Posts by Nick

    Gude Sandra,


    selbstverständlich kannst Du das auch so machen, wie von Dir gezeigt. Allerdings ist bei Deiner Variante das Gleis 3 am Anfang nicht parallel zu Gleis 2 (=5,6° geneigt zur Wand), sondern nach der unmittelbar an die DKW anschließenden 8,4°-Biege dann parallel zu Gleis 2b/Wand.


    Allerdings solltest Du darauf achten, dass der Abstand zwischen Gleis 3 und 4 nicht unnötig groß wird. Der normale Lenz Gleisabstand reicht völlig. Das kommt dem Innenraum zugute.


    Ich habe bei meiner Version die Peco DKW selbst um 3,2° gedreht, so dass Gleis 3 tatsächlich mit einem Gleisstück G1 (45010) parallel zu Gleis 2 beginnt und dann nur noch 5,6° nötig sind um parallel zu Gleis 2b/Wand zu verlaufen. Zwei Gründe haben mich dazu bewogen:
    1) Der Gleisverlauf auch hin zu Gleis 3a ist schlanker.
    2) Wie schon erwähnt, soll die Gleiswaage möglichst nahe hinter dem Grenzzeichen der DKW beginnen (und dazu braucht man die Gerade), damit auch mal mehrere Wagen gemeinsam über die Waage gedrückt werden können, ohne jeden Wagen einzeln zu- und abführen zu müssen. Natürlich nur, falls so etwas überhaupt nachgespielt werden soll. Vielleicht willst Du die Gleiswaage aber auch in einem anderen Gleis unterbringen.



    Du kannst das aber alles nach Deinem Geschmack regeln bzw. wie es für Dich einfacher darstellbar ist. Ich biete nur Vorschläge an.

    Ach Dirk,


    das wurde doch schon früher erwähnt. Gegenüber des Fähranlegers ist nichts als das Hafenbecken, in der Modellbahnrealität schlicht der Zugang zum Innenraum. Den engen Bogen der Bahnhofsausfahrt gibt es doch in Wirklichkeit genau so wenig wie die drei Abstellgleise für die Zuggarnituren. In natura ginge es doch nach der Bahnhofsausfahrt ziemlich geradeaus. Wie auf allen anderen Anlagen mit diesen Radien ist das doch nur eine den engen Platzverhältnissen geschuldete modellbahnerische Krücke. Fantasie ist gefragt.
    Und wenn die Eisenbahn schon so einen engen Radius fahren kann, dann kann das die Fähre auch und biegt nach dem Ablegen sofort eng nach links ab zur Tür hinaus. Und da gibt es dann tatsächlich eine Klappbrücke.

    Gude Sandra,


    nachdem in diesem Thread Ruhe eingekehrt ist (wahrscheinlich bist Du kräftig am bauen), mir die Entwicklung aber ausgesprochen gut gefällt, habe ich in einer ruhigen Stunde noch einmal einen Gleisplanvorschlag nahe an Deiner letzten Planung ersonnen. Diesmal mit Nummern an den Gleisen und Weichen, den nötigsten Signalen und den entsprechenden Grundstellungen von Weichen.



    Da Du die Weichen wahrscheinlich ferngestellt betreiben willst (gemäß Epoche III simuliert mechanisch), sind natürlich bei Zugfahrten die nötigen Sicherungsmaßnahmen einzuplanen (auch hier reicht natürlich eine simulierte Darstellunga aus).
    In diesem sehr kleinen Bahnhof gibt es nur eine Einfahrstraße (nach Gleis 1) und eine Ausfahrstraße (von Gleis 1). Der Fahrdienstleiter kann in begründeten Fällen Ausnahmen zulassen.
    Im Verschlussregister des Stellwerks (entweder separater Bau oder im Empfangsgebäude) sind deswegen bei Zugfahrten alle Weichen, die vom Zug befahren werden (1/3/7/10) oder die Flankenschutz für den Zug bieten (4c/d und 5) in der Grundstellung (+-Zeichen auf Seite der abliegenden Zunge) festzulegen. Ebenso die beiden dem Flankenschutz dienenden Gleissperren.
    Bei ortsgestellten Weichen müssen diese Weichen/Gleissperren mit einem Schloss ausgestattet sein (alle Schlüssel bei Zugfahrten am Schlüsselbrett im Stellwerk).


    Weiche 2 hat zwar keine Schutzfunktion aber dennoch eine Grundstellung, in welcher sie mehrheitlich befahren wird, insbesondere beim Umsetzen von Lokomotiven.
    Flankenschutz für Zugfahrten nach/von Gleis 1 gegegn Gleis 2/2b besteht im Rangierverbot für Rangierabteilungen in diesem Gleis bzw. durch abschließbare Radvorleger für vorübergehend dort abgestellte Wagen.


    Ein Ausfahrsignal ist bei einem solch kleinen Bahnhof an einer Nebenstrecke nicht vorgeschrieben und auch nicht nötig. Ein Einfahrsignal jedoch wegen der erhöhten Rangiertätigkeit im Bahnhof angebracht. Dort steht dann auch der Geschwindigkeitsanzeiger Zs3 für die Einfahrt in ein Stumpfgleis. Am Ende des Gleises 1b steht dann eine Sh2 Scheibe (wegen der Übersichtlichkeit nicht eingezeichnet).
    Ans Ende aller anderen Stumpfgleise gehört eine Sh0-Scheibe (ebenfalls nich eingezeichnet).


    Unmittelbar hinter dem Grenzzeichen von Weiche 10 steht die Rangierhalttafel Ra10.
    Fahrten zum Hafen sind normale Rangierfahrten, weil sie noch innerhalb des Bahnhofs abzweigen (Bahnhofsgrenze ist das Esig).


    Weiche 10 hat nur im Modell eine Sonderstellung, da sie zu den "virtuellen" Gleisen 21-23 führt, welche bei Indoorbetrieb die Strecke nach draußen ersetzen. Ansonsten ist sie lediglich Abzweigweiche zum Hafen.


    Zum Gleisplan im Bahnhof:
    Da Du als Weiche 4 eine schlanke Peco-DKW nutzen willst, passt der Weichenwinkel nicht zum Lenz Gleissystem. Deshalb habe ich zwischen Weiche 2 und 4 ein Stück Flexgleis eingezeichnet, welches mit einer Länge von ca. 22cm und einem Radius von ca. 3200mm den fehlenden 3,25°-Winkel ergänzt. Ebenso ein ca. 32cm langes Flexgleis mit Mindestradius 3800mm zwischen der DKW und Weiche 6.
    Dadurch liegt Gleis 3 nach der DKW wieder parallel zu Gleis 2 (1 Stück Lenz G1), was für die Gleiswaage wichtig ist, da sie im geraden Gleis liegen sollte. Außerdem wird so der unschöne Bauch im Gleis 3 vermieden. Danach führt Gleis 3 mit einem halben R10 und je einem G1 und G2 (oder einem entsprechenden Stück Flexgleis) zur Rampe.


    Der Hafenbereich (hier wären die Weichen wahrscheinlich ortsgestellt) ist zwar noch Zukunftsmusik, aber auch hier habe ich mal Gleis- und Weichenbezeichnungen eingeführt.
    Die Weichen 11/12/13 führen zu den Abstellgleisen und sind "virtuell", da sie das Streckengleis nach draußen ersetzen.
    Weiche 14 hat die Grundstellung zur Ein-Ausfahrt hin und Weiche 15 c/d in Richtung Weiche 14, damit versehentlich aus den Gleisen 25/26 ablaufende Wagen nicht ins Hafenbecken fallen.
    Damit der Abstand von Gleis 23 und 24 nicht unnötig groß wird (jeder Zentimeter Bewegeungsfreiheit im knappen Innenraumm ist wichtig), kann man die die Abzweige in den Verbindungen der Weichen 13/14/15 kürzen. Nebenbei verlängern sich die Nutzlängen in den Gleisen 24/25 dadurch um bis zu 15cm. Gleis 26 sollte dann aus einem Flexgleis bestehen, mit einem dezenten Bogen weg von Weiche 13, um für den nötigen Abstand und Nutzlänge (3 kurze Güterwagen) zu sorgen.


    Eine Umsetzmöglichkeit per Schiebebühne bis nach Gleis 24 halte ich im Interesse einer durchgehenden Kulisse (der händische Zugriff auf die Gleise 21/22 sollte aber uneingeschränkt möglich sein) für überflüssig. Statt dessen könnte man am Ende der Gleise 24/25 eine Spillanlage darstellen (siehe folgendes Foto; diese muss nicht funktionsfähig sein, ist aber eine gute Begründung die Wagen im Modellbetrieb entsprechend händisch zu verschieben). Über Umlenkrollen lassen sich dann Wagen aus den Gleisen 24a/25a/26 in die Gleise 24/25 ziehen. Oder man geht von einem vorhandenen Kleinrangiergerät aus, welches den selben Zweck erfüllt (siehe z.b. das Video zum MINI Rangierer https://www.zagro.de/bahntechnik/videos/#c647 oder insbesondere die Abb. 8/22/23/25 hier:http://www.vbg.de/SharedDocs/M…blob=publicationFile&v=14 .




    Veilleicht hilft Dir die eine oder andere Anregeung weiter.


    PS: Edit hat noch ein paar Fähler korrigiert.

    Gude,


    Sperrfahrten und geschobene Züge sind zwei Paar Schuhe, zumindest bei der DB.
    Sperrfahrten können gezogen oder geschoben sein.


    Die FV 408 vom 1.6.1960 (in Klammern die Werte der FV 408 vom 28.5.1972) schreibt folgende Höchstgeschwindigkeiten vor:
    Gezogene Sperrfahrt 30 km/h (50 km/h).


    Geschobene Züge (auch Sperrfahrten) ohne Steuer- oder Befehlswagen an der Spitze 25 km/h (30 km/h) bei Strecken mit technisch gesicherten Bahnübergängen bzw. 15 km/h (20 km/h) bei technisch ungesicherten Bahnübergängen.


    Zusätzlich ist der vordere Wagen mit einem Betriebsbeamten mit Signalhorn oder Signalpfeife (nur Signalpfeife) und bei Dunkelheit mit einer weiß leuchtenden Laterne zu besetzen. Bei Bahnübergängen ohne technische Sicherung ist zusätzlich eine weithin tönende Glocke mitzuführen (Signalhorn, denn gebimmelt wurde ab 1972 generell nicht mehr).

    Gude Sandra,


    na ja, der Gleisplan von Beitrag 9 sieht etwas anders aus als die Fotos mit dem aufgeklebten Layout. Der Güterschuppen wirkt auf dem Gleisplan wenig überzeugend, weil ohne erkennbare Zufahrt für Lkw.


    Dass du nun auf der Bahnhofseite doch wieder Abstand von der Hafenlage genommen hast war mir nicht klar. Das ist Deine Entscheidung. Mach' Dein Ding!


    Der Hafenkran und die Lagerhauskulisse auf der gegenüberliegenden Seite sind der notwendigen händischen Zugriffsmöglichkeit zum Einsatzbahnhof nicht unbedingt förderlich.

    Gude Sandra,


    da hast Du sehr schnell und sauber gearbeitet. Gratulation!


    Die Bahnhofseinfahrt mit dem Gleis zur Brauerei ist sehr gut gelungen. Es fehlt aber ein geeigneter Standort für den Güterschuppen, welcher an einem Bahnhof in Epoche III unerlässlich ist. Wo sonst soll das Stückgut umgeschlagen werden? Der Stückgutkurs- oder Ortswagen braucht zwischen Ankunft und Abfahrt des Ng einen Stellplatz am Güterschuppen.


    Wenn die Anlagenkante die Kaimauer darstellen soll, dann sollte das eine gerade durchgehende Kante entlang des vorderen Gleises ohne Knick sein, wobei es nach meiner Ansicht unerheblich ist, ob diese Kante parallel zur Wand oder leicht schräg dazu verläuft. Der Teil welcher als Ausziehgleis dient erscheint mir etwas kurz.


    Auch der Gleisstutzen zum Umsetzen ist mit einer G1-Länge etwas kurz. Der Prellbock verkürzt das eventuell noch etwas. Und vielleicht soll ja doch einmal eine etwas längere Schlepptenderlok umsetzen können.
    Die Bauarbeiten sind zwar nun schon recht weit fortgeschritten, aber vielleicht lässt sich ja noch etwas Feinjustierung durchführen.
    Weiterhin viel Spaß und Erfolg!

    Gude,


    den Vorschlag von Rollo zur Bahnsteigverbreiterung und auch etwas mehr Platz für den Köfschuppen habe ich aufgegriffen und den Plan schnell mal angepasst. Allerdings habe ich die Verringerung des Abstands Gleis1/2 weg gelassen, da sonst die Kante der Kombirampe zu dicht am Hauptgleis 1 zu liegen käme. Da sollte ein deutlicher Sicherheitsabstand sein.


    Das Wort "Kran" und die Länge von Gleis 7b habe ich dabei bewusst unverändert gelassen, damit man sieht, dass das Ziehgleis 7b um gut 10cm gekürzt werden muss und die Anlagentiefe um knapp 5cm zunimmt. Auch das Empfangsgebäude und der Güterschuppen müssen um gut 10cm zum rechten Anlagenrand wandern, wenn das Ladegleis seine Nutzlänge behalten soll.
    Die Gleise 6/7 können dafür bei Bedarf entsprechend verlängert werden. Oft zieht eine Planänderung eine weitere nach sich.


    Natürlich braucht man links keine Brücke über die Hafenzufahrt, denn der enge Einfahrtsbogen samt Abzweig nach draußen ist ja der Platznot geschuldet nur fiktiv (eigentlich ginge die Strecke in der Realität geradeaus und nur nach dem Abzweig gab es eine Klappbrücke über die Hafeneinfahrt, welche im Modell für den Zugang zum Innenraum ebenfalls nicht schlecht wäre), da an dieser Stelle der Zugang zur Anlage ist, wie auch das Hafenbecken der Bediengang ist.


    Zusätzlich habe ich an den Speicherhäusern am Ziehgleis des Fähranlegers noch eine Seitenladerampe angefügt. Das ist ein Grund für weitere Bedienfahrten dorthin. An Gleis 7b verbietet sich eine solche Rampe, da sonst keine genügende Nutzlänge als Ziehgleis mehr gegeben ist, solange ein/zwei Wagen dort beladen werden.



    Ob man überhaupt eine Köf im Bahnhof stationiert oder die anfallenden Rangieraufgaben der Streckenlok überlässt ist individuelle Geschmackssache. Ebenso ob eine Streckenlok im Bahnhof übernachten soll, oder Leerfahrten am Tagesrand stattfinden sollen.


    Und wenn dann der Gleisplan halbwegs steht, sollte man sich noch überlegen wie viel der beim Vorbild immer in gewissem Maß vorhandenen Sicherungs- und Signaltechnik - zumindest optisch - ins Modell umgesetzt werden soll ... aber das ist eine andere Geschichte.

    Gude Sandra,


    Du möchtest also bei dem maritimen Umfeld mit Hafenbecken und Fähranleger bleiben.


    Da Du rechts nun die Brauerei angesiedelt hast, kommt die Hafenzufahrt nun von links. Dann sollte der Fähranleger auch in diese Richtung zeigen, um umständliche Schiffsmanöver zu vermeiden.
    Ich habe rechts nun ein paar Speicherhäuser eingeplant, welche optisch besser zum Hafenambiente passen dürften.


    Die Brauerei kommt dann optional in die leere Ecke links oben. Durch die Schrägstellung hilft sie den engen Radius in der Einfahrt optisch etwas zu kaschieren.


    Und nein, der Bahnhof ist nicht zu groß. Da Du sowieso den ganzen Raum nutzt, sollten auch bei reinem Indoorbetrieb keine betrieblichen Einschränkungen sein. Deshalb sind zwei Stumpfgleise als Einsatzstelle eher ungünstig, da Du die Zuglok immer von Hand umsetzen musst. Ein drittes Gleis (als Umfahrungsgleis) nebst kurzer Schiebebühne oder Segmentscheibe macht die Sache bequemer und gefährdet die Fahrzeuge weniger.
    Ich habe dazu zwei Varianten (einmal mit Durchfahrkulisse) gezeichnet.


    Wie schon Hasselbad schrieb, liegt der Güterschuppen betrieblich extrem ungünstig. Außerdem fehlt dem Bahnhof für einen etwas regeren Güterverkehr eine Ladestraße und möglichst auch eine kleine Kopf-/Seitenrampe. Schließlich soll die Anlage möglichst abwechslungereichen Betrieb ermöglichen und nicht immer nur tagein tagaus (wie es in kleinen Bahnhöfen beim Vorbild oft tatsächlich war) die gleichen Betriebsabläufe durchführen. Das wird schnell langweilig.


    Im Bahnhof solltest Du den R2 vermeiden und möglichst nicht unter R10 gehen. Das sieht fahrdynamisch optisch sonst nicht gut aus. Wie bereits vorgeschlagen solltest Du Flexgleis oder zugeschnittene Gleisstücke R10 nutzen. So habe ich im Plan vor der Einfahrweiche einen kurzen Übergangsbogen aus einem halben R10-Gleisstück eingeplant.
    Da Du eine Abneigung gegen die Doppelweiche in der Einfahrt hast, habe ich sie nicht verwendet, was aber die Nutzlänge des Bahnsteigs und des Ladegleises um ca. 30cm verkürzt. Es reicht am Bahnsteig aber gerade noch knapp für den gewünschten Zug aus 4 Umbaudreiachsern.
    Bei Güterzügen lassen sich Wagenzuglängen bis zu 150cm umfahren.


    Hier die Vorschläge:



    Wenn Du einen längeren Bahnsteig und insgesamt etwas größere Nutzlängen haben möchtest, dann kann man Deinen ersten Plan aus Beitrag #67 mit einer Bogenweiche in der Einfahrt etwas weiter entwickeln und erhält über 2 Meter Bahnsteiglänge und ca. 180cm umfahrbare Wagenzuglänge. Nachteilig ist dabei, dass der R2-Innenbogen der Einfahrweiche unmittelbar in den Gegenbogen der anschließenden Normalweiche übergeht:


    Gude Sandra,


    nein, es handelt sich in dem Plan, welcher Dir am besten gefällt, nicht um eine Doppelkreuzungsweiche sondern um die einfache Kreuzung Lenz # 3050 (siehe Lenz Homepage).
    Ich habe den Plan noch einmal etwas verändert und dabei die beiden einfachen Weichen in Gleis 2 durch eine Doppelkreuzungsweiche ersetzt. So kannst Du den Unterschied in der Geometrie gut erkennen.


    Auch habe ich die beiden Einfahrweichen durch eine Doppelweiche ersetzt. Doppelweichen sind zwei ineinander geschobene einfache Weichen und waren bis in die Epoche 3 weit verbreitet. Als Einfahrweiche in einen Endbahnhof stellen sie kein Problem dar, da in der Regel sowieso nur mit 30km/h in ein Stumpfgleis eingefahren werden durfte. Von einer Dreiwegweiche spricht man, wenn überhaupt, nur bei einer der sehr seltenen weil aufwendigeren symmetrischen Doppelweiche.


    Durch die Doppelweiche lässt sich die Nutzlänge des Bahnsteigs und von Gleis 3 noch etwas vergrößern. Das Rampengleis 4 habe ich ebenfalls verlängert, auch wenn es hinter der Fabrik (auch hier leicht geänderte Anbindung) von Hand nicht optimal zu erreichen ist. Man kann Elemente der beiden Pläne ja unterschiedlich kombinieren.


    Hier noch eine Info zu den unterschiedlichen Weichentypen: https://bahnsys.uni-wuppertal.…_Weichen_Kreuzungen_Q.pdf


    Gude Sandra,


    damit Du noch etwas mehr Auswahl für Deine Planungen hast, noch zwei Vorschläge von mir, bei denen Gleis 1 ein beidseitig angeschlossenes Ladegleis mit Güterschuppen und (links davon) Freiladegleis ist, mit angeschlossenem Stumpfgleis zur Kombirampe. Gleis 2 ist dann Haupt- und Bahnsteigleis und über Gleis 3 wird umgesetzt. Am Bahnsteig ist jeweils wieder Platz für die gewünschten 4 Umbaudreiachser/Donnerbüchsen.


    Ich habe mal eine kleine Fabrik für Fischkonserven (das Meer ist ja in der Nähe) mit getrennten Gleisen für Warenein-/ausgang eingeplant. Außerdem einen kleinen Lokschuppen, der immer dann vorhanden war, wenn eine Lok bzw. Reisezug planmäßig im Bahnhof übernachten (z.B. Übergang vom Spät- auf den Frühzug). Weglassen kann man immer etwas.


    Einen kleinen Fiddleyard für den Betrieb indoor halte ich für den Spielspaß bei schlechtem oder kaltem Wetter für geboten. Eine handbediente Segmentscheibe oder eine kurze Schiebebühne reicht am Gleisende aus.


    Beim ersten Plan kann auch die Kaimauer des kleinen Fischerhafens dargestellt werden. Für Massengutabfertigung ist der Bahnhof natürlich zu klein. Da könntest Du später eventuell für draußen einen vorgelagerten Güterbahnhof bauen.



    Zusätzlich habe ich den interessanten Vorschlag von jbs ebenfalls in Lenz Gleisgeometrie (durchgehend R1 ist im großen Bogen nötig) auf Deine Raumverhältnisse angepasst und mit den oben genannten Zusätzen ausgestattet (wie gesagt, man kann immer etwas weglassen). Auch hier reicht der Bahnsteig für die 4 Umbaudreichser und hinten könnte man sogar noch ein Güterwagen dranhängen.



    Den Vorschlag von jmdampf kann man selbstverständlich auch um die gezeigten Zutaten erweitern:



    Bei der weiteren Planung und Umsetzung wünsche ich Dir viel Spaß am Hobby.

    Gude,


    basiernd auf dem sehr guten Entwurf von Dirk, habe ich den Plan in zwei Punkten mal modifiziert.


    Den Fähranleger im Hafen habe ich in die Gegenrichtung gelegt, damit man händisch besser an die beiden Einsatzgleise gelangt. Das erscheint mir wichtig, wenn man nur indoor spielt, z. B. wegen Wetters. Eine Umfahrmöglichkeit im Hafen habe ich weg gelassen, da sie extrem kurz wäre. Zwischen Bahnhof und Hafen wird dann eben teilweise mit geschobenen Übergaben gefahren.


    Den Bahnhof selbst habe ich in seiner Kapazität etwas vergrößert. Nun können am Hausbahnsteig gemäß Sandras Wunsch auch bequem 4 Umbaudreiachser oder Donnerbüchsen Platz finden. Die beiden Hauptgleise können zwischen Einfahrweiche und letzter Weiche vor dem Umsetzgleis sogar Züge bis zu 185 cm Länge grenzzeichenfrei aufnehmen.
    Außerdem gibt es ein extra Gleis für den kleinen Güterschuppen mit klassisch angebauter Feuergutrampe.
    Ob man auf der gegenüberliegenden Seite eine kleine Fabrik oder, wie ich es mal gezeichnet habe, eine Kombirampe mit kurzer Ladestraße oder sonstwas vorsieht, bleibt den individuellen Wünschen vorbehalten.
    Im Bahnhof oder im Hafen (unterhalb des Fähranlegers) ließe sich auch noch ein kleiner Lokschuppen für eine Köf unterbringen.


    Der Gleisplan wirkt natürlich etwas schematisch - was bei entsprechender Ausgestaltung aber kaum noch auffallen dürfte - und man könnte im Bahnhof auch einen leichten Bogen hinein bringen, aber es soll ja viel rangiert werden, und das Kuppeln funzt in geraden Gleisen immer noch am besten.



    Als Nachtrag habe ich noch den Plan mit zwei Möglichkeiten für den Kleinlokschuppen zugefügt, wovon natürlich nur eine genutzt werden sollte, falls überhaupt. Außerdem hat der Hausbahnsteig nun eine komfortable Breite.
    Der Vorteil des zusätzlichen Schuppengleises im Bahnhof ist, dass man durch die ausreichende Länge vor dem Schuppen auch mal eine Streckenlok vorübergehend dort abstellen kann und diese damit im Bahnhof nicht im Weg steht.

    Gude Sandra,


    damit man sieht was auf dem begrenzten Raum als Rundumanlage möglich ist, hier mal ein an die Grenze ausgereizter Beispielplan mit Lenz Geometrie und R1. Da muss man beim Bahnhofsgebäude schon mit Reliefbauten arbeiten. Für einen eventuellen Zugwechsel auf der Gegenseite kann man schon nicht mehr mit Bogenweichen planen, was die Nutzlänge dort deutlich einschränkt:



    Für einen Abzweig nach draußen braucht man eine Spezialweiche.
    Ich denke auch, für die Platzverhältnisse wäre ein kleiner Kopfbahnhof besser geeignet.


    Nachtrag: Rolands Plan geht übrigens nicht, da die rechte Bogenweiche einen Parallelgleisabstand weiter zum Innenraum liegt und er mit R1 dadurch genau um diesen Abstand in der gegenüberliegenden Wand endet:


    Gude Hannah,


    die Rangierhalttafel steht auf der falschen Seite des Gleises und zeigt in die falsche Richtung, denn sie gilt für Rangierfahrten aus dem Bahnhof in Richtung Strecke. Siehe dazu auch http://www.bahnstatistik.de/Signale_pdf/SB-DB.pdf und dort "Signale für den Rangierdienst" -> "sonstige Signale" .
    Wenn, wie vorgesehen, tatsächlich immer nur ein Zug auf der Strecke ist, dann kann sie auch ganz entfallen und die Trapeztafel ist als Begrenzung des Bahnhofs ausreichend.


    Wo die Weichengrenzzeichen hin gehören, kannst Du hier sehen: Grenzzeichen setzen! .


    Da die beiden Haltetafeln die Einfahrzugstraßen begrenzen, braucht es an den Stumpfgleisen keine Sh 2 Scheiben, sondern Sh 0 Scheiben sind ausreichend. Das hatte ich schon mal hier erklärt: [DB Regelspur] Welche Signale wo? .

    Gude Hannah,


    nachdem ich mich schon im Thread zu den Signalen und zum Gleisplan auch zu betrieblichen Aspekten geäußert habe, hier noch ein paar Anmerkungen.


    Woher kommt die Köf? Ist die im Bahnhof stationiert und steht sie dort tagaus und tagein im Freien? Oder wird sie täglich als Lz zugeführt? Das ist beides bei dem geringen Verkehrsaufkommen mit zwei planmäßigen Zügen täglich und einer gelegentlichen Berdarfsbedienung mit einer Üg betriebswirtschaftlicher Unsinn. Sie wird nur benötigt um der Zuglok, egal auf welchem Gleis der Zug einfährt, wegen des evtl. bestetzten Gleises den Weg frei zu räumen. Für die bescheidenen Rangieraufgaben ist in solchen Fällen die Streckenlok zuständig. Voraussetzung dafür ist, dass die Weichenverbindung nicht zum Abstellen von Fahrzeugen genutzt wird und bis hinter das Grenzzeichen von Weiche 2 frei bleibt. Dazu sollte das Ladegleis entsprechend verlängert werden. Vielleicht kannst Du das noch ändern. Dann stünde einem freizügigen Umsetzen und Rangieren mit der Streckenlok nichts im Weg.


    Die Versorgung der Triebfahrzeuge mit Kohle/Diesel gab es in einem solch kleinen Endbahnhof in Epoche III eher auch nicht mehr, da eine Übernachtung vor Ort planmäßig nicht stattfindet. Lediglich die Wasserversorgung für Dampflok musste sicher gestellt werden. Die restliche Versorgung geschah im Anschlussbahnhof an die weiter führende Strecke oder dem Betriebsmittelpunkt bei einer längeren Nebenstrecke.


    Falls es früher einmal eine Übernachtung (vom letzten Abendzug auf den abgehenden Frühzug) gegeben haben sollte, dann gehört ans Ende des langen Stumpfgleises ein kleiner Lokschuppen mit Kohlenbansen. Eine Dieseltankstelle, ohne hier stationierte Köf, rechtfertigt den Aufwand nicht.


    Eine Haltetafel (Ne 5) begrenzt übrigens den Fahrweg einer Rangierfahrt nicht, sondern nur eine Rangierhalttafel (Ra 10). Das Signal Ne 5 hat nur für Zugfahrten Bedeutung.


    Soweit meine Hinweise zu einem realistischeren, dem Vorbild näheren Betrieb. Aber beim Spielen im Modell ist natürlich erlaubt, was gefällt.

    Gude Hannah,


    da hast Du einen netten Plan für einen kleinen Endbahnhof in Epoche III. Allerdings ist das Hineinragen der Freiladezone in das Hauptgleis unglücklich gewählt, da bei vollbesetzter Zone kein Kopfmachen eines eingefahrenen Zugs mehr möglich ist. Das Ladegleis mit Güterhalle sollte vom Hauptgleis getrennt sein.


    Ich habe den Gleisplan bezüglich der Weiche 2 mal etwas geändert und ihn mit der Lenz Geometrie neu gezeichnet. Die Gleislängen sind auf den Betrieb von Zügen mit maximal 3 Donnerbüchsen bzw. 4 Güterwagen (einschl. Güterzugbegleitwagen) abgestimmt. In Gleis 3 passen 3 Güterwagen mittlerer Länge (ca. 25 cm). Die Gesamtlänge von Spitze der Weiche 1 bis Prellbock beträgt ca. 320 cm. Bei vorhandenem Platz sollte man die Nutzlängen vergrößern.





    Für vereinfachten Nebenbahnbetrieb ist der Bahnhof in meinem Gleisplan sogar schon recht üppig ausgestattet.


    Dabei habe ich das Zs3 schon weggelassen, da die Einfahr-Zugstraßen durch die Haltetafeln begrenzt sind und dahinter bis zum Prellbock ausreichend Durchrutschweg vorhanden ist.
    Der Bahnhof ist für regen Zugbetrieb (das möchte man bei der Modellbahn schon haben) ausgelegt und deshalb sind die Weichen 1 und 3 ferngestellt eingezeichnet, da sie bei jedem Umsetzvorgang gestellt werden müssen.
    Weiche 2 ist ortsgestellt und in Abhängigkeit der Gleissperre verschlossen, da sie nur bei der Bedienung von Gleis 3 umgestellt werden muss.


    Die Rangierhalttafel steht nahe bei Weiche 1 und lässt nur das Umsetzen der Lok zu. Solange sich aber kein Zug auf der Strecke zur benachbarten Zugfolgestelle befindet darf auch bis zur Trapeztafel rangiert werden. Wenn sich generell immer nur ein Zug auf der Strecke befindet, dann kann die Rangierhalttafel ganz entfallen.


    Da nur eine Bahnsteigkante vorhanden ist, gibt es in einem solchen Bahnhof auch keine planmäßigen (spitzen) Zugkreuzungen von Reisezügen. Lediglich die bei dem geringen Güteraufkommen in der Regel nur einmal tägliche Kreuzung eines Reise- mit einem Güterzug wäre denkbar, unter der Voraussetzung, dass ein Zug abfahrbereit ist, bevor der andere einfährt. Erst nach Abfahrt sind dann wieder eine Umfahrung und andere Rangierfahrten möglich.


    Wenn man keine planmäßigen Kreuzungen vorsieht, dann kann auch die Haltetafel in Gleis 2 entfallen.
    Auch die Fernstellung der Weichen kann entallen. Weiche 1 muss dann in Grundstellung verschlossen sein.
    Auch die Gleissperre lässt sich noch einsparen und bei einfachen Betriebsverhältnissen durch einen verschließbaren Radvorleger ersetzen.


    An das Ende der beiden Stumpfgleise gehören Sh 0 Scheiben.


    Edit hat den Gleisplan optimiert.

    Gude Joachim,


    wie ich sehe, hast Du die Grundstellung von Weiche 8 so korrigiert, dass ein Zug auch ohne Weichenstellung den Bahnhof passieren kann.


    Verwirrt bin ich bei der Grundstellung der DKW, da nach dem Prinzip "Pluszeichen auf Seite der abliegenden Zunge" die Grundstellung die diagonale Durchfahrt darstellt. Es soll aber doch wohl die gerade Durchfahrt Gleis1 -Gleis11 sein.

    Nachtrag: Das wurde auch hier im Forum schon diskutiert Königsberg in Bayern

    Gude berndh,


    das ist ein guter Ansatz für interessanten Betrieb auf den beengten Platzverhältnissen.


    Spontan fällt mir ein:


    Du kannst deutlich längere Wagenzüge bis etwa 160cm Länge umfahren, da die Lok über Gleis 3 umsetzt und somit der gerade Strang der Rechtsweiche am Bahnsteigende noch zur Nutzlänge hinzu kommt. Längenbegrenzend ist der Fiddleyard. Wenn Du Dich auf etwas kürzere Lok (BR 64/86, V 80/100) beschränkst, kannst Du durchaus Reisezüge mit 4 Umbaudreiachsern/Donnerbüchsen und sogar 3 Umbauvierachsern fahren. Natürlich auch entsprechend lange Gmp oder Ng.


    Die Bahnsteiglänge kannst Du leicht vergrößern, indem Du den Bahnsteig noch in den Bogen hinein führst. Den Bogen des Hauptgleises würde ich allerdings mit einem Stück R10 als Übergangsbogen beginnen. Damit verschenkst Du zwar wieder etwas Nutzlänge (ca. 10cm), aber das kannst Du Dir leisten (siehe oben).
    Der Gepäckwagen sollte bei Reisezügen am Bahnsteig stehen, sonst wird das nichts mit dem Umladen auf den Gepäckkarren.
    Leider liegt der Bahnsteig gleich hinter der Fiddleyard-Ausfahrt, was nur eine sehr kurze Fahrstrecke zulässt.



    Und natürlich wird der Rangierbetrieb erst richtig interessant, wenn die Güterwagen unsortiert ankommen. Dann kann der Rangierleiter zeigen, was er drauf hat.


    Viel Vergnügen bei der weiteren Planung.

    Gude Stefan,


    danke für das Foto. Zumindest haben wir hier nun (neben der 50 647) den Nachweis für eine weitere nicht in der Liste von Ebel/Wenzel verzeichnete Lok mit Wannentender und offenem Führerhaus.
    Die Wasserfüllöffnungen des Tenders sind darauf allerdings nicht zu sehen.


    Das Foto entstand jedenfalls nicht zeitnah nach einer L2. So schlecht hat kein AW gearbeitet. Die Lok wurde ja bereits gut 6 Monate nach dem bei Lenz angeschriebenen Datum z-gestellt. Die Lok sieht aber auf dem Foto stark vom Einsatz gezeichnet aus und hat zum Zeitpunkt der Aufnahme schon länger kein AW gesehen, d.h. das Foto ist, wenn überhaupt 1964, jedenfalls vor ihrer Abstellung in Hohenbudberg im September 1964 gemacht worden.
    Ja, auf dem Bw Schild könnte auch Gremberg stehen. Dies würde bedeuten, dass die Lok zwischen August 1957 und ihrer Abstellung 1964 in Hohenbudberg vorübergehend auch in Gremberg war, was aber in keiner bisher bekannten Bestandsliste verzeichnet ist.

    Gude,


    auch ich habe mich hobbymäßig intensiv mit der BR 50 beschäftigt und konnte auch nicht mehr herausfinden als die bereits von Blaukaefer/Miching erwähnten Daten.


    Dafür, dass die 50 629 überhaupt jemals einen Wannentender hatte konnte ich bisher keinen Nachweis finden. Es wäre schön, wenn die Firma Lenz dazu einen Nachweis hätte, idealerweise ein Belegfoto.


    Andererseits können auch Ebel/Wenzel keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, denn mir ist zumindest eine 50er (50 647) mit Wannentender und offenem Führerhaus mit Belegfoto bekannt, welche nicht in der zitierten Tabelle erscheint.


    Nachtrag am 28.10.18 :
    Das von Lenz angeschriebene L2-U.-Datum vom 2.10.64 liegt nach der Abstellung (nicht z = von der Ausbesserung zurückgestellt, sondern eher w = warten auf Ausbesserung) in Hohenbudberg (September 1964). Dann könnte die Lok nach dieser L2 noch für wenige Monate in Gremberg gewesen sein, um danach nach Aachen West abgegeben und dort ausgemustert und anschließend im AW Schwerte zerlegt worden zu sein. Eine Zerlegung etwa 9 Monate nach einer L2-Investition ist allerdings eher unwahrscheinlich.


    Wahrscheinlicher ist eher, dass die Lok gar keine Ausbesserung mehr erhielt, sondern im w-Zustand nach Aachen West umbeheimatet wurde und dann dort engültig z-gestellt und zeitnah ausgemustert und verschrottet wurde.
    Aber nichts Genaues weiß man nicht - oder doch, denn ich habe gerade noch eine Quelle ( http://www.oocities.org/de/rolfwiso/dampf.html ) gefunden, wonach die Lok am 31.12.1964 in Aachen West als Heizlok eingesetzt war. Also hat sie dort ihren letzten Winter verbracht und eine L2 am 2.10.64 hat es wohl nie gegeben und in Gremberg war sie danach auch nicht.