Posts by HFy

    Freilich gibt es Kreuzungen mit der doppelten Neigung einer einfachen Weiche (weil der Ursprungsbeitrag gelöscht ist, nehme ich an, daß es darum geht). Meistens aber in "Hosenträgern", und die findet man heutezutage eher in den Niederlanden oder der Schweiz, und auch in früheren Epochen waren sie bei uns nicht allzu häufig. Insofern sehe ich keine unabweisbare Notwendigkeit für ein Großserienmodell; die wenigsten Anlage werden so etwas brauchen, und wenn man eine Kreuzung nicht selber bauen kann, läßt man eben eine bauen.


    Herbert

    Auch bei verschiedenen Höhen wäre auf ausreichende Gangbreiten zu achten. 60 cm sind nach meinem Dafürhalten das Minimum; mein örtlicher H0-Verein hat an den meisten Stellen mehr als 70. Natürlich sind Menschenansammlungen immer an der engsten Stelle. Die ca. 80cm auf meinem zweiten Plan halte ich für ausreichend, es sei denn, ein ganzer Modellbahnclub kommt zu Besuch.

    Ein Freund von mir hat bei seiner H0-Anlage eine Klappe vor der Tür; die geht nach außen auf, weshalb die Klappe nach oben angehoben und gegen die Wand gelehnt wird, was die Konstruktion vereinfacht. Vor dem Fenster befindet sich ein herausnehmbares Teilstück, das auf Rollen steht und mit Bolzen gesichert ist. Die Klappe ist ebenfalls mit Bolzen arretiert, die über einen Schalter den Fahrstrom unterbrechen. Bei dem Teil auf Rollen ist das nicht unbedingt nötig, weil nur im eingebauten Zustand die Digitalzentrale bequem zugänglich ist.

    Bei doppelstöckigen Anlagen ist eine ausreichende Streckenlänge zwischen den Ebenen Voraussetzung; außerdem wären für den Fall, daß zwei Bahnhöfe übereinanderliegen, für ausreichenden Gangbreite Sorge zu tragen, da sich hier wahrscheinlich Züge und Personale begegnen werden. Für die elegante Lösung mit einem "Mushroom" dürfte der Raum wohl zu klein sein.


    Herbert

    Hallo Martin,


    Ich habe mal kurz einen schematischen Plan gezeichnet:


    sachsenimkinderzimmerp2chs.jpg

    Die ursprüngliche Planung mit 60 cm Radius passt tatsächlich in den Raum, aber ganz knapp. An der Kehrkurve ergeben sich beiderseits nur etwa 30 cm für die Bahnhöfe, was mir etwas zuwenig erscheint.


    Daher noch ein zweiter Plan, diesmal mit 70 cm Radius:


    sachsenimkinderzimmer31fm9.jpg


    Hier kommen nur noch Innenkurven vor. Die Strecke ist so zwar kürzer, aber mit gut zehn Metern immer noch lang genug, dass sich ein ausreichender Höhenunterschied zwischen Endbahnhof und Fiddle yard ergibt. Dieser kann als traverser (Schublade) ausgeführt werden, da die Gänge dafür breit genug sind; dadurch verbessert sich auch die Zugänglichkeit des Endbahnhofs von unten.

    Als Gangbreite habe ich mindestens 60 cm angenommen, darunter würde ich nicht gehen wollen. Fenster sollten grundsätzlich zugänglich bleiben, nämlich zum Putzen, wobei es aber nicht nötig ist, sie vollständig zu öffnen. Auch Reparaturen an Fenster kommen vor, neulich mußte bei mir eine neue Klinke an einem Fenster eingebaut werden, weil der Mechanismus den Geist aufgegeben hatte, und da hätte der Handwerker sich schön bedankt, wenn er sich über eine Modellbahn hätte bücken müssen ("aber nichts kaputt machen!").


    MfG

    Herbert

    Hallo Martin,


    Wenn 600 mm Radius technisch möglich sind, könnte die Außenkurve unterirdisch verlaufen, damit sie nicht so ins Auge springt. Bei den Innenkurven habe ich da weniger Bedenken, wenn sie nicht zu niedrig aufgebaut sind. Je höher, desto weniger fällt der enge Radius auf.

    Daß die Tür nach innen aufgeht, ist nicht optimal, aber weil sie ein wenig zurückversetzt ist, kann die Klappe dennoch nach oben aufgehen. Wenn sie nämlich unerlaubt herunterfällt, kann man die Tür trotzdem noch öffnen.

    In jedem Fall muß aber gewährleistet sein, daß man die Fenster öffnen kann.


    Herbert

    Ich fragte deshalb nach der Tür, weil sich wegen der Zarge meistens ein Abstand zur Wand ergibt (und auch die Türklinke gegen die Wand stoßen würde). Diese etwa zehn Zentimeter Abstand kann man ausnutzen, indem man ein Kantholz o.ä. an die Wand schraubt und daran mit Scharnieren eine Klappe befestigt. Bei außen angeschlagenen Türen kann die Klappe nach oben weggeklappt werden, aber bei innen angeschlagenen nur nach unten, was technisch aufwendiger ist.

    Hat der Raum auch Fenster? Dann müßten die zum Lüften und Putzen zugänglich bleiben.


    Herbert

    Mit einer Klappe vor der Tür ließe sich mit entsprechendem Höhenabstand ein Schattenbahnhof bzw. fiddle yard unter oder vor dem Endbahnhof an der oberen Längsseite unterbringen. Die Strecke wäre dafür lang genug; in dem Zusammenhang wäre es auch interessant, zu wissen, wo genau sich die Tür befindet und ob sie nach außen oder innen aufgeht. An der unteren Längsseite könnte dann ein Zwischenbahnhof Platz finden. Jetzt mußt Du nur noch ein passendes Vorbild aussuchen. Außerdem kannst Du schon vor dem Auszug der Kinder mit Modulen anfangen; dann geht es umso schneller, wenn es so weit ist.


    Grüße aus der Printenstadt

    Herbert

    Ist mir hier alles nicht aufgefallen, aber ich lese auch nur Beiträge, die mich interessieren. Für die anderen habe ich keine Zeit.


    Herbert

    Es muß aber Bedacht darauf genommen werden, daß in Kurven der Abstand größer wird. Es gibt zwar in der NEM eine Tabelle, aber dafür muss mna den Radius wissen.


    Herbert

    Stimmt, es gibt auch welche, die nicht einmal wissen, wie es geht. Und welche, die es auch nicht wissen, aber besser als andere :)


    Herbert

    Meines Wissens müssen Bahnsteigkanten 172 cm von der Gleismitte entfernt sein, aber sobald das Gleis in der Kurve liegt, vergrößert sich der Wert. Die Filzstift-Methode habe ich selbst schon angewandt, man nimmt dabei das am weitesten ausschwenkende Fahrzeug (das nicht notwendig das längste sein muss). Mit den NEM wird man wohl nichts verkehrt machen, der Abstand wird höchsten größer als nötig. Es sei denn, man will unbedingt mit dem Tragschnabelwagen am Bahnsteig vorbei. Beim Vorbild sind die Tragschnäbel übrigens auf dem Fahrwerk verschieblich.


    Herbert

    Konische Kessel hatten auf dieser Seite des Atlantik hauptsächlich die Konstruktionen von Churchward und seinem Nachfolger Collet sowie einige von Stanier (Sir William war bei der Great Western im Werkstättendienst gewesen und ging dann zur LMS - der "hell of a mess", bevor er bei den Triebfahrzeugen aufräumte). Andere Konstrukteure waren von den Meriten dieser Bauart nicht so überzeugt. Britische Lokomotiven sehen oft weniger unruhig aus als die auf dem Kontinent, weil sie Innenzylinder oder wenigstens -steuerung haben, Injektoren anstelle von Speisepumpen und Saugluftbremse anstelle von Luftpumpen. Allerdings war die Gestaltung ein wenig durch das kleine Profil beklemmt (das noch nicht einmal einheitlich war). Es kamen einige sehr elegante Maschinen dabei heraus, aber auch einige plumpe (und einige, die nicht so schlecht aussahen, wie sie waren).


    Herbert

    An schlecht proportionierten Lokomotiven fehlt es nun wirklich nicht, namentlich in Preußen. Man denke nur mal an beide Ausführungen der T 14, oder die T 12, bei der man immer befürchtet, daß sie sich im nächsten Moment auf die Nase legt. Oder die S9 mit dem Hafersack von Aschkasten. Auch unter den preußischen Elloks gibt es da einige Kandidaten; man hat den Eindruck, dass in Preußen niemand in den Verdacht geraten wollte, sich über das Aussehen der Maschinen Gedanken gemacht zu haben!


    Herbert

    Nachdem Lenz seine Baureihe 70 nach der Ankündigung von KM 1 zurückgezogen hat, bin ich jetzt mal sehr gespannt, ob und wann mal eine 70 kommt. Leider ist das eine Lok, die ich gut gebrauchen kann, um nicht zu sagen: die ich brauche.


    Herbert

    Ich habe auch noch nie etwas davon gehört, daß sich etwas gelöst hätte, und ich habe schon manchen Meter Gleis genagelt. Allerdings immer auf Holztrassen. Dabei kann man die Schwellen vorbohren (was bei Lindenholzschwellen nicht nötig ist) aber bitte nur die Schwellen und auch mit einem Bohrer, der nicht dicker ist als die Nägel.


    Herbert

    Hallo Frank,


    wo Du eine DKW besitzt und genug Platz hast, lege doch einfach den Gleisplan von Gefrees in Franken zugrunde. Im Internet habe ich ihn nicht gefunden (ich bin immer wieder erstaunt, was man da alles nicht findet) aber irgendwo habe ich ihn auf Papier. Ich suche morgen mal danach.


    Herbert