Posts by Frank Paul

    Hallo zusammen,


    Thomas

    Vielen Dank für Deine Antwort. Ich werde Deinen Rat beherzigen und sie nehmen, wenn ich sie kriegen kann. Bramloge gefällt mir übrigens immer wieder sehr...


    martin

    Vielen Dank für Deine präzisen und hilfreichen Ergänzungen. Und: Ich werde versuchen, nicht zu viel auszugeben...;)


    Viele Grüße

    Frank

    Hallo zusammen


    Hat jemand in diesem Forum Erfahrungen mit Güterwagen der Firma 0 Scale Models im allgemeinen, offenen Güterwagen O 10 im besonderen?


    Meine Fragen:

    • Können die Wagen betriebssicher auf Lenz Gleisen und Weichen fahren?
    • Sind die montierten Schraubenkupplungen für den Fahrbetrieb geeignet oder sollten sie gegen andere, zum Beispiel gefederte wie die von Schnellenkamp, getauscht werden?
    • Können zum Beispiel mit Schraubenkupplungen verbundene kurze offene Güterwagen O 10 Lenz Weichen durchfahren, ohne dass sich Puffer verhaken oder ähnliches?
    • Hat jemand Erfahrungen mit dem "Nachrüstsatz Lenzkupplung an OSM-Fahrwerke", ebenfalls aus dem Hause Schnellenkamp, gemacht?
    • Gibt es sonst irgendetwas, das man im Hinblick auf die Wagen wissen sollte?

    Über Hinweise würde ich mich freuen.


    Gruß

    Frank

    Hallo
    Für mich wäre die Baureihe 44 nicht in Fragen gekommen, insofern hält sich mein Bedauern darüber in Grenzen.


    Aber ganz unabhängig von meinen persönlichen Vorlieben hätte ich mich auch für die Firma Lenz gefreut, wenn es bereits im Vorfeld Absprachen über zukünftige Modelle gegeben hätte und Lenz sich jetzt nicht gezwungen sähe, diese verantwortungsvolle Entscheidung trotz intensiver Vorbereitungsarbeiten (die mit Sicherheit auch Geld gekostet haben) gehen zu müssen. Schade, dass es ausgerechnet Lenz als Vorreiter für eine bezahlbare Spur 0 trifft...
    Aber wer weiß, ob sich diese Entscheidung in Zukunft und dann rückblickend nicht doch als die bessere Lösung erweisen wird...




    Gefreut hat mich dagegen dies:
    "Wir werden (...) die Kapazitäten für andere und bereits angekündigte Modelle nutzen."


    Das sind dann ja wohl die 70 und die 74, und auf die freue ich mich tatsächlich sehr.
    Frank

    Hallo Stefan
    Ja, da könnte was dran sein. Das Preussen im Osten (von Mecklenburg-Vorpommern bis Ostpreussen) war für uns aus dem Westen tatsächlich immer sehr weit weg. Aber Preussen reichte ja auch sehr weit nach Westen und in den Süden, und eigentlich bin ich, der aus dem Großraum Hamburg stammt, ja auch mit den typisch preussischen Bahnbauten aufgewachsen, die es zum Beispiel an der Bahnstrecke von Harburg nach Cuxhaven gibt. Das Bahnhosgebäude in Horneburg bei Stade, meiner eigentlichen Heimat, ist im gleichen Baustil erbaut worden wie die schönen Bahnhofsgebäude von Auhagen oder wie der Bahnhof Krakow von Lenz. Leider gab es früher keine Modelle aus dieser Region. Faller und Vollmer und auch Pola hatten nach meinem Gefühl andere regionale Schwerpunkte.
    Als jemand, dessen modellbahnerische Interessen und Vorlieben vor allem durch die Eisenbahn Journale der 80er und 90er Jahre geprägt wurden, in denen der Schwerpunkt (gefühlt oder wirklich) auf Nebenbahnen im allgemeinen, Nebenbahnen im bayerischen oder fränkischen im besonderen gelegt wurde (trotz "Preussen-Report" mit Schwerpunkt Länderbahnen, die mich nie so sehr interessiert haben), haben sich aber auch bei mir schnell Vorlieben für die kleinen bayerischen Lokomotiven (98.8 zum Beispiel, die damals von Fleischmann gebracht wurde) und Lokalbahnen herausgebildet. Daran kam man (oder ich) damals einfach nicht vorbei. Nordhalben, Monheim, Bischofsgrün, vor allem aber auch Lichtenberg oder Hölle waren mir, das muss ich zugeben, geläufiger als vielleicht ebenso attraktive kleine Bahnbauten und Bahnhöfe in meiner engeren und weiteren Heimat in Niedersachsen oder Schleswig Holstein, die ich aber gar nicht kannte oder die vielleicht auch schon lange stillgelegt worden waren. Vielleicht spielte bei der Vorbildauswahl auch eine Rolle, dass die modellbahnerisch so beliebten und wichtigen Tunnels bei uns im Norden nicht so häufig zu finden sind :D.


    Viele Grüße
    Frank

    Hallo zusammen


    Vielen Dank für die informativen Antworten zur T3.


    Sie zeigen doch deutlich, dass es jenseits von "besserwisserischem Gemecker an jeder Lok von Leuten, denen man es sowieso nie recht machen kann", wie es gerne unterstellt wird, durchaus auch sachliche, begründete und überzeugende Gründe gibt, die Vorbildauswahl nicht so gelungen zu finden und sich eine Lok wie die T3 nicht zu kaufen. Und dass diese Gründe auch nichts mit der Größe oder dem Preis zu tun haben, frei nach dem Motto: "Das ist mir zuwenig Lok für´s Geld, da lege ich doch lieber noch 300 drauf und bekomm eine 94".
    Ich erlaube mir, die genannten Gründe zusammenzufassen:


    • es gibt keine passenden kleinen preussischen Personenwagen. Die bayerischen Lokalbahnwagen passen nicht zur T3
    • die Lok passt einfach nicht mehr wirklich zu der Epoche 3. Es gab bei der DB keinen wirklichen Plandienst mehr mit der 89.
    • bayerische Lokalbahn wird bevorzugt
    • Die T3 gefällt einfach nicht, es gibt bessere oder attraktivere Alternativen für eine kleine Dampflok
    • Die T3 gab es auch schon vorher von anderen Herstellern, ist also nichts neues.


    Also: Keine grundsätzliche Entscheidung gegen kleine Loks und für große. Die Frage muss dann also auch nicht lauten "Groß oder Klein", sondern vielmehr "Groß und welche kleine".
    Hoffen wir also weiter auf die 70, oder eine der vielen schönen bayerischen 98er...
    Viele Grüße
    Frank

    Hallo zusammen,


    hallo H3x

    Quote

    Frank: Hast du Belege für deine erste These?


    Welche These? Was meinst Du? Ich habe ja gerade keine Erklärung dafür, dass die Verkaufszahlen für die T3 hinter den Erwartungen von Lenz zurückgeblieben sind und frage in meinem Beitrag nach möglichen Gründen. Wirklich beantworten können das wahrscheinlich nur diejenigen, die sich keine T3 gekauft haben. Sie werden ihre Gründe haben, und ich frage mich, welche das sein können, mehr nicht.

    Ist ein Modell schnell ausverkauft kommt das Maulen: Hab gerade kein Geld, wollte was anderes kaufen, hab vergessen zu bestellen, konnte mich nicht entscheiden, muss länger verfügbar sein!
    Ist ein Modell lange verfügbar kommen die Prediger des Untergangs des Modellbahnlands (PreUgMo): Verkauft sich nicht, falsches Modell, kann keinem gefallen, hab ich schon immer gesagt! :P



    Damit mir genau das nicht passiert (Modell ausverkauft, weil zu lange gewartet), habe ich die T3 ja auch gleich nach Erscheinen gekauft. Ich wollte unbedingt eine kleine Dampflok haben, habe sie mit der T3 bekommen und bin sehr zufrieden mit ihr. Vielleicht hätte ich ganz persönlich eine andere Baureihe bevorzugt, aber ich kann bis dahin auch gut mit der T3 leben und abwarten, was da in den nächsten Jahren vielleicht noch so kommt.
    Ich habe mich in meinem Beitrag auf diese Aussage von Lenz bezogen, die im Beitrag von Staudenfan zitiert wurde:



    "...dass entgegen allen Unkenrufen genau die "kleinen" Lokomotiven wie z.B. die T3 oder auch die V20 den Absatzerwartungen hinterherhinken."


    Mir geht es weder darum, den Untergang des Modellbahnlandes zu predigen, nur weil die Verkaufszahlen einer Lok hinter den Erwartungen zurückbleiben noch besserwisserisch aufzutreten (falsches Modell, kann keinem gefallen).Ganz im Gegenteil hätte ich ja gerade viel eher erwartet, dass die Verkaufszahlen der Baureihe 50 hinter den Erwartungen zurückgeblieben wären und dass die T3 ein Verkaufsschlager sein würde: Weil ich die T3 attraktiv finde, weil sie so schön klein ist, weil sie auch auf relativ engen Radien gut aussieht und auch auf kleinere Heimanlagen passt. Ganz offensichtlich ist das Gegenteil der Fall, und das überrascht mich. Aber auch und gerade weil auch in diesem Forum so oft und von so vielen geschrieben wurde, dass die großen Baureihen einfach zu groß sind, wundere ich mich darüber, dass die T3 anscheinend nicht so viele Liebhaber und Käufer gefunden hat. Ich fände es schade, wenn daraus von der Firma Lenz in Zukunft der Schluss gezogen werden würde: "Kleine Loks wie die T3 oder die V20 verkaufen sich nicht gut, dann bauen wir statt weiterer kleinerer Dampfloks lieber große Dampfer, die gehen besser."


    Da ich mir nicht vorstellen kann, dass es bei der Entscheidung vieler Spur-Null-Bahner, die T3 oder die V 20 nicht zu kaufen, in erster Linie um die Größe der Lok geht, habe ich nach möglichen anderen Gründen gefragt. Aber wie gesagt: Beantworten können das nur die, die sich die T3 nicht gekauft haben, und die werden ihre Gründe haben. Mich würde interessieren, welche das sind.


    Gruß
    Frank

    Thomas, vielen Dank für Deinen Bericht und die guten Fotos.
    Du hast in Deinem Bericht geschrieben:


    Ein sehr interessanter Aspekt hat mich doch etwas überrascht, denn im Rahmen der Diskussion bezüglich der Modell-Vorbildauswahl bemerkte Bernd Lenz, das entgegen allen Unkenrufen genau die "kleinen" Lokomotiven wie z.B. die T3 oder auch die V20 den Absatzerwartungen hinterherhinken. Das gibt doch zu denken.


    Auch ich hätte nach dem Erscheinen der T3 damit gerechnet, dass diese Lok relativ schnell ausverkauft sein würde. Dem ist anscheinend nicht so. Jetzt frage ich mich, woran das liegen könnte?
    Am Preis dürfte es meiner Meinung nach nicht liegen. Die T3 hat meine Geldbörse im Jahr 2019 in etwa genauso belastet, wie es 9 oder 10 Jahre früher die Baureihe 64 getan hätte. Schließlich hat sich auch mein Gehalt in diesem Zeitraum verbessert (ich gehe immer noch der gleichen Arbeit nach).
    Und man muss dabei auch noch bedenken, dass die T3 einiges an inneren Werten hat, die die 64 noch nicht hatte.
    Aber auch wenn es eine schöne kleine Lok ist, eigentlich ideal für Heimanlagen: Anscheinend gefällt die T3 nicht jedem. Warum?


    Erinnert die T3 mit ihrem langen Schornstein vielleicht zu sehr an die Lokomotiven aus der Zeit der Länderbahnen oder frühen Reichsbahn und erscheint damit trotz DB-Ausführung doch irgendwie aus einer ganz anderen Zeit? Wäre eine kleine bayerische Tenderlok für mehr Spur Nuller attraktiver gewesen als die kleine aus Preußen?
    Ich jedenfalls bin mit dieser Lok sehr zufrieden, und ich habe es nie bereut, sie gekauft zu haben.


    Dass die V 20 hinter den Absatzerwartungen zurückbleibt überrascht mich dagegen nicht so sehr (auch wenn sie ebenfalls ein sehr schönes Modell ist): Als Rangierlok finde ich die Köf einfach attraktiver, und eine Rangierlok reicht mir persönlich eigentlich. Und wollte ich doch noch eine weitere zum Rangieren haben, würde ich die V 60 vorziehen. Die könnte man ähnlich wie die V 36 sogar vorbildgerecht als Kurzzug mit Donnerbüchse fahren lassen.
    Aber zurück zur T3: Ich glaube nicht, dass der hinter den Erwartungen zurückbleibende Verkauf in erster Linie mit der Größe zu tun hat. Es würde mich nicht überraschen, wenn es bei der Baureihe 70 ganz anders aussehen wird, und die ist ja auch nicht viel größer. Vielleicht ist diese Lok doch für viele interessanter als die T3 ???
    Ich finde übrigens das an anderer Stelle so kritisierte Interview mit Herrn Lenz


    https://www.youtube.com/watch?v=3s74_tMmQL0
    sehr informativ:

    • Herr Lenz berichtete über einen 20 - 30%en Umsatzzuwachs im Jahre 2019. Das spricht nicht für den vielbeschworenen "gesättigten Spur-Null-Markt".
    • Interessant auch die Ausführungen zur neuen Bogenweiche: Man müsse, so Herr Lenz, bei Vorlaufkosten von 80.000 Euro 10 Jahr lang jedes Jahr 500 Weichen verkaufen, um die Kosten zu decken!
    • Sehr sympathisch fand ich die Begeisterung von Herrn Lenz für seinen neuen kleinen Wyhlen Kran. Ich kann mir gut vorstellen, dass es großen Spaß macht, mit dem zu spielen....
    • Und dann das Drehgleis: Bisher hatte ich immer gedacht, dass ich das nicht bräuchte. Aber die im Interview erwähnten Einsatzmöglichkeiten (zum Beispiel in einem kleinen Fiddle-Yard oder Schattenbahnhof oder Ab- und Aufstellbereich oder wie immer man das auch nennen will) neben einem Betriebsmodul eröffnen so viel neue Perspektiven (platzsparende Umfahrmöglichkeiten mit vielen Abgängen, Einsatz von Schlepptenderlokomotiven usw), dass ich ernsthaft über einen Kauf nachdenke.
    • Und schließlich: Es macht einfach Spaß, Herrn Lenz zuzuhören, wenn er mit seiner ruhigen und bedächtigen Art über seine Spur 0 spricht und dabei ins Schwärmen über seine Modelle gerät...


    Viele Grüße
    Frank

    Hallo Kallisto

    Könnte es sein, dass...


    # ...die Zahl der Modellbahnbegeisterten schleichend sinkt.


    Insgesamt vielleicht ja, in der Spur 0 glaube ich (noch) nicht. Jedenfalls entdecke ich auf Börsen und Modellbahnausstellungen immer mehr Spur 0 Anbieter und vor allem Spur 0 Anlagen, von Einzelpersonen und Vereinen. Ein mögliches Indiz dafür, dass es der Spur 0 vielleicht nicht so schlecht geht, könnten auch die stetig größer gewordenen Spur-Null-Tage in Buseck/Gießen sein...


    # ...das Angebot über alles (Hersteller, Epochen, Spurgrößen) so groß geworden ist, dass die Wertschöpfung pro Artikel immer geringer wird.


    Zu anderen Spurgrößen kann ich nicht viel sagen. Was die Spur 0 betrifft: Ich habe den Eindruck, dass viele der Hersteller, die auf den fahrenden Zug Spur-0 aufgestiegen sind, um eine schnelle Mark zu machen und horrende Summen für Toilettenhäuschen, teure kleine Figuren oder schlecht gemachte und überteuerte kleine Bahnhofsgebäude oder Milchhäuser verlangt haben, wieder vom Spur-0 Markt verschwunden sind, weil die Modellbahner ja auch nicht blöde sind und alles kaufen, nur weil Spur 0 draufsteht und es so wenig Auswahl gibt im Zubehörbereich. Und um einige Hersteller ist es wirklich nicht schade. Ich finde den Markt für Spur 0 trotz größerem Angebot als noch vor 10 Jahren immer noch recht übersichtlich. Das merke ich zum Beispiel dann, wenn ich mich nach einem kleinen Lokschuppen umschaue.


    ...das Niveau so hoch geworden ist (Details, Antrieb, technische Features, Geräusche, Dampf...), dass die Preise zwangsläufig in eine andere Liga geraten, als vor ein...zwei Jahrzehnten.


    Das glaube ich auch, und manchmal fürchte ich, dass die Spur 0 in die gleiche Sackgasse fahren könnte, in die auch die H0-Hersteller schon vor Jahren gefahren sind, getrieben durch die ewigen Nörgler und Nietenzähler, die an jedem Modell herumkritisieren und besser wissen, wie es noch ein bisschen besser hätte sein können, die Haare in der Suppe suchen und finden oder selbst in die Suppe spucken. Mir persönlich reicht die Detaillierung der Güterwagen aus dem Startset mit Köf, die es mal einzeln für ca. 80 € zu kaufen gab, vollkommen aus. Das soll nicht heißen, das es nicht auch besser detaillierte Modelle geben sollte, die dann natürlich auch ihren Preis haben sollen. Aber es wäre aus meiner Sicht sehr schade, wenn es die günstigeren Modelle für Einsteiger oder Menschen, die mit ihnen zufrieden sein können, gar nicht mehr gäbe, sondern nur noch "hochpreisigere". So könnte man in die Spur 0 hineinwachsen, gegebenfalls seinen anfangs noch etwas "schlichteren" Fahrzeugpark mal hier oder da mit einem besser detaillierten Lieblingswaggon, der dann gerne auch mal etwas mehr kosten darf, aufpeppen, mit ihm ganz besondere Szenen nachstellen, ihn an exponierter Stelle präsentieren usw. und hätte doch die Möglichkeit, parallel mal einen ganzen Zug aus erschwinglicheren "Brot-und-Butter-Modellen" in den kleinen Bahnhof einfahren zu lassen.
    Und wenn ich mir manchmal die ausgefallenen und extravaganten Modellwünsche in den Rubriken "Welche Modelle wünscht ihr Euch" ansehe, dann hoffe ich, dass Lenz da nicht aufsteigt, weil ich glaube, dass das nach hinten losgehen würde.


    und: sich das ganze immer weniger durch Billigproduktion in vermeintlichen Niedriglohnländern realisieren lässt.


    Das glaube ich nicht. Dass es möglich ist, ein attraktives Modell auf dem heutigen Stand herzustellen, zeigt meiner Meinung nach die Baureih 89 von Lenz, die es für unter 1000 Euro zu kaufen gibt. Wenn ich mir meine Gehaltserhöhungen der letzten 8 - 10 Jahre ansehe, dann belastet die Baureihe 89 meine Geldbörse heute nur geringfügig mehr, als es vor 8 oder 9 Jahren die Baureihe 64 für damals 750 Euro getan hätte, und das obwohl die 89 einiges mehr zu bieten hat als die 64 (die ich trotzdem nach wie vor sehr gelungen finde und gerne fahren lasse).


    Irgendwann habe ich von der Firma Lenz mal ein Statement gehört oder gelesen, wonach man jedes Jahr eine große und eine kleine Lok herausbringen möchte. Ein guter Vorsatz, finde ich. So wäre für jeden was dabei, sowohl preislich als auch von der Größe. Hätte man dann noch eine kleine oder mittlere Palette günstiger und vor allem verfügbarer Einsteigermodelle, könnte das vielleicht eine gesunde Mischung sein.
    Viele Grüße


    Frank

    Hallo Ralf

    Neuauflagen von Lenz hätten heute genauso einen höheren Preis als die frühere Auflage, siehe V60 und so wird es vermutlich auch bei der Neuauflage des Schienenbus sein, für den Lenz noch keinen Preis nennen kann. Und neue Modelle à la BR 74 oder so würden erst recht deutlich höher im Preis liegen als die 64er bei ihrer Auslieferung. Also was nutzt der Ruf nach Neuauflagen wenn das größte Problem offenbar eher der Preis als die Verfügbarkeit ist?


    Natürlich würde eine neukonstruierte 74 heute nicht mehr nur 750 € kosten wie seinerzeit die 64. Und das ist auch OK so. Ich habe ja auch für die Baureihe 89 900 Euro bezahlt: weil sie mir gefällt, weil sie mit ihrer Größe auf meine kleine Heimanlage passt, ohne doof auszusehen und auch, weil ich sie mir durch mein ja ebenfalls in den Jahren gestiegenes Gehalt leisten konnte. Die 89 hat bei mir 2019 in etwa so zu Buche geschlagen, wie es 2012 die Baureihe 64 getan hätte. Bei der Baureihe 50 hätte das schon anders ausgesehen, das ist schon ein jedenfalls für mich großer Sprung. Ich hätte sie mir auch 2012 nicht leisten können oder wollen, wenn sie zu den Preisen von damals vielleicht "nur" 1300 gekostet hätte. Interessanterweise findet man die Baureihe 50 zuhauf bei ebay, aber keine V 36, keine 64, keinen VT 98.
    Also: Natürlich erwarte ich nicht im Jahre 2020 Lokomotiven zum Preis von 2012. Aber ich glaube, dass es mehr Bedarf an günstigeren, vielleicht auch einfacher gehaltenen Modellen gibt, die auch auf kleinen Heimanlagen oder Modulen eine gute Figur machen.


    Ein Gedankenspiel: Angenommen, die Formen der 64 wären nicht für die 24 "geopfert" worden, angenommen, es müsste keine 64 völlig neu entwickelt werden, man hätte also keine hohen Entwicklungskosten und man könnte die vorhandenen Formen nutzen: Ich glaube, dass eine 64 in der technischen und optischen Ausführung wie die von 2012 auch heute ihre Käufer finden würde, wenn sie ca. 950 bis 1000 € kosten würde, und von mir aus auch ohne getakteten Rauchentwickler.
    Wieviel müsste eine V 36 heute wohl kosten?


    Mit nachdenklichen Grüßen
    Frank

    Hallo

    Ich befürchte, dass die Stückzahlen in Spur 0 aufgrund der eingetretenen Marktsättigung schlicht keine Großserienfertigung mehr zulassen.
    Das Wachstum des 0-Marktes im vorigen Jahrzehnt ging überwiegend auf Spurwechsler zurück, und dieser Prozess ist mittlerweile weitestgehend zum Abschluss gekommen: Wer wechselwillig war, hatte jetzt 10 Jahre Zeit dazu, und wer in dieser Zeit nicht gewechselt ist, der wird das auch künftig nicht mehr tun.
    Zugleich sind die Spur Nuller mittlerweile soweit mit Rollmaterial grundversorgt, dass sie nicht mehr massenweise neue Modelle abnehmen


    Ich glaube nicht, dass der Markt gesättigt ist, jedenfalls nicht nach "bezahlbaren" oder kleineren Modellen.
    Ich habe im Gegenteil kürzlich auf einer Modellbahnausstellung in Osterholz-Scharmbeck von einem Hersteller hören können, dass er den Markt im Spur 0 Segment als den einzigen Bereich in der Modellbahnbranche ausmacht, in dem noch Wachstum zu verzeichen ist. Als ein Beleg (neben seinem Umsatz) für diese Aussage brachte er die von Jahr zu Jahr größer werdenden Spur Null Tage in Buseck bzw. jetzt Giessen...


    Und dass auch 10 Jahre nach dem Einstieg von Lenz in die Spur 0 einige immer noch nicht zur Spur 0 gewechselt haben: Könnte das nicht auch daran liegen, dass viele attraktive Einsteigermodelle einfach nicht mehr verfügbar sind? Oder am Gleisystem, bei dem es anfangs immer mal wieder Probleme gab, die dazu geführt haben, dass inzwischen einige Gleise (DKW, Kreuzung) gar nicht verfügbar sind, dass die Weichen überarbeitet werden mussten und jetzt von Peco hergestellt werden, dass der Preis für eine Bogenweiche von 129 auf 199 Euro gestiegen ist? Dies ist übrigens eine Frage, die ich mir ernsthaft stelle, keine Tatsachenbehauptung...und schon gar kein Gemecker. Aber ich könnte mir vorstellen, dass der Preis von 199 Euro für eine Weiche für manche Leute schon ein Grund sein könnte, sich den Einstieg in die Spur Null gut zu überlegen...


    Gruß
    Frank

    Hallo

    Bei der jetzigen Neuvorstellung von Lenz kann man doch schon sehen das die Entwicklung in eine ganz andere Richtung läuft, für mich ist der Markt etwas übersättigt ( und auch ein guter Gebrauchtmarkt vorhanden) und die Hersteller müssen nach anderen Lösungen suchen, eben auch eine Zusammenarbeit mit anderen. Der Rann der Umsteiger der ersten Jahre ist für mich auch vorbei.


    Das stimmt so nicht: Es gibt nach wie vor eine große Nachfrage nach kleinen und relativ preiswerten Lokomotiven, man bekommt sie nur nicht: BR 64, VT 98, V 36 mit roten Donnerbüchsen sind auch auf dem Gebrauchtmarkt nicht oder nur zu sehr hohen Preisen zu bekommen, oft zu Preisen über dem Neupreis. Einzig die 89 bildet hier (noch) eine Ausnahme, aber das ändert sich vielleicht bald, da es kein neues Lebenszeichen von der 70 oder der 74 gibt...
    Übersättigt scheint der Markt an hochpreisigeren Modellen aus dem Hause Lenz: Von der Baureihe 50 werden bei ebay aktuell 26 Modelle angeboten und warten auf Käufer.
    Gruß
    Frank

    Hallo zusammen
    Eine interssante Diskussion, die sich hier aus Anlass des "Lenz-Anzeigers 2020" entwickelt hat.
    Thomas schreibt in seinem Beitrag 29, dass man die ersten Lenz Modelle der Spur 0 heute ohne finanziellen Verlust verkaufen könnte, während man beim Verkauf einer Baureihe 50 große Verluste hinnehmen müsste. Ich habe Thomas´ Beitrag nicht so verstanden, dass er sich Lokomotiven kauft, um damit zu spekulieren bzw. schon beim Kauf daran denkt, sie wieder zu verkaufen.


    Ich verstehe diese Aussage vielmehr so, dass Thomas eine Nachfrage nach günstigen und kleineren Modellen beobachtet hat, dass die Nachfrage nach genau diesen Modellen so groß ist, dass man heute, 7 oder 8 Jahre nach Erscheinen beispielsweise einer Baureihe 64, diese ohne finanziellen Verlust verkaufen könnte und/oder heute für eine gebrauchte 64 mindestens 700,00 Euro bezahlen muss, also in etwa den Preis, den die Lok bei Erscheinen neu gekostet hat.




    Anders, so Thomas weiter, sieht es aus, wenn man heute eine Baureihe 50 kaufen oder verkaufen möchte. Hier muss man als Verkäufer einen finanziellen Verlust in Kauf nehmen bzw. kann diese Lokomotiven mit etwas Glück sehr günstig bekommen.
    Man könnte dies als Beleg für die These nehmen, dass die Nachfrage nach kleineren Lokomotiven aus dem günstigeren Preissegment unverändert groß ist, dass hier der Spur-0-Markt nicht gesättigt ist. Dies deckt sich mit meinen Beobachtungen: Baureihe 64, Schienenbus, V 36 (mit passenden roten Donnerbüchsen) und, bis zur Neuauflage, auch die V 60 waren oder sind kaum zu bekommen und müssen in der Regel teuer, zum Teil über dem Neupreis, bezahlt werden. Ausnahme ist die 89. Die ist zwar auch klein und relativ günstig, aber sie wird regelmäßig angeboten.


    Anders (als bei 64, V 36 usw) sieht es bei der Baureihe 50 aus: Im Internet-Auktionshaus (darf man hier eigentlich "ebay" schreiben?) werden gerade 26 Stück angeboten!
    Man könnte sich fragen, ob das daran liegen könnte, dass die Nachfrage nach so großen und dann auch entsprechend hochpreisigen Modellen vielleicht doch nicht so groß ist.


    Argumente, die diese Vermutung stützen, sind in mehreren Beiträgen vorgetragen worden:

    • zu groß für Heimanlagen, für den "kleinen Betriebsbahner"
    • preislich eine andere Liga als eine 64 für 700 oder eine V 36 für ich-weiß-nicht-mehr-wieviel.


    Wenn man dies feststellt, muss man im Übrigen nicht zur Geiz-ist-geil-Fraktion gehören...Neben Modellbahnern, die sich das kaufen können was sie wollen (und auch bezahlen können oder wollen) gibt es anscheinend auch Leute, die Interesse an einer " bezahlbare(n) Spur 0" (Zitat aus Beitrag 29) haben. Hier bliebe zu fragen, ob dies auch heute noch möglich wäre oder ist, oder ob die Kosten für die Entwicklung und Produktion so gestiegen sind, dass das heute gar nicht mehr ginge, selbst dann nicht, wenn man beispielsweise auf getaktete Dampfentwickler oder hochdetaillierte Modelle (das sind nur zwei Beispiele!) verzichten würde oder statt oder neben großer Dampfer wie der Baureihe 50 oder 44 auch noch einige kleine Tenderlokomotiven auf den Markt bringt.




    Immerhin: Auch die Baureihe 89 wird eine Herausforderung für die Konstrukteure und Formenbauer und Entwickler gewesen sein, enthält viel Technik, die bezahlt werden muss und wird oder wurde im heutigen China zu den Preisen von heute (also nicht mehr im günstigen China von vor 8 oder 10 Jahren) produziert. Man bekommt sie zwar nicht mehr zum Preis einer 64 (logisch!), sie ist aber doch deutlich günstiger als eine Baureihe 50 oder die geplante 44.
    Ich freue mich, wenn ich in Sande beim Tag der offenen Tür große Tenderlokomotiven auf langer Strecke in voller Fahrt fahren sehen und hören kann. Wäre ich in einer Modellbahnvereinigung, deren Mitglieder sich aus ihren Modulen lange Strecken mit großen Radien zusammenstellen, würde ich bestimmt auf eine Baureihe 38 oder 55 sparen und mich daran erfreuen.Ich freue mich aber auch, wenn meine kleine Köf, die 89 oder, als größte Lok in meinem Bestand, die 64, bei mir zuhause auf einem kleinen Rangiermodul hin und herfahren, über die Weichen rumpeln und langsam die nicht-polarisierten Herzstücke durchfahren können, ohne zu stocken wie früher in der Spur H0 üblich. Eine 50 oder eine 38, ja selbst eine 94 wären mir da schon zu groß. Es ist ja schon ein gewaltiger Unterschied, ob ich hier mit einer T 3 oder einer 64 fahre...
    Und so wird es wahrscheinlich auch anderen Modellbahnern gehen, die "nur" auf ihren relativ kleinen Heimanlagen fahren...


    Es wäre schön, wenn auch in Zukunft für beide Gruppen was dabei wäre: Für die, die sich eine (für sie) bezahlbare Spur 0 wünschen mit kleinen Tenderlokomotiven und für diejenigen unter uns, die vielleicht (schon) auf einer Vereinsanlage fahren oder genügend Platz für eine große Heimanlage haben.


    Ich persönlich hätte mich über (für mich erfreuliche) Neuigkeiten zur Baureihe 70 gefreut oder ganz allgemein ein Lebenszeichen aus dieser Richtung: 98.8 in Kooperation mit Kiss, gerne auch ganz aus Metall, 98.10 oder 98.11, vielleicht einen VT 70, einen Klv 51, ...
    Bis dahin erfreue ich mich an meinen jetzigen Modellen.
    Viele Grüße aus Norddeutschland
    Frank

    Hallo,
    vielen Dank für die schnellen Antworten.

    Nimmst Du die Z21 oder die Lenz Zentrale?

    Weder noch: Ich fahr immer noch mit der inzwischen wohl uralten Roco 10764... Und ich war einfach unsicher, ob auch die CV´s der Lenz 64 mit dieser Zentrale verändert werden können, ob sie noch "die gleiche Sprache sprechen". ESU Decoder bei H0 Loks konnte und kann ich damit "bearbeiten".

    Ich hoffe ich hab alles richtig und verständlich erklärt.


    Das hast Du, vielen Dank.


    Ich war mir nicht sicher, ob die 64 nicht dann irgendwann einen Sprung macht, wenn man die CV 3 verändert und die CV 6 nicht, also ob diese beiden Werte aufeinander abgestimmt sein müssen ...


    Viele Grüße
    Frank

    Hallo zusammen
    Bekanntlich kann man ja mit der Roco Multimaus die CV-Werte eines Decoders nicht auslesen, wohl aber einige wenige verändern, unter anderem die CV 3 (Anfahrverzögerung) und CV 4 (Bremsverzögerung).
    Laut Lenz Decoderbeschreibung liegen bei der Baureihe 64 die von Haus aus eingestellten Werte bei CV 3 und 4 bei 6 bzw 5.
    Für meinen Geschmack beschleunigt und bremst die 64 mit diesen Werten etwas sehr schnell. Habt Ihr diese beiden CV´s bei Euren 64ern verändert? Gibt es Empfehlungen? Oder beschleunigte die 64 tatsächlich so schnell?


    Kann ich die CV-Veränderungen bei der 64 auch mit der Roco Multimaus vornehmen?


    Und weiter: Empfiehlt es sich, bei einer Veränderung dieser beiden Werte weitere CV´s zu verändern, eventuell die CV 6, mit der die mittlere Geschwindigkeit eingestellt wird?
    Für Tips und Hinweise wäre ich dankbar.
    Frank