Posts by Windmühle

    Hallo Michael,

    ein bildschönes Modell hast Du da gebaut. Ohne dass ich Deine Freude an dem Modell schmälern oder mich als "Nietenzähler" aufspielen will, aber die Lok war meines Wissens immer rot.

    Es handelt sich bei E 6905 oder später 169 005-6 um eine (die letzte in Dienst gestellte) von 5 Lokomotiven der Lokalbahn Murnau - Oberammergau (LAG), die zunächst die Bezeichnungen LAG 1 - 5 hatten. Die Loks hatten alle Namen: 6901 hiess "Katharina", 6902 "Pauline", 6903 "Hermine", 6904 "Johanna" und 6905 "Adolfine". 6905 wurde 1930 bei J. A. Maffei gebaut. Ich habe "Adolfine" im Original gesehen. Sie steht, meine ich, immer noch im BW Garmisch-Partenkirchen. 2002 ist sie noch gefahren (siehe Bilder von einer Ausstellung in Murnau).Gelegentlich wird sie ausgestellt.

    Interessant ist die Geschichte der Lokalbahn Murnau - Oberammergau. Sie war die erste Bahn, die mit Einphasen-Wechselstrom betrieben wurde.

    Es gibt eine nette Broschüre von Ralf Roman Rossberg über die Lokalbahn (EK Verlag 1990 ISBN 3-88255-830-X). Vielleicht interessiert Dich ja die Geschichte Deiner "Adolfine". Das Büchlein ist bei ZVAB.com gebraucht zu haben.




    Weitere Fotos von den anderen Loks kann ich Dir gern auch zur Verfügung stellen.

    Ich hoffe, ich habe Dich jetzt nicht enttäuscht (wegen der Farbe)

    Gruss Thomas

    Salü zäme,

    ich will ja nicht schon wieder vom eigentlichen Thema ablenken. Aber ich habe im www einen Beleuchtungskörper gefunden, auf LED-Basis, 1200 x 100 mm, 30W, 1600 Lumen, Lichtfarbe einstellbar von 3000 K (warmweiss) bis 6000 K (Tageslicht), Nachtlichtschaltung, alles fernbedienbar, "schlappe" CHF 189.90 (https://www.lampenwelt.ch/led-…ernbedienung-dimmbar.html).

    Habe mal so ein Teil geordert zum Ausprobieren. Laut Verkäufer sollenden auch mehrere Panels duchschleifen können. Ich werde berichten.

    Grüsse aus Bern

    Thomas

    Lieber Michael,

    vielen Dank für die rasche Antwort. Ich bin noch nicht so lange im Forum aktiv. Das hört sich interessant an. Werde mich damit mal näher beschäftigen. Irgendwo habe ich etwas über dimmbare LED-Panele gelesen. Auch das werde ich nachverfolgen. Diese Panels sind aber sicher teuer. Da scheint mir Deine Variante preiswerter.

    Grüsse

    Thomas

    Hallo Michael,

    interessante Stellungnahme! Ich habe meine ortsfeste Zimmeranlage auch mit Segmenten gebaut (falls ich sie doch einmal ausstellen will ;)). Die Herstellung von Übergangssegmenten wäre kein Problem, so dass ich die Anlage an die gängigen Kopfstücke anschliessen könnte.

    Mich interessiert aber besonders Deine Beleuchtung. Könntest Du mir dazu etwas mehr verraten (Aufbau, Artikel, Hersteller, etc.)? Bislang habe ich meine Anlage mit einem Strahler-System erhellt - nicht besonders hell ;(. Ausserdem beleuchten diese Strahler ziemlich punktuell und ich hätte gern eine gleichmässige einigermassen helle Ausleuchtung.

    Gruss Thomas

    Hallo Thorsten,

    vielen Dank für Deine Antwort und die Fotos. Hinsichtlich der Gestaltung einer in Norddeutschland angesiedelten Modellbahnanlage ähneln sich unsere Vorstellungen offensichtlich frappant.

    Zudem danke ich allen, die mich mit Lob überhäuft haben, sehr. Ich will versuchen, dem gerecht zu werden!

    Daher will ich nunmehr eine kurzen Bericht über den Bau der Schiebebühne verfassen, der auch Dir, Thorsten, Deine Frage beantwortet.

    Also: Voraussetzung für das Projekt war eine Bühne von 125 cm (das reicht für 4 - 5 Güterwagen oder einen Vierachser und 2 Dreiachser) und Lokabstellgleise von 40 cm (meine längste Lok war die BR 24 von Lenz) auf der zur Verfügung stehenden Länge von 176 cm. Da es eine Segmentanlage werden sollte und mir ein Segment von 176 cm zu lang und unhandlich erschien, habe ich 2 Segmentkästen von je 68 cm Länge, 65 cm Tiefe (wie die gesamte Anlage) und insgesamt 20 cm Höhe gebaut. Die Kästen wurden in Richtung gegeneinander abgestuft. Dabei sind die Deckplatten wegen der Tragfähigkeit auf den Rahmen geschraubt und nicht in selbigen eingelassen.



    Die Auszugsschienen müssen unbedingt bereits beim Bau der Segmente vorhanden sein, damit man die Höhe der Stufen ermitteln kann (Höhe der Schienen + Stärke der Bühnenplatte). Die Auszugsschienen stammen von der Firma Blum (Typ "Movento", im Internet). Sie haben eine Tragkraft von je 60 kg und laufen sehr präzise ohne nennenswertes verkanten.



    Zudem haben sie den Vorteil, dass sie seitlich und am Boden fixierbar sind auf die Bühnenplatte abnehmbar ist (zwecks späterem Transport der Anlage). Die Bühne besteht aus 22 mm starkem MDF. Die wiegt zwar stolze 12 kg, verzeiht sich aber praktisch nicht. Versuche mit Sperrholz oder Tischlerplatte gingen schief. Die Platte wird hinten in Zapfen eingeschoben, die in der Höhe noch um Millimeter justierter sind.




    Vorn wird die Platte einfach in 2 Halterungen eingeklickt (ebenfalls in Höhe und seitlich justierter). Bei der Montage ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt, damit die Bühne in der Höhe exakt zum Abstellbereich und zur Einfahrt fluchtet.



    Nunmehr muss die Stromversorgung der Gleise hergestellt werden. Die beiden Pole der einzelnen Gleis wurden jeweils an einer Kupferschiene angebracht und dadurch verbunden.



    Zunächst habe ich dann mit selbstgebauten Pilzschleifern als Verbindung zur Ringstromversorgung der Anlage experimentiert. Dies erwies sich aber als nicht zuverlässig genug (Kontaktschwierigkeiten).



    Daher habe ich die beiden Kabel einfach lose zwischen Platte und Segmentoberfläche verlegt. Der Abstand beträgt hier durch die Auszugsschienen ca 3 cm. Das funktioniert gut, war mir aber nicht vornehm genug. Daher habe ich mir noch eine Kabelkette besorgt und sie darin verlegt. Bei der Beschaffung der Kabelkette ist auf den Krümmunsradius der Kette zu achten. Er darf nicht mehr als die o. g. 3 cm betragen, sonst verklemmt sie sich. Aber, wie gesagt, es geht auch ohne. Nun konnten die Gleis verlegt werden. Es war genug Platz für derer 7. Zu achten ist auf einen exakt gleichen Gleisabstand und eine präzise Flucht der Gleise über die gesamte Bühne hinweg über die Abstellgleise hinweg (es kann da sehr schnell zu Verschiebungen von mehreren Millimetern kommen, wenn Gleis 7 auf die Ausfahrt oder Abstellgleis 1 angefahren wird.



    Sind die Abstellgleise auch an Strom angeschlossen, steht eine Inbetriebnahme nicht mehr im Wege, allerdings nur im Handbetrieb. Nach meiner Erfahrung ist eine Raste für die einzelnen Gleis nicht zwingend notwendig (Fixierung gegen versehentliche Verschiebungen und damit Entgleisungen), da die Platte mit darauf befindlichen Fahrzeugen so schwer ist, dass sie sich kaum von allein verschiebt, so sie in der Waage ist). Einige Zeit nach der Besetzung der Bühne mit Fahrzeugen bemerkte ich, dass sich die dicke Platte dennoch der Mitte leicht durchbog. Daher erhielt sie noch an den Aussenseiten eine Stabilisierung aus Acrylstreifen. Damit war das Thema erledigt und gleichzeitig sind die Fahrzeuge auf Gleis 1 und 7 gegen Herunterkippen geschützt.




    Ich wollte es jedoch automatisiert. Daher habe ich eine Linearführung mit Spindelantrieb gesucht und gefunden. An der Spindel ist ein kleiner Lineartisch befestigt, der sich durch die Drehung der Spindel bewegt. Diese Führung - und das ist das, was Du gefragt hast - ist genau in der Mitte zwischen den Auszugsschienen auf der Grundplatte angebracht (sehr genau arbeiten!) Die Bühne wird an dem kleinen Tisch fixiert und ist somit von aussen verschiebbar.



    Am Einfachsten bringt man eine Kurbel an und kann so die Bühne vor und zurück leiern. Je nach Hub der Spindel ist das aber ganz schön mühsam.

    Daher hilft ein Schrittmotor, der über eine Zahnriemen die Spindel antreibt (gibts bei Conny). Man muss nur einen wählen, der mit 16 V betrieben werden kann.



    Der Motor muss aber über eine elektronisch Steuerung angetrieben werden. Hier fiel meine Wahl auf die Schiebebühnen-Steuerung für Modellbahnen von Rocrail (Preis: ein Güterzuggepäckwagen von Lenz). Der Einbau der Steuerung ist eigentlich nicht schwierig, die Abstimmung der Elektronik braucht etwas Erfahrung; Peter Giling hilft da aber gern. So kann nunmehr jedes Gleis der Bühne aufgerufen werden und hält auch exakt am Aus-/Einfahrgleis.



    Das Rangieren mit der Bühne macht viel Spass, so dass zwei Mann (Frau) an der Anlage recht gut beschäftigt sein können (Bahnhof und Bühne).

    Einzig die Dimension meiner Schiebebühne ist nicht optimal. Ich muss, um die Lok vor einen Zug zu setzen, bereits auf die Anlage fahren und die Abstellgleise für die Loks könnten grosszügiger dimensioniert sein ( für eine BR 38 wird es schon knapp, eine BR 50 passt natürlich nicht). Aber ich habe das maximal mögliche aus den Verhältnissen herausgeholt, ohne die Fahrstrecke auf der Anlage noch weiter zu verkürzen.


    Grüsse an alle, besonders an Thorsten, der mich animiert hat, diesen Bericht zu schreiben

    Thomas

    Guten Morgen Thorsten,

    tut mir leid, dass ich erst jetzt antworte. Ich habe wegen der Software-Umstellung des Forums länger nicht hineingeschaut.

    Die Anlage ist inzwischen fast fertig (sofern man das überhaupt sagen kann - ich habe noch soviel Ideen für kleine Szenen). Es fehlt nur noch die Gestaltung um die Scheune/Schmiede. Bzgl. Deines Fiddleyards: ich habe eine vollautomatische Schiebebühne gebaut. Das bleibt näher zu erklären! Dazu will ich gelegentlich einen Forumsbeitrag schreiben. Für Dich schon mal vorweg: Eine stabile Platte wurde auf dafür geeigneten Möbelauszugsschienen (Tragkraft 60 kg) befestigt. Unter der Platte ist eine Spindel angebracht mit einem Schrittmotor. Dieser lässt sich mit einer Steuerung von Rocrail programmieren und automatisch steuern. Einmal eingestellt findet jedes Abstellgleis präzise die Ausfahrt. War für mich, der von Elektronik keine Ahnung hatte, ziemlich aufwendig. Ich musste auch mehrfach Peter Giling, den Schöpfer dieser Steuerung kontaktieren, bevor es lief. Aber jetzt bin ich sehr zufrieden damit. Kostenmässig muss man allerdings eine halbe BR 94 von Lenz anlegen, aber das war es mir wert. Anbei ein paar Bilder dazu.










    Unten noch Bilder vom derzeitigen Stand der Dinge. Es fehlt schon noch Einiges, z.B. die Bepflanzung an diversen Stellen, das "Wasser" in den Entwässerungsgräben und die "kleinen Szenen" mit Figuren...






    Ich würde mich freuen auch von Dir etwas zu hören und von dem Stand Deiner Anlage. Wenn ich Dir bzgl. der Schiebebühne behilflich sein kann, melde Dich.

    Herzliche Grüsse

    Thomas

    Liebe Spur 0-Gemeinde,
    da ich noch etwas Zeit habe, gleich zeitnah der dritte Teil über das Projekt "Bockwindmühle".
    Nachdem der Mühlenkasten fertiggestellt war und die Mechanik des Antriebs der Flügel funktionierte, konnte das Ganze verkleidet werden.
    Bockwindmühlen sind mit Holzbrettern verkleidet, die Fugen werden mit Deckleisten abgedichtet. Also bekam das Mühlenhaus eine Verkleidung aus Balsaholz-Platten.









    Zunächst versuchte ich die Deckleisten mit selbstklebenden Streifen aus einem Bausatz von Real Modellbau nachzubilden. Das funktionierte nicht.








    Wieder hatte Jürgen Hans die richtige Lösung. Er fertigte mit dem Laser Streifengitter an, die auch gleich den richtigen Abstand zueinander hatten. Diese brauchte ich nur noch mit Sprühkleber aufzukleben und die Enden abzuschneiden. So wurden die Fassaden und der hintere Giebel versorgt.













    Das hat natürlich eine ganz andere Wirkung!


    Die vordere Seite der Mühlenverkleidung ist abnehmbar mit kleinen Magneten fixiert, um an das Innere zu gelangen.








    Alle Seiten erhielten nach und nach einen ersten Anstrich mit Holzbeize.


    Auf der Rückseite montierte ich dann noch einen Stert (Drehbalken), einen Aufgang und das Dach für den Sackaufzug.











    Das Dach der Wettmarer Mühle ist mit Kunststoffbahnen belegt. Daher wollte ich Sandpapierstreifen anbringen. Dies erschien Jürgen Hans und mir zu profan. Deshalb bekam es Holzschindeln aus seinem Sortiment. Sieht deutlich besser aus und entspricht dem Dach der alten Mühle in Hannover.











    Nachdem auch das Dach koloriert war, machte die Mühle schon einen recht annehmbaren Eindruck.







    Jetzt musste sie, abgesehen von kleinen Details, noch weiter koloriert (gealtert) werden. Dazu schaute ich mir die Fotos, die ich bei meinem Besuch dort gemacht hatte noch einmal an. Holz bekommt durch Witterungseinflüsse Verfärbungen. Die Fotos zeigten, dass diese aber nicht gleichmässig sondern durchaus fleckig, also heller oder dunkler, auftreten.








    Wird Holz lange nicht gepflegt respektive lasiert bekommt es eine silbrige Oberfläche. Dies versuchte ich mittels Airbrush und verschiedenen selbst gemischten Farbtönen nachzuempfinden. Es ist, meine ich, halbwegs gelungen.









    Der Bau hat unter Investition von 2 - 3 Stunden am Wochenende ca.18 Monate gedauert, war aber sehr (ent)spannend.


    Bis zum nächsten Projekt
    Thomas M.

    Hallo liebe Spur-0-Gemeinde,
    nachdem ich bereits im September letzten Jahres - im Urlaub - den ersten Beitrag zu meinem Windmühlen-Projekt veröffentlicht habe, bin ich die Fortsetzung schuldig. Mal wieder im Urlaub komme ich nunmehr dazu, den zweiten Teil zu schreiben. Ich hoffe diesmal klappt es auch mit den Bildern auf Anhieb.


    Der Mahlgang einer Windmühle wird über ein Kammrad an der Flügelwelle angetrieben. Meine Vorstellung war, über einen Motor Kammrad, Welle und Flügel zu bewegen, quasi rückwärts. Dies bereitete mir zunächst einiges Kopfzerbrechen. Die Welle entstand aus einem 10 mm Buchenrundstab. Dieser wurde in der Achse aufgebohrt und erhielt eine „Seele“ aus 5 mm Messingrohr. In den Lagersteinen aus Balsaholz ist eine Hülse aus Aluminiumrohr (aus der Restekiste) befestigt, damit die Welle leichter läuft. Unterlagscheiben dienen zu Justierung der Welle in der Länge.
    Das Kammrad wollte ich zunächst aus Holz mit einem Kamm aus kleinen Nägeln anfertigen und ein entsprechendes Korbrad als Gegenstück konstruieren, der Versuch ging schief.



    Die Herstellung von Kamm- und Korbrad bei einem 3D-Druckservice war mir zu teuer. Dann kam mir die Idee, ein Kegelzahnrad zu verwenden.



    Der Kegel sitzt auf dem Motor (Faller) und treibt das grosse Zahnrad auf der Flügelwelle an. Das funktionierte, auch wenn es nicht besonders realistisch aussieht. Der Motor wurde mit Holz verkleidet und soll den Mahlgang nachahmen (zugegeben: ein bisschen klobig). Hier besteht noch Handlungsbedarf in Form eine kleineren Motors.



    Die Welle wurde dann in die Dachkonstruktion eingebaut.



    Das Flügelkreuz entstand aus zwei Messing-Vierkantrohren, die mit einer M 1,5 Schraube, welche in die Messingseele die Welle gelötet wurde, verschraubt wurden.



    Nun galt es, die Flügelruten mit den Flügelgittern anzufertigen. Hinsichtlich der Gitter hatte ich keine Idee. Da half mir mein Freund Jürgen Hans (Jaffas Moba Shop). Er laserte die Flügelgitter in hervorragender Weise. Die Flügelruten wurden sodann zum Ende hin schräg geschliffen, damit die notwendige Torsion der Gitter entstand. Das sieht ziemlich realistisch aus.



    Als nächstes folgte nun die Verkleidung des Mühlenhauses und das Anbringen des Sterts (Balken zum Drehen der Mühle),des Abgangs und des Sackaufzugs. Dazu soll ein dritter Beitrag folgen.
    Bis dann
    Thomas M.

    Lieber Heiner,
    vielen Dank für die Rückmeldung. In der Vorschau waren alle Bilder, die ich eingefügt habe noch vorhanden. Ich bin selbst ein bisschen enttäuscht, dass sie nicht im Original auftauchen. Wahrscheinlich müsste ich jetzt den Beitrag nochmals senden. Für eine weitere Hilfestellung wäre ich sehr dankbar.
    Gruss
    Thomas M.

    Als ich ein kleiner Junge war, stand in meinem Heimatort nicht weit von meinem Elternhaus die Ruine einer alten Bockwindmühle. Nunmehr 55 Jahre später und im Alpenraum zuhause, plante ich eine Modellbahnanlage bei der ich topographisch keine grossen „Verrenkungen“ machen musste, also eine flache Landschaft. So entschloss ich mich, meine Anlage im norddeutschen Marsch- und Geestland anzusiedeln. Darauf sollte auch eine Bockwindmühle stehen. Also recherchierte ich im Internet und fand diverse Zeichnungen, denen ich die Masse einer solchen Windmühle entnehmen konnte (Foto). Zudem besuchte ich die Alte Mühle im Herrmann-Löns-Park Hannover


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    und vor allem die Bockwindmühle in Wettmar bei Burgdorf, die 2010 aufs Feinste restauriert wurde und einen neuen Standort erhielt.


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    Vor Ort fand ich auch eine Tafel mit einer Funktionszeichnung der Mühle und diversen Fotos der Restaurierungsarbeiten, welche flugs abfotografiert wurden.


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    Auch wurde „Mass“ genommen. So ausgestattet machte ich mich zuhause daran, die Verhältnisse in den Massstab 1 : 45 zu übertragen, kaufte entsprechende Leisten, Rundstäbe und Brettchen ein und fertigte zur Probe den Bock an. Alles sollte möglichst authentisch sein. Der Mühlenbaum ist unten im Querschnitt quadratisch, oberhalb des „Sattels“ rund aber durchgehend. Ich setzte entsprechende Stäbe aus Balsa- und Buchenholz übereinander. Der Sattel kaschiert den Übergang.


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    Die Streben erhielten einen ordentlichen Stirnversatz.


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    Von dem Bock ganz angetan,


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    folgte die Konstruktion des Mühlenhauses. Selbiges „hängt“ beim Original mit dem sog. Hammer, einem grossen Querbalken, auf dem Mühlenbaum und stützt sich auf dem Sattel ab. Das Gerüst entstand aus 4 x 4 mm Kiefernleisten, was in natura 18 x 18 cm ergibt.


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    Die genauen Masse der Balken einzuhalten, erschien mir zu aufwendig. Die Böden bestehen aus „Schiffsdeck“ aus dem RC-Modellbau.


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    Da alle meine Gebäude auf der Anlage eine Inneneinrichtung haben, sollte die Mühle eigentlich auch eine bekommen. Daher legte ich die Treppe schon mal an.


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    Soweit so gut. Ich hoffe, dass die Bilder alle richtig angelegt sind. Ich mache das zum ersten Mal. Wenn nicht, bitte ich darum, mir das nachzusehen.
    Als nächstes widmete ich mich dem Dach mit der Flügelwelle und dem Kammrad.
    Dazu demnächst mehr.
    Gruss aus Bern
    Thomas M.
    P.S. Sehr nette Forumsmitglieder haben mir Tips für den Einsatz der Bilder gegeben. Dafür bin ich sehr dankbar und habe versucht, den Beitrag zu korrigieren. Hoffentlich klappt's diesmal.
    Einen schönen Abend

    Liebe Spur0-Gemeinde,
    angeregt durch die Diskussion um die Planung von Sandras (themack) Anlagenprojekt auf relativ kleinem Raum möchte ich gern meine zurückliegende Planung auf 460 x 320 cm vorstellen. Mir war von Anfang an klar, dass eigentlich nur ein U mit Kopfbahnhof realisiert werden konnte. Auf der Suche nach Bahnhofsplänen realer Bahnen stiess ich zufällig auf der Homepage von Frank Wieduwilt (http://wieduwilt.org/gleisplaene/kopfbahnhoefe.html) auf den Gleisplan des ehemaligen Bahnhofs "Sandstedt" der Kleinbahn Farge (Bremen) - Wulsdorf (Bremerhaven). Die Bahn existiert nicht mehr, aber Dennis Mellerowitz (https://www.drehscheibe-online…ad.php?17,4563956,4563956) hat die Geschichte auf einem anderen Forum nachvollzogen und mit vielen Bildern illustriert. Die Bahn wurde zunächst, ich glaube 1938, in Sandstedt "halbiert", so dass nur noch eine Verbindung nach Wulsdorf übrig blieb. Dieser Umstand kam meiner Vorstellung entgegen, da das Bahnhofsgebäude ganz an das Anlagenende "rutschen" konnte. Die Fiktion war dann, dass man gegenüber von den Bahnanlagen (EG, Rampe, Güterschuppen, Ladestrasse) einen neuen Bahnsteig errichtete, der durch Überqueren des Gleisstumpfes am EG erreicht wurde. Sodann verlegte ich den Lokschuppen aus Platzgründen an das andere Ende der Bahnanlagen und fügte schliesslich, um mehr rangieren zu können, ein weiteres Gleis hinzu. Trotzdem wurde das Ganze relativ eng, aber mir gefiel es, v. a. als ich auf den bereits fertiggestellten Segmenten (65 cm Tiefe) die Gleise provisorisch verlegte. An den Bahnhof sollte sich bis auf die Gegenseite des Raumes ein weiter Bogen anschliessen, der schliesslich in einem Abstellbahnhof mit Schiebebühne endet. Leider habe ich den Gleisplan mit einem Programm erstellt, der unter Windows lief, was ich nicht mehr benutze (inzwischen Mac-Anwender). Ich bin allerdings zu faul, den Plan nochmals mit einem MAC-Planungsprogramm zu erstellen. Daher habe ich versucht, ein Foto des ausgedruckten Plans anzuhängen. Ich bin durchaus gespannt auf Kommentare zu meinem Werk :S aber als Erstlingswerk in Spur 0 war für meine Begriffe nicht mehr "herauszuholen", zumal die Anlage auch möglichst unproblematisch zerlegt werden können sollte (was für eine Grammatik! ^^ ). Die Gestaltung ist inzwischen schon fortgeschritten mit dem Versuch, die Merkmale einer Marschlandschaft nachzubilden. Darüber ggf. demnächst mehr.
    Jetzt erstmal ein schönes Wochenende - Thomas M.





    Guten Abend,
    nunmehr möchte ich die Gelegenheit ergreifen, mich vorzustellen. Aus Hannover stammend lebe ich seit 5 Jahren aus beruflichen Gründen in der Schweiz. Mein Werdegang ist typisch: lange Jahre H0er - Verkauf des H0-Materials vor dem Umzug - Kauf einer Startpackung Spur 0 - seither begeisterter Spur-0er. Inzwischen ist eine kleine U-Anlage entstanden. Der Einfachheit halber habe ich zunächst als Motiv das flache Land Niedersachsens gewählt. Ein Beitrag auf einem anderen Forum über die Niederweserbahn animierte mich den Gleisplan des nicht mehr existierenden Bahnhofs Sandstedt als Vorbild zu nehmen, jedoch modifiziert. Daran anschliessend ein kurze eingleisige Strecke bis zum Abstellbahnhof. Mein Interesse gilt besonders dem Landschafts- und Gebäudebau. So sind derzeit eine Bockwindmühle und ein Fachwerkhaus nach existierenden Vorbildern im Entstehen. Dazu habe ich 2 Bilder angefügt (hoffentlich klappt's). Über den Bau will ich gern einmal berichten. Seit einiger Zeit beobachte ich das Spur 0 Magazin Forum, zuerst als Gast seit Februar als Mitglied. Es bietet wirklich viele Anregungen und Informationen. Zu politischen Themen, wie der ARGE Spur 0, beziehen neutrale Neuschweizer allerdings nicht Stellung - auch wenn es in den Fingern kribbelt.
    Sodann bis bald - Windmühle