Posts by Haselbad

    Hallo Herr Lenz und Team,
    vielen Dank für diese hervoragende "Öffentlichkeitsarbeit". Das Lüften des Vorhangs hat noch mehr Appetit auf das wunderschöne Modell geweckt!
    Trotzdem würde mich in aller Bescheidenheit interessieren, wann mit der Auslieferung der V 20 zu rechnen ist?
    Vielen Dank und viele Grüsse aus dem Südschwarzwald
    Dieter Fabrizio

    Hallo Tim,
    dein Prellbock ist wirklich gut gelungen, Glückwunsch. Gerade solche Basteleien machen doch die Spur 0 aus!
    Wer allerdings auf einen "ordentlichen" Staatsbahnprellbock aus ist, sei einen Blick in die Peco-Liste empfohlen. Dort bekommt man für sehr viel weniger Geld einen Stahlprellbock als beim deutschen Marktführer.
    Weiterhin viel Spass beim Basteln,
    Gruss aus dem Südschwarzwald
    Dieter

    Hallo Heiner,
    zunächst Glückwunsch zu deinem neuen Schatz! Wie schon meine Vorschreiber richtig anmerkten, wurde die Firma Hego in den 70er (bin nicht ganz sicher, wann das genau war) in Hegob umbenannt. Der Grund hatte nichts mit wirtschaftlichen Veränderungen in der Firma zu tun, sondern es wurden zu jener Zeit Modellbahnen noch als Kinderspielzeug angesehen und gehandelt (die gut betuchten Herren im Spur-0-Segment waren die absoluten "Ausreisser"im Kundenspektrum).
    Herr Obst, der Inhaber der Modellbahnfirma "Hego" gab seinen Produkten einen neuen Namen "Hegob", um eine Verwechslung mit den damals schon weit-
    verbreiteten Plastikbausteinen aus Dänemark zu verhindern. Diese Bausteinfabrikanten weiteten gerade ihr Sortiment mit dem Sektor "Eisenbahn" aus.
    Die Umbenennung von Hego in Hegob diente also lediglich der besseren Abgrenzung zu einer populären Spielzeugmarke. Herr Obst war damals überigens weitgehend in der Spur 0 aktiv, später verlagerte sich der Schwerpunkt zur Spur 1.
    Ich hoffe damit allen Interessenten eine kleine Himndergrundinformation gegeben zu haben.
    Viele Grüsse aus dem Südschwarzwald
    Dieter

    Hallo Hein,
    als Idee möchte ich dir die Anregung geben, die zentrale Welle (n) des Antriebs vonm Märklinkran zu kürzen. Damit könntest du den Sockel in die Kranbrücke eines Halb-oder Vollportalkranes integrieren. Von der Optik her wäre das eine wesentlich bessere Lösung als ein etwas unmotiviert wirkende "halb-hoher"
    Drehkran.
    Ich wünsche dir viel Spass bei den weiteren Überlegungen,
    viele Grüsse aus dem Südschwarzwald,
    Dieter

    Hallo Wolli,
    ein guter Gedanke von dir! Wenn wir aber ehrlich sind, werden wir ja mit sehr vielen guten Dingen versorgt. Mühe macht mir mehr, den Überblick zu behalten bei dem breit gefächerten Angebot! Grundsätzlich fände ich aber so einen Baukasten -wie von Auhagen in H0 geschaffen- sehr hilfreich.
    Denn sehr oft agieren wir ja auf einer Theaterbühne, weil der Platz für ausgewachsene (Industrie-)Gebäude schlicht und einfach im eigenen Modellbahnrefugium fehlt. Den Zugriff auf DPM-Teile hat auch nicht jeder und da könnte eine grössere Auswahl an Einzelteilen für mehr Abwechslung sorgen!
    Grundsätzlich stimme ich mit dir überein mit deinen Überlegungen,
    viele Grüsse aus dem Südschwarzwald
    Dieter

    Hallo Thomas,
    ich habe gestern das neue Heft Schmale Spuren mit der Post bekommen und deinen Baubericht gelesen. Ich bin beindruckt von deiner Arbeit!
    Um so mehr freue ich mich, jetzt hier noch die eine oder andere zusätzliche Information zu finden, das ist toll!
    Vielen Dank und Gratulation zu deiner "neuen" Lok,
    viele Grüsse aus dem Südschwarzwald,
    Dieter

    Hallo Patrik,
    beim Bau von Modul- oder Segmentkästen setze ich die Deckplatten immer in den Rahmen ein. Für mich ist der optische Eindruck einfach bessser, als wenn man eine Vielzahl von Stössen am Modulkasten betrachten muß. Aus dem gleichen Grund sitzen bei mir die Stirnbretter immer zwischen den Längswangen der Kästen.
    Neben diesen "oberflächlichen" Gründen gibt es aber eine handfeste konstruktive Tatsache zu beachten: Je höher eine Wange ausgebildet ist, um so stabiler wird sie gegen Durchbiegen. Die Mathematik gibt uns die Erklärung dafür: Die Höhe h geht im Quadrat auf die Vergrößerung das Biegemoments ein!
    Mit jedem Zentimeter an mehr Höhe gewinnst du einen guten Zuwachs an Stabilität in deinem Kasten. Ich selbst baue Module für Modultreffen mit Kollegen, deshalb versuche ich, meine Konstruktionen möglichst optimiert in Gewicht und Raumökonomie zu gestalten. So reicht mir eine Rahmenhöhe von 70mm aus.
    Wenn ich jetzt diesen einen Zentimeter für die Deckplatte abziehen würde, ergäbe das eine wesentliche Verschlechterung der Stabilität.
    Natürlich muß man immer exakt arbeiten, die Sorgfalt ist aber auch bei einer aufgelegten Deckplatte gefordert.
    Ich wünsche dir viel Spass beim Bauen,
    viele Grüsse aus dem Südschwarzwald,
    Dieter

    Hallo Bahnpostinteressierte,
    ein paar Anmerkungen zu den angesprochenen Themen:
    Postgeheimnis - in früheren Jahren wurde diese strikte Trennung von Post und Bahnverkehr sehr streng eingehalten. Diese Tatsache führte zu den uns heute so kurios erscheinenden Galeriepostwagen. Der Wagenkasten des Postabteils wurde schmaler gebaut und ein offener Seitengang ermöglichte dem Bahnpersonal den Durchgang zum anderen Wagenende. Bei Museumsbahnen sieht man solche Wagen noch gelegentlich.
    Dies ist auch der Grund für die fehlenden Übergangseinrichtungen an den Stirnseiten bei vielen Bahnpostwagen.
    Postbeförderung ausserhalb von Bahnpostwagen - selbstverständlich wurde auch Briefpost in Packwagen befördert, dazu bekam der Zugführer einen Postsack überreicht, der unter Verschluß im Packwagen befördert wurde. An seinem Zielort ging der Briefsack wieder in die Hände eines Postlers über. In der Praxis wurden solche Sendungen auch mit dem Expressgut zusammen vom und zum Bahnsteig gebracht.
    Die Bahnpost wurde auf kleinen Stationen (wie sie bei uns Modellnebenbahnern wohl meist üblich sind) in einem kleinen Postkarren (meist 1-achsig) zum Zug gebracht und dort auch wieder abgeholt. Die Postämter lagen in der Regel fußläufig zur Bahnstation.
    Auch in größeren Städten war ein Gleisanschluß des Hauptpostamtes nicht die Regel. So wurde die Post oft von eigenen Poststraßenfahrzeugen angeliefert und abgeholt zu den auf einem Ladegleis stehenden Bahnpostwagen. In unserer Kreisstadt war extra ein Elektro-Mulischlepper mit den bekannten kleinen offenen Postanhängern im Einsatz. Bei der Fahrt über das kurze Stück auf der Straße zum Bahnhof kam es immer wieder zu Belustigungen der Passanten, wenn das eine oder andere Paket sich vom Anhänger verabschiedete und auf die Straße purzelte!
    Postzug: Neben dem willkommenen Betriebsaufwand vom Einstellen und Ausreihen einzelner Bahnpostwagen aus unseren Reisezügen gibt es auch die Möglichkeit, eigene Postzüge verkehren zu lassen. Im Wiesental war das Großversandhaus Schöpflin (später zu Quelle gehörig) ansässig. Dort wurde direkt aus dem Auslieferungslager täglich min. 1 Postzug mit den Versandpaketen abgefahren. Als Zuglok war die Bahnhofs-Köf (Köf II) aus Haagen eingeteilt. Diese schleppte den Zug nach Lörrach, wo er mit den dortigen Bahnpostwagen zu einem neuen Postzug vereinigt wurde. Eine Streckenlok (meist E 44) übernahm den Weitertransport nach Basel Badischer Bahnhof. Dieser Postzug hies bei den Eisenbahnern nur "Unterhosenexpress".
    Kurioses- Bei uns im Tal gab es die Schmalspurbahn Zell-Todtnau. Dort wurde die Bahnpost auch in kombinierten Pack/Postwagen befördert. In Zeiten starken Postverkehrs (Weihnachten,Ostern) reichte dann der "halbe" Wagen für die Postsendungen nicht aus. Prakmatisch sah die Lösung bei der Schmalspurbahn aus: Der PwPost wurde zum reinen Post, das Packabteil bekam eine neue Rolle als Paketabteil und für die "zivilen" Transportbedürfnisse wurde ein zusätzlicher Packwagen in den Zug eingereiht.
    Eine absolute postialische Rarität zeichnete diese Bahn aus: Als 1890/91 die strategischen Umgehungsbahnen in Südbaden in Betrieb gingen, fuhren die Reisezüge durchgehend von Basel über Schopfheim - Bad Säckingen nach Waldshut. Der obere Streckenteil der Wiesentalbahn wurde als Stichstrecke betrieben. Dies bedeutete für den Postdienst, dass eine Bahnpost von Todtnau nach Schopfheim eingerichtet wurde. Das Kuriose war dabei, dass in Zell der Bahnpoststempel von der Schmalspur in den Breitspurzug mit umgeladen wurde. Ein in Deutschland bis heute einmaliger Fall!! Nach 2 Betriebsjahren hatte die Staatsbahn ein Einsehen mit den Pendlern und kam auf die alte Betriebsweise zurück, die dem tatsächlichen Verkehrsbedürfnis entsprach: Die Strecke Basel-Zell wurde wieder durchgängig befahren und damit eine Bahnpost Todtnau-Zell installiert.
    Beförderungszeiten - Dadurch, dass die Briefpost nicht ausschließlich in Bahnpostwagen befördert wurde, erreichte man in früheren Jahren Beförderungszeiten, von denen heute jeder Postmanager nicht zu täumen wagt! Hier spielte natürlich auch die 2-malige Postzustellung pro Tag zum Endkunden eine wichtige Rolle.
    Noch eine abschliessende Bemerkung zum Bahnpostpersonal: Die Postschaffner in den rollenden Postämtern fuhren keineswegs umsonst mit der Bahn. Die Post mußte für jeden Postschaffner der Bahn ein Beförderungsendgeld entrichten, sprich sie hatten alle eine "Fahrkarte"! Der Dienst dieser Männer war äusserst hart und anspruchsvoll, nicht zu unrecht wurden sie als Elite der Postbeamten gesehen. Schade, dass die großartige Einrichtung der Bahnpost in der Erinnerung der Menschen schon zu verblassen droht.
    Viel Spaß bei der Postbeförderung - es gab nichts, was es nicht gab- und
    viele Grüsse aus dem Südschwarzwald
    Dieter

    Hallo Michael, hallo Aussteller,
    mein Dank richtet sich an euch für die tolle Veranstaltung. Es war wieder höchst beeindruckend, in welcher Bandbreite sich unser Spur-0-Hobby präsendierte. Ein Freund (ein frischgebackner "Neu-Nuller") wurde von uns nach Buseck "mitgeschleift", er bekam den Kinnladen schier nicht mehr geschlossen und so waren seine Bedenken hinsichtlich des Anfahrtweges aus dem Schwarzwald schlagartig gegenstandslos geworden!
    Neben den Ausstellern ist auch der Kontakt zu den vielen bekannten Kollegen und Freunden ein wichtiger Grund nach Buseck zu fahren. Diese unvergleichliche Atmosphäre kann keine andere Modellbahnveranstaltung in dieser Dichte bieten.
    Danke für die geleistete Arbeit und viele Grüsse aus dem Südschwarzwald,
    Dieter


    :) :) :) :)

    Hallo Milchtransporteure,
    ein wichtiges Detail muß man bei dem Milchtransport beachten: Die Milch wurde damals fast ausschließlich in den großen Kannen transportiert. Wenn also am Morgen die Kannen vom Land in die Stadt gefahren wurden, dann m ußte das Leergut auch wieder zurück zu den einzelnen Bauern. Und weil damals auch 2 Mal am Tag gemolken wurde, gab es einen großen Kannenumschlag. Deshalb waren die Milchwagen, wie schon berichtet, in einem festen Umlauf eingebunden, der immer eine Hin-und Rückfahrt beinhaltete. Die Wagen sind also immer eine betriebliche und optische Erweiterung des Reisezugverkehrs und bringen Abwechslung ins Spiel.
    In unserem Tal gab es eine Schmalspurbahn (Zell-Todtnau), da wurden die Milchkannen im Packwagen transportiert. Auf jeder Haltestelle gab es eine Holzkonstruktion als Milchkannenplattform, wo die Kanne standen und schnell aus-und eingeladen werden konnten.
    Mit Bildern ist es schwierig, ich habe spontan ein Bild des bayrischen Vorläufers im Gedächtnis, der aber schon als Bauzugwagen in den frühen 60er unterwegs war.
    Viele Grüsse aus dem Schwarzwald,
    Dieter

    Hallo Oliver,
    vielen Dank für deinen aufschlussreichen Baubericht. Nachdem nun jeder Nuller gesehen hat, dass der Bau einer Weiche wahrlich kein Hexenwerk ist, möchte ich noch eine kleine Ergänzung beifügen:
    Der Weichenbauer kann sich sein Leben ungemein erleichtern, wenn er vor dem Aufkleben der Schwellen die Papierschablone mit einer braunen Farbe abtönt (da reicht schon Farbe aus dem Tuschkasten, die ist "durchsichtig" genug, um die Zeichnung noch klar erkennen zu können). Denn nach der Fertigstellung des Meisterwerkes leuchtet oft an den unmöglichsten Stellen das weiße Papier durch die frisch aufgebrachte Schotterung nach dem Einbau ins Gleisfeld, und da ist es doch schade, wenn nach solch einer reifen Bastelleistung ständig der Wurm der Unvollkommenheit im Erbauer nagt.
    Vielen Dank und viele Grüsse aus dem Südschwarzwald,
    Dieter

    0e-Gleis


    Hallo Hein,
    eine wunderbare Geschichte! Aber auch ich möchte mich den Vorrednern anschließen und dich vor einem Irrweg warnen.
    Bei den Zahnradgleisen ist nicht nur die optische Wirkung ein wichtiges Kriterium, sondern es gibt handfeste Gründe gegen die Verwendung als Zweileitergleis: Die Weichen haben wunderbar lange und dicke Herzstücke aus Kunststoff. Das macht den Orginal-Zahnradloks wenig aus, bei den kurzen 2-achsigen MT-Loks sitzt du aber mit der Stromabnahme ganz schnell auf dem Trockenen. Natürlich könntest du bei der Dampflok noch den Tender als zusätzliche Punkte mit anschließen, bei der Diesellok geht das aber schon nicht mehr! Die Schienenprofile sind aus Edelstahl, hast du da scghon einmal versucht, einen Draht anzulöten?
    Wenn ich an den Arbeitsaufwand mit der Heraussägerei jeder 2. Schwelle denke (schließlich muß der Blechkamm der Pukos auch durchgesäbelt werden, dann bist du mit einigen Längen Code 100 Profilen, einem Vorrat selbstgesägter Pertinaxstreifen und etwas Lötzinn wesentlich schneller und besser dran. Selbst die Weichen kannst du auf diese Weise leicht selbst bauen, dabei werden nur an den für die Funktion wichtigen Stellen "Lötschwellen" verwendet, den Rest füllen selbst geschnitzte Holzschwellen aus dünnen Leisten (zur Not aus dem berüchtigten amerikanisch angehauchten Gourmettempeln, oder viel Eis am Stiel konsumieren!). Sollte dir das zu kompliziert werden, von Tillig gibt es preiswerte H0-Weichenbausätze mit Code 100 Profil (h= 2,5 mm), die kann man auch gut abwandeln.
    Wenn du die alle gut gemeinten Ratschläge richtig auswertest, wirst du dir viel Freude und wenig Frust mit deiner neuen Schmalspur - oder Feldbahn- einhandeln. Die kurzfristig "billigen" Lösungen sind immer die mit dem meisten Ärger und Verdruss angereicherten Holzwege, die dann mit viel Nervenkraft und hohem Arbeitseinsatz revidiert werden müssen. Und am Schluß steht dann wieder die Erkenntniss: "Hätte ich doch nur..." .
    Für weitere Fragen und Tippps stehe ich dir gerne zur Verfügung,
    weiterhin viel Spass und Grüsse aus dem Südschwarzwald,
    Dieter

    Hallo Radsatzspezialisten,
    meine Zwischenfrage passt zwar nicht ganz hier her, aber nachdem die Rede auf Slaters gekommen ist, möchte ich auch meine Bedenken kurz schildern. Für einige Schmalspurfahrzeuge in 0e hatte ich mir mehrere Slaters-Radsätze vor einigen Jahren gekauft. Ich bin mit der Qualität nicht zufrieden und kann die Bedenken wegen der Oberflächenbeschaffenheit nur unterstreichen. Die konstruktive Idee, die hinter den Radsätzen steht, finde ich sehr gut.
    Aber jetzt meine Frage: Wo bekommt man brauchbare Räder/Radsätze für den Selbstbau-Umbau in 0, nachdem von Heller keine Ware mehr erhältlich ist?
    Entschuldigt meinen Ausrutscher und vielen Dank für die vielfältigen Informationen in diesem Beitragsbaum,
    viele Grüsse aus dem Südschwarzwald
    Dieter

    Hallo Stefan,
    vielen Dank für deinen interessanten Bericht. Zum Einsatz beim Vorbild habe ich eine Geschichte aus meiner Heimat:
    An der badischen Rennbahn - sorry- Hauptbahn Mannheim-Basel türmt sich der Isteiner Klotz der schnellen Bahn in den Weg, so kurz vor Basel. Aber nicht nur als Verkehrshindernis tritt dieser Kalkbrocken im Bahngeschehen auf, sondern auch als Frachtenbringer. Zwei große Steinbrüche waren seit Jahrzehnten damit beschäftigt, den Berg etwas zu verkleinern. Die größte Abbaunmenge ging in handlich verpackten Säcken als Kalk und Zement auf die Baustellen unseres Landes.
    Der Isteiner Bruch versorgt jedoch auch Fabriken der Chemischen Industrie mit Kalk als Rohmaterial. Ein Abnehmer dieser Ware war die Lonza in Waldshut. Es kamen KKt 57-Wagen zum Einsatz. Die Wagenzahl variierte sehr stark-je nach Produktionsanforderung. Das konnte pro Tag von einem Wagen bis 10 reichen. Die Wagen mußten mit einer Bedienfahrt von Efringen-Kirchen mit der Streckenlok (in meinem Interessengebiet eine E 44) abgeholt werden. Zurück wurde die Fuhre als Falschfahrt bis Efringen geschoben-ein Hauptvergnügen für die begleitenden Rangierer, da eine Spitzensicherung auf dem führenden Wagen vorgeschrieben war. Dort umfuhr die Lok den Zug und setzte die Fahrt als Ng bis Weil-Rbf fort. In Weil wurden die Wagen auf einen durchgehenden Güterzug nach Waldshut gestellt. Bei den Bähnlern war der Zug unter dem Namen "Steinrolli" bekannt, jeder Laie konnte den Einsatzzweck dieser Wagen sofort erkennen, waren sie doch in einem sehr "übertriebenen" Stil mit weißem Pulver gealtert.
    Also, es gab schon Einsätze mit Einzelwagen oder kleinen Wagengruppen ( in meinem Fall als Klappdeckelwagen), ich hörte auch schon von Zustellungen in Dreiergruppen mit Koks für bestimmte Betriebe. Aber der Regelfall waren schon die Ganzzüge, wie sie kilometerweise auf Rollfilmen im Emsland abgelichtet wurden.
    Zum Modell: Ein Wagen aus den 70er-Jahren ist einfach in der heutigen Zeit etwas aus der Zeit geraten, zumal ja der Maßstab auch nicht wirklich passt (nein, ich will jetzt keinen Maßstabsstreit losbrechen). Aber wenn Anhänger von 1:45 mit einem reinen Modell in eben diesem Maßstab beglückt würden, dann hätte doch jede Interessensgruppe genau das, was sie sich wünscht.
    Viele Grüsse
    Dieter

    Hallo Christoph,
    ich möchte dich in deinem Entschluß nur bestärken, dass deine Entscheidung zu Peco mit keinen Nachteilen verbunden sein wird..
    Gestatte mit zunächst eine kurze Erklärung für alle, denen die insularen Gleisbaugepflogenheiten nicht so vertraut sind:
    Das für uns etwas seltsam wirkende Gleisprofil hat seine Ursache in einer rein wirtschaftlcihen Überlegung. Das Profil wurde so gestaltet, dass 2 Mal ein Schienenkopf vorhanden ist. Wenn nun eine Seite des Profils "heruntergefahren" wurde, drehte man das Schienprofil einfach um und hatte damit die doppelte Benutzungszeit gegenüber den bei uns gebräuchlichen Breitflanschprofilen. Es ist auch ein großer Irrtum zu glauben, dass diese Schiene nur in UK zur Anwendung kamen, fast bei mir vor der Haustüre lagen über viele Streckenkilometer solche Gleise-auf der berühmten Sauschwänzli-Bahn! Die ist bekanntlich im Südwesten von Deutschland beheimatet. Es gab auch Privatbahnen mit diesem englischen Schienenmaterial und in Frankreich war es auch an vielen Stellen zu sehen.
    Deshalb versuche ich meine Kollegen auch immer wieder zu überzeugen doch Gebrauch vom Peco-Angebot zu machen.
    Neben dem günstigen Preis steht eine vorzügliche Qualität, die Fertigung läuft schon seit Jahrzehnten und es wird in Europa produziert. Deshalb ist diesem Gleissystem eine weitere Verbreitung in Europa sehr zu wünschen!
    Ich denke, du hast einen guten Kauf getätigt und bin gespannt auf deine weiteren Berichte.
    Danke und viele Grüsse aus dem Südschwarzwald
    Dieter

    Hallo Tim,
    ich möchte deinen Elan ja nicht bremsen, aber mit dem Raimo-Wagen hast du dir ein extrem schwieriges Terrain ausgesucht! Es gab im Schnelliforum schon einmal einen Gedankenaustausch zu diesem Wagen. Dort wurde darauf hingewiesen, dass das Raimo-Fahrzeug in seinen Grundabmessungen wenig mit dem Vorbild zu tun hatte. Die Ursache liegt in der Verwendung des Güterwagenfahrgestells der Pola-Konstrukteure (wirtschaftlich hat das sicher Sinn gemacht).
    Nachdem Lenz die Einzelfahrwerke im Angebot hatte, bauten mehrere Kollegen diesen Wagen auf Lenzfahrgestell um. Das ist auch aus der Sicht des Betriebseisenbahners ein naheliegender Schritt, bleibt aber immer ein Kompromis.
    Als Folge dieser Aktivitäten gab es von Herrn Uhde einen Bausatz mit 2 Wagenkasten von Nebenbahnpersonenwagen, welche auf die Abmessungen dieser Lenz-Fahrwerke abgestimmt sind. Ich finde das eine gute Idee und eine Bereicherung für alle Nebenbahn/Privatbahnanhänger.
    Ich selbst habe einige Raimo-Wagen im Schrank liegen-jahrelang war man ja froh über jeden Wagen, denn man bekommen konnte-, konnte mich aber bis heute nicht zu einem Umbau/Verbesserung der Optik entschliessen, weil ich das Verhältnis Aufwand-Ergebnis als zu negativ einstufe. Aber das muß jeder selbst entscheiden.
    Zu deiner Ursprungsfrage nach Bildern im DB-Einsatz: Mir fällt keine Quelle ein, wo ich solche Wagen in einer DB-Garnitur in Epoche 3 b (über die 50er hinaus) gesehen hätte, bei Privatbahnen war das anders. Aber auch hier gilt die Herausnahme aus dem öffentlichen Verkehr mit dem Verbot der Holzkastenbauweise durch den Gesetzgeber.
    Viel Erfolg und viel Spass beim Basteln,
    Dieter

    Hallo Michael,
    wollte dich auch ermutigen, Code 100 Profile zu verwenden. Ich löte sie auch auf Pertinaxstreifen. Um meinen Abstellbahnhof universell verwenden zu können (schließlich ist auch der größte Keller einmal endlich), habe ich H0-Gleise aufgesägt und ein 3-Schienengleis verlegt. Damit kann ich meinen Abstellbahnhof mit 0-Breitspur, 0e-Schmalspur oder sogar H0 befahren, wenn es denn unbedingt sein muß.
    Auf diese Weise sind mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen , wie es so schön heißt!
    Viele Grüsse
    Dieter