Posts by HFy

    Hallo,


    mein Wasserkran in Dingharting ist leider nicht beweglich, geschweige denn funktionsfähig, aber ich möchte die Bewässerung der Lok wenigstens akustisch vortäuschen. Ich habe bei den einschlägigen Firmen auf den websiten nachgeschaut, aber nichts passendes gefunden. Elektronik liegt aber auch außerhalb meiner Kernkompetenz, sogar ziemlich außerhalb. Hat jemand eine Idee?


    Herbert

    Ich mache mir gerne selber passende Geschenke, beim Otmm61 hat es ja auch geklappt. Daß ich überhaupt mit 0-Normalspur angefangen habe, lag allerdings am Silberjubiläum auf meiner Erstarbeit, zu dem mir meine Kolleginnen und Kollegen einen Gutschein für den örtlichen Modellbahnhändler geschenkt hatten. Magic Train hatte er schon abverkauft, da blieb nur Lenz übrig.

    Der Güterverkehr in Dingharting ist übrigens ein Glücksspiel; ich habe eine Liste meiner Güterwagen angelegt mit den Gleisen, an denen sie zugestellt werden: Rampe, Ladestraße, Ladestraße links (angenommenermaßen ist ein Baywa-Lagerhaus in der Nähe) und Kohlenbühne. Jedem Wagen ist eine feste Ladestelle zugeordnet, um es nicht zu kompliziert zu machen. Mit einem zwanzigseitigen Würfel aus dem Spieleladen ermittele ich in drei Würfen den nächsten Güterzug. Weil ich weniger als 20 Güterwagen habe, gibt es auch Nieten, dann wird der Zug eben kürzer. Ein Packwagen und drei Güterwagen passen auf die Kassette, es sei denn, daß ich zufällig meine drei längsten Wagen erwürfele, was aber bisher nicht vorgekommen ist. Wo ich das jetzt geschrieben habe, wird es wohl beim nächsten Mal passieren!


    Herbert

    Ich habe mein Lenz-Gleismaterial mit brauner Sprühfarbe aus der Dose behandelt, wobei ich den Zungenbereich mit Tesakrepp abgeklebt habe. Danach habe ich die Schienenköpfe sofort mit Azeton abgewischt. Das sah noch sehr schokoladig aus. Die Schienen habe ich dann mit einer Mischung aus gleichen Teilen Tamyia Nato-Braun und Gelb gestrichen und die Schwellen mit Tamyia-Erdfarbe. Diese Farbtöne sind zwar falsch, aber wenigstens nicht zu dunkel, und darauf kam es mir an.

    Herbert

    Die Zuglaufschilder sind aus Neusilber geätzt (schon vergessen, von wem, vermutlich Caspers in Solingen). Die Beschriftung habe ich selbst entworfen, denn einen Font für die richtige Schrift (Erbar Grotesk) habe ich nicht, und von Simrock als Aufreiber herstellen lassen. Die Plakate am Bahnhofsgebäude sind abfotografierte Oríginale, bis auf den Fahrplan, den ich selbst gezeichnet habe.

    Der Lokschuppen sollte tatsächlich einmal durchfahrbar werden, aber dann hätte ich beim Ansetzen der Schwenkscheibe das Gleis ausrichten müssen, was ich vermeiden wollte.


    Herbert

    Bis dahin war ich gestern abend gekommen, also weiter zum dritten und letzten Hochbau.



    Das Empfangsgebäude ist wie der Lokschuppen dem in Kößlarn (Niederbayern) nachempfunden. Die Maße legte ich nach Gutdünken fest (das Vorbild war vermiutlich etwas länger). Leider war in der Breite nur Platz für drei Viertel des Gebäudes. Das Modell entstand aus 5 mm dickem Forex mit Fenstern und Türen von Addie.



    Der Wasserkran ist ein ziemlich umgebautes Modell von Henke. Am Grünzeug muß ich noch ein wenig tun, obwohl die Kaninchen jetzt schon genug zum Fressen haben.



    Die Technik folgt dem Grundsatz "das Einfachste ist oft das Beste". Kippschalter hinter einem Loch in der Vorderkante der Anlage sind mit einem Hebel aus Pertinax verbunden, die auch die Weichenlaternen bewegen. Die Weichenhebel bewegen sich nicht, weil das doch recht dumm aussieht, wenn kein Eisenbahner in der Nähe ist.



    Bisher verwende ich die Lenz-Kupplung - ziemlich klobig, aber einigermaßen betriebssicher, und vor allem nutze ich gerne die ferngesteuerte Entkupplungsfunktion der Lok. An unzugänglichen Stellen sind Entkuppler aus Plexiglas angebracht, die ich mit einer simplen Mechanik

    betätige.


    Zwei Probleme gibt es noch: Die Lenz-Zentrale und den Beleuchtungstrafo verbinde ich mit Büschelsteckern mit der Anlage. Mit den Steckern gibt es keinen Ärger, aber die Buchsen sind keinen Schuß Pulver wert und fallen nach einiger Zeit auseinander. Und das Auspacken der Wagen dauert einfach zu lange (die Lok bleibt bei Nichtgebrauch an der Kohlenbühne). Das erste Problem dürfte sich leichter lösen lassen...


    Herbert

    Man sieht, daß die Schwenkscheibe eine Tür blockiert, sie kann daher nur zeitweise angesetzt werden. Das nimmt aber weniger als zwei Minuten in Anspruch, seitdem ich einen Holzdübel in die Schnittstelle gesetzt habe. Auf Vorschlag von Martin Knaden sind die Unterlegscheiben und Muttern aus Messing. Die U-Scheiben sind festgeklebt und mit den Kabeln durch Löten verbunden. Als Schrauben verwende ich verzinkte Flügelschrauben aus Stahl, die bisher keinen Ärger machten.


    Nun aber zum Bahnhof!



    Der Durchschlupf in der Kulisse ist mit einem Lokschuppen mehr schlecht als recht getarnt, nehmt nur den Willen für die Tat. Er ist übrigens nur eine Attrappe mit festgeklebten Türen, denn selbst für die Köf ist er noch zu kurz. Die Kohlebühne nach Vorbild in Spalt ist da als Tarnung effektiver.



    Das bisher einzige Triebfahrzeug in Dingharting ist 64 247; ich habe schon die Vermutung, daß ich mir die von Lenz angekündigte Baureihe 70 zum Siebzigsten schenken werde (ich bin 62).

    Wie man sieht, ist Dingharting 12,4 km vom Ausgangsbahnhof der Strecke entfernt.



    Und der ist Großhesselohe, wie man auf dem Zuglaufschild sieht. Dingharting gibt es tatsächlich und nicht nur im Einakter "Erster Klasse" von Ludwig Thoma. Meine Version der bayerischen Eisenbahngeschichte ist, daß man von der Strecke München-Holzkirchen eine Lokalbahn Richtung Süden baute, die vorerst bis Dingharting und nach 1920 nicht mehr weiter kam.

    Tatsächlich habe ich zwei Konzepte von der Insel kombiniert, nämlich Schwenkscheibe und Kassette:




    Es gibt bisher zwei Kassetten für Zuggarnituren und eine für Lokomotiven. Nachdem ich es mit Blechstreifen und Klammern versucht hatte, verwende ich jetzt Krokodilklemmen.


    Wenn der Zug aus Dingharting zurückgekehrt ist, hebe ich die Zugkassette heraus und setze sie auf einen Tisch, den ich unter die Schwenkscheibe geschoben habe. Dann schiebe die Lokkassette Richtung Bahnhof und setze die andere Zugkassette dahinter. Ich muß noch eine dritte bauen, um den Betrieb mit zwei Personenzuggarnituren und einem Güterzug durchführen zu können.


    Jetzt sende ich den Beitrag ab, nachdem gestern ein längerer Text mit Bildern ins Nirwana gegangen ist

    Nachdem ich es inzwischen geschafft habe, hier Bilder einzustellen, kann ich es ja auch mal mit meiner 0-Heimanlage versuchen:



    Sie ist auf 140 cm Höhe über den Schreibtischen in meinem "Home Office" aufgebaut.


    Herbert

    Die Zeichnung vom sheet support hätte ich brauchen können, bevor ich meinen falsch (oder nicht ganz richtig) montiert habe.

    Herbert

    Na, ich denke, wenn es Bemo darum gegangen wäre, zu verhindern, daß man die Radsätze in Fama-Wagen einbaut, wäre es nicht nur bei einem dickeren Achsstummel geblieben.


    Herbert

    Ist das Jahr sicher? Damals müßten die Wagen der Kohlengruben unter Regierungskontrolle gewesen sein, und hat ein Bergwerk um diese Zeit tatsächlich Wagen mit so aufwendiger Beschriftung angeschafft?


    Herbert

    Sie hingen dahinter, sahen aber überhaupt nicht mehr schick aus. Meines Wissens wurden alle privaten Kohlewagen 1939 beschlagnahmt und seither nicht mehr ordentlich unterhalten; es gab ja wichtigeres zu tun.

    Greenhall Halt ist in den dreißiger Jahren angesiedelt, da hat es mit der Länge der Wagen (maximal etwa 15 cm) seine Richtigkeit. Der Bremswagen ist von damals neuester Bauart und das längste Fahrzeug. Der dunkelgraue Wagen ist ein Great Western Iron Mink, von dem noch etliche 1948 zu British Rail kamen. Die beiden anderen sind Privatgüterwagen, da ist es schwer zu sagen, bis wann sie im Einsatz waren. Auf den websiten britischer Museumsbahnen findet man öfters Angaben zu den erhaltenen Güterwagen, und man wundert sich, wie lange manche ausgehalten haben.


    Herbert

    Nun, die Fotos sind im Winter entstanden (Februar), aber das Modell gibt schon irgendwie so etwas wie Sommer wieder. Die Gegend liegt etwa auf dem Breitengrad von Köln, aber der Einfluß des Atlantik macht sich stärker bemerkbar. Ich war übrigens vor ein paar Jahren in der Nähe (Tiverton, wo die Bahn abzweigte), aber es hat so gegossen, daß es nicht möglich war, das Auto zu verlassen!

    Immerhin, einmal hat es funktioniert.



    Die einzige Weiche des Bahnhofs wird mit einem Freiluftstellwerk bedient (aus einem englischen Bausatz). Die selbstgefertigte Wellblechhütte soll beim Vorbild eine Lampenbude gewesen sein, aber auf dem Bahnsteig fehlt schon lange die Lampe, nur der Mast ist noch da.



    Der zweite Hebel bedient die Entgleisungsweiche (von Peco, die Abzweigweiche entstand aus einem Bausatz von C&L). Das Gestänge ist nicht funktionsfähig und ist mit Weißmetall-Rollern aus England und Messingvierkant gebaut.



    Das Ladegleis war beim Vorbild im Bogen verlegt und schloß eine Mühle an, die aber den Bahnhof optisch geradezu erschlagen hätte. Maßstäblich gebaut, wäre der Bahnhof nur wenige Zentimeter länger, aber auch breiter und damit unhandlich geworden. Wo ich einmal dabei war, verpaßte ich der beim Vorbild offenen Scheune eine Bretterwand und setzte an die andere Seite des Bahnübergangs ein Haus; beim Vorbild ist dort eine überwachsene Ruine.



    Der Prellbock ist wie das Gleis wiederum von Peco, der Wagen von Dapol und das Automobil von Oxford Diecast. Der Rest ist aus Polystyrol selbst gebaut und die Mauer der Scheune in "DAS"-Modelliermasse eingekratzt. Die Dächer bestehen aus Karton.



    Die Schranke ist natürlich beweglich; leider habe ich für die Scharniere zu weichen Messingstreifen verwendet, den ich durch ungeschickte Handhabung schon verbogen habe.


    Alle Fotos entstanden an einem Wintertag und mit zu wenig Beleuchtung, aber ich hoffe, daß sie trotzdem gefallen.


    Herbert


    Alle Bilder

    Hallo,


    ich unternehme nochmal einen Versuch, meine britische Anlage (oder ist es ein Diorama oder Modul?) vorzustellen. Bisher ist sie nur 122 cm lang, aber rechts und links sollen sich noch fiddle Yards anschließen. Obwohl sie einen Bahnhof der Great Western darstellt, nämlich Whitehall Halt auf der Culm Valley Railway in Devon, habe ich einen Bahnhof der Southern Railway daraus gemacht und ihn Greenhall Halt genannt, wegen der Vorliebe der SR für diese Farbe. Mein einziges Triebfahrzeug ist nämlich ein Stroudley Terrier von Dapol in SR-Beschriftung.



    Wenn es jetzt klappt mit dem Einbinden des Bildes, zeige ich noch mehr.


    Herbert