Posts by Kallisto

    Moin,

    jedes Produkt, ein Modell noch in besonderer Weise, steht im Spannungsfeld zwischen Ausführung und Preis. Wären die Lenzmodelle teurer, wäre das Gezeter groß (wird ja jetzt schon manchmal kritisiert), naturgemäß muss in der Konstruktion entschieden werden, was noch ausgeführt wird und wo die Grenze liegt.

    Die ersten Lenz-Personenwagen, die Donnerbüchsen, haben eine ganz odentliche Innenwandverkleidung. Das hat sich aber als ziemlich teuer erwiesen, so dass diese bereits bei den Umbauwagen eingespart wurde.

    Also es gibt Großserie und Kleinserie und Kunststoff und Messing... Überlegt doch auch mal, ob ihr von der Straßenböschung aus schöne Zuggarnituren an euch vorbeifahren lassen wollt, oder ob ihr ein Ausstellungsstück in einer vollverspiegelten drehbaren Vitrine mit der Lupe aus allen Blickwinkeln studieren wollt. In letzerem Fall würde ja ein einziger, dafür teurerer Kleinserienwagen reichen.

    Herr Krug von KM1 hat bei seinem letzten virtuellen "Tag der offenen Tur" (ja, das Event heißt irgendwie anders) sehr plausibel ausgeführt, dass Triebwagen und Personenwagen ein heißes Eisen sind. Man denkt, das sind ja nur Blechbüchsen. Aber wenn dann die gleichen Ansprüche an die Inneneinrichtung wie an die Kesseldetaillierung einer Dampflok gestellt werden, dann muss man auch für einen "nur-Personenwagen" entsprechende Preise ansetzen.

    Grüße

    Kallisto

    Ganz allgemein möchte ich feststellen, dass heutige Produkte - eigentlich aller Anbieter - ein Geheimnis daraus machen, wie man Sie für Wartungs- oder Reparaturzwecke öffnen kann. Oft wird in Foren oder auf Anfragen regelrecht gemauert, oft natürlich durchaus kulant mit dem Hinweis "bitte einschicken".

    Aber unser Hobby lebt doch davon, dass man Eingriffe technischer, mechanischer oder optischer Art vornimmt. Sicherllich sind heutige Modelle so detailliert und komplex verschaltet, dass der Hersteller nicht möchte, das Laien daran Hand anlegen. Auch verständlich. Halt ein Konflikt in sich.


    Manchmal findet man Hinweise in den Foren, aber halt verstreut...


    Ich möchte anregen, dass in diesem Forum eine Rubrik erscheint "Tipps zum öffnen von Fahrzeugen" (oder ähnlich formuliert). Dabei wird man in einer Art Präambel sicher zur Kenntnis nehmen müssen, dass man Garantieansprüche aufs Spiel setzt. Aber viele Schäden durch "Trial an error" könnten dabei vermieden werden.


    Was haltet ihr davon? Was hält der Chef deses Forums davon?


    Gruß

    Kallisto

    Mein Erlebnis zu den Lenz-Wagen:


    Paket bekommen, ausgepackt - ganze Garnitur. Hingestellt, angesehen. Wow sind die geil. Richtige Eisenbahn - zunächst bei mir auf dem Küchentisch.


    Auf der Platte etwas hin und her geschoben. Da ist irgendwas. Nun, der Strom muss ja auch abgenommen werden. Noch mal in die Hand genommen. Wow, richtig schön. Eisenbahn pur.


    Genug. Erst mal wieder eingepackt. Gibt es schon Reaktionen in den Foren? Na ja, da wird sich wieder irgendetwas Unstimmiges finden. Das wird dann in alle Richtungen ausgebreitet und breit gewalzt. Das geht dann so 7 lange Seiten lang. Am Ende werde ich meine Wagen wegschmeißen wollen. Warum habe ich die nur gekauft.


    Nö hier! Meine Wagen kriegt ihr nicht zu Dumpingpreisen, weil ihr sie vorher schlecht geredet habt. Ich finde sie nach wie vor super und toll und freue mich, dass ich für diesen Preis so tolle Modelle erstanden habe! Ich werde mich lange an ihnen freuen und ein freudiges Gefühl haben, sie im Betrieb zu sehen. Wenn ich eine Unstimmigkeit finde, die mich stört (weil ich sie im Normal- und nicht nur im Chirurgiebetrieb wahrnehmen kann), werde ich zu Material und Werkzeug greifen und diese Mängel ausgleichen. Heraus kommen dann Modelle, mit denen ich noch mehr persönlich verbunden bin. Nennen wir sie "Individualmodelle" - die habe so nur ich.


    Also auch danke schon einmal an die, die dann mit konstruktiven Tipps Lösungen gefunden haben und diese veröffentlichen oder anbieten. Zum Glück gibt es auch dazu dieses Forum. In einem Threat von 1..2 Seiten wird man dazu Tipps von Modellbahnern finden, die tatsächlich Modellbahner sind, und nicht Kulturkritiker in 1:45 (sorry, oder auch 1:43,5?). Wenn es soweit gekommen ist, wird dieser Threat bestimmt schon die Seite 15 erreicht haben?


    Habt Freude mit dem schönsten Hobby der Welt. Perfekt ist das Vorbild auch nicht!


    Herzliche Grüße

    Kallisto

    Hallo Henrik,


    wäre es denkbar, dass Du zu gegebener Zeit deine gedruckten/gefrästen Teile auch einmal uns gegenüber zum Kauf anbietest? Da die Konstruktionen ja getätigt sind, müssten diese "nur" noch ein weiteres Mal gedruckt bzw. gefräst werden.


    Ich wäre jedenfalls sehr interessiert! Den Deutz 6-achser habe ich schon geraume Zeit in meinem "Beute-Portfolio". Reizvoll scheint mir auch ein adäquater Sound mit dem charakteristisch niedertourig brummelnden Deutz-Motoren.


    Alles Gute noch für das exzellente Projekt!

    Thomas

    Hallo Olaf,


    vielleicht passen schon die von Moog:

    https://www.0mobau.de/federn/1…ket-36-mm-unbelastet.html


    Sonst auch aus Einzelteilen selbst zusammenbauen, Ausgangsmaterialien z.B. hier:


    https://www.bauermodellbau.de/?ai%5Bf_search%5D=feder


    Die Federpakete für sich könnte man noch relativ einfach aus Federbronzeblechstreifen individuell zuschneiden (Längen, Zahl der Lagen) und damit dem ETA anpassen. Dann braucht man halt noch die Schaken etc.


    Sind die Schakenböcke noch vorhanden? Wie gesagt, ggf. bei Bauer nachgucken. Ggf. auch noch bei https://www.dcc4u.de/ suchen.


    Herzliche Grüße

    Thomas

    Sorry, ich kann mich nicht zurückhalten...


    der Wagen sieht um so vieles authentischer aus als viele perfekte Modelle bzw. Umbauten.


    Wenn man sich mal Vorbildfotos ansieht, so sehen die meisten Fahrzeuge deutlich mitgenommener aus als das, was wir in den Schachteln kaufen.


    Auch wenn der Experte vielleicht den einen oder anderen Fehler findet, der Wagen in seiner Gesamtanmutung entspricht genau meiner Wahrnehmung von Fahrzeugen aus den entsprechenden Epochen.


    Herzliche Grüße

    Kallisto

    Hallo Leute,

    was mich an dem Wagen gestört hatte war... Nun es gibt 1:45 und 1:43,5, aber nach meinem Gefühl war der Wagen noch größer als 1:43,5 dimensioniert. Daher harmonierte er vom Volumeneindruck nicht so sehr mit anderen Fahrzeugen. Auch in Bezug zu anderen 1:43,5-Modellen waren die Puffer eigentlich immer höher und weiter auseinander.


    Gruß Kallisto

    Guten Abend,

    ich möchte mich dem gesagten ausdrücklich anschließen. Ob man 0e oder 0m gestaltet ist keine Frage von Religion oder Parteizugehörigkeit. Beides ist einfach schöner Modellbau und jedem steht es frei, für welches Vorbild oder welche Modellanmutung er sich entscheidet. Schmalspur hat zudem den Vorteil, dass es ganz viele NE- und Privatbahnen gab, das Material von einer Bahn zur nächsten verkauft oder verliehen wurde und das u.U. auch Fahrzeuge umgespurt worden sind. Hier gilt noch mehr als für Normalspur: Erlaubt ist was gefällt!


    Ich kann überhaupt nicht verstehen, warum in dieser Sache Konfliktszenarien aufgebaut werden. Freuen wir uns doch an allen Aktivitäten, die zu schönen Modellen oder Modellbahnen führen. Auch gibt es hier eine schöne Szene "friedlicher" Modellbauer (u.a. NUSSA, Spezialzeitschriften etc.)


    Gruß Kallisto

    Hallo in die Runde,

    wie man die Sache dreht - es sieht nicht gut aus.


    Die Tage finden statt und es kommen viele

    --> Die Einschränkungen (Wartezeiten etc.) machen den Besuch zu keinem Vergnügen.


    Die Tage finden statt und es kommen eher wenige (vielleicht so um die 25%?)

    --> Die Veranstaltung ist für Händler und Hersteller ineffektiv


    Die Tage fallen komplett aus

    --> ...dann ist das Jahr vertan - nun, Spur Null ist nicht der Nabel des Lebens.


    Ich würde den Veranstaltern im Falle einer Ausrichtung auf jeden Fall raten, die Karten bereits im Vorfeld zu verkaufen und auf bestimmte Zeitfenster verbindlich aufzuteilen, damit es nicht zu erheblichen Stauungen und Wartezeiten kommt.


    Herzliche Grüße

    Kallisto

    Danke allen für die interessanten Antworten.


    Dann sind ganz leere Wagen wohl äußerst selten unterwegs gewesen. Es gibt ja theoretisch drei mögliche Beladungszustände:


    - mit vollen Behältern
    - mit leeren Behältern
    - ganz ohne Behälter


    Die Aussage mit der abgeschalteten Bremsfunktion bezieht sich sicherlich nur auf die ohne Behälter fahrenden Fahrzeuge?!


    Herzliche Grüße
    Kallisto

    Hallo Leute,
    ich hatte dazu schon einmal etwas gelesen, doch kann ich die Quelle partout nicht mehr finden. Welcher Experte weiß Rat?


    Es geht um den Behälterverkehr mit den Tragwagen BT 30 … BT 58 der frühen DB. Durften diese (bzw. einige dieser) Baureihen auch ohne Behälterbeladung in Zügen fahren? Ich bilde mir ein, mal gelesen zu haben, dass dies aus Gewichts- oder Bremsgründen nicht zulässig war? Doch: Wie fuhren entladene Wagen dann zum nächsten Einsatz? oder mussten Sie im Zielbahnhof darauf warten, dass wieder Behälter von den Kunden zurück kamen?


    Vielen Dank für jeden Hinweis (auch auf konkrete Quellen zu dieser Fragestellung).


    Herzliche Grüße
    Kallisto

    Hallo,
    zu dem Plan hätte ich noch eine ganz andere Anmerkung. Die beiden Schenkel sind exakt mit einem 90°-Winkel verbunden. Die Gleise verlaufen über die gesamte Länge parallel zur jeweiligen Rückwand.


    Es würde gefälliger wirken, wenn diese Parallelen ein wenige gebrochen würden - durch leichte Schräglage oder eine partiell leicht geschwungene Gleisführung.


    Liebe Grüße
    Kallisto

    Hallo,


    ich verstehe das so, dass die 64 DB/DR Epoche 3 in größerer Serie aufgelegt wird, nur die Epoche 2 und Epoche 4-Varianten gibt es befristet und auch in kleinerer Auflage.
    Ferner interpretiere ich, dass es hier auch kein Limit nach oben geben wird, sondern halt nur nach unten ("mindestens 10 Stück...").


    Wer kann mir helfen: Wird es auch eine Möglichkeit geben, die alten BR 64-Serien mit Dampfgenerator auszurüsten?


    (Tja, 'Lenz fragen' höre ich schon. Mache ich auch. Doch wenn es schon jemand weiß, muss hier nicht jeder bei Lenz nerven).


    Herzliche Grüße
    Kallisto

    Und was ich noch vergessen habe:


    Die meisten Gleisplanvorschläge der etablierten Eisenbahnliteratur sind für uns Nuller ungeeignet, will sie in der H0- und kleiner Denke konzipiert sind. Hier geht es am Ende der Anlage immer mit 36 cm-Radius (oder so etwa) um die Ecke (offen oder verdeckt). Das klappt halt in Null nicht mehr...


    Tschüss
    Kallisto

    Ja, ich stimme vielen Posts zu, dass man sich erst einmal in die Spur 0 eindenken und eingewöhnen muss.


    Kurze Anekdote: Ich was als Schüler bei einem Kollegen meiner Mutter eingeladen, der hatte Spur 0 im Keller. Vorab dachte ich mir: Hat der wohl auch eine V 200 und eine große Dampflok und vielleicht schon eine E 03... Ich kam halt von H0 und hatte als Steppke schon all sowas, ich glaube 10 Lokomotiven waren mein Stolz.


    Ich kam in den Keller: Eine Pola T3, eine selbstgebaute kleine Diesellok, ein selbstgebauter Wismarer Schienenbus. An den Loks mal so 3...5 Wagen (oder verteilt auf der ganzen Anlage?). Ich weiß nicht mehr, ich denke 4 oder 5 Weichen. Selbstgebaut und genagelt. Heidebahn. Empfangsgebäude selbst vermessen und nachgebaut. Bäume und Büsche. Einen geschenkt bekommt, der Rest selbstgebaut.


    Jetzt etwas Betrieb. Zug kommt von der Strecke in den Bahnhof. Lok absetzen - nein GmP, also Güterwagen ans Ladegleis. Lok umsetzen. Hin und her und hin. Alles mit der Hand ab- und ankuppeln, halt Originalkupplung mit Federpuffern. ...


    War ich Steppke jetzt enttäuscht? Nein, ich war infiziert: Das war Eisenbahn!!! Das wollte ich auch. Nicht die große N-Anlage auf der Verbrauchermesse mit 10 gleichzeitig ratternden Zügen, sich im Großstadtbahnhof ruckartig in ihrer Hast ablösten. Wenig Jahre später bin ich dann auf "Null" umgestiegen.


    Oben genannter Raum war übrigens noch kleiner, als der hier zur Rede stehende.


    Weniger ist mehr!


    Hinsichtlich der Gleisplanfindung empfehle ich, sich mit den aktuellen gut illustrierten und kommentierten Heften und Broschüren zu befassen. Zum Beispiel das SNM Magazin oder die aktuellen Publikationen von OOK im Miba/Klartext Verlag.


    Gruß Kallisto

    Hallo Tschokko,


    nun so klein ist die Anlagenfläche ja nicht. Problem bei Spur 0 ist immer, "die Kurve(n) zu kriegen". Halbwegs akzeptable Kreisradien fressen meistens die Hälfte des Platzes schon auf.


    Daher eine Anregung: Schon mal an Schmalspur gedacht? Man könnte ein Spur 0 Bahnhofsfragment realisieren, welches keine Streckenentwicklung darstellt, und dann einen Übergang zu einer Schmalspur mit aufgeschemelten Regelspurgüterwagen (Rollböcke oder Rollwagen). Die Schmalspur könnte dann mit deutlich engeren Radien auch noch ein wenig Streckenentwicklung aufweisen.


    Du hättest also:
    - ein Stück "große Eisenbahn"
    - einen Übergangsbahnhof mit viel Rangier- und "Spiel"-möglichkeit
    - und eine "Paradestrecke" (hätte man früher mal bei Anlagenentwürfen so gesagt).


    Alternativ ginge auch eine Straßen- oder Industriebahn.


    ...und alles in Spur 0-Anmutung und mit Spur 0-Fahreigenschaften!
    Herzliche Grüße
    Kallisto

    Liebe Leute,


    der Güterverkehr hat es nun einmal an sich, dass viele Waren ihren Ausgangspunkt oder ihr Ziel im Ausland haben. Nicht zuletzt wurde aus diesem Grunde auch das EUROP-System entwickelt. So kann man in Güterzügen einen hohen Anteil ausländischer Fahrzeuge beobachten - ein Tatbestand, der sich nach meiner Wahrnehmung nur unzureichend im Bestand des Spur-Nuller-Wagenparks widerspiegelt.


    Deshalb plädiere ich für eine häufigere Realisierung:


    - ausländischer Wagentypen (ja, FS-Spitzdachwagen finde ich da besonders klasse!)
    - inländische Wagen, die, ggf. mit leichten Abwandlungen, auch von ausländischen Bahnverwaltungen beschafft worden sind.


    Schönen Abend
    Kallisto