Posts by HFy

    Zumindest nach dem Buch von Gassmann und Jeanmaire waren alle Strecken in Reutlingen eingleisig. Der Mast von Schnellenkamp ist auch sicher nicht für die Aufstellung zwischen den Gleisen gedacht, zumal ich bezweifle, daß es schon zweigleisige Strecken mit Masten in der Mitte gab, als man solche gezwirbelten Ausleger baute.

    Ich habe gestern ein wenig in google maps herumgestöbert, aber kein Bild mit hinreichend großer Auflösung gefunden. Grob errechnen konnte ich aus Luftbildern aus Erfurt ungefähr 3,7 m (als 82 mm im Modell). Das hat für eine moderne Straßenbahn bequeme Möglichkeit: 2,5 m Fahrzeugbreite über alles, je 0,5 m Sicherheitsabstand beidseitig vom Mast und 0,2 m für den Mast selber, wenn es ein Stahlmast ist. Bei der belgischen Küstentram, die lange Strecken mit Masten in der Mitte hat, habe ich ungefähr vier Meter (89 mm im Modell) ermittelt.

    Herbert

    Das ist schwer zu sagen, denn Straßenbahnbetriebe haben keine einheitlichen Normen, weil Fahrzeugbreiten und Kurvenradien verschieden sind und außerdem die örtlichen Verhältnisse eine Rolle spielen. Die BO Strab legt daher auch nur sinngemäß fest, daß das Geraffel nicht aneinanderrempeln darf.

    Ich habe gerade Profile der Straßenbahn von Lausanne gefunden, die zwischen den Wagen bei zweigleisigen Strecken mindestens 50 cm und zur Kante eines Mastes mindestens 60 cm vorsah. Masten zwischen den Gleisen gab es dort nicht, das scheint vor 100 Jahren auch nicht üblich gewesen zu sein, weil zweigleisige Strecken auf eigenem Bahnkörper damals noch nicht in Mode waren.

    Der Tw 51 von Reutlingen war 2070 mm breit oder 46 mm im Modell (der Kasten, es kann sein, das einzelne Teile darüber hinaus ragen). Das Modell habe ich allerdings nicht gesehen. Dazu kommt noch ein Sicherheitsabstand und ein Zuschlag für den Überhang im Bogen und die Mastdicke. Man sollte auf jeden Fall aber auf Zuwachs planen für den Fall, daß größere Fahrzeuge angeboten werden.

    Am Besten schaust Du beim Vorbild nach; wenn keines in der Nähe ist, bietet sich Google Maps oder ein sonstiger Satellitendienst an, wenn man auch wohl eine Weile suchen muß, um ein Bild mit genügender Auflösung zu finden.

    Herbert

    Ich habe auch noch einen: Spur I ist 0 für Senioren (nicht von mir, sondern von einem langjährigen 0-Bahner). Als bekennender Grobmotoriker und Kopfmensch darf ich nach 35 Jahren Büroarbeit, mit lebenslänglicher Kurzsichtigkeit und beginnender Altersweitsichtigkeit und obendrein noch Arthrose ruhig bekennen, daß für mich 1:45 schon der kleinste Maßstab ist, in dem ich etwas zustande bringe, das nicht besser den Papierkorb ziert. Aber auch der größte, der noch in die Wohnung paßt.


    Herbert

    Damit ist schon mal eine große Hürde genommen ("übersprungen" kann man nicht sagen, denn bei dieser Übung könnte man an die Fahrleitung geraten). Vor nicht allzulanger Zeit schrieb einmal ein britischer Modellbahner, er habe den Stromabnehmer seines Triebwagens selbst gebaut, aber der erste sei ganz bestimmt auch der letzte.


    Herbert

    Übrigens zeigen die meisten Fotos in diesem Kapitel (11 von 16) den Packwagen gleich hinter der Lok. Ausnahmen von der Regel gibt es auch: Kühlwagen zwischen Lok und Packwagen, mehrere G-Wagen vor der Lok (laut Bildtext wurde vorher eine Spitzengruppe aufgenommen) und Packwagen ganz hinten (Zug hat Kopf gemacht) oder gar kein Packwagen (50kab). Nicht erklärt ist, warum sich zwischen Freudenstadt Hbf und Freudenstadt Stadt der Packwagen hinten befindet (wenn der erste Wagen nicht auch einer ist, das kann ich nicht genau erkennen).


    Herbert

    Da hätte ich noch ein paar sehr kurze Züge mit Schnellzugwagen: Elna mit zwei Touropawagen auf der Moselbahn, Zahnraddampflok mit Gepäckwagen und einem Schnellzugwagen auf der Strecke Paola-Cosenza in Süditalien (bis 1981!) und der kürzeste von allen, eine französische Schnellzugdampflok mit einem einzigen gemischtklassigen schweizer Schnellzugwagen zwischen Delle und Porrentruy. Wenn man die entsprechenden Strecken nachbaut, gehört es einfach dazu, aber sonst wirkt es ein wenig gewollt.


    Herbert

    Wo wir gerade von Franken reden: Versuche doch mal, den Gleisplan von Stadtlauringen auf Deinen Raum anzupassen. Zur Not lasse die Gleisverbindung vom Ladegleis Richtung Streckenende weg (das waren wohl die ersten Weichen, die bei der "Bereinigung" des Gleisplans verschwanden). Die Gleispläne bayerischer Lokalbahnhöfe sind zwar alle verschieden, dabei aber so ähnlich, daß man sie sofort als solche erkennt. Wenn Dein Bahnhof tatsächlich in Bayern angesiedelt sein soll, sollte er auch so aussehen. Literatur hast Du ja.


    Herbert

    In jedem Falle würde ich im Plan unten ein "Kassettendeck" vorsehen (wer weiß noch,was das ist?), wo die Züge umgesetzt oder getauscht werden können. Man kann die Kassetten aus einem Brett und Aluwinkeln bauen oder indem man ein Gleis auf ein Brett nagelt. Ich habe Aluwinkel genommen und klemme sie mit Krokodilklemmen an den Fahrstrom. Wenn ich mich richtig erinnere, kosteten die beiden Winkel weniger als ein 0-Gleis.


    Mir ist bekannt, daß die "Pärchen", wie die Eisenbahner sagten, auch schon mal nur zu zweit oder auch zu dritt unterwegs waren. Selber gesehen habe ich es aber nie. Bei dem "flotten Dreier" auf der Alb war es meines Wissens ein Unfallschaden des vierten, der nur noch drei übrigließ. Das sind aber Ausnahmesituationen; wenn man zu viele davon nachbildet, kann die Anlage zum Kuriositätenkabinett geraten.


    Herbert

    So klein ist der Raum gar nicht. Meine 0-Anlage ist ohne fiddle-yard 240 cm lang (und mit 360cm). Es sind im Grunde zwei parallele Gleise mit Weichenverbindungen dazwischen, ein drittes Gleis ist über den fiddle-yard angeschlossen. Weil ich mit der Forensoftware auf Kriegsfuß stehe, kann ich leider keinen Gleisplan einstellen. Jedenfalls ist das Stumpfgleis am Ende 30 cm lang, was Loks bis 15 m Länge beim Vorbild ermöglicht. Da ich keine Vierachser einsetze, brauchte ich auf den Überhang keine Rücksicht zu nehmen und konnte die Grenzzeichen 57 cm von der Weichenspitze aufstellen, so daß ich 91 cm lange Wagenparks umfahren kann, also drei Donnerbüchsen. Umbauwagen kann ich nicht einsetzen, da die fast immer als Pärchen verkehrten und dann mit vier oder sechs Wagen. Güterzüge bestehen aus Packwagen und drei Wagen. Weil das gedachte Vorbild ein bayerischer Lokalbahnhof ist, sind so kurze Gleise nicht ganz falsch, es gab welche mit nur 65 m Gleislänge im Umfahrgleis.


    Herbert

    Wenn ich mir meine 64 von Lenz und meinen Terrier von Dapol so anschaue, bekomme ich schon eine Ahnung, warum sie nicht zum selben Preis angeboten werden können, und erst recht, wenn ich das Größenverhältnis von Arge Spur 0 und Gauge 0 Guild auf mich wirke lasse.


    Herbert

    Im Jahre 1923 wurden die britischen Bahnen (außer Klein- und Straßenbahnen) zu vier Gesellschaften zusammengefaßt, die bis zu einem Dutzend Vorgängerbahnen hatte, die zwar manchmal keine 1000km Streckenlänge zusammenbrachten, aber alle ihren "Chief Mechanical Engineer" hatten, der neue Baureihen konzipierte und die seines Vorgängers umbaute. Die mit Abstand kleinste, die Southern Railway mit gerade mal 3500 km Länge, erbte allein um die zwei Dutzend Schlepptenderlok-Baureihen mit der Achsfolge 2'B! Die "Großen Vier" konstruierten natürlich neue Baureihen, ohne auf die alten verzichten zu können, und British Railways legte dann noch ein umfangreiches Typenprogramm von Dampfloks auf. Die Bausatzhersteller haben also noch Arbeit für die nächsten Jahrhunderte. Zum Glück ist die Zahl der britischen 0-Bahner aber genauso unübersehbar.


    Herbert

    Hello Oliver,


    there are a few members of the 0EC Köln, based in Porz near the railway station, who own quite a bit of 7mm British outline rolling stock. I have even built a module (of sorts), but I still have to find out how to put a photograph in the forum.


    Best regards
    Herbert

    Ich habe diese Hütchen aus verschiedenen Quellen bezogen und mit dem unbewaffneten Auge keine Unterschiede außer der Verpackung und der Menge (40 oder 50 Stück) festgestellt. Weil sie alle für Romford-Achsen gedacht sind, dürften sie auch nicht verschieden sein.


    Herbert