Posts by Blechkistenkutscher

    Hallo in die Runde,


    bei mir wecken die Vorschaubilder Kindheitserinnerungen. Vorstadtmilieu und deren Bahnanlagen kommen in den Bildern in meinen Augen gut rüber....


    Und da liegt auch des Pudels Kern: jeder interpretiert die Bilder subjektiv, und so muß auch jeder für sich entscheiden, ob er damit was anfangen kann


    meint


    Michael

    Hallo in die Runde,


    Es ist zwar ziemlich offtopic, denn es betrifft alle Wagen, die die (Kupplungs-)Nase zu hoch haben, bzw. sich mit solchen mit hängender Nase verkuppeln sollen.
    Bevor man zur Totalamputation greift, sollte man der plastischen Chirurgie eine Chance geben. Es genügt meistens, die Nase leicht anzuschrägen, bzw. beim Kupplungshängenlasser die Nasenaufnahmeöffnung oben auch anzuschrägen mittels Skalpell, wie es sich für einen Chirurgen geziemt. Gewöhnliche Bastler nehmen dazu einfach eine feine Schlüsselfeile.


    Grüße aus dem Nasen-OP


    Michael

    Hallo Dioramenbauer,


    Bitte Azetylenflaschen zur Gasentnahme niemals liegend betreiben, es sei denn man(n) sucht den schnellsten Weg zu den 17 Jungfrauen..... oder zumindest
    Bekanntschaft mit dem Notarzt. Wenn`s schon keinen Flaschenwagen gibt (sicherste Methode), dann wenigstens auf einem Bock schräg ( min. 30°) legen (aber nur wenn man sich sicher ist, daß keiner von der Berufsgenossenschaft oder ein Sicherheitsbeauftragter in der Nähe ist).


    Warum ?


    Azetylen kann man nicht hoch komprimieren, weil es sich dann zersetzt. Deshalb verwendet man einen Trick: Aceton kann grosse Mengen Acetylen in sich lösen. Damit das funktioniert, ist die Flasche ist mit Kieselgur gefüllt(=poröser mineralischer Schwamm), welches das Gemisch aufnimmt.
    Wenn die Flasche nun liegt, kann das Aceton/Acetylen-Gemisch in flüssiger Form durch den Druckminderer laufen und setzt dann grosse Mengen Gas im Schlauch frei........


    Viel Spaß dabei


    Michael

    Hallo Namensvetter Micha,


    nehmen wir mal an, ich bin der Willi Bratsch und du bist mein stolzer Fahrer des ziemlich neuen Lastwagens und kommst gerade so auf's Firmengelände
    gefahren.Weil du mein bestes Pferd im Stall bist, beherrsche ich mich und halt' dir jetzt keine Standpauke, sondern nehme dich beiseite und erkläre dir in ruhigem Ton, wie du den Laster richtig beladen kannst. Ich weiss ja, daß die vom Sägewerk zwar gut mit der Axt umgehen können, aber wie du die Fuhre heil ans Ziel bringst, ist ihnen reichlich schnuppe.
    Stell dir vor, du musst eine Vollbremsung hinlegen, weil dir ein Kind vor den Laster springt, dann war dein Führerhaus mal schön, denn die Holzrahmen klappen mit Wucht nach vorne und der Platz für deinen Kopf wird auch eng. Wenn du die Holzrahmen auf die andere Seite der Dreiecksbinder verlädst, dann kann beim Bremsen nichts passieren, und soviel PS hat dein Daimler nicht, dass beim Beschleunigen was verrutscht.
    Wenn wir solche Teile öfter transportieren müssen, dann brauchen wir wohl einen A-Bock, der steht dann längs zur Fahrtrichtung und die Holzrahmen werden rechts und links darangelehnt und mit einem Stahlseil oder einer Kette gesichert.
    So und jetzt zum Anhäger: dass du den langen Stapel hast in die Mitte setzen lassen ist vollkommen richtig, aber der kurze Stapel rechts gehört zurückgesetzt damit er in einer engen Rechtskurve keine Bekanntschaft mit der LKW-Heckklappe macht.


    Bevor ich mich auf's Blechkisten kutschen (Seecontainerzustelldienst) spezialisierte, habe ich mich lange Jahre mit allen möglichen und unmöglichen
    Ladungen und deren Sicherung auf der Ladefläche herumgeschlagen. Gottseidank wird ja heutzutage auch der Verlader bei falscher Beladung zur Verantwortung gezogen, aber früher war der Fahrer die alleinige "arme Sau...".
    Am Rande sei noch bemerkt, dass heutige LKW wesentlich besser beschleunigen und vor allem Bremsen können als in den 50-60igern, und deshalb die Ladungssicherung immer mehr Bedeutung hat. So genug der Fachsimplerei.....


    Viele Grüsse


    Michael

    Hallo in die Runde,


    der prinzipielle Vorteil dieser Kunststoffe ist, dass man vom Hersteller fertig gemischte Epoxyharze wie bei Polyesterharzen bekommt, ohne deren Nachteile in Kauf nehmen zu müssen (Schwund beim Aushärten, kurze Topfzeit,klebrige Oberfläche).
    Lichthärtende Kunststoffe sind in der Industrie weit verbreitet, da man keine Topfzeiten einhalten muss und den Beginn des Aushärteprozess individuell beeinflussen kann.
    Der Dentalbereich ist sicher der teuerste für uns Hobbymodeller. ich würde mal bei der Herzensdame nachfragen, wo sie Ihre Nagelmodellage (Katzenkrallen) machen lässt, denn auch dort kommen lichthärtende Acryl-Kleber zum Einsatz.
    "Tante Google" weis noch viel mehr.


    Viele Grüsse


    Michael

    Hallo Jörg,


    Vorschlag: Altglas


    Vor vielen , vielen Jahren jobte ich in den Ferien bei einem bekannten Getränkehersteller. Da das Marketing beschlossen hatte, die Flaschenform zu modifizieren, durften wir tagelang all unsere Aggressionen abbauen und kistenweise die alten Flaschen in bereitgestellte pa-Behälter kippen.



    Viele Grüsse


    Michael

    Hallo in die Runde,


    immer diese Aushilfskräfte in der Ferienzeit ! Jetzt ist Lademeister Krawuttke im wohlverdienten Urlaub an der Adria und seine Vertretung hat geschlafen und schon sind die schweren Kisten alle auf eine Seite der Wagens geladen worden. Kein Wunder, dass man das auch an den Federn erkennen kann.



    Take it easy meint


    Michael

    Hallo NNullguggi,


    Schlechte Konstruktionen gab's auch schon früher sogar in der "Messingwelt" , wie der aktuelle Thread über die Spring-42 beweist. Und es gab und gibt Tüftler in der Modellbahnszene, denen es Freude bereitet, an einem Modell selbst Hand anzulegen, sei es Patinierung , Umbauten (kitbashing) oder Verfeinerungen (Petau, Moog etc).
    Wie in anderen Spurweiten auch, ist niemand verpflichtet, Modelle eines bestimmten Herstellers zu kaufen. Die Grenze zwischen preiswert und billig ist fliesend und muß von jedem für sich selbst gezogen werden. Nur eins ist klar: einen Porsche zum Fiat Pandapreis wird's nie geben.
    Und jetzt bastle ich an der Dreipunktlagerung weiter.....


    Bis dann


    Michael

    Hallo in die Runde der Massenguttransporteure.


    Heute war das Wetter schlecht, und ich hab mich mal wieder der Modellbahn gewidmet.
    Zunächst: Mein Wagen ist nicht verzogen und ja die Federpuffer sind viel zu hart, und die KK..........


    Zur KK mein hartes gemeines Urteil: Fehlkonstruktion. Kulisse und Deichsel passen nicht zusammen, aber hier werden sie geholfen.


    Wie man den Wagen zerlegt, habe ich in Beitrag 58 beschrieben. Wenn man den Kulissendeckel öffnet, sieht man, dass die Deichsel gut 2 mm Längsspiel hat, bevor deren Nase in die Kulissenführung eingreift. Da nützt auch keine stärkere Rückholfeder, das Spiel muß verkleinert werden. Dazu schnitzt man sich aus 1,5mm dicken Material 2 Distanzstücke die zur Mitte hin 2mm breit sind und sich nach außen auf 1,4 mm verjüngen. Die Verjüngung muß sein, sonst klemmt die Deichsel beim Auslenken. Diese Teil(chen) klebt man an die Basis der Kurzkupplungskulisse. Da die Kurzkupplung nur noch um 1mm kürzer montiert werden kann muß jetzt nur noch die Aufnahme an der Deichsel um ca 1 mm abgefeilt werden bis die Löcher für den Sicherungsbolzen wieder fluchten.
    Nach dem Zusammenbau istdas Längsspiel erträglich, zusammen mit einem Lenzwagen der Pufferabstand ca 1mm und das Päärchen durchfährt meine
    Test-S-Kurve(700mm Radius ohne Zwischengerade) ohne Überpufferung. Voila !
    So, das langt für heute und beim nächsten Mal machen wir aus der 4-Punktlagerung eine perfekte 3-Punkt mit Hilfe einer Distanzhülse und ein paar Feilstrichen, denn auch wenn wir in China fertigen lassen, sollen unsere handwerklichen Fähigkeiten nicht verkümmern......


    Bis dann....


    Michael

    Hallo Stefan,


    ich möchte hier noch ein kleines aber gewichtiges Argument pro aufführen:


    Bei einer Serienfertigung treten Toleranzen auf. Je enger diese gesetzt werden (müssen), desto aufwendiger(teurer) wird diese. Eine 3-Punktlagerung gleicht nun vieles aus. Wie schon mal geschrieben: eine Ebene wird nun mal durch 3 und nur 3 Punkte definiert. Daher dürfte der Mehraufwand in der Konstruktion einer ordentlichen Dreipunktlagerung durch größere Toleranzen in der Fertigung mehr als ausgeglichen werden


    meint jedenfalls


    Michael

    Hallo Uli,


    sommers liegen die Interessen halt nicht nur bei der Modellbahn...


    Während die letzten Gewitterwolken sich gerade verziehen hab ich mal den Wagen zerlegt. Es sind 4 Schräubchen an den 4 Ecken und zwei in Wagenmitte, wobei eine sich unter der nur gesteckten Bremsmechanik versteckt. Jetzt kann man den Deckel der KK lösen und entdeckt. dass KK-Deichsel und -Kulisse nicht zusammenpassen (viel zu viel Längsspiel), aber ich denke da kann mit PS-Steifen geholfen werden.
    Nun zu den Drehgestellen: perfekte Vierpunktlagerung mit strammen Sitz. Einfach an einem Gestell das Insert weglassen, geht nicht, da der Wagen dann schräg steht. Aber mit einer passenden Hülse kann auch da Abhilfe geschaffen werden.
    Ich muss jetzt in den Garten und Unkraut jäten(Pflicht) und Brombeeren ernten(Kür), bevor das nächste Gewitter (von wem auch immer) heranzieht.
    Heute Abend wird ich mal weiterbasteln und dann von meinen Ergebnissen berichten.


    Bis dann


    Michael

    Hallo Thomas (moba-Tom)


    Die Chinesen haben das Prinzip der Dreipunktlagerung scheinbar noch nicht begriffen. Während der Kiss Wagen eine 2-Punkt (Kippel)-Lagerung aufweist,
    besitzt der ERZ IIId von MBW nach anderen Berichten hier eine 4-Punkt-Lagerung....


    Beim SSym 46 bringen ein paar Feilstriche jedoch ganz einfache Abhilfe. Die Bolzenaufnahme überragt die zwei seitlichen Gleitzapfen um 1-2 Zehntel mm.
    Feilt man die Bolzenaufnahme an einer Wagenseite um diesen Betrag ab, kann sich der Wagenkasten auf den Gleitzapfen abstützen und Dreipunktlagerung ist gegeben. Wer ein weiteres tun möchte, kann jetzt noch das Längsspiel des Drehgestellzapfens durch Einlegen von Passscheiben (gibt's in der Bucht bei den RC - Modellanbietern) unter dem Sichungsring minimieren. Wie man das bei Vollkunststoffmodellen richtig macht, ist an den in den 70iger Jahren des letzten Jahrhunderts von Roco für Atlas gebauten US Güterwagen demonstriert; auch Pola/AHM konnte das schon....


    Viele Grüsse


    Michael

    Hallo Wolfgang alias Blaukäfer,


    der Rivarossiwagen ist eigentlich die " Birne ", die man nicht mit dem Brawa-Apfel vergleichen sollte. Das seinerzeitige Pendant ist der Lima Kühlwagen (wegen der Plugdoor). Während der Rivarossiwagen auch heute noch ein sehr stimmiges Modell ist, fallen die Unterschiede zum Limawagen doch recht deutlich auf- fehlende Kastensäulen, falsch plazierte Eisladeluken, falscher Türeinstieg etc. Nebenbei sei bemerkt dass der Brawawagen im Original in wesentlich höheren Stückzahlen gebaut wurde als der Rivawagen. Für mich als Münchner Kind' l wäre die silberne FS-Variante des Brawawagens interessant, der damals in Massen auf dem Münchner Großmarkthallengeläde zu bestauen war, und weniger der STEF, der auf bajuwarischen Gleisen doch eher die Ausnahme war.


    Viele Grüsse


    Michael

    Hallo Matthias,


    don't worry, das Problem hatte ich auch schon mal. Entweder sind die Pilzkontakte über Kreuz eingebaut, was bei der Enge im Gestell und einfarbigen Drähten schon mal vorkommen kann, oder die Achse(n) sind verdreht. Soweit ich mich erinnern kann, sind diese nur einseitig isoliert. Das Motorgehäuse ist mit einer Schleifkohle verbunden, sodas bei falschem Achseinbau ein Kurzschluß folgendermaßen entsteht: Radscheibe, -achse, Zahnräder, Motorwelle,
    Wellenlager, Motorgehäuse, Gegenpol. Da das mit vielen Kontaktübergängen verbunden ist, gibt's einen "wackeligen" Kurzen, der Motor stottert.


    Abhilfe:
    1. prüfen, ob beide Achsen mit Isolierung auf der gleichen Seite eingebaut sind
    2. wenn das der Fall ist, und es gibt immer noch 'nen Kurzen: beide Achsen um 180 Grad drehen (um die Hochachse).


    Jetzt sollte der Antrieb perfekt laufen.


    Noch einen Tipp: Wie gut sind die Federn noch in den Pilzkontakten? Wenn die nämlich im Laufe der Jahrzehnte zu schwach geworden sind gibt's auch keinen gescheiten Kontakt mehr. Abhilfe: Kadee Kupplungsfedern ( die kleinen an der Klaue) passen.


    Viel Erfolg wünscht


    Michael (der etliche Rivarossi-US Modelle am Laufen hält)

    Hallo Hans,


    du hast schon recht, die Schnecke weicht erstmal aus, bis sie am Anschlag ist. Dann muß sie das Drehmoment aufs Zahnrad übertragen. Unter Last ist das ein einmaliger Vorgang, den man nicht bemerkt, weil du ja nicht siehst wann sich der Motor zu drehen beginnt. Anders langsam bergab: Da wird ja kaum Drehmoment übertragen und die Schneckenwelle kann in Längsachse zu schwingen beginnen (evtl Resonanzschwingung). Das äußert sich dann in Ruckeln. Sobald das Drehmoment erhöht wird, gewinnt es bildlich gesprochen die Oberhand und die Schwingung kommt zum Erliegen.

    Allzeit Hp 1 wünscht


    Michael

    Hallo in die Runde,


    der Versuch von Kiss im Kunststoffmodellsektor Fuß zu fassen ist gescheitert. Warum?


    Meiner Meinung eigt das Beispiel, dass auch in China nicht alle Bäume in den Himmel wachsen, sprich nicht alle Hersteller über genügend Knowhow verfügen.


    Waren Kesselwagen und Schotterwagen noch Nachproduktionen der Kieler, so scheiterten Ludmilla und Schwerlastwagen an eklatanten technischen Fehlern.
    Mal abgesehen vom falschen Farbton des Wagenbodens (mir absolut unverständlich) zeigt die misslungene Dreipunktlagerung der Drehgestelle, dass Rivarossi, Lima und Roco(Amerikamodelle Atlas) in den 70igern mehr technisches knowhow hatten als manche chinesischer Hersteller heute. Vom Ludmillagetriebe will ich garnicht reden, dagegen ist der Lima-Antieb ein "capolavori".
    So, genug der Meckerei, ich hoffe, daß die Muldenkipper das Gegenteil beweisen.


    Viele Grüsse


    Michael