Posts by Nick

    Gude,


    die Epocheneinteilung wurde ursprünglich als Überblick für die Hersteller geschaffen. Hier mal die MOROP NEM 806D dazu:

    https://www.morop.eu/downloads/nem/de/nem806D_d.pdf

    Danach teilt sich die Epoche III ( 1949 bis 1970) lediglich in Epoche a und b, ziemlich trennscharf zwischen der Klassenreform zum Sommerfahrplan 1956.

    Der Übergang zur Epche IV ist fließend ab 1965 - 1970 angegeben, da man dafür hauptsächlich die Umstellung auf EDV-Nummern nahm, welche Anfang 1965 bei den Güterwagen, Ende 1966 bei den Reisezugwagen und Anfang 1968 bei den Triebfahrzeugen begann und Ende 1969 mit einigen Ausnahmen (z.B Wagen ausschließlich für den Inlandverkehr) endete.


    Selbstverständlich kann sich jeder nach eigenem Geschmack die Epoche III noch weiter aufdröseln, nach Kriterien wie etwa Einführung des dritten Spitzenlichts, Einführung des 1.Klasse Streifens, neue Signalordnung 1959, Änderung von Haupt- und Nebengattungszeichen (z. B. Pw zu D oder Entfall w), oder Änderung der Farbgebung, wobei Letzteres - abgesehen vom DB-Keks - am längsten gedauert hat, weil die Frist zwischen zwei Neulackierungen bei den Reisezugwagen damals in der Regel 10 Jahre dauerte (siehe Beitrag #16 hier: https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?17,7966770 ). Da die Aufarbeitung der 28/29er Schnellzugwagen bei der DB von 1950 bis 1957 dauerte (Quelle Archiv Bergsteiner/Dostal), wurden die letzten Wagen erst 1967 von Flaschengrün auf Chromxidgrün umlackiert.


    Wann genau und bei welchen Wagen die Umstellung auf Chromoxidgrün begann bleibt offen, da es hierzu widersprüchliche und meist nicht belastbare Angaben gibt. Verlässlich dürfte die Angabe von W. Diener sein, dass erstmals im November 1961 auf einer offiziellen Zeichnung der Begriff RAL 6020 auftaucht, was wahrscheinlich damit zusammenhängt, dass es diesen Farbton als RAL-Farbe vorher noch nicht gab, sondern er als DB200 bezeichnet wurde. Dieser wurde nach vorherigen Versuchen wahrscheinlich frühestens ab 1959 für Neubauten verwendet, aber auch da gibt es andere Angaben (z.B. im EK-Buch zur E41, dass die Lok ab 41 072 auch 1959 und darüber hinaus noch in Flaschengrün lackiert wurden.

    Bei Neulackierungen im Rahmen von Ausbesserungen älterer Wagen wurde zunächst noch RAL 6007 verwendet, sodass es flaschengrüne Wagen noch bis zum Ende der Epoche III gab. Exakte Daten fehlen leider.


    Die derzeit geplanten Wagen von Lenz entsprechen also sehr gut Vorbildern von um 1960, bis auf die Wagennummern beim Gepäckwagen (diese reichen nur bis 105 160 für die 28er Wagen, siehe https://epoche2.modellbahnfrokler.de/fp/e2f_pweg.html ) und dem blauen Sitzwagen. Hier die Nummern der blauen Sitzwagen: http://www.railforum.de/images/listeblauefz.pdf

    Wenn das angeschriebene Unt.-Datum vor 1962 liegt, sollte bei den 2.Klasse Wagen auch noch das Nebengattungszeichen w dran (Quelle W. Diener)

    Gude,

    Das die Modelle von Lenz nun im Jahr 1960 zu Hause sind, habe ich noch nicht lesen können.

    Das kann man doch hier nachlesen: https://www.lenz-elektronik.de/spur0-schnellzugwagen-29.php


    Die von mir gezeigten Fotos sind übrigens nicht von Deppmeyer, sondern im Web frei zugänglich. Da musst Du nun selbst suchen (oder auch nicht, denn sie waren ja vorübergehend sichtbar), weil sie von der Moderation vorsichtshalber entfernt wurden.

    Gude,


    die Bauchbinde auf den Ladetüren war von Anfang an nicht die Regel, wie bereits Fotos aus den 1930er Jahren zeigen,


    und schon gar nicht bei der DB, wie es auch Fotos aus den 1950ern und von 1960 (entspricht der geplanten Lenz Ausführung) zeigen.


    Farblich durchgehend auf den Türen gab es das nur bei frühen Fotografieranstrichen (mir ist nur einer bekannt) und bei den Museumsbahnern.

    Gude V36412,


    dann zeige uns doch bitte die unterschiedlichen Kanzelformen.

    Ich kenne die Pw4üe-28/28a/29 mit ursprünglich einheitlicher Kanzelform, wobei im Laufe der Jahrzehnte daran herum repariert und geflickt wurde, sodass jeder Wagen zum Unikat wurde.


    Auch sollte noch berücksichtigt werden, dass bei der DB die Hundeabteile entfernt wurden (Türen überblecht).


    Bei einigen Wagen wurde auch die Dachkanzel entfernt.

    Gude,


    das flaschengrüne Wagenset finde ich durchaus vorbildlich gelungen, da es den optischen Zustand der Wagen in der Zeit von 1958 (Einführung des 1.Klasse Streifens) bis 1963 (dann Neulackierungen in Chromoxidgrün und Umbeschriftung des Pw zu D) sehr gut darstellt.

    Die derzeit auf der Homepage gezeigte Wagennummer des Pw entspricht zwar einem Pw4üe-29, ist aber optisch gleich einem Pw4üe-28. Korrekt ist auch der in der Regel auf den Ladetüren nicht vorhandene schwarze Brüstungsstreifen, weil es da ja auch keine Brüstungsleiste gab.

    Die Sitzwagen der ehemaligen 3.Klasse waren zu der Zeit schon von Holzbänken auf Kunstleder-Polstersitze umgerüstet und sollten daher die Anschrift B4üwe tragen (w = Weichpolster, bis 1961 vorgeschrieben; die praktische Umsetzung der Entfernung zog sich bis 1964 hin).

    Gude,


    EsPe

    Danke für den Hinweis. Ich hatte in meinem Beitrag irrtümlich Weiche 6 statt 5 geschrieben und es inzwischen korrigiert.

    Selbstverständlich dürfen Zugfahrten auch über ortsgestellte Weichen verkehren (also auch W 7) sofern diese fahrwegabhängig verschlossen sind (= Zugfahrten nur möglich, wenn Schlüssel im Stellwerk festgelegt).


    DetlevHH

    Nur die Weiche 3 und die Gleissperre von der Fernstellung auszuschließen macht nicht viel Sinn, denn Weiche 3 wird immer mit Weiche 1 umgestellt und bei der Gleissperre brauchst Du dann Signale in beide Richtungen, wenn sie unabhängig von Weiche 4 ist.

    Wenn Du es gerne gemischt haben willst, dann Weiche 1 und 3 sowie Weiche 4 und die Gleissperre mit folgeabhängigen Festlegeschlössern wie hier beschrieben http://www.outbus.de/product4.html . Diese Fahrwege werden nämlich in der Regel weniger benutzt als die Umfahrung, wofür die Weichen 7, 6, 5 und 2 jeweils gestellt werden müssen.

    Gude DetlevHH,


    schön, dass es zügig weiter geht.

    Wie ich sehe, hast Du meinen Gleisplanvorschlag aus dem Planungsthread aufgegeriffen RE: Der Anfang einer kleinen Nebenbahn .

    Ich habe den Plan mal mit den nötigsten Signalen für den angedachten Nebebahnbetrieb gezeichnet:


    Das Einfahrsignal (zweiflügelig gekoppelt mit Geschwindigkeitsanzeiger für die Einfahrt in ein Stumpfgleis mit 30 km/h) habe ich möglichst weit (entspricht etwa 90m beim Vorbild ) von der Einfahrweiche entfernt gesetzt, damit noch ein auf die Hälfte des beim Vorbild geforderten Gefahrpunktabstands von 50m zur Rangierhalttafel bleibt.

    Bei 50 km/h Streckenhöchstgeschwindigkeit darf das Einfahrsignal auch einflügelig sein oder durch eine Trapeztafel (gegebenenfalls mit Lichtsignal zum Hereinholen des Zugs, statt akustischen Signalen) ersetzt werden. Am Ende des Einfahrgleises sollte eine Sh 2 Scheibe stehen, an allen anderen Stumpfgleisen Sh 0 Scheiben.

    Ein Ausfahrsignal ist nicht nötig. Ausfahrten finden auf Zp 9 statt. Falls Du aber unbedingt ein Ausfahrsignal haben möchtest, dann steht es zwischen Gleis 1 und 5 neben der Spitze von Weiche 3.


    Alle Zugfahrten finden nach und von Gleis 1 statt und haben durch die Schutzweichen 3, 5 und 6 sowie die Gleissperre in Gleis 3 Flankenschutz.

    Wenn die Gleissperre in Abhängigkeit zu Weiche 4 Steht, dann ist ein Weichensperrensignal in Entgleisungsrichtung ausreichend, ansonsten wird ein entsprechndes Signal auch für die Gegenrichtung nötig.

    Zusätzlich muss im Bahnhofsbuch noch angeordnet sein, dass zwischen den Grenzzeichen der Weichen 2 und 5 und zwischen dem Grenzzeichen der Weiche 2 und der Gleissperre während Zugfahrten keine Fahrzeuge abgestellt sein dürfen.

    Die Weichen 1, 2 und 7 müssen ebenso wie die Schutzweichen bei Zugfahrten verschlossen sein.

    Ob und wie weit Du im Modell die Verschlüsse aller Weichen und der Gleissperre darstellst (ortsgestellt mit Weichenschlössern oder ferngestellt mit Verschluss im Stellwerk) oder nur so tust als ob, bleibt Dir überlassen.


    Das Umsetzgleis hinter Weiche 7 sollte nicht zu kurz ausfallen, denn vielleicht soll da auch mal eine durchaus für Nebenbahnen gedachte BR 56.2 umsetzen. In Deinem in Beitrag 4 gezeigten Plan sieht es dafür etwas knapp aus.


    Um blaue Flecken zu vermeiden, empfiehlt es sich vielleicht den Übergang von 80 au 100 cm Anlagentiefe abzuschrägen. Das erleichert zusätzlich ewas die Erreichbarkeit von Gleis 5. Der Zugriff dorhin sollte bei einer maximalen Anlagenhöhe von 110 cm und einem entsrechenden Entkupplungslöffel kein Problem darstellen.

    Gude DetlevHH,


    ja, etwas Finetuning im Übergang zur Wechselkassette kann nicht schaden. In Deinem letzten Plan geht es mit etwas übertriebenem Geschlängel vom Bogen der Brücke in eine Gerade und dann wieder in eine Bogenweiche und danach in einen doppelten Gegenbogen. Eine normale Weiche mit anschließendem G2 und R10 tut es auch. In meinem Plan hat das Kassettengleis noch 5cm Luft zur Wand (das Wartegleis 15cm wegen des Heizkörpers):





    Gleichzeitig habe ich im Bahnhof noch ein paar kleine Vorschläge eingearbeitet:


    Den 7,5° Bogen vor der Einfahrbaogenweiche habe ich virtuell in ein 5° und ein 2,5° Stück getrennt. Das 5° Stück bleibt vor der Bogenweiche, das 2,5° Stück kommt zusammen mit einem G2 an den abzweigenden Strang der Bogenweiche. Die Neigung der Gleise 1 und 2 im Bahnhof zur Vorderkante bleibt dadurch erhalten, das Ladegleis 4 hat jetzt noch eine ganz leichte Neigung von 1,3° und die Bahnsteigbreite entspricht nun etwa der noch darstellbaren Breite der Ladestraße.


    Die DKW rutscht dadurch etwas weiter von der Einfahrweiche weg. Das bietet die Möglichkeit den 22,5° Bogen zum Lokschuppengleis auf 15° zu reduzieren und damit gleichzeitig eine etwas längere Gerade an der Bekohlung zu haben. Das ergibt eine gefälligere Optik.


    Aus gleichem Grund habe ich den kurzen R2 in Gleis 3 durch einen auf 8,4° gekürzten R10 ersetzt.


    Nachtrag:
    Auch folgende Anbindung des Lokschuppens wäre möglich, wobei noch Platz für eine Außenstelle der Bahnmeisterei (Bm) bliebe, also einer weiteren Ladestelle zur gelegentlichen Materialanlieferung. Als Schuppen könnte auch der Wagenkasten eines ausgemusterten Güterwagens dienen (Bm und Kohlebansen können auch die Gleisseiten tauschen).


    Gude DetlevHH,


    nein, Plan V1-6 ist nicht ausgewogen, sondern durch das zusätzliche Gleis und die Vergrößerung der Anlagentiefe vor dem Stationsgebäude samt zweiter Ladestraße und Lagerhaus zu überladen.
    Der Zugriff zu den Gleisen hinter dem Lagerhaus wird erschwert und die Abfahrt von der Rampe hinter das Lagerhaus passt platzmäßig überhaupt nicht, sondern ist eher ein Witz.
    Die Lokstation wirkt nun eher unharmonisch, eingeengt und spielzeughaft.


    Weil der Raum für eine solche Komplettanlage doch recht klein ist gilt gerade hier "weniger ist mehr"!
    Der Plan V1-5 wirkt deutlich stimmiger.


    Das Problem bei beiden Plänen ist allerdings die Einsatz-Schiebebühne. Sie ist zu kurz um die mögliche umfahrbare Zuglänge von 145cm im Bahnhof ausnutzen zu können. Wie sie in den beiden Plänen an die Weiche angeschlossen ist, muss die Lok für die Rückfahrt zum Bahnhof mit auf das Bühnengleis, sonst kann der Zug nicht ausfahren. Das vermindert die mögliche Zuglänge und es sind nur noch 3 Donnerbüchsen hinter einer BR64 möglich und bei Güterzügen ebenfalls mindestens ein Wagen weniger. Zwischen Weiche und Bühne fehlt eine Loklänge Gleis.


    Es sieht so aus, dass diese Wand mit Heizkörper, Fenster, Arbeitstisch und Tür (eine teure Lösung wäre der Einbau einer Schiebetür) nicht genug Länge für die wünschenswerte Bühne hergibt.
    Die Alternative wäre dann doch, wie bereits vorgeschlagen, nur mit einem Gleis als Wechselkassette zu arbeiten.


    Dazu habe ich den Plan aus meinem letzten Beitrag (welcher mit 70cm Tiefe des Bahnhofs geplant ist) einmal entsprechend geändert und den Bahnhof ca. 5cm weiter von der Wand weggezogen (Anlagentiefe dann 75cm) um gegenüber näher an die Wand zu kommen. Je nachdem, wie dicht man unter Berücksichtigung des Heizkörpers an die Wand möchte, kann man den Bahnhof noch etwas mehr von der Wand ziehen oder auch ein R1 Bogenstück gegen ein R2 tauschen oder nach der Weichenspitze noch ein Stück G2 einfügen - oder eine Kombination davon.
    Das sähe in etwa so aus (in der Mitte als Beispiel ein Gleisstück von 145cm):




    Nachtrag:
    Wenn das zusätzliche Gleis im Vordergrund unbedingt gewünscht ist, habe ich dazu noch zwei Möglichkeiten gezeichnet:



    Gleichzeitig habe ich den Bahnsteig noch einmal verbreitert und zwischen Weiche 1 und 2 eine Gerade G2 eingefügt, um dem Lokschuppengleis ein wenig mehr Luft zu verschaffen. Dadurch verringert sich die umfahrbare Nutzlänge von Gleis 1 auf 132cm, was aber immer noch locker für 4 Donnerbüchsen ausreicht.


    Und mit vergrößertem Abstand zwischen Gleis1 und 2 ließe sich das Lokschuppengleis optisch gefälliger mit R10 anbinden. Auch Gleis 4a lässt sich zwecks besserem Zugriff über den Lokschuppen weiter nach vorne ziehen:



    Dazu habe ich auch die Bühnen- oder Kassettenlänge entsprechend auf 132cm angepasst.

    Gude DetlevHH,


    gratuliere zum Verzicht auf eine zweite Ebene!


    mit Deinen Gleisplänen V1-3 und V1-4 hast Du Dir ein Eigentor geschossen, denn der Güterschuppen hat nun keine Straßenzufahrt mehr und das Bahnsteiggleis hast Du im Gebäudebereich nun schmaler statt breiter gemacht. Man merkt, dass Du Dich mit den Details des Vorbildbetriebs noch nicht intensiver beschäftigt hast, aber das wird schon noch. EsPe hat ja schon auf einige beachtenswerte Details hingewiesen.


    Ich habe den Gleisplan noch etwas geändert und eine Alternative des Einsatzbahnhofs aufgezeigt:



    Zum Umsetzen der Zuglok reicht die von mir gezeichnete Länge von G1+G2+Prellbock vollkommen aus.
    Dadurch kannst Du auf dem Hauptgleis 1 Wagenzüge bis zu 145cm Länge (= ca. 5 Güterwagen plus Pwg) umfahren. Bei den Reisezügen könntest Du dann auch drei Umbauvierachser umfahren (falls Du deren Anblick im R1 ertragen kannst).


    DIe Bahnsteigbreite ist für einen solch winzigen Bahnhof durchaus ausreichend und der Güterschuppen am oder nahe beim Stationsgebäude hat idealerweise an einer Längsseite das Ladegleis und gegenüber die Straßenanbindung. Oft hatte er auch noch eine kurze Feuergutrampe (hat nichts mit Kopf-/Seitenrampe zu tun).
    Auf diese Kombirampe in Gleis 2b solltest Du nicht verzicheten, da sie betrieblich eine weitere Ladestelle bietet. Auch beim Vorbild hatte sie oft nur Platz für ein bis zwei Güterwagen.
    An Gleis 4a sollte ein großes Gebäude in Reliefausführung liegen. Je nachdem, ob Du ein eher ländlich oder industriell geprägtes Umfeld darstellen möchtest, ein landwirtschftliches Lagerhaus oder eine Fabrik.


    Die Länge von Gleis 3 kann durch eine leichte Schräglage zum Innenrand hin optimiert werden. Du wirst es neben der Lokbehandlung auch hin und wieder beim Rangieren sehr gut zum vorübergehenden Abstellen von ein oder zwei Güterwagen gebrauchen können.
    Zwischen den Gegenbögen der Weichen 4 und 5 sollte allerdings eine kurze Gerade liegen (ich habe sogar zwei G2 eingefügt).


    Die drei Gleise der Einsatz-Schiebebühe habe ich mit der Länge von 145cm auf die Länge der möglichen Umfahrung in Gleis 1 abgestimmt. Nur so kannst Du diese Länge im Bahnhof nutzen. Selbstverständlich kannst Du sie nach Deinen Platzverhältnissen anpassen und etwas kürzere Züge fahren.


    Das einzelne Umsetzgleis kann fest auf dem Arbeitstisch liegen. Es reicht - wie auch das gegenüberliegende Gleis hinter der Weichenspitze - für Lokomotiven bis zu einer Länge von BR38/57. Wenn Du Dich auf Lok mit einer kürzeren Länge (ca. 33cm) beschränkst, kannst Du auch hier nochmals bis zu 2x10cm sparen.


    Zur gewünschten weiteren Ausstattung Deines Bahnhofs hast Du bisher noch keine Aussage gemacht.
    Normalerweise waren in einem solch kleinen Bahnhof sämtliche Weichen ortsgestellt und in diesem speziellen Fall alle verschlossen, weil sie der Zugsicherung dienten. Natürlich kannst Du sie unterflur elektrisch stellen und so nur so tun als ob. Zur Sicherung der Bahnhofseinfahrt reichte eine Trapeztafel, manchmal ausgestattet mit einem Signallicht zum Hereinholen der Züge.


    Offensichtlich bevorzugst Du aber eine Fernstellung der Weichen und Signale, da Du ein Stellwerk in Deine Pläne einzeichnest. Dies ließe sich mit einer für eine Nebenbahn relativ hohen Zugdichte zur Beschleunigung des Verkehrs begründen. Man hat es oft in einem Vorbau des EG untergebracht. Dort konnte es wegen der Lage (trifft in Deinem Fall zu) jedoch nicht immer der Verkehrsbeschleunigung dienen
    Das Stellwerk sollte allerdings eine bescheidene Größe haben und an der Stelle wie sie EsPe beschrieben hat stehen. Meistens war es nur ein Wärterstellwerk und die Befehlsstelle blieb beim Fahrdienstleiter im EG. Es gab dann wahrscheinlich ein Einfahrsignal, aber bei nur einem Hauptgleis kein Ausfahrsignal. Auch waren nicht unbedingt alle Weichen ferngestellt, sondern teilweise nur ferngeriegelt, da der Rangierleiter das vor Ort schneller handhaben konnte, weil er sich sonst bei jeder Weichenumstellung mit dem Stellwerkswärter absprechen musste.
    Diese betrieblichen Details des Vorbilds müssen im Modell natürlich nicht genau nachgebildet werden, die Anlage sollte aber insgesamt stimmig sein.

    Gude DetlevHH,


    das Problem in Null sind immer und besonders bei Umsteigern aus kleineren Spurweiten die Nutzlängen der Gleise.


    Bei Deinem Basisentwurf ist die Bahnsteignutzlänge so knapp, dass bei einem mit Lok voraus eingefahrenen Zug schon die zweite Donnerbüchse nur noch zur Hälfte am Bahnsteig steht, d.h. Du kannst für den Reisezugverkehr maximal einen GmP mit einer Donnerbüchse oder einen zweiteiligen Schienenbus einsetzen. Um langfristig abwechsungsreichen Betriebsspaß an der Anlage zu haben, sollten mindestens drei (= zwei Umbaudreiachser plus Pw), besser vier Donnerbüchsen (= vier Umbaudreiachser) an den Bahnsteig passen und natürlich auch umfahrbar sein. Das entspricht vier bis sechs Güterwagen.
    Solche Züge brauchen aber auch eine entsprechende Länge des Einsatz-/Abstellbahnhofs. In der von mir gezeichneten Variante für vier Donnerbüchsen als dreigleisige Schiebebühne ist die Gesamtlänge an der unteren Wand 305cm, wenn Du Dich auf Lok unter 30cm Länge beschränkst, ansonsten entsprechend mehr. Bei maximaler Zuglänge von drei Donnerbüchsen kommst Du mit 275cm aus. Das über die Weiche angeschlossene Stumpfgleis dient der für die Rückfahrt zum Bahnhof nötigen neuen Zuglok, welche bei Betrieb mit Zugkassetten nicht benötigt wird.
    Falls Du mit Zugkassetten planst, kannst Du jeweils nochmal 30cm bei der Gesamtlänge einsparen.


    Als Anregeung dieser auf Deine Raummaße zugeschnittene Plan (Lenz Gleisgeometrie):



    Viel Erfolg bei der weiteren Planung.

    Gude Sandra,


    schön, dass es weiter geht.


    Wie ich sehe, hast Du im Bahnhof doch nicht auf das Gleis 4a verzichtet. Es scheint mir allerdings, dass Gleis 1 nun etwas schwächer als 5,6° zur Wand geneigt ist?
    Die Nutzlänge des Lokumsetzgleises ist mit ca.75 cm ziemlich lang gewählt. Das könnte um 20 cm kürzer sein (und reicht dann immer noch für eine BR 50) zugunsten einer entsprechend größeren Länge des Bahnsteiggleises.
    Auch die Nutzlänge des Güterschuppengleises könnte durch eine dezente Neigung - zumindest parallel - zur Vorderkante um ca. 15cm vergrößert werden. Jeder Zentimeter zählt bei einem solch kleinen Bahnhof.


    Zum Thema Hafen/Einsatzgleise:
    Wenn Du eine Umfahrung im Hafen haben möchtest, dann ist der Vorschlag von DirkausDüsseldorf (in entfernter Anlehnung an den bekannten Schellfischtunnel in Altona) geradezu ideal. *
    Da der Minihafen aber nicht mit Übergaben sondern mit relativ kurzen bahnhofsinternen Rangierfahrten (gezogen oder geschoben, wie es gerade passt) bedient wird, ist eine Umfahrung dort nicht wirklich nötig. Ohne Umfahrung erfordert es nur zusätzliche Rangierfahrten vom Bahnhof zum Hafen, was beim Modellbetrieb durchaus erwünscht sein kann. Da musst Du natürlich über Deine Vorlieben entscheiden.


    Die Reduktion des Einsatzbahnhofs auf zwei Gleise ohne Umsetzmöglichkeit behindert den Zugverkehr bei Indoor-Betrieb enorm. Wie kommen die Lok wieder ans andere Ende des Zugs? Und auch wenn Du eine kleine Schiebebühne oder Segmentscheibe einplanst, kann die Lok eines eingefahrenen Zugs erst umsetzen wenn auf dem anderen Gleis keine Fahrzeuge mehr stehen. Da solltest Du mal vorab eine Simulation bezüglich des von Dir geplanten Zugverkehrs durchführen. Dabei nicht den händischen Wechsel der Wagen des Güterzugs vergessen, sonst wird das Rangieren schnell langweilig.


    Wieso ist Dir erst jetzt das Platzproblem aufgefallen? Ich hatte ja schon darauf hingewiesen. Ist das Gartenhaus innen doch etwas enger als ursprünglich angenommen?


    * Nachtrag: DirkausDüsseldorf hat in seinem Plan allerdings in der Umfahrung und bei den beiden Einsatzgleisen einen erheblich geringeren Gleisabstand als Lenz-Standard gewählt. Ob da der sichere händische Zugriff auf die Einsatzgleise hinter der Kulisse noch möglich ist? Auch die Tunneleinfahrten der Umfahrung dürften durch die sehr eng liegenden Gleise bezüglich der Dimensionierung/Materialstärken eine Herausforderung darstellen.


    Ich habe den Plan mal mit Lenz Standardgleisabstand gezeichnet (bezüglich der Gesamtlänge von 440 cm auf Kante genäht). Das verkürzt dann natürlich die Nutzlängen der Gleise um 26 bzw. 39 cm. Für den gewünschten Zug aus 4 Umbaudreiachsern plus BR 64 reicht es auf dem kürzeren Einsatzgleis vielleicht schon nicht mehr, wenn das längere Gleis für den Güterzug gebraucht wird.
    Der Bau der Gleisunterführung dürfte aber selbst mit diesem größeren Abstand nicht ganz einfach werden.



    2. Nachtrag: Da die Raumnot schmalere Anlagentiefen verlangt, habe ich nochmal etwas probiert:



    Im Bahnhofsteil habe ich den Winkel des Hauptgleises zur Wand geringfügig von 5,6° auf 4,2° verringert und die beiden unteren Stumpfgleise am Ende wieder dezent parallel zur Vorderkante gelegt. Und schon kommt man hier mit maximal 70 cm Anlagentiefe aus.
    Im Hafenteil würde ich keinesfalls auf das Umfahrungsgleis im Einsatzbahnhof verzichten, weil dieses die Variabilität der Zugfahrten erheblich erweitert. Dagegen könnte man die Hafengleise durch einfügen einer Kurzumfahrung (reicht für 3 kurze Güterwagen) reduzieren. Einschließlich der geforderten 10 cm Distanz zum Hafenbecken kommt man dann mit 65 cm Anlagentiefe aus. Nachteil ist die dann nur noch kurze Kulisse.

    Gude,


    die Firma Lenz ist bezüglich der Vorbilddaten schon immer eher zurückhaltend (warum eigentlich?).
    Meine bisherigen Erkenntnisse dazu:


    Lenz stellt die neuen Lokmodelle zuerst in der Epoche IIIb Variante her, also mit drittem Spitzenlicht aus der Zeit von etwa 1958 bis 1968.
    Da war die 56 323 (Scheibenvorlaufräder) vom 8.5.52 - 23.12.65 beim Bw Gießen.
    Die 56 362 war von 1950 bis 1965 beim Bw Friedberg.


    Die 55 3788 war bis 18.8.1961 beim Bw Duisburg Ruhrort-Hafen und dann bis bis 27.1.1969 z beim Bw Duisburg-Wedau.
    Die 55 4416 war von 1950 bis mindestens 1965 beim Bw Gießen.


    Zu den DR-Lok 56 217 (z 22.9.1966 beim Bw Berlin Lichtenberg) und 56 438 (z 17.10.1967 beim Bw Pasewalk) findet man hier etwas: https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,9252771 .
    Die 55 3391 wurde am 16.9.1968 beim Bw Elsterwerda, die 55 4713 am 22.10.1968 beim Bw Halberstadt ausgemustert.

    Gude Dimo,


    es hat bis zu Beitrag #74 gedauert, bevor endlich eine eindeutige Ansage bezüglich der maximalen Abmessungen (390 x 55 cm) für den heimischen Betrieb Deiner geplanten Anlage kam.
    Dies sollte das Maß der Dinge sein um unabhängig Betrieb machen zu können, denn Du wirst wahrscheinlich mehr zu Hause als auf Treffen/Ausstellungen spielen. Ich schreibe das aus eigener Erfahrung.


    Die Module müssen keineswegs gleich groß sein. Auch meine Modulanlage von 450 x 50 cm besteht aus vier unterschiedlich langen Modulen. Die Trennstellen richten sich nach dem Gleisplan. Bei Kleinanlagen sollte der Gleisplan immer Vorrang haben, damit ein noch sinnvoller Betrieb möglich ist.


    Der sehr interessante Plan von H3x mit dem atmosphärisch dichten aber die Längen-/Breitenverhältnisse verniedlichendem Schaubild von hallunke (so etwas zu zeichnen ist zugegebnermaßen äußerst schwierig) hat Dir sehr gut gefallen (mir auch).
    Ich habe ihn mal mit der Lenz Gleisgeometrie dargestellt. Schiebe- und Segmentbühne (Bühnenlänge 60 cm) haben Platz für eine Köf II und zwei kurze oder einen längeren Güterwagen. In Gleis 2c passen ebenfalls maximal zwei kurze Güterwagen, allerdings ohne Lok (Nutzlänge abzüglich Prellbock 45 cm).



    Man kann durchaus mit 55 cm Anlagentiefe auskommen, aber für den kurzen Bahnsteig hat man nach vorne keinen Platz mehr und auch der vordere Abgang der Brücke hat keinen Platz. Den Raum für den vorderen Brückenabgang findet man durch weglassen des kurzen Gleisstummels für die Köf. Dieser ist sowieso völlig überflüssig, da die Köf ja die einzige interne Lok ist und es daher egal ist, wo sie bei Betriebsruhe abgestellt wird.



    Die externe Rangierlok stellt die Wagen über Gleis 1 nach Gleis 2c bereit und holt sie auch dort wieder ab. Man kann zwar mit einer Vielzahl unterschiedlicher Güterwagen rangieren, aber auf Dauer fehlt etwas Abwechsung, denn ab und zu einen Personenwagen an den Kurzbahnsteig zu schieben und wieder abzuziehen (kann auch ein Triebwagen sein) ist nicht besonders prickelnd. Optisch wäre die Anlage auf jede Fall ein echter Hingucker, aber auch baulich anspruchsvoll.


    Ich möchte deshalb noch einmal auf die im anderen Thread angesprochene Alternative "Kleineidenstein" zurück kommen.
    Optisch sicherlich nicht so spektakulär, dafür aber etwas einfacher zu gestalten und betrieblich meiner Meinung nach vielfältiger. Man kann nach unterschiedlichen Fahrplänen fahren und im Güterbetrieb mit Wagenkarten und Zufallsgenerator (Frachtagent oder Würfel) arbeiten.


    Ich habe den Plan gemäß Deiner möglichen Dimensionierung angepasst. Die eigentliche Anlage ist durch Verwendung einer Doppelweiche nur noch 295 x 55 cm lang und statt der von mir gezeichneten 95cm langen dreigleisigen Schiebebühne kann man natürlich einfach ein Regalbrett nehmen und darauf entsprechende Zugkassetten/Trassenbretter bereit stellen.



    Es lassen sich kurze Züge/Übergaben mit bis zu drei kurzen Güterwagen fahren. Auch Reisezüge mit zwei Donnerbüchsten oder einem Pärchen aus Umbaudreiachsern mit Lokomotiven bis hin zu BR 86/94.5 oder V80/100 lassen sich bei Bedarf einsetzen. Interessant sicherlich auch ein zweiteiliger Schienenbus mit Stückgutwagen (PmG), bei welchem der Motorwagen dann den Verschub erledigen muss (einteilig mit zwei Güterwagen geht natürlich auch). GmP mit einem Personenwagen und bis zu zwei kurzen Gürewagen und kurzer Lok geht auch. Wenn die Lok nicht heizen kann braucht der Personenwagen Eigenheizung (siehe z.B. https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,9239461 ).


    Ich habe in einem weiteren Schritt Weiche 4 zur Schutzweiche gemacht und damit die beiden Gleissperren und die Kreuzung eingespart. Die Rangieraufgaben im Bahnhof werden dadurch allerdings etwas komplizierter, was bei der Modellbahn ja durchaus erwünscht sein kann.



    Den Lokschuppen kann man selbstverständlich jederzeit durch einen sonstigen Gleisanschluss ersetzen, falls die Übernachtung einer Dampflok nicht vorgesehen ist. Der erste abgehende Frühzug kann auch als Leerreisezug (Lr) zugeführt werden. Spätabends umgekehrt.


    Vielleicht können meine Ausführungen zu Deiner Entscheidungsfindung beitragen.

    Gude Miching,


    in Deinem Beitrag #31 geistert sogar der Wert 80 statt 85 km/h für die zulässige Geschwindigkeit Tv für die BR 38 Wanne herum. Den hast Du vielleicht im Web aufgeschnappt (habe ich auch fast alles gelesen und da wird vieles durcheinander gebracht). Dieser Wert betrifft die nachträgliche Zulassung für Nostalgielok nach der Aufhebung des Dampfverbots bei der DB, damit sie bei Sonderfahrten den normalen Betrieb nicht zu sehr aufhalten. Fahrdynamisch war das ja auch möglich, aber es ging bei dem ursprünglichen Wert um den Schutz des Fahrpersonals bei Rückwärtsfahrt mit hinten offenem Führerhaus. Die Museumsbahner (bin ich auch) tun das ja freiwillig als Hobby.


    Den von Dir zitierten Satz (Seite 254) habe ich natürlich auch gelesen. Man muss ihn aber in Zusammenhang mit den vorangehenden Sätzen lesen, um zu erkennen, dass sich die 85 km/h auf die Wendezuglok mit geschlossenem Führerhaus beziehen. Leider hat der Autor hier einen dem Textverständnis nicht zuträglichen schlechten Satzbau bzw. Satzstellung gewählt.



    Auch z.B. bei Wiki findet sich der ziemlich eindeutige Satz: "Bei Lokomotiven, die dabei auch eine Führerhausrückwand erhielten, konnte die Höchstgeschwindigkeit bei Rückwärtsfahrt von 50 km/h auf 85 km/h erhöht werden."


    Edit hat noch Nachlässigkeiten korrigiert.

    Gude Sandra,


    selbstverständlich kannst Du das auch so machen, wie von Dir gezeigt. Allerdings ist bei Deiner Variante das Gleis 3 am Anfang nicht parallel zu Gleis 2 (=5,6° geneigt zur Wand), sondern nach der unmittelbar an die DKW anschließenden 8,4°-Biege dann parallel zu Gleis 2b/Wand.


    Allerdings solltest Du darauf achten, dass der Abstand zwischen Gleis 3 und 4 nicht unnötig groß wird. Der normale Lenz Gleisabstand reicht völlig. Das kommt dem Innenraum zugute.


    Ich habe bei meiner Version die Peco DKW selbst um 3,2° gedreht, so dass Gleis 3 tatsächlich mit einem Gleisstück G1 (45010) parallel zu Gleis 2 beginnt und dann nur noch 5,6° nötig sind um parallel zu Gleis 2b/Wand zu verlaufen. Zwei Gründe haben mich dazu bewogen:
    1) Der Gleisverlauf auch hin zu Gleis 3a ist schlanker.
    2) Wie schon erwähnt, soll die Gleiswaage möglichst nahe hinter dem Grenzzeichen der DKW beginnen (und dazu braucht man die Gerade), damit auch mal mehrere Wagen gemeinsam über die Waage gedrückt werden können, ohne jeden Wagen einzeln zu- und abführen zu müssen. Natürlich nur, falls so etwas überhaupt nachgespielt werden soll. Vielleicht willst Du die Gleiswaage aber auch in einem anderen Gleis unterbringen.



    Du kannst das aber alles nach Deinem Geschmack regeln bzw. wie es für Dich einfacher darstellbar ist. Ich biete nur Vorschläge an.

    Ach Dirk,


    das wurde doch schon früher erwähnt. Gegenüber des Fähranlegers ist nichts als das Hafenbecken, in der Modellbahnrealität schlicht der Zugang zum Innenraum. Den engen Bogen der Bahnhofsausfahrt gibt es doch in Wirklichkeit genau so wenig wie die drei Abstellgleise für die Zuggarnituren. In natura ginge es doch nach der Bahnhofsausfahrt ziemlich geradeaus. Wie auf allen anderen Anlagen mit diesen Radien ist das doch nur eine den engen Platzverhältnissen geschuldete modellbahnerische Krücke. Fantasie ist gefragt.
    Und wenn die Eisenbahn schon so einen engen Radius fahren kann, dann kann das die Fähre auch und biegt nach dem Ablegen sofort eng nach links ab zur Tür hinaus. Und da gibt es dann tatsächlich eine Klappbrücke.

    Gude Sandra,


    nachdem in diesem Thread Ruhe eingekehrt ist (wahrscheinlich bist Du kräftig am bauen), mir die Entwicklung aber ausgesprochen gut gefällt, habe ich in einer ruhigen Stunde noch einmal einen Gleisplanvorschlag nahe an Deiner letzten Planung ersonnen. Diesmal mit Nummern an den Gleisen und Weichen, den nötigsten Signalen und den entsprechenden Grundstellungen von Weichen.



    Da Du die Weichen wahrscheinlich ferngestellt betreiben willst (gemäß Epoche III simuliert mechanisch), sind natürlich bei Zugfahrten die nötigen Sicherungsmaßnahmen einzuplanen (auch hier reicht natürlich eine simulierte Darstellunga aus).
    In diesem sehr kleinen Bahnhof gibt es nur eine Einfahrstraße (nach Gleis 1) und eine Ausfahrstraße (von Gleis 1). Der Fahrdienstleiter kann in begründeten Fällen Ausnahmen zulassen.
    Im Verschlussregister des Stellwerks (entweder separater Bau oder im Empfangsgebäude) sind deswegen bei Zugfahrten alle Weichen, die vom Zug befahren werden (1/3/7/10) oder die Flankenschutz für den Zug bieten (4c/d und 5) in der Grundstellung (+-Zeichen auf Seite der abliegenden Zunge) festzulegen. Ebenso die beiden dem Flankenschutz dienenden Gleissperren.
    Bei ortsgestellten Weichen müssen diese Weichen/Gleissperren mit einem Schloss ausgestattet sein (alle Schlüssel bei Zugfahrten am Schlüsselbrett im Stellwerk).


    Weiche 2 hat zwar keine Schutzfunktion aber dennoch eine Grundstellung, in welcher sie mehrheitlich befahren wird, insbesondere beim Umsetzen von Lokomotiven.
    Flankenschutz für Zugfahrten nach/von Gleis 1 gegegn Gleis 2/2b besteht im Rangierverbot für Rangierabteilungen in diesem Gleis bzw. durch abschließbare Radvorleger für vorübergehend dort abgestellte Wagen.


    Ein Ausfahrsignal ist bei einem solch kleinen Bahnhof an einer Nebenstrecke nicht vorgeschrieben und auch nicht nötig. Ein Einfahrsignal jedoch wegen der erhöhten Rangiertätigkeit im Bahnhof angebracht. Dort steht dann auch der Geschwindigkeitsanzeiger Zs3 für die Einfahrt in ein Stumpfgleis. Am Ende des Gleises 1b steht dann eine Sh2 Scheibe (wegen der Übersichtlichkeit nicht eingezeichnet).
    Ans Ende aller anderen Stumpfgleise gehört eine Sh0-Scheibe (ebenfalls nich eingezeichnet).


    Unmittelbar hinter dem Grenzzeichen von Weiche 10 steht die Rangierhalttafel Ra10.
    Fahrten zum Hafen sind normale Rangierfahrten, weil sie noch innerhalb des Bahnhofs abzweigen (Bahnhofsgrenze ist das Esig).


    Weiche 10 hat nur im Modell eine Sonderstellung, da sie zu den "virtuellen" Gleisen 21-23 führt, welche bei Indoorbetrieb die Strecke nach draußen ersetzen. Ansonsten ist sie lediglich Abzweigweiche zum Hafen.


    Zum Gleisplan im Bahnhof:
    Da Du als Weiche 4 eine schlanke Peco-DKW nutzen willst, passt der Weichenwinkel nicht zum Lenz Gleissystem. Deshalb habe ich zwischen Weiche 2 und 4 ein Stück Flexgleis eingezeichnet, welches mit einer Länge von ca. 22cm und einem Radius von ca. 3200mm den fehlenden 3,25°-Winkel ergänzt. Ebenso ein ca. 32cm langes Flexgleis mit Mindestradius 3800mm zwischen der DKW und Weiche 6.
    Dadurch liegt Gleis 3 nach der DKW wieder parallel zu Gleis 2 (1 Stück Lenz G1), was für die Gleiswaage wichtig ist, da sie im geraden Gleis liegen sollte. Außerdem wird so der unschöne Bauch im Gleis 3 vermieden. Danach führt Gleis 3 mit einem halben R10 und je einem G1 und G2 (oder einem entsprechenden Stück Flexgleis) zur Rampe.


    Der Hafenbereich (hier wären die Weichen wahrscheinlich ortsgestellt) ist zwar noch Zukunftsmusik, aber auch hier habe ich mal Gleis- und Weichenbezeichnungen eingeführt.
    Die Weichen 11/12/13 führen zu den Abstellgleisen und sind "virtuell", da sie das Streckengleis nach draußen ersetzen.
    Weiche 14 hat die Grundstellung zur Ein-Ausfahrt hin und Weiche 15 c/d in Richtung Weiche 14, damit versehentlich aus den Gleisen 25/26 ablaufende Wagen nicht ins Hafenbecken fallen.
    Damit der Abstand von Gleis 23 und 24 nicht unnötig groß wird (jeder Zentimeter Bewegeungsfreiheit im knappen Innenraumm ist wichtig), kann man die die Abzweige in den Verbindungen der Weichen 13/14/15 kürzen. Nebenbei verlängern sich die Nutzlängen in den Gleisen 24/25 dadurch um bis zu 15cm. Gleis 26 sollte dann aus einem Flexgleis bestehen, mit einem dezenten Bogen weg von Weiche 13, um für den nötigen Abstand und Nutzlänge (3 kurze Güterwagen) zu sorgen.


    Eine Umsetzmöglichkeit per Schiebebühne bis nach Gleis 24 halte ich im Interesse einer durchgehenden Kulisse (der händische Zugriff auf die Gleise 21/22 sollte aber uneingeschränkt möglich sein) für überflüssig. Statt dessen könnte man am Ende der Gleise 24/25 eine Spillanlage darstellen (siehe folgendes Foto; diese muss nicht funktionsfähig sein, ist aber eine gute Begründung die Wagen im Modellbetrieb entsprechend händisch zu verschieben). Über Umlenkrollen lassen sich dann Wagen aus den Gleisen 24a/25a/26 in die Gleise 24/25 ziehen. Oder man geht von einem vorhandenen Kleinrangiergerät aus, welches den selben Zweck erfüllt (siehe z.b. das Video zum MINI Rangierer https://www.zagro.de/bahntechnik/videos/#c647 oder insbesondere die Abb. 8/22/23/25 hier:http://www.vbg.de/SharedDocs/M…blob=publicationFile&v=14 .




    Veilleicht hilft Dir die eine oder andere Anregeung weiter.


    PS: Edit hat noch ein paar Fähler korrigiert.