Posts by Peter Lehmann

    Hallo Zusammen


    Ich komme nochmals auf den am Anfang beschriebenen Antriebsversuch mit den

    Faulhabermotoren 1512 und deren nicht Untauglichkeit für Streckenlokomotiven.


    Beim Rückbau des Versuchsantriebs auf die 2020B Getriebemotoren habe ich bemerkt

    dass mit einem der 4 Getriebemotoren 1512 etwas nicht stimmt, d.h. dass er defekt ist.

    Und das vermutlich von Anfang an, denn bereits im Leerlauf war mir aufgefallen dass dieser

    immer als Letzter anläuft. Aber ich hatte es auf eine möglicherweise nicht optimale Fertigung

    meinerseits zurückgeführt und dann wieder vergessen.

    Es hatte sich nun aber gezeigt, dass der Motor mehr oder weniger blockierte und eine Rücksendung

    an Faulhaber hat das auch bestätigt.


    Aus diesem Grunde habe ich den Versuch mit diesen Motoren nochmals wiederholt, denn

    wenn der kleine Rangierdiesel 2062 mit 2 solcher Motoren in der Ebene 15 Zweiachser zu

    ziehen vermag (davon existiert auch ein Video), dann sollten ja eigentlich mit 4 Motoren rund

    30 Wagen möglich sein. Und diese Annahme hat sich nun auch bestätigt:

    Die Lok vermochte in der 20 °/°° Steigung 5 HERMANN Wagen mit jeweils 1.2 kg, also total

    6 kg am Haken, recht problemlos zu ziehen, in der 180° Kurve musste sie aber passen, die Motoren

    resp. ihr Drehmoment waren wie eigentlich erwartet zu schwach.

    Auf dem Rest der Anlage fuhr die Versuchskomposition (Videos folgen) anstandslos in der

    vorgegebenen Geschwindigkeit.


    Fazit:
    Aus meiner Sicht können diese Motoren auf Anlagen ohne oder nur mit kleinen Steigungen

    und entsprechenden Zuglängen aus Sicht der Zugkraft gut eingesetzt werden.
    Vorallem für 1- oder 2-teilige Triebwagen werden wir sie auch verwenden, damit der freie
    Durchblick im Fahrgastraum erhalten bleibt.


    Es ist aber unbedingt zu beachten, dass diese "Motörchen" eigentlich nicht für eine Dauerdrehzahl

    bei 12 V ausgelegt sind, sondern nur etwa für die Hälfte. D.h. es ist zu überlegen, wie das Modell

    im Fahrbetrieb eingesetzt wird, d.h. wie lange so ein Modell bei 12 V (Vmax) im Dauerbetrieb
    unterwegs sein wird, wie lange es voll belastet wird, wie gross die Anhängelast ist und ob es immer

    mit Vmax unterwegs ist. Das ist ja üblicherweise ausser auf Ausstellungsanlagen aber nicht der

    Fall.


    Der Versuchsantrieb geht jetzt aber noch zu einem Kollegen weiter, der ihn noch digital testen

    und ausreizen will.

    Meine 2143 behält hingegen den Antrieb mit den ebenfalls oben beschriebenen jeweils 2 Stück

    2619, welchen wir ja in Zukunft so weit wie möglich für neue Modelle einsetzen möchten.


    Gruss

    Peter Lehmann

    Hallo Zusammen


    Zur "Feier des Ostermontags" habe ich wieder mal an der Nebenbaustelle Neumotorisierung der

    Rivarossi E444 Tartaruga weitergemacht. Es handelt sich um einen Versuch mit angepasstem

    MTH 185 Drehgestell und natürlich den üblichen Faulhaber Getriebemotoren 2020B.


    Es hat sich gezeigt, dass die Räder der MTH 185 einen passenden Durchmesser haben und nur der Radstand

    nicht stimmt. Da ich sowieso ein paar solcher Drehgestelle rumliegen habe wollte ich den Versuch mit

    einem variablen Achsstand und gleichzeitiger Achspendelung machen. Diese ist zwar absolut nicht nötig,

    aber es war einfach wieder mal eine Herausforderung.

    Dazu habe ich das MTH Drehgestell quer in ungleichen Längen geteilt und die beiden Hälften über einen

    Stift wieder verbunden, der in einem Teil fest gelagert ist und im anderen drehbar. Damit ergibt sich

    eine Achspendelung und eine perfekte Allradauflage für natürlich optimale Zugkräfte...falls es die wirklich braucht.

    Die von mir neumotorisierten MTH Loks haben ja auch schon vollkommen genügende Zugkräfte und das

    ohne diese Pendelung.

    Aber Spass muss es eben machen und ich tüftle nun mal gerne.


    Das 1. Drehgestell ist nun soweit bereit, dass ich die Motorhalterungen noch aufkleben und die Motoren

    einsetzen kann. Dann wäre es schon fast fahrbereit.

    Der Rivarossi Drehgestellrahmen ist ja wie üblich bei mir wieder nur als Attrappe angebaut, eben wie

    auch bei vielen Herstellern.


    Bei den Rädern habe ich die Bremsscheiben abgedreht und es werden anschliessend 3D gedruckte Attrappen

    des Original Antriebs aufgeklebt...eben wie schon bei der ÖBB 1042 praktiziert.


    Hier erst mal ein paar Bilder.


    Einen guten Wochenstart und Gruss vom Bodensee

    Peter Lehmann

    Rauchkammertür abziehen


    Hallo Martin


    Herzlichen Dank für Deine Anleitung. Auf die Sache mit der Rauchkammertür wäre ich nie gekommen,

    bin eben wie gesagt kein "Dampfer".


    Somit kann ich die Lok (ÖBB BR 42) mal soweit zerlegen dass ich hoffentlich die eingerosteten Lager wieder

    freibekomme.


    Gruss
    Peter

    Hallo Nullotto


    Danke für Deine Rückmeldung und Deinen Vorschlag.


    Ich habe aber noch ein ganz anderes Thema:

    Kann es sein, dass Du mal einen Beitrag über die Spring BR 42 gemacht hattest, einen Umbau,

    Digitalisierung oder so?

    Ich habe so einen Kandidaten vor mir liegen mit total verharzten oder gar verrosteten Lagern

    und ich weiss nicht wie ich die Lok am besten öffne. Ich kenne mich in Dampfern überhaupt

    nicht aus.


    Danke für Deine Rückmeldung.


    Gruss

    Peter Lehmann

    Hallo Zusammen


    Nachdem mir Stefan die Videos von der Jungfernfahrt mit dem neuen Antrieb eingestellt

    hat, möchte ich auch noch ein paar Bemerkungen zum Antrieb abgeben.


    Also wie schon bei der kleinen Testfahrt auf meinen Modulen Braz am Arlberg hat sich auf der

    grossen Clubanlage mit langen Steigungen gezeigt, dass der Antrieb mit dem Getriebemotor
    Faulhaber 2619 perfekt funktioniert, die geforderte Zugkraft aufweist und für unsere weiteren
    Streckenloks zum Standardantrieb werden könnte.


    Leider ist aber sein Einbau weitaus schwieriger als ein Antrieb mit den leider nicht mehr lieferbaren

    Faulhaber Getriebemotoren 2020B. Dies hat sowohl mit der Abgangsdrehzahl, der zentrischen
    statt asymmetrischen Abgangswelle und den geforderten 100 km/h Höchstgeschwindigkeit bei
    12 V zu tun.

    Ich lege alle Streckenloks resp. solche die auch mal in Doppeltraktion verkehren sollen, mit

    der gleichen Endgeschwindigkeit aus. Es hat sich auch gezeigt dass div. Kleinserienmodelle

    mit dieser Geschwindigkeit bei 12 V verkehren.

    Aus diesem Grunde kann ein Kollege auf seiner Anlage auch mit 2 LEMACO Loks als Zugloks

    und einer von mir neu motorisierten MTH 185 als Schublok einen sehr langen Zug problemlos

    analog über seine Anlage mit Steigungen und Wendeln befördern. Natürlich ist das aber auch

    dank Glockenankermotoren möglich, die sich gegenseitig ausgleichen.


    Für die ÖBB 2143 möchte ich hier aber den Beitrag betreffend Antrieb beenden und später

    dann noch Fotos der ganz fertiggestellten Lok einstellen.
    Dazu fehlen uns aber immer noch die Fenster und wir wären froh um Hinweise betreffend
    Adressen für gelaserte Fenstersätze.


    Über die Weiterentwicklung des Antriebs mittels FH 2619 und Erklärungen dazu würde ich

    aber gerne in einer separaten Beitragsreihe nach und nach berichten.

    Ob jemand eine Idee hat wie dieser neue Titel heissen könnte und ob man den Beitrag von
    Anfang an unterteilen müsste, z.B. Dampfloks mit ihrem meistens Einachsantrieb, Drehgestellloks

    oder auch Antriebe mit Stirnzahnrädern oder solche mit Schnecken und Riemen.


    Ob ev. Stefan da was aufgleisen könnte?

    Ich meinte hier Stefan Karzauninkat, sorry.


    Gruss und Dank

    Peter und Ferdinand

    :D:D:D


    Nein, nein Henrik, es handelt sich natürlich keinesfalls um Schadenfreude!!!


    Aber ist einfach schön mit anzusehen, dass es anderen gleich wie uns geht und geteiltes Leid

    ist ja bekanntlich halbes Leid. Auch wir haben schon sehr viel Lehrgeld bezahlen und es nimmt

    auch noch kein Ende.


    Deine ehrlichen Ausführung zeigen aber den Lesern hier deutlich auf, dass es eben überhaupt nicht

    so einfach ist so ein Modell zu entwickeln, zu konstruieren und auch zu bauen. Es sollte den Lesern

    auch klar werden, dass der 3D Druck keinesfalls ein Wundermittel ist, sondern eher eine tolle Möglichkeit

    dass man sich jetzt mit neuesten Technologien auch sein Traummodell bauen kann ohne all die

    früher nötigen handwerklichen Fähigkeiten.

    Dafür sind jetzt andere Fähigkeiten und Hilfsmittel/Maschinen nötig um dahin zu kommen.


    Ich verfolge weiter ;)


    Gruss

    Peter

    Hallo Henrik


    Warum hast Du denn die Gitter lasern und nicht als Ganzes ätzen lassen?

    Ich hätte es jedenfalls so versucht.


    Wenn Du wieder mal so feine resp. dünne Sachen zu lasern hättest, frage mich, mein Lieferant

    bekommt eher Mühe wenn es gegen 1 mm geht, alles darunter kann er.

    Sein Laser ist speziell dafür gebaut.


    Gruss

    Peter

    Hallo Geri


    Schön dass Du Deinen Namen preisgegeben hast, so macht es mehr Spass mit Dir zu kommunizieren.

    Ev. auch per Mail, denn es muss nicht unbedingt alles hier gezeigt, erzählt und ev. auch zerlegt werden... =O


    Es war mir eben nicht bewusst gewesen, dass Du offenbar ein Neuling bist.

    Ich habe auch erst jetzt bemerkt dass ich offenbar eher die Ausnahme bin dass ich keinen Nicknamen habe ;(

    Aber ich gebe mich lieber ganz zu erkennen, sodass ich auf einer Ausstellung nicht nach irgendwelchen Nicknamen

    suchen muss bis ich weiss mit wem ich es eigentlich zu tun habe. Aber besten wäre ja eigentlich jeweils ein Foto
    von sich selber im Status zu platzieren, wie es manche machen. Warum eigentlich ich nicht?? :/


    Jedenfalls werde ich Dir gerne beim Antrieb der 2045 helfen und ich meinte dass ich Dir da bereits

    etwas passendes im Köcher habe ;)


    Gruss
    Peter

    Hallo Ralf


    Und für welchen Modellschotter ist Deine Gleisstopfmaschine eigentlich geeignet?

    ASOA, Noch, Kibri oder echte Granitsteine oder so? :D:D:D


    Nein Spass beiseite, Du hast meine absolute Hochachtung was Du da baust und auch noch

    bis zum bitteren Ende durchziehst!! 8o Gratulation!!

    Ich hätte weder den Nerv noch die Ausdauer... :wacko:


    Gruss und weiter so
    Peter Lehmann

    Inklusive Digitaldecoder ohne dessen Umgehung im Analogbetrieb? Für mich offen war explizit die Frage, ob das mit digitalisierten Loks auch funktioniert. Und wenn ich es richtig überblicke, war deine Lok 2013 (noch) nicht digitalisiert.


    Upps, da hast Du recht Andreas, auf den eingestellten Fotos waren die Lampen noch nicht drauf gewesen.

    Deshalb hänge ich sie hier noch an.



    Inklusive Digitaldecoder ohne dessen Umgehung im Analogbetrieb?


    Genau!


    Gruss

    Peter

    Hast du da Erfahrungen, was die Motorregelung vom Decoder davon hält? Wird die dadurch ggf. gestört?

    Also meine Loks kann ich ja sowohl analog als auch digital betreiben und ich konnte
    bis jetzt nichts dergleichen feststellen.



    dass sie gute schwingungsdämpfende Eigenschaften haben und das Laufgeräusch der Lok deutlich reduzieren können.

    Also wenn ich das richtig interpretiere, wollte Ihr die natürlichen Fahrgeräusche unterdrücken

    und durch künstlichen Digital-Sound ersetzen? :/



    IGUS Gleitbuchsen:

    Aber aufgepasst, das funktioniert nur wenn beide Räder wie bei Dir isoliert sind.

    Meine Radsätze sind nur einseitig isoliert und ein Pol kommt über die Räder/Achsen

    auf den Messingklotz und von dort zum Motor.


    Sarkastischer Gruss ^^

    Peter

    Das Modul ist egal, wichtiger wäre der Raddurchmesser.

    Damit könnte ich Dir dann die Modell-Geschwindigkeit angeben.


    Mit V160 Rädern mit einem Durchmesser von 22 mm wären es ca. 40 km/h

    Endgeschwindigkeit.

    Ob der Antrieb von Uhde stammt und für eine Rangierlok gedacht ist?

    Stell doch ein Foto ein.


    Gruss

    Peter

    Die Idee mit den kugelgelagerten Drehgestellen ist eher aus Neugier entstanden


    Hallo Henrik


    Das hatte ich auch in etwa vermutet gehabt ;)

    Aber hast Du auch gleich den Einbau einer Druckluftbremse vorgesehen?


    Na ja, sagen wir es mal so:

    Solange Du Dein Modell vorbildgemäss nur auf Flachland Anlagen oder Modulen in Deutschland
    einsetzt mag das ja gut und interessant sein. Auf Schweizer Clubanlagen mit grossen Steigungen

    und eben auch Gefällen und schweren Zügen würde Deine Lok wohl vor einem auf Halt stehenden

    Signal niemals mehr zum stehen kommen. Ob sie überhaupt stehen bleibt oder immer weiterrollt,

    lasse ich jetzt mal offen.


    Ich hatte das bei meinen Loks mit den gleichen Glockenanker-Getriebemotoren selber erlebt:

    Da die Motoren kein permanentes Magnetfeld aufweisen, haben sie ohne Strom keinerlei Selbsthemmung

    und vermögen dadurch einen Zug nicht zum Halten zu bringen (Elektriker mögen mir meine laienhafte

    Erklärung verzeihen). D.h. eine zu gute Lagerung der Achsen macht nicht unbedingt viel Sinn, auch wenn

    der Unterschied zu den Kugellagern recht klein sein wird.

    Deshalb laufen meine Radsätze nur in 20 mm langen (= Breite des Messingprofils) Bohrungen mit H7

    und wenn sie ab und zu mal einen Tropfen Öl bekommen werden sie ewig laufen. Die Paarung Messing (-block)

    und Stahlachse ist ja für ein Lager ideal.


    Zusätzlich habe ich aber bei meinen Loks auch noch eine "elektrische Widerstandsbremse" eingebaut,

    siehe Bilder. Die eingebauten Lampen brennen im Lokinnern bei Fahrt (ich rede von analog) immer mit.

    Wird aber die Fahrspannung im Gefälle vor einem Signal abgestellt, wirken die Faulhabermotoren nun

    als Generatoren. Diese werden durch die kinetische Energie des Zuges in Bewegung versetzt, d.h. sie

    erzeugen Strom, der dann in den angeschlossenen Glühlampen verbrannt wird. Dadurch entsteht eine

    Bremswirkung und der Zug kann zum Stehen gebracht werden.

    Ich setze das auf der hiesigen Clubanlage seit Jahren ein und es funktioniert tadellos.


    Ob diese Überlegungen ein Thema für Dich sein könnten?


    Gruss und weiterhin viel Spass beim Bau der zweiten Lok, den ich intensiv verfolge...

    man lernt ja nie aus :D
    Peter

    Danke Stefan.


    Die "Verfolgungsjagd" zeigt übrigens die 1042 mit 4 Faulhaber Getriebemotoren 2020B

    verfolgt von der 2143 mit 2 Faulhaber Getriebemotoren 2619. Sie sind beide

    gleich schnell und haben naturgemäss das gleiche Fahrverhalten.


    Gruss

    Peter und Ferdinand