Posts by michl080

    hallo allerseits,


    ich vergnüge mich zur Zeit mit einem Bausatz eines englischen offenen Güterwagens und dachte mir, dass ich den Bau mal mit der Kamera begleite und hier einen Baubericht einstelle. Vielleicht wird ja jemand motiviert, auch mal so was auszuprobieren....


    Das Vorbild wurde von der BR Anfang der 1950er Jahre in unvorstellbarer Anzahl gefertigt. Man geht von 250000 offenen Güterwagen aus, die vorwiegend für den Kohletransport verwendet wurden. Grossbritannien hat zu der Zeit wesentlich mehr Kohle für die verschiedensten Zwecke verwendet als Deutschland. Typisch für Grossbritannien hat der Wagen keine Druckluft- oder Vakuumbremse, sondern nur eine Handhebelbremse, mit der der Wagen von einem Rangierer gestoppt werden kann. Die Bremse ist von beiden Seiten bedienbar, hat aber insgesamt nur zwei Bremsbacken, die auf einer Seite des Wagens angreifen.


    Hier ist ein Beispiel, wie die Wagen ausahen:



    Der Bausatz für meinen Wagen wird von David Parkins David Parkins hergestellt. Der Bausatz gehört zu den besten am Markt. Das komplette Fahrwerk und die komplette Bremsanlage wird akribisch nachgebildet.


    Hier ist eine Platine des Bausatzes zu sehen. Den Hauptrahmen habe ich schon ausgeschnitten, ebenso die Längsträger.



    Der Hauptrahmen, die Pufferbohle ist schon abgekantet.



    Der Längsträger ist abgekantet. Die Teile werden lose zusammengesteckt, einige Tropfen Flussmittel und kleine Stückchen Lötzinn.



    Ein wenig Braten mit dem Widerstandslötgerät und das Zinn verschwindet fast komplett im Spalt.



    Einige Teile später...


    Hier kann man das Konstruktionsprinzip des Bausatzes erkennen. Das kleine Teil, das auf dem Rahmen liegt, passt genau in die Nuten in der anderen Teilen. Die Passgenauigkeit ist so gut, dass die Teile ohne Löten halten.



    Nach ca zwei Stunden ist der Rahmen im Rohbau fertig.




    Das war's für heute. Am kommenden Wochenende werde ich berichten, wie die Achslagerbleche hergestellt werden.


    Rückmeldungen und Kommentare erwünscht :-))


    Michael

    für ein Fahrzeug Projekt, dass ich hier noch vorstellen werde, baue ich im Moment einen Decoder mit einem PowerPack ein. Der Decoder soll die fahrtrichtungsabhängige Beleuchtung steuern!


    Hallo Norbert,


    verstehe ich das richtig, Du willst einen Lokdecoder in einem Fahrzeug ohne Motor verwenden?
    Hast Du schon mal getestet, was passiert, wenn Du die Kombination an einen Motor anschliesst?
    Ich halte es für möglich, dass der Decoder Probleme macht, wenn kein Motor oder wenigstens ein Lastwiderstand anstelle des Motors angeschlossen ist.


    Michael

    Hannah hat sich abgemeldet und verabschiedet sich von uns.


    moin moin,


    hat sie nicht!


    Ganz ehrlich. Mich nervt diese Art, sich zwanghaft theatralisch in den Mittelpunkt zu stellen.


    Modellbahn ist mein Hobby. Ich habe keine Lust, wegen jeder Kleinigkeit ein Fass aufzumachen, in dem die ach so schlechte Welt beklagt wird.


    Aber das ist nur MEINE PERSÖNLICHE Meinung.


    schöne Weihnachten und entspanntes Basteln. Mein Weihnachtsgeschenk liegt schon bereit. :D


    Michael

    Hallo allerseits,


    ich habe dieses Ordnungssystem auch vor kurzem entdeckt. Es wird von der polnischen Firma hobbyzone hergestellt. Da mir das "Pinsel- und Werkzeughalter Modul" gut gefallen habe, habe ich dieses und ein Schubladenmodul kurz entschlossen bestellt. Ich muss sagen, dass ich von der Qualität nicht voll überzeugt bin. Die Teile sind CNC-gefräst, aber leider nicht perfekt masshaltig. Die Schubladen klemmen ein wenig. Durch die Konstruktion wird die Frontplatte der Schubladen vermutlich bald herausbrechen.


    Die Module erfüllt ihren Zweck, aber ich werde mir keine weiteren Teile bestellen. Bei dem Preis hätte ich bessere Qualität erwartet.


    Michael

    Moin Manuel,


    wie wär's damit?


    Connoisseur bietet Messingmodelle nach englischen Vorbildern an. Der o.g. Bausatz wird ausdrücklich als Übungsbausatz angeboten. Du kannst die Bauanleitung herunterladen und Dir vorher ein Bild von der Komplexität des Modells machen. Jim beschreibt auf der Webseite auch, welche Teile zusätzlich benötigt werden. Wenn Dir dieser Ansatz gefällt und Du vor der Bestellung in England zurückschreckst, schick mir eine PM.


    Ich finde, dass ein englischer Wagen sich auch auf einer kontinentalen Modellanlage gut machen kann.


    Michael

    Hallo Joachim,


    ich verwende für die kleinen Schrauben unter M3 Loctite 222 niedrigfeste Schraubensicherung. Die kann man auch wieder lösen. Die mittelfesten Schraubensicherungen sind zu fest für Miniaturschrauben. Die kleinste Flasche kostet allerdings ca 8€.


    Michael

    hallo Kollegen,


    Es scheint ja doch einiges Interesse an dieser Problematik zu geben.


    es gibt Ätz-Grundierung als 1-Komponenten- und als 2k-Grundierung. Die 1k-Grundierung hat offensichtlich eine begrenzte Lebensdauer, da die Säure im Laufe der Zeit mit der Farbe reagiert. Im technischen Datenblatt auf der miilitälacke Webseite steht dann auch: "Lagerung Gefäße geschlossen, trocken, und kühl (+5 bis +25°) lagern! Mind. 6 Monate ".
    Im Gegensatz dazu ist die 2k-Variante unbegrenzt lagerfähig, da die Säure erst vor Gebrauch zugemischt wird.
    Ich habe mal überschlagen, wieviel Grundierung ich für ein Spur-0 Modell brauche. Mehr als 10 Gramm für einen 2-achsige Wagen kommt da sicher nicht zusammen. So gesehen reichen 120ml eine ganze Weile. Wenn man das 1kg Gebinde von http://www.militaerlacke.de alle 6 Monate wegschmeissen kann, sieht der Vergleich schon ganz anders aus.


    @ Norbert, ich habe Messingblech 100x100mm bei Ebay besorgt, das ich mit Azeton reinige, bevor ich es grundiere. Ich teste schon seit einiger Zeit verschiedene Grundierungen, um die bestmögliche Haftung zu finden.



    Michael

    moinmoin,


    Quote

    Ich habe noch das gefunden. Ich habe mal ein Fläschen bestellt und werde dann berichten.


    Die Ätzgrundierung von "Zero paints" https://www.zero-paints.com/Et…_120ml--product--317.html ist wirklich toll. Nach 24 Stunden Trocknung ist die Oberfläche absolut fingernagelkratzfest. Auch heftiges Kratzen mit einem Zahstocher konnte die Oberfläche nicht beschädigen. Ich denke, nach 3 Tagen Trocknung ist die Oberfläche unkaputtbar.
    Die Farbe stinkt leider ziemlich, da auch Säure im Spiel ist, ist eine Atemmaske empfehlenswert. Ich habe mein Probestück problemlos mit Vallejo und Oesling Acrylfarben überlackieren können. Die Farbe der Grundierung ist grau.


    Wer je ein Messingmodell lackiert hat, kennt das Problem. Die Lackierung greift sich an den Kanten schnell ab. Das sollte mit Ätzgrundierung vorbei sein.


    Ich habe nichts mit dem Hersteller und dem Deutschen Lieferanten zu tun, ich bin aber ein sehr zufriedener Kunde.


    Um auf meine Ausgangsfrage zurückzukommen: Ich brauche die Grundierung von Phoenix Precision nicht mehr.


    schönes Wochenende!


    Michael

    Hallo Norbert, die Rückmeldung auf meine Fragen ist ja leider nicht so berauschend. Hier sind die Antworten auf Deine Fragen: (allerdings bezogen auf die von mir verwendete Spraydose)


    Wie muss die zu grundierende Oberfläche vorbereitet werden? Abgewaschen und entfettet mit Silikonentferner, Waschbenzin , Isopropanol, oder reicht abwischen und entstauben aus?


    Abwaschen und Entfetten muss immer sein. Mit Waschbenzin solltest Du auf der sicheren Seite sein. Übrigens kann man mit Waschbenzin Fett zwar abwaschen, danach ist das Fett aber im Benzin. Man kann das Benzin dann zwar wiederverwenden, aber der letzte "Spülgang" sollte mit sauberem Benzin gemacht werden.

    Quote

    Ist beim Decklack jede Art von Farbe (Lösemittelhaltig / Wasserbasierend) verwendbar?

    die Farbe ist kunstharzverdünnt. Ich habe sie mit Acrylfarben überlackiert.

    Quote

    Welche Grundfarbe(n) hat die Ätzgrundierung?

    Grau

    Quote

    Wenn es die Grundierung in Dosen / Flaschen gäbe - kann man sie mit dem Airbrush verarbeiten, oder zerfrisst es Gummidichtungen?

    Gute Frage. Ich denke, eine Airbrush, die mit Lösungsmitteln gereinigt werden kann, ist auch für Etchprimer geeignet. Bei den etwas besseren Teilen sind die Dichtungen ja üblicherweise aus Teflon.

    Quote

    Womit reinige ich anschließend den Airbrush?

    Bei der Spraydose nicht notwendig. Dem Geruch der Dose nach sollte Kunstharzverdünnung OK sein.


    Ich habe noch das gefunden. Ich habe mal ein Fläschen bestellt und werde dann berichten.


    Gruss von 218-Fan zu 218-Fan :)


    Michael

    Hallo Kollegen,


    in den englischsprachigen Foren ist sogenannter "Etchprimer" das Mittel der Wahl, um Messingmodelle zu grundieren. Diese Grundierung enthält wohl Phospohorsäure, um die Oberfläche des Modells aufzurauhen und die haftung zu verbessern.


    Ich habe mir mal eine Spraydose beschafft, um Versuche durchzuführen. Die Haftung ist tatsächlich sehr gut und weitaus besser als z.B. Weinert Grundierung. Allerdings ist der Farbnebel recht grob, so dass die Oberfläche der Grundierung eher schlecht ist.


    In Grossbritannien ist die Grundierung von Phoenix Precision sehr verbreitet. Leider ist es nicht möglich, diese Grundierung nach Deutschland zu bestellen.


    Meine Frage:
    Verwendet hier jemand erfolgreich Ätzgrundierung?
    Welche Marke verwendet ihr und wie verarbeitet ihr die Farbe?
    Hat jemand einen Weg gefunden, Phoenix Farben zu importieren?


    schönen Abend,
    Michael

    Ich versuche derzeit zu ermitteln, ob es diese Art von Tanke in der früheren Epoche III auch ohne Auffangvorrichtung für überlaufenden Dieselkraftstoff zwischen den Gleisen (sonst muß ich den Schotter dort wieder entfernen) gegeben hat ?


    Hallo Carl,
    hier in Weissach wurde die Dieseltankstelle vor ca 5 Jahren stillgelegt, weil sie keine Auffangwanne hatte. Bis also ca 2010 geht es auch ohne, in EPIII war Umweltschutz owieso noch nicht wefunden.


    Michaek

    hallihallo,


    interessante Frage. Beim Blick auf das Esso Foto dämmert mir, dass ich mich ganz dunkel an etwa 1 Meter hohe Tafeln erinnern kann, auf denen die Preise in mehreren Zeilen übereinander standen, für jede Sorte eine Zeile. Die Tafeln hatten unten Beine, die vor und hinter der Tafel vorstanden, so ungefähr wie ein auf den Kopf gestelltes T. Sorry für die dusslige Beschreibung. Das muss in den 60ern gewesen sein. Kann sich noch jemand dran erinnern?


    Michael

    Hallo Stefan,


    jaja die Augen...


    Ich habe eine Weile mit einer Lupen-Leuchte gearbeitet, aber eigentlich sind die Teile eher unpraktisch, da durch die fixe Position der Lampe die Augen- und Gegenstandsposition fixiert sind. Anders gesagt, man muss den Kopf an die richtige Stelle bewegen, um das Teil durch die Lue zu sehen.
    Viel intuitiver arbeitet man mit einer Kopflupe, da die Lupe der Kopfbewegung folgt wie eine Brille.


    Ich bin mit diesem Exemplar , das es bei den üblichen verdächtigen Elektronik-Versendern gibt, sehr zufrieden. Es gibt verschiedene Linsenstärken.


    viel Spass,
    Michael

    Hast du den Bausatz mit Flammenlöten zusammengebaut? Und von wem hast du die Räder gekauft


    Hallo Werner,


    ich habe den Bausatz vorwiegend mit meinem Widerstandslötgerät gelötet. Einige Stellen sind mit einer normalen Lötstation gelötet und die Weissmetall-Puffer sind mit Stabilit geklebt. Ich denke, dass es auch ohne Widerstandslöten geht. Der Vorteil ist, dass man beim Widerstandslöten die Teile mit der Lötspitze fixieren kann, da die Spitze vor und nach dem Lötvorgang kalt ist. Andrücken, kurz einschalten, ausschalten, warten bis fest, loslassen. Dadurch hat man das typische Lötproblem, dass man immer eine Hand zu wenig hat, erledigt. Aber das ist nur meine persönliche Vorliebe. Viel wichtiger ist, dass man ein vernüftiges Flussmittel, am besten Phosphorsäure, verwendet. Die Räder sind von Slaters. Die Nummer 7122 sind die richtigen für finescale 7mm, was unserer 32mm Spurweite entspricht.


    Michael

    Hallo Torsten,
    ich werde den Wagen im Ablieferungszustand belassen. Das einzige Foto, das ich kenne (ganz oben im Thread) zeigt ihn in diesem Zustand. Ursprünglich hatte ich vor, den Wagen zu altern, aber die natürliche Farbe des Holzes gefällt mir so gut, dass ich ihn so lasse.
    Hallo Peter,
    Für mich ist das kein Masochismus, sondern Modellbau in höchster Vollendung. Ich glaube, diese Kits haben die beste Detaillierung, die es gibt. Wenn man mehr will, bleibt nur noch scratchbuilding übrig. Für mich ist dieser Detaillierungslevel der höchste Genuss, den unser Hobb zu bieten hat. Da bin ich ein echter Nietenzähler. (Bei diesem Bausatz übrigens ca 250 Stück ) :-)) Übrigens finde ich, dass die Bausätze relativ leicht zu bauen sind. Man kann sich auf die Passgenauigkeit voll verlassen. Jeder Teil passt genau- Wenn die Teile an Ort und Stelle sind, dann ist das Ergebnis korrekt.


    Ich habe den Bericht geschrieben, weil ich finde, dass man für 50 Pfund so einen Bausatz auch mal ausprobieren kann, wenn man nicht viel Erfahrung beim löten hat. Ich wollte sicher nicht zeigen, wie toll ich einen Bausatz zusammenfügen kann.


    Michael


    Michael

    Ein interessanter Bausatz und eine tolle Arbeit von dir. Kannst du bitte mehr über die Homepage von Parkins erklären, wie z.B. wo finde ich diesen Bausatz und auch über das von dir erwähnte Büchlein. Ich habe starkes Interesse an englischen Modellen.


    Hallo Werner,


    Andreas hat ja schon Info zur Webseite gegeben. Die englischen Kleinserienhersteller sind etwas speziell, was Ihre Webseiten angeht. Es ist nicht selten, dass ein Bausatz ohne jedes Bild angeboten wird. Wenn man sich für einen bestimmten Bausatz interessiert, ist es meistens hilfreich, in den einschlägigen Foren wie z.B. westernthunder oder RMWeb nachzuschlagen. Dort werden häufig Baubeschreibungen vorgestellt, aus denen viel über die Qualität der Bausätze herauszulesen ist.


    Das Buch mit den Zeichnungen ist:
    R.J. Essery
    Official drawings of LMS wagons No.1
    ISBN 10: 1874103305


    Aber Vorsicht, es gib zwei Bände, der zweite enthält vorwiegend Spezialwaggons und ist bei weitem nicht so interessant wie der erste.


    Das Buch ist im Moment nicht neu lieferbar, aber über http://www.amazon.co.uk erhältlich.


    Hier ein kleines Beispiel einer Detail-Zeichnung:




    Wenn Du mehr Info brauchst, kann ich Dir gerne helfen.


    Michael