Posts by law_popens

    Hallo zusammen,


    vielen Dank für Blumen und Pokale, es freut mich, wenn Euch das Modell gefällt.


    Diedrich: kommt hin, mein Modell ist über Ruderblatt aber ohne Klüver ca. 43 cm lang.

    An anderer Stelle habe ich Bilder von der Tjalk veröffentlicht, die mich zum Nachbau inspiriert hat. Die hat deutlich sichtbar 2 Anker, zugebenermaßen geringfügig kleiner als die von mir verwendeten. Aber die nächst kleinere lieferbare Größe war etwas zu popelig. Dasselbe gilt für die Kette:



    Ich bin auch relativ sicher, dass Berufsschiffe im Regelfall mit mindestens 2 Bugankern ausgestattet sind. Das erfordert schon die Sicherheit, um handlungsfähig zu bleiben, z.B. wenn der erste Anker nicht fasst oder die Trosse bricht und der Anker verloren geht.


    Hier noch ein Bild des ursprünglich auf Tjalken als Ankerwinde verwendeten "Bratspills", aufgenommen an einem Modell einer ostfriesischen Tjalk im Fehnmuseum Eiland in Westgroßefehn.



    Gruß Andreas

    Jetzt sind die Bremsen dran, die die beiden Kettennüsse bremsen. Dazu wurde ein Bremsband, das über eine Trommel läuft, gespannt. Hier die Einzelteile:



    und hier die Ansicht der gebremsten Winsch vom Bug her.



    Hier sind beide Seiten gebremst, die Zahnräder der Steuerbordseite sind im Eingriff, Ansicht vom Laderaum her:



    und hier ist die Backbordseite gelöst (vergleicht die Lage des linken Bremsbandes und die Höhenlage des zugehörigen Handrades) und im Eingriff:



    Es funktioniert tatsächlich :D


    Gruß Andreas

    Hallo Thomas,


    vielen Dank für den Link. Seit 1987 bin ich Fan der Lok. Damals bin ich 2 Jahre lang von Bad Zwischenahn nach Leer gependelt. Morgens um 7:00 hat mir die Jung-Lok die Wartezeit auf meinen Zug verkürzt. Sie verteilte die Güterwagen, die der morgendliche Güterzug aus Oldenburg in Zwischenahn zurückgelassen hatte, auf die damals noch vorhandenen Anschlüsse in Zwischenahn und stellte ihren Zug nach Edewecht zusammen.

    Dabei konnte man den Eindruck gewinnen, die Lok verfüge nur über eine Schalter mit 2 Endstellungen, Vollgas und Vollbremsung. Die Wagen wurden in eine Gleisharfe abgestoßen, häufig mit kräftigen Stößen beim Auflaufen auf die bereits im Gleis stehenden Wagen.


    Viele Grüße Andreas

    Hallo zusammen,


    heute wurde die Winsch das erste Mal zusammengesetzt, die Ketten eingefädelt und eine Stellprobe auf dem Vordeck der Tjalk vorgenommen:



    Das Einfädeln wurde dadurch erleichtert, dass die Ketten mit Hilfe der Handkurbel eingezogen werden konnten.


    Durch Verschieben der Handkurbel samt Welle in Querrichtung kann das gewünschte Ritzel-Zahnrad-Paar in Eingriff gebracht werden (hier die Backbordseite).



    Auf der Rückseite laufen die Ketten durch Klüsen in das darunterliegende Kabelgatt.



    Die hier verwendeten Klüsen sind unsicher, da durch sie überkommendes Wasser ins Schiff gelangen kann. Sie werden schnellstmöglich gegen solche mit Rand ausgetauscht. Außerdem erhält die Winsch noch ein Dach und einen stabilen Sockel.


    Bis dahin Andreas

    Hallo Zusammen,


    weiter geht es mit der Ankerwinsch. Zunächst habe ich nach fertigen Modellen oder Bausätzen gesucht. Die von der Größe her passenden hatten durchweg motorgetriebene Vorbilder. Für meine Tjalk kommt aber nur eine handgetriebene Winsch in Frage. Hier fand ich Anregungen für den Selbstbau und hier das Vorbild, das ich ins Auge gefasst habe.


    Für meine Tjalk in FreeCAD umgesetzt sieht das dann so aus:



    Die Antriebswelle ist verschiebbar, sodass immer nur eine Seite angetrieben wird.



    Über die kleinen Handräder können die Bremsbänder gestrafft werden, die auf die Zahnräder wirken. So soll die nicht angetriebene Seite festgesetzt werden können.


    Damit die Winsch die Ankerketten sicher mitnimmt, soll sie 2 Kettennüsse erhalten, die in die Kettenglieder eingreifen:





    Das scheint alles mit meinen Mittel umsetzbar, allerdings sind die Teile schon recht klein, die Kettennuss darf nur 3 mm Durchmesser haben, damit die Kettenglieder nicht mit den Antriebsritzeln kollidieren.


    Die ersten Teile sind gefräst:



    Natürlich habe ich sofort ausprobiert, ob die Kettennuss funktioniert:



    Man kann deutlich die Zähne erkennen, die mittig in die liegenden Kettenglieder greifen sowie die Nasen, die in der Mitte der stehenden Glieder zwischen die liegenden Glieder greifen. Die 2 Ms-Drähte richten die 3 Scheiben der Nuss aus und werden noch abgelängt.


    Legt man die Kette über die Nuss und dreht die Achse, rutscht die Kette in die korrekte Position und wird mitgenommen.


    Hier noch ein Blick auf die geöffnete Kettennuss ohne und mit Kette:




    Jetzt bin ich zuversichtlich, dass die Winsch im Modell funktionieren wird.


    Demnächst werde ich berichten, wie ich die Kettennuss berechnet habe.


    Gruß Andreas

    Hallo zusammen,

    hallo Reinhold,


    die verschiedenen Mechanismen (Riegel, Heben/Senken, Drehen) meiner Drehbrücke sind nach einer Originalzeichnung maßstäblich nachgebaut und werden händisch betätigt. Lediglich Signalstellhebel und Deckungssignale werden über Servos bewegt.


    An dem nördlichen Stellhebel ist mittlerweile der Stelldraht wieder eingezogen. Das war eine fürchterliche Fummelei:


    Ein ausreichend langes Stück Faden wurde abgeschnitten und beide Enden über Umlenkrollen in den Untergrund zum Servo geführt. Die Schlaufe des Fadens wurde um die hintere kleine Rolle am Stellhebel gezogen.

    Der Servo wurde in die Endstellung für Sh2 gebracht und ein Ende des Stellfadens mit einer feinen Feder in das ziehende Ende des Servoarms eingehängt. An das andere wurde ein 10 g Anglerblei gehängt. Das am Servo eingehängte Ende (mit dem ungefärbten Messingrohrstück markiert) muss bei dieser Konstellation unten liegen.



    Dann wurde der Stellhebel in die passende Position gebracht und der Faden mit dem schwarzen "Spannschloss" obenrum gegen den Uhrzeigersinn um das große Rad gelegt.



    Der Verlauf des Stelldrahtes von der kleinen Rolle unten zur großen ist gut zu erkennen. Jetzt konnte die Stellung des Hebels korrigiert werden. Sicherheitshalber wurde nun der rechte obere Quadrant des Fadens mit Sekundenkleber auf dem Rad fixiert. Dann kam der große Moment des Probelaufs des Servos und die Endstellungen wurden einjustiert.


    Nun wurde der Faden noch einmal oben um das große Rad gelegt und unten um die vordere Umlenkrolle geführt. Als alles problemlos lief, wurde das freie Ende des Fadens am anderen Arm des Servos befestigt.


    Den Stellhebel in Bewegung könnt Ihr bei Dailymotion sehen. Die beiden gegenläufigen Umlenkrollen entschädigen für die ganze Mühe.


    Viele Grüße und ein schönes Osterfest Andreas

    Hallo zusammen,

    wenn ich schon dabei bin (#3.670), kann ich auch gleich die Stellwinkel der Sh2-Scheibe nachjustieren, die von dem Stellhebel auf dem nördlichen Mauerwerk gestellt wird.

    Hier die Frei-Stellung:


    und die Gesperrt-Stellung:



    Die Scheibe wird nicht wie gewünscht um 90 Grad gedreht. Wahrscheinlich habe ich beim Einbau die seinerzeit experimentell ermittelten Abstände zwischen Stellhebel und Scheibe nicht genau eingehalten.



    Und hier die korrigierte Version:



    Neben der Lackierung der überarbeiteten Scheibe kann ich jetzt endlich die neuen Stelldrähte einzeiehen.


    Gruß Andreas

    Hallo zusammen,


    Meine Drehbrücke Popens wird derzeit überholt.

    Das Gleis auf der Drehbrücke wurde bisher über 2 flexible Litzen mit Strom versorgt. Um die Brücke für Wartungs- oder Demonstrationszwecke leichter herausnehmen zu können, werden zukünftig die seitlichen Stützräder zur Stromversorgung in Verbindung mit 2 Kontaktflächen auf dem Laufkranz herangezogen. Dazu müssen die Lagerbuchsen der Stützradachsen gegenüber dem Brückengerippe isoliert werden.



    Sie sitzen jetzt in Kunststoffblöcken.


    Durch den Umbau liegen die Stützräder etwas höher als bisher und laufen während der Drehbewegung der Brücke nicht mehr mit. Mit einer Fühlerlehre habe ich die Höhe des Spaltes zwischen Laufkranz und Stützrädern bestimmt und einen neuen Laufkranz in passender Höhe gefräst.



    Die Kontaktflächen sind hier noch nicht in ihre Sitze eingeklebt. Auch der Zahnkranz, auf dem das hintere Stützrad läuft, wurde in der Höhe angepasst, damit sich die Brücke nicht weiter absenken lässt, als für eine freie Drehbewegung nötig.


    Als nächstes muss ein neues Seil am nördlichen Stellhebel eingezogen werden.



    Das Einfädeln über die 3 Rollen wird eine elende Fummelei.


    Gruß Andreas

    Hallo Jürgen,


    vielen Dank für den Tip, eine interessante Lösung. Laserst Du auch in Messing?


    Ich habe noch einen Versuch mit 24 h Trocknungszeit zwischen Spritzen und Fräsen unternommen. Zusätzlich habe ich in 3 Schritten gefräst, Rahmen, Schriften, Umrisse, und nach jedem Schritt den Fräser von Polystyrolresten befreit. Die Späne lassen sich so wesentlich besser entfernen.



    Die auf diesem Bild noch vorhandenen sind nicht klebrig und mit einem weichen Pinsel leicht zu entfernen. Auffällig sind die grünen Streifen in "R" und "p" von Riepe, während in Talea solche Streifen nicht vorhanden sind. In einem Fräsgang wurde immer zunächst "Talea" und dann "Riepe" gefräst. Ich vermute, dass dann die Fräserspitze schon so warm ist, dass er beim Eintauchen grüne Acrylfarbe anschmilzt und einen Teil davon auf dem Boden des Buchstabens verteilt.


    Ich werde mir jetzt erstmal zum Vergleich Aufreibebeschriftungen herstellen lassen.


    Gruß Andreas

    Hallo zusammen,


    zunächst sind hier noch die Fensterläden am Deckshaus nach zu tragen:



    Nun geht es an die Schilder mit Schiffsnamen und Heimathafen. Hier gibt es unterschiedliche Formen von Schildern:


    gemalt wie bei der Gretje von Großefehn:



    oder geschnitzt wie bei der Dulcibella oder der Anna, die ich in Ditzum bei der Bültjer Werft fotografiert habe:



    Für gemalte Schilder würde ich auf Aufreibebeschriftungen von Frau Simrock zurückgreifen. Das hätte den Vorteil einer großen Auswahl an Farben und Schriften. "Geschnitzte" Schilder könnte ich selbst fräsen, dann allerdings nur mit einer kleinen Auswahl an Schriften.

    Um die Größe fest zu legen, habe ich schon mal einen Versuch mit gefrästen Schildern unternommen, zunächst in 1 mm - Sperrholz:



    Das erwies sich als ungeeignet, die erhabenen Flächen im "a", "e" und "p" verschwanden schon beim Fräsen in der Spanabsaugung. Also habe ich Polystyrol getestet. (Ich weiß nicht, ob überhaupt eine Tjalk Riepe als Heimathafen trug, Talea ist aber ein typischer ostfriesischer Frauenname.)


    Die gefräste Schrift wurde schwarz ausgelegt, die Oberfläche von überschüssiger Farbe befreit, dasselbe auch noch für eine Version mit farblich abgesetztem Rahmen:



    Die Schilder wurden mit Tesa Fototape zusammen mit 2 Auflagen in gleicher Materialstärke wie die Schilder auf einer ebenen Unterlage befestigt und die Oberfläche mit einem Roller für den Linoldruck vorsichtig eingefärbt.



    Das Ergebnis überzeugt nicht. Zum einen war die Unterlage offensichtlich doch nicht eben, zum anderen entsteht bei mehrmaligem vorsichtigem Farbauftrag eine pickelige ungleichmäßige Farboberfläche. Aber immerhin konnte schon mal die Größe am Modell überprüft werden:



    Ich habe dann schwarzes Polystyrol mit Revell Aqua Color grundiert, grün gespritzt und Rahmen und Schrift gefräst.



    Eingefärbte Frässpäne setzen sich hartnäckig in der Schrift fest und lassen sich nur mühsam mit einem feinen Borstenpinsel entfernen. Allerdings habe ich der Farbe aus Ungeduld nur eine Stunde Zeit zum Trocknen gegeben. Ich gehe davon aus, dass sich das Problem nach eine 24-stündigen nicht stellt und sich auf diese Weise befriedigende Ergebnisse erzielen lassen.


    Trotzdem werde ich noch einen Versuch mit einer Aufreibebeschriftung von Frau Simrock machen.


    Gruß Andreas

    Hallo zusammen,


    Und nun die Anker am Modell:




    Die Ketten verschwinden im Kabelgatt unter dem Vordeck. Auf dem Vordeck fehlt noch die Ankerwinsch, die nach der Fertigstellung der fehlenden Details gebaut wird.


    Wie Ihr seht, ist die Tjalk mittlerweile gespritzt. Bei der Farbe habe ich mich an der ostfriesischen Tjalk im Heimatmuseum Leer orientiert. Leider sind die Lichtverhältnisse im Raum mit der zersägten Tjalk sehr schlecht.



    Eine Mischung aus Schmincke AERO COLOR Professional (gleiche Teile Sienna gebrannt und Goldocker) ergab ziemlich genau diesen Farbton. Als Unterwasserfarbe habe ich Teerschwarz von Revell Aqua Color verwendet.


    Einschub: ostfriesische Tjalken waren kleiner als die niederländischen und hatten im Allgemeinen statt einer Kajüte auf dem Achterdeck eine Schlupfkajüte unter dem Deck.



    Die lichte Höhe beträgt weniger als 1 m. Unvorstellbar, dass hier 1 Person längs und 1 hinten quer geschlafen haben.


    Zurück zum Modell:

    Als nächstes wurde das Ruder aufgehängt.

    Das Ruder war aus Planken zusammengesetzt, die von Metallbändern zusammengehalten wurden. Diese trugen auch die Lager der Ruderblattachse.

    Diese Teile habe ich aus Messing gefräst:



    Die Form wurde in der endgültigen Ausführung noch leicht verändert.



    Hier ins Modell eingesetzt:



    Die See-BG wird wohl ein Versetzen der Poller fordern, damit sich der Rudergänger bei vollem Ausschlag des Ruders nicht die Finger klemmt:



    Es fehlen jetzt nur noch die Fensterläden und einige weitere Ausstattungsteile, die Filzlage zum Schutz der Wasseroberfläche und die Ankerwinsch.


    Viele Grüße Andreas

    Hallo,


    die größeren Anker sind zwischenzeitlich eingetroffen. Leider passen die beiliegenden gestanzten Schäkel nicht durch die Kettenglieder.



    Also mussten sie in zierlicherer Ausführung selbst hergestellt werden. In Vorversuchen erwies sich 0,8 mm Messingdraht als geeignetes Material.

    Für einen Schäkel von ca. 3 x 5 mm wurde ein 11 mm langes Stück Draht abgeschnitten und die Enden mit einer Flachzange breit gedrückt.



    Die Verformung am rechten Ende kann später abgeschliffen werden.

    Zunächst wurden die 0,5 mm Bohrungen für den Schäkelbolzen vorgenommen.



    Nun erhielt der Schäkel seine U-Form.



    Damit die Schäkelbolzen eingeführt werden können, müssen evtl die flachgepressten Abschnitte nachgerichtet werden (exakt parallel).



    Die Bolzen sind aus 0,5 mm Draht, ein Ende abgeflacht, das andere hat Überlänge, sonst ist die Montage von Anker, Kette und Schäkel arg fummelig.

    Nach der Endmontage werden sie gekürzt.

    Die abgeflachten Teile der Bolzen sind normalerweise durchbohrt, um festsitzende Bolzen mit den Marlspieker lösen zu können. Die habe ich mir geschenkt, es bleibt zu wenig Material stehen. Und so sieht das Ergebnis aus:



    Jetzt gehen die Teile in die Brünierei.


    Schönes Wochenende Andreas

    Hallo Mako und alle,


    vielen Dank für das Lob, die vielen Daumen und Pokale. Es freut mich, wenn Euch die Tjalk gefällt.


    Mako: Du vermutest richtig, Faschinen werden zur Uferbefestigung, zum Küstenschutz und zur Landgewinnung eingesetzt. In allen Fällen werden Reihen von Holzpfählen mit einem gewissen Abstand in den Boden gerammt und abgeschnittene Zweige von Weiden und ähnlich elastischen Büschen und Bäumen dazwischen geflochten. Das Ganze wird als Lahnung bezeichnet.


    Hier lagert ein Stapel der Holzpfähle am Ems-Jade-Kanal an der Schleuse Wiesens, davor ein Arbeitsprahm, von dem aus die Pfähle gesetzt werden.



    Und hier ein Blick über den Dollart mit den Resten einiger Lahnungen, im Hintergrund die Autoverladung von Emden. Es hat sich bereits soviel Schlick abgesetzt, dass von den Lahnungen nur noch die Köpfe zu sehen sind.



    Quer durchs Bild läuft noch ein Steinwall (Buhne).

    Wenn man sich das in natura anschaut, bekommt man Hochachtung vor dem Aufwand, der hier seit Jahrhunderten in den Küstenschutz gesteckt wird.


    Viele Grüße Andreas

    Wird Zeit, dass ich hier über den Fortgang berichte:


    Nachdem die Laderaumwände aufgestellt waren, wurde der Mastfuß gesetzt. Er erhielt Klampen und eine Nagelbank zum Belegen der Fallen.



    Die Luken wurden aus Polystyrol gefräst.



    Damit sie in der Höhe sauber ausgerichtet werden können, sind 2 Luken zu öffnen:




    Lange Zeit habe ich geknobelt, wie ich die Faschinenladung herstellen soll, Pinsel, Piasavabesen etc. erschienen wenig geeignet. Bis mir meine Frau einen Handfeger mit Borsten aus Kokosfasern zeigte.



    Mit feinem Blumenbindedraht wurden die Borstenbündel zusammengebunden

    und abgeschitten:



    Nachdem ca. 20 Bündel fertig waren, erfolgte die erste Probebeladung.



    Das motivierte, insgesamt 4 Handfeger zu verarbeiten.


    Inzwischen hatte Fohrmann 2 verschiedene Ankerketten geliefert.



    Die Ketten haben eine Drahtstärke von 0,4 und 0,6 mm, die Glieder sind 1,5 x 2 mm bzw. 2,4 x 2,9 mm groß.


    Schließlich bestand die Ladung aus fast 150 Faschinenbündeln:



    Die Bündel wurden mit AeroColor Acrylfarben von Schmincke gespritzt. Ich habe ein dunkles Grünbraun gemischt, das ungefähr die Farbe trift, die ich für Faschinenbündel in Erinnerung habe.




    Der 20 mm Anker von Krick und die 0,4er Kette erscheinen mir etwas zu zierlich. Ich werde die 0,6er Kette und die nächste Ankergröße verwenden.


    Demnächst geht es hier weiter.


    Gruß Andreas

    Nach längerer coronabedingter Baupause geht es hier wieder weiter:



    Die vorderen und hinteren Laderaumwände mußten mittig geteilt werden, damit sie ins Modell eingesetzt werden können.

    Jetzt geht es an das Ruder.



    In die Bohrungen sollen die Messingbänder geschraubt werden, die die Fingerhaken tragen. Die Pinne wurde mit dem Biegelötkolben leicht gekröpft.



    Unterhalb der Pinne wird der Ruderkopf noch mit einem Messingband verstärkt.

    Und hier ist das Ruder schon mal provisorisch "angehängt".



    Gruß Andreas

    Es ist wieder ein bisschen weitergegangen:

    Die Teile für das "Roof" wurden gefräst und hier noch ohne Leim ins Modell eingesetzt:



    Beim Zeichnen des Decks hatte ich die Bohrungen für einige Leisten, die dem Rudergänger bei Krängung des Bootes Halt geben sollen sowie für die Führung des Schotwagens vergessen. Mit einer Bohrschablone wurden sie nachträglich ins Deck eingebracht:





    Das Gebilde auf dem Dach des Roofs diente als Ablage für Baum und Mast, wenn der Mast bei Brückenpassagen gelegt wurde. Die Seitenwände des Roofs erhalten noch Abdeckungen für die Fenster.


    Nach dem ersten Lasurauftrag sind doch einige Stellen am Rumpf, die die Farbe nicht gut aufnehmen. Hier ist bei der Beplankung Leim ausgetreten. Wenn ich die nicht weg bekomme, werde ich den Rumpf farbig lackieren.


    Gruß Andreas

    Weiter geht es im Maßstab 1:45:


    Ich hatte die Stabilität von 1 mm Sperrholz hoffnungslos überschätzt, das Vordeck war nicht stabil genug. Es wurde ebenso wie ein beschädigtes Teil des Schanzkleides demontiert und neu gefräst, wieder aus 1 mm Sperrholz. Dann habe ich Sparren aus 3x3 mm Leisten unter die Decksauflagen an den Spanten geleimt und die Zwischenräume zwischen den Spanten mit kurzen Leistenstücken aufgefüllt. Sie fluchten exakt mit der OK Decksauflagen:




    Das Deck hat jetzt eine harmonischere Form:



    Hier sind bereits neue Berg- und Bogenhölzer aufgeleimt. Die Bogenhölzer liegen im Bereich der stärksten Krümmung oben nicht sauber an den darunterliegenden Planken an. Hier muss gespachtelt werden, dazu gleich mehr.

    Das Schanzkleid wurde wieder vervollständigt und ringsum der Schandeckel aufgeleimt.

    In den Baumärkten in meiner Heimatstadt habe ich nur Holzspachtel mit Kunstharz als Bindemittel gefunden. Ich gehe davon aus, dass das Bindemittel keine Holzlasur aufnimmt. Die Spachtelstellen würden keine Farbe annehmen. Deshalb habe ich die Schleifspäne während der Schleifarbeiten aufgefangen. Als Bindemittel habe ich 1 Tropfen Weißleim mit 2 Tropfen Wasser verdünnt. Auf den Leim wurden vorsichtig Schleifspäne aufgestreut und eingearbeitet, bis eine streichfähige Paste, mein Spachtel, entstanden war. Das Ergebnis:



    Jetzt hoffe ich, dass dieser Spachtel die Lasur annimmt.


    Neue Stellprobe, analog der Aufnahme von Gerd Wolff:



    Gruß Andreas