Posts by nullfrosch

    Ja, gibt erhebliche Unterschiede, wurden seinerzeit (u.a.) hier diskutiert:

    Hallo Norbert,


    so ähnlich hat die Bahn das tatsächlich gemacht, nur dass statt Kunststoff (gab's damals noch nicht) Holzkisten oder Körbe genommen wurden. Das war unvermeidlich eine feuchte Angelegenheit, normale Güterwagen waren dafür ungeeignet. Stattdessen wurden spezielle Seefisch-Kühlwagen verwendet, die eine besondere Isolierung besaßen und zum Schutz gegen Durchfeuchtung innen mit Zinkblech ausgekleidet waren. Man muss bedenken, dass so ein Transport damals ja nicht nur ein paar Stunden, sondern je nach Entfernung mehrere Tage dauerte.


    Gruß Freddy

    Hallo Thomas,


    ich möchte dir aus meiner eigenen Erfahrung Mut zum Wechsel zusprechen. Bei mir war das nämlich so:


    Bis vor 5 Jahren hatte ich eine nicht sehr große, aber doch zimmerfüllende H0 Rundum-Anlage. Dann bin ich zu Null gewechselt und habe seitdem eine bessere Regalanlage mit den Maßen 310 * 65 cm, zuzüglich einer 100 cm langen, mehrgleisigen Schiebebühne, die manuell betrieben wird und die dreifache Funktion von Aufstellgleis, Fiddleyard und Weichenersatz übernimmt. Auf der Anlage selbst liegt eine(!) einzige Weiche.


    Mein Bestand an Rollmaterial hat sich wie folgt verändert:

    An Loks habe ich ca. 2 % meines früheren H0 Bestandes. Trotzdem sind das 3 bis 4mal so viele wie ich eigentlich für einen abwechslungsreichen Betrieb brauche.

    Bei Güterwagen sind es ca. 5 % meines früheren Bestandes - und viiiiieeeel mehr, als ich eigentlich brauche. Aber Güterwagen sind halt geil!

    Bei Personenwagen: 0 %! Brauche ich für mein Thema nicht und vermisse ich auch nicht.


    Wie du dir leicht denken kannst, habe ich den Wechsel komplett aus dem Verkauf meines H0 Gerödels finanziert und hinterher noch eine ganze Menge Kohle übrig gehabt.


    Die Freude am Hobby hat sich seitdem übrigens um mehrere 100 % erhöht. Bei der H0 Anlage war immer irgendwas kaputt, das repariert werden musste, und immer waren die Gleise eingestaubt. Da hat die letzten Jahre alles geruht und ich hab eigentlich nur noch Modelle gesammelt und in den Schränken gehortet. Heute vergeht kaum ein Tag, wo ich nicht für mindestens eine Viertelstunde Betrieb mache und drüber staune, dass es sowas schönes gibt und man es für Geld kaufen kann.


    ABER: Nur weil das bei mir so funktioniert hat, ist das keine Garantie, dass es bei dir genauso ist. Wenn du die Spur Null bisher nur aus Videos kennst, solltest du auf jeden Fall zusehen, dass du mal eine Ausstellung oder auch eine kleine Heimanlage besuchst. Falls du mal nach Ostwestfalen kommst, bist du herzlich zum Spielen eingeladen. Ein Würfel und ein Satz Karten liegen bereit.


    Bis die Tage, Freddy

    (Fortsetzung)


    Auf dem Bahnsteig in Asendorf herrscht vor der Rückfahrt geschäftiges Treiben. Selbst die Bierkisten auf dem Gummiwagen sind historisch.


    Jetzt sind alle Fahrgäste eingestiegen und der Zug ist bereit zur Abfahrt.


    Wir blicken ihm hinterher, wie er gemächlich aus dem Bahnhof heraus- und Heiligenberg entgegenbimmelt.


    Die zweite Nachmittagsleistung wird von einem Triebwagen gefahren. Von Bruchhausen-Vilsen kommend hat er Asendorf erreicht und wird gleich am Bahnsteig halten.


    Es ist der T44, 1950 von Talbot gebaut. Viele Jahre lang war er bei der Juister Inselbahn im Einsatz, von wo er den Spitznamen "Fischstäbchen" mitbrachte. Auf der Rückfahrt nach Bruchhausen-Vilsen wird er zwei Güterwagen mitnehmen.


    Hier der Blick in den (oder aus dem?) Führerstand.


    Im Passagierraum geht's rustikal-gemütlich zu.


    In Bruchhausen-Vilsen sehen wir uns noch ein wenig um. Diese ehemalige Tankstelle steht gleich gegenüber des Bahnhofs. Sie hat mit der Museumsbahn nichts zu tun, fügt sich aber allerbestens ein.


    Und da kommt auch schon der Kaffkieker aus Syke, der uns zurück nach Eystrup bringen wird.


    Innen wird bereits auf die nächste Sonderveranstaltung hingewiesen. Man lässt sich bei der Museumsbahn allerhand einfallen und bietet mehr als nur die Mitfahrt in alten Zügen. Mir hat der Besuch großen Spaß gemacht und es wird sicher nicht der letzte gewesen sein.


    Damit ist mein kleiner Rückblick beendet. Ich hoffe, er hat euch gefallen und vielleicht auch ein klein wenig Appetit gemacht.


    Gruß bis denne, Freddy

    Meine Frau und ich waren am Sonntag (3.7.) da und es hat uns ausnehmend gut gefallen. Ich habe viele Fotos gemacht, von denen ich euch gern eine kleine Auswahl zeigen möchte. Leider hat es einige Zeit gedauert, bis ich die Fotos sichten, auswählen und aufbereiten konnte. Aber was soll's, wir Nuller sind ja Verzögerungen gewohnt, gelle?


    Die Anreise erfolgte stilecht mit dem Kaffkieker, der sonntags zwischen Eystrup und Syke pendelt und damit in Bruchhausen-Vilsen den Anschluss an die große weite Welt herstellt. Es handelt sich dabei um einen Triebwagen vom Typ MaK GDT (Großraumdieseltriebwagen) für Nebenbahnen, von dem vor Jahren der 0 Scale Hobbyshop ein Spur 0 Modell an- und leider wieder abgekündigt hat.

    Einen faszinierenden Anblick bieten die Gleisanlagen in Bruchhausen-Vilsen mit ihrem Dreischienengleis und den zahlreichen Weichenverbindungen.


    Das Werkstattgelände war zur Besichtigung geöffnet, man konnte sich überall frei bewegen und dabei so manches charmante Fotomotiv entdecken.


    Schließlich war der Zug aus Asendorf eingetroffen, geführt von der V4 "Emden", 1942 von Henschel gebaut.


    Die Rückleistung wurde von der V3 (Deutz 1954) bespannt. In Heiligenberg gab es einen Aufenthalt, der genug Zeit ließ, das Ladegeschäft zu beobachten und Fotos zu machen.


    So arg viel musste nicht verladen werden.


    An der Ladestraße hatten sich ein paar pneubereifte Accessoirs eingefunden.


    Hier ein Citroen "Traction Avant", der von 1934 bis Mitte der 50er Jahre gebaut wurde. Sein revolutionärer Vorderradantrieb verhalf ihm zu einer damals konkurrenzlos guten Straßenlage. Direkter Nachfolger war übrigens der DS, der seinerseits Automobilgeschichte schrieb und zur Design- und Technikikone avancierte.


    Inzwischen sind wir in Asendorf angekommen, wo erst einmal ein Kesselwagen umrangiert werden musste.


    Nachdem das erledigt war, umfuhr die V3 ihren Wagenpark, um sich für die Rückfahrt wieder vor den Zug zu setzen.


    Ein Hanomag Trecker mit Gummiwagen bildete dazu die fotogene Kulisse.


    (wird fortgesetzt)

    Einen Teil meiner Beute konntet ihr ja schon in meinem Reisebericht sehen. Im Rucksack waren dann noch diverse Kleinteile: Signalhalter in verschiedenen Ausführungen und 4 kleine Leitern aus Messing, ein Stromschaltkasten als 3D Druck, Gebäudezubehör (Regenrinnen etc.) und einen Bogen mit selbstklebenden Verkehrszeichen. Und 5 Päckchen Koks, damit meine O-Wagen nicht immer nur Steinkohle umherfahren müssen.

    Gruß Freddy

    Moin zusammen,

    ich habe in Gießen bei Zapf u.a. zwei Fahrplanauskunftstafeln als Bausatz erstanden. Weiß jemand, welche Farbe die Kästen bzw. das "Gestell"
    typischerweise hatten?

    Kommt drauf an, ob Holz oder Leichtmetall. Bei Holz war meiner Erinnerung nach Dunkelbraun üblich, aber auch Tannengrün oder Weiß (Fensterrahmenfarbe!). Das hing davon ab, wie Holzteile im betreffenden Bahnhof generell getüncht wurden. Ich würde also auf jeden Fall die gleiche Farbe nehmen, wie sie (sofern vorhanden) Sitzbänke, Zaunlatten, Fensterläden etc. haben.

    Leichtmetall wurde und wird in der Regel nicht lackiert und erscheint matt silbergrau.

    Gruß Freddy


    Edith ergänzt noch, dass man bei der DB ab ca. 1980 gern alles, was sich an Bahnsteigausstattung anstreichen ließ, in ozeanblau lackiert hat.

    Zum Abschluss nochmal ganz großes Kino: Beachley Dock, nach britischen Motiven. Eisenbahnen, Schiffe und Kräne auf höchstem modellbauerischen Niveau und liebevoll gestaltete Details, an denen man sich gar nicht sattsehen kann:


    Man meint, das Öl-Seetang-Gemisch riechen zu können


    Farbenfrohe Satteltanklokomotive. Führerhausdächer wurden auf der Insel noch bis ins 20. Jahrhundert hinein als überflüssig erachtet :huh:


    Portalkran mit schwebender Last


    Typisch britisch: Rote Telefonzelle


    Natürlich darf auch der Pub nicht fehlen


    Gleich legt der Dampfer ab und tutet nochmal zum Abschied.


    Ich hoffe, mein kleiner Bericht hat euch gefallen. Nach 2018 und 2021 war es mein dritter Besuch in Gießen, und es wird sicher nicht der letzte gewesen sein.


    Gruß allerseits, Freddy

    Bei der französischen Anlage "Dépot Nord" standen lange Fahrstrecken im Vordergrund, feinen Modellbau gab's aber auch zu sehen:


    Der Blick aufs Depot


    Nochmal aus anderer Perspektive


    Die leichtbeschürzte Démoiselle unterm Telegrafenmast ist mir beim Fotografieren gar nicht aufgefallen, ich hatte halt nur Augen für die eisernen Schönheiten :saint:


    Erst hinterher hab ich sie auf dem Foto entdeckt... Wie kommt die bloß da hin?


    Hoppla, das Bild täuscht! 8| So schnell fuhr der eigentlich gar nicht... ;)


    Freie Fahrt! :thumbup:

    Es geht weiter mit Impressionen der belgischen US-Anlage "Pennsylvania" - eine wahrhaft internationale Konstellation:


    Atmosphäre wie in einem Wenders-Film


    Ein "Hopper Car" (Schüttgutwagen) der Baltimore & Ohio Railroad


    Amerika - da darf die Eisenbahn auch mal gegenüber den Straßenkreuzern in den Hintergrund treten


    Box Cars, bunt und verwittert


    Flag Post und Banner dürfen nicht fehlen


    Pennsylvania - oder vielleicht doch die Rocky Mountains? ;)

    Hier wie versprochen noch ein paar Anlagenimpressionen. Es sind allerdings nicht sehr viele Bilder, was meinem Grundsatz "Erst gucken und kaufen, und wenn dann noch Zeit ist, fotografieren" geschuldet ist. So war nicht nur die Zeit knapp, sondern ich war mittlerweile auch schwer beladen und musste zum Fotografieren immer meine Siebensachen so abstellen, dass sie niemandem im Weg waren. Natürlich waren alle Anlagen sehens- und fotografierenswert, aber unter den gegebenen Umständen musste ich mich auch eine kleine Auswahl beschränken. Alle Aufnahmen wurden mit dem Schlaufon gemacht, teilweise aber noch nachträglich zugeschnitten.


    Los geht's mit zwei Schnappschüssen von Lippstadt Nord:


    Partie am Stellwerk


    Stillleben mit Rungenwagen


    Weiter mit Worpswede, meinem persönlichen Favoriten diesmal:


    Das unverwechselbare Empfangsgebäude des Künstlerdorfs gab es früher mal von Revell "eine Nummer kleiner", in H0


    Sehr geschickte Hintergrundgestaltung, die Illusion ist perfekt


    Nur die Kupplungen verraten, dass es ein Modellfoto ist


    Die wahre Kunst zeigt sich im Weglassen. Gerade weil die Szenerie so unspektakulär ist, wirkt sie so überzeugend


    Gleich wird der dreiteilige EVB-Schienenbus das Abfahrtssignal erhalten


    Der mittlere Wagen ist zum Fahrradwagen umgebaut, auch im Modell ist die Inneneinrichtung entsprechend abgeändert


    Das war Teil 1 meiner Anlagenbilder. Es folgen noch Fotos von Anlagen mit amerikanischen, britischen und französischen Motiven, die auf mich einen ganz besonderen, exotischen Charme ausübten.