Posts by be-el

    Hallo in die Runde,


    Sonntag morgen und daher eine gute Zeit für ein paar warme Worte (keine Predigt)


    Erst einmal ist der Begriff OEM zu klären. Frei nach Wiki bedeutet dies: Unter einem Original-Equipment-Manufacturer (abgekürzt OEM, engl. für Originalausrüstungshersteller) versteht man einen Hersteller von Produkten, der diese Produkte zwar in seinen eigenen Fabriken produziert, sie aber nicht selbst vermarktet. Einen solchen Hersteller im Modellbahnbereich und für größere Serien gibt es in Europa nicht. Punkt, Aus, Schluß, Nix zu machen und so weiter.



    Eine solche Produktion für unser eher kleines Volumen hier neu aufzubauen ist illusorisch. Eine qualitativ hochwertige Produktion ist unter Einbeziehung aller Kosten (noch einmal "aller Kosten" insbesondere Reisen) in China aber nicht wirklich günstiger. Bei viel Handarbeit hat man noch einen leichten Vorteil, je mehr Automatisierung umso eher kann man in Deutschland produzieren. Z.B. werden unsere Elektronikprodukte in Deutschland hergestellt. Erstens gibt es dafür OEM's und zweitens ist der Automatisierungsgrad sehr hoch. Wir schicken sogar die Elektronik für unsere Modelle nach China.



    Aber es gibt noch weitere Differenzierungen, die gerne außer Acht gelassen werden. Recherche, Entwicklung und Konstruktion werden hier gemacht. Ebenso die Abnahme und Prüfung und was man als Qualitätssicherung bezeichnet. Dazu kommt der Vertrieb und der Service. Alles in allem werden 40% bis 60% eines sogenannten "Chinaprodukts" hier erarbeitet. Vielleicht mal drüber nachdenken.
    Achtung: alle Angaben gelten nur für die Fa.Lenz, inwieweit sie übertragbar sind, kann ich nicht sagen.


    Einen schönen Advent wünscht Ihnen


    Bernd Lenz

    Hallo Noergler,


    jetzt schaun wir mal, wie wir der Sache etwas näher kommen.


    Da der Dekoder mit Esu und ganz sicher auch mit Lenz arbeitet liegt der entscheidende Unterschied nur noch im verwendeten Verstärker (nicht der Lokmaus, die hat damit nichts zu tun). Um hier sicher zu gehen, schließen Sie doch mal eine Auto(glüh)birne mit 2-6 Watt an den Ausgang des Verstärkers an. Das verhindert wilde Schwingungen am Verstärkerausgang bei den Spannungswechseln. Für Fachleute: zu lange Totzeiten in der Endstufe.
    Sollte dies bereits zu einem positiven Ergebnis führen, geben wir Ihnen eine Ersatzschaltung für die Glühbirne, damit nicht ständig unnötig Digitalstrom verbraten wird.


    Die nächste Quelle für das seltsame Verhalten ist die Lok selber. Mit größter Wahrscheinlichkeit liegt die komplette Lok einseitig am Gleis. D.h. das Metallgehäuse ist direkt mit einer Gleisseite verbunden. Das führt zu unberechenbaren Störspannungen im Inneren.


    Wie kann man dies als Ursache eingrenzen? 2 Möglichkeiten. Entweder den Dekoder über eine Verlängerung provisorisch so anschließen, dass er sich außerhalb der Lok befindet, oder den Dekoder gleich außerhalb der Lok am Gleis anschließen und nur mit dem Motorkabel nach innen gehen.


    Jetzt schaun wir erst einmal, ob wir damit die Ursache feststellen können. Dann haben wir auch dafür eine Lösung.


    Viel Erfolg


    Bernd Lenz

    Hallo an alle,


    ein wenig Technik.
    USP funktioniert dadurch, dass im Falle einer Unterbrechung (Schmutz, aber auch Papier) die Kombination Rad Schiene einen Kondensator bildet. (Metall - Isolierung - Metall) = Kondesator. Die Kapazität ist sehr klein, reicht aber aus, um das Digitalsignal zu regenerieren.


    Achtung:


    Dieser Vorgang hat erst einmal nichts mit Energiespeicherkondensatoren am oder im Dekoder zu tun.


    Dies funktioniert auch bei beidseitiger Unterbrechung. Bei einseitiger Unterbrechung ist das auswertbare Signal größer, was sich unter schwierigen Randbedingungen durchaus positiv bemerkbar machen kann.


    Damit diese unterbrechungsfreie Datenübertragung (USP = Uninteruptable Signal Processing) wirklich Sinn macht, ist zusätzlich ein elektrischer Energiespeicher notwendig um die Schaltung und auch den Motor zu versorgen.


    Leider ist auch dies nicht ganz so einfach wie es sich anhört. Z.B. gibt es auch (sogar größere) Kondensatoren von der einen Radseite zur anderen, gebildet aus Radlagern, Chassis etc. Die Summe dieser Kondensatoren bilden aber einen kapazitiven Kurzschluss für das Signal, was die Auswertung nicht gerade leichter macht.


    So gut wie keine Funktion hat man, wenn das gesamte Gehäuse (billigere Stromabnahme mit hohem Kurzschlussrisiko) mit einer Gleisseite verbunden ist. Dann ist dieses Signal so dominant, dass die andere Seite nicht mehr dedektiert werden kann. Fazit. Räder sollten immer auf beiden Seiten isoliert sein, dann klappt's auch mit der Signalübertragung.


    Bernd Lenz

    Hallo,


    leider war eine direkte Antwort in dem relevanten Beitrag nicht möglich, warum auch immer.


    Bei der Baureihe 89 7153 handelt es sich um eine T3 mit abgeschrägtem Führerhaus und Reglerbüchse statt des großen Dampfdoms.
    Im Eisenbahn-Journal Archiv Bd.3 "Preußen Report " gibt es ein Foto der 7124, die bestimmt der 7153 sehr nahe kommt. Wahrscheinlich sogar gleich ist.


    Bernd Lenz

    Hallo Nafets und alle anderen,


    es reicht als Beweis und auch wieder nicht. Die V36.413 hatte tatsächlich vorne die beiden größeren Lampen. Ausführlich beschrieben und mit Fotos belegt in der Miba Serie "Bau der Vogelsberger Westbahn". Gab auch - glaube ich - ein einzelnes Buch dazu. Wenn also andere Lampen, dann bitte auch eine andere Nummer. Und wenn eine andere Nummer, dann vergewissern, welche seitlichen Verkleidungen des Motorvorbaus dazugehören. Ursprünglich auf jeder Seite 3+2 Felder mit Lamellen zwecks Kühlung. Diese wurden später sehr beliebig zu geschweißt. Also ein Feld z.B, mit Lamellen und der Rest zu und so weiter. Jede Lok war mal wieder anders. Sehr schön zu sehen in Lauschers "Die Diesellokomotiven der Wehrmacht" aus dem EK-Verlag. Ach ja und auf Seite 265 oben ist die V36.413 mit den großen Laternen zu sehen.


    Grüße


    Bernd Lenz


    P.S.: Auf Seite 329 in der Mitte sieht man die Ursprungsausführung aus dem Jahr 1951 noch mit 2 Laternen. Offensichtlich hat MAK die Loks mit den großen Laternen ausgeliefert und später erst (vielleicht mit der Einführung des 3 Licht Spitzensignals) wurde auf die DB Laternen umgerüstet. Mit Ausnahme der V36.413.

    Hallo an Alle, besonders die Elektriker,


    kleine Korrektur vorweg: es gibt keine Spielzeugtrafos, nur Trafos, die für Spielzeug geeignet sind. Kleiner aber wichtiger Unterschied.
    Die wichtigsten Kriterien für einen solchen Trafo sind:


    1. max. Leistung 200W (erstaunlich hoch)


    2. max. Strom im Kurzschlussfall 20A für max. 1 sec


    3. max. Gehäusetemperatur (anfassen) bei 50 - 55°C (je nach Material, Kunststoff höher, Metall niedriger)


    4. keine Gehäuseöffnung durch die Kontakt zur Hochspannung bestehen kann (z.B. mit Hilfe eines Drahtes)


    5. salopp gesagt: kein Erdungsanschluss (Netz PC's als Steuerung ohne galvanische Trennung nicht zugelassen - wird besonders gerne übersehen)


    Nun konkret zu dem gezeigten Trafo. In Gehäuse einbauen (ohne Löcher, Gehäuse groß genug wählen für Luftumwälzung), Netzanschluss vom Fachmann machen lassen, schnelle 10A Sicherung in den Ausgang.


    Bei 12V Sekundärspannung hat dieser Trafo sicher 17V Spitzenspannung. Sicher deshalb, da durch die hohe Ausgangsleistung kein nennenswerter Spannungseinbruch stattfinden wird.
    Das bedeutet, dass hinter dem Gleichrichter 15V= sein werden und bestimmt 14V Digitalspannung am Gleis. Spur0 ist ein 12V System (erstaunlich aber korrekt).


    Also ist die Lösung zwar grenzwertig aber ausreichend.


    Grüße


    Bernd Lenz


    P.S.: Die Spannungsangaben außer bei dem Trafo kann ich nur für die Komponenten der Lenz Elektronik GmbH garantieren, sollten aber allgemeingültig sein.

    Hallo,


    abgesehen davon, ob nun Esel oder Gänse verladen werden sollen, gibt es bei größeren Tieren ein Problem. Und das ist nicht Frage, ob der Mittelboden herausnehmbar ist oder nicht (beim Modell bestimmt, beim Vorbild eher nicht), sondern die Schiebetüren sind das Problem. Türen, es sind nämlich auf jeder Seite zwei und zwar übereinander liegend ! Und zwischen diesen Schiebetüren, so auf halber Höhe etwa, befindet sich eine stabile metallene Laufschiene, sonst ließen sich die Türen nicht schieben. Und diese Barriere ist nicht herausnehmbar. Man könnte den Eseln ja noch das Bücken beibringen, aber ich glaube nicht, dass Kühe oder Pferde da mit machen.


    Grüße


    Bernd Lenz

    Hallo an alle Betroffenen,


    die neuen Radsätze sind in Auftrag gegeben. Sobald sie verfügbar sind, kann man das auf unserer Webseite nachlesen. Wir tauschen dann alt gegen neu (ohne Berechnung). Wird leider noch nicht bis Buseck soweit sein.


    MfG


    Bernd Lenz