Posts by UtzRK

    Hallo Gerhard,


    ist das ganze (alle drei Gleise) eine Fabrik? Dann wäre es total widersinnig, wenn ein Teil des Anschlusses für die Fabrik mehrere Meter höher liegen würde als der andere. Wenn schon, dann müssten alle Gleisanschlüsse der Fabrik höher liegen.

    Überhaupt finde ich es etwas sonderbar, dass das vorderste Industriegleis praktisch von der BW-Einfahrt (und sogar hinter der ersten tatsächlichen BW-Weiche, also praktisch aus dem BW!) abgeht.

    Und welchen Sinn haben die beiden entgegengesetzten Stummelgleise (laut Plan), die nur durch eine Sägefahrt in das Industriegelände erreicht werden können?


    Tschüß

    Utz

    Hallo Djordje,

    wie du in einem anderen Beitrag geplant hast, klebe auch ich meine Gleise und Weichen immer mit Acryl-Dichtstoff aus dem Baumarkt. Ein Strang in der Mitte reicht, um sie fest genug zu halten, und man kann sie jederzeit wieder aus dem Acryl rückstandslos entfernen und den Acrylstrang dann auch vom Unterbau abziehen (wenn er dick genug ist und der Untergrund fest. Auf Styrodur kann es zu einer nervigen Knibbelaktion werden). Bei mir liegen die Gleise allerdings auch Ewigkeiten ohne eingeschottert zu werden (das ist so was von nervig ...). Nach dem Einschottern ist das Acryl nicht mehr zu sehen.

    Bieher hatte ich mit dem Acryl auf keiner meiner Anlagen irgendwelche Probleme.


    Wenn du Ponal zum Einschottern nimmst und dir die Möglichkeit offen halten willst, den Schotter später wieder zu entfernen, solltest du nicht das wasserfeste Ponal nehmen.


    Tschüß

    Utz

    Quote

    Hallo Djordje!


    Spur-0-Bhf-Altomuenster.jpg

    Ich habe hier nochmal den Plan reinkopiert, damit klarer wird, was ich meine.

    1. Zwischen GS und Laderampe kannst du eine Ladestraße annehmen.

    2. an dem langen Stumpfgleis unten kannst du mehrere Anschließer platzieren. Z.B. ein kleines privates Warenlager mit zwei Toren, dahinter eine Molkerei und am Schluss, abgesperrt durch Tor und Zaun, einen Schrottplatz (okay, die Milch wird dann vielleicht etwas rostig sein, aber was soll's :)).

    Mehrere Ladepunkte hintereinander am selben Gleis haben den Vorteil, dass für die Zustellung oder Abholung eines Wagens oft andere vorher verschoben und zwischengelagert werden müssen. Beispiel: Der Schrotthändler bekommt einen O-Wagen mit Altmetall. Nun müssen die Wagen, die am Lager und der Molkerei stehen, erst abgezogen werden, bevor der O-Wagen zugestellt werden kann - vorausgesetzt, einer dieser Wagen wird nicht gerade beladen! Dann muss der O-Wagen zwischendurch irgendwo abgestellt werden und der Vorgang kann erst später stattfinden.

    Oder: Die Wagen fürs Lager müssen an bestimmten Toren stehen. Nun sind sie aber in der Zugreihung nicht in dieser Reihenfolge und auch nicht aneinander platziert. Also umrangieren.

    und so weiter und so weiter ...


    Da du keinen Fiddleyard bzw. Schattenbahnhof in deinem kleinen Raum unterbringen kannst, stellst du die Züge halt einfach auf Gleis 1 auf und rangierst den fertigen Zug wieder auf Gleis 1. Dabei müssen auch nicht alle Waggons aus dem Ursprungszug ein Ziel in deinem Bahnhof finden, trotz Endbahnhof, da sie auf dem Rückweg vielleicht in einen Anschluss müssen, der ohne Umfahrgleis nicht erreichbar ist.


    Und solange du noch keine Gebäude oder sonstige Szenerie hast, kannst du die Industrien einfach durch Kärtchen an den entsprechenden Stellen markieren (und so die Art des Anschlusses auch jederzeit ändern). Überhaupt passen bei dir vor dem unteren Stumpfgleis wohl sowieso keine richtigen Gebäude mehr hin. Aber egal, dadurch hast du ja eigentlich nur noch mehr Freiheiten.

    Ich würde das Gleis übrigens so früh wie möglich abzweigen lassen, damit es so lang wie möglich wird.


    Tschüß

    Utz

    Hallo Achim,


    in Rheinhaven hatte ich eine Steigung von ca. 5% in einer Kurve (R2). Meine V36 von Lenz (meine "größte" Lok) konnte dort mit neun zweiachsigen Waggons leicht hinauf fahren.

    Außerdem, wenn du wirklich eine Steilstrecke darstellen willst, kannst du davon ausgehen, dass entweder spezielle Steilstreckenloks zum Einsatz kommen oder in Doppeltraktion bzw mit Schublok gefahren wird. Das kann sehr reizvoll sein, wenn diese Lok z.B. nur in der Bergauffahrt genutzt werden und dann in den Ursprungs-(Schatten-)bahnhof leer zurückkehren muss. Wenn der Zug jetzt für die eine Zuglock auf der Bergabfahrt zu schwer sein dürfte, muss er evtl. geteilt werden, d.h. erst wird eine Hälfte die Steigung hinab gefahren und dann die zweite. Alles zusätzliche Rangiermanöver, die die große Bahn natürlich hassen würde, die uns Modellbahnern aber Spaß machen (sollten).

    Genausogut kannst du natürlich (da du ja einen Kreis haben willst) den Doppeltraktionszug einfach im Kreis fahren lassen.


    Aber was den realistischen Punkt-zu-Punkt-Verkehr angeht, so brauchst du ja bloß eine der Verbindungen zwischen deinen Bahnhofen "stilllegen", also einfach nicht befahren, dann hast du den auch. Wobei es praktisch wäre, wenn der Verlauf der stillgelegten Strecke nicht in Gänze einzusehen wäre. (Das fände ich sowieso besser, weil mir bei solchen Kreisverkehranlagen immer der Gedanke "Märklin-Anfangspackung" in den Kopf kommt :))


    Tschüß

    Utz

    Hallo Achim,


    bei deinem Plan in #10 stehen beide Bahnhofsgebäude vor den Gleisen - hier könnte es zu Problemen mit dem Abkuppeln kommen, wenn die Lok keine ferngesteuerte Kupplung hat oder wenn zwei Waggons voneinander getrennt werden sollen.

    Außerdem stellt sich mir die Frage: brauchst du im zweiten Bahnhof wirklich ein Umfahrgleis oder wäre hier ein einfaches Stumpfgleis zu einem Anschließer nicht rangierintensiver? Oder ein hinter einer Kulisse verschwindendes Stumpfleis als zumindest eingleisiger Schattenbahnhof (das hatte ich mit zwei Gleisen in meinem Rheinhaven so gemacht), aus dem während des Betriebs mal ein neuer Zug erscheinen bzw. ein abgefertigter verschwinden kann (sonst hast du ja keine Möglichkeit, ganze Züge neu in das Geschehen hinein zu bringen und könntest immer nur die selben zwei, maximal drei - dann wirds schon eng - Züge fahren lassen und einzelne Waggons über die Kassetten austauschen).


    Tschüß

    Utz

    Hallo Djordje!


    Ich habe bei Rheinhaven zwei Methoden der Segmentübergänge ausprobiert: Schrauben, auf die die letzten Millimeter der Schienen aufgelötet wurden - ging so, ist aber in Kurven problematisch, da kann sich was verziehen - und verschiebbare Schienenverbinder. Die Enden der Gleise waren nicht besonders fixiert, durch die Schienenverbinder, die ich beim Trennen einfach auf einer der beiden Seiten so weit auf die Schienen schieben kann, dass sie die Verbindung frei geben, sind sie aber problemlos im Übergang/Betrieb. Das gleiche Verfahren habe ich auch auf meiner aktuellen HO/0e-Anlage benutzt und es hat den Umzug gut überstanden. Das einzige Problem ist ein optisches: ich musste die Schwellen unter dem Bereich, in dem die Verbinder verschoben werden müssen, entfernen. Am Ende (so weit war ich noch nicht mit der Ausgestaltung) werde ich Dummy-Schwellen darunter schieben, aber beim genauen Hinsehen (und anscheind guckt hier fast jeder sich Anlagen mit der Lupe an, wenn ich an die Diskussionen zum Gleismaterial (sprich: Befestigung der Schienen) denke) sieht man natürlich die Trickserei.


    Tschüß

    Utz

    Hallo Achim,


    ich habe mir für Rheinhaven damals auch einfache Kassetten selbst gebastelt, und da ich handwerklich nicht so begabt bin, einfach ein Sperrholzbrett genommen, ein gerades Gleis draufgeklebt und das Brett auf beiden Seiten mit Leisten gesichert. Fertig. Stromanschluss gab es dann durch zwei Laschen aus Kupferblech, die beim Einsetzen der Kassette gegen zwei gleiche Laschen gedrückt wurden. Platz war für drei Waggons.

    Ganze Züge in Kassetten halte ich für problematisch, weil wegen der Länge und des Gewichts schlecht zu transportieren. Außerdem arbeiten die Briten auch mit einzelnen verschiebbaren Kassetten auf einer größeren Fläche für jeweils einzelne Waggons oder Loks.

    Bild 1 ist die in die Anlage eingesetzte Kassette, Bild 2 eine Kassette allein und Bild 3 meine "Nicht-Kassette", die szenisch gestaltet werden kann als Abschluss des Kassettengleises.



    Tschüß

    Utz

    Hallo Robert!


    Ah, wirklich eine schöne, gemütliche Point-to-Point-Strecke! Da kann ich mir gut vorstellen, wie du in Ruhe einen angenehmen Nebenbahnverkehr betreiben kannst. Und trotzdem gibt es genug Möglichkeiten zum Rangieren, wenn dir der Sinn danach steht (und du nicht gerade ein weiteres Stück deiner Anlage verschönerst, was du wirklich toll machst!).

    Danke für die Vorstellung!


    Tschüß

    Utz

    Hallo Thomas, Null-Problemo und Roland,


    ich sehe das anders. Wie Thomas erklärte, will er einen Eilzug mit einem Nahverkehrszug kreuzen lassen. Ich kann mir schon vorstellen, dass der Eilzug hier endet und dass die Passagiere einen Nahverkehrszug besteigen, um die Bahnhöfe, in denen der Eilzug nicht gehalten hat, zu erreichen. Das kann manchmal sinnvoller sein als direkt einen Nahverkehrszug zu nehmen (wenn die Züge entsprechend aufeinander abgestimmt sind). Außerdem besteht noch die Möglichkeit, dass etwas außerhalb des Bahnhofs eine Nebenstrecke abzweigt, so dass eine Zugkreuzung auch hier Sinn macht (im Prinzip haben wir dann natürlich einen Spitzkehrbahnhof, der nur als solcher zunächst nicht erkennbar ist).

    Um Platz zu sparen und evtl. noch ein Aufstellgleis zu ermöglichen, könntest du, Thomas, auf den Hausbahnsteig verzichten und beide Züge vom Inselbahnsteig besteigen lassen. Das würde auch ein wenig mehr Aufmerksamkeit für die Reihenfolge der ein- und ausfahrenden Züge bedingen, damit die Passagiere, die Gleis 1 zum Inselbahnsteig oder zurück überqueren, nicht gefährdet werden.


    Tschüß

    Utz

    Hallo Roland,


    deine Tests sind nur Kurzzeit-Test, die "Eindrücke" entstehen aber über die Zeit. Ich hatte in Rheinhaven über einen längeren Zeitraum mehrere Schuco-LKWs auf Trittschalldämmung (das war mein Hafenkai-Untergrund) stehen, die Räder drückten sich mit der Zeit sichtbar tief ein, obwohl die LKWs relativ leicht sind.


    Tschüß
    Utz

    Hallo Nuller.


    Wie oft haben wir schon die Entscheidung treffen müssen, welche Industrie wollen wir darstellen? Möchten wir G-Waggons dorthin fahren, oder O-Waggons? Kesselwagen? Langholzwagen? oder, oder, oder ...


    Mein Vorschlag: Die universelle Industrie.


    In den USA hat man es einfach: Da, wo sich zwei der privaten Bahngesellschaften treffen, entsteht ein sogenannter Interchange: Die Gesellschaften tauschen Waggons aus (da nicht alle Gesellschaften die selben Städte anfahren können). Jede Art von Waggon.


    Wir hier müssen tricksen (mir kam die Idee in Zusammenhang mit DetlevHHs Thread in der Anlagenplanung): Ein Anschluss am vorderen Ende der Anlage, der nur einen Fabrikhof als Gestaltungselement aufweist. Die eigentliche Fabrik ist da, wo wir stehen. Und die kann dann an einem Tag eine Maschinenfabrik, am nächsten eine Großbäckerei, am dritten eine Mühle und so weiter und so weiter ... sein.


    Keine Wahl der Qual mehr. Jeder der viel zu vielen Waggons, die wir gesammelt haben, kann dorthin unterwegs sein.


    Danke für eure Aufmerksamkeit und tschüß
    Utz

    Hallo alle zusammen,


    hier haben wir dann mal wieder die Frage: Wie realistisch muss meine Anlage sein?
    Zunächst einmal: MUSS gar nicht. Die Modellbahn ist ein Spielzeug und damit kann man machen, was man will (auch auseinander nehmen und hinterher nicht mehr zusammengebaut bekommen, selbst wenn das die Eltern auf die Palme bringt :D ).
    Eine rein realistische Modellbahn (soweit das überhaupt möglich ist) wäre stinklangweilig. Eine halbe Stunde oder länger einem Zug dabei zusehen, wie er durch die Landschaft fährt ... na ja, Aquarium lässt grüßen (außer für Freunde des gepflegten Zuschauens - oh, hier werde ich ja schon wieder sarkastisch! :( ) Außerdem braucht man ein Fußballfeld dafür (die Turnhalle reicht dann schon nicht mehr). Denn die Entfernungen zwischen Betriebsstellen und die wirkliche Länge eines Bahnhofs können wir in unseren Räumen nicht erreichen (außer man besitzt eine Tardis - Dr. Who lässt grüßen). Im Prinzip ist jede Modellbahn eine Karikatur der Realität. PUNKT!


    Wie realistisch eine Modellbahn ANMUTEN soll, ist eine ganz andere Frage. Hier muss (wirklich MUSS) der Einzelne entscheiden, was ihm wichtig ist. Mehr Spielspaß oder mehr Realität (beides schließt sich meist gegenseitig in gewissem Rahmen aus).


    Detlev! Wenn es dir darum geht, möglichst viel Spaß am Spielen (Rangieren etc.) zu haben, dann realisiere deinen letzten Entwurf. Wenn die Anlage auch "schön" (für andere? Nur für andere?) sein soll, dann würde ich den Vorschlägen dieser Anderen folgen. Aber vergiss nicht, die Anlage steht in deinem Raum und sollte dich glücklich machen, nicht die anderen hier im Forum.


    Ein paar Kompromissvorschläge (jetzt doch :) ): Wenn du das Güterschuppengleis etwas schräg legst, so dass der Güterschuppen ganz am hinteren Rand zu liegen kommt, wird der Bahnsteig breiter.
    Und wenn du Kopf-/Seitenrampe gegen den Lagerschuppen tauschst, dann funktioniert auch der Lagerschuppen. Du kannst aber statt Lagerschuppen auch z.B. eine Rübenverladung (oder Verladung anderer landwirtschaftlicher Güter, die nicht lange gelagert werden sollen) vorsehen (braucht weniger Platz, kann auch auf der Ladestrasse gemacht werden) oder - immer wieder gern gesehen, weil man sich da mit der Detaillierung richtig austoben kann) einen Schrotthandel (dann sollte die zweite Ladestraße aber mit einbezogen werden). Oder einen Fabrikhof (durch Mauer oder wenigstens Zaun von den anderen Anlagen abgetrennt) und die Fabrik ist angenommenerweise vor der Anlage. Es gibt also auch bei wenig Platz immer noch genug Gestaltungsmöglichkeiten.


    Also, Detlev, frage dich vor allem, was willst du! Nicht was wollen wir anderen hier - das können wir schließlich selber bauen (oder auch nicht) ;) .


    Tschüß
    Utz

    Hallo Djordje,



    eben keine Bühne! Das wird mir alles zu wuchtig, auch wenn man damit die Modelle besonders schön hervorheben kann. Mir schwebt nur eine schlichte, abgehängte Deckenbeleuchtung vor, z.B. je langer Seite zwei LED-Panele a 120x30cm auf ca. 2,10m Höhe. Das sollte doch ausreichen für gutes Licht in dem Zimmer?


    Dann mach es so wie Dieter, der hat von der Decke hängende Aluleisten (glaube ich) und an denen die LED-Steifen. Bei nur einem Paneel von 1,20m auf 4m Länge könnten die Ränder dunkler sein als die Mitte, da LEDs nicht unbedingt Licht in alle Richtungen abstrahlen. Da müsstest du dann die passenden Paneele finden.


    Tschüß
    Utz

    Hallo Lothar!


    Ja, wenn man "realistisch" rangieren will, dann kann man auch mit so einer sehr frugalen Anlage viel Spaß haben (alle kursiven Aktivitäten werden nur virtuell durchgespielt, d.h. man wartet so lange, wie sie in Wirklichkeit dauern würden) :
    Alle Weichen handbedient.
    Der Rangierer fährt auf der Lok mit.
    Aus dem Anschluss soll ein Waggon abgeholt und zwei zugestellt werden. Waggon A oben und Waggon B unten hinter dem dort stehenden (und wieder dorthin zu rangierenden) Waggon C. Waggon D , der abgeholt werden muss, steht oben.
    Zug fährt ein, Rangierer verlässt Lok und kuppelt sie vom Zug ab (wir nehmen jetzt mal an, dass die zuzustellenden Waggons direkt hinter der Lok hängen). Rangierer setzt mehrere Feststellbremsen am Zug (oder nur eine, wenn der Zug kurz ist), damit Zug nicht wegrollt (SICHERHEIT!).
    Lok fährt zum Werkstor vor, Rangierer betritt Werksgelände, um die Papiere abzuliefern bzw. abzuholen und die Erlaubnis, das Werkstor für die Lok zu öffnen.
    Rangierer kehrt zum Werktstor zurück und öffnet es.
    Rangierer stellt Werksweiche auf Abzweig und steigt auf Lok, Lok fährt zu Waggon D. Rangierer steigt von Lok, löst Bremse des Waggon D und kuppelt ihn an (evtl. muss noch die Bremsleitung verbunden und eine Bremsprobe gemacht werden).
    Lok zieht zurück hinter die Werksweiche, Rangierer stellt Weiche um, Lok zieht vor zu Waggon C.
    Rangierer löst Bremse von Waggon C und kuppelt ihn an (Bremse?).
    Rangierer geht zu Lok und besteigt sie (oder, wenn der Weg nur kurz ist, geht zu Weiche 2 der Umfahrung). Lok zieht zurück bis vor Weiche 2. Rangier stellt Weiche 2 auf Abzweig um.
    Zug zieht zurück bis vor Weiche 1, Rangierer stellt sie auf Abzweig um, Lok zieht zurück bis hinter die Weiche, Rangierer stellt sie auf gerade um.
    Lok fährt vor zum Zug, Rangierer folgt und kuppelt Zug an, löst Feststellbremsen (Zugbremse testen?). Rangierer geht zu Weiche 2 und stellt sie auf gerade um, geht weiter zum Werksgelände. Lok schiebt Zug mit Waggon B am jetzigen Ende ins Werk. Rangierer geht zu Waggon B (oder fährt mit) und kuppelt ihn ab, setzt Bremse von B.
    Lok zieht zurück bis hinter Werksweiche, Rangierer stellt Weiche um, Lok schiebt mit Waggon A am Ende in das obere Gleis. Rangierer geht zu Waggon A, kuppelt ihn ab, setzt Bremse.
    Rangierer besteigt letzten Waggon, Lok zieht zurück bis der letzte Waggon hinter Weiche 2 steht. Rangierer stellt Weiche 2 auf Abzweig.
    Rangierer geht zurück zu Waggon C, kuppelt ihn ab vom Zug, setzt Feststellbremsen und besteigt Waggon C.
    Lok zieht zurück bis vor Weiche 1, Rangierer steigt von Waggon C ab, stellt Weiche auf Abzweig und besteigt Waggon C wieder.
    Lok schiebt Waggon C bis an Waggon B (im Werksgelände), Rangierer steigt ab, kuppelt Waggon C ab, setzt Feststellbremse und geht zum Werkstor.
    Lok zieht vor das Werkstor zurück. Rangierer schließt Werkstor, geht zu Weiche 2. Lok zieht hinter Weiche 2 zurück, Rangierer stellt Weiche 2 auf gerade (Normalstellung) und steigt auf Lok.
    Lok zieht hinter Weiche 1 zurück, Rangierer steigt ab, stellt Weiche 1 auf gerade, besteigt Lok.
    Lok fährt vor an Zug, Rangierer steigt ab, kuppelt Zug an, löst Feststellbremsen. Bremsprobe. Rangierer steigt auf Lok.
    Fertig.


    Allein schon an der Zeit, die man zum Lesen braucht, sieht man, wie lange das dauert. Wenn man jetzt die Zeiten, die der Rangierer für seine Tätigkeiten benötigt, einigermaßen realistisch dazu gibt, kann man schon eine halbe Stunde oder sogar mehr mit dieser Aufgabe verbringen.
    Auch zu zweit kann man das Spiel durchführen, wenn einer Lokführer und der andere Rangierer ist, der dem Lokführer die Anweisungen (theoretisch über Funk) gibt.
    Bei einigen US-Modellbahnern habe ich auch gesehen, dass der Lokführer die ganze Zeit bei der Lok bleibt und der Rangierer ihm genaue Anweisungen gibt, wie weit er noch zu fahren hat: Zwei Waggonlängen, eine Waggonlänge, halbe Waggonlänge, 3 Meter, 2 Meter, 1 Meter. Der Lokführer muss sich dann ganz auf die Angaben des Rangierers verlassen um sanft ankuppeln zu können. Das dürfte spannend sein (und sicherlich oft genug nicht klappen :) )


    Tschüß
    Utz

    Hallo Djordje!

    Bei der Beleuchtung habe ich tatsächlich auch schon Idee. Aber ich werde mich dennoch mal durch das Forum wühlen. Einen geschlossenen Kasten bzw. Lichtmodul über dem Modul mit versteckten Leuchtstoffröhren, etc. kommt dagegen für mich nicht in Frage. Das mag zwar die Modelle besonders schön hervorheben, aber das wird mir dann alles viel zu wuchtig in dem Raum. Ich möchte eine Beleuchtung mit Eleganz! :D Klingt jetzt ein bisschen übertrieben, aber hey ich schwitze ordentlich für das Eisenbahnzimmer. Da muss dann schon auch was für das Auge rausspringen.


    Hast du eigentlich vor, der Anlage einen oberen Abschluss zu gönnen und somit eine Art Bühne zu bilden? Dann kannst du am vorderen Rand dieses Abschlusses einfache LED-Streifen (verdeckt!) anbringen, die auch noch in der Farbe gesteuert werden können. Die kosten bei ebay nicht viel (okay, die werden in China gefertigt, aber was wird das heute nicht?) und die machen wirklich helles und gleichmäßiges Licht (das auch gedimmt werden kann).


    Ich hatte das in meinem Haus (habe leider keine Aufnahmen davon) und Dieter macht es ähnlich über seiner Wasserburg-Anlage in Dülken.


    Tschüß
    Utz

    Hallo Eddie,


    ich hatte dir ja die Frage gestellt, was dich am meisten interessiert, und du nanntes gemischen Betrieb.
    Bei all den Vorschlägen hier ging es fast ausschließlich um die (Gleis-)Gestaltung, weniger oder gar nicht darum, was du darauf für einen Betrieb abwickeln kannst.


    Personenzüge in so einem kleinen Bahnhof sind schön und gut, aber so ziemlich das einzige, was du damit machen kannst ist: Reinfahren, Lok abkuppeln, Zug umfahren, Ankoppeln, Rausfahren. Und das wiederholt sich wieder und wieder und wieder.
    Ein ganz klein bisschen Auflockerung würde der Besuch einer Bekohlung bringen, aber das ist auch nur Lok nach Zug umfahren zur Bekohlung und zurück aus der Bekohlung zum Zug.


    Bei Triebwagen gibt es noch weniger zu tun: Reinfahren, Rausfahren, Ende ...


    Ein wenig mehr Abwechslung bingt ein GMP oder PMG, wo auch ein paar Güterwagen zu rangieren sind. Das wird aber schon schwierig, wenn die nicht an der richtigen Stelle im Zug eingereiht sind. Denn dann steht auf einmal der Personenteil des Zuges im Weg und muss notfalls auf die Strecke rausgeschoben werden. Okay, das wäre dann natürlich auch wieder etwas mehr Betrieb.


    Ein Industriegebiet bringt mehr Spielmöglichkeiten: Eine Rangierlok (Privatlok?) zieht die Waggons von den verschiedenen (möglichst vielen!) Ladestellen ab und stellt sie für die Übergabe an die DB, DR oder sonstwas zusammen. Das bedeutet mehrere Rangiervorgänge, evtl. auch Umfahrungen, wenn die Ladestellen nicht alle in die selbe Richtung liegen.
    Dann kommt die Übergabe vom Bahnhof (gern auch geschoben, um eine Umfahrung zu vermeiden), tauscht ihren Zug gegen den von der Rangierlok zusammengestellten aus, verlässt das Industriegebiet Richtung Bahnhof wieder.
    Jetzt ist die Rangierlok wieder dran und verteilt die Waggons an die Ladestellen.
    Evtl. gibt es mehrere verschiedene Ladestellen hintereinander oder bestimmte Waggons dürfen nur an bestimmten Stellen be-/entladen werden. Dann muss erst umrangiert werden oder Waggons müssen warten, bis andere an derselben Ladestelle abgefertigt sind, bevor sie zugestellt werden können.


    Für einen eventuellen Personenverkehr (der wurde für ein Industriegebiet ja auch schon vorgeschlagen) reicht ein einfacher Schüttbahnsteig am Rand des Industriegebietes (am besten an einem Gleis, das auch anderwertig verwendet wird, z.B. dem Umfahrgleis). Hier kommt ein Schienenbus oder eine Wendezuggarnitur (gab es auch schon zu Zeiten von Dampfloks) zum Einsatz.


    Eddie, überlege dir vielleicht erst einmal in Ruhe, wie dein Betrieb aussehen soll. Spiele in Gedanken, auf Papier oder auf dem Teppich (wenn du genug Gleismaterial hast) einfach die verschiedenen Alternativen durch und wähle die, von der du glaubst, dass sie dir am meisten (und längsten) Spaß macht.


    Denn: Es muss nicht immer Bahnhof sein.


    Tschüß
    Utz

    Hallo Djordje, Tom,
    das Problem mit so einer Schublösung ist nur, dass dann nichts auf dem Tisch bleiben kann, wenn man ihn aus dem Weg haben will. Und wenn die Anlage entsprechend hoch gebaut wird (was ich eigentlich angesichts dessen, dass eine Neunjährige - auch? - damit spielen soll nicht so gut finde), dann kannst du gut einen rollenden Schrank mit Tischplatte darauf benutzen, in dem du dein Bastelmaterial unterbringen kannst und auf dem du deine Arbeiten stehen lässt, wenn du ihn unter die Anlage schiebst.


    Tschüß
    Utz

    Hallo Eddie,


    leider hast du zu deinem Gleisplanentwurf nicht erwähnt, was dich eigentlich am meisten interessiert:
    Personenverkehr, wenn ja, dann unbedingt lokgeführte Züge oder auch Triebwagen?
    Güterverkehr, also das Rangieren von/an Betriebsstellen?
    Bauen (wie es erst vor kurzem jemand genannt hat) von Gebäuden, Szenerie, Loks und Waggons?


    Solltest du dir darüber noch nicht im Klaren sein, dann bau die geplante Anlage doch einfach mal auf dem Fußboden auf und spiele damit. Wenn du auch nach ein, zwei Wochen noch zufrieden bist, dann kannst du anfangen. Ansonsten umplanen bzw. hier nach anderen Ideen fragen.
    Ganz allgemein noch (und da wir hier sowieso nicht mit Superrealismus arbeiten): Du kannst auf eine Umfahrung verzichten, wenn du zwei Loks einsetzt. Die Zuglok und evtl. eine zweite Zuglok oder eine Rangierlok. Damit kannst du nicht nur Platz am Ende der GLeise sondern sogar ganze Gleise (Umsetzgleis) sparen.


    Tschüß
    Utz