Posts by kcornels

    Man kann natürlich sagen, das jeder für sein eigenes Glück verantwortlich ist, allerdings kann man auch darauf hinweisen, das bestimmte Stoffe der Gesundheit nicht zuträglich sind... . Ich kenne 2 Personen, die mit gesundheitsgefärdenden Stoffen sehr locker umgegangen sind und leider inzwischen an Krebs verstorben sind. Ein ursächlicher Zusammenhang muss natürlich nicht zwangsläufig gegeben sein... .

    Ein weiterer Bekannter ist bei der Reparatur eines Netzteils gestorben. Der direkte Zusammenhang war dort eindeutig... .

    Unser Hobby und die Bastelleidenschaft können zuweilen bittere Nebenwirkungen haben. Wir basteln mit Gerätschaften, für die wir zumeist keine Ausbildung besitzen und auch zuweilen kein richtiges Gefahrenbewustsein. Ich habe mir schon in den Finger gefräst, mit einem 300Watt Laser in die Hand "geschweisst" und mir beim Entfernen von angespritzen Leitungen ein Skalpel in den Knochen meines rechten Zeigefingers gerammt... . Wieviel Farbe und Lösemittel ich beim lackieren "geschluckt" habe, möchte ich gar nicht wissen... . Aber warum sollte man nicht aus den Fehlern anderer lernen. Wer nicht lernen will, den kann man halt nicht zwingen... . Da sind wir wieder beim ersten Satz meines Beitrags... .

    Hi,


    CAD Software: Unter MacOs bist du da ein wenig eingeschränkt. FreeCAD (wie der Name sagt per Definition kostenlos) und Fusion360 (für Privatanwender im Moment kostenlos, aber niemand weiss, ob das so bleiben wird) laufen aber beide unter MacOs sehr gut. Ich persönlich ziehe Fusion vor, aber FreeCAD ist auch sehr leistungsfähig. Einfach das Programm mal herunterladen und ausprobieren.


    Slicer Software:

    Bei meinen FDM Druckern nutze ich Simplify3D. Das ist allerdings recht teuer und hat in den letzten Jahren kaum eine Weiterentwicklung erfahen. Das kostenlose Cura ist sehr leistungsfähig, aber das Nutzerinterface erschlägt einen etwas. Bei meinem Cetus Drucker nutze ich das Tiertime eigene UP-Studio. Das ist extrem trivial gehalten, man kann kaum etwas einstellen, aber es liefert zumeist sehr gute Ergebnisse (man MUSS also nichts einstellen, das hat vorher jemand, der sich damit auskennt getan).


    Drucker:

    Für kleine detailierte Teile ist in der Tat ein Resin Drucker zu empfehlen.

    Aber auch mit den CNC Heisklebepistolen kann man durchaus fein drucken. Einen Drucker der OutOfTheBox reproduzierbar perfekte Ergebnisse liefert kenne ich leider bisher nicht. Ich bin mit meinem kleinen Cetus 3D von Tiertime allerdings meistens durchaus zufrieden. Der Druckbereich ist mit 180x180x180 etwas klein und er hat serienmässig kein beheiztes Druckbett, kann also hauptsächlich PLA drucken. Einige Materialien, die mechanisch stärker belastet werden können (wie z.B. ABS) benötigen ein beheiztes Druckbett und ABS auch zusätzlich eine Einhausung des Druckers. Aber für die meisten Sachen reicht PLA vollkommen aus.


    Viele Leute sind mit dem Creality Ender3 (das ist so die unterste Schublade der noch brauchbaren Drucker) zufrieden. Der hat den Vorteil nicht allzuviel zu kosten und durchaus brauchbare Ergebnisse zu liefern. Die Langlebigkeit ist eher Glücksache... . Hat man Probleme, findet man eine riesige Community, die helfen kann... . Die Qualitätssicherung der chinesischen Druckerhersteller ist nahezu nicht existent, so das man auch Pech mit seinem Gerät haben kann.

    Will man einen wirklich guten Drucker, dann kommt man zur Zeit aus meiner Sicht um den Selbstbau nicht herum. Aber man findet im Netzt seht gute Baupläne für diverse Drucker, die sehr durchdacht sind (Railcore 2, Voron, ...). Dazu sollte man aber bereits einige Erfahrungen mit Druckern gesammlt haben... .


    Ich habe einen Drucker der neben Drucken auch Fräsen kann. Ein Renkforce 1000, den ich mal spotbillig bei Ebay geschossen habe. Leider widersprechen sich die Anforderungen beim Fräsen (möglichst steifer stabiler Rahmen bei langsamen Vorschub) und Drucken (möglichst steifer aber leichter Aufbau für höhere Geschwindigkeiten) ziemlich, so das der Drucker beides nicht gut kann (hier liegt es aber nicht daran, das man für beider Funktionen zu grosse Kompromisse eingegangen ist, sondern, das der Konstrukteur des Druckers wahrscheinlich die Anforderungen für beide Betriebsarten nicht wirklich kannte, jedenfalls kann man den Eindruck gewinnen, wenn man sich den Drucker anschaut... . Beim Fräsen wird das Gerät zudem relativ dreckig, was später beim Drucken sehr stört. Meineserachtens sollte man beide Funktionen trennen.


    viele Grüße

    Karsten

    Hallo,


    mein erstes Modul habe ich 1989 gebaut und danach meine stationäre Anlage demontiert... .


    Module haben wie bereits angesprochen div. Vor- und Nachteile:

    Durch die genormten Übergänge wirkt die Landschaft zuweilen etwas eingeschränkt bei der Gestaltung. Hier kann man mit zusammenhängenden Modulgruppen dieses Aufbrechen, allerdings macht das die Planung eines Arrangements nicht gerade einfacher... .

    Die Kanten an den Modulübergängen sind optisch stark von der Bauqualität abhängig. Durch hochfloriges Gras sieht man die Übergänge eigentlich nicht, allerdings müssen die Farben schon zusammenpassen. Bei Strassen und Plaster an den Übergängen bekommt man es kaum wegkaschiert... . Auch ist die Landschaft gerade im Bereich der Übergänge stark gefärdet. Insbesondere die Gleise sollten an den Übergängen UNBEDINGT rechtwinklig und exakt verlegt sein und gut gesichtert werden. Oberleitung an Übergängen ist kniffelig... .


    Ein Nachteil gerade bei grösseren Spuren wurde noch nicht so direkt angesprochen: Die Breite der Modulkästen ist schon stark beschränkt. 65cm Breite sind nach meiner Erfahrung gerade noch handelbar. Breiter wird sehr unhandlich beim Transport und beim Aufbau. Das ist in H0 teilweise schon eng, aber in Spur0 und grösser schränkt es die Vorbildwahl massiv ein. Desweiteren erfordern Module schon eine gewisse Qualität und Präzision beim Bau. Ansonsten hat man auf längere Sicht keinen Spass.


    Der riesige Vorteil bei Modulen ist natürlich die hohe Flexibilität. Ich kann die Kästen zu Hause aufbauen um ein wenig Betrieb zu machen oder ich schmeisse sie ins Auto und kann mit anderen zusammen spielen. Dabei können auch schon mal sehr Grosse Anlagen entstehen, aber ich habe eigentlich immer die etwas kleineren Treffen bevorzugt Dabei geht es, jedenfalls bei mir, nicht um Messen, sondern darum mit Gleichgesinnten einfach zusammen zu spielen. Ganz ohne eine Rücksichtnahme auf Zuschauer, die spätestens nach 10 Minuten 50 mal dieselben Fragen stellen:

    - nein das ist kein Märklin

    - ja das funktioniert auch ohne Noppen zwischen den Schienen

    - nein ich brauche keinen Kreis um einen Stromkreis zu bilden

    - ja, die Lok könnte auch schneller, aber ich finde toll das sie auch so langsam und ruckfrei kann

    - ja das ist alles kinderfeindlich hoch

    - ausserdem sollte Trix zwei Stände weiter wirklich keine Trillerpfeifen an Kinder verteilen... .


    viele Grüße

    Karsten

    OK, die Stützen liessen sich entfernen, aber es war trotzdem keine gute Idee, die Dachgaube als Ganzes stehend zu drucken. Die Fugen in der Holzverkleidung kommen nicht heraus und die Oberfläche ist unbrauchbar... . Schade, eigentlich wollte ich vermeiden alle Teile zu trennen, aber einen Versuch war es wert... . Die Dachstrukturen sind zu instabil um sie freistehend zu drucken, sie zittern beim Druck und damit wird die Oberfläche ausgesprochen unsauber... . Dasselbe Problem sieht man auch am einzelnen Holzpfeiler.



    Also wie heisst es so schön, zurück ans Zeichenbrett... .
    viele Grüße
    Karsten

    Hallo,
    es geht mal etwas weiter mit dem Schuppen... .


    Um mal etwas grösseres in der Hand zu halten, habe ich mal eine Hälfte des Stalls gedruckt. Mehr passt nicht auf den Drucker... . Der Druck hat eine Schichthöhe von 0,1 mm und dauerte ca 55 Stunden... .Es ist noch nicht da wo ich hin will, aber es wird... .




    Das Gebäude ist schon ganz schön wuchtig... .
    Das Filament glänzt noch deutlich, daher sieht man jede Unebenheit und Riefe. Ausserdem druckt es sich nicht besonders gut. Ich habe nur leider gerade nichts besseres mehr da :-(.


    viele Grüße
    Karsten
    ps gibt es einen Grund, warum beim Bearbeiten Zeilenumbrüche verschwinden oder neue auftauchen ?

    Hallo Claus,
    ich kann Deine Erfahrungen nicht 100% teilen. Das dein Prusa I3 Clone nicht vernünftig druckt tut mir leid. Mein kleiner Cetus läuft seit 18 Monaten problemlos, vom Bruch eines Flachbandkabels einmal abgesehen (die sowieso keine gute Idee an bewegten Teilen sind). Ich habe ihn auch nur einmal korrekt eingestellt und danach nie wieder. Warum auch ? Es kann sich mechanisch nichts verstellen. Er hat Macken, aber stundenlanges warten, reparieren und justieren kenne ich nicht... . Einschalten, Filamentrolle aus Trockenbox holen, fluchen, das die Lieblingsfarbe wieder leer ist, Filament laden und losdrucken... .


    Zwei Hobbykumpels von mir nutzen schon recht lange den Anycubic Photon. So 100% problemlos funktioniert der allerdings nicht:
    - Teile fallen vom Druckbett
    - verziehen sich beim Druck oder beim Härten
    - das Resin härtete auch mal gar nicht aus, weil man mal einen anderen Hersteller ausprobieren wollte (OK, das sollte heute gelöst sein)
    - Die Schutzfolie reisst oder hat Kratzer, wenn man es gerade nicht gebrauchen kann
    - die Lebensdauer der Displays ist teilweise überschaubar (ist per Definition ein Verbrauchsmaterial und kein billiges).
    Dazu kam die Sauerei mit IPA und die Resine hatten einen sehr unangenehmen Geruch (man kam gar nicht erst auf die Idee, das das gesund sein könnte). Bei einigen Drucken fällt die Auflösung in XY-Richtung auch schon ins Auge... . Das ist halt eine Präzion von 0,047mm. Aber alles in allem drucken die Drucker schon ausgesprochen gut, aber ganz so problemlos wie du das beschreibst war das nicht... . Aber auch da kamen die negativen Erfahrungen mit der Zeit... . Du hast deinen Resin Drucker ja auch noch nicht so lange im Betrieb.


    Die wasserabwaschbaren Resine sind recht neu. Aber auch sie sind bei einem Blick in die Sicherheitshinweise umweltschädlich. Das Wasser ist nach der Reinigung Sondermüll und darf nicht einfach ins Klo. Ebenso reizen sie ebenso die Haut, Augen und Atemwege... . Also heisst das auch weiterhin, Schutzhandschuhe, Schutzbrille und eine Schutzmaske bei der Handhabung zu tragen und am Ende die Abwässer zu sammeln und fachgerecht der Entsorgung zuzuführen. Aber immerhin entfällt das IPA, das ist schon ein grosser Schritt. Vor allem können die Teile einfach zum Reinigen in ein Ultraschallbad... . Schau dir mal die Sicherheitshinweise genau an.


    Wenn Du Teile Fräsen und Lasern kannst, ist das schön. Ich kanns nicht... . Es gibt viele Wege, die nach Rom führen. Ich nehme einen, du halt einen Anderen. Alles legitim und Hauptsache man hat Spass... .
    viele Grüße und ein schönes Wochenende
    Karsten

    Hi Stefan,
    der Zaribo ist ein Prusa I3 Clone mit hochwertigeren Komponenten, die das Gesammtkonzept aber auch nicht wirklich besser machen... . Die I3 Drucker haben das Problem, das das Portal bei schnelleren Richtungsänderungen im Druck schnell anfängt stark zu schwingen und dieses sieht man sofort im Druck. Entweder fährt man dann seeeehr langsam, oder druckt nur Vasen und runde Elemente, die wenige harte Richtungsänderungen haben... . ;) Ich mag auch keine Drucker, die auf gedruckte Teile im mechanischen Aufbau setzen. Vielleicht bin ich zu sehr Maschinenbauer, aber da gehört kein Plastik hin.


    Mir würde eher ein Railcore2:
    https://www.filastruder.com/co…it?variant=17989593104455
    oder der neue Kis3D-S235:


    https://kis3d.myshopify.com/collections/kis3d-s235
    zusagen... . Wobei mit beim letzteren inzwischen der Arbeitsbereich zu klein wäre, aber die Firma grübelt gerade über etwas grösseres nach, wie man hört... .


    Hier ist der Rahmen sehr steif und nicht schwingfähig, die Linearführungen sorgen für eine spielfreie Bewegung des Schlittens und für eine grosse Wiederholgenauigkeit... . Die Komponenten wählt man selbst und kann halt was hochwertiges einbauen... .


    Ich habe vor knapp zwei Jahren angefangen mich mit 3D Druckern auseinanderzusetzen. Zuerst liest man sich ein wenig in die Materie ein, liest Testberichte und ich war schnell überrascht, das die damals besonders gelobten Drucker bei näherer Betrachtung eher nicht dem entsprachen, was man eigentlich konstruktiv erwarten würde... . Aber man lernt ja gerne dazu und man hört ja auch überall das Startups und New Economy so viel besser, flexibler und innovativer sind, als traditionelle Vorgehensweisen. Ausserdem liegt eine Tüte Gummibären im Karton, was auch ein Zeichen von Professionalismus sein muss. Auch das Lager mit Kabelbindern festgebunden werden, muss bestimmt so... .
    Mein erster Drucker war ein Reflexkauf bei Amazon (kauf in den nächsten 10 Minuten und spare 100,- Eu...[click]. Es war ein Anycubic Mega I3. Im Prinzip ein mechanisch durchaus nicht schlechter (keine Druckteile, keine Kabelbinder ausser an Kabeln :D ) Nachbau eines Prusa I3, der ersteinmal druckte. Mit dem Drucker konnte man ersteinmal lernen und stellte schnell fest, das das mechanische Gesammtkonzept so schon im Prinzip nicht optimal war (Mechanik gilt auch für New Economie... ). Dazu kamen die eher preisoptimierten Komponente, die dann folgerichtig nach und nach ihren Geist aufgaben. Nach einer kurzen Funktionsstörung des Netzteils rammte der Drucker dann die Druckdüse in das Glasbett und beging quasie finanziellen Selbstmord... . Amazon nahm den Drucker dankenswerterweise gegen Erstattung des Kaufpreises zurück... .


    Dann kam ein Cetus 3D von Tiertime. Tiertime ist einer der Pioniere im Bereich 3D Druck im Industriellen Umfeld. Der Cetus ist schon nicht schlecht und war damals etwas besonderes. Er ist extrem kompakt, besitzt hochwertige Linearführungen und einen selbstentwickelten sehr kleinen und leichten Direktextruder, der überraschend gut druckt... .


    Nachteilig ist das relativ geschlossene System. Viele Parameter sind nicht wirklich konfigurierbar. Meisens druckt der Drucker sehr gut, aber manchmal würde man gerne an der einen oder anderen Ecke optimieren und kann es schlicht nicht. Dazu ist der Gesammtaufbau nicht unbedingt steif,so das hohe Geschwindigkeiten schlicht besch... Ergebnisse liefern.

    Hallo Rheinhold,
    ja, die Unregelmässigkeiten würden das Modell erst richtig lebendig machen. Aber der Aufwand, das manuell in CAD zu erstellen ist immens und ich habe das definitiv gescheut... . In Blender wäre es ein wenig einfacher, aber ich bin in dem Programm nicht besonders "flüssig" unterwegs... .


    Die Dachziegel lassen sich übrigens relativ einfach drucken. Aber schon beim Mauerwerk fangen die Probleme an. Der Drucker ist ja im Prinzip eine CNC Heissklebepistole mit einer Düsenöffnung von 0,2 mm- D.h.er kann keine wirklich scharfen Ecken drucken. Der neue Drucker bekommt einen besseren Extruder sowie ein anderes Hotend. Damit kann man mit feineren Schichten und mit einer 0,15mm Düse arbeiten. Mal sehen, wie das dann aussieht.


    Mit einem Resindrucker wären die Ergebnisse aufgrund der schärferen Kanten und Ecken deutlich besser... . Die Druckqualität spielt dort noch in einer anderen Liga, aber man erkauft das durch einen erheblich grösseren Aufwand bei der Nachbehandlung der Teile sowie bei der persönlichen Schutzausstattung. Mechanisch sind Resindrucker erheblich einfacher aufgebaut als Filamentklekser, da sie nur eine bewegte Achse besitzen und die Belichtung des Resins inzwischen über ein nahezu handelsübliches TFT Display erfolgt, das als steuerbare Blende mit sehr hoher Auflösung verwendet werden kann.



    Bei der Holzkonstruktion konnte ich auf die Bauzeichnung des Originals zugreifen, das hilft ungemein... . Fragt sich nur, ob sich die Zimmerleute beim Original daran gehalten haben... . Aber da das Gebäude vor knapp 60 Jahren abgerissen worden ist, ist es schwer das zu beweisen... :D


    Wenn Ihr sehen wollt, was mit 3D Druck wirklich möglich ist, dann schaut mal in diesem bereits angesprochene Thread des EG von Leese Stolzenau. Das ist wirklich zutiefst faszinierend... .


    Das Empfangs-Gebäude Stolzenau der Steinhuder Meer-Bahn



    viele Grüße
    Karsten

    Hallo,


    der kleine Cetus ist repariert (es ist irgendwie immer ein Flachbandkabel schuld)... .Ich habe ersteinmal mit den Dachziegeln angefangen... . Nach einigen doch eher frustrierenden Fehldrucken habe ich nun eine Einstellung gefunden, mit der die Elemente nicht zu dick werden, und trotzdem angefasst werden können. Mit 0,2mm Dicke waren die Dachziegel nicht druckbar... . Mit 0,25mm funktioniert es allerdings gut und auch die Stabilität ist gegeben... . Die Bilder sind vergrössert. Mit blossem Auge kann man keine Linien auf dem Ziegel erkennen... .


    Beim Mauerwerk habe ich noch einige Optimierungen vor mir... .


    viele Grüße
    Karsten

    Ich habe schon einige Objekte mit 0,2 mm Wandstärke gedruckt und die waren durchaus recht stabil... . Gerade bei Modulen müssen die Teile aber schon eine deutliche Robustheit aufweisen... .
    Aber ich bin selbst gespannt wie die gedruckten Teile aussehen. Aber ich warte immer noch auf Ersatzteile... . Gerade bei den Dachziegeln ist es ein kleines Dilemma. Die müssen gerade an den Kanten filigran sein, damit die gut aussehen und genau diese Ecken sind die empfindlichsten... . Naja, kommt Zeit kommt rat...

    Hallo,
    ich möchte euch gerne mein aktuelles Projekt und den Weg wie ich dorthin gekommen bin vorstellen:
    Nach Jahren der Modellabstinenz plane ich schon länger einen Raum von ca 5x0,6m mit einem neuen Projekt zu füllen. Vor vielen Jahren war ich im H0e Bereich recht aktiv, aber hatte eigentlich schon immer einen Faible für grössere Spuren.



    Also füllte ich mit der Zeit mein Lastenheft:
    - grösser als H0, idealerweise Spur1, aber mindestens Spur 0- gerne auch Regelspur, wenn nicht möglich, aber gerne auch Schmalspur
    - der Raum soll für einen Modulbahnhof genutzt werden
    - möglichst Originalgetreuer Nachbau eines Vorbildbahnhofs
    - Vorbild auch gerne International (ausser USA)
    - Bahnhof muss auch nicht komplett auf den aufzubauenden Modulen dargestellt werden, wenn der Torso trotzdem einen halbwegs interessanten Betrieb gestattet
    - für einen interessanten Betrieb mindestens 3 Güterladestellen
    - gerne einen Lokschuppen, idealerweise mit Drehscheibe (ist aber kein muss)


    - wenn möglich keine Halbreliefgebäude
    Nach einiger Überlegung war, wie eigentlich zu erwarten, keine der Forderungen mit Spur1 zu erfüllen, also folgerichtig wechselte der Fokus zur Spur der Mitte... .Ich konnte keinen deutschen Regelspurbahnhof finden, der auch nur ansatzweise auf dem Raum umzusetzen gewesen wäre... .
    Gefunden habe ich diverse Bahnhöfe, die sich auf dem Raum realisieren lassen:
    RHB: Klosters (Spitzkehre): Klosters ist neben dem benachbarten Küblis wohl einer der kürzesten Bahnhöfe der RhB, was daran lag, das schlicht nicht mehr Platz zur Verfügung stand. Auch die Auslegung als Spitzkehre war betrieblich sehr hinderlich ( für die RhB , nicht für mich). Dieses veranlasste die RhB schliesslich den Bahnhof an andere Stelle zu verlegen. Klosters bietet:
    + Interessanten Betrieb als Spitzkehrenbahnhof. Es mussten nicht nur die Loks umgesetzt, sondern auch gleich gedreht werden, damit der Schneepflug weiterhin in Fahrtrichtung zeigt sowie bei GmP's die Güterwagen wieder ans Zugende umrangiert werden, da diese keine durchgehenden Heizleitungen besassen.
    + entweder reiner Dampfbetrieb oder kurz vor Umbau auch schon eine Elektifizierung und Betrieb mit den ersten RhB E-Loks (dann allerdings Nachbildung der Oberleitung, arg).
    + wunderschönes Empfangsgebäude
    + Lokschuppen mit Drehscheibe
    - reativ wenig Informationen über den alten Bahnhof beschaffbar
    - relativ überschaubarer Güterverkehr
    - man muss für den Aufbau zu Hause auf 50cm Umsetzlänge verzichten (OK, geschenkt)



    In England findet man eine überraschend grosse Zahl an Bahnhöfen, die in Betracht gezogen werden könnten. Ich möchte hier nicht auf alle eingehen, aber vier sind bei mir in die nähere Wahl gekommen. Die Gleispläne und viele Bilder kann man sich schnell selber ergoogeln. Wer sich für britische Eisenbahn interessiert muss unbedingt diese Seite kennen:https://maps.nls.uk/geo/find/#…ers=102&b=1&z=1&point=0,0


    Hier findet man flächendeckend digitalisierte Katasterkarte der gesammten Insel im Wandel der Zeit !!!! Eine unglaubliche Informationsquelle... .
    Havant: Wenn man schon Spur 0 baut, dann bleibt natürlich nur das klassische Thema: "Elektrifizierter zweigleisige Hauptbahn mit abzweigender Nebenstrecke". Und das ganze ist bis zum Umbau des Bahnhofs in den 30er Jahren sogar auf 5x0,8m umsetzbar, wenn man auf die Abstellgruppe verzichtet... .


    Hayling: Das andere Ende der abzweigenden Nebenstrecke: Ein wunderschöner kleiner Endbahnhof mit einem extrem dichten Turistenverkehr im 20 Minuten Takt. Dazu einen Güterschuppen mit Durchfahrt und mehreren Ladegleisen. Leider war die Fahrzeugauswahl etwas begrenzt, da nur Terrier Maschinen über die Brücke durften... .


    Sheerness Dockyard ist ein Bahnhof, bei dem sogar ein Märklin Gleisplanbuch blass werden würde:
    - Spitzkehrenbetrieb
    - Empfangsgebäude mit Bahnhofshalle
    - am Ende der Bahnhofshalle eine Segmentdrehscheibe
    - 2 gleisiger Lokschuppen mit Drehscheibe
    - Güterschuppen mit Durchfahrt
    - Ladekran
    - Brückenstellwerk
    - extrem interessanter Gleisplan (im Anhang zu finden)
    - direkt neben dem Bahnhof lag ein grosser Marinehafen mit Werft und eigenen Gleissystem das aber zunächst keinen Anschluss an die Bahnanlagen hatte (wer braucht im Hafen auch einen Bahnanschluss).
    - Der Bahnhof wurde mehrfach umgebaut und bereits nach dem ersten Weltkrieg in einen Güterbahnhof umgewandelt und in den 60ern komplett abgerissen.


    Ein wirklich wunderschöner Bahnhof wäre auch Swanage: Dieser wäre aber nur als Torso umsetzbar (Bahnhofseinfahrt), aber es würde trotzdem einen durchaus interessanten Betrieb erlauben. Bis auf das Stellwerk sind alle Gebäude noch vorhanden und wunderbar restauriert. Die Strecke wird als Museumsbahn betrieben. Von der Branch gibt es eine Vielzahl an Büchern, auch mit sehr vielen Farbbildern und Gleisplänen und Gebäudezeichnungen. Des Bahnhof ist also vorbildlichst dokumentiert.


    Also warum schreibt er in der Überschrift Asendorf, wenn er die ganze Zeit von anderen Bahnhöfen schwärmt ?
    Ich bin bei all den Planungen immer wieder auf Asendorf zurückgekommen.



    - Der Bahnhof erfüllt alle meine Forderungen (bis auf die Drehscheibe 8) ).- Es gab einen interessanten Rollbockbetrieb mit Pufferwagen
    - Ich mag die bei der HSA eingesetzten Fahrzeuge
    - Alle Gebäude sind so perfekt auf dem Bahnhofsgelände platziert, das man mit 60 cm Modulbreite auskommt, ohne eines anschneiden zu müssen



    - Selbst die Weichen liegen so perfekt, das keine auf einem Modulübergang sitzen würde.
    Der Bahnhof besteht zunächst aus 4 Modulen a 1100x620mm. Der Anschluss Dierks kann mit einem 5ten Modul ergänzt werden.
    Die Gleise werden wie auch schon früher im Selbstbau entstehen (auf Pertinax gelötet mit gedruckten Kleineisen). An Gebäuden entstehen ein EG mit angebauten Güterschuppen, ein Lokschuppen, ein kleiner Viehstall mit Viehverladung (das Asendorfer Landschwein war einer der Hauptexportgüter der Gegend) und ein Rüberverladekran (das Hauptexportgut der Gegend)... .


    Ich werde in loser Folge über die weitere Planung und den Bau der Modulkästen und Gebäude berichten... .



    viele Grüße


    Karsten