Posts by Haselbad

    Hallo Stefan,
    vielen Dank für deinen interessanten Bericht. Zum Einsatz beim Vorbild habe ich eine Geschichte aus meiner Heimat:
    An der badischen Rennbahn - sorry- Hauptbahn Mannheim-Basel türmt sich der Isteiner Klotz der schnellen Bahn in den Weg, so kurz vor Basel. Aber nicht nur als Verkehrshindernis tritt dieser Kalkbrocken im Bahngeschehen auf, sondern auch als Frachtenbringer. Zwei große Steinbrüche waren seit Jahrzehnten damit beschäftigt, den Berg etwas zu verkleinern. Die größte Abbaunmenge ging in handlich verpackten Säcken als Kalk und Zement auf die Baustellen unseres Landes.
    Der Isteiner Bruch versorgt jedoch auch Fabriken der Chemischen Industrie mit Kalk als Rohmaterial. Ein Abnehmer dieser Ware war die Lonza in Waldshut. Es kamen KKt 57-Wagen zum Einsatz. Die Wagenzahl variierte sehr stark-je nach Produktionsanforderung. Das konnte pro Tag von einem Wagen bis 10 reichen. Die Wagen mußten mit einer Bedienfahrt von Efringen-Kirchen mit der Streckenlok (in meinem Interessengebiet eine E 44) abgeholt werden. Zurück wurde die Fuhre als Falschfahrt bis Efringen geschoben-ein Hauptvergnügen für die begleitenden Rangierer, da eine Spitzensicherung auf dem führenden Wagen vorgeschrieben war. Dort umfuhr die Lok den Zug und setzte die Fahrt als Ng bis Weil-Rbf fort. In Weil wurden die Wagen auf einen durchgehenden Güterzug nach Waldshut gestellt. Bei den Bähnlern war der Zug unter dem Namen "Steinrolli" bekannt, jeder Laie konnte den Einsatzzweck dieser Wagen sofort erkennen, waren sie doch in einem sehr "übertriebenen" Stil mit weißem Pulver gealtert.
    Also, es gab schon Einsätze mit Einzelwagen oder kleinen Wagengruppen ( in meinem Fall als Klappdeckelwagen), ich hörte auch schon von Zustellungen in Dreiergruppen mit Koks für bestimmte Betriebe. Aber der Regelfall waren schon die Ganzzüge, wie sie kilometerweise auf Rollfilmen im Emsland abgelichtet wurden.
    Zum Modell: Ein Wagen aus den 70er-Jahren ist einfach in der heutigen Zeit etwas aus der Zeit geraten, zumal ja der Maßstab auch nicht wirklich passt (nein, ich will jetzt keinen Maßstabsstreit losbrechen). Aber wenn Anhänger von 1:45 mit einem reinen Modell in eben diesem Maßstab beglückt würden, dann hätte doch jede Interessensgruppe genau das, was sie sich wünscht.
    Viele Grüsse
    Dieter

    Hallo Christoph,
    ich möchte dich in deinem Entschluß nur bestärken, dass deine Entscheidung zu Peco mit keinen Nachteilen verbunden sein wird..
    Gestatte mit zunächst eine kurze Erklärung für alle, denen die insularen Gleisbaugepflogenheiten nicht so vertraut sind:
    Das für uns etwas seltsam wirkende Gleisprofil hat seine Ursache in einer rein wirtschaftlcihen Überlegung. Das Profil wurde so gestaltet, dass 2 Mal ein Schienenkopf vorhanden ist. Wenn nun eine Seite des Profils "heruntergefahren" wurde, drehte man das Schienprofil einfach um und hatte damit die doppelte Benutzungszeit gegenüber den bei uns gebräuchlichen Breitflanschprofilen. Es ist auch ein großer Irrtum zu glauben, dass diese Schiene nur in UK zur Anwendung kamen, fast bei mir vor der Haustüre lagen über viele Streckenkilometer solche Gleise-auf der berühmten Sauschwänzli-Bahn! Die ist bekanntlich im Südwesten von Deutschland beheimatet. Es gab auch Privatbahnen mit diesem englischen Schienenmaterial und in Frankreich war es auch an vielen Stellen zu sehen.
    Deshalb versuche ich meine Kollegen auch immer wieder zu überzeugen doch Gebrauch vom Peco-Angebot zu machen.
    Neben dem günstigen Preis steht eine vorzügliche Qualität, die Fertigung läuft schon seit Jahrzehnten und es wird in Europa produziert. Deshalb ist diesem Gleissystem eine weitere Verbreitung in Europa sehr zu wünschen!
    Ich denke, du hast einen guten Kauf getätigt und bin gespannt auf deine weiteren Berichte.
    Danke und viele Grüsse aus dem Südschwarzwald
    Dieter

    Hallo Tim,
    ich möchte deinen Elan ja nicht bremsen, aber mit dem Raimo-Wagen hast du dir ein extrem schwieriges Terrain ausgesucht! Es gab im Schnelliforum schon einmal einen Gedankenaustausch zu diesem Wagen. Dort wurde darauf hingewiesen, dass das Raimo-Fahrzeug in seinen Grundabmessungen wenig mit dem Vorbild zu tun hatte. Die Ursache liegt in der Verwendung des Güterwagenfahrgestells der Pola-Konstrukteure (wirtschaftlich hat das sicher Sinn gemacht).
    Nachdem Lenz die Einzelfahrwerke im Angebot hatte, bauten mehrere Kollegen diesen Wagen auf Lenzfahrgestell um. Das ist auch aus der Sicht des Betriebseisenbahners ein naheliegender Schritt, bleibt aber immer ein Kompromis.
    Als Folge dieser Aktivitäten gab es von Herrn Uhde einen Bausatz mit 2 Wagenkasten von Nebenbahnpersonenwagen, welche auf die Abmessungen dieser Lenz-Fahrwerke abgestimmt sind. Ich finde das eine gute Idee und eine Bereicherung für alle Nebenbahn/Privatbahnanhänger.
    Ich selbst habe einige Raimo-Wagen im Schrank liegen-jahrelang war man ja froh über jeden Wagen, denn man bekommen konnte-, konnte mich aber bis heute nicht zu einem Umbau/Verbesserung der Optik entschliessen, weil ich das Verhältnis Aufwand-Ergebnis als zu negativ einstufe. Aber das muß jeder selbst entscheiden.
    Zu deiner Ursprungsfrage nach Bildern im DB-Einsatz: Mir fällt keine Quelle ein, wo ich solche Wagen in einer DB-Garnitur in Epoche 3 b (über die 50er hinaus) gesehen hätte, bei Privatbahnen war das anders. Aber auch hier gilt die Herausnahme aus dem öffentlichen Verkehr mit dem Verbot der Holzkastenbauweise durch den Gesetzgeber.
    Viel Erfolg und viel Spass beim Basteln,
    Dieter

    Hallo Michael,
    wollte dich auch ermutigen, Code 100 Profile zu verwenden. Ich löte sie auch auf Pertinaxstreifen. Um meinen Abstellbahnhof universell verwenden zu können (schließlich ist auch der größte Keller einmal endlich), habe ich H0-Gleise aufgesägt und ein 3-Schienengleis verlegt. Damit kann ich meinen Abstellbahnhof mit 0-Breitspur, 0e-Schmalspur oder sogar H0 befahren, wenn es denn unbedingt sein muß.
    Auf diese Weise sind mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen , wie es so schön heißt!
    Viele Grüsse
    Dieter

    Hallo Vladimir,
    bitte sage deinem Freund, dass er zwei ganz wunderschöne Modelle gebaut hat! Er ist sicher ein ganz großer Könner unter den Modellbauern. Kannst du bitte noch etwas zm Vorbild sagen, mit den techischen Eisenbahnfahrzeugen kennen wir (ich) uns nicht so aus.
    Vielen Dank für die schönen Bilder,
    viele Grüsse
    Dieter

    Hallo Hein,
    in der Miba 1/90 findest du einen ausführlichen Umbaubericht von Horst Reider zu diesem Wagen. Der Bericht beschreibt den Bau eines Vorbild-gerteuen Fahrwerks aus MS-Teilen. Der Wagen gewinnt ungemein mit dem richtigen Fahrwerk, mit einer Dreipunktlagerung sind die Fahreigenschaften ebenfalls optimal.
    In dieser Form können diese Wagen durchaus neben den modernen Produkten von Lenz und Co bestehen.
    Wenn du Interesse hast, kann ich dir die Bauanleitung zukommen lassen. PIN an mich genügt.
    Viel Spass mit deinen neuen Fahrzeugen,
    viele Grüsse aus dem Schwarzwald,
    Dieter

    Anlagen unserer Nachbarn


    Hallo Bert,
    einen tolle Idee und gleich 2 wunderbare Exemplare von höchster Modellbaugüte! Ich werde da tief in meine Fotokiste steiegn müssen, um auch das eine oder andere Bild zum Vorschein zu bringen.
    Danke, und viele Grüsse aus dem Schwarzwald,
    Dieter ^^ ^^ ^^

    Hallo Nebenbahner,
    ich möchte euch auf den Hintergrund zum Ende der preussischen Abteilwagen im Bahnbetrieb aufmerksam machen:
    Wenn ich mich nicht irre, wurde 1959 in der Bundesrepublick ein Gesetz verabschiedet, welches den Einsatz von Personenwagen mit Holzaufbau (Unfallgefahr) verbot. Dies brachte einige Betriebe in arge Nöte. Da alle preussischen 3-Achsabteilwagen ein Kastengerippe aus Holz hatten, mußten diese ausser Dienst genommen werden. Dieser Umstand war mit ein Grund für die Schaffung des Umbauwagenprogramms bei der DB!
    Nicht verwechselt werden dürfen die Einheitsabteilwagen der DR (Verwendungsgruppe 21) mit den preussischen Wagen. Die Reichsbahnwagen wurden komplett aus Stahl hergestellt, in Eisenbahnerkreisen wurden sie deshalb "die Eisernen" genannt. Sie sind leicht erkennbar am gewölbten Tonnendach und dem ausschließlich 2-achsigen Laufwerk.
    Eine Sonderbauart hingegen waren die 2-achsigen preussischen Abteilwagen. Diese Wagen wurden ursprünglich für den Berliner S-Bahnverkehr entwickelt, sie waren immer zu Paaren kurzgekuppelt und ebenfalls mit Holztragwerk gebaut. Mit Beginn der Elektrifizierung der Berliner S-Bahn wanderten diese Wagen in untergeordnete Dienste ins ganze Gebiet der DR ab, wo sie als Einzelwagen Verwendung fanden. Sie waren wesentlich kürzer als die 3-achsigen preussischen "Standardwagen".
    Auf einen besonderen Fall von preussischem 2-Achswagen möchte ich noch hinwiesen:
    Die preussische Staatsbahn baute 5 3-Achsabteilwagen aus dem Berliner S-Bahn Wagenpark in Akkutriebwagen um. Die Wagen erhielten an beiden Enden ein vergrößertes Bremserhaus als Führerstand, die beiden Aussenachsen wurden mit Tatzlagermotoren versehen und die Akkus unter die Sitze in den Fahrgastraum gepackt. 1921 standen diese Wagen zum Verkauf. Die Bad Eilsener Kleinbahn kaufte 2 Stück und reihte sie als ET 202 +203 ein. !926 wurden sie zu Oberleitungstriebwagen umgebaut, 2 Lyrastromabnehmer kamen auf das Dach- min. einer hielt sich bis 1966 als Reservefahrzeug. Als Besonderheit war die mittlere Achse aus Gewichtsgründen ! ausgebaut.
    Bei der Staatsbahn gab es ebenfalls wenige Exemplare von preussischen Abteilwagen mit nur 2 Achsen. Man wollte die Fahreigenschaften und Unterhaltskosten mit dieser Massnahme verbessern. Diese Wagen erhielten eine Verstrebung als Sprengwerk an den Achshaltern.
    Viele Grüsse aus dem Schwarzwald,
    Dieter

    Hallo Robert, Bert und andere Schmalsspurer,


    wie ich schon in einem Beitrag von Bert geschrieben hatte, haben wir eine Ablaufsicherung an unseren Rollwagen mit kleinen Minimagneten entwickelt. Auf dem ersten Bild seht ihr:
    Einen Rollwagen-aus MS-Profilen zusammengebraten (reines Funktionsmodell)
    Ein Päckchen Minimagnete von Conrad-Elecrtonic
    Eine Spezialpinzette mit Holzgreiferflächen -ein Werkzeug, das früher die Schriftsetzer zum Handling der Bleilettern gebraucht haben. Vielleicht gibt es so ein Werkzeug auch in der Schmuckherstellung.
    Funktion: Der Breitspurwagen wird aufgerollt und ein Rad mit je einem Minimagneten vorne und hinten gesichert.
    Zum Abladen werden die Magnete wieder entfernt. Diese kleinen Dinger halten ungemein fest!
    Damit sie auf dem MS-Langträger haften können, haben wir SRKs gemetzgert (geschützter Ausdruck eines bekannten Schmalspurers) und die Kontaktzungen auf die Laufflächen geklebt.
    Das letzte Bild zeigt eine Übersicht unseres Bahnhofs "Dossenbach" mit einer Rollwagengrube. Die Köf war ein Eigenbau, es gab damals noch keine von Lenz.
    Ich wünsche allen Schmalspurern viel Spass beim Auf-und Abrollen,
    viele Grüsse aus dem Schwarzwald
    Dieter






    Hallo Nebenbahner,
    ich möchte auch meine Anmerkung zu diesem Thema loswerden. Es muß ja nicht nur Preussen sein, andere Wagen sind auch schön und interessant. Die 3-Achser-Abteilwagen gibt es bei Udhe als Bausatz, einige wenige dürften noch aus der Fertigung von EMA auf dieser Welt herumschwirren. Und wenn es Durchgangswagen sein sollen, dann habe ich meinen Bedarf mit alten Polawagen schon gedeckt, den Bi von Rivarossi zähle ich auch in diese Sparte.
    Für die jüngeren Nuller ist das natürlich kein Trost, aber Uhde hat da auch einen Bausatz im Programm.
    Schön wäre auch ein Wagen aus Bayern oder Württenberg, als Badener wäre ich über ein badisches Modell natürlich nicht unglücklich. Ich denke schon, dass ein Hersteller sich dieses Themas annnehmen wird. und was spricht gegen einen Selbstbau des Wunschfahrzeugs, schließlich sind wir in Spur 0 unterwegs!
    Viele Grüsse aus dem Schwarzwald,
    Dieter

    Hallo Frank,
    ich verstehe deine Argumentation in Bezug auf die Reisezugwagen. Natürlich ist auf Seiten der Kundschaft eine Verunsicherung da bei der Frage nach dem so dringend benötigten Fahrzeug-sein oder nicht sein hängen da sehr dicht beeinander.
    Meine Wünsche sind ganz schnell genannt: E 30 immer, die brauchen nicht soviel Gleislänge, Silberlinge ja, aber nur wenn es einen Steuerwagen dazu gibt, dann reichen mir 2 !
    Davon unabhängig ist ein MDi oder MDg immer ein Wunschkandidat, er läßt sich für alle möglichen Zwecke einsetzen. Vom Stückgut über Post (Spitzenverkehr), Eilgut bis Blumentransport in allen Arten von Zügen waren die Wagen zu sehen. Kommen auch gut mit Donnerbüchsen klar.
    Ich hoffe, ein kleinwenig den Zeiger Richtung Realisierung vorwärts bewegt zu haben,
    viel Erfolg und Grüsse aus dem Schwarzwald
    Dieter

    Hallo Bert,
    auch wir standen vor der Frage, wie man am wirkungsvollsten einen Normalspurwagen auf dem Rollwagen sichern kann. Beim Vorbild gibt es die Variante der an einer Stange längsverschiebbaren Keile. Diese Lösung hat den Charme, dass die Vorlegekeile nicht verloren gehen können, weil sie fest mit dem Schmalspurwagen verbunden sind. In der Praxis ist das aber ziemlich fummelig, die Vorlegekeile vor die Räder zu bekommen (-längsverschieben + hochklappen). Unsere Idee war, einfach die Vorlegekeile in Form der sehr kleinen, aber starken Dauermagneten nachzubilden. Das funktioniert sehr gut nach ein paar Trainingsrunden mit der Pinzette, aber die winzigen Dinger "verflüchtigen" sich auch gerne in die Botanik. Auf der Streckenfahrt ist die Sicherung unübertroffen!
    Weiterhin viel Erfolg,
    Gruß aus dem Schwarzwald
    Dieter

    Hallo Mucho,
    vielen Dank für das Aufgreifen dieses Themas. Ich hatte mich geistig auch schon damit beschäftigt und jetzt gesehen, dass Spur 0 Tuning die Lok auf der "Liste" stehen hat.
    Die Idee mit der BR 55.20 ist sehr gut, ich hatte diesen Tip auch an Spur 0 Tuning gegegben. Wir hätten damit eine schöne Lok mit Schlepptender, nicht zu groß und nicht zu klein, für den Nebenbahnbetrieb.
    Grüsse aus dem Schwarzwald,
    Dieter

    Hallo Andy,
    herzlichen Glückwunsch zu deiner schönen Anlage. Auch ich bin sehr beeindruckt von deinen Gebäuden!
    Bin auf weitere Berichte von dir gespannt.
    Viele Grüsse
    Dieter

    Hallo Kollegen,
    auch ich bin umgezogen und habe mir einen neuen Namen verpaßt! Man findet mich im Schwarzwald, ganz dicht an der Schweizer Grenze. Mein "Arbeitsgebiet" ist die Schmal-und Breitspur in 0.
    Ich freue mich, dass es weitergeht, denn ich lerne bei jedem Besuch immer wieder viel dazu.
    Ich wünsche uns allen viel Freude,
    Gruß aus dem Schwarzwald,
    Dieter