Posts by Goose

    Nachdem die bisherigen Rekonstruktionen der Fahrzeuge alle auf verfügbaren Fahrzeugen von Märklin Minex sowie Pola Maxi basierten, standen als nächstes zwei komplette Eigenkonstruktionen von Holger Jeworowski an, die 1986/1987 von ihm gefertigt worden waren.

    Es handelt sich dabei um den gedeckten Güterwagen RK 110 der Rendsburger Kreisbahn und den GHE 81 der Gernroder-Harzgeroder-Eisenbahn, wobei der letztere später auch als Messingbausatz von Axel Hartig geliefert wurde. Leider ist der vorhandene Film fehlerhaft, daher konnte nicht auf eine geätzte Messingplatte zurückgegriffen werden.


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    (Copyright-Hinweis: Die Zeichnung der RK 110 ist seinerzeit in der FKSB Zeitschrift Der Postwagen veröffentlicht worden und darf kopiert werden, die Zeichnung des GHE 81 stammt aus der Bauanleitung von Axel Hartig)


    Holger hatte seinerzeit als Tischler sich für diese Wagen eine Holzleiste in den Abmessungen der jeweiligen Wagen unter Abzug von 3,2 mm inklusive der Dachrundung gefertigt und diesen Holzklotz dann mit Northeastern gravierten Bretterplatten beplankt und auf umgespurte Minex Fahrgestelle gesetzt. Ende der 80er Jahre mit der Verfügbarkeit seines Bauteileprogramms in Messing hat er beide Wagen nachträglich mit einem Fahrwerk aus seinen Messinggussteilen versehen.


    Nun ist es ja leider inzwischen unmöglich bzw. nicht mehr aufgrund der Versandkosten bezahlbar an Northeastern Bretterplatten zu kommen.

    Bei der Suche nach einem möglichen Ersatz stieß ich dann beim Architekturbedarf Hannover auf Abachi-Bretterplatten mit 3 mm Gravurabstand in 2 mm Stärke. Wie ich nach Lieferung feststellte, werden diese von Aeronaut gefertigt.


    Mit der Stärke von 2 mm war natürlich kein Kern mehr notwendig und ich konnte die Wagenkästen dann direkt zusammenbauen.

    Da sich ein stumpfes Verkleben aufgrund der Dickte verbot - die Eckwinkel sind auch nur knapp 2 mm stark und würden die Kante nicht abdecken - habe ich dann nach einer Möglichkeit gesucht, die auf Länge geschnittenen Teile mit einer 45° Gehrung zu versehen.


    Bei dieser Suche bin ich dann bei Lidl auf einen Tellerschleifer von Parkside gestoßen, der mit einer 150 mm Schleifscheibe mit Klett versehen wird. Die Auflagefläche lässt sich von ca 40° bis 100° Neigungswinkel einstellen. Dieses Gerät ist zusätzlich mit einer Drehzahlregelung ausgerüstet und läuft extrem leise. Auch Georg hat sich nach meinem Bericht diesen Tellerschleifer bestellt und ist genauso begeistert.


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    Für diese Wagen hatte ich mir, wie schon geschrieben, von Jaffa auf passende Länge angefertigte Fahrgestelle besorgt, die ich als erstes zusammenbaute. Da ich den Zusammenbau schon wiederholt beschrieben hatte, hier nur ein Foto eines Fahrgestells vor der Lackierung.


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    Nachdem die Fahrgestelle fertig waren, wurden für die beiden Wagen die Seitenwände zugeschnitten und mit dem Tellerschleifer die Enden auf 45° Gehrung geschnitten.


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    Auch die oberen Rundungen der Stirnwände sowie die zusätzlichen Dachspriegel wurden am Tellerschleifer zugeschliffen.


    Nachdem die eine Stirnwand für den GHE 81 im oberen Bereich mit dem Ausschnitt für den Bremsersitz versehen war, wurde der Wagenkasten zusammengebaut.


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    Auch der Wagenkasten für den RK 110 folgte am nächsten Tag.


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    Leider musste ich dann beim Bau des RK 110 feststellen, dass ich versehentlich für den GHE 81 eine Bretterplatte mit 4 mm Nutabstand genommen hatte. Das konnte so nicht bleiben, also wurde kurzerhand ein neuer Wagenkasten gebaut. Die Gegenüberstellung zeigt gut den Unterschied.


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    Um den Wagen etwas mehr Gewicht zu verschaffen, hatte ich mir analog zum Bausatz des SHE 256 von Jaffa selbstklebendes Walzblei 1 mm besorgt und diese auf den Wagenboden geklebt.


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    Holger hatte seinerzeit die Profile selber mit Nietimitationen versehen, Axel Hartig hatte geätzte von Old Pullmann verwendet.

    Beide Lösungen sagten mir nicht so zu, da ich vermutlich die Nieten nicht gleichmäßig hinbekommen hätte, und Old Pullmann ist ja inzwischen auch Geschichte. Daher dachte ich über eine alternative Lösung nach und mir fielen dann die Profile für den OEG Kartonmodellwagen, der seinerzeit vom O Scale Hobbyshop vertrieben worden war, ein. Diese hatte Lokonaut Alexander Krauth auf Veranlassung von OOK konstruiert und bietet sie in seinem Shapeways-Shop "Bahnbedarf Ried" an. Leider musste ich dann feststellen, dass die Profile ca 5 mm zu kurz sind. Alexander war aber so nett die Zeichnung entsprechend anzupassen und mir die benötigten Profile zu drucken. Vielen Dank nochmals für diese Unterstützung.


    Nachdem die Profile eingetroffen waren, wurden sie von der Stüzkonstruktion entfernt und versäubert.


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    Anschließend wurden diese dann an den entsprechenden Positionen auf die Wagenkästen verklebt, wobei ich den ersten Rutsch statt für den GHE 81 auf dem RK 110 verbaut hatte. Die zusätzlich gedruckten Profile reichten dann sogar fast für den kompletten GHE 81, da fehlten dann nur 3 U-Profile.


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    Während ich auf die fehlenden Profile wartete, habe ich am RK 110 weitergebaut und die Eckverstärkungen aus Polystyrol-Dreiecken aufgeklebt. Ebenfalls wurde die Schiebetür von einem G10 von Pola Maxi - die passt genau und war damals die Standardtür, und auch ich habe diverse Spenderfahrzeuge hier - und die untere Schiebetürführung montiert. Die obere Führung war auch seinerzeit an dem Fahrzeug nicht verbaut und daher auch hier weggelassen.


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    Nachdem der Wagen soweit komplettiert war, konnte der Aufbau lackiert und dann auf das vorbereitete Fahrwerk montiert werden.


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    Für die Dächer hatte ich 0,5 mm starkes Messingblech abgelängt und zusammen mit den Zeichnungen an einen Freund geschickt, der diese mit einer Rollenbiegeeinrichtung gebogen hat.

    Nachdem die Dächer, die auch noch in der Breite auf Maß gesägt worden waren, eingetroffen sind konnte ich mit der Montage weitermachen.

    Ich habe das Dach mit selbstklebenden Ordnerrückschildern beklebt und dann mit grauschwarz gestrichen. Nach der Montage auf dem Wagenkasten wurde am Dach über der Bremserbühne noch ein 1x1 mm Polystyrolstreifen montiert und in der gleichen Farbe gestrichen. Nach der Beschriftung und Montage der Trittstufen unter den Schiebetüren (das sind die vom Pola Maxi G10, nachträglich mit einem Lindenholzstreifen versehen) war der Wagen fertig gestellt.


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    Als nächstes stand dann die Anfertigung des Bremsersitzes für den GHE 81 auf dem Plan, der an den Ausschnitt in der Stirnwand und dem korrespondierenden Ausschnitt im Dach angepasst werden musste. Der Bremsersitz wurde aus Messing zugeschnitten, gebogen und miteinander verlötet. Die fertige Einheit wurde dann in das Dach passend eingeklebt.


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    Nachdem die fehlenden Profile montiert waren, konnte auch hier die G10 Tür verbaut und die Schiebetürführungen installiert werden.

    Der Bremsersitz wurde zunächst schwarz lackiert, anschließend das Dach wie schon beim RK 110 beklebt und gestrichen.


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    Nach der Lackierung wurde das Dach verklebt und die Trittstufen sowie Bremserkurbel auf der Stirnseite angebracht.


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    Mit der Montage der Griffstangen aus Federstahldraht, der Anbringung der Beschriftung sowie der Installation von Tritten unter den Schiebetüren konnte dieses Projekt abgeschlossen werden.


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    Moin!


    Abtönfarbe enthält nur Pigmente, aber keine „Bindung“. Daher trocknet sie nur und kann nicht haften. Wenn, dann klebt sie nur irgendwie.

    Viele Grüße aus dem Norden, dirk

    Das möchte ich bezweifeln.


    Zum einen bekomme ich die Abtönfarbe nicht so einfach von den Händen, und zum anderen können die Engiadina-Module da etwas anderes von sagen.

    Die sind nämlich komplett mit Abtönfarbe - unverdünnt - gestrichen und waren nach der ersten Veranstaltung (SchmalSpur EXPO 2021) nach zwei Tagen so miteinander verklebt, dass sie sich nicht zerstörungsfrei trennen liessen.

    Die teilweise abgerissenen Schichten der Sperrzolzplatte mussten aufwändig versprachtelt und nachgestrichen werden.


    Wenn das nur Pigmente sein sollen, dann frage ich mich schon, wieso das passiert(e).

    Das ist übrigens kein neues Problem.


    Ende der 80er / Anfang der 90er Jahre ist in Bruchhausen-Vilsen bei einer Ausstellung eine Selbstbaulok der Industriebahn Halle, die Holger Jeworowski im Frühjahr 1986 (zwischen der Fremo JHG im April in Buchenberg und der Jubiläumsausstellung 20 Jahre DEV im Juli) gebaut hatte, von der Anlage entwendet worden. Es handelte sich dabei um einen Eigenbau auf Roco Köf 3 mit zusätzlicher Blindwelle und wurde aus Messing und Polystyrol gefertigt.


    Bis heute ist diese Maschine nicht wieder gesichtet worden:

    Hallo Dieter,


    danke für die netten Kommentare.


    Der T15 ist ja inzwischen im Harz gelandet, aber nur zu erkennen, wenn man es weis. Neben einer geänderten Stirnfront hat er auch Außenschwingtüren erhalten.


    Und was das Modell betrifft, Holger Jeworowski hat die Planung noch nicht aufgegeben, den noch einmal zu bauen, die gefrästen Teile liegen schon in der Schublade. Das unter Bild aus dem Doppelfoto hatte ich extra noch für ihn gemacht, da er mich darum gebeten hatte.

    Und von ihm habe ich auch den Bauzeitraum erfahren.

    Bereits im 2. Posting vom 02.10.2023 zur Rekonstruktion des Gebäudes auf dem Haltepunkt Feldsee war auf dem Bild von 1988 ein Fuchs-Triebwagen zu sehen:


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    Dieser Triebwagen T15 der Zell-Todtnauer-Eisenbahn wurde zusammen mit dem kürzeren T12 der MEG zwischen Ostern und Pfingsten 1987 von Holger Jeworowski gebaut und von Rudolf Mertes mit den Antrieben versehen.

    In den Folgejahren waren beide Triebwagen im Dauereinsatz auf den Modularrangements des Freundeskreis Schmalspurbahnen.


    Später wurde der T15 von Holger an Wilfried Link in Achim abgegeben, der diesen auf seiner Anlage einsetzte.


    Nach dem Tode von Wilfried tauchte der T15 dann auf einem Bild im 0m-Blog von OOK auf, wo er zusammen mit dem T3 der Harzquerbahn - aus einem Bausatz von Kalle Stümpfl entstanden - und dem SHE T02 von Wilfried Link - Wagenkasten von OOK und Antrieb von Wilfried Link für zwei Fahrzeuge - auf der Anlage von Wilfried Link auf. In der Bildunterschrift wurde darauf hingewiesen, dass der T 15 inzwischen noch zweimal den Besitzer gewechselt hätte.


    Der erste Besitzer nach Wilfried war Rudi Ott - Herzynia Weichen - und über Rudi wurde der Kontakt hergestellt und dann erfolgte die Zusicherung, dass wir ihn leihweise für die MSS 2024 bekommen würden. Es war aber nicht klar, ob er noch einsatzbereit sei - aufgrund langer Standzeit - und es wären auch ein paar Teile abgefallen.


    Bei meinem Besuch des FREMO 0- und 0m-Treffens in Lichtenvoorde (NL) traf ich mit dem derzeitigen Eigentümer zusammen, und er ist noch kurz nach Hause gefahren und hat ihn auf die Veranstaltung geholt.


    Nach Begutachtung habe ich dann vorgeschlagen, den Triebwagen mitzunehmen, durchzuprüfen und die fehlenden Teile wieder zu montieren.


    Zu Hause angekommen, wurde er ausgepackt, auf das Testgleis gestellt und die Zentrale eingeschaltet.

    Das dann zu hörende kurze zirpende Geräusch - eine Eigenheit der Selectrix-Decoder aus den 80ern - zauberte mir natürlich ein Lächeln auf das Gesicht, und als dann auch noch die Beleuchtung eingeschaltet werden konnte war es schon ein richtiges Erfolgserlebnis.


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    Die anschließenden Fahrversuche ergaben ein stotterndes Fahren, was nach jahrelangem Stillstand und Vitrinen-Aufenthalt auch nicht anders zu erwarten war. Ich habe den T15 dann auf den Rücken gelegt und die Räder mit WD40 Contactspray gesäubert.

    Die anschließende Probefahrt war dann ein voller Erfolg.


    Anschließend wurde dann die komplett abgefallene Trittstufe wieder montiert, ein unteres Trittbrett neu angefertigt und zusammen mit einem noch vorhanden auch wieder montiert.


    Damit war der T15 wieder einsatzbereit und konnte am 23.03. in Gießen an den Eigentümer zurückgegeben werden.


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    Am Abend vor der Übergabe haben wir dann noch bei Georg auf der im Bau befindlichen Straßenbahnanlage einige Probefahrten unternommen.

    Die Videos von diesen Fahrten habe ich in einer Playlist zusammengefasst:


    Testfahrten des T15 in 0m am 22.03.2024
    Die ersten Fahrten des MEG T15 (ehemals ZTE) nach vielen Jahren Stillstand und Vitrinenaufenthaltest. Gebaut im Frühling 1987 war der T15 ein gern genutztes ...
    www.youtube.com

    Hallo Michael,


    Danke für die Info.


    Das Problem mit dem Uhlenbrock-Decoder ist ja schon von der MV8 bekannt, der mag zwar unter Sx funktionieren (dann aber wohl nur unter Sx2), aber ich habe keine Chance den zu programmieren, da mein Programmer von D&H den eben nicht programmieren kann. Und da wir mit Sx1 fahren, können wir die ganzen Funktionen auch nicht nutzen und von daher müsste ich - falls ich mich noch dazu durchringe, die Lok zu kaufen - den Decoder tauschen.

    Hallo Stefan,


    wenn ich das richtig einordne, dann steht der auf den Modulen von Michael Schnellenkamp.

    Einfach mal bei ihm fragen, wo der her ist.


    Ich war nur als Spediteur vor Ort und habe sonst keine Beziehung zur Straßenbahn.

    Ein weiteres Fahrzeug, dass im November 1986 auf dem Modularrangement bei der Unnaer Modelleisenbahn-Ausstellung auftauchte war der gekürzte Minex O-Wagen.


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    Für diesen Wagen wurden die Restteile aus dem Bau des langen O-Wagens verwendet und zusammengeklebt.


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    Leider konnte ich dann den Wagen nicht fertigstellen, da mir das Fahrwerk fehlte und der Shop von Jaffa zu dem Zeitpunkt geschlossen war.

    Nachdem Anfang Januar wieder bestellt werden konnte, habe ich 4 individuelle Fahrwerke fertigen lassen sowie ein paar weitere benötigte Teile mitbestellt, die auch sehr schnell geliefert wurden.


    Nach dem Eintreffen wurden die Fahrwerke dann zügig gebaut und natürlich auch unter dem zwischenzeitlich lackierten Wagenkasten anprobiert.


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    Da alles passte, wurde das Fahrwerk dann fertiggestellt und anschließend lackiert.


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    Mit der Fertigstellung konnte das Fahrzeug erstmals auf dem Gleis bewundert werden.


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    Als letzte Arbeiten stand dann der bau und die Montage des Bremsersitzes nebst Trittstufen auf dem Programm.


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    Und damit war auch dieser Wagen bis auf die Beschriftung fertig gestellt.

    Hallo zusammen,


    das Projekt der meterspurigen Version des MAN Schienenbusses ist nicht eingeschlafen, nur hat es etwas länger gedauert als ursprünglich geplant (bedingt durch die Probleme mit dem regelspurigen Urmodell).


    Aber dieses Projekt ist nicht vergessen, und Torsten schickte mir diese Woche zwei Renderungen der aktuellen Konstruktion:


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    Die Konstruktion ist schon weit fortgeschritten, jedoch fehlen noch einige Detailmaße. Hierzu habe ich micht der Härstfeldbahn Kontakt aufgenommen, da sich das Original dort in Aufarbeitung befindet, und man hat mir zugesagt, soweit als möglich uns zu unterstützen.


    Da ich in der nächsten Zeit die gegossenen Teile (Motoren, Einstiegstritte, Führerstandstische, Sitze u.s.w.) bestellen und dann auch bezahlen muss hier nochmals der Aufruf um Rückmeldung, wenn noch ein Materialsatz gewünscht wird. Dies muss bis kommenden Sonntag 17.02.2024 erfolgen.

    Hier aus dem Forum haben sich noch zwei Mitglieder, die damals die Hand gehoben hatten, zurückgemeldet.

    Zur Startpackung des 0m Modularsystems im April 1986 gehörte auch ein Pola Maxi G10, der von Holger Jeworowski schmäler gesägt und auf Drehgestelle gesetzt worden war. Die restlichen hier zu sehenden Fahrzeuge sind eine Straßenbahnlok aus der Produktion von Holger Jeworowski, die jahrelang ihres Panto's beraubt als Akkulok eingesetzt wurde und heute bei Georg beheimatet ist, der GHE 81 und der KB4i, beide ebenfalls von Jewo gebaut. Der GHE 81 ist bereits als Rekonstruktion bei mir in Arbeit, und der KB4i wird noch aus einem Wagenbausatz von Kalle erstellt. Im Orginal waren es Seitenteile vom Regelspurigen B3yg aus der Produktion von Menne.


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    Dieser Wagen gehört natürlich definitiv zu den zu rekonstruierenden Fahrzeugen, und eigentlich wollte Georg den erstellen, da er ein bereits schmaler gesägtes und lackiertes Gehäuse seit mehr als einem 1/4 Jahrhundert liegen hatte.

    Aufgrund seiner derzeit knappen Zeit habe ich dann kurzerhand den Wagenkasten und die bereits vorhandenen Weiyer-Drehgestelle von Jaffa nach dem Wintertreffen in Köln mitgenommen und den Wagen fertig gestellt.


    Nach den "Übungen" der letzten Zeit war das ja kein großer Aufwand, es musste nur ein Fakerahmen sowie die Drehgestellhalterungen montiert werden und anschließend die Kupplung montiert werden.


    Nachdem die benötigten Messingprofile, die Drehgestelle nach Reparatur eines Sturzschadens sowie das Dach grundiert und lackiert waren, ging es an die Montage.


    Als erstes wurden die Rahmenprofile, die Pufferbohlen und die Drehgestellhalterungen unter den Wagenkasten geklebt und die Unterseite noch schwarz gestrichen. Nachdem dann die Kupplungen montiert waren konnte die Unterseite fertig gestellt gemeldet werden.


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    Das Dach wurde dann mit schwarz-grau von Valleyo gestrichen, das als Ersatz für das nicht mehr lieferbare Polly Scale weathered black gelistet ist.


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    Nachdem alles getrocknet war, wurden die Drehgestelle sowie die Bremsschläuche montiert und das Dach aufgeklebt.


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    Bein erneuten Recherche in den alten Bildern fiel dann auf, dass Jewo damals auch Trittbretter verbaut hatte.


    Daher wurde ein G10 Bausatz geschlachtet und die Trittbretter montiert und anschließend mit Holzauflage versehen und gealtert.


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    Damit ist der Wagen bis auf die Beschriftung fertig gestellt und konnte anlässlich des Winterfahrtreffens beim Spur 0 Club in Hagen an Georg zurückgegeben werden.

    Die Spurweite ist hier erstmal nebensächlich.


    S ist die Baugrößenbezeichnung für 1:64 und da ohne zursätzliche Kennzeichnung eine Vollspurbahn.


    Das die 22,5 mm der Spurweite S von der NEM als Spurweite für 0m gelistet wird liegt daran, dass man für Meterspurbahnen immer die nächtskleinere Regelspurweite nimmt, für 750 mm die nächste darunter und für die Industriebahnen (was nicht korrekt ist, da diese häufig in Regelspur gebaut waren) dann noch eine Regelspurweite kleiner.


    Das heisst nach NEM für 0m die Spurweite von S, für 0e die Spurweite von H0 und für Feld-/Industriebahn die Spurweite von TT.

    Und noch ein weitereres Statement von einem Kleinserienhersteller (zwar nicht für die Spur 0, aber dennoch Interessant):


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