Posts by minicooper

    Kleiner Nachtrag:

    Um zum Programmieren die Lok nicht öffnen zu müssen, habe ich die beiden Schalter von innen nach außen verlegt, wo sie leicht zugänglich sind. Es mussten lediglich zwei kleine Löcher zur Befestigung der Pertinaxplatte mit Spitzschrauben durch die Kunststoffabdeckung gebohrt werden, die drei Litzen konnten durch ein vorhandenes Loch im Chassis gezogen werden.




    Für die zahlreichen Daumen und Pokale bedanke ich mich, es freut mich, wenn ich dazu anregen konnte, wie auch ohne den ausstehenden Großbahndecoder auf den kernigen Mayer-Sound nicht verzichtet werden muss. Niemand weiß, ob bzw. wann unter den heutigen Bedingungen die 900er Serie erscheinen wird.

    Hallo Dirk,

    danke für Deine Ausführungen.Mittlerweile sind mir die genannten Eigenschaften auch klar.


    Je nach Ausführung kann die ADAPLU-Platine auch 5V bereitstellen.

    Diese Adapterplatine habe ich auch verwendet, nehme die 5 Volt aber vom Lokpiloten.


    An den Kondensatoranschluss an der Platine kann ein 16v Elko ohne weitere Schaltungen angeschlossen werden.

    Noch habe ich keinen Kondensator angeschlossen, weil die Stromabnahme von 8 Rädern wirklich sehr gut ist. Sollten sich aber Aussetzer bemerkbar machen, was bisher nicht der Fall ist, dann wartet in der Bastelkiste schon ein dicker Elko.


    den Lokpiloten könntest du dann in Urlaub schicken

    Ich möchte den Zimo ausschließlich zum Fahren und als Soundgenerator verwenden. Allein die Lenz Kupplungen ziehen 1 Ampere, damit möchte ich den "kleinen" nicht unnötig belasten. Zudem ist mir das Programmieren mit dem ESU Gerät bestens vertraut, allein deswegen bleibt der Lopi weiterhin tätig. ;)

    Vorgeschichte

    werte Freunde des gepflegten Sounds,

    Nach längerer Pause habe ich nun auch meine zweite Lollo, die V160 002 auf eine neue Ansteuerung mit alternativem Sound umgebaut. Der erste Umbau auf einen ESU Loksound 5 L ist in diesem Thread bereits beschrieben, an dessen Ende ich auch diverse Probleme und Hürden beklagt hatte, die sich bei meinen ersten Versuchen mit einem Zimo-Sounddecoder ergaben. Der Übersicht halber eröffne ich für den Umbau auf Zimo-Sound diesen separaten zweiten Teil des Berichtes.


    Ziel war es, den Sound der V160 002, der von Alexander Mayer exakt von dieser Lok aufgenommen wurde, in meine Lenz Lollo 002 zu übertragen. Den vollständig programmierten Decoder MS 450 habe ich mit aufgeladenem Sound für einen zusätzlich zu entrichtenden Obulus von 15 Euro bei Fischer Modellbau erworben. Von Zimo wird dieser Decoder ausdrücklich auch für Spur 0 Loks empfohlen, was mich bewogen hat, nicht auf den angekündigten, wegen Mangel an bestimmten Elektronikteilen jedoch (noch) nicht erhältlichen Großbahndecoder aus der 900er Serie zu warten.


    Kommt Zeit, kommt Rat

    Trotz anfänglicher Widrigkeiten ist es mir nach vielerlei Versuchen doch noch gelungen, die CV’s des Zimo-Decoders mit Hilfe des ESU-Programmers zumindest einzeln auszulesen und zu programmieren. Zwar kann die komfortable Oberfläche des Programmers nicht verwendet werden, aber zum Einstellen der wichtigsten Parameter reicht die Methode, CV’s lesen und schreiben zu können vollkommen aus, zumal sich das Ergebnis sofort mit dem integrierten Fahrpult überprüfen lässt. Ebenso ist es möglich, die Lautstärke der einzelnen Soundslots des Zimo-Decoders über POM zu verstellen, wodurch die unmittelbare Kontrolle und Korrektur während des Fahrens möglich ist. Wer sich mit der durchaus anspruchsvollen und komplexen Bedienungsanleitung der Zimo-Decoder ernsthaft beschäftigt, gelangt ( für mich wider Erwarten) in einen Bereich, in dem es tatsächlich möglich ist, auch ohne den Programmer wichtige Einstellungen erfolgreich durchzuführen, aber es bedarf doch eines nicht unwesentlichen Zeitaufwandes.


    Zusammenspiel

    Immerhin konnte ich das bei Auslieferung des Sounddecoders vorhandene „Motorhoppeln“ komplett beseitigen und tatsächlich einen seidenweichen Lauf des Lenz-Motors erreichen. Da der Decoder nicht nur sehr gute Fahreigenschaften lieferte, sondern auch das ABC Bremsen und der Kupplungswalzer erfolgreich einzustellen waren, gab es nur eine Lösung: Der Zimo-Decoder dient einzig zum Fahren mit Sound, einen ESU Lokpiloten verwende ich für die Ansteuerung der Funktionen. Die Belastbarkeit des Zimo von 1,8 Ampere (2,5 Spitze) reicht vollkommen aus, und mit der maximalen Stromaufnahme des Lenz-Motors von 600 mA bleiben noch genügend Reserven.


    Die benötigten Funktionen übernimmt der Lokpilot 5 L in erster Linie deswegen, weil er genügend Strom für die elektrischen Kupplungen liefert und den richtungsabhängigen Lokführerwechsel ermöglicht. Denn von seiner Platine lassen sich die 5 Volt für die beiden kleinen Motoren abgreifen. Außerdem ist auch der Komfort, den Lokpiloten mit dem ESU Programmer einstellen zu können, von nicht unwesentlicher Bedeutung. Beispiel Kupplungswalzer: Während der Fahrdecoder automatisch das Andrücken und Abrücken beim Entkuppeln übernimmt, betätigt der Lokpilot die Kupplungen genau zu Zeitpunkt und Dauer und mit der richtigen F-Taste, was spielend einfach eingestellt werden kann. Die beiden Decoder habe ich bereits vor ihrer endgültigen Unterbringung in der Lok mittels fliegender Verdrahtung nacheinander weitgehend programmiert.


    Hardware

    Der Einbau der ESU-Platine Einbau entspricht dem Vorgehen im oben verlinkten Umbaubericht auf den Loksound 5 L, der dieselben äußeren Dimensionen aufweist, wie der Lokpilot 5 L. Diesmal habe ich auf Vorwiderstände für die Front- und Kabinenbeleuchtung verzichtet, und die Spannung über den 5 Volt-Ausgang eingespeist. Bei meiner Lollo 004 werde ich die Widerstände ebenfalls wieder entfernen, weil die Spannungsbegrenzung auf den Lichtplatinen bestens funktioniert. Ansonsten entspricht die Verdrahtung mit Ausnahme der Motoranschlüsse derjenigen des ESU Loksounds 5 L, wie ich sie im verlinkten ersten Teil des Berichtes beschrieben habe.


    Für die Montage des Zimo-Decoders schnitt ich eine Pertinaxplatte zu, einen Streifen, der auf die beiden Befestigungen des Motors mit zwei Spitzschrauben befestigt wird. Auch hier hatte Lenz offenbar hellseherische Fähigkeiten, denn die beiden Kunststoffbügel sind mit je einer Bohrung ausgestattet, die sich ideal für die Montage der Grundplatte anbieten.


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    Die Verdrahtung des Zimo-Decoders bestand lediglich aus der Verbindung zum Motor, Lautsprecher und zu den Strom abnehmenden Kabeln. Hier ist noch eine Besonderheit zu erwähnen für den Fall, dass einer der Decoder vielleicht einmal umprogrammiert werden sollte:

    Beide Decoder sind auf dieselbe Adresse (60) eingestellt. Naturgemäß werden sie separat programmiert. Das ist nur möglich, wenn beide galvanisch voneinander getrennt sind, weil andernfalls Fehlermeldungen auftreten. Deswegen habe ich nur den gemeinsamen Anschluss „Schiene links“ mit beiden verbunden, nicht aber den Anschluss „Schiene rechts“. Dieser läuft über zwei kleine Schalter, die ebenfalls auf der Pertinaxplatte angebracht sind. Auf diese Weise können die Decoder einzeln vom Gleis zu- bzw. abgeschaltet werden und lassen sich leicht programmieren.


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    Das Ergebnis

    Die Lautstärke des 3 Watt-Ausganges kann und möchte ich niemals ausschöpfen, die Klangqualität des 16 Bit Decoders gefällt mir sehr gut. Da der Decoder bereits vorprogrammiert ist, finden sich spezielle Funktionen, die dem Steuern der Lok ihren besonderen Reiz vermitteln. So lässt sich z. B. mit Taste F2 das „Segeln“ im Leerlauf wiedergeben, mit Taste F9 kann man den Motor mittels Regler im Leerlauf hochdrehen (Gas geben ohne dass ein Gang geschaltet ist). Die Gesamtlautstärke kann während der Fahrt mit den Tasten 24 (+) und 25 (-) beeinflusst werden. Auch sind eine Menge Geräuschfunktionen abgelegt, vor allem aber liegt eine sehr gute Beschreibung zum download bereit, die sowohl die Belegung der F-Tasten, als auch die CV’s benennt, die zum Mappen und dem selektiven Einstellen der Lautstärke einzelner Sounds zugehörig sind.


    Damit keine Verwirrung entsteht: Anfangs hatte ich den ESU-Sound in der 002, nachdem ich aber den Mayer-Sound für meine zweite Lollo hinzugeorder hatte, tauschte ich nach dem Umbau einfach die Gehäuse der Loks aus. Mir gefällt besonders, dass beide Lollos unterschiedlich klingen, und dass die 002 jetzt genau den Maybach-Sound hat, der auch in ihrem Vorbild erklungen ist.


    Zum Abschluss meiner Berichte hier noch ein Video mit Soundstudie der beiden 160er 004 und 002, viel Spaß beim Zuhören:


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    Was ich mich gerade frage: ist es nicht möglich zwei Decoder gleichzeitig in eine 218 einzubauen?

    Hallo Jörg,

    bei Verwendung eines ESU Loksound halte ich dieses Vorgehen für überflüssig, weil Du sämtliche Funktionen auch mit dem Loksound L oder XL hinbekommen würdest. Du würdest Dir den überflüssigen Nachteil einhandeln, beide Decoder mit Schaltern galvanisch voneinander zu trennen, weil nur jeder Decoder für sich programmiert werden kann (Fehlermeldung: Kein Decoder gefunden o.ä.). Beim "kleinen" Zimo MS 450 hatte ich die Kombination aber auch schon in Erwägung gezogen, allerdings nur als ultima ratio. Im Moment bin ich noch am Experimentieren.

    Zweite Lollo, anderer Sound

    Gerade auch in Verbindung mit dem neuen ESU Sound habe ich mich in die Lollo ein wenig verguckt, und weil ich mich schon beim Kauf der 002 wegen der Farbgebungsvarianten mit der Entscheidung schwer tat, habe ich mir kurzerhand noch ein weiteres Exemplar, die V160 004 zugelegt. Neugierig war ich auf den Unterschied zwischen dem ESU-Sound und dem von Alexander Mayer, den es z.B. bei Fischer-Modell auf einen Zimo Decoder aufgeladen zu kaufen gibt. Kurzum: Meine zweite Lollo soll diesen Mayer-Sound erhalten.

    Leider ist der von mir favorisierte MS 950 bzw. 990, die von den Dimensionen und Leistungsmerkmalen etwa dem Loksound L bzw. XL von ESU entsprichen, immer noch nicht im Handel. Auf Nachfrage bei Zimo kann ein Liefertermin nicht genannt werden, da offenbar ein bestimmtes Bauteil „nicht aufzutreiben“ sei.

    Deswegen stieß ich auf den kleineren 16 Bit Sounddecoder MS 450 P22. Dieser bringt in Verbindung mit der Platine ADAPLU50 bereits regulär 1,8 Ampere und wird von Zimo ausdrücklich auch für Spur 0 Fahrzeuge empfohlen. Auch seine 3 Watt Ausgangsleistung des Verstärkers genügen mir voll und ganz, der Loksound L leistet schließlich auch nicht mehr. Der Loksound XL bietet natürlich mehr an Watt und damit Lautstärke, die Klangqualität ist aber nicht allein von der Ausgangsleistung eines Verstärkers abhängig, sondern nur so gut, wie das schwächste Glied in der Kette Signal - Verstärker - Lautsprecher es zulässt, was bei der Modellbahn der Lautsprecher ist. So habe ich nun den MS 450P22 mit aufgespieltem Mayer-Sound und der dazu passenden Adapterplatine bestellt.


    Mit Ausnahme meines Breuer von Brawa verwendete ich bisher ausschließlich Decoder von Lenz und ESU. Vor dem Zimo-Decoder hatte ich gewissen Respekt, denn ich besitze keinen Zimo Programmer, und der Blick in die Dokumentation des Zimo lässt einen dank seiner Komplexität eher erschaudern als fröhlich mit dem Decoder herumzuprobieren. Nein, wegen eines einzigen Decoders in meinem Fuhrpark werde ich keinen Programmer für knapp 200 Euro kaufen, und mich auch nicht tief in die Materie der Dokumentationsorgie reinknien, die aus meiner Sicht fast einem eigenständigen Hobby gleicht.


    Probleme über Probleme

    Bevor ich mich überhaupt an den Umbau heranmachte, stellte ich erst einmal eine kleine Versuchsschaltung auf, wobei ich einen Faulhabermotor aus der Bastelkiste und einen Visaton Lautsprecher mit dem neuen Decoder verband und ans Gleis anschloss. Was da aus dem schlichten Lautsprecher ohne Schallgehäuse herauskam ließ schon aufhorchen, den typischen Sound des Maybach Motors scheint Herr Mayer hervorragend getroffen zu haben. Nun wollte ich die Adresse des Decoders auf die vorgesehene CV1 = 60 ändern, doch es gab keinerlei Reaktion des Decoders, außer einer Fehlermeldung. Ich betreibe meine Anlage mit der schwarzen Z21, da sollte doch das Programmieren der Grundeinstellungen kein Problem sein. Rat suchend nutzte ich Google und fand tatsächlich einige Leidensgenossen, die mit dem Decoder MS 450 dasselbe Problem hatten und es bisher trotz Rücksprache mit Zimo nicht lösen konnten. Einen Tipp habe ich aber aufgenommen, nämlich den Anschluss an den ESU Programmer und die Einzelprogrammierung der CV 1. Zwar meldet der Programmer ebenfalls einen Fehler, wenn man das ignoriert, nimmt der Decoder den neuen Wert aber trotzdem an, lediglich das Auslesen ist nicht möglich.


    Der mit dem Sound bespielte („coded“) Decoder ist bereits vorkonfiguriert, die Funktionstasten sind alle belegt, was gut in der Beschreibung dokumentiert ist. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Belegung der Tasten schon, aber daran kann man sich ja gewöhnen.


    Ernüchterung

    Jetzt wollte ich die Lok aber mal fahren sehen und vor allem den Sound aus dem Lautsprecher der Lok hören. So installierte ich eine fliegende Verdrahtung, nur mit Sound und Motor, nachdem ich den Lenz-Decoder elektrisch getrennt hatte. Doch Ernüchterung machte sich breit: Während der wirklich gut gelungene Sound ertönte, zeigte der Motor keinerlei Reaktion. Schloss ich den Testmotor erneut an, bewegte dieser sich ordnungsgemäß. Die Kontrolle des Lenz-Motors mit Gleichspannung zeigte dann wieder normales Verhalten, auch der Anschluss an den Lenz-Decoder ließ die Lok einwandfrei fahren. Es musste also an der Voreinstellung der Motorkonfiguration liegen. Vielleicht gibt es Möglichkeiten, mittels CV-Einstellungen die richtigen Werte für ein vernünftigen Motorlauf zu erreichen, allein der Aufwand dieses ohne Programmer und mit den o. g. Umständen der Annahmeverweigerung neuer CV-Werte zu bewältigen, ließ mich an dem ganzen Projekt zweifeln. Außerdem kamen mir inzwischen Bedenken, ob der Decoder überhaupt die verbrauchsstarken Kupplungen bewegen würde. Es stand nun die Überlegung an, entweder das ganze Projekt „Mayer-Sound“ zu verwerfen, oder eine praktikable Lösung zu finden, die sowohl die Verwendung des gelungenen Sounds erlaubt, gleichzeitig aber auch alle Möglichkeiten eröffnet, die erforderlichen Funktionen auszuführen.


    Arbeitsteilung

    Die angedachte Lösung bestand darin, dass ich entweder den Lenz-Decoder belasse und mit ihm alle logischen Funktionen einschließlich Motorversorgung ansteuere. Auf diese Weise hätte ich auch das Problem mit dem Kupplungswalzer gelöst und die 5 Volt für den Lokführerwechsel stünden mir ich auch zur Verfügung. Gesagt getan, wieder zunächst provisorisch verdrahtet koppelte ich nun beide Decoder natürlich mit derselben Adresse an und machte Probefahrten bzw. -bremsungen. Das Ergebnis war recht verheißungsvoll, das Fahrgeräusch passte sich den gewählten Fahrstufen an, und mit den CV-Einstellungen für Geschwindigkeit und Massensimulation dürfte es kein Problem sein, den Sound mit den Fahreigenschaften optimal zu synchronisieren. Es macht in dieser Phase bereits Spaß, und endlich kam nach anfänglicher Enttäuschung erstmalig das Gefühl einer gewissen Freude über den Zimo-Decoder auf.

    Da ich ihn sowieso nicht umprogrammieren kann und die für mich einzig wichtige Variable die Verstellung der Lautstärke ist, die sich bereits vorbereitet mit zwei F-Tasten lauter und leiser stellen lässt, werde ich die Zuleitung zum Gleis mit einem kleinen vom Boden der Lok zugänglichen Schiebeschalter unterbrechen, falls der große Decoder einmal umprogrammiert werden sollte. Obwohl der Lenz-Decoder einwandfrei arbeitet, habe ich mich für den Austausch gegen einen Lokpiloten L V5 entschieden. Diesen kann ich wesentlich einfacher und risikoloser programmieren, als den Lenz, auch wenn ich im Besitz eines Lenz-Programmers bin. Ich glaube, dass der ESU Programmer von allen der bedienerfreundlichste ist, aber das ist nur meine persönliche Meinung.

    Über den weiteren Verlauf werde ich berichten, wenn der Lokpilot zur Verfügung steht, und am Ende ein Video einstellen, um den Vergleich von ESU- und a.Mayer-Sound zu dokumentieren.

    Da hast Du Recht Jörg, das ist schwer zu beschreiben. Auf meinem Dachboden empfinde ich den Sound bei mäßiger Lautstärke als sehr angenehm, wobei sicherlich auch der Visaton Lautsprecher seinen Anteil hat.

    Ich schließe übrigens nicht aus, mir noch eine weitere Lollo zu gönnen und diese dann mit einem Zimo MS Decoder und A.Mayer-Sound auszustatten. Leider ist der MS 950, der von den Dimensionen dem ESU 5 L entspricht, noch nicht im Handel angekommen. Gegebenenfalls würde ich den MS 450 nehmen, der immerhin mit 1,2 Ampere (2,5 A Spitze) belastet werden kann, aber das überlege ich mir noch.

    Hallo Jörg,

    auch der Loksound L Version 5 hat auf seiner Platine zwei dicke Elkos, die zusammen mit der m. E. guten Stromabnahme der Lok für eine gute Pufferung ausreichen. Ich habe zwar alle Weichenherzstücke polarisiert, bin aber ziemlich sicher, dass die Spannungsversorgung auch dann gewährleistet ist, wenn kurze stromlose Abschnitte zu überwinden sind. Übrigens, die Lok verbraucht mit acht Güterwagen selbst auf einer Steigung von 3,5 Pro maximal 600 Milliampere!

    Werte Forumsgemeinde,

    angeregt durch den sehr guten Thread von Michael (Miching) über die V 160 002 habe auch ich mich entschlossen, mein Exemplar mit einem „auswärtigen“ Decoder, dem Sound eines Maybach-Motors auszustatten. Schwankte ich anfangs noch zwischen Zimo-Sound von A.Mayer und Loksound von ESU, entschied ich mich für den ESU Loksound L V 5.0. In der Soundbibliothek von ESU wird der 16-Zylinder-Dieselmotor Maybach MD 870 der Vorserienlok zum Download angeboten.


    Vorbereitungen

    Zuerst werden wie üblich der werksseitig verbaute Decoder und die Führerstände entfernt. Dazu müssen nur wenige Lötverbindungen gelöst, Stecker herausgezogen und Schrauben entfernt werden. Danach werden die beiden Führerstände mit den beweglichen Lokführern entnommen, mit denen zunächst ein kurzer Test mit 5 Volt aus dem Labornetzgerät erfolgt, um sich mit der Funktion der Motoren vertraut zu machen: Plus und Minus 5 Volt angelegt und umgepolt, um die jeweiligen Endlagen der Lokführer zu erreichen - funktioniert!


    Ebenfalls zu den Vorbereitungen gehören Versuche, die Anschlusskabel der Lichtleiterplatten den Leuchtdioden für weiß, rot und Kabinenlicht zuzuordnen. Für diese Versuche habe ich eine geringe Spannung von 5 Volt verwendet. Der geneigte Nachbauer kann sich das aber ersparen, weil ich die ermittelten Kabelfarben weiter unten benenne.


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    Das Herz der Lok

    Weiter geht es mit der Befestigung der Adapterplatine des neuen Decoders, die beim 5 L immer mitgeliefert wird. Als hätte Lenz es geahnt befinden sich an der Stelle der ursprünglichen Decoderbefestigung zwei Bohrungen mit M2,5 Gewinde, die genau den benötigten Abstand für die Löcher in den Platinen aufweisen. Zwei zugeschnittene Distanzröhrchen von 6 mm Länge zwischen Chassis und Platine sorgen dafür, dass sich der darunter liegende Drehgestellzapfen frei bewegen kann. Die Platine sitzt fest, die einseitige Befestigung mit zwei Schrauben reicht vollkommen aus.


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    Widerstände und Kabelsalat

    Nun kann mit der Verdrahtung begonnen werden, zuerst mit den von den Stromabnehmern und vom Motor kommenden Kabeln rot und schwarz jeweils an plus und minus von „Mot“ bzw. „Trk“ auf der Platine.

    Weiter geht es mit der Verkabelung der beidseitigen Frontplatinen, auf denen sich die weißen und roten Leuchtdioden befinden.

    Es gibt zweierlei Möglichkeiten, die LED’s anzusteuern. Einerseits können die für Servos vorbereiteten Ausgänge, die eine Spannung von 5 Volt liefern, verwendet werden. Der Vorteil besteht darin, dass keine Vorwiderstände eingeschleift werden müssen, denn in den Lichtplatinen ist eine schützende Spannungsbegrenzung integriert, die man an den zahlreichen SMD Bauteilen erkennen kann.


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    Dennoch habe ich mich für die übliche Bestückung mit Widerständen von den Ausgängen FL, RL, aux1 und aux2 entschieden, um einheitlich zu meinen anderen Loks mit ESU-Decodern zu verfahren. Deswegen bedarf es der Vorwiderstände, deren Werte an die Ausgangsspannung der Ausgänge des Decoders von 14 bis 17 Volt angepasst werden müssen. Die relativ unkritischen Werte, mit denen die LED’s zwischen 14 und 18 Volt hell leuchten, sind:


    Weißes Licht = 1,2 Kiloohm

    Rotes Licht = 1,8 Kiloohm

    Kabinenlicht = 8,2 Kiloohm


    Von jeder der beiden frontalen Lichtplatinen kommen zwei dreiadrige Kabelbäume und ein separat rotes Kabel. Ein Kabelbaum ist verbunden mit dem Lichtleiter von Stirn- und Kabinenlicht, der zweite endet blind und wird an die Widerstände angeschlossen und zwar folgendermaßen:


    Führerstand 1

    ROT = Gemeinsamer Pluspol (U+)

    SCHWARZ = Frontlicht weiß (FL)

    BLAU = Frontlicht rot (aux 1)

    ROT separat: Kabinenlicht (aux 3)


    Führerstand 2

    ROT = Gemeinsamer Pluspol (U+)

    SCHWARZ = Frontlicht weiß (RL)

    BLAU = Frontlicht rot (aux 2)

    ROT separat: Kabinenlicht (aux 4)


    Für die Kupplungen habe ich die Ausgänge aux 5 und aux 6 verwendet, hier wieder die roten Kabel an U+, die schwarzen an die beiden Ausgänge angelötet.


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    Fahrerwechsel

    Erfreulicherweise ist es möglich, das Lenz’sche Alleinstellungsmerkmal „abtauchender Lokführer“ auch bei einem ESU Decoder beizubehalten. Die Schaltung hierfür ist simpel und bedarf nur zweier doppelpoliger Relais und Widerstände. Darüber werden die Motoren der Lokführer gespeist, die dann durch Polwendung erscheinen oder verschwinden .

    In meiner Bastelkiste fand ich allerdings nur Relais, deren Spulen für 6 Volt ausgelegt waren, doch mit einem Vorwiderstand von 180 Ohm 1/2 Watt konnte ich sie trotzdem verwenden. Das Relais schaltet eine vom Decoder generierte geregelte Gleichspannung von 5 Volt zu den Motoren, wobei es je nach Bedarf ( Fahrtrichtung) die Spannung umpolt. Ein dazwischen geschalteter Widerstand von 68 Ohm sorgt dafür, dass der unter Dauerspannung stehende Motor nicht heiß wird. Die beiden Relais habe ich nahe der Führerstände in Fahrtrichtung links am äußeren Rand aufgeklebt, wo sie außen exakt plan mit dem Chassis abschließen. Die Ausgänge aux 7 und aux 8 versorgen die Relais, die Lötpads +5V und GND die Motoren. Zu erwähnen ist noch eine Schutzdiode N 4148, die parallel zur Relaisspule geschaltet wird, wobei deren Kathode (schwarzer Strich) an den U+ Anschluss kommt.



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    Der Sound

    die einzige elektrische Verbindung zwischen Chassis und Gehäuse besteht aus der Zuleitung vom Decoder zum Lautsprecher. Um nicht zum allfälligen Öffnen der Lok die Kabel vom Lautsprecher entlöten zu müssen, habe ich die Zuleitung mit einer Steckverbindung versehen.



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    Die Lok ist nun fertig verdrahtet, lediglich müssen vor der Probefahrt noch der Decoder auf die Platine gesteckt, die Sounddatei mittels Programmer geladen, und die wichtigsten Parameter eingestellt werden. Jetzt die Taste F3 gedrückt und es erbebte der Dachboden, so hoch war die Voreinstellung der Lautstärke. Schnell die CV 63 auf den Wert 40 herunter gesetzt, dann konnte ich den bulligen Sound des Maybach-16 Zylinder-Motors genießen. Jetzt hat die schöne Lollo den Sound, den sie verdient und der sicherlich nicht nur das Herz eines jeden Harleyfans höher schlagen lässt.

    Vorausgeschickt sei, dass ich ein großer Freund der Firma Lenz und auch von deren Service sehr angetan bin. Trotzdem kann ich die feindselige und fast schadenfrohe Reaktion, die sich daraufhin auf den TO ergießt, nicht verstehen. Mario, der relativ neu im Forum ist, hatte offenbar das seltene Pech, sechs Wochen lang nichts von seinem Garantiefall gehört zu haben und erkundigt sich hier lediglich in angemessener Form nach Erfahrungen anderer Forumsteilnehmer. Vielleicht lest Ihr erstmal einen Text richtig durch, bevor die große Moralinkeule geschwungen wird.

    Offensichtlich können sich einige (?) Forumisten nicht vorstellen, dass jemand auch mal etwas anderes über 3 Stunden macht, als nur auf unsere Mails zu antworten.

    3 Stunden.... Da fasse ich mir echt an den Kopf...

    Hallo Moritz,

    Du hast mich vollkommen missverstanden. Ich wurde angepflaumt, weil ich mich gewundert habe, dass Krüger keine Preisliste und Bestellformular hat auf seiner Homepage, ich solle doch runterscrollen. Ich kannte die Fa. Krüger bisher nicht. Deswegen habe ich nochmal betont, dass ich ja schon vor 3 Stunden dann halt per email bestellt hatte. Unabhängig davon hätte ich aber trotzdem gerne eine Preisliste, nicht per mail sondern auf seiner Homepage. Ich weiß nicht, was daran ehrenrührig sein soll.