Posts by Haselbad

    Hallo Jürgen,

    vielen Dank für deine rasche Antwort. Die AMJL-Modelle sind sicher hervorragende Modelle, für mich gibt es da eine Klippe -überigens bei fast allen französischen 0-Modellen- der Maßstab ist 1.43. Wenn ich diese Modelle mit meinen 1:45 Fahrzeugen mische, sieht das einfach nicht gut aus. So muß ich meine französischen Fahrzeugmodelle selbst schnitzen, obwohl es ja schon eine gute Auswahl an Bausätzen und Fertigmodellen gibt. Allerdings muß ich jetzt eingestehen, dass der Leidensdruck beim angekündigten Picasso doch zu groß wurde und ich ihn als erstes 1:43 Fahrzeug bestellt habe... Man soll halt nie nie sagen.

    Ich wünsche dir viel Spass mit diesem wunderbaren Güterwagenmodell,

    viele Grüsse aus dem Dürre-Schwarzwald

    Dieter

    Hallo Michi,

    ich bewundere deinen Einsatz bei dieser Hitze unter dem Dach! Zu der Hintergrundkulisse hätte ich 2 Vorschläge: Du kannst so eine MDF-Platte relativ eng biegen, wenn du auf der Rückseite mit der Kreissäge Schlitze einsägst, die einen gleichmässigen Abstand zueinander haben. Diese Schlitze müssen senkrecht zum Biegeradius ausgeführt sein. Natürlich muss die Biegung sehr vorsichtig erfolgen, damit nichts bricht. Eine Lehrte mit dem gewünschten Radius kann da sehr nützlich sein. Diese Lehre hat mindestens 2 Schablonen (oben und unten an der Platte), über die die vorbereitete Platte abgerollt wird.

    Eine zweite Möglichkeit besteht, wenn du eine Papprolle mit dem gewünschten Ausrundungsradius aufschneidest und dann in die Kulissenecke klebst. Danach ist aber eine ziemliche Schleifarbeit angesagt, weil die entstandenen Kanten verspachtelt und egalisiert werden müssen.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Spass mit der Modellbahnanlage und möglichst wenig Schweissausbrüche,

    Viele Grüsse aus dem Dürre-Schwarzwald,

    Dieter

    Hallo Ulf,

    vielen Dank für diese mehr als beeindruckende Berichterstattung von eurem Treffen.

    Mich würden Einzelheiten zu dem französischen "Breitspur"-G-Wagen (SNCF -K) interessieren. Könntest du einen Kontakt zu dem Erbauer herstellen?

    Vielen Dank für deine Mühen und viele Grüsse mitten aus dem Schwarzwaldgrill

    Dieter

    Hallo Herr Schulz,

    meinen Glückwunsch zu diesem Modell !!! E-Lokmodelle sind (noch) rar in der 0-Gemeinde. Auch ich würde mir gerne so ein kleines Kraftei zulegen. Wenn Sie eine Chance sehen, hier eine Kleinserie zu starten, dann bin ich dabei!

    Viele Grüsse aus dem ausgedörrten Schwarzwald

    Dieter

    Hallo Spur-0-Kollegen,

    ich möchte die angeführten Argumente jetzt nicht wiederholen, aber ich sehe es gleich wie Klaus vom See. Es macht einfach keinen Spass mit all den Einschränkungen. Bei uns wurden in der Region viele -auch schon verschobene- Termine für Herbstveranstaltungen abgesagt, obwohl sie nach heutigem Stand möglich wären. Aber wem hilft es, wenn man viel Energie und Arbeit in so eine Veranstaltung investiert und dann kaum Besucher kommen, weil ihnen die Einschränkungen einfach zu lästig sind? Hinzu kommt auch noch das nicht unerhebliche finanzielle Risiko, ich habe noch nicht von einem Vermieter gehört, der seine Forderungen wegen den Coronaumständen reduziert hätte.

    Ich möchte mich bei allen bedanken, die sich mit diesem schwierigen Thema beschäftigen und letztendlich auch Entscheidungen treffen müssen.

    Viele Grüsse aus dem abkühlenden Schwarzwald und bleibt negativ

    Dieter

    Hallo Thomas und Kittelfreunde,
    es gab tatsächlich mindestens einen Kittel Dampf-TW im Gebiet der DR-Ost. Sein Einsatz ist auf der Oderbruchbahn verbürgt. Wie dieses Fahrzeug dorthin gelangt ist, weiss ich allerdings auch nicht. Wenn ihr im Netz die entsprechenden Seiten aufruft, findet ihr eine nähere Beschreibung dieser spannenden Bahn, welche ja bei uns durch die Tender-behangenen T3 bekannt geworden ist.
    Noch ein Wort zu den badischen Einsätzen: Die Strecke nach Maulbronn war ein typisches Einsatzgebiet, auch zwischen Weil/Rh-Lörrach pendelten diese Wagen und die letzte Einsatzstrecke vom BW Freiburg war Müllheim-Neuenburg.
    Viel Spass mit dem Dampftriebwagen und viele Grüsse
    aus dem Schnee-erwartenden Schwarzwald
    Dieter

    Hallo Michi,
    zunächst ein gutes Neues!


    Da habt ihr aber ordentlich was an Arbeit geleistet! Herzlichen Glückwunsch zu dieser Anlage. Ich hoffe, der Bauspass wird noch etwas anhalten, aber bei dem Tempo, welches ihr vorlegt....
    Vielen Dank für den Baubericht mit den vielen aufschlussreichen Bildern.
    Viele Grüsse aus dem zwar kalten, aber sehr sonnigen Schwarzwald
    Dieter

    Hallo Reinhold,
    als Literaturtipp zu dem Ci 25 und seinen Abkömnmlingen kann ich dir den neu herausgebrachten Band 1 von Joachim Deppmeyer im EK-Verlag empfehlen. Der Titel ist "Reisezugwagen der Deutschen Reichsbahn Band -1 1921-31 Regelspur", die Bestell-Nr. ist 6414.


    Da ist eine kurze Fahrzeugbeschreibung, ein Typenfoto und eine Übersichtszeichnung zu jedem Wagen vorhanden.


    Wenn du mir deine private Mailadresse schickst, kann ich dir eine Zeichnung und Anleitung zum Bau eines neuen Fahrzeugrahmens schicken. Der war vor vielen Jahren in einem Miba-Heft veröffentlicht worden.
    Weiterhin viel Spass und Erfolg mit deinen Basteleien,
    viele Grüsse aus dem vorwinterlichen Schwarzwald,
    Dieter

    Hallo Hein,
    die jüngste Nachricht aus deinem Mobakeller hat mich doch etwas überrascht. Auch ich gehöre zu den Forumsmitgliedern, die dein Ausscheiden aus unserem Kreis bedauern. Du warst für mich immer ein Vorbild der entschlossenen Schnitte, ohne wenn und aber hast du stets deine neugewonnenen Einsichten und Erkenntnisse in die Tat umgesetzt. Das findet man nicht bei allen Modellbahnern, oft geben die sich über Jahre mit halblebigen Kompromissen zufrieden.
    Also, du wirst hier eine große Lücke hinterlassen. Trotzdem wünsche ich dir weiterhin viel Spass und Freude, natürlich auch Erfolg mit deiner neuen Liebe. Ein Bastelkönig warst du für mich auch immer schon ohne Königsspur!
    Herzlichen Dank und alles Gute für die Zukunft,
    viele Grüsse aus dem sonnigen Schwarzwald
    Dieter

    Hallo Rainer,
    ich bewunderte gestern schon deinen Optimismuss! Wie so eine lang geplante Bahnfahrt ausgehen kann, hat ja Kollege Klaus vom See im vergangenen Jahr hier geschildert. Ich persönlich möchte solchen Erlebnissen eher aus dem Weg gehen, denn eine Alternative ist die DB-AG nicht mehr für meine Verkehrsbedürfnisse. Zwar behaupten immer wieder die Politiker das Gegenteil in der Hektik und Aufregung der Klimadebatte, aber diese Aussagen können nur entstehen, weil sie selbst nicht mit der Bahn fahren.
    Für mich ist das Mittel zum Ziel Gießen mein Auto, relativ moderner Motor, gut gewartet und mit allen wichtigen Infoquellen zur Verkehrslage ausgestattet. Man muß flexibel sein und allfällige Staus rechtzeitig wahrnehmen, dann klappt das zur meiner vollen Zufriedenheit.
    Ich wünsche allen Bahnfahrern positive Erfahrungen mit der DB-AG,
    viele Grüsse
    aus dem spätsommerlichen Schwarzwald
    Dieter

    Hallo Robert,
    ich verfolge deinen Bericht mit großem Interesse, da ich selbst Breit-und Schmalspurbahnhöfe betreibe. Den Hinweis mit der Verladehalle finde ich positiv, aber um die Umsetzmöglichkeit zu erhalten im Normalspurteil, müßte die Gleisverbindung umgedreht werden, d.h. statt zweier Rechtsweichen müßte die Verbindung über Linksweichen erfolgen und das hinterste Normalspurgleis wäre damit der Umsetzstumpen. Denkbar wäre die Verladehalle auch an der linken Bahnhofsseite, dann müßtest du eine rechte Weiche ins 2. Normalspurgleis einbauen und das so einstandene Abstellgleis könnte in Verbindung mit dem Schmalspurabstellgleis die Verladeanlage bilden.
    Ich wünsche dir weiterhin viel Spass,
    viele Grüsse aus dem sonnigen Schwarzwald
    Dieter

    Hallo Norbert,
    soweit ich mich erinnern kann, gingen die Gefangenen in "ziviler" Kluft auf Reisen. Allerdings muß ich gestehen, dass man von den Menschen im Wageninnern kaum etwas sah, da die Fenster doch recht klein waren und die Vergitterung die Sicht weiter einschränkte. Was ich aber sicher beschreiben kann war die Kleidung der Häftlinge im Alltag. Bei uns rückten immer kleine Arbeitstrupps aus, um z.B. im Park des Krankenhauses Pflegearbeiten zu verrichten. Dabei trugen sie einfache blaue Arbeitskleidung, die sehr den Arbeitskleidungen von Fabrikarbeitern glichen (Hose + Jacke).
    Eine Gefängniskleidung mit schwarzweisser Färbung gab es bei uns zum Glück nicht mehr, die verorte ich zu den Witzzeichnungen und den Filmen aus USA.
    Viel Erfolg mit deinem ungewöhnlichen Reisezugwagen,
    viele Grüsse aus dem wieder leicht überhitzten Schwarzwald,
    Dieter

    Hallo Sandra,
    auch ich verfolge deine Planung als "stiller" Beobachter. Selbst stand ich vor einer ähnlichen Aufgabenstellung, daher meine Empfehlung zu deinem Plan: Als Schwachpunkt sehe ich die Position der Güterabfertigung am Umsetzstutzen deines Bahnsteiggleises. In der Praxis bedeutet dies, dass du bei jedem Lokumlauf vom Bahnsteiggleis erst die G-Wagen abräumen mußt, welche für das Ladegeschäft an der GA-Rampe stehen. Bei der großen


    Bahn wäre so eine Situation undenkbar. Mein Verbesserungsvorschlag: Tausche die Umsetzweiche in eine Rechtsweiche um, der Umsetzstutzen liegt dann in einer diagonalen Lage, was auch das Gleisbild interessanter erscheinen läßt. Den Güterschuppen platziere an dem nebenan liegenden Gleis, welches in deinem Plan vom Köf-Schuppen abgeschlossen wird. Um mehr Platz für die Straßenseite des Güterschuppens zu bekommen, würde ich dieses und das Brauereigleis möglichst weit Richtung Brauerei verschieben.
    Grundsätzlich ist ein Köf- oder Lokschuppen betrieblich gesehen immer eine "Schlaftablette" in so einem kleinen Bahnhof, eine Nutzung dieses Gleises mit einer oder zwei zusätzlichen Ladestellen (Güterschuppen + Laderampe) betrieblich wesentlich anspruchsvoller und sorgt damit für abwechslungsreicheren Rangierbetrieb.


    Weiterhin viel Spass und Erfolg mit Planung und Umsetzung,
    aus dem sehr sommerlichen Schwarzwald,
    Dieter

    Hallo Stephan,
    schön zu sehen, dass es auch noch andere Anhänger der französischen Eisenbahnen in diesem Forum gibt.
    Typische Weichenstellhebel bekommst du beim Kleinserienhersteller Alain Jarry.
    Seine Internetadresse ist: http://www.jarry-modelreduit.fr


    Viel Spass und viel Erfolg mit deinem Projekt,
    viele Grüsse aus dem überhitzten Schwarzwald,
    Dieter

    Hallo Roland,
    ein toller Mast hast du da an deine Einfahrtsweiche gebaut. Er erinnert mich stark an die alte badische Fahrleitungsbauarten, die hier im Wiesental und der Wehrertalbahn 1912 erstellt wurden. Ich ringe immernoch mit mir, ob ich einen Streckenabschnitt mit solch einer Konstruktion überspannen soll. Abschreckend hierfür ist der "doppelte Fahrdraht", der eine große Elastizität der Fahrleitung garantierte, die aber für die gefahrenen Geschwindigkeiten garnicht notwendig war. Optisch erinnert das Bild immer etwas an die schweren Gleichstromfahrleitungen, wie sie heute u.a. noch in Frankreich im Einsatz sind.


    Sicher ist aber schon der Bau einer DRG-Fahrleitung, wie sie jetzt gerade im Höllental abgeräumt wurde. Die gehört auch zu meinen persönlichen Museumsstücken der Erinnerung, die in mir schlummern.
    Nochmals viel Erfolg beim weiteren Ausbau deines E-Netzes. Deine Bauberichte verfolge ich immer mit Spannung, vielen Dank dafür.
    Viele Grüsse aus dem nun winterlich werdenden Schwarzwaldes,
    Dieter

    Hallo Hobbykollegen,
    mir fehlen immernoch ein paar wichtige Modelle, die mich in der Kinder-und Jugendzeit in meinem täglichen Leben begleitet hatten: Neben einer E 44 passen auf meine Anlage eine E 32 und eine E 69 ganz ausgezeichnet. Von einer E 71 mag ich garnicht träumen, obwohl die jede Dampflok beim Fahren in den Schatten stellt, wenn sie gemütlich über die Gleise kurbelt. Sodann setze ich meine Wunschliste fort mit den Treibwagen ET 85/90 nebst Steuerwagen, den ET 25 in der Ursprungsform (2-teiilig), gerne auch mit Steuerwagen und als Vertreter der Dieselfraktion wäre auch ein VT 60 mit Steuerwagen hochwillkommen. Als Krönung meiner nicht ganz bescheidenen Wuschliste: Der Turmtriebwagen auf dem VT 98 -Fahrgestell!!!!
    Ich wünsche uns allen eine möglichst große Erfüllung unserer Wünsche,
    viele Grüsse aus dem fast winterlichen Schwarzwald
    Dieter

    Hallo Kollegen,
    ich hatte gerade in der vergangenen Woche Gelegenheit durch die Vermittlung von Freund Vladimir, die Anlage in Prag besuchen zu können. Ich war beeindruckt von der hohen Modellbauqualität. Obwohl die Anlage sehr groß ist, sind unendlich viele Details und Szenen zu entdecken! Neben dem ausgezeichneten Gebäudebau braucht sich auch das Gelände nicht zu verstecken. Das Konzept der Anlage wurde von Fachleuten erstellt, was die Anlage dort betrieblich sehr wohltuend von anderen mir bekannten Clubanlagen hervorstechen läßt. Selbst an eine 760mm-Schmalspurbahn wurde gedacht. Ein ganz besonderer Höhepunkt sind die vielen Eigenbaufahrzeuge auf der Anlage. Da gibt es in Tschechien richtige Modellbaukünstler, vor denen man nur voller Respekt den Hut ziehen kann! Es wirkt sich hier die lange Modellbautradition in den ehmaligen "Sozialistischen Ländern" aus. Hier mußte man selbst zur Tat schreiten, wenn man ein Wunschmodell wollte und nicht nur einen forderden Leserbrief in die Modelbahnzeitschrift setzen.
    In zahlreichen Vitrinen kann man eine ganze Historie der Werke von Modellbauern betrachten. Tief beeindruckt hat mich das Modell einer französischen Dampflok, deren Baujahr 1958 ist! Da fehlt nichts an der Lok und sie kann es mit jedem Kleinserienmodell aus den heutigen Tagen aufnehmen! Und wenn man dann noch weiss, unter welch schwierigen Bedingungen diese Meisterwerke erstanden sind, dann ist die Bewunderung noch grösser für diese Leistung. Wer dachte schon bei uns 1958 an nachgestaltete Bremsgestänge mit Klötzen zwischen den Rädern?


    Schließlich gibt es auch noch eine TP-Anlage zur Abrundung des Spur-0-Geschehens.


    Ganz besonders erwähnen möchte ich auch die Gastfreundschaft und Offenheit der Kollegen dort. Interessante Gespräche konnte ich führen und alle Fragen wurden geduldig beantwortet.


    Einen ganz herzlichen Dank an dieser Stelle nochmals nach Prag!
    Das Clublokal ist mit der U-Bahn aus der Stadt heraus gut errreichbar - als Info für alle Interessenten.
    Viele Grüsse
    aus dem nun herbstlichen Schwarzwald,
    Dieter

    Hallo Gaerlind,
    herzlich willkommen in dieser Modellbahnerrunde. Ich bin sehr beeindruckt von deinem Schaffen! Du hast dir viele Gedanken gemacht um die Konzeption und Konstruktion deiner Modellbahn in Baugröße 0. Da kann ich noch etwas von dir lernen. Ich hoffe, du hast weiter viel Spass mit der Spur-0-Bahn und berichtest von deinen Baufortschritten.
    Vielen Dank und viele Grüsse aus dem Südschwarzwald


    Dieter

    Hallo Bernd,
    vielen Dank für diesen tollen Bericht. Er zeigt, dass in dieser Gruppe das Thema Modellbahn nicht nur wortgewaltig virtuell abgehandelt wird, sondern alle Teilnehmer aktiv sich sowohl am Modulbau als auch am Betrieb bei den Treffen beteiligen. Da wird es mir um die kommenden Jahre nicht bange.
    Viele Grüsse aus dem vorweihnachtlichen Südschwarzwald,
    Dieter

    Hallo Norbert,
    als Schüler konnte ich den Einsatz eines solchen Zellenwagens erleben. Bei uns in der Südwestecke der Republik pendelte der Wagen immer zwischen Freiburg und Waldshut. Er sorgte für den Transport ("Verschub" sagten die Justizleute) zwischen den einzelnen Gefängnissen. Dabei durften die Gefangenen nicht auf Schweizer Hohheitsgebiet gelangen, die Fahrt über die Strategischen Umgehungsstrecken war angesagt.
    Das brachte interessante betriebliche Abwechslung auf die Strecken. Der Wagen verkehrte als Kurswagen: Von Freiburg gelangte er auf der Rheintalstrecke bis Weil/Rh, von dort durch den Tüllinger Berg nach Lörrach, an einem Personenzug angehängt. In Lörrach ging der Wagen auf einen Zug der Wiesentalbahn über und gelangte so nach Schopfheim. Dort wurde er von der Zuglok ausgestellt und wartete auf seinen Anschlusszug, der ihn über die Strecke der Wehratalbahn nach Säckingen (damals noch ohne "Bad") brachte. Dann ging das Spiel weiter - Ausstellen und warten auf den Personenzug von Basel nach Waldshut auf der Hochrheinstrecke. Umgekehrt ging die fahrt genauso zurück nach freiburg. Für uns Kinder war das immer spannend, wenn der Kurswagen im Schopfheimer Bahnhof auftauchte. Im Winter wurde er durch seine Ofenheizung warm gehalten, wenn er auf dem Abstellgleis auf seine Weiterbeförderung wartete. Da hing immer ein lustiges kleines Wölkchen über dem Dach, so wie bei den Bahnpostwagen.
    Der Gefangenenaustausch gestaltete sich einfach: "Abreisende" Gefangene marschierten im Gänsemarsch vom Gefängnis am Rande der Altstadt zum Bahnhof, "ankommende" Gefangene nahmen den gleiche Weg zurück und die Kolonnen wurden jeweils von 2 Wachmännern begleitet. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Praxis der Auslöser zu dem Gerichtsurteil war.
    Heute werden diese Gefangenentransporte mit Spezialbussen durchgeführt, die direkt in die Justizanstalten hineinfahren und so dem Blick der Öffentlichkeit entzogen sind.
    Für uns Modellbahner ist das natürlich eine tolle Vorlage, können wir doch selbst auf einer Nebenbahn so einen "Kurswagenlauf" nachbilden, ohne dass es gleich ein großer D-zugwagen sein muß, der zum nächsten Kurort verkehrt. Ähnliches gilt auch für die Bahnpostwagenkurse, die von den Modellbahnern viel zu wenig beachtet werden.
    Zum Schluss noch zur Farbgebung der Wagen: Ja, es ist richtig, die Wagen hatten die gleiche Farbe wie die Personenwagen.
    Vielen Dank für das interessante Thema und Grüsse aus dem (noch) winterlichen Schwarzwald
    Dieter