Posts by 89 6001-Junior

    Ich schreibe mal hier hinein, weil ich nicht extra einen neuen Fred öffnen möchte.
    Ich bin nun endlich soweit auch die Schmalspursammlung meines Vaters zu verkaufen.

    Nun habe ich ja die Sachen alle im Arge-Forum unter den 3 Themen "Sammlungsauflösung UG" eingestellt. Von einigen aber die Rückmeldung bekommen, dass sie da nicht freiwillig reingucken wollen. Also dachte ich - nagut spiegelst du die Beiträge auch in dieses Forum. Leider musste ich dabei feststellen, dass ich im "Verkauf"-Bereich kein Thema erstellen kann. Hat jemand einen Rat? Ich will jetzt keine Zeitschrift abbonieren, die ich ohnehin nicht lese (ich schaffe es kaum die quartalsweise erscheinende Zeitschrift vom DEV zu lesen). Gibt es einen anderen Weg legitim oder geduldet ein Thema dafür zu erstellen?


    Viele Grüße aus Würzburg

    Moritz

    Kann die Nr. 1 folgendes sein?

    Ci 86 Pr IIIa

    gebaut von Ralf Denke, Polystrol


    2. vielleicht

    LBC4i IIIa
      Langenschwalbacher aus Billerbahnbausatz, fein detailliertes Fahrgestell aus Messing


    3. vielleicht

    MHR (Kleinserie) Cid 21, Abtl. Wg. III

    Mischbauweise Messing-Polystrol


    und 4.

    MHR (Kleinserie) Donnerb. A, grün, 2 geschl. Endbühnen III

    Mischbauweise Messing-Polystrol



    Ich habe leider Probleme mit den Einträgen in meiner Liste, v.a. was die nicht so gängigen Modelle und Vorbilder angeht. Ich weiß einfach nicht wie die Wagen heißen...

    Hallo manche von euch haben ja bereits im Schmalspurbereich auf meine Bitte um die Identifikation von Fahrzeugen geantwortet. Im Regelspurbereich hatte ich es weitgehend leicht, da die Fahrzeuge fast ausschließlich von großen Marken waren. Hier bilde ich nun ab, was noch in der Vitrine stehen geblieben ist, weil keine Schachtel mit Beschreibung (z.B. 4YG von Lenz) mehr da war. Ich bin über alle Informationen, die (für einen Käufer) relevant sind dankbar. Am wichtigsten wären mir Hersteller des Models (sofern es kein völlig unidentizierbarer Eigenbau ist), Gattungs-/Typenbezeichnung des Wagens, Epoche und wenn möglich eine Preiseinschätzung.


    1.

    2.

    3.

    4.


    Vielen Dank im Voraus,
    Moritz

    Ich danke euch erstmal sehr für eure zielsicheren Identifikationen und Informationen. Schön, dass es eine so hilfsbereite Gemeinschaft gibt.
    Ich melde mich dann ziemlich sicher in 2 Wochen wieder, wenn ich hoffentlich den Rest gesichtet und fotografiert habe.
    Ich will dann auch versuchen Armins Rat zu beherzigen und daran zu denken von allen Modellen auch Fotos von der Unterseite zu machen. Das geht aber erst wenn ich die knapp 600km hinter mir habe.


    Obwohl so ein paar unsichere Teile habe ich noch...:
    S4: Ein zerlegter Eigenbau mit Teilen für den Wiederaufbau?


    S5: Das Gehäuse der Plettenberg Nr. 5 habe ich mir sagen lassen. Kennt jemand den Hersteller?


    S6: 2-achsiger Personenwagen aus Messing ohne Scheiben - Eigenbau?


    S7: 2x Gehäuse von Dieselloks. Falls jetzt schon jemand sieht was es ist freue ich mich über Infos:


    Ansonsten werde ich sie im Juli exhumieren und dann bessere Fotos machen. Die bisherigen Fotos wurden recht eilig gemacht...


    Ich wünsche allen noch eine kühle Nacht und freue mich sehr, dass ihr so zahlreich auf das Thema angesprungen seid. Ich denke im September werde ich auch den ein oder anderen in Person (wieder-) sehen.

    Gruß Moritz

    Hallo Gemeinschaft,


    ich habe vor einigen Monaten die Modellbahnsammlung meines Vaters übernommen. Dabei bin ich, nachdem ich die Normalspurfahrzeuge dank der großen Hersteller recht gut erkannt und katalogisiert hatte, bei der Schmalspur schnell an meine Grenzen gestoßen. Wie ihr selbst am besten wisst, gibt es da wenige Fertigmodelle, die man anhand ihrer Schachtel erkennen kann.

    Ich hoffe auf eure tatkräftige Mithilfe beim Identifizieren sowohl der Vorbildfahrzeuge als auch der Hersteller in 0e. Dazu werde ich jedem Modell eine Nummer geben und bitte euch in Bezug auf diese zu antworten. Leider habe ich nur die angehängten Fotos gemacht und kann aufgrund einer größeren Entfernung zu meines Vaters Haus nicht mal eben ein paar weitere schießen.


    S1: unbekannter Triebwagen mit Dachgepäckträger



    S2: unbekannter Wismarer ohne Schnauzen



    S3: Rollböcke aus schwarzem Kunststoff?


    Das würde ich jetzt erstmal den 1. Aufschlag nennen, sobald ich wieder "da" bin, werde ich neue mysteriöse Fotos machen und hier erneut die o.g. Fragen stellen.

    Hallo,


    dasselbe Problem habe ich auch bei Fahrzeugen von Kiss, Gebauer, Hübner etc.pp. gehabt. Ursache ist auch nach meinen Beobachtungen, dass die Spurkränze der Fahrzeuge auf die abgeschrägte Weichenzunge auflaufen. Das passierte sowohl bei gerader wie auch bei abzweigender Weichenstellung unbd zwar nach meinen Beobachtungen mit Radsätzen , die z.T. schon aus recht alter Produktion waren und keine oder eine nur sehr geringe Ausrundung aufwiesen. Das führte - so meine weiteren Beobachtungen - dazu, das die Radsätze nicht immer in der Gleismitte liefen, sondern auf Grund der fehlenden Ausrundung je nach Gleislage auch sehr dicht am Schienenkopf anlagen. In solchen Fällen kam es zu dem beschriebenen Auflaufen an den Zungenspitzen. Jetzt habe ich dank verschiedener Maßnahmen nur noch ganz, ganz selten bei Gastfahrzeugen mit diesem Phänomen zu tun, insbesondere dann, wenn
    es sich um fine scale oder ihnen angenäherte Radsätze handelt. Dann greifen die nachfolgenden Maßnahmen nur bedingt, bei NEM Radsätzen hingegen haben sie zum Erfolg/sicheren Betrieb geführt.


    - Soweit möglich habe nicht oder nur wenig ausgeundete Radsätze gegen ausgerundete Radsätze getauscht. Diese Maßnahme war z.B. im Fall des Vorlaufdrehgestells der P 8 von Gebauer und bei Güterwagen von Kiss ein voller Erfolg. Die obligatorischen Entgleisungen kamen nicht mehr vor. Da ein Austausch der Radsätze aber nicht immer, weil zu aufwendig - möglich war:


    - Wenn die Entgleisungen immer nur an derselben Weichenstellung - in den meisten Fällen bei abzweigender Stellung - erfolgten, habe ich auf der der Zungenspitze gegenüberliegenden Seite die Schwellen etwas höher gelegt, sodass entweder eine - oft nur minimale - Unebenheit in der Gleislage ausgegeglichen wurde oder das Gleis eine kaum merkbare Neigung erhielt. Das führte fast ausnahmslos dazu dass die Radsätze sich von dem Schienenkopf etwas entfernten ( bildlich gesprochen: wegrutschen )und problemlos über die Weiche laufen. Die notwendige Stärke der Unterfütterung habe ich durch probieren ermittelt, indem ich kleine Kartonstreifen verschiedener Stärke am Rand der Gleise unter die Schwellen geschoben habe und so die erforderliche Neigung empirisch ermittelt habe. Der Neigung darf allerdings nicht so stark sein, dass der Aufrolleffekt dann an der anderen Zungenspitze auftritt - hier heißt es ausdauernd probieren.
    Mit dieser einfachen und nur geringen Aufwand erfordernden Methode habe ich in den vergangenen 5 Jahren fast alle problematische Stellen völlig entschärft. Mittlerweile sind die Weiche eingeschottert und ich habe nach wie vor keine Probleme.


    - Wenn die vorausgegangenen Maßnahmen nicht geholfen haben, habe ich die problematische Weichenzunge höher gelegt, sodass der Spurkranz eher als sonst greifen und von der Zunge geführt werden kann, indem ich mit dünnem Karton die Gleitplattenimitation auf den Schwellen aufgefüttert habe. Dazu habe ich zunächst nur auf die Gleitplatte, die der Zungenspitze am nächsten liegt, einen dünnen Kartonstreifen gelegt und die erforderliche Höhe wieder durch probieren ermittelt. Danach habe ich die Unterlegstreifen passend geschnitten, auf mehrere Gleitplatten aufgeklebt und die typische Metall/Schmierfettfärbung imitiert. Diese Maßnahme findet ihre Grenze m.E. aber an dem Punkt, an dem die Zunge höher als das Profil der Backenschiene zu liegen kommt und die darüber rollenden Fahrzeuge sichtbar "buckeln".


    - In diesem Fall habe ich an einer Weiche, an der alle Maßnahmen auf Grund des Einlaufwinkels aus einem Bogen, keinen Erfolg brachten, die Backenschiene auf einer Länge von ca. 15 mm eingekerbt, sodass sich die Weichenzunge ohne Absatz nahtlos einfügt. Das war - die Weiche war schon eingebaut - sehr mühsam aber höchst erfolgreich. Gefeilt habe ich sicherheitshalber per Hand, weil ich befürchtete, mit der Maschine abzurutschen und unschöne Riefen an dem Schienenprofil zu verursachen. Diese Einkerbung ist zwar nicht so schön und nicht vorbildgerecht, aber sehr wirksam und entspricht der Ausführung der Bogenweiche und der Doppelweiche von Lenz, die diese Einkerbungen auch aufweisen und an denen ich bislang kein Auflaufen von Spurkränzen beobachten konnte.


    Dies sind meine subjektiven, in den vergangenen 5 Jahren im Anlagenbetrieb gesammelten und erprobten Erfahrungen und ich bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Trotzdem würde ich mich freuen, wenn es weitere praktische Betriebserfahrungen gibt und mitgeteilt werden, denn Zufriedenheit bedeutet schließlich Stillstand. Mit Fotos kann ich leider nicht dienen, hoffe aber verständlich formuliert zu haben und wenn etwas unklar ist, bin ich gerne bereit ( gfs. per PN ) zu ergänzen.



    Gruß Ulli

    Hallo Jörg,


    auch mir widerstrebte es, ein Militärfahrzeug als Ladegut zu verwenden. Ich bin dann bei Wespe Models www.wespemodels.ro fündig geworden. Unter der Kategorie Zivilfahrzeuge 1: 43 und 1: 48/50 werden eine Reihe von Planierraupen und Bagger angeboten, die sich als Ladung für einen Schwerlasttransportwagen sehr dekorativ zeigen, z.B. die Caterpillarraupe Cat D4E. Der Maßstabsunterschied ist bei derartigen Fahrzeugen m.E. nicht zu erkennen und kann getrost vernachlässigt werden. Ich habe bereits mehrfach bei Wespe Models bestellt und nach etwas Wartezeit die Modelle, u.a. die Caterpillarraupe und den Fuchs Bagger, erhalten. Meine Erfahrungen mit dieser Fa. kann ich als einwandfrei bezeichnen.


    Gruß Ulli

    Hallo,


    heute habe ich den neuen Rheingold von MTH abgeholt. Mein erster Eindruck ist positiv - auch wenn die Farbe gegenüber den mir aus HO Zeiten bekannten Modellen dunkler ist - so wie im Forum, siehe hier www.forum.spurnull-magazin.de/geplante-modelle/farbe-von-mth-drg-rheingold-872/#post12761 bereits beschrieben. Das Finish ist gut und strahlt die für den Rheingold notwendige Eleganz aus. Unschlagbar ist m.E. das Preis-Leistungsverhältnis: nur 549,95 € habe ich bei easygleis - http://www.easygleis.de - für den Zug bezahlt, immerhin 5 Wagen!


    Gruß Ulli

    Hallo,


    auch ich habe natürlich die Fragen gestellt, die die Mitarbeiter von der Fa. Lenz wahrscheinlich nicht mehr hören können und habe freundlich und sehr geduldig folgende Antworten bekommen:
    Mit den Bogenweichen wird ab Ende November zu rechnen sein. Dann sollen die 4yg Wagen erscheinen und noch vor Weihnachten - kann knapp werden - die V60. Ob der VT 98 bis Weihnachten ausgeliefert werden kann, mochte man nicht sicher bestätigen. Man will es - so habe ich es verstanden - versuchen, aber die Antwort war von einem eher zweifelnden Kopfschütteln begleitet, was ich als " wahrscheinlich nicht " interpretiert habe. Das entspricht dem, was Klaus schon berichtet hat. Nach Auslieferung der Bogenweiche soll die Dreiwegweiche in die Produktion gehen - einen genauen Liefertermin nachzufragen habe ich allerdings versäumt. Von dem G10 lag das Muster eines Gehäuses in der Vitrine, das - wenn ich es richtig in Erinnerung habe - für eine DR Beschriftung vorgesehen ist. Meine abschließende Frage, was nach den genannten Fahrzeugen kommen wird, beantwortete der Mitarbeiter auch und sagte sinngemäß, dass die Entwicklung der BR 50 sich anschließen werde.


    Bei Viessmann habe ich nach den Flügelsignalen gefragt. Da gab es wohl Verzögerungen wegen des Antriebes, aber bis Weihnachten soll geliefert werden.


    Ich hoffe, ich habe alles richtig wiedergegeben und nicht von meinem Wunschdenken beeinflusste "stille Post" gespielt.


    Gruß und viel Vorfreude auf die Modelle
    Ulli

    Hallo,


    auf Grund des Hinweises von Thomas ( vielen Dank dafür) habe ich mir in Leipzig einen Boden probehalber gekauft und mich zu Hause geärgert, dass ich nicht gleich mehr mitgenommen habe. Der Boden ist sehr dünn und trägt damit wesentlich weniger auf, als die von mir bisher verwendeten Böden aus gelaserten Holz. Der Moebo Boden ist außerdem bereits sehr schön gefärbt, ausgesprochen passgenau und - von einer individuellen Alterung abgesehen - einbaufertig. Wichtig für mich: Der Boden braucht nicht mehr gefärbt werden, weshalb die Gefahr, dass er sich wellt und nicht mehr plan liegt, so gut wie nicht mehr existiert. Und noch ein Tipp: der nicht mehr benötigte Boden aus Holz wurde gekürzt, an den Seiten passend geschliffen und in den auf einem Lenz Fahrgestell montierten Wagenkasten des ex Pola O-Wagens, dessen Boden ich ausgesägt hatte, um ihn in der richtigen Höhe auf dem Fahrwerk anzubringen, montiert. Hier fällt die größere Materialstärke kaum auf und der Boden ist einigermaßen stabil. Möglich ist auch ein Einbau in den Omm 55 von Rivarossi, denn er passt in der Breite genau in den Wagenkasten.


    Gruß
    Ulli

    Hallo Jörg,


    dasselbe Problem hatte ich bei meiner Köf von Lenz. Ich habe sie direkt an Lenz geschickt und nach wenigen Tagen kam sie repariert zurück. Seitdem funktioniert sie tadellos. Und besonders hervorheben möchte ich, dass die Fa. Lenz die Reparatur kostenlos durchgeführt hat und auch das Rückporto übernommen hat - genauso wie bei meiner V36, die ich aus Unachtsamkeit beschädigt hatte. Auch diese von mir verursachte Reparatur war kostenlos (!) und umgehend durchgeführt worden. Ein unglaublich guter und schneller Service, den die Fa. Lenz anbietet. Daher mein Tipp: Die Lok einsenden!


    Gruß Ulli

    Hallo Sven,


    sowohl der Koemo Schotter als auch der von Spurenwelten dunkeln wie allle sonstigen von mir irgendwann einmal verarbeiteten echten Steinschotter nach, wenn sie mit dem an sich bewährten Wasser- Leim Gemisch verklebt werden. Ich finde übrigens beide Schotter sehr schön, weshalb ich auch mit Schotter von Koemo und von Spurenwelten geschottert habe und auch weiter schottern werde. Geklebt habe ich mit einer Mischung von je 1/2 wasserlöslichen Klarlack und Wasser, nachdem ich den Schotter mit einem Fließverbesserer ( Spüli, Pril, Fit etc.) vorgenässt habe. Bei dieser Methode dunkelt der Schotter nicht nach! Ich bringe die Mischung mit einer Spritze mit mittelstarker Kanüle mehrfach in die Schwellenzwischeräume, sodass der Schotter nach gründlichem Austrocknen fest ist. Nach etwas Übung geht das auch, ohne das ein Tropfen verdünnten Lacks auf die Schwelle tropft - und wenn es einmal passiert ist er mit einem angefeuchteten Tuch schnell weggewischt.


    Die Schienen färbe ich mit Koemo Schienenfarbe und mattiere sie vorher mit der schwarzen Rost-Schiene Grundierung von Koemo. Dadurch erhalte ich die von Hajo beschriebenen Effekte ( Oelspuren, Flugschmutz etc. ). Ich male sie vor dem Einbau an- das geht wesentlich einfacher - zumal ich die Stege zwischen den Schwellen entferne, um den Durchblick zwischen Schiene und Schotterbett zu erhalten. Die Schienenfarbe verklebt dann das vorgebogene Gleis mit den Schwellen, sodass diese richtig sitzen. Da Schienen sehr unterschiedlich verrostet sind und die Rost- uns Bremsstaubspuren je nachdem, ob es eine Stelle ist, an der viel gebremst wird (Bahnhofsbereich, vor einem Signal) oder, wie auf freier Strecke, wo kaum gebremst wird, unterschiedlich stark verteilt sind, beschränke ich auf der freien Strecke die Imitation von Rost auf die Schiene und das Kleineisen und lasse die Schwellen ungefärbt. Manchmal muß ich allerdings mit etwas dunkelbraun die Schwellen um die Kleineisen nachmalen, was sich optisch m.E. aber lohnt. Insofern ist Ullis (Guitarman) Rat, sich Schienen an unterschiedlichen Strecken im Original anzusehen, nur zu wiederholen, weil die Optik sehr unterschiedlich ist und von vielen Faktoren abhängt (Hauptstrecke, Nebenstrecke, Alter, geringe oder starke Nutzung u.s.w.


    Gruß Ulli

    Hallo Juergen,


    ich habe die gleiche Verfahrensweise wie Du bevorzugt, bis ich den optimalen Gleisplan gefunden und ausprobiert hatte, ob alle Fahrzeuge und Zugkombinationen ohne zu entgleisen sicher fuhren. Als Schotter habe ich dafür ein graues, preiswertes Kunststoffgranulat verwendet, welches von der "NaNu-NaNa" Kette als Dekomaterial verkauft wird. Die Kanten sind nicht rund, sondern gebrochen, sodass das Granulat wie Schotter aussieht. Die Körnung ist etwas zu groß, aber noch akzeptabel. Der Preis betrug 1,95 € für ca. 1/2 Ltr. Menge. Die Illusion dieses mobilen Schotterbettes war mir ausreichend.


    Vor dem endgültigen Einschottern habe ich dann mit Schotter von Koemo, Modellbau Freiburg und von Spurenwelten getestet, welche Verfahrensweise einen zerstörungsfreien Abbau der Gleise und damit einen jederzeitigen Umbau ermöglichen. Flexible Kleber waren ungeeignet, weil zu fest. Die bekannte Ponal-Wasser Mischung lies sich gut lösen, nachdem der Leim mit Wasser angelöst worden war. Wenn man das Wasser gezielt und vorsichtig dosiert und hinreichend lange einwirken lässt, hält sich die Feuchtigkeit bei den angrenzenden Anlagenteilen in Grenzen. Den Schotter habe ich dann übrigens gewaschen und konnte ihn wieder verwenden. Wichtig ist, dass kein wasserfester Leim verwendet wird! Der Nachteil: Auch sauber gewaschener Schotter dunkelt nach. Alle drei getesteten Schottersorten waren merklich dunkler geworden. Das gefiel mir nicht.


    Ein Tipp in Buseck vom Erbauer des Bahnhofs Lippstadt brachte mich weiter: Wasserlöslicher Klarlack etwa zu 50 % mit Wasser verdünnt trocknet relativ schnell ohne nachzudunkeln und verklebt den Schotter ausreichend. Ich nehme zunächst einen Fliesverbesserer ( eine Pril/Spüli/Fit o.ä. Mischung geht auch) und tröpfele den verdünnten Lack mit einer in der Praxis meines Hausarztes geschnorrten Spritze mit einer mittelstarken Kanüle mehrfach punktgenau auf, sodass der Schotter satt getränkt ist. Wichtig ist, die Spritze und die Kanüle umgehend nach Gebrauch zu reinigen, sonst verklebt die Kanüle sofort, weil der Lack sehr schnell trocknet. Der Lack hält nach meiner Erfahrung den Schotter ausreichend stabil, so wie mir der freundliche Modellbahnkollege versichert hatte, klebt aber wohl am Kunststoff der Lenz Gleise nur bedingt. Die Gleise sind zwar im Schotter hinreichen fixiert, lassen sich aber nach meiner Erfahrung ohne beschädigt zu werden, aus dem Schotterbett herausnehmen, sofern sie vorsichtig herausgehebelt werden. Mein Fazit: Die Klebekraft reicht für einen sicheren Halt aus, lässt sich aber wieder lösen.


    Zunächst habe ich der Festigkeit nicht getraut und nach dem ersten Klebegang mit viel Lack-Wassergemisch noch eine sehr dünne Ponal-Wasser Mischung aufgebracht. Danach war der Schotter absolut fest. Wenn man die Ponal-Wasser Mischung aufbringt, nachdem die Lack-Wassermischung getrocknet ist, dunkelt der Schotter so gut wie nicht nach. Auch diese Befestigungsvariante lässt sich lösen, wenn das Ponal-Wasser Gemisch mit Wasser gelöst wird.


    Den Nachteil dieser Methode will ich nicht verschweigen: Je nach Wassermenge und abhängig vom Untergrund kann es eine schöne "Schweinerei" geben und die Gleisjoche sauber zu kriegen und den letzten Schotterstein zu entfernen ist etwas mühsam, aber die Vorteile überwiegen m.E.: Der Schotter dunkelt nicht nach, die Gleise können angebaut und wieder verwendet werden.


    Was mich bei meiner "mobilen" Methode geärgert hatte, war, dass bei jeder unachtsamen Berührung das Schotterimitat verrutschte und das Granulat überall da war, wo es nicht hin sollte. Heute würde ich auf Grund der gewonnenen Erfahrungen mit der Lackmethode den Schotter, bzw. das Granulat, mit einer stark verdünnten Lacklösung versehen, sodass es nur ein wenig fixiert ist und ohne großen Kraftaufwand wieder gelöst werden kann.


    So, und jetzt gehe ich schottern......


    Gruß Ulli