Posts by kcornels

    Vielleicht sollte man noch mal erwähnen, das Fusion360 für Privatanwender nach wie vor kostenlos ist, es sich dabei um ein überraschend leistungsfähiges parametrisches CAD System handelt (Klaus, da du von ungenauen klicken mit der Maus sprichst, weisst du nicht was das ist).


    Und selbst in der bösen Aboversion kostet es nur einen Bruchteil von Wettbewerber Produkten wie Catia oder Creo... .


    @Djordje, nicht aufregen, durch den Aluhut kommt man nicht durch... :-).

    naja, das Abomodell ist ja keine Erfindung von Autodesk... .


    Nenne mir einen Hersteller eines ernstzunehmenden CAD Systems, der über Jahre konstelose Lizenzen an Privatanwender herausgibt. Autodesk ist ja kein barmherziger Samariter sondern muss von seinen Einnahmen leben. Daher hatte ich, ehrlich gesagt, deutlich eher mit Einschnitten gerechnet. Das man in der Vergangenheit nicht immer ein glückliches Händchen mit seinen zugekauften Produkten hatte (Eagle Nutzer bekommen bei Erwähnung des Namens Autodesk wahrscheinlich spontan das Bedürfnis mit Domestos zu gurgeln), ist allerdings auch kein Alleinstellungsmerkmal von Autodesk... .


    Niemand zwingt einen Fusion zu verwenden. Das Risiko, das plötzlich die Server abgeschaltet werden, nehme ich bewusst in Kauf. Ich kenne leider keine sinnvolle Altenative, die kostenlos oder für kleines Geld den Funktionsumfang von Fusion bietet. FreeCAD ist nett, aber bei vielen Dingen noch recht umständlich und unheimlich zeitraubend... .

    Hallo,


    man soll laut Autodesk jederzeit Modelle zwischen "Archiv" und "aktiven Slots" hin-/herschieben können. Sie wissen aber noch nicht, wie sie das genau realisieren wollen. Daher wird diese Einschränkung wohl auch erst im Jannuar aktiviert.


    Quote
    10 active documents means that you have 10 spots for any document to open and be editable at any given time. All your other documents will be stored in your projects in a new inactive state. They will remain yours, saved in your projects.

    Quote
    When you reach your 10 document capacity, and you want to revisit an older design and open it up, you can do so by deactivating an active document and activating the inactive one to swap places with. Again, you continue to keep all your designs and projects with no limits on how many you can have in inactive state.

    Ich kann mit den Einschränkungen noch leben, aber es ist lästig... . Wer weiss, was Autodesk in Zukunft noch so einfällt... .


    viele Grüße

    Karsten

    Hallo,


    Fusion360 ist ein sehr leistungsfähiges 3D CAD System aus dem Hause Autodesk. Bisher konnte das Programm von Privatnutzern ohne Einschränkungen kostenlos genutzt werden. Dieses wird sich allerdings in absehbarer Zeit ändern. Das Programm bleibt zwar kostenlos, allerdings werden die Funktionen für Privatnutzer deutlich eingeschränkt, um eine Nutzung im geschäftlichen Umfeld zu erschweren.


    Die CAM Funktionalitäten werden deaktiviert, man kann nur noch 10 aktive Modelle gleichzeitig bearbeiten und die Dateiexport und Importfunktionen werden begrenzt. Wer seine Modelle mit anderen CAD Systemen austauschen möchte (z.B. via Step oder Iges) kann dieses nur noch bis zum 01.Oktober durchführen, danach wird die Export Funktion deaktiviert. Ein Export in STL ist aber weiterhin möglich. Wer seine Modelle irgendwann einmal mit einem anderen Programm weiterbearbeiten möchte, hat JETZT noch die Chance einen Step Export durchzuführen... .


    viele Grüße

    Karsten

    Lüfter sind doch normalerweise schnell gegen etwas leiseres getauscht... . Das Du mit deinem FDM Drucker keine guten Ergebnisse erzielst liegt an deinem Drucker und nicht unbedingt an der Technologie als solches... . Allerdings ist FDM nicht unbedingt für feine Strukturen bekannt. Das ist zwar möglich, aber es ist deutlich schwieriger dann noch reproduzierbar gute Ergebnisse zu bekommen... .

    Trotzalledem: Es ist nicht zielführend, einem Pionier in die Kniekehlen zu treten. Baut eure Weichen selber, ich habe das jahrzehntelang auch getan, dann kann 0m aus der Ecke kommen.

    Hallo Otto,


    aus meiner Sicht ist Schnellkamp ehrlich gesagt kein Pionier, sondern betritt einen Markt, der durchaus schon mit Produkten besetzt ist und muss sich mit diesen messen lassen. Das FerroSuisse Gleis ist in 0m schon seit einiger Zeit auf dem Markt. Es ist für deutsche Schmalspurbahnen zugegebenermassen nicht so unbedingt passend, aber preislich spielen beide Systeme in etwa in einer Liga (OK nicht ganz, aber der Unterschied von 165,- zu 135,- € für eine Weiche ist jetzt nicht mehr so gross). Daher halte ich es durchaus für fair beide Systeme miteinander zu vergleichen. Auch die Herzynia Weiche finde ich persönlich bei identischer Geometrie optisch ansprechender, da die Schwellenlage plausibler ist.


    viele Grüße

    Karsten

    Das man nicht DIE Weiche für alle konstruieren kann, das ist ja nun hinlänglich diskutiert. Daraus aber zu schliessen, das man daher einfach ein komplettes Phantasieprodukt bauen sollte kann ich nicht nachvollziehen... .


    Genauso könnte man sagen, ich kann es mit Rollmaterial nicht jedem recht machen, daher reicht auch die Qualität einer Minex V22 vollkommen aus.


    Was mich an der Weiche maximal stört:

    - die komplett realitätsbefreite Schwellenlage: Hier geht es nicht um ein oder zwei mm sondern, das würde einfach statisch nicht funktionieren und springt jedenfalls uneingeschottert sofort massiv ins Auge.

    - die deutlich zu schmale Schwelle

    - der Radius von 45m


    was mich ein bischen stört:

    - das gegossene Herzstück (ja es ist nicht schön, aber gealtert fällt es nicht mehr so stark auf wie auf dem Bild).

    - eingefräste Backenschienen

    - kein eigenes Profil für die Zungen

    - die Ausführung der Radlenker


    was mich nicht so stört:

    - Abzweigwinkel

    - Preis

    - die Kleineisen sind schon stark vereinfacht.


    was ich gut finde:

    - Profil


    Alle diese Aussagen fussen nur auf das Bild ohne die Weiche in der Hand gehabt zu haben.


    Generell kann man zitieren, was ein recht aktiver User hier im Thread mal geschrieben hat: :-) und ich finde es passt recht gut hier zu der Weiche.


    "Schmalspur ist kein Ponyhof !!!"


    Ich ergänze mal: Weder für die Hersteller, noch für die Kunden.


    Wer Schmalspur macht, hat sich meistens damit abgefunden, das die Industrie seine Wünsche nicht erfüllen wird. Vieles entsteht aus Eigeninitiative oder aus Gruppenaktionen. Dieses muss einen bevor man mit Schmalspur anfängt bewusst sein. Das bedeutet, das man sich sehr intensiv mit der Materie auseinandersetzt. Mit dem steigenden Wissen entsteht dann, jedenfalls bei den Bastlern aus meinem Umfeld, auch ein steigendes Anspruchsdenken. Wenn ich mir schon die Mühe mache, etwas selber zu bauen, dann kann man es ja auch gleich "richtig" machen. Damit steigt aber auch gleichzeitig die Erwartungshaltung an Industriemodelle (es sei denn man betrachtet sie nur als Grundlage für Umbauten). Damit treffen Hersteller also auf ein Rudel von relativ qualitätsbewussten Kunden, die alle auch noch was anderes wollen... . Das macht es schwerer, Fahrzeuge oder auch Zubehör anzubieten, das bei allen Interesse findet. Allerdings kenne ich kaum Schmalspurer, die sich nur komplett einer Bahn verschrieben haben. Bei den meisten laufen Modelle unterschiedlichster Bahnen fröhlich durcheinander, hauptsache sie sind gut gemacht, oder es lässt sich was raus machen... .


    einen schönen Sonntag

    Karsten

    nimmt man die kleinste Weiche aus der Zeichnungssammlung (60m Radius, Abzweig 1:6) und vergleicht den Längenbedarf für einen kompletten Spurwechsel bei 4,5m Gleisabstand mit den Schnellenkamp-Geometrie (45m Radius, 1:5,5) benötigt man in Spur 0 ziemlich genau 9,5 cm mehr. Das sollte man eigentlich auch als platzbegrenzter Modellbahner noch verschmerzen können.


    Die meisten Schmalspurbahnen haben mit der Verwendung aufgebockter Wagen (zumeist ab den 20ern) den Oberbau massiv verstärkt. Hier kamen dann gerne auch gebrauchte (zumeist abgefahrene) Schienen von Regelspurstrecken und zumeist gekürzte Regelspurschwellen zum Einsatz. Das macht auch Sinn, da man nicht nur den Regelspurwagen, sondern auch noch Rollböcke/Rollwagen nutzte, die den Oberbau natürlich zusätzlich belasteten.


    Mit 20cm Schwellen würde man bei Rollbock/Rollwagenbetrieb Probleme bekommen und ich habe solche schmale Schwellen auch noch nie gesehen ?? Was natürlich nicht heisst, das es das nicht gibt/gab. Die Schwellen der Weiche passen halt zum Flexgleis, über dessen aussehen des Schwellenrostes ja auch schon ausgiebig diskutiert wurde... .


    viele Grüße

    Karsten

    Für Schmalspurschwellen gibt es keine wirklich Norm, allerdings werden zumeist gekürzte Regelspurschwellen und bei einigen Bahnen, wie z.B. bei der NWE, auch Stahlschwellen verwendet.


    Die Standardmasse sind dort zumeist 160mmx260mm für den Querschnitt. Einige Staatsbahnen hatten allerdings auch anfangs etwas kleinere Querschnitte (Baden z.B. mit 150x240mm Querschnitt).


    Wer eine Sammlung schöner Weichenzeichnungen sucht der kann hier fündig werden... .

    http://www.laenderbahn-forum.d…oberbaukatalog_JoSch.html

    Das ist genau das Problem. Eine mehrheitsfähige Schmalspurweiche gibt es nicht. Hier gibt es eben keine genormten Weichen, Jede Bahngeselschaft hat sich etwas eigenes gebaut. Aber alle Weichen die ich bisher ausgemessen habe hatten schlankere Geometrien und waren sich bei Abzweigradien und Abzweigwinkeln relativ ähnlich. Nur die Schwellenlage unterschied sich zumeist deutlich. Ich brauche aber auch kein genaues Modell einer Weiche, sondern wäre schon mit einer "typischen schlankeren Weiche" zufrieden, die man generisch bei den meisten Meterspurbahnen findet (also kein besonders enger Sonderflieger). Aber wie gesagt, im deutlich grösseren H0 Schmalspurmarkt hat auch niemand einen echten Markt für schlankere Schmalspurweichen entdeckt.


    Radien von 45m lassen sich mit aufgebockten Wagen nur sehr langsam befahren. Das hinderte aber einige Bahnen nicht daran, sowas trotzdem zu bauen. Bahnen mit Platzproblemen (z.B. in Plettenberg) haben auch sehr enge Weichen verbaut. Ich habe aber davon leider keine Pläne. Ich kann mir auch gut vorstellen, das man bei der Hohenlimburger Kleinbahn zu engeren Weichen greifen musste. Für die Bahnen die mich interessieren passt es halt nicht,


    Ich habe in H0e auch mit Industrieweichen angefangen zu bauen (zuerst Roco, dann Bemo). Man ist einfach an die kurze Optik gewöhnt. Hat man dann aber mal etwas vobildähnlicheres verbaut, kann man sich auch sehr schnell daran gewöhnen... .


    Wäre eine Lok 10-15% kürzer, würde das der durchschnittliche Spur 0er auch bemängeln (oder sich wie bei LGB fühlen)... . Bei dem Gleismaterial zeigt man sich halt komischerweise kompromissbereiter... .


    joachim: Sei nicht so bescheiden :-). Die Weiche sieht toll aus... .


    viele Grüße

    Karsten

    Hallo,


    ich weiss das bei vielen Modellbahnfreunden die Anforderungen an Masstäblichkeit unterhalb der Räder aufhören... . Ich habe immer wieder eine grandiose Karrikatur aus einer Modellbahnzeitschrift aus Mitte der 80er Jahre vor Augen: "Für mich als kompromissloser Modellbahner kommen nur unverkürzte Reisezeugwagen in Frage." Zwei dieser Wagen bildeten dann auf seinem Minioval einen rechten Winkel in der Kurve.


    Bei den Weichen finde ich das Gleisprofil und die Ausführung des Herzstücks durchaus ok. Für den EPIV Hauptbahnschmalspurer ist das Profil zu fein, aber für diese Klientel gibt es sehr brauchbare Weichen von Ferrosuisse, aber wenn diese etwas schweizerisch aussehen und man beruflich vielleicht schweizer Bankkonten verwalten muss... .


    Schaut man sich die technischen Daten dieser Weichen mal an, sieht man hier das optische Äquivalent eines 24cm Reisezugwagens. Schaut man sich die Schwellenlage an, hat dieser nur 5 Fenster... .


    Ich muss zugeben, ich bin seit frühester Jugend "vielleicht in den falschen Kreisen verkehrt" und wurde bereits frühzeitig indoktriniert. Wenn man sich das Angebot im H0 Schmalspurbereich anschaut, dann gibt es dort mind. 3 Grossserienhersteller von spielzeugartigen Weichen und keinen mit vorbildgetreuen. Es scheint der Bedarf für letztere offensichtlich zu klein zu sein. In H0e wurde eine brauchbare halbwegs orginalgetreue Weiche mit einem Abzweigradius von so rund 60m (Original) und einem Winkel von knapp 1:7 von vielen Leuten die ich kenne sehr schmerzlich vermisst. Man ist auch nach 30 Jahren immer noch auf den Selbstbau angewiesen. Nicht weil man es so toll findet, sondern weil die erhältlichen Grossserienprodukte schlicht keine Alternative darstellen. Im Regelspurbereich sieht das schon besser aus. Auch vor dem Weinert Gleis gab es Gleissysteme, die von auch anspruchsvolleren Modellbahnern gerne verwendet wurden, auch wenn es keine perfekten EW190 Weichen waren.


    Auf Pertinax gelötete Weichen sehen im Detail nicht besser aus, als eine Weiche mit detailierten Kleineisen im Spritzguss, aber eine halbwegs glaubhafte Geometrie ist mir persöhnlich wichtiger. Dieses ist zugegebenermassen hochgradig subjektiv.


    Man kann nun argumentieren, das industriel gefertigte Weichen präziser gefertigt werden können, als Weichen im Selbstbau und damit immerhin besser funktionieren würden. Meine Erfahrungen im H0e Bereich waren komplett andersherum. Die selbstgebauten Weichen funktionierten erheblich besser, als die Grossserienprodukte. Das lag aber daran, das die Industrieweichen nicht wirklich gut konstruiert waren. Ich habe für Hobbykollegen etliche Weichen in Bemogeometrie gebaut, da die Bemoweichen nach einiger Zeit technisch massive Probleme machten. Die Schnellenkamp Weichen sehen aber auf dem ersten Blick funktional recht solide aus, aber das kann sich erst im praktischen Einsatz zeigen.


    viele Grüße aus Braunschweig

    Karsten