Posts by Blechkistenkutscher

    Hallo in die Runde,


    da ich gerne selber "Hand anlege", bin ich an Umbauanleitungen sehr interessiert, nicht jedoch an fertigen Modellen. Da gibt es ja mehrere Möglichkeiten, sodaß man ein komplettes Rheingoldset "verwursten" kann. Den Packwagen umlackieren, aus den 2 Salonwagen mit Küche werden wie beim Original Speisewagen der DSG; und aus den 2 Salonwagen ohne Küche kann man einen Speisewagen WR 4ü-37/39 und einen Schlafwagen WL(C) 4ü 37 nach Mitropavorbild (und später von der DSG übernommen) bauen. Das ist schon schwieriger, da man komplett neue Fensterbänder und Inneneinrichtung braucht. Jedenfalls stimmen schon mal Wagenkastenlänge und -breite. In der Höhe ergibt sich eine Differenz von 1,3 mm, das wäre für mich tolerabel.
    Da wir gerade bei den Maßen sind: die Rheingoldwagen sind länger und schmäler als die Sitzwagen der Bauart 28(LÜP 23500mm zu 21720mm und Kastebreite 2866mm zu 2933mm). Quelle: Joachim Deppmayer, Die Einheitspersonen- und -Gepäckwagen der DRG, Band 1.



    Viele Grüsse


    Michael

    Hallo Matthias,


    danke für die sachliche Darstellung der Probleme bei zwangsgekuppelten Elektromotoren.
    Gehen wir nochmal zur Ausgangssituation von Nullinger zurück: Das Ruckeln einer 2 motorigen Sololokomotive (ohne Waggons) bei niedriger Geschwindigkeit. Da die angesprochene Lok (MBW V 200) recht schwer ist, kann davon ausgegangen werden, dass genügend Reibung vorhanden ist, um einen Schlupf der Räder
    zu verhindern. Wir haben also de fakto auch eine Zwangskopplung der Motoren, nur mit dem Unterschied, dass Getriebe und Antriebsstrang einiges Spiel aufweisen.
    Jetzt kommen Schwingungen auf, deren Erforschung und Darstellung wahrscheinlich einer Diplomarbeit würdig wären.
    Diese Schwingungen begünstigen nun das beschriebene Ruckeln, welches sich durch die direkte mechanische Koppelung der Motoren minimieren lässt.


    Ich hoffe, daß mein Beitrag auch zur Schwingungsdämpfung in diesem Thread dient.


    Viele Grüsse


    Michael

    Hallo Thomas ,



    wie schon erwähnt wird "weisse Ware", das sind Waschmaschinen, Kühlschränke, Herde etc auch heute nicht auf Europaletten transportiert. Der Hauptgrund sind die nicht kompatiblen Abmessungen. Haushaltsgeräte sind für Europaletten zu schmal, sodass ein lückenloses Stauen nicht möglich ist. Der Umschlag geschieht wie gesagt mit Staplern mit Zange und der Transport in Jumbo-LKW`s mit 3m Innenhöhe. Die Haushaltsgeräte sind sperrig (auch die "schweren" Miele - Wasch-maschinen); d.h. das vorhandene Ladevolumen entscheidet über die Lademenge, nicht das Gewicht. Deshalb vermietete die DB ja auch grossräumige Glhs und keine Oppeln. Da die Frachtraten aber so gestaffelt waren, daß mehr Gewicht pro Wagen einen günstigeren 100kg Satz ergaben, dürften Miele und Co.(Züchner Dose) kein Interesse an Standard Güterwagen gehabt haben.


    Viele Grüsse


    Michael

    Hallo Namensvetter,


    noch nen Tip, wenn du altern willst (deine Modelle natürlich...) Kleb doch einfach die Beschriftung vorm Altern mit einem passenden Stück Maskierband ab, und schon schaut`s hinterher wie frisch umbeschriftet aus.


    Viel Erfolg und schöne Wochenende wünscht


    Michael

    Hallo, in die Runde,


    ich möchte dem Beitrag von Dieter voll und ganz zustimmen. Farbnuancen sind in Realita gang und gäbe, sei es durch unterschiedliche Verwitterung oder Abweichungen von Charge zu Charge. In Epoche III und früher gab es noch keine Computerprogramme zum exakten Dosieren der Pigmente.
    Also mehr Mut zu "Fleckerlteppichen"


    meint
    Michael

    Bon soir, Vchiu,


    bei diesem Händler würde ich vorsichtig sein. Der Rost an den Treibrädern lässt auf eine sehr unsachgemäße Lagerung der Lok beim Vorbesitzer in den letzten Jahren schließen.
    Vor einem Kauf sollte man sich das Teil sehr genau auch von innen ansehen. Der Preis erscheint mir durchaus moderat, aber das erhöht noch mein Misstrauen.


    Viele Grüsse


    Michael


    P.S.: Frage: Gibt's in Frankreich einen Versandhändler, der von MTH das OCEM Wagenset in 2-rail Version anbietet ?

    Bon soir, Valery,


    Das verlinkte Angebot bezieht sich auf einen Rivarossi Wagen. Diese sind im Gegensatz zu Lima Wagen maßstäblich. Der geforderte Preis ist für einen Wagen ohne Inneneinrichtung am oberen Ende der Skala(in Deutschland). Die Inneneinrichtung incl. Batteriebeleuchtung gabs damals extra. Kritikpunkte sind die spielzeughaften Kupplungen und die zu tief liegende Fensterverglasung. Bei Moog gibt's dafür eine lenzkompatible Kurzkupplungskulisse und Fenstereinätze bei Lehmann. Bei Schnellenkamp (nicht MBW) sind Mitteleinstiegswagen geplant, das sind aber Eilzugwagen, keine Schnellzugwagen.
    Die Limamodelle sind übrigens eine Nachbildung des 1953 nur in wenigen Exemplaren gebauten italienischen 1. Klasse Schnellzugwagens tipo Y mit Drehgestellen der italienischen Bauart 24. Der Längenmaßstab ist allerdings 1:50, analog zu den HO-Wagen ( 1: 100) von früher.
    Rivarossiwagen werden immer wieder bei Ebay Deutschland angeboten.


    Viele Grüsse


    Michael

    Bon soir, Valery,


    erstmal herzlich willkommen in diesem Forum. Als zweite Fremdsprache hatte ich französisch in der Schule, und ich wäre mehr als glücklich, wenn ich auch nur annähernd so gut darin wäre, wie du in deutsch. Ich besitze persönlich noch keine 160 von Lenz, aber du kannst sicher davon ausgehen, für den Preis bestmögliche Qualität zu erwerben. Wenn es tatsächlich einmal Probleme geben sollte, der Reparatur-Service von Lenz ist vorbildlich und setzt Maßstäbe.


    A bientôt


    Michael

    Hallo Thomas alias Staudenfan,


    ich habe mir schon "gewichtige" Gedanken gemacht, und zwar die folgenden. Im Moment warte ich noch auf Post, ich hab Bleifolie bestellt, die ist m.M. am besten geeignet. Mit Fotos muss ich leider passen, nachdem meine Digicam einen Absturz nicht überlebt hat. Aber vielleicht kann ich`s auch ohne Bilder beschreiben.
    Wenn man den Wagenboden ausgeklipst hat - das muss man eh zum patinieren - sieht man die Rahmenstruktur von oben. Im Bereich der Drehgestellbefestigung sind rechts und links je zwei für Ballast mögliche quaderförmige Gefache mit den Maßen 34x10x4mm. Bei einer Dichte von Blei von 11,3 haben meine Rechenkünste ein mögliches Gewicht von je 15gr ergeben. Füllt man nur die vier inneren Gefache aus, ergibt das zusätzlich 60gr. an Gewicht. Das ist am montierten Wagen praktisch unsichtbar, da die Unterseite vom Drehgestell verdeckt ist. Wem das zu wenig ist, kann auch die vier äußeren Gefache beschweren, das bringt nochmal 60gr. Das sieht man auch nur, wenn man den Wagen direkt von unten anschaut, und einen Vergleich hat. Wem Blei nicht zusagt, der kann auch Kupfer nehmen, das hat eine Dichte von 8,9 und bringt 12 Gramm pro Fach. Es ist also möglich, den Wagen ohne großen Aufwand auf Normgewicht zu bringen.


    Gutes Gelingen an alle, die sich ein gewichtigers Modell wünschen



    Michael

    Hallo Thomas,


    Die Bremsanlage wurde früher als Extra-Zurüstsatz angeboten. Im Spur 0 Kaufhaus von Schnellenkamp gibt's noch einen Zurüstsatz für den Rmms. Frag doch dort einfach mal an, inwieweit der auch für den Eaos passt, oder ob Herr Schnellenkamp dir die passenden Teile liefern kann. Dort gibt's auch Zettelkästen.
    Dann gleich nochwas zu den Drehgestellen. Wenn da diese Federdrahtbügel zur Achsaufhängung dabei sind: wenn die im Fahrbetrieb Kontakt mit den Radreifen bekommen, gibt's Kurzschluss. Ausserdem ist die Federung zu hart und der Wagen wirkt hochbeinig. Besser ist es meiner Meinung auf die Federung zu verzichten und dafür Petau Achslager zu verwenden (Artikel Nr.55).


    So, und nun frisch ans Werk und gutes Gelingen wünscht


    Michael


    Hallo in die Runde,


    auch ich habe inzwischen ein Päckchen von meinem Modellbahnhändler des Vertrauens bekommen. Der Umkarton ist für mich völlig ausreichend, vor allem platzsparend zum Lagern, und der Inhalt ist durch den Blister ausreichend geschützt; schließlich möchte ich mich ja auch am Inhalt erfreuen.
    Der Wagenboden ist natürlich eine herbe Enttäuschung, der erste Blick fällt nun mal von schräg oben auf das Modell. Mit Hilfe von Kaffeerühren aus dem "etwas anderen Restaurant" ist der Boden aber schnell vom Wagen getrennt und schon kann`s losgehen mit dem Verfeinern. Noch schnell ein passendes Distanzbrettchen gesucht, welches zwischen die Rastnasen passt und diese bei dem Folgenden vorm Abbrechen schützt. Als erstes werden die Bohlenfugen mit einem Stichel etwas vergrössert und an den seitlichen Enden mit einer Messerfeile hier und da gekerbt, weil da beim Original das Holz gerne splittert.. Dann ist die Holzmaserung an der Reihe. Das geht ganz einfach mit Sandpapier der Körnung 100 oder 120, je nach gewünschtem Verwitterungsgrad, indem man gerade in Richtung der Holzmaserung über den Wagenboden streicht. Abschließend wird mit einem Glashaarradierer entgratet. Da bei meinen Exemplaren die Rungen schwer bis zum Anschlag einzustecken waren, habe ich die Rungenaufnahmen auf der Unterseite noch etwas geweitet, mit dem Ergebnis, das diese nun mit einem leichten Klick einrasten.
    Damit sind die mechanischen Arbeiten schon erledigt und nach Entfetten der Oberfläche kann der Maler kommen. Ich habe einfach mit kleinem Pinsel und verdünnter dunkelbrauner Mattfarbe nichtdeckend vorgestrichen und nach dem Antrocknen mit noch mehr verdünntem Mattschwarz nachgearbeitet.
    So kann man mit geringem Arbeitsaufwand eine ganz wesentliche optische Verbesserung erreichen, wobei man beim Hobby ja nicht von Arbeit sprechen kann.
    Auch wenn ich einen Bausatz zusammenfüge, ist das keine Arbeit für mich, solange kein Refamann mit der Stoppuhr hinter mir steht. Für mich gilt da das Motto: Der Weg ist das Ziel; kreative Freizeitbeschäftigung. Und noch zwei Sprüche für Unschlüssige: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, aber frisch gewagt ist halb gewonnen.


    Viel Erfolg wünscht allen


    Michael

    Hallo Rainer,
    ja,genau so und nicht vergessen, das Hinterteil des Bohrers planschleifen, am besten von einem, der schon mal abgebrochen ist, je kürzer der verbliebene Wendelanteil noch ist, desto besser kann er zentriert eingespannt werden.
    Zum Stanzen bleibt die Bohrmaschine natürlich ausgeschaltet.
    Hoffe, es hilft Dir weiter.
    Viele Grüsse
    Michael

    Hallo, Rennpinguin,


    du scheinst mir ein Opfer den Gausschen Verteilungskurve geworden zu sein, bei Dir haben sich alle möglichen Schäden kummuliert.


    Ich beziehe alle meine Spur 0 Modelle auf dem Versandweg, und kann mich bis dato nicht beschweren. Bis auf Kleinigkeiten ist bei mir alles heile angekommen, egal von welchem Hersteller. Wenn mal was nicht in Ordnung war, hab ich immer umgehend kostenfreie Nachbesserung vom Händler erhalten. Wie mein Nickname schon sagt, bin ich beruflich mit Seecontainertransporten seit 25 Jahern beschäftigt. Da weiß ich aus Erfahrung, was alles schief gehen kann. Da hat der Hersteller oft keinen direkten Einfluss, wenn in der nachgeschalteten Spediteurs-und Transporteurskette schwache Glieder auftreten. Wir leben nun mal in der Zeit der globalen Produktion mit all ihren Schwächen. Langer Rede kurzer Sinn: Ausnahmen kriegen (äh - bestätigen) die Regel.


    Viele Grüsse


    Michael Borger

    Hallo Matthias,


    es gibt-gab- im Bufe Fachbuchverlag das Buch "Die Isartalbahn". Diese wurde ursprünglich von der LAG betrieben. Ich hatte dieses Buch mal vor Jahren in den Händen, und soweit ich mich entsinnen kann, waren darin auch div. Masszeichnungen von Lokomotiven und Waggons enthalten. Vielleicht hilft Dir das weiter.


    Viele Grüsse



    Michael

    Bei aller Euphorie: Eine Sensation in der "Vor-Lenz-Zeit" waren die 0-Scale-Kesselwagen zum Preis von 98,- DM! Ob ein G-Wagen in dieser Zeit bei einem Preis von etwa 190,- DM eine Sensation gewesen wären, wage ich zu bezweifeln. Aber der Markt hat sich verändert...
    Stefan


    Hallo Stefan,


    so darfst Du DM und € nicht über die Jahrzehnte vergleichen. Überleg mal, was bei Erscheinen der OSM Wagen eine Semmel(Brötchen,Schrippe,...) gekostet hat beim Bäcker, und was dieselbe heute kostet. MBW ist ganz bestimmt nicht schuld an der Weichheit des €´s.Bei einem inflationsbereinigtem Vergleich schneidet MBW sehr gut ab und ein O 10 ist ja auch ein wenig simpler in der Herstellung (Anzahl beweglicher Teile).


    Freuen wir uns also über ein weiteres wesentliches Modell zur Gestaltung abwechslungsreicher Güterzüge. Und für alle diejenigen, die noch gerne selber Hand anlegen wollen, - auch sowas soll Spass machen - wirds sicher bald bei Petau und Co. das eine oder andere Angebot geben.


    ein schönes Wochenende wünscht


    Michael