Posts by S0MEC

    Hallo Klaus,


    ... aber gibt es einen Hersteller, der auch Weichensignale für Innenbogenweichen anbietet??


    Für Deine Innenbogenweichen kannst Du die normalen Weichensignale verwenden: Wn1 für den schwächer gebogenen Zweig und Wn2 für den stärker gebogenen - beides geweils von der Weichenspitze aus gesehen. Auch die Signalisierung von der Herzstückseite ist genauso wie bei einer normalen Weiche - also kein Grund, nach einem Hersteller zu suchen.


    Mit freundlichem Gruß
    Stefan (privat, nicht als Webmaster)



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    Hallo T3-Freunde,


    auch hier sieht man, dass es Lampen gibt/gab, die wie die auf der Lenz´schen T3 aussehen: Bild


    Mit freundlichem Gruß
    Stefan (privat, dem kleinere Lampen auch besser gefallen würden)



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    Ein Tipp von uns für Einsteiger lautet:


    Wunschmodell gesucht? Die Suche kann man langsam und gelassen angehen lassen, denn fast jede Lokomotivbaureihe wurde schon mal in Spur 0 gebaut. Eine Übersicht der meisten gebauten Lokomotivmodelle gibt es hier: Metropolitrain


    Ein regelmäßiger Blick auf die Verkaufsseiten dieses Forum, des Forums bei der ARGE Spur 0 oder auf den bekannten Verkaufsplattformen lohnt sich, denn die meisten Modelle werden auch gehandelt. Ein bisschen Ausdauer führt hier in der Regel zum Ziel.


    Mit freundlichem Gruß an alle Einsteiger und denen, die schon länger Spaß an der Spur 0 haben!
    Stefan



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    Hallo Michael,


    Sorry, aber für diese Zeilen werde ich sicher wieder hier öffentlich und hintenrum mit anonymen Mails als Oberlehrer bezeichnet, aber die Aufklärung scheint erforderlich zu sein.



    Seit wann fahren auf NE Bahnen keine schweren Züge und schwere Loks?


    Ich habe in keinem Satz von einer NE-Bahn gesprochen. Ich habe von Nebenbahn geschrieben. Der Unterschied:
    NE-Bahn ist die Abkürzung für "Nichtbundeseigene Bahn" und bezeichnet alle Eisenbahnstrecken, die nicht zu den Eisenbahnen des Bundes, heute geführt bei der DB Netz AG bzw. vorher bei der Deutschen Bundesbahn, gehören. Umgangssprachlich wurden diese Bahnen auch gerne als "Privatbahnen" bezeichnet.
    Nebenbahn hingegen ist eine Unterteilung nach Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO), diese unterteilt die Eisenbahnstrecken in Hauptbahnen und Nebenbahnen. Für Nebenbahnen gelten in der Errichtung und der Unterhaltung andere Pflichten und Auflagen als für Hauptbahnen. Diese drücken sich in niedrigeren Achslasten, eine geringere Signalausstattung und deutlich niedrigeren Geschwindigkeiten aus - Details können in der EBO (online leicht zu finden) nachgelesen werden.


    Auf Hauptbahnen müssen Einfahr- und Ausfahrsignale aufgestellt werden, auf Nebenbahnen ist das nur entsprechend der gefahrenen Geschwindigkeiten erforderlich (siehe meine vorigen Postings zum Thema).


    Auch NE-Bahnen können Hauptbahnen oder Nebenbahnen haben.




    Auf meiner alten Hausstrecke der TWE fuhr zB. die V320 mit 1600 Tonnen Stahlzüge oder damals schon die Claas Übergabe Züge von Harsewinkel nach Lengerich oder Ibbenbüren, mit Mähdrescher bis zum Horizont. Was ist denn mit der WLE? Auch eine NE Bahn. Schau doch mal zb in Beckum die ankommenden Schotterzügen aus Warstein. Ich glaube das sind keine Fliegengewichte?


    Richtig, die benannten Strecken der NE-Bahnen, die Du hier anführst, sind alle nach EBO Hauptbahnen oder Nebenbahnen, die für spezielle Zwecke weiter ausgebaut wurden als die EBO es erfordert. M.W. hat die TWE nicht auf allen Bahnhöfen Hauptsignale stehen, was für eine Nebenbahn spricht. Aber eine Ausrüstung für eine Achslast von 20,0 t oder 22,5 t (eben hauptbahnmäßig) ist auch auf Nebenbahnen möglich, war aber bis in die 80er Jahren bei den Bahnen des Bundes (DB) nicht der Standard.




    Sehr interassant waren auch Umleitungen. Da kam schon mal ein VT 11.5 durch die Wiesen gefahren.


    Der benötigt keine Hauptbahn, um verkehren zu können, denn er hat eine niedrige Achslast und kann somit auf Strecken mit weniger als 20 t zulässiger Achslast verkehren.


    Übrigens: Das Betriebsprogramm von Thomas spricht nicht davon, dass er eine NE-Bahn nachbilden will, sondern schon die Bundeseigene Eisenbahn als Vorbild hat.


    Freundlicher Gruß
    Stefan (privat als Berufseisenbahner, nicht als Webmaster)



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    Ergänzung:


    Bundeseigene Eisenbahn und NE-Bahn: Unterscheidung nach Eigentümer, NE-Bahn ugs. Privatbahn, Bundeseigene Eisenbahn = Staatsbahn


    Hauptbahn/Nebenbahn: Unterscheidung nach EBO mit unterschiedlichen Ansprüchen an Ausrüstung der Strecken, den Bahnbetrieb oder der Instandhaltung - Nebenbahn = einfacher und langsamer. Auch NE-Bahnen können Haupt- und Nebenbahnen haben.


    Fahrdienstvorschrift und Signalbuch: Regelwerk der Bundeseigenen Eisenbahnen nach EBO und ESO


    FV NE und eigene Signalregeln angelehnt an den Grundsätzen der Eisenbahn-Signal-Ordnung (ESO) bei NE-Bahnen.


    Eilzug: verkehrliche Bezeichnung eines Reisezuges, der auf Haupt- und Nebenbahnen bei den Bahnen des Bundes und den NE-Bahnen verkehren kann. Keine Bezeichnung nach EBO!



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    Hallo Thomas,


    ...Ich tendieren momentan zu dieser Lösung:

    • Keine SIgnale, nur H-Tafeln
    • Ortsgestellte Weichen
    • Gleissperre am Ladegleis

    Unschlüssig bin ich in Bezug auf Zugkreuzungen mit Personenzügen... aus betrieblicher SIcht wäre es sehr gut, wenn Kreuzungen stattfinden könnten, da die 1-gleisige Strecke doch wegen der Wendel sehr lang ist. Hier mal das "Betriebsschema":


    Bist Du Dir wirklich sicher? Wenn Du das machst, stufst Du Deine gesamte Modellbahn zur Nebenbahn herab, denn dieser Bahnhof liegt quasi "mittendrin". Nebenbahn bedeutet, dass Du nicht mal einen Schnellzug durchrauschen lassen kannst, weil die Höchstgeschwindigkeit dann maximal 60 km/h sein kann. Schwere Loks haben dann da auch nicht zu suchen, genauso wenig voll beladene Güterwagen. Und warum das Ganze? Weil Du Dir dann ein paar Hauptsignale sparst?


    Also wie schon geschrieben würde ich vier Ausfahrsignale hinstellen - alleine schon, um betrieblich voll flexibel zu bleiben und darüber hinaus sind Hauptsignale immer wieder schön anzusehen...


    Gruß
    Stefan (privat, nicht als Webmaster)




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    Hallo Frank-Martin,



    nun bin ich fündig geworden, was die Maße der Antriebskästen an Weichen und DKWs sowohl auch die Maße der Blechkanäle für die Leitungs-Führung betrifft.


    Im MiBa-Report "Mechanische Stellwerke, Band 1" von 1999 (Autor ist Stefan Carstens) sind die entsprechenden, bemaßten Zeichnungen abgebildet.


    Das wurde weiter oben auch schon mehrfach als Quelle für Daten genannt.


    Ansonsten kann man auch die LST-Regelzeichnungen bemühen, da stehen auch die Maße drin.



    Freundlicher gruß
    Stefan (privat, nicht als Webmaster)




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    Hallo zusammen,


    werin TrainDesign mit der neuen Weiche des Hausherrn, der SNM-Betriebsweiche, planen möchte, benötigt die entsprechenden Daten, um diese Weiche dort abbilden zu können.


    Diese Geometrie bzw. erforderlichen Daten habe ich mal ermittelt:




    Viel Erfolg mit den Daten!


    Wer mir seine Mail-Adresse per PN zusendet, kann von mir die Import-Datei für diese Weichen erhalten - dann erspart man sich die Dateneingeberei.



    Mit freundlichem Gruß aus dem Verein,
    Stefan




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    Hallo zusammen,


    hier die Daten der Lenz-Weichen:



    Hier die Daten der einfachen Weiche:


    Hier die Daten für die kleine Kreuzung:


    Hier die Daten für die Doppelweiche:


    Hier die Daten für die DKW:


    Und zu guter Letzt die Daten für die Innenbogenweiche:


    Viel Erfolg mit den Daten!


    Mit freundlichem Gruß
    Stefan



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    Hallo zusammen,


    an anderer Stelle haben wir schon über Daten der Lenz-Weichen für die App TrainDesign (läuft nur auf dem iPad, App ist aber kostenlos) geschrieben. Da ich mittlerweile alle relevanten Weichen in TrainDesign integriert habe, stelle ich im Namen des Vereins hier diese Daten zur Verfügung.


    Mehr in den kommenden Beiträgen.


    Mit freundlichem Gruß
    Stefan



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    Hallo Thomas,



    Würdest Du dann auch zu ortsgestellten Weichen tendieren?


    Die Beantwortung richtet sich nach Deinem Betriebsprogramm. Wenn Du nur Durchfahren willst und nur selten Kreuzungen machst und wenig Züge verkehren, dann reichen ortsgestellte Weichen, die mit einem Schloss verschlossen sind - der Schlüssel gehört dann in ein Schloß am Stellwerk und stellt dort die Sicherheit her. Das gilt aber nur für Nebenbahnen mit sehr wenig Verkehr.


    Die Signalfrage richtet sich nach der gefahrenen Geschwindigkeit:
    Bei Einfahrgeschwindigkeiten von mehr als 50 km/h müssen Einfahrsignale aufgestellt werden.
    Bei Ausfahrgeschwindigkeiten von mehr als 60 km/h müssen Ausfahrsignale aufgestellt werden.


    Es gibt also durchaus die Möglichkeit, dass Einfahrsignale aufgestellt werden, aber auf Ausfahrsignale verzichtet werden kann - aber dann darf nur langsam gefahren werden.


    Übrigens: Wenn auf Ausfahrsignale verzichtet wird, sollten Haltetafeln (Signal Ne 5, das berühmte "H") aufgestellt werden, damit der Lokführer einen Hinweis auf den richtigen Halteplatz hat.


    Wenn Deine Anlage meine wäre, würde ich so tun, als wenn die Einfahrsignale vor den Tunneln stünden und nur vier Ausfahrsignale aufstellen. Diese gerne mit Seilzugnachbildung. Theoretisch wäre es möglich, die Weichen dann ortsgestellt zu lassen, aber dann dauert die Kreuzung sehr lange, weil die Weichen erst aufgeschlossen, dann umgestellt und wieder neu verschlossen werden müssen. Der Fahrdienstleiter läuft sich dann "einen Wolf" und das dauert alles. Okay, auf Nebenbahnen hatte man früher die Zeit...


    Ich würde dann passend zu den Hauotsignalen auch die Weichen mit einer Antriebsnachbildung versehen und schön viele Drahtzüge verlegen.


    Ach ja: Das Ladegleis braucht auf jeden Fall eine Gleissperre, die auch mit einem Antrieb zu versehen ist...


    Hoffe, die Ausführungen helfen Dir bei Deiner Entscheidungsfindung etwas weiter?!?!?


    Aber: Bitte nimm keine Bilder von Museumsanlagen als Vorlage!!! Museumsbahner sind meistens sehr rührig und wollen zeigen, was es alles bei der Bahn gegeben hat. Dementsprechend zeigt die Quelle Deines Bildes einen Raum, in dem alles reingestellt wurde, was nach alter Eisenbahn aussah. Leider "passt" da einiges absolut nicht - wie man an den abgestellten Weichenhebeln sehen kann....


    Freundlicher Gruß
    Stefan (privat, nicht als Webmaster)


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    Hallo Thomas,


    ... Aber was machen die mit der Hebelbank(Foto 2. Zeile, linkes Bild).


    Alles, nur keine Weichen oder Signale stellen. Es ist keine Hebelbank, es sind nur zwei Stellhebel, es sind keine Seile aufgelegt, es gibt keine Bank unter dem Hebel, es gibt keinen Verschlusskasten...


    Thomas, das ist ein Museum, in dem alles mögliche gezeigt werden soll. Nur Bahnbetrieb kann damit nicht gemacht werden. Insofern vergiss dieses Bild als Beweis für ein Stellwerk im Gebäude.


    Mit freundlichem Gruß
    Stefan (privat, nicht als Webmaster)



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    Hallo zusammen,


    manch einer von Euch hat ja ein verlängertes Wochenende und vermisst vielleicht die Spur 0? Dann wäre unser November-Fahrtag, der am 02.11.18 in unserem Vereinsheim in Rheinberg, Bahnhofstraße 57c, Ladestraße, stattfindet, die ideale Gelegenheit, den Hunger nach Spur 0 zu stillen. Der normale Hunger kann natürlich auch bei uns gestillt werden. Na, sehen wir uns?


    Mit freundlichem Gruß
    Stefan


    P.S.: Ab 13.00h ist schon jemand im Vereinsheim.




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    Hallo zusammen,


    danke für die freundlichen Reaktionen auf unseren kleinen Test!


    Mir ist gerade aufgefallen, dass ich Euch die Größenangaben des Antriebs unterschlagen habe. Aber: Ich habe Gestern den Maßstab an den Antrieb gehalten, aber mir die Maße nicht gemerkt ;(:wacko:?(:S


    Sobald ich wieder ins Vereinsheim komme, liefere ich die Abmessungen nach - versprochen!




    Nun kann ich meine Gartenbahnweichen doch elektrisch stellen, ohne zusätzliche 12-V-DC-Kabelstrecke und Schaltmimik. Da kommt Freude auf.


    Liebe Hannah, gestatte mir den Hinweise, dass ich den Antrieb nicht für wetterfest halte. Auf dem Bild der Unterseite kannst Du diverse Öffnungen sowie freiliegende "Löt- oder Kontaktpads" sowie ein paar Öffnungen erkennen. Auch der Auslass des Stellhebels und das Loch für die Weichenlaterne ist "wasserdurchlässig" und der Antriebskasten selbst ist nicht wasserdicht verschlossen. Also selbst wenn "Spritzwasser" im günstigsten Fall kein Problem bereiten dürfte, kann Wasser eindringen. Und einen Betrieb während im Innern Wasser steht (bspw. nach einem Regenfall) dürfte nicht optimal sein (Kurzschlussgefahr). Sorry, aber ich würde nicht empfehlen, diesen Antrieb ohne weitere Schutzmaßnahmen gegen eindringende Feuchtigkeit draußen in Betrieb zu nehmen.


    Mit freundlichem Gruß
    Stefan




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    Lange wurde auf ihn gewartet, nun ist er da: Der neue Weichenantrieb 45040 wurde in diesen Tagen ausgeliefert und wir haben in unserem Verein ein Exemplar genutzt, um eine Handweiche damit auszurüsten. Die Handweiche war aber keine Lenz-Weiche, doch dazu später mehr.


    Geliefert wird der Weichenantrieb in einer Klarsichtverpackung, so dass alle Teile gut sichtbar sind. In der Verpackung sind neben dem eigentlichen Antrieb noch zwei Weichenlaternenaufsätze, einer Anschlussplatine, einem Beutel mit ein paar Schrauben und „Einsteckmuttern“ sowie einer ausführlichen Einbau- und Bedienungsanleitung.



    Der Weichenantrieb selber hat zwei Anschlusskabel mit einem gemeinsamen Stecker, einem Weichenlaternensockel, der sich entsprechend der Weichenantriebsstellung dreht und neben der Stellstange zwei Stege mit Langlöchern zum Anbau des Antriebs an der Weiche. Der Antrieb selber hat einen DCC-Decoder integriert und kann alternativ zum Digitalsystem auch mit Gleichstrom betrieben werden.




    Das "spitze Hütchen" hinten rechts ist der Laternensockel, der im Betrieb von unten beleuchtet wird. Auf dieses Hütchen wird der passende Weichenlaternenaufsatz einfach aufgesetzt.


    Und so sieht der Antrieb von unten aus:



    Im DCC-Betrieb bekommt der Antrieb eine eigene Adresse und wird systemgetreu geschaltet. Wenn der Antrieb analog, also mit Gleichstrom, gesteuert werden soll, wird Gleichstrom von 12 bis 18 Volt benötigt. Die Gleichspannung muss dauernd anliegen und versorgt damit die Weichenlaterne mit Strom, sie leuchtet also auch im Analogbetrieb kontinuierlich. Zum Umstellen der Weiche wird die Gleichspannung einfach umgepolt und der Antrieb läuft in die andere Lage.


    Der Anbau des Antriebs an eine Lenz-Weiche geht recht problemlos. Die rechteckigen „Einsteckmuttern“ werden links und rechts neben der Stellschwelle in die Hohlschwellen geschoben, der Antrieb wird von oben auf diese beiden Hohlschwellen aufgesetzt und mit zwei Schrauben durch die Hohlschwellen in die darunter befindlichen Einsteckmuttern festgeschraubt. Die Langlöcher in den Stegen des Antriebs erlauben eine Feinjustierung des Antriebs. Der Antrieb kann an beiden Seiten einer Weiche montiert werden.


    Der elektrische Anschluss ist ebenfalls unkompliziert: Das Kabel endet in einem kleinen Stecker, der bei Lenz-Weichen aus Fernost-Fertigung einfach in die Buchse in einer der Schwellen eingesteckt werden kann.



    Bei Lenz-Weichen aus Peco-Produktion ist die Buchse nicht vorhanden – dort kann die beiliegende Anschlussplatine in einem Schwellenfach unter die Schienenprofile geklemmt werden und in die Buchse auf der Platine wird der Stecker des Antriebs eingesteckt. Fertig! Alternativ kann der Stecker auch abgeschnitten werden und die beiden Kabel werden direkt an eine Ringleitung angeschlossen.


    Kommen wir zur Weichenlaterne. Im Antrieb ist eine Weichenlaterne integriert. Im Lieferzustand ist nur der rechteckige Laternensockel zu sehen, der aus lichtleitendem Material besteht und das Licht der darunter befindlichen Leuchtdiode gleichmäßig in dem aufzusteckenden Laternenaufsatz verteilt.



    Es liegen zwei Laternenaufsätze bei, je einer für eine Linksweiche und für eine Rechtsweiche. Die Helligkeit der Leuchtdiode unter dem Laternensockel ist per CV regelbar.


    Die Weichenlaterne dient auch der Rückmeldung verschiedener Zustände des Weichenantriebs. In bestimmten Situationen leuchtet oder blinkt die Weichenlaterne Rot – was das bedeutet, ist in der beiliegenden Anleitung sehr gut beschrieben.


    Sollte die Position des Laternensockels nicht zur Weichenstellung passen – was je nach Einbausituation passieren kann – dann kann der Sockel einfach aus dem Antrieb nach oben herausgezogen und um 90 Grad verdreht wieder eingesteckt werden. Dieser Hinweis fehlt in ersten Auflage der Einbauanleitung, in der aktuellen zweiten Auflage ist dieser Hinweis mittlerweile zu finden.


    Ein Blick in den geöffneten Antrieb zeigt eine Platine mit einem Minimotor, der über ein Zahnrad den Stellhebel antreibt. Am Ende des Stellhebels ist eine Lichtschranke verbaut, die der Elektronik die Position des Stellhebels zurückmeldet. Ein nach rechts führender Hebel dreht über eine Kinematik die eingesteckte Weichenlaterne (Kinematik nicht im Bild). Im runden Ausschnitt des schwarzen Sockels rechts unter „V8.1“ sind die beiden Leuchtdioden zur Beleuchtung der Weichenlaterne erkennbar.



    Trotz des sichtbaren Motors schaltet der Antrieb recht schnell mit einem deutlich vernehmbaren Schaltgeräusch. Nicht ordnungsgemäß durchgeführte Stellversuche quittiert der Antrieb mit einer rot leuchtenden Weichenlaterne. Der Antrieb lässt sich über die Zungen auch manuell schalten. Ein Umstellen der Weiche über die Weichenlaterne ist nicht möglich und wird in der Anleitung auch ausdrücklich verboten.


    So weit die Beschreibung des neuen Antriebs. Um ihn im Betrieb zu erproben, haben wir eine Handweiche im Bw-Bereich unserer Anlage ausgesucht, es handelt sich dabei um eine alte Peco-Weiche, der einzigen Weiche unserer Vereinsanlage, die wir nicht selber gebaut haben. Nach Demontage des Handstellhebels musste erst einmal der Schotter bzw. die Erdimitation neben der Weiche entfernt werden. Das dauerte länger als die eigentliche Montage des Antriebs.


    Da die Weiche fest eingebaut ist, haben wir darauf verzichtet, die Einsteckmuttern in hohle Schwellen einzusetzen. Zur Befestigung des Antriebs wurden links und rechts der Stellschwelle je ein kleines Loch in die Schwelle gebohrt, in die die Schrauben, welche den Antrieb halten, eingedreht wurden. Die Stellschwelle der alten Peco-Weiche wurde passend bearbeitet: Die Oberfläche wurde geglättet und ein Loch im passenden Durchmesser für den Zapfen der Stellstange des Antriebs gebohrt. Dieser Zapfen der Stellstange wird in das Loch der Stellschwelle gesteckt und der Antrieb mit zwei Schrauben im Langloch, die in die vorhin gebohrten Löcher eingeschraubt werden. Nach einer kleinen Justierung war der Antrieb montiert. An der Peco-Weiche musste die Feder, die die Zungen in der Endlage festhält, demontiert werden, was ohne Probleme möglich war.



    Das Bild zeigt den montierten Antrieb. Um die elektrische Funktion zu erproben, haben wir die Anschlussplatine einfach von oben auf die Schienen gelegt und mit der Zange beschwert. So konnte der Antrieb justiert und ausprobiert werden. Nachdem das erfolgreich geschehen war, wurde ein Loch neben dem Antrieb gebohrt und das Kabel nach unten unter die Anlage verlegt.



    Diese beiden letzten Bilder zeigen die alte Peco-Weiche mit dem neuen Lenzantrieb in den verschiedenen Endlagen.



    Unser Fazit: Der neue Weichenantrieb mit integriertem Digitaldecoder ist problemlos bei Lenz-Weichen und mit ein wenig bastlerischem Geschick auch bei Fremdweichen mit leichtgängigen Zungen anbaubar. Die Funktion des Antriebs ist sicher und das Umstellgeräusch ist hörbar, aber nicht sehr aufdringlich. Die wenigsten Modellbahner werden diesen Antrieb mit Gleichstrom betreiben, dafür gibt es preisgünstigere Lösungen. Aber der integrierte Digitaldecoder macht die digitale Ansteuerung einer Weiche wirklich unkompliziert!


    Mit freundlichem Gruß
    Stefan



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    Hallo zusammen,


    auch ich habe Freitag im Club den ersten Weichenantrieb verbaut und kann Positives berichten. Die elektrische Inbetriebnahme war problemlos, die Justierung auch und die Rückmeldung über die blinkende und ggf. Rot leuchtende Weichenlaterne klappte auch gut.


    Die Montage an einer aktuellen Lenz-Weiche ist wirklich problemlos, der Weichenantrieb passt gut ins Lenz-System. Die feste Anbringung an der Weiche gestattet es auch "Teppich-Bahnern", den Antrieb anzubauen und dauerhaft montiert zu lassen.


    Weiter oben wurde die Größe des Antriebs bemängelt. Ja, der Antrieb ist größer als die entsprechenden Antriebe beim Vorbild, aber wir spielen mit zu engen Radien und durch die Größe des neuen Antriebs konnte die Weichenlaterne außerhalb des von den Fahrzeugen benötigten lichten Raums montiert werden, so dass hier die Betriebssicherheit verbessert werden konnte. Dieser Antrieb scheint derzeit der einzige Antrieb zu sein, der für das "Teppich-Bahning" geeignet ist - da wird m.E. auch aufgrund der "Laternensicherheit" der Größenfaktor nebensächlich. Und wenn die Größe doch stört, sollte man, wie Bahnboss das erwähnt hat, über Tarnungen nachdenken. Eine farbliche Anpassung an die Umgebung ist sicher genauso geeignet wie ggf. das Auflegen von dünnen Platten, die die Form von Weichenantriebskasten und Umlenkrollenkasten haben und somit die Oberfläche unterteilen und die Größe optisch kaschieren.


    Aus Sicht der Vereinskollegen und aus meiner Sicht würden wir für die Funktionalität den berühmten "Daumen nach oben" :thumbsup: geben. Der neue elektrische Antrieb passt ins Lenz-System und funktioniert gut.


    Ich habe angefangen, diesen neuen Antrieb an eine alte Peco-Weiche auf unserer Vereinsanlage anzubauen. Ich habe für das Freimachen der Baufläche mehr Zeit benötigt als für die Montage und Justierung des Antriebs. Leider musste ich Freitag Abend die Arbeiten unterbrechen, so dass ich noch keine Fertigstellung vermelden kann. Sobald das geschehen ist, gibt es auch einen entsprechenden Erfahrungsbericht samt passenden Fotos - versprochen! Der Antrieb kann dann beim nächsten Fahrtag am 02.11.18 in unserem Vereinsheim "in Aktion" gesehen werden.


    Mit freundlichem Gruß
    Stefan



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    Hallo Herr Rapp,


    danke für die Klarstellung! Dann ist ja alles klar und gut! Ich hatte mich nicht getraut, so einfach mit mehr Kraft am Laternensockel zu ziehen - da sind noch einschlägige Erfahrungen mit den ersten Weichensignalen vorhanden...


    Mit freundlichem Gruß
    Stefan