Posts by michl080

    You may want to read this book...


    Wer auch gerne mal über die Grenzen schaut, dem sei das Buch "Mendips Engineman" von P.W. Smith empfohlen. Schon lange vergriffen, aber für wenig Geld bei abebooks und anderen Meta-Antiquariaten erhältlich.
    In dem Buch geht es um die berühmte S&DJR-Strecke von Bath an die britische Südküste. In Grossbritannien geniesst diese Linie Kultstatus. Auch auf dieser Strecke gab es einen Tunnel, der dem Lokpersonal alles abverlangte. Der Autor hat die typische Ausbildung über den Heizer zum Lokführer durchgemacht.


    Interessant, weil die Linie wegen ihrer anspruchsvollen Streckeführung auch gerne als Versuchsstrecke verwendet wurde. Die legendären S&DJR 7F waren zu ihrer Zeit die stärksten Lokomotiven in Grossbrittannien.


    fast hätte ich's vergessen, das Buch ist in Englisch :D


    schönen Sonntag wünscht,
    Michael

    Naja,


    ohne Beschaltung liegt die Membran in der Mitte des Weges, die sie sich bewegen kann. Die Lage wird durch die federnde Einspannung der Membrran bestimmt. Durch die Ansteuerung bewegt sie sich abwechselnd aus der ruhelage nach innen und aussen. Die Ansteuerung findet mit Wechselstrom statt.


    Michael

    wie reinige ich angelaufenen Messing-Gussteile? Große Flächen strahle ich vor dem Löten aber die kleinen Gussteile sind das Problem. Gibt es eine Reinigungsflüssigkeit, oder ähnliches


    Hallo Pele,


    im Drogeriemarkt gibt es "reine Soda". Damit einen Brei anrühren und mit der Zahnbürste die Gussteile abrubbeln. Ich ziehe dazu allerdings Latexhandschuhe an.
    Ich habe keine Ahnung, warum das "reine" und nicht "reines" heisst. :S


    Wenn es Dir nur ums Löten geht, hast Du vielleicht nicht das richtige Flussmittel. Mit Phosphorsäure und viel Hitze kann man auch angelaufene Messing-Gussteile anlöten.


    Michael

    Moin Dieter,


    vor ein paar Tagen habe ich in einem anderen Forum gelesen, dass die Weinert Gummilitze nach einigen Jahren ausleiert. Der Schreiber hat stattdessen Angelschur vorgeschlagen. Leider ist das alles nur Info aus zweiter Hand, meine Leitungen verlaufen alle in Kanälen :)


    Michael

    Hallo Torsten,


    ich wünsche Dir viel Spass in Telford. Seit Jahren versuche ich, in der Gegend einen geschäftlichen Termin mit Telford zu verbinden. Leider wird es wohl auch dieses Jahr nichts werden. Die Anreise nur wegen der Ausstellung ist für mich aus Stuttgart zu weit. Dafür kann ich mir schon einen kompletten loco kit kaufen. Ich bin sicher, dass Du die Fahne der deutschen Fans der britischen Bahn hoch halten wirst.


    Michael

    das DCC Signal ist kein Spannung,sondern eine Frequenz.


    soso,


    und ich dachte immer, beides gehört zusammen.
    Übrigens wird die Information weder durch die Variation der Spannung noch durch die Variation der Frequenz übertragen. Beides ist konstant. Die Information wird durch die Variation des Puls/Pausen-Verhältnisses dargestellt.


    8)8)


    Michael

    Auch in deutschen Medien finden sich inzwischen Berichte, es soll wohl auch eine 8.500 Pfund wertvolle Lok sinnlos zerstört worden sein:


    Wie will man den Wert einer Lok festlegen, an der man hundete Stunden gearbeitet hat. Ich kenne und schätze den Besitzer der erwähnten Black five und wenn man seine Posts liest, ist einem zum Heulen zumute.


    Michael

    Hallo Kollegen,


    ein wichtiges Detail fehlt bisher noch. Wenn man Bleche biegen möchte, bei denen die Biegekante von einer Seite halb durchgeätzt ist, muss das Blech so eingelegt werden, dass die Ätzlinie vollständig zu sehen ist, also nicht unter dem oberen Teil der Biegevorrichtung verschwindet. Wenn man das nicht beachtet, kann man keinen kompletten 90° Winkel biegen.
    Je nach Herkunft des Blechs kann es notwendig sein, die geätzte Nut mit einer Dreikantfeile zu erweitern. Als Daumenregel kann gelten, dass die Nut mindestens so breit wie das Blech dick sein muss.


    Bei Biegearbeiten ohne Ätzlinie ist probieren angesagt, um die genaue Lage der Biegung zu bestimmen.


    Michael

    hallo Modellbahner!


    wie im letzten Beitrag erwähnt, habe ich ein bisschen warten müssen, bis das Wetter besser wird.


    Die Wagen waren beim Vorbild meistens in katastrophalen Erhaltungszustand. Der verwendete Stahl korrodierte start, die Farbe war auch nicht die beste und die Beladung aus Bühnen erreichte, dass nach wenigen Jahren die Farbe nur noch an einigen geschützten Stellen vorhanden war.
    Das feuchte britische Wetter und der Kohlenstaub gab den Wagen den Rest.


    Das ist leider nicht so einfach darstellbar. :)


    Als erster Schritt wird das Untergestell und der Aufbau getrennt zwei mal mit Ätzgrundierung behandelt.



    Messing ist als Lackierungerlage recht kritisch, die Ätzgrundierung hält darauf sehr gut, da sie die Messingoberfläche mikroskopisch aufrauht. Bei den meisten Grundierungen würde sich nach einiger Zeit die Farbe an den Kanten abgreifen.



    Auf die Grundierung kommt dann Rostfarbe.



    auch wenn man es auf dem Foto nicht gut erkennen kann. Diese Schicht besteht aus 8 verschiedenen Rot- Braun- und Orange-Tönen.



    Jetzt wird der Wagen vollends versaut!



    Ich verwende gerne die "Salztechnik", bei der die Rostfarbe mit Haarspray-Lack befeuchtet wird. In das feuchte Haarspray streut man Salz an die Stellen, die beim Original rostig waren.
    Die Stellen, an denen noch Farbe war, bleiben frei.



    Über den Rost und das Salz kommt jetzt die Deckfarbe.
    Nach einer Stunde ist die Deckfarbe so weit getrocknet, dass man den Wagen unter fliessendem lauwarmen Wasser abwaschen kann. Das Salz löst sich ab und entfernt auch die Farbe, die auf dem Salz liegt. Übrig bleibt der Decklack an den Stellen, an denen vorher kein Salz lag.



    Hier ist die gleiche Seite wie oben mit dem Salz zu sehen. Man kann erahnen, wie die Farbe mit dem Verlauf des Salzes übereinstimmt.


    Das ist der momentane Stand der Dinge. Als nächstes müssen die Üergänge zwischen Farbe und Rost noch egalisiert werden. Dazu werde ich Pigmente und Sashes verwenden, die den Flugrost und die Laufspuren darstellen sollen. Das wird jetzt alles etwas langsamer vor sich gehen.
    Ich finde, dass Alterung nur dann gut wird, wenn man das Ergebnis immer wieder zur Seite legt und nach einigen Tagen nochmal drüber geht.


    Bis dann!


    Michael

    Hallo Leute,


    vergangene Woche kam die Ausrüstung des Aufbaus an die Reihe. Ich habe etwas weniger Fotos gemacht, da die Teile schon sehr winzig sind und eigentlich das Ergebnis informativer als der Weg dorthin ist.


    Die Vorbildwagen haben auf den beiden Längsseiten je zwei Türen und an einer Endseite eine grosse Luke, die automatisches Kippen des gesamten Wagens ermöglicht.



    hier sind alle Verschlussteile für eine Seitenluke zu sehen. Die Riegel liegen als Weissmetall-Gussteile bei. Deren Qualität ist leider nicht so berauschend, aber in Anbetracht der Grösse habe ich mir nicht die Mühe gemacht, neue Teile aus Messing zu feilen.
    die Nieten haben einen Durchmesser von 0,5mm und eine Kopfgrösse von 0,8mm. Es gibt einen polnischen Versender, bei dem diese Teile preisgünstig zu beziehen sind. Die abgewinkelten Haltebügel müssen über die Weissmetallriegel gestülpt und festgelötet werden. Da das Weissmetall einen Schmelzpunkt von ca 120°C hat, verwende ich für solche Sachen ein Lot, das bei ca 100°C schmilzt, sogenanntes Roses Metall. Mit einer Lötstation kein Problem.



    hier sieht man die fertige Seite, die Lukenriegel sind befestigt und bewegen sich sogar. Ich habe aber nicht vor, die Luke beweglich zu machen, obwohl das einfach möglich ist.




    Nochmal die Verschlüsse aus der Nähe. Die Ketten oben haben 6 Kettenglieder, an jedem Ende einen Ring, an einem Ende einen Befestigungskeil und am anderen Ende ist der Ring am Wagen befestigt. ALLE Teile liegen dem Bausatz bei. Ich gebe aber zu, dass ich gescheitert bin, die Ringe an die Ketten zu fummeln. Also habe ich ein wenig gepfuscht, und die Ringe weggelassen :)



    hier montiere ich die Endluke auf meiner leitenden Lötunterlage. Beim Widerstandslöten muss das Teil mit einem Pol verbunden sein. Der Strom fliesst dann durch die Graphit-Elektrode und durch das zu verbindende Teil. Durch den hohen Übergangswiderstand erhitzt sich das Teil in kürzester Zeit auf Löttemperatur. Der Lötvorgang geht so schnell, dass umliegende Teile nicht heiss werden und eine andere Lötstelle in zwei Millimeter Entferung nicht aufgeht.
    Die Klammern fixieren den schmalen Messingstreifen sicher. Durch den Lötvorgang verfärbt sich das Material oberflächlich, aber mit einem Glasfaserradierer kriegt man das wieder leicht weg.



    hier die fast fertige Endseite. Es fehlen nur nich die Verschlusselemente mit Kette (oh je), die Haltebügel und die Scharniere.


    Wenn der Aufbau fertig ist, besteht er aus ca 150 Teilen. Macht aber trotzdem Spass, wenn man sich nicht unter Stress setzen lässt :thumbup::thumbup:


    Ich hoffe, dass ich die fehlenden Teile diese Woche fertig bekomme, dann werde ich das Modell mal probeweise zusammenbauen. Danach kommt die Lackierung, aber damit warte ich, bis das Wetter gründliches Lüften erlaubt.


    bis dann,
    Michael

    hallo,


    erst mal danke an Karl Heinz, an brünieren habe ich nicht gedacht :thumbup:


    heute nur ein kleines Update,
    letzte Woche war nicht sehr produktiv.


    Nachdem das Fahrgestell so weit fertig ist, geht es jetzt an das Oberteil.


    Das Hauptteil verspricht wieder jede Menge Biegespass.



    Hier die Ansicht von "unten und aussen". Hier gibt es ein Problem, auf das David auch in der Bauanleitung hinweisst. Die geätzte Biegelinie auf der Innenseite liegt 0,5mm neben einer geätzten Sichtlininie an der Aussenseite. Man muss aufpassen, dass man das Teil so einspannt, dass die Biegung nur an der richtigen Linie stattfindet, sonst passt nachher nichts zusammen.



    Um die Biegung zu erleichtern, habe ich die Ätzlinie mit einer kleinen Rundfeile erweitert. Links schon erweitert, oben noch original.



    Weil weiter oben nach der Biegevorrichtung gefragt wurde, habe ich hier mal fotografiert, wie ich vorgehe. Das Blech liegt zwischen den beiden Stahlwinkeln, die mit Zwingen fixiert sind.
    Übrigens: Das Blech muss so eingespannt werden, dass die Biegelinie vollständig sichtbar ist.



    So sieht das Ergebnis aus, nachdem auch noch die oberen Feldverstärkungen abgekantet wurden. Immer schön vorher die Reihenfolge überlegen ?(


    Die Seitenwände werden durch Trapezbleche verstärkt, die man natürlich auch vorher biegen muss.



    In der Mitte das Trapezblech im flachen Zustand, links fertig gebogen und rechts eingelötet. In der Mitte des eingelöteten Blechs kann man sehen, wie sich zu viel Strom beim Widerstandslöten auswirkt. Das Teil wird so heiss, dass es weich wird und eine Delle entsteht. Das muss man dann später mühsam mit Lötzinn auffüllen und flach schleifen.


    Im Normalfall verwende ich Lotpaste sehr ungern, aber hier ist sie optimal.



    Ich habe ein wenig Paste in die Vertiefung gespachtelt und mit grosszügig Flussmittel benetzt. Jetzt kann man das Trapezblech in die Vertiefungen drücken und so lange heiss machen, bis das Lot fliesst und das Blech befestigt ist. Rechts sieht man das Ergebnis noch vor dem versäubern.


    Das war's für heute. Nächste Woche kommt noch der Kleinkram (Klappen, Scharniere, Verschlüsse).


    schöne Woche wünscht,
    Michael

    N'Abend allerseits,


    hier kommt der dritte Teil.


    Wie üblich wird der Thread zwar gelesen, aber selten kommentiert. Schade, man erwartet sich schon ein bisschen mehr Rückmeldung.


    Nachdem im letzen Teil das Fahrwerk gebaut wurde, kommen heute die Teile für die Bremse dran. Jetzt wird es ein wenig kleinteilig. :D



    Die Bremsklötz mit ihren Hängern bestehen aus 8 Teilen plus drei passende Stück 0,3mm Draht.


    David legt für die Montage eine Lehre bei,



    allerdings muss ich zugeben, dass ich zu blöd bin, um zu verstehen, wie ich Messingteile auf einer Messinglehre zusammenlöten soll, ohne einen Massiven Block daraus zu machen. Ich habe also die Lehre als Bohrschablone benutzt und die Teile auf abgelängte Drahtstückchen gefädelt. So gehts ganz einfach.


    Die Experten kennen sich sicher aus 8) Englische Güterwagen haben eine Handbremse, die in einem Feststellbügel geführt und fixiert wird.



    Das längliche Teil rechts lässt sich tatsächlich zu dem fertigen Teil links biegen. Aber nur nach etwas nachdenken.


    Einige Teile müssen aus zwei oder mehreren Lagen Messing laminiert werden, da das Zeug echt winzig ist, habe ich es vorläufig fixiert und numeriert.



    Dann wird's spannend, die Teile werden an die Träger montiert.



    bis dahin ist die Bremse funktionsfähig.



    Ich habe den Bremshebel allerdings angelötet und dadurch die ganze Bremse festgelegt. Eine Bremsung hätte sonst einen Kurzschluss zur Folge. ;(


    Hier



    noch das ganze in Nahaufnahme. Mir gefällts, besonders der Splint auf der Bremswelle...


    Das Untergestell ist ziemlich fertig. Die fehlenden Teile kommen erst später dran. Kommende Woche werde ich mich um den Aufbau kümmern. Leider komme ich nicht so schnell voran wie geplant, vielleicht geht's erst in zwei Wochen weiter.


    ich wünsche eine schöne Woche,


    Michael