfelkoppeln, Zuckerrübenanbau zwischen Knicks, Weiden. Hier gibt es viel Landschaft und eher sandige statt fette Böden. Jetzt im Herbst verdorren langsam die langen Halme, die Kühe dürfen an schönen Tagen nochmal auf die Weide. Rolf, der Knecht vom Schlüter-Hof, schaut sehnsüchtig zur bulligen V20, die vor der Trapeztafel von Blumendorf auf Einfahrt wartet . Er wäre als Kind auch gerne Lokführer geworden.... (Bild 3, 4, 5)


    3. Zuletzt ist mir noch ein gebrauchter Kompressor über den Weg gelaufen - und somit konnte ich nach 30 Jahren (!) endlich meine Badger-Spritzpistole in Betrieb nehmen. Das Erstlingswerk ist der Beiwagen des EBOE-Triebwagens sowie ein paar Alterungsversuche - unter anderem am Milchwagen, der am Zugschluss mitläuft... (Bild 6)


    Ich wünsche euch Frohe Ostern


    stahlone

    Hallo,


    bis auf die aussteifenden Diagonalen ist das Fachwerk bei diesem LBE-Stellwerk (Stm steht IMHO für Südturm) ja zuerst entstanden und wurde dann ausgemauert. Meiner Einschätzung nach würde man die Vorgehensweise mit aufgeklebten Polystyrolstreifen sehen - und dann ärgerst du dich ewig darüber! Ich würde das Eisenfachwerk aus Polystyrolprofilen zuerst kleben und dann entweder die Felder entweder mit Mauerwerksplatten in Läuferverband (Bünnig Modellbau hat sowas) oder mit Schaumplatten füllen und dann den Verband selber prägen. Ist eine furchtbare Arbeit. Dafür hat das nicht jeder. Die Diagonalen würde ich die 98 1125 angeregt hat aufkleben.


    Mich regt es ja schon beruflich bedingt auf, wenn Wände im falschen Verband gemauert sind oder eine Fachwerkwand komplett aus einer Sperrholzplatte gelasert wurde: Das Vorbild sieht nicht so aus, also ist das Modell keine Abbildung des Originals.


    Just my 2 cents


    stahlone

    Hallo Uwe,


    dein Entwurf ist mir sympathisch, gehört er doch wie mein Blumendorf in die "4-Weichen-sind-genug"-Klasse! Ich habe meinen Bahnhof (hier Gleisplan) mit Düngemittelschuppen, Ladestraße und Rübenrampe nachgebaut - und da sind auch aufgrund der Enge eine Menge Rangieraufgaben gegeben: G-Wagen mit Düngemitteln gehen an den Düngemittelschuppen, an der Ladestraße gibt es eine Rampe und viel Platz für K-, O- und R-Wagen (die jeweils hintereinander stehen), Milch- und Stückgutwagen müssen an die Rampe vom Güterschuppen bugsiert werden.

    Vielleicht überlegst du dir - neben dem Umsetzen der V 100 - welcher Anschließer wo sitzt und welche Produkte er bekommt oder verschickt? Daraus ergeben sich ja viele Aufgaben, die man gerne mal abends zum Entspannen "abarbeiten" kann.

    Hast du mal überlegt, die rechte Weiche mit Umsetzgleis gegen eine Segmentbühne zu tauschen? Auf diese Weise kannst du mehr Gleislänge hinzugewinnen und so ein Ding ist ja eher einfach selbst zu bauen.


    Mit freundlichen Grüßen


    stahlone

    wenn Du an der EBOE baust, dann wohnst Du wahrscheinlich auch irgendwo zwischen Elmshorn - Ulzburg - Bad Oldesloe?

    Hallo Wolli,


    ich bin leider Exil-Holsteinerund ehemalig in Elmshorn wohnhaft. Nun sitze ich am Südharz und versuche, mir ein Stück Heimat nachzubauen. Ich hatte schon Kontakt zu Karsten Dunkel und dem Archivar. Mit der EBOE habe ich einen guten Aufhänger für meine private Privatbahn, die ich in eine gegebene Situation einbaue. Harznullemmer hat das so treffend ausgedrückt, dass man die Lokalisation anhand von typischen Merkmalen erkennen sollte: Es gibt keine Berge (außer dem Bungsberg, aber der ist weit weg), Felder sind durch Knicks begrenzt, das Land ist dünn besiedelt, im Bahnhof hängt Werbung für die Kieler Woche und Köllnflocken. Deine Videos sehe ich mir übrigens gerne an!


    MfG stahlone

    Vor zwei Tagen habe ich wieder 3mm MDF (roh) geschnitten. Aber trotz Lagerung auf dem Balkon stinkt es immer noch.

    Kann es am MDF liegen? Ich finde, dass es da sehr unterschiedliche Qualitäten gibt was das Bindemittel angeht.


    MfG stahlone

    Eine schöne Fleißarbeit ist es, die Kleineisen vor dem Einbau einzurosten. Drei Tütchen à 140 Stück lagen auf dem Basteltisch. In ein altes Stück Styrodur habe ich mit dem Cutter lange Schlitze geschnitten und mit dem Messerrücken verbreitert. Dann im Laufe eines Abends alle Kleineisen mit den Füßchen (K-Modul-System) eingesteckt und mit Revell 85 und anderen Brauntönen eingerostet. Nebenbei wurden die Schwellen mit originalgetreuem Schwellenabstand mit Hilfe einer Schablone aufgeklebt. Sie wurden mit Messingdrahtbürste und Cutter bearbeitet sowie mit grauer Beize behandelt. So sieht das Gleisbett aus, wie es bei der EBOE war: Alt und abenteuerlich.

    Es ist bald Weihnachten....


    sagt helfend der Weihnachtself Söhnke (der das Buch IMMER griffbereit neben dem Bett liegen hat)

    Hallo stahlone (komischer Name 8o ),


    das ist ja ein geiles Projekt, was Du hier andeutest! Nur unfair, uns mit Marunde von der Modellbauerei abzulenken ...

    Ich hoffe auf mehr ernsthafte Berichte!

    Hallo Reinhold,


    stahlone ist mein alter Spitzname aus Studienzeiten, den ich auch im Tesla-Forum nutze. Mit dem Darsteller habe ich außer übersichtlicher Körpergröße nichts gemeinsam. Ich bin großer Marunde-Fan und liebe die Stimmung seiner Bilder, speziell die frühen in Landleben 1-3. Vielleicht schaffe ich es ja, diesen maroden Charme einzufangen.


    Gruß Söhnke alias stahlone

    Hallo zusammen,


    die EBOE ist als Privatbahn immer darauf aus, neue Anschließer mit viel Güterversand zu finden. Nun hat sich nach langem Werben endlich die Ziegelei Marunde in Sülfeld (Werbespruch: "Die guten Gelben aus Stormarn") dazu entschlossen, einen Gleisanschluss zu beantragen. Viel zu lange sind die schönen Klinker per Fuhrwerk oder LKW verschickt werden. Auch die Kohle für den Ringbrandofen soll zukünftig per Bahn kommen. Die EBOE ist pfiffig und richtet gleich gegenüber einen Haltepunkt ein - Sülfeld Ziegelei - den auch die Einwohner für die Fahrt nach Oldesloe oder Ulzburg nutzen können. Die alte V20 kommt zu Bauzugehren und liefert frische Schwellen aus Liechtenstein an, die entlang einer Schiene aufgeklebt, mit einer Messingbürste gealtert und dann grau gebeizt werden.

    Der Standort des Beiwagens markiert den zukünftigen Haltepunkt (der sich stark an Rümpeler Weg anlehnen wird). In der Panorama-Ansicht sieht man links den Fiddle-Yard, der beide Zuggarnituren aufnimmt und als virtuelle Weiche dient. Die Kurve hat einen Radius von circa 1100mm, der sich am Ende aufweitet.


    Ich werde in Zukunft hier über den Weiterbau berichten, irgendwo muss auch noch eine Skizze sein. Ich werde allerdings langsam vorankommen, da vor Weihnachten in der Schule ALLES erledigt werden muss.


    Gruß stahlone