Posts by lok-schrauber

    Hallo Thorsten,


    Danke für Deine Ausführungen.
    Leider musste ich meine Lok wieder halb zerlegen, weil ich die Kunststoffhülsen der Stromabnehmer austauschen muss - fragt nicht (Stichwort Acetonbad und Kunststoff)! :cursing:
    Naja - hab' inzwischen genügend Lehrgeld bezahlt.


    Ich hoffe am Wochenende mit den Dekoderparametern spielen zu können - da wird doch hoffentlich wohl noch was raus zu holen sein!


    Gruß Ralf

    Hallo Bernd,


    ich kann nur sagen: Eigenbau vom Feinsten. Ich finde es super toll, wie Du fast alle Teile selbst herstellst - da will ich auch hin. Und leider kann ich als Epoche 1-Anhänger bei Zurüstteilen sowieso nicht aus dem Vollem schöpfen, deshalb hätte ich mal ein paar Fragen an dich:
    1. Wie hast Du die Steuerung gebaut? - Gefeilt, gefrässt, geätzt? Und wie vernietest Du die Steuerungsteile? Material Neusilber? Wie machst Du die Nut in die Treib- und Kuppelstangen?
    2. Könntest Du ein paar Worte zum Selbstbau der Kesselventile (7. und 8. Bild) verlieren? Wie gehst Du da vor?
    3. Von wo beziehst Du das Riffelblech?


    Fragen über Fragen ... :whistling:


    Gruß Ralf

    Hallo,


    @Jacques:
    Das Gelb ist zwar nicht Zitronengelb, aber doch etwas zu 'kräftig' - da hast Du recht. Im Farbfläschchen hatte das Gelb auch einen passenden Farbton, aber nach dem Spritzen kam es dann doch viel 'leuchtender' raus. Dass die Farbe so sehr abweicht hätte ich vorher nicht gedacht. Das Lackieren ist halt auch eine Wissenschaft für sich.
    Dieses Gelb war eigentlich geplant:



    Jedenfalls habe ich daraus gelernt, dass jede neue Farbe zuerst mal auf eine Probefläche gespritzt werden muss (nicht mal pinseln ist erlaubt, da hier der Farbton auch wieder im Vergleich zum Spritzen abweicht :wacko: - zumindest bei Elita-Farben).
    Für die nächste Lackierung werde ich aber von den lösemittelhaltigen Farben abkommen und zu Acrylfarben wechseln - ist gesünder!)


    Zu den Lämpchen: Glühbirnchen will ich aus Prinzip nicht verwenden. So wie ich es mitbekommen habe, sind diese doch recht anfällig und ich will nach dem Einbau nichts mehr mit nachträglichem Lämpchentausch zu tun haben! Also werde ich mit LEDs weiter experimentieren.


    @alle:
    Ich bin gerade beim Elektrik und Dekoder einbauen. Testläufe haben ergeben, dass der Motor ziemlich prasselnde Geräusche von sich gibt und zwar durch die nicht optimierten Standard-Dekoderparameter.
    Hier nun die Frage an Euch, die schon die Lok mit Lenz Dekoder Gold+ ausgerüstet haben: Welche CV-Einstellungen könnt Ihr mit dem Fauli empfehlen?


    Danke schon mal für Ratschläge.


    Gruß Ralf

    Hallo Fans der Länderbahnen,


    ich habe mich jetzt mal an der Nachahmung der Petroleumlampen versucht.
    Hier zuerst mal ein Bild der Vorbildlampe mit dem Glasrohreinsatz:



    Ich habe nun als Glasrohr eine 0,7mm Nylonschnur verwendet und diese auf eine warmweiße SMD-LED der Baugröße 1206 geklebt. Das Nylonstück wurde mit feinem Schmiergelpapier aufgeraut, damit der Stab wenigstens etwas 'Eigenleuchten' aufweist. Ist dieser glatt, kommt nur aus der oberen Schnittkante Licht heraus (Lichtleitereffekt). Im unteren LED-Bereich wurde Farbe aufgebracht, um die Messinghülse etwas zu simulieren. Habe zwar Mangels Messingfarbe Kupferfarbe verwendet, stellte aber erst nach dem Einbau fest, dass Revell Messingfarbe (Nr. 92) im Programm hat.



    Nun wurde der Lampeneinsatz von vorne in die Lampe in die untere Bohrung eingeschoben (Abstrahlrichtung nach hinten) und im Bereich der LED, sowie am oberen Ende mit Sekundenkleber verklebt:



    Hier nun die Lampe mit eingeschalteter Beleuchtung. Die Spannung wurde für des Foto so gewählt, dass die LED gerade so zu leuchten beginnt, um meine DigiCam und meine nicht vorhandenen Fotokünste nicht zu überfordern. Bei normaler Leuchtkraft würde man sonst nur einen weißen Fleck sehen. Wie man erahnen kann, wird die Lampe durch die LED von unten ausgeleuchtet und der 'Glaseinsatz' leuchtet auch ein bischen. Das Eigenleuchten des Stabs ist aber noch nicht voll zufriedenstellend und sollte besser sein.



    Fazit:
    Insgesamt gesehen ist diese Lösung viel besser, als einfach nur eine (immer viel zu große) Mikrolampe oder eine LED mittig in die Lampe einzupflanzen.
    Aber zu einer guten Petroleum-Originalleuchten-Imitation gibt es noch genügend Potential, die Methode zu verfeinern.


    Meine Erkenntnisse:

    • Das Licht muss von oben kommen - die LED sollte also im Lampenaufsatz eingebaut sein und nicht unten.
    • Ein Lichtleiter muss an der LED in der Hauptstrahlrichtung angeklebt werden (nicht wie jetzt quer)
    • Das Streulicht der LED muss besser eingedämmt werden, damit das Hauptlicht aus dem Leuchtstab kommt. Hmmh... welche Farben sind entsprechend Lichtdicht?

    Das Thema lässt mir gerade keine Ruhe und ich werde die Erkenntnisse demnächst testweise in Lampen meines nächsten Projekts umzusetzen versuchen. Muss jetzt erst mal passende kleinere LEDs besorgen. Werde dann darüber - aber nur wenn der neue Ansatz erfolgreicher ist - in einem eigenen Bericht darüber schreiben.


    Gruß Ralf

    Hallo Malte,


    die Idee mit dem 2-Komponeneten-Kleber hat was! Müsste mal experimentieren. Wenn Du mal an die Zeitschrift rankommst, kannst Du ja nochmal berichten.


    Der Boden hat mir auch Schweiß gekostet! Dickes Papier ist schon zu dick - da ecken die Türen an. Es geht nur normales Papier!
    Dieses habe ich mit einer Brettertextur aus dem Internet bedruckt und so zurecht geschnitten, dass es reinpasst. Eingeklebt habe ich es mit mattem Klarlack. Da sich das Papier aber damit ungleichmäßig vollsaugt, gibt es häßliche Flecken. Deswegen habe ich das Papier auch gleich von oben mit Klarlack eingestrichen, damit es sich gleichmäßig vollsaugt. Aber aufpassen - der Boden 'dunkelt' dadurch stark nach, darum die Textur relativ hell aufdrucken!
    Ich hatte Glück, dass es hinterher dann passte (war schon ein Nervenkitzel). Leichte unterschiedliche Flecken gibt es aber trotzdem - darum auch die viele Kohle am Boden. :D
    Danach alles mit schwarzer Pulverfarbe 'verschmiert' und schon sieht der Boden aus wie echt.


    Dort wo die Kohle am Boden liegt, wurde auch etwas Klarlack aufgebracht und Kohlenstaub drüber gestreut, bzw. Kohlenstücke eingedrückt. Nach dem Trochnen aber immer etwas Pulverfarbe antupfen, damit der leichte Glanz verschwindet.


    Der Putzlumpen ist aus Tempo-Papier. Zusammengeknüllt, in Klarlack getaucht, nach dem Trocknen schwarze Akzente setzen und fertig.


    Die Manometer sind mit feinem Pinsel aufgemalt. Mir gefallen aber nicht alle - manche sind schon sehr verzittert. Bei der nächsten Lok werde ich versuchen, diese auszudrucken und aufzukleben.


    Gruß Ralf

    Hallo,


    ich komme jetzt zur Verkabelung der Lok.
    Eine Frage an Euch: Wie kann ich am besten die Glasröhre (evtl. inkl. Leuchtmittel) in den Petroleumlampen nachbilden?

    • Microlämpchen - Vor-/Nachteile? Wenn ja, wer liefert?
    • Wollte eigentlich warm-weiße LEDs einsetzen, die sind aber leider gelb, wenn sie ausgeschaltet sind. Sieht dann nicht gut aus.
    • Was könnte als reine Glaskörperimitation verwendet werden (Hab 'ne Idee für Beleuchtung des Glaskörpers von unten)? Mir fällt einfach nichts ein.

    Danke für Hinweise.
    Gruß Ralf

    Hallo,


    die letzten zwei Wochen war nun das Führerhaus einrichten, Altern und Anbauteile zurüsten angesagt.
    Hier mal der Stand bis heute - ich hoffe es gefällt soweit:


    Zuerst mal das Führerhaus. Hier sollte mal wieder gründlich geputzt werden - wenn dass meine Frau sieht ... :whistling:
    Leider war im Bausatz kein Besen dabei!
    Die Kohlen stammen von klasse-kohlen - echt super finde ich!





    Die Handläufe sind aus 0,7mm Federstahldraht, damit diese sich nicht verbiegen, wenn man das Modell engreift. Dort wo die Handläufe um die Ecke gehen, wie z.B. über dem Wasserkasten und an der Rückwand, sind diese zwei-geteilt, da diese nicht am Stück in die vorhandenen Griffstangenhalter eingefädelt werden können. Die Schnitte liegen dabei innerhalb des zur Biegung nächst gelegenen Griffstangenhalters.



    Die Kupferleitungen bestehen aus den Litzen von Elektrokabeln. Hab' einfach mal von verschiedene Kabeln die Litzen herausgenommen und so ein Sammelsurium von Litzen zwischen 0,15 - 1 mm zusammengesammelt.



    Rückseite:



    Wieder der fehlende Besen!! Hoffentlich stolpert da keiner drüber!



    Schon ziemlich kalkhaltiges Wasser im Süden der Republik!!
    Und ich dachte immer die Bayern pflegen ihren Fuhrpark so vorbildlich - wie man sieht nicht immer.



    Anregungen sind gerne Willkommen.


    Gruß Ralf

    Hallo Messingfreunde,


    ich baue gerade als Erstlingswerk die Gebauer 70er in der Länderbahnversion der K.Bay.Sts.B.
    Da fredduck ja schon einen sehr schönen Baubericht mit vielen beweglichen Teilen vorstellt, sehe ich hiervon ab.
    Einen ausführlichen Bericht gibt's aber auf meiner Webseite.


    Für die Interessierten will ich meine Pt 2/3 trotzdem vorstellen, da die Länderbahnversion in einigen Teilen von fredducks 70er abweicht.
    Auch will ich gleich noch ein paar Bau-Erfahrungen weitergeben.


    Für die vielen Tipps und Hilfen danke ich noch allen Beteiligten im alten Forum!


    Konstruktiv gesehen, passen einige dem Bausatz beigelegten Bauteile nicht zur Länderbahnversion:
    Das markierte Bauteil z.B. darf nicht eingebaut werden, da dieses zur Bisselachse gehört, welche erst später nachgerüstet wurde (aber nicht bei allen Maschinen):



    Die Elektroleitung an der Kesselstützenvorderseite muss weggeschliffen werden - gab's damals noch nicht. :whistling:



    Der Lampenhalter für die obere Rückleuchte fehlte im Bausatz und wurde kurzerhand mit Schlussscheibenhalter selbst gebaut:



    Bei der vorgenieteten Steuerung ist die Gegenkurbelstange innerhalb der Schwinge befestigt. Dadurch wird die Stange schräg geführt und verhackte bei mir mit der Gegenkurbel. Beim Vorbild ist die Gegenkurbelstange aber außerhalb der Schwinge befestigt. Nach entsprechender Änderung wird die Stange auch gerade geführt.



    Wird das Bodenblech normal festgeschraubt, haben die Treibachsen keinen Federweg mehr. Damit die Achsen nach unten Luft haben, muss das Blech im Bereich der Achsen ausgespart werden, nachdem die Federpakete angelötet wurden:



    Bei meiner Lok war die 'Gummiwelle' zwischen Motor und Getriebe so unwuchtig (ganze Lok vibrierte), weswegen ich diese gegen eine Federkupplung tauschte. Da käuflich Erwerbbare allesamt zu lang sind, wurde diese selbst hergestellt:



    Die fehlenden Stützen für die Lampenbefestigungsbleche wurden aus 0,1mm Blechstreifen hingefrimmelt:



    Nachdem ich die Achslager in Aceton zerstört hatte ;( , mussten diese ersetzt werden. Dabei habe ich diese gleich mit Kugellagern mit Küchentischmethoden ausgerüstet:




    Grundlackierung in den bayerischen Farben. Nicht vergessen, die Messingteile (Lampendeckel, Pfeife, etc.) mit Maskierfilm zu schützen.
    Aber aufpassen: Maskierfilm für Acrylfarben mag keine lösemittelhaltigen Farben -> Der Film löst sich auf und verklebt alles - schöne Sauerei! :cursing:




    Bald geht's weiter!


    Gruß Ralf

    Hallo Hans und Reinhart,


    danke für Eure Ausführungen. Dass mehrere gleiche Motoren an einem Dekoder betreibbar sind, stimmt mich schon mal sehr positiv.
    Also sieht eine gute Lösung für eine Mallet so aus, dass zwei (gleiche) eigenständige angetriebene Triebwerke aufzubauen sind, welche dann an einem Dekoder betreiben werden können.


    Gruß Ralf

    Hallo Gerald,


    willkommen im Forum. Schön, dass Du auch im Selbstbau aktiv bist!
    Es würde mich sehr freuen, wenn Du das eine oder andere Selbstbauprojekt hier vorstellen würdest.
    Ich bin zwar Fan der K.Bay.Sts.B., aber besonders die Gölsdorfer Loks haben auch ihren besonderen Reiz auf mich!
    In welcher Ecke Österreichs wohnst Du?


    Gruß Ralf

    Hallo Jürgen(S),


    danke für den Hinweis.
    Eigentlich geht es gar nicht speziell um Dampfloks, sondern allgemein um die Problemstellung bei längseingebauten Motoren, dass man dann mit der Kraft um die Ecke muss, was aber meistens bei Dampfloks der Fall sein dürfte. Deshalb ja die Diskussionen bezüglich Schnecke, Kegelräder, etc...


    Hab' jetzt mal das Thema und den Eingangsbeitrag entsprechend angepasst. Ich denke so passt es jetzt und ist allgemeingültig.


    Gruß Ralf

    Hallo,


    Nächste theoretische Frage:
    In meiner frühen Planungsphase sind auch Mallets wie die BB II und Gt 2x4/4 (96er).


    Meine Gedanken gehen in die Richtung, jeweils beide Drehgestelle anzutreiben.


    Lösung A:
    Beide Drehgestelle mit je einem Motor/Getriebe ausrüsten - also beide autonom.
    Aus Platzgründen Motor in Kesselhöhe. (Annahme: Motor-Schwenkbereich des vorderen Triebwerks würde sich im Kessel ausgehen)


    Frage hierzu: Können 2 Motoren an einem Dekoder betrieben werden (Voraussetzung natürlich, der Dekoder verkraftet dies). Hintergrund ist, das der Dekoder dann beide Motoren wie einen betrachtet, also gleich ansteuert. Da aber alle Motoren leicht unterschiedlich sind, werden die dann auch wohl verschiedene Drehzahlen raushauen.
    D.h. ein Triebwerk wird immer schneller sein und das andere 'Anschieben' wollen und schleudern?


    Lösung B:
    Motor/Getriebe im Kessel mit 'langer' Abtreibsachse vom Getriebe, von der 2x ein Antriebsstrang nach unten zu den Fahrwerken geht.
    Also ähnlich A, aber nur 1 Motor und 'Hauptgetriebe'


    Lösung C:
    Kompletter Antrieb auf das hintere Triebwerk. Dann eine Kardanwelle vom hinteren Triebewerk zum vorderen Triebwerk.
    Geht aber nur wenn beide Triebwerke über Schnecken angetrieben werden.



    Lösung A wäre wohl die sauberste Art (wenn 2 Motoren an einem Dekoder geht)
    Lösung B die einfachste Art
    Lösung C wäre am unsichtbarsten im vorderen Triebwerksbereich, da hier eigentlich immer Durchblick zwischen Triebwerk und Kessel besteht.


    Eure Meinungen?



    PS: Zur 96er: In der Theorie müsste es doch auch reichen, z.B. 80% des Lokgewichts auf dem hinteren Triebwerk zu platzieren und nur dieses anzutreiben?
    Klar sind beide angetriebenen Triebwerke besser, aber mal rein aus dem Gesichtspunkt einfacherer Aufbau gesehen.


    Gruß Ralf


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    Erste Antwort hierzu von Uhde:
    Ralf,
    ich bin zwar kein Digitaler, denke aber, dass ein Parallelbetrieb von 2 baugleichen Motoren an einem Decoder kein Problem sein sollten.
    Soviel ich weiß, messen die Decoder die Anker-Rückspannung des Motors in den Pulspausen - ob das 1 oder 2 Motoren sind, sollte egal sein, denn es ist der Mittelwert aus beiden.
    Bei FH ist die Toleranz der Kennlinien sehr eng, so dass Drehzahlunterschiede geringst sind.
    Außerdem sind die Maschinengruppen im Original sicher auch häufig ungleichmäßig gelaufen - so genau ließ sich früher so eine Lok bestimmt nicht regeln - wer weiß?
    Vielleicht kann mal ein Digitalist 2 Motörchen an eine Digitalbox hängen?
    Versuch macht kluch !
    Daher würde ich immer die Lösung mit 2 Motoren in den Antriebsgruppen bevorzugen - habe ich auch bei meiner Hagans T13 so gemacht (aber analog).
    Gruß,
    Reinhart


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    So - jetzt darf hier feste weitergeschrieben werden. Ich freue mich schon auf viele hilfreiche Beiträge!!


    Gruß Ralf

    Beitrag spur0hans:
    Hallo Ralf

    Quote

    Zitat von lok-manufaktur, am 26/2/2012 um 21:24
    So wie ich dies jetzt sehe, dürfte die beste Antriebswahl in einer Dampflok folgendermaßen aussehen:
    - ein Glockenankermotor komplett mit Hersteller-Getriebe im Kessel
    - Kraftübertragung vom Getriebe zum Rahmen über Kette
    - und hier dann über Kegelrad auf eine Achse
    - Antrieb der restlichen Räder über die Kuppelstangen

    Ja,
    gute Wahl. Ob dann allerdings das Kegelradgetriebe nicht besser gleich
    beim Motor sein sollte anstelle unten im Rahmen ist eine Frage der
    Befestigungsmöglichkeiten im Rahmen. Ich würde das Kegelrad gleich beim
    Motor vorziehen, wenn man zum Befestigen des Motors ein U-Profil wählt
    ist die Lagerung der Kegelräder sehr einfach. Die Übertragung mittels
    Kette oder Zahnräder in den Rahmen gestaltet sich dann auch einfach.
    Rest wie beschrieben.


    Gruss Hans


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    Beitrag spur0hans:

    Quote

    Zitat von jrgnmllr, am 27/2/2012 um 16:01
    und wie sieht es mit dem Wirkungsgrad eines Kettentriebes aus?
    Jedes Kettenglied wird während eines Umlaufes zweimal hin- und hergebogen und erzeugt damit.Reibungsverluste.

    Der
    Wirkungsgrad einer (geschmierten) Rollenkette ist erstaunlich hoch, das
    merkst du wenn du mit dem Fahrrad unterwegs bist, bewegt sich so um
    97%. Das ist wesentlich besser als mehrere Zahnräder in Reihe, da hat
    jede Zahnpaarung 95% und das summiert sich, bei vier Zahnrädern
    hintereinander (3 Zahnpaarungen) sind das noch 85%Wirkungsgrad!


    Das
    Problem bei der Kette ist die richtige Spannung, die sollte nicht zu
    locker sein (Lärm) aber auch nicht zu straff (Lagerbelastung). Also
    gehts nur mit richtigem Radabstand oder einem zusätzlichen festen
    Spannrad. Eine Kette sollte auch nicht zu schnell laufen. Ansonsten
    spricht (siehe Köf) nichts gegen eine Kette, ausser dass die
    Konstruktion aufwändig ist. Ich habs auch schon mal in Erwägung gezogen
    aber mangels günstiger, feiner Ketten und wegen dem relativ grossen
    Aufwand wieder aufgegeben.


    Bin wieder beim bewährten und
    günstigen gespritzten Delrin- Zahnrad gelandet, die gibts in praktisch
    allen Zähnezahlen in Modul 0.5 und mit 3mm Zahnbreite, die halten
    einiges aus (erhältlich z.B. bei GHW oder mit weniger Auswahl dafür
    teurer bei Conrad, Links auf meiner Homepage). Und wenns noch kräftiger
    werden soll gibts die auch in Modul 1. Zahnräder die ihre Kraft auf
    Achsen übertragen verwende ich aus Messing oder Stahl, beim Delrin
    halten die Stellschrauben oder allfällige Pressverbindungen nicht gut
    genug, zudem gibt der Kunststoff mit der Zeit nach und die Verbindung
    wird locker. Aber als Zwischenräder sind die super geeignet.


    Gruss Hans


    ----------------------


    Beitrag Uhde:
    Hallo,
    vielleicht noch mal zur Ergänzung:
    man muß unterscheiden zwischen den Motorgeräuschen und den Getriebegräuschen.
    zu Motoren:
    einfache
    (billige) Motoren mit 3 pol. Eisenanker sind eheblich lauter als
    Motoren mit 5 pol. Anker - während hochpolige Motoren (leider teuer) mit
    eisenlosem Anker fast gräuschlos sind. (Lagergräusche bleiben immer)


    zu Getriebe:
    Zur
    Ehrenrettung der Schnecke sei gesagt, dass sie am leisesten ist, da sie
    Eingriffe in den Zähne gleitend und fast ohne Vibration sind.


    Die
    Zähne von Stirnradgetriebe wälzen nicht optimal ab und erzeugen also
    Vibrationen - also Gräusche- entsprechen der Drehfrequenz. Diese
    Vibrtion kann durch optimale Zahngeometrie (teure Verzahnung) minimiert
    werden - weg geht sie nicht.


    zu Baugröße:


    Schneckengetriebe
    sind nicht die kleinsten; die Schnecke liegt am Umfang des Großrades,
    somit addiert sich die Bauhöhe aus Großradduchmesser plus
    Schneckendurchmesser.


    Kegelradgetriebe haben nur die Bauhöhe des
    Großrades (auf der Radsatzwelle); dafür ist die Länge (in
    Loklängsrichtung) Großraddurchmesser plus Kegelraddicke mit Bund /
    Flansch.


    Stirnadgetriebe bauen dafür sehr schmal - benötigen aber in Längrichtung immer 2 Zahnraddurchmesser.


    Einbauverhältnisse:
    es gibt nicht DIE optimale Lösung. Jedes Lokprojekt stellt andere Anforderungen an
    den Antrieb.
    Dampfloks
    mit großen Speichenrädern und Durchblick sehen mit Stirnradgetrieben
    nicht so toll aus (wie Märklin-Tinplate) - können aber mit Schnecke oder
    Kegelrad vernünftig versorgt werden.
    Ob man Riemen oder Kette als
    Primärtrieb noch dazumimmt - oder eine längere Welle zwischen Motor /
    Getriebemotor und Winkelgetriebe muß die Einbausituation und bestimmen.


    Loks
    mit Scheibenrädern - meist mit kleinen, schnellaufenden Rädern- sind
    mit Stirnrädern am Radkörper gut bedient. Hier sieht man das Zahnrad
    nicht.


    Also: nix is perfeckt
    Grüße,
    Reinhart


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    Hallo Techniker,


    ich will hier mal den neu begonnenen Beitragsbaum aus dem Schnelli-Forum weiter fortführen.


    Es ging mir um die Grundsatzfrage, welche Vor- und Nachteile Schneckenradgetriebe gegenüber Stirnradgetriebe haben und warum die meisten Profis zu den nicht-selbsthemmenden Getrieben tendieren.
    Im Speziellen geht es mir um das Problem, wenn der Motor aus Platzgründen in Längsrichtung verbaut werden muss (z.B. in Dampfloks) und man somit mit der Kraft 'um die Ecke' muss
    .


    Nachfolgend will ich die Erkenntnisse speziell von Reinhart (Uhde) und Hans (spur0hans) nochmals aufführen, um
    1. dieses geballte Wissen nicht untergehen zu lassen und
    2. damit wir hier mit den Fakten weiterarbeiten können.


    Die restlichen Beiträge sind natürlich auch sehr informativ (nochmals einen herzlichen Dank an alle Mitwirkenden), jedoch würde dies den Rahmen hier sprengen, alles zu übernehmen.


    Gruß Ralf


    Edit: Vielen Dank an Hans, Reinhart und Jürgen (der noergler) für
    die Erlaubnis, die Beiträge hier nochmals wiederzugeben! :thumbup:


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    Beitrag der noergler:
    Hallo Ralf


    Schau mal da rein
    http://www.spur0hans.ch/berechnung.html
    und dann auf das Excel - Programm


    Vielleicht hilft dies Dir weiter


    Gruß
    Jürgen


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    Beitrag Uhde:
    Hallo Jürgen( S) und Mitleser,
    das Thema sollte eigentlich hinreichend beleuchtet sein.
    Dennoch meine Empfehlung:
    1. soviele Achsen antreiben wie möglich, denn nur das Reibungsgewicht zählt (nur der Gewichtsanteil zählt, der auf den angetriebenen Achsen ruht).


    2. rechne nur mit einem Reibkoeffizienten von 15% d.h. nur 15% des Reibungsgewichtes kann als Zugkraft erzielt werden ( es sei denn man hat rostige Schienen oder Haftreifen)
    Jürgen, deine Messungen bestätigen dies - wird deutlich, wenn du die angetriebenen Achsen angibts in der alten Formel 2/4 (angetr. Achszahl / ges. Achszahl).


    3. unnötiges Nicht-Reibungsgewicht muß nur mitgeschleppt werden und ist an Steigungen kontraproduktiv.


    4. Für Maßstabsfreaks: der Maßstab ist 1/45 und wird in der 3 Potenz vom Original runtergerechnet (Länge x Breite x Höhe) ergibt 91125 . D.h. je Tonne Originalgewicht darf das Modell eigentlich nur 0,010973 kg wiegen. (bei einer 40to-C-Lok sind das 439 gramm!!! mal 15% ergibt 66g Zugkraft.


    5. Scheneckenantriebe haben wirklich nur 50% Wirkungsgrad - es sei denn man hat mehrgängige oder Schraubenräder.


    6. Ich bevorzuge die langsamlaufenden Kegelräder auf der Lok-Achse mit wenig Reibung und Geräusch und überlasse den Getriebebau den Herren / Damen
    bei FH, die können das am besten.
    Ist die Kegelraduntersetzung =1 kann man sagen:
    Zulässiges Drehmoment des Getriebemotors in mNm durch Radhalbmesser in mm ist die mögliche Zugkraft der Achse in N (oder ca. 100g), wenn sie entprechend belastet ist.


    7. Die richtigen Loks haben ein Zugkraftdiagramm, eine Hyperbel. Die max. Zugkraft (Reibungs-Zugkraft) ist im Bereich geringster Geschwindigkeit; sie fällt dann ab zu höheren Geschwindigkeiten.
    Die Lok-Leistung ist Drehkraft mal Drehzahl und hat ihr Maximum meist in der Mitte des Diagramms.


    Ich weiß, ihr wißt das schon allles, aber ich mußte das noch mal loswerden.
    Herzliche Grüße,
    Reinhart


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    Beitrag spur0hans:
    Bin erst durch den Hinweis von Jürgen(N) auf diesen Beitrag gestossen. Hier noch meine Gedanken zu den gemachten Anmerkungen:


    @ Reinhardt: Dein Beitrag ist sehr ausführlich und deckt sich mit meinen Erfahrungen/ Gedanken.


    @ Lok-Manufaktur: Deine eingangs gemachten Betrachtungen stimmen im Grossen und Ganzen. Ob man eine Lok schieben können sollte oder nicht ist eine Glaubensfrage und kommt denke ich noch aus der Analogzeit, wo eine Lok schön auslaufen sollte und das machte sie mit einem Schneckenantrieb halt nicht. In der Digitalzeit gibts dafür elektronische Verzögerungesrampen die eingestellt werden können.
    Zu den Getriebe Verlusten: Ein normales Stirnzahnrad-Paar hat einen typischen Verlust von 3 - 5%. Industrie Schneckengetriebe beginnen bei 15% bei kleinen Untersetzungen und sind schon bei Untersetzungen um 30 bei runden 25% Verlust. Aber da sprechen wir von Industriegetrieben, mit definierter Rollenlagerung, perfekt eingestellten Achsabständen, hochwertig geschliffener Schnecken, raffinierter Verzahnungen und in speziellen Fliessfetten oder im Ölbad laufend. Was wir in Modellen antreffen ist das pure Gegenteil, deshalb die miserablen Wirkungsgrade von 50% und schlechter. Ist halt so und lässt sich nicht weg diskutieren.
    Zahnriemen haben typisch einen guten Wirkungsgrad, verursachen aber im Modellmassstab durch die kleinen Umschlingungsradien grosse Walkkräfte (gleich bremsende Wirkung) und hohe Zugspannungen auf die meist schwachen Lagerstellen. Ich bin davon wieder abgekommen.


    @ Jürgen(S): Der Unterschied zwischen eisenlosen Motoren (Faulhaber) und solchen mit Eisen im Rotor (Bühler, Japaner etc.) ist das sogenannte Rastmoment. Das entsteht wenn sich die Kanten der Magnete mit den Kanten des Eisenrotors treffen. Grössere, teure Industriemotoren haben deshalb schräg genutete Rotoren, ähnlich der Schrägverzahnung von Stirnrädern um diese Effekt zu vermeiden. Das Rastmoment zeigt sich jedoch in voller Auswirkung nur im stromlosen Zustand, wird der Motor bestromt so verliert sich dieses Phänomen weitgehend, das Rastmoment wirkt also nur im stromlosen Zustand bremsend. Allerdings laufen generell 5-polige Rotoren ruhiger als 3-polige und sind vorzuziehen. Auf die Leistung hat das Rastmoment absolut keinen Einfluss, ein Bühler mit 5 Watt ist an der Abriebswelle gleich stark wie ein Fauli mit 5 Watt, hat allerdings eine höhere Stromaufnahme wegen der zusätzlichen Verluste im Eisenrotor.


    @ alle: Betreffend Lärm kann ich mich nur Reinhardt anschliessen, je niedriger die Drehzahl an unseren selbstgebauten Untersetzungen desto ruhiger. Die Drehzahl von 10000 Upm auf 200 bringt ein geschlossenes Präzisionsgetriebe von FH viel ruhiger hin. Aber das hat dafür auch seinen Preis.
    Und da bin ich bei der Gegenüberstellung Schneckengetriebe zu Stirnradgetriebe betreffend Lärm. Theoretisch sollte die Schnecke ruhiger sein, aber da kommen Details wie schlechter Rundlauf der Räder, Resonanzen der Gehäuse, mangelnde Schmierung (das bisschen Fett das wir da hinbringen ist meist nach wenigen Umdrehungen überall im Modell, nur nicht mehr an der Verzahnung), mit Spiel behaftete Lagerungen etc. zusammen, die vor allem bei den Metallrädern der Schneckenantriebe unvorteilhaft auftreten. Deshalb versuche ich das Problem Lärm mit Stirnradpaarungen Stahl- Kunststoffräder anzugehen, das hat sich bewährt und was wichtig ist, die Verzahnung braucht so keine Schmierung! Auch langsam laufende Motoren tragen wesentlich zur Laufruhe bei, es ist ein grosser Unterschied ob die erste Zahnradstufe mit 10000 Upm oder 5000 angetrieben wird.
    Kegelräder wie sie Reinhardt einsetzt um um die Ecke zu kommen sind nur was für relativ langsame Drehzahlen. Bei der "Präzision" die wir in Modellen hinbekommen sind das schon bei 5000 UPM richtige "Sirenen" und deshalb untauglich.
    Dann gibts noch die Kronenrad Getriebe, praktisch ein Stirnradgetriebe das um die Ecke geht. Die werden in den "Slot Cars" gerne verwendet. Aber auch diese Zahnräder sind äusserst lärmig wenn sie schnell laufend eingesetzt werden. Das typische "Pfeifen" der Slot-Cars entsteht durch die Kronenräder.


    Zusammenfassend stelle ich fest: Um die Ecke kommt man am günstigsten mit Schneckengetrieben mit all den erwähnten Nachteilen.
    Teurer, aber verlustarm und ohne Selbsthemmung über Getriebemotoren mit langsam laufenden Kegelradpaaren.
    Ich persönlich verwende jedoch wenn immer möglich quer eingebaute Motoren und Stirnradgetriebe. Motoren bis 4 Watt Leistung von FH gibts dafür in kompakter Bauform, allemal genug Leistung für ein Drehgestell.
    Schneckenantriebe verwende ich nur für billig- Antriebskonzepte.


    Soweit meine Gedanken zum Thema. Weitere Details auf meiner Homepage (http://www.spur0hans.ch - Anmerkung Ralf).


    Gruss Hans


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    Fortsetzung folgt ...

    Hallo im neuen Forum,


    für alle die mich nicht kennen:
    Mein Name ist Ralf Petsche, bin 44 Jahre alt, Softwareentwickler und wohne in der Steiermark (nähe Graz). Ursprünglich bin ich aus Süddeutschland (Neu-Ulm und Ottobeuren) und 2005 aus familiären Gründen nach Österreich übersiedelt.


    In der Jugend machte ich bischen in H0 und Z. Seit 15 Jahren hatte ich aber keinen Platz mehr für eine Anlage. Also habe ich seit dem nur H0 gesammelt. Als ich Anfang 2011 in einem 4x4m-Zimmer endlich eine Anlage aufbauen konnte, hatte ich keine Lust mehr auf H0!! :S
    Vor allem bin ich immer mehr dem Reiz des Eigenbaus verfallen, statt 'nur' Anlagengestaltung zu machen.
    Außerdem war es schon immer mein Wunsch unter anderem meine Lieblingslok die bayerische Gt 2x4/4 (BR 96) mal selbst zu bauen - in Spur I oder II. Aber nur für die Vitrine wäre dies zu schade - Auslauf soll sie dann schon haben.


    Somit habe ich mich entschlossen, meine H0-Pläne nicht mehr weiter zu verfolgen, sondern auf die Selbstbau-Spurweite 0 umzusteigen und meinen Fuhrpark weitgehendst selbst zu bauen. Das 4x4m-Zimmer ist nun Werkstatt.
    Thema ist die K.Bay.Sts.B. - ein Gebauer-Bausatz der bay. Pt 2/3 (BR 70) war nun der Anfang und ist endlich kurz vor der Fertigstellung! :love: :love: :love: Wenn Interesse besteht, kann ich sie ja mal herzeigen.
    Eine bay. Pt 2/4 N habe ich vor kurzem begonnen.


    Schwerpunkt wird bei mir vorerst der Fahrzeugbau sein und später soll der Fuhrpark auch eine eigene Anlage bekommen.


    Ich hoffe ich kann in der Zukunft hier noch viel lernen, so wie bereits im letzten Jahr im Schnelli-Forum.
    Na denn - auf ein gutes und produktives Miteinander!!


    Liebe Grüße aus der Steiermark
    Ralf