Posts by minicooper

    Erkenntnisgewinn

    Ich muss nochmal auf meinen obigen Umbaubericht eingehen, da sich inzwischen eine neue Erkenntnis ergeben hat:


    Die Klebeverbindung mit dem 2K Klebstoff Stabilit Express, mit der ich das Messingrohr auf der 1,5 mm Welle des Motors befestigt hatte, hält bombenfest. Es handelt sich um die Verklebung von zwei Werkstücken aus Metall, die zuvor aufgeraut und mit Ispropanol gereinigt wurden. Derartige Verbindungen sind u.a. eine Domäne für 2K Klebstoffe.


    Weniger erfolgreich war meine Verklebung der Kardanaufnahme mit den Wellen, jedenfalls hatte sich eine davon gelöst. Denn hier treffen Kunststoff und Metall aufeinander, und eine derartige Verbindung ist auch für 2K Kleber nicht sicher, wie sich nach einigen Wochen des zunächst einwandfreien Betriebes herausstellte, und was wohl auch bekannt ist.


    Abhilfe

    Deswegen habe ich die Befestigungen aller Kardanaufnahmen meiner drei umgebauten Loks überarbeitet, indem ich die Teile an der Basis mit einem 1 mm Bohrer quer durchbohrt und mit einem Splint aus kräftigem Klingeldraht gesichert habe. Bei der Seite, wo die Aufnahme auf dem Messingrohr sitzt, war das in zwei Minuten erledigt.


    Um die andere Seite zu sichern, habe ich die Kunststoffteile von der Motorwelle entfernt und die 2mm-Öffnungen auf 2,5 mm so aufgebohrt, dass die Aufnahmen stramm auf eine Adernhülse geschoben werden konnten. Dann erfolgte ebenfalls eine 1mm- Bohrung und die Versorgung mit einem Draht-Splint. Die Adernhülsen haben einen Innendurchmesser von 2 mm, so dass sie nach den o.g. Vorbereitungen auf die Welle geklebt werden konnten, so dass sich auch hier eine Verbindung zwischen Metall und Metall ergibt.

    Bei dieser "Rückrufaktion" brauchte weder der Motor ausgebaut, noch das Kardangestänge ausgehängt zu werden.


    Hallo Jörg,

    ich weiß nicht, wen Du gemeint hast, falls mich, dann entschuldige ich mich, wollte Deinen "Tröt nicht zerschießen", nur eine falsche Behauptung nicht einfach so stehen lassen. Ein "Oh da lag ich wohl daneben" von Dir wäre aber eleganter gewesen, also nichts für ungut.

    Jetzt aber wirklich zurück zum Thema.

    Ein Niet, zwei Niete. Nieten gibt es nur an der Losbude.

    Naja, es soll ja auch Begriffe geben, die mehr als nur eine Bedeutung haben ;)


    Zitat Wiki: Der oder das Niet (Plural Niete; in Deutschland umgangssprachlich und in Österreich und der Schweiz auch fachsprachlich als die Niete, Plural Nieten bezeichnet) ist ein plastisch verformbares, zylindrisches Verbindungselement.

    Werte Mitleser,

    Meine V100 hat nun auch einen Faulhabermotor bekommen, dazu ESU-Sound, Visaton Lautsprecher,

    die Ventilatorbasis wurde zum besseren Schallaustritt freigelegt.


    Kein Umbaubericht, nur ein paar Impressionen und ein kurzes Video:







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    Da hatte ja der ursprüngliche Lenz-Motor mehr Kraft.

    Bei aller Erfahrung Dirk, da muss ich Dir dann doch widersprechen: Inzwischen habe ich einen Versuch mit zwei Lollos unternommen, eine mit dem ursprünglichen Lenz-Motor, die andere mit dem neuen Fauli 2232. Beide Loks habe ich nacheinander stufenweise bis zu einem 30-achsigen Güterzug meine 3,5- prozentige Steigung hochziehen lassen. Beide Loks verlangsamten sich ohne durchzudrehen kurz vor dem Scheitelpunkt, meisterten die Strecke aber souverän. Einen nennenswerten Unterschied in der Leistung der beiden Loks konnte ich nicht feststellen.

    Hallo Dirk,

    danke für Deinen Ratschlag, aber ich denke, dass die knapp 9 Watt Leistung, die der 2232 bringt, für die V160 dicke ausreicht. Natürlich sind die China-Motoren kräftiger, als solche Glockenankermotoren, dafür ist aber deren Wirkungsgrad deutlich besser. In meiner V 200 sind zwei 2233 mit je knapp 4 Watt verbaut, von SB-Modellbau empfohlen, und haben sich bewährt.

    Als kritikwürdige Schwachstelle würde ich viel eher die Kardangelenke betrachten, denn diese sind nicht nur aus Kunststoff, die Kreuzchen sind zudem sehr dünn und leicht zerbrechlich, gut, dass ich noch Ersatz in der Bastelkiste hatte. Diese Art der Kardanwellen baut Lenz genauso in seine "schweren" Loks, wie auch M-B-W und sicher auch andere Hersteller. Einen 22 Watt Motor würde ich dort jedenfalls besser nicht anschließen wollen.


    Die Wellenenden habe ich mit einer Feile aufgeraut, die Oberfläche ist somit nicht glatt poliert, die Klebeverbindung mit Stabilit Express sieht vertrauensvoll aus. Ich bin überzeugt, dass der Motor für den normalen Hausgebrauch absolut ausreichend ist, die großen Motoren ( z. B. in der E 110 von Wunder) sind in meinen Augen zumindest für Heimanlagen überdimensioniert, ich war selbst im Besitz dieser Lok.

    Zum Thema Schwungmasse gibt es ebenfalls unterschiedliche Ansichten, den betreffenden Thread habe ich ja anfangs verlinkt und mir mein Urteil daraus gebildet. Von den Laufeigenschaften bin ich jedenfalls auch ohne SM begeistert.

    Guten Morgen Thoralf,

    der Blick in die V 100 steht mir noch bevor, da ich dort einen ESU Loksound einbauen werde, deswegen kann ich nicht sicher sagen, ob der Motor dem der V160 entspricht. Den FH-Motor habe ich von SB-Modellbau innerhalb von 3 Tagen bekommen, Dein link ist genau richtig.

    Dirk: danke für den link zu den Wellenadaptern. Ich hatte noch eine "Stange" mit Innendurchmesser 1,5mm und außen 2 mm, von der ich die benötigten 20 mm abgeschnitten habe.

    Werte Mitleser,

    inzwischen habe ich mir meine Lollo V160 002, über deren Umbau ich kürzlich hier berichtet habe, noch einmal vorgenommen.


    Entscheidung

    Nein, es besteht überhaupt keine Notwendigkeit, den von Lenz in die V160 ff. -Serie eingebauten Motor durch einen Glockenankermotor zu ersetzen. Der Lenz-Motor macht das, was er soll und sorgt durchaus für ein gutes Fahrverhalten der Loks. Trotzdem habe ich mich entschlossen, den werksseitigen Motor durch ein eisenloses Exemplar zu ersetzen. Einerseits kommt mir der geringe Stromverbrauch entgegen, weil ich zum Fahren mit A-Mayer-Sound mangels Großbahndecoder den schwächeren, aber immer noch gut dimensionierten Zimo-Decoder MS 450 verwende. Andrerseits bin ich eingefleischter Fan von Motoren ohne Rastmoment, wie ich sie u. a. bereits in meiner V 200 verbaut habe. Der seidenweiche, geräuschlose Lauf dieser Antriebe fasziniert mich und der Spielspaß ist (für mich) unübertroffen. Der neu einzubauende FH-Motor 2232 hat eine Leistung von 8,7 Watt, was für eine V160 vollkommen ausreicht. Auf eine Schwungmasse habe ich bewusst verzichtet, insbesondere nachdem ich mir noch einmal den Thread über das Für und Wider von Schwungmassen in digital angetriebenen Loks zu Gemüte geführt habe.


    Vorbereitungen

    Um an den Motor heranzukommen, genügt es, den - in meinem Falle die beiden - Decoder aus den Platinen zu ziehen und diese soweit zu lösen, dass der Motor frei liegt. Nach dem Entfernen der beiden bogenförmigen Kunststoffhalterungen lässt er sich nach oben herausnehmen, wobei die beidseitigen Kardanwellen aus den am Motor befindlichen Hülsen herausgleiten. Jetzt werden die Kardanhülsen von den Aufnahmen am Motor getrennt. Dabei ist es ratsam, das eingeklipste empfindliche kleine Kreuz vorsichtig mit einem Schraubenzieher herauszuhebeln, damit es nicht bricht.

    Die Halterung für den neuen Motor besteht aus einem Stück passenden U-Profils, welches mit einer Senkkopfschraube M3 in den Boden des Chassis geschraubt wird, nachdem dort ein passendes Gewinde geschnitten wurde. Wichtig ist dabei, dass die Höhe der Motorwellen mit derjenigen der Kardanwellen genau übereinstimmt. Der Motor selbst sitzt fest in dem U-Profil und kann sich nicht bewegen, lässt sich bei Bedarf aber aus seinem Bett herausdrücken.


    Geplante Halterung:

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    Anpassungen

    Der FH-Motor ist deutlich kürzer, als der Originalmotor, außerdem ist zu beachten, dass die beiden Motorwellen einen unterschiedlichen Durchmesser haben, 2 mm und 1,5 mm. Zunächst hatte ich vor, die dünnere Welle mit einer Adernhülse, die einen Außendurchmesser von 2 mm hat, zu verstärken. Durch die geringere Länge des kompakten FH-Motors würden die beiden Kardanwellen allerdings nur wenige Zentimeter in die Hülsen hineinragen.


    Verworfene Lösung mit Adernhülse:


    43503061wv.jpg


    Erste Stellprobe:


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    Deswegen sorgte ich für einen Längenausgleich, indem ich die schmalere Motorwelle mit einem 20mm langen Stück Messingrohr überzog, so dass auch hier ein Außendurchmesser von 2 mm bei gleichzeitiger Verlängerung der Welle erreicht wurde. Später sitzen dadurch die Kardanwellen dann wieder so tief in ihren Hülsen wie zuvor.


    Klebearbeiten

    Leider geht es nicht ohne Klebstoff, denn sowohl die Messingverlängerung, als auch die beiden Kardanaufnahmen müssen fest mit dem Motor verbunden sein. Zuerst klebte ich mit Pattex 2 Komponentenkleber Stabilit Express eine Aufnahme mit ihrem 2 mm Loch auf das Messingröhrchen, nachdem dieses an der Klebestelle etwas aufgeraut wurde. Gleiches auf der anderen Seite, worauf darauf zu achten ist, dass nicht der Klebstoff auf die Motorwelle, sondern auf die Kardanaufnahme bzw. in das Messingröhrchen gebracht wird. Nur so lässt sich vermeiden, dass eventuell Klebstoff zu nah an oder gar in das Motorlager gerät. Stattdessen wird der Klebstoff vom Lager weggeschoben.


    Messingrohr mit Kardanaufnahme:


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    Einbaufertiger Motor:


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    Nachdem alles ausgehärtet war, wurden zwei Anschlussdrähte (orange und grau) an den Motor gelötet. Mit Vorsicht befestigte ich nun die beiden Kardanhülsen am neuen Motor. Das ist etwas heikel, denn die Kreuzchen sind sehr empfindlich und brechen leicht. Damit das beim beherzten Hineindrücken nicht passiert, habe ich die Aufnahmeschlitze vorher etwas mit einem Schraubenzieher geweitet, dann zuerst das eine Ende direkt in ein Löchlein gesteckt und erst danach unter zartem Druck mit einem Minischraubenzieher direkt auf den anderen Kreuzzapfen diesen eingeklipst.


    Rückbau

    Jetzt erfolgte das Einsetzen des Motors in umgekehrter Reihenfolge, also zuerst die Kardanwellen in die Hülsen und dann den Motor fest in die Halterung drücken. Die bogenförmigen Motorhalter wurden wieder eingeschraubt, weil sie noch als Halterung für die Pertinaxplatte mit Adapterplatine des Zimo Decoders gebraucht werden.


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    Probefahrt

    Ein derartiger Umbau ist immer ein kleines Abenteuer, weil man ja nie weiß, was einen dabei erwartet und ob das Ergebnis wirklich zufriedenstellt. Deswegen erfolgte auch hier die erste Probefahrt mit etwas Herzklopfen. Doch offenbar ist die Kombination Zimo-Decoder/Glockenankermotor ideal geeignet, denn bereits ohne Anpassungen der betreffenden CV’s gleitete die Fuhre geräuschlos über die Gleise. Lediglich beim Anfahren ließ sich das bekannte leise Brummen des Faulhabers wahrnehmen, bei Fahrstufe 1 bewegte sich die Lok fast so langsam wie der Minutenzeiger einer Uhr. Nachdem der Lautsprecher angeschlossen und das Gehäuse verschraubt war, erfolgten noch ein paar Feineinstellungen und Fahrversuche, einen schweren Güterzug zieht die Lok anstandslos über eine Steigung von gut 3,5 %. Für mich hat sich auch dieses Projekt gelohnt, und so werde ich auch meine zweite Lollo 004 in gleicher Weise umbauen, der Motor ist bereits auf dem Weg zu mir. Bedanken möchte ich mich noch bei Jaques Timmermanns und Norbert (Allgäudiesel), die mir bei der Suche nach dem passenden Glockenankermotor behilflich waren.

    Eigentlich ist es doch ganz einfach, die "Themen" aller Autoren auf einen Blick aufzulisten, vorausgesetzt sie wurden nicht im "Arbeitstisch" abgelegt.

    Einfach auf den Namen das Autors klicken, dann auf "Beiträge", und dann auf "Inhalte von xy suchen" und dann auf "Themen" ( nicht "Beiträge").

    Bei mir sieht das dann z. B. so aus:


    ist der Grad der Verzögerung nach Betätigung der Bremstaste fix, oder gibt es eine CV, mit der - ähnlich der CV 4 die Verzögerung individuell eingestellt werden kann?


    Vielleicht habe ich mich undeutlich ausgedrückt, aber jetzt ist es klar, es ging mir um diesen Widerspruch:

    Nein, eine Einstellung kann es dafür nicht geben, da die CV 4 auf ca. 253 eingestellt wird, damit hat man den sogenannten “Ausroll-Effekt” mit der Bremstaste.


    Ja, in einer CV kannst du die Verzögerung mittels der Bremstaste einstellen.

    Bei Zimo in CV349 als einen Wert wie in CV4

    Danke Dirk, das wollte ich wissen. Der Wert in der CV 349 bestimmt den Grad der Verzögerung, wenn die Bremstaste während des Ausrollens der Lok gedrückt wird. Funktioniert und erhöht den Spielspaß enorm. ;)

    CV4 erhält einen extrem hohen Wert z.B. 200. wenn dann die Fahrstufe auf 0 gesetzt wird, geht der Diesel auf Leerlauf (der Dampfer setzt die Auspuffschläge aus) und rollt weiter. Mit der Bremstaste holt man dann quasi die Bremsverzögerung für den Motor nach.

    Hallo Dirk,

    ist der Grad der Verzögerung nach Betätigung der Bremstaste fix, oder gibt es eine CV, mit der - ähnlich der CV 4 die Verzögerung individuell eingestellt werden kann?

    Kleiner Nachtrag:

    Um zum Programmieren die Lok nicht öffnen zu müssen, habe ich die beiden Schalter von innen nach außen verlegt, wo sie leicht zugänglich sind. Es mussten lediglich zwei kleine Löcher zur Befestigung der Pertinaxplatte mit Spitzschrauben durch die Kunststoffabdeckung gebohrt werden, die drei Litzen konnten durch ein vorhandenes Loch im Chassis gezogen werden.




    Für die zahlreichen Daumen und Pokale bedanke ich mich, es freut mich, wenn ich dazu anregen konnte, wie auch ohne den ausstehenden Großbahndecoder auf den kernigen Mayer-Sound nicht verzichtet werden muss. Niemand weiß, ob bzw. wann unter den heutigen Bedingungen die 900er Serie erscheinen wird.