Posts by Mö_

    Hallo,


    ich freue mich jedesmal, wenn hier jemand einen gelungenen Neu- oder Umbau vorstellt, selbst wenn es nicht meine Schwerpunkte trifft. Die Beschreibungen und Infos enthalten für mich häufig Anregungen zum Nachbau und Ideen für eigene Projekte. In 0 habe ich selbst noch nicht viel vorzuweisen, aber das kommt hoffentlich noch. So lange bin ich ja noch nicht dabei. Bei den ganzen Modellvorstellungen habe ich mich schon so manches Mal gefragt, ob bei euch eigentlich immer alles klappt und nicht auch mal etwas schief geht? Davon liesst man jedenfalls eher nichts;-) Ich komme jetzt wieder darauf, weil ich gerade eine Idee beerdigt habe, die in der Theorie zunächst recht vielversprechend aussah.


    Ausgangspunkt war das Buch "Bayerische Reisezugwagen" von Alto Wagner, womit dann auch gleich mal die Schuldfrage geklärt wäre;-) Besondern gereizt haben mich der zweiachsige Bi bay10 und der dreiachsige B3i ba99a. Beides Vorbilder, die in meiner Lieblingsepoche III weiter als die kurzen Lokalbahnwagen herumgekommen sind. Außerdem sind sie eine schöne Abwechslung zu dem Donnerbüchsen- und Umbauwagen-Einerlei. Die ganzen bayrischen Zwei- und Dreiachser sehen auf den ersten Blick so aus, als würde ihnen ein Baukastensystem zugrundeliegen. Warum dies also nicht im Modell nachvollziehen? Als Bastelgrundlage sollten die Lenz´schen Lokalbahnwagen herhalten. Ich hatte aus o.g. Buch die Skizzen von CL bay06b, Bi bay10 und B3i bay99a eingescannt und die Skizze des CL bay06b mit einem Grafikprogramm um zwei bzw. drei Abteile verlängert. Die Resultate der Fotomontagen sahen auf dem Bildschirm recht überzeugend aus. Die Photoshopversion des Bi bay10 war in 1:45 um 3mm, die des B3i bay99a um 5mm zu kurz. Die Fenster wären ebenfalls für beide Umbauten einen Tick zu klein. Damit hätte ich gut leben können. Als Dach sollte das eines Menne-Umbaudreiachsers von Schnellenkamp herhalten. Die Fahrwerke hätte ich schon irgendwie zusammengeschnippelt. Der Plan sollte nun in die Praxis umgesetzt werden, die Schlachtopfer wurden beschafft...


    Dazu wären die Lenz-Wagen um die entsprechende Abteilzahl zu verlängern. Dank der senkrechten Deckleisten als Anschlag für die Trennschnitte wäre dieses keine große Aktion. Bevor nun der Cutter zum Einsatz kam, habe ich die Photoshop-Geschichte mit Bildern des Lenz-Wagens wiederholt, um zu prüfen ob der Gesamteindruck auch am Modell stimmen würde. Ein Glück, dass ich das getan hatte, bevor ich an den Wagen herumgeschnitzt hatte. Durch die Pixelschubserei kam ein fatales Ergebnis heraus. Der Gesamteindruck beider "Modelle" trifft durch die zu kleinen Fenster das Vorbild überhaupt nicht. Selbst wenn ich die dominanten aufgedruckten Fensterrahmen entfernen würde, wäre es nicht viel besser. Und alle Fensteröffnungen aufzufeilen und dann noch herzustellende Fenster einzusetzen, da hört es dann bei mir auf. Deswegen habe ich das Bastelprojekt ad acta gelegt.


    ... aber warum sollten hier nicht mal Ideen vorgestellt werden, wie es nicht geht? ;)


    Viele Grüße,
    Carsten

    Moin,


    auch bei mir häuften sich nun nach gut einem Vierteljahr die Beschwerden der Fahrgäste über den MCi. Fast alle beklagten die arg rustikalen 4.Klasse-Sitzbänke. Ein paar ganz Schlaue merkten noch an, dass die laut Anschrift vorhandenen 52 Sitzplätze wohl nur im Schülerverkehr und da auch nur für Grundschülerhintern zur Verfügung stehen würden. Ansonsten würde jeder Versuch, auf den 44 Sitzplätzen 52 Personen unterzubringen, in einer sehr hoffnungslosen Reise nach Jerusalem enden. Auch die dunklen Innenwände waren ein mehrfach genannter Kritikpunkt. Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit würden diese doch dem einen oder anderen auf´s Gemüt drücken.


    Dem sollte Abhilfe geschaffen werden und so ließ der alte Meister die Lehrlinge am Wochenende antreten. Bis zum späten Sonntagnachmittag wurde im Schuppen kräftigst gedengelt, gesägt, gebohrt, geschraubt und lackiert. Am Ende hatte der Wagen neue rückenfreundliche Lattensitzbänke mit nun 52 real existierenden Sitzplätzen und die Innenwände strahlten in hellem freundlichen sandgelb. Die hinterher vom Meister organisierten Frikadellen mit Bergen von Kartoffelsalat haben die Jungs ruckzuck verputzt. Es wird gemunkelt, dass es für die Stifte sogar Bier gab, zu zweit eine Flasche. Na ja, verdient haben sie es sich...


    Was geschah nun wirklich hinter den verschlossenen Schuppentoren? Zunächst wurde der Wagen zerlegt. Vier Schrauben waren an der Unterseite zu lösen, um den Wagenkasten abnehmen zu können. Im Toilettenraum der Inneneinrichtung wurde der Klebepunkt auf der Rückseite der E-Platine an der Wand vorsichtig mit einem Cutter durchtrennt. Dann wurden die die beiden Halteschrauben der Inneneinrichtung (je eine diagonal an den Stirnseiten) gelöst und die Inneneinrichtung angehoben. Die E-Platine ließ sich mitsamt der Kabel durch die beiden Halteklips hindurchschieben, so das die Inneneinrichtung nun frei war.


    Als erstes wurden die eingeklebten Sitzbänke durch ausbohren von unten herausgenommen. Alle Bänke überlebten unversehrt und werden eines Tages als Sitzgelegenheiten auf einem Bahnsteig wiedergeboren. Die neuen Lattensitzbänke sind überarbeitete Donnerbüchsensitzbänke von Schnellenkamp. In der Bastelkiste hatte ich nur die 31 mm breite Version, die entsprechend gekürzt wurde. Es gibt die Sitzbänke auch in einer 21 mm breiten Ausführung, die passt genau. Die Sitzbänke wurde zusammengebaut, gestutzt und mit einer undefinierten Mischung verschiedener Brauntöne lackiert. So schweinchenrosa wie auf den Bildern sehen sie in Wirklichkeit nicht aus. An den Stirnwänden wurde die Lenz-Sitze beibehalten. Die verstecken sich soweit in den Ecken, dass der Unterschied nicht weiter auffällt. Die neuen Sitzbänke wurden entsprechend dem auf 1:45 vergrößerten Grundriss aus Wagner/Wagner/Deppmeyer, Reisezugwagen deutscher Eisenbahnen, Alba-Verlag, in vorgebohrten Löchern aufgeklebt. Vorher war noch die schmale Wand des Toilettenraumes abzutrennen und um 7 mm Richtung Wagenende versetzt wieder einzukleben, damit der neue Sitzteiler passt.


    So ergaben sich die 52 Sitzplätze, die mit geringerer Beinfreiheit für die Reisenden erkauft wurden. Wo es vorher sechs „Vierer-Abteile“ waren, sind es nun sieben bzw. sechs statt vorher fünf auf der WC-Seite. Der Sitzteiler stimmt nun auch nicht mehr mit den Fensterteilern überein, aber dieses ist durchaus vorbildgerecht.


    Die hellen Innenwandtapeten entstanden aus einem DIN A4-Briefumschlag, dessen braune Farbe für mich hinreichend sandgelb war. Für die Seitenwände wurden 217x40 mm, für die Stirnwände 57x48mm große Stücke verwendet und jeweils die Fensteröffnungen herausgeschnitten. Die Bretternachbildung erfolgte durch waagrechte parallele Bleistiftstriche (´n beten scheef hett God leev...). Die Stirnwandtapeten wurde mit ein wenig Kleber/Pritt-Stift befestigt. Die Seitenwandtapeten wurden oben hinter die Halter der Gepäckablagen geklemmt und unten angeklebt. Der WC-Raum wurde zum Fahrgastraum hin ebenfalls briefumschlagsverbrettert, allerdings senkrecht.


    Dann wurde der Wagen wieder zusammengesetzt. Die hellen Innenwände machen sich schon auf den ersten Blick bemerkbar, was mit meiner Knipse allerdings nicht so wirklich rüberkommt. Deutlicher wird es im Foto bei eingeschalteter Innenbeleuchtung, wie die Spannerbilder zeigen. Der geänderte Sitzteiler fällt erst beim zweiten Hinsehen auf. Meine beste Hälfte fragte, warum ich die Innereien umgestrickt habe, wenn man es nachher doch nicht mehr sehen kann. Typische Killerfrage eines Nichtmodellbahners... Gut, der Modellbahner würde evtl. fragen, warum ... und aus zwei Metern ...?? Nun ja, erstens hat mir die Bastelei Spaß gemacht und zweitens bin ich bei zwei Metern Abstand im Nebenraum und sehe gar nichts mehr;-)


    Jetzt gilt es abzuwarten, wie der umgearbeitete MCi von den Fahrgästen angenommen wird. Irgendjemand wird bestimmt meckern, wahrscheinlich wegen der Beinfreiheit. Man kann es eben nicht allen recht machen...


    Viele Grüße,
    Carsten

    Moin,


    preußische Abteildreiachser ... sehr schön! Das freut mein Herz. Ich bin auf die grobe Terminplanung gespannt und darauf, welche Bauarten denn nun kommen werden. Zwei Typen, jeweils mit und ohne Bremserhaus, aber mehr Fleisch ist an der Meldung nicht dran. Aber Lenz hat das Revier schonmal markiert;-) Wegen der Ausführung mache ich mir keine Sorgen und setze die Wagen auf die Beschaffungsliste.


    Viele Grüße,
    Carsten

    Moin,


    wieder einer weniger... Nach Verkäuferaussage lohnt es sich nicht mehr. Ich habe keine Schuld, neben den Forumsangeboten war dies meine Hauptbezugsquelle für 0-Material. Da werde ich demnächst dann wohl mit der S-Bahn statt nach Altona bis zur Landwehr fahren müssen. Ich weiß, im Vergleich zu anderen Gegenden sicher ein Luxusproblem...


    Viele Grüße,
    Carsten

    Moin,


    im Spur 0-Kaufhaus wird aufgeräumt und die letzten Fertigmodellexemplare des ex-Tnf 32 Kühlwagens in der Ep.IV-Version als bei der DB eingestellter Privatwagen "Bitburger Pils" für sehr freundliche 120,- EUR abverkauft. => http://spur-0-kaufhaus.de/epag…674b4d6/Products/s24100-9


    Selbst wenn man wegen chronischer Bierwagenphobie mit dem Modell als solches nichts anfangen kann, bietet sich hier meiner Meinung nach eine gute Bastelbasis für diverse Kühlwagenmodelle der Vorkriegsbauarten bzw. ihrer Nachkriegsumbauten.


    Viele Grüße,
    Carsten

    Moin zusammen,


    vielen Dank für die positive Resonanz zu meinem ausgedehnten Beitrag. Eigentlich hatte ich schon viel früher vor, mich aktiv zu beteiligen. Auf die Dauer finde ich nur lesen gegenüber den anderen Forumanen unfair. Nur wo beteiligen? Bei den für mich interessanten Themen war eigentlich schon alles gesagt und meine eigenen Bastelprojekte waren/sind nicht so weit fortgeschritten, als das sich dazu jeweils ein Bericht gelohnt hätte. So habe ich jetzt eben aus den im Kopf durchaus vorhandenen Beitragsfragmenten obigen Text zusammengeklöppelt (irgendwann muß man ja mal anfangen) und ich war selbst überrascht, wieviel dabei zusammengekommen ist. Keine Angst; das wird sich in diesem Umfang so schnell nicht wiederholen. Schließlich ist mein Hobby die Beschäftigung mit der Modellbahn und nicht das schreiben darüber.


    Sorry Christian, deswegen halte ich mich auch hier mit meinem Lebenslauf zurück. Als Drehbuch für eine reality soap á la "Bauer sucht Schwiegertochter für Modellbahner" würde er ohnehin nicht spannend genug sein;-). Ansonsten können wir uns morgen ja mal unter vier Augen unterhalten. Ich möchte euch MECler morgen nachmittag heimsuchen, werde allerdings nicht Nulliges mitbringen, weil ich z.Zt. nur mit kleinem Gepäck unterwegs sein kann. Worüber ich vorher nicht nachgedacht hatte, war ein weiterer Unterschied zu meinem N-Vorleben. Wo ein N-ICE den Rucksack noch lange nicht ausfüllt, übersteigen zwei 0-Modelle in OVP schon die Transportkapazität.


    Der Modulbau ist bei mir auf jeden Fall auf dem Plan, nur steht erstmal der ansatzweise Aufbau eines kleinen Fuhrparks im Vordergrund. Den möchte ich gerne laufen sehen und deswegen reicht mir zunächst das Tapeziertischbahning. Wollis Aspekt im Sinne von weniger ist mehr kann ich auch schon jetzt nach einem Jahr unterschreiben. Beim Lesen eurer schonungslos offenen Schilderungen eurer modellbahnerischen Entwicklungsstufen musste ich teilweise schmunzeln und habe daraus mitgenommen, dass ich nicht allein bin ;) Balsam für die Seele...Na ja, mal abwarten, was noch kommt. Spätestens in einem Jahr melde ich mich dann zum zweijährigen Nulliläum wieder.


    Viele Grüße,
    Carsten

    ... und hier die Fortsetzung


    Weiterhin habe ich einen Lima-Kühlwagen in der Mache, den ich in etwas Tmehs 50-artiges umwandeln möchte. Man kann sich natürlich nach dem Sinn einer solchen Aktion fragen, wo es doch die Rivarossimodelle als besser geeignete Bastelopfer gibt. Die Antwort ist einfach. Ich hatte keinen Rivarossiwagen und außerdem macht mir das Basteln Spaß. Soweit zu meiner ursprünglichen Aussage, das mir RiPoLi nicht ins Haus kommt ;) Daraus läßt sich doch einiges zaubern, wie auch die Beiträge im entsprechenden Thread zeigen. Bisher nur in der Theorie hat sich ein D-Zugwagen von Lima in einen Schürzenwagen verwandelt. Der wäre immerhin nahezu maßstäblich. Einen Blubb weiter ist die Verarbeitung eines anderen Limaten zu einem Mitteleinstiegssteuerwagen ohne Gepäckabteil. Ich habe sozusagen als Konzeptcheck schonmal an den Fensteröffnungen herumgefeilt. Wirklich überzeugt bin ich davon allerdings nicht, auch in Anbetracht dessen, dass an die Seitenwände unten noch 5 mm drangestrickt werden müssten. Ich bin mir nicht sicher, ob ich da weitermachen werde. Unbearbeitet liegen hier noch zwei OSM-Kesselwagen, die auf Umlackierung und Nachrüstkulissen warten.


    Von allen Umbauten am weitesten gediehen ist auf den ersten Blick die Steuerbüchse. Die Inneneinrichtung ist im Wesentlichen angepasst, es fehlt noch das Mobiliar des Steuerabteils sowie dessen Bewohner. Die freie Sicht nach vorne ist sichergestellt, wobei sich die Ausschnitte des Lenz-Bühnengeländers besser als gedacht herausfeilen ließen. Zur Zeit hat der Wagen keine funktionierendes Spitzensignal. Die Lampen (lagen einem Raimo G10-Bausatz bei) sind nur provisorisch und reversibel mit einem Magneten angebracht. Ich überlege noch, ob ich die Stirnbeleuchtung mit einem separaten Decoder ausführe oder aber die Elektronik der Plattformbeleuchtung nutze und entsprechend umstricke. Natürlich fehlen noch einige Details wie z.B. Scheibenwischer, Tröte, Klingel oder seitliche Bühnengitter. Das Rohmaterial liegt aber schon genau wie die Decals für die Umbeschriftung bereit.


    So bin ich dann bei einem weiteren „was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“. Der Vorsatz, nicht wie in N tausend Sachen gleichzeitig anzufangen und nichts fertig zu bekommen bzw. mir diverse Sachen hinzulegen, die man später sicher irgendwie mal gebrauchen kann, hat offensichtlich nicht gehalten. Aber mal ehrlich ... na und?? So habe ich wenigstens immer etwas zu tun. Wenn ich zu einer Sache keine Lust habe, lege ich sie eben zur Seite und kümmere mich um eines der anderen Projekte. Langeweile kommt sicher nicht auf, der Bastelvorrat ist gesichert.


    Tja, das war mein erstes Jahr. Was bleibt? Nun, ich! Und zwar der Spur 0 erhalten. Die Möglichkeiten sind doch ganz anders als in kleineren Maßstäben, einige Erfahrungen konnte ich dagegen weiter nutzen. Als ahnungsloser Digi-DAU war es interessant, zu dem Komplex Zugang zu finden und sich etwas hineinzufuchsen. Wenn das verd...... Ding nicht macht, was ich will, möchte ich wissen warum. Gerade am Anfang saß das Problem natürlich meistens am Regler, aber man wächst mit den Aufgaben. Überrascht bin ich davon, dass bei mir tatsächlich alles immer noch über die vielbesungenen zwei Strippen läuft. Ansonsten kann ich meinen Faibles zum fahren und basteln uneingeschränkt frönen, so das mir die Beschäftigung mit der Spur 0 nach einem Jahr immer noch großen Spaß bereitet und keine Heilung der Infektion in Sicht ist. Zwei der drei Leute, die schuld daran sind, dass es soweit gekommen ist, habe ich deswegen schon ins Gebet genommen;-). Den dritten, der noch gar nichts davon weiß, werde ich am kommenden Wochenende damit konfrontieren...


    Soviel wollte ich eigentlich gar nicht schreiben und meine Bewunderung gilt jedem, der bis hierher durchgehalten hat. Vielleicht habt ihr euch ja an der einen oder anderen Stelle wiedererkannt;-)


    Viele Grüße,
    Carsten

    Moin zusammen,


    vor gut einem Jahr hatte ich hier etwas vorgestellt, nämlich mich als „Neuen“ und meine Ideen zum Null-Start (s. Moin, ich bin der Neue... ). Hinter den Ideen stand zunächst ein leicht skeptisches Fragezeichen, ob die anfängliche Begeisterung nur vorübergehend wäre oder ob die Infektion chronisch sein würde. Am Forum habe ich mich seitdem nur als lernender Leser beteiligt. Das bedeutet aber nicht, dass bei mir nichts passiert ist. Das erste Jahr Null habe ich nun hinter mir, ein guter Zeitpunkt für ein kleines Resumée...


    Die ersten praktischen Erfahrungen ergaben sich durch das Köf II-Startset von Lenz und zwei weiteren Güterwagen. Soweit nicht wirklich außergewöhnlich, trotzdem tat sich hier für mich als bis dato analoger N-Bahner eine neue Welt auf. Die Optionen einer digitalen Steuerung ermöglichten eine unbekannte Fahrdynamik, wobei ich bei jedem Dreh am Regler und dem Blick auf die daraus resultierende Reaktion der kleinen „großen“ Lok das Gefühl hatte, echte Masse zu bewegen. Tolle Sache dieses... Natürlich machte auch die Soundausstattung mächtig Eindruck, aber nach einer Viertelstunde habe ich die Klingeltöne dann doch abgestellt. Zwischendurch mal ganz nett, aber für eine Dauerbeschallung bin ich inzwischen zu alt;-)


    Mit dieser Grundausstattung, auch wenn es erstmal nur ein Kampfkringel mit Abstellgleis oder alternativ ein paar Meter point-to-point-Verkehr waren, konnte ich mit der Köf und ihren Möglichkeiten herumspielen und ein paar Güterwagen umherschubsen. Jedenfalls hatte ich das eine oder andere Wochenende viel Spaß und es kam der Wunsch nach mehr auf. Allerdings wollte ich im Gegensatz zu meiner bisherigen Modellbahnvergangenheit diesmal mit einem Konzept herangehen. Aus den Überlegungen ergaben sich mehrere Prämissen:


    1. digital fahren, analog schalten
    2. mehr als Nebenbahn macht platzbedingt keinen Sinn
    3. Modulbau steht zunächst ganz weit hinten
    4. Fuhrpark aus dem Zeitraum 1955-65
    5. nur Fahrzeuge beschaffen, die auch wirklich dazu passen
    6. es wird kein frisches Geld investiert
    7. fahren und basteln als Schwerpunkte
    8. RiPoLi kommt mir nicht ins Haus
    9. nicht x Sachen anfangen und wenig zu Ende bringen


    Das meiste davon habe ich konsequent umgesetzt, aber eben nicht alles. Ich habe wie schon früher in N auch in 0 wieder festgestellt, dass sich eine gewisse Eigendynamik entwickelt, je weiter man sich darauf einlässt. Deswegen muß ich rückblickend bei einigen Aspekten unseren Ex-Kanzler zitieren. „Gib mir ma ne Flasche Bier“ wäre zwar mitunter passend gewesen, ich meine aber den anderen. „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern...“


    Was den digitalen Betrieb angeht, wollte ich von vornherein digital fahren und analog/manuell schalten. Zum fahren reicht mir der alte ESU-Navigator mit seinem IR-Handregler. So bin ich nicht an der Leine und kann frei herumlaufen. Eine komplette Digitalisierung mit fahren und schalten über PC o.ä. kommt für mich nicht in Frage. Ich möchte am ort des geschehens etwas zu tun haben und nicht, um Eisenbahn spielen zu können, vor einem Bildschirm sitzen. Ansonsten hätte ich auch gleich „Railroad Tycoon“ installieren können... Das ist nicht meine Welt und für mich hört der Spaß hier dann auf. Ich kann aber auch die Kollegen verstehen, wo er dann erst richtig losgeht. Chacun à sa façon...


    Für mehr als point-to-point- Verkehr fehlt mir der Platz und es war auch von vornherein klar, dass mehr als ein Nebenbahnszenario nicht umsetzbar ist. Ein prinzipielles Konzept hatte ich im Kopf, aber ich berichte nichts neues, wenn ich sage, das zwischen Theorie und tatsächlichem Gleisplan Welten liegen. Die Wahrheit liegt im Praktischen und so hatte ich eine Ausrede, nicht an den Modulbau gehen zu müssen. Schließlich müssen erstmal ein paar Varianten durchgespielt und auf ihre Betriebstauglichkeit in Tateinheit mit dem Spiel- und Spaßfaktor abgeklopft werden. Sowas kann dauern;-) Anfangs spielten sich die Experimente auf Flughöhe Null ab, aber ich muß sagen, dass ich mit Mitte 50 nicht mehr zum knieenden Laminatbahner tauge. Wenn man erstmal unten ist, geht es ja noch. Aber bevor man dann wieder hochkommt, fängt man nach dem zweiten Mal an zu überlegen, was man vorher unten noch erledigen könnte/müsste. Das ganze entspannte sich im Sommer mit der Beschaffung von vier modularen Multifunktionstischen von Aldi, die bei gutem Wetter in der Garage eine ergonomisch sympathische Grundfläche für allerlei Gleisspielereien bildeten. Nun konnte ich entspannt fahren und testen.


    Das war doch schonmal etwas, warum also jetzt überstürzt an den Modulbau gehen? Nee, nee, lieber hanseatisch zurückhaltend und durchdacht an die Sache herangehen, die Elbphilharmonie wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut. Mir liegen sowieso mehr die Fahrzeuge im Hinblick auf fahren lassen (und basteln) am Herzen, die Strecke ist da nur Mittel zum Zweck. Übrigens ist eine Garage bei offenem Tor eine hervorragende Schallkapsel, bei der das Soundspektrum einer V80 von <.. piep ..> den einen oder anderen Nachbarn auf den Plan rufen kann, der nun auch mal sehen möchte, was er von seinem Grundstück nur gehört hat. Der folgende Ausklang einer Fahrsession in Form nachbarschaftlichen Grillens und das bei gutem Wetter; das hat doch was. Was will man mehr...?


    Die Festlegung auf einen Nebenbahnbetrieb schränkt die Fuhrparkauswahl theoretisch ein, was ja eigentlich kein Nachteil sein muß. Praktisch hat diese Einschränkung keine Auswirkung. Selbst wenn ich die „Metaller“ ausblende und mich auf die Sortimente von Lenz, Brawa und <.. piep ..> (ohne die ich sicher nicht in 0 eingestiegen wäre) beschränke, bietet das Angebot für meinen Zielzeitraum 1955-65 immer noch mehr als ich sinnvollerweise nutzen könnte. Wie es enden kann, wenn man bei der Beschaffung des rollenden Materials als Jäger und Sammler unterwegs ist, kannte ich aus meiner N-Vergangenheit. Um diesen Wildwuchs in 0 von vornherein zu vermeiden, hatte ich mir auferlegt, wirklich nur das zu beschaffen, was ich auch wirklich brauche. Außerdem sollten alle Beschaffungen ausschließlich durch den Verkauf von N-Material finanziert werden. Das ließ sich soweit auch umsetzen, allerdings führten die unerwartet guten N-Verkäufe bei gleichzeitigem Ausverkauf bei Hartfelder in Hamburg sowie attraktiven Offerten in den Verkaufsrubriken einschlägiger 0-Foren zu einer schnelleren Erweiterung des Fuhrparks als gedacht. Ein schöner Nebeneffekt waren dabei die daraus entstandenen Kontakte bzw. der Austausch mit Gleichgesinnten.


    Bei den Triebfahrzeugen bin ich mit Köf II, V80 und VT98 soweit eigentlich komplett. Die Köf zum Herumhobeln mit Güterwagen, die V80, hinter die man alles mögliche hängen kann und der Schienenbus, weil ich der für mich einfach dazu gehört. Der Schienenbus brauchte natürlich einen Steuerwagen und dabei habe ich den einzigen Bock im Laufe meiner Beschaffungen geschossen. Mehr oder weniger durch Zufall hatte ich im Laden einen sonst nur schwer zu findenden VS (ebay ist für mich keine Option) entdeckt. Also nicht lange zögern, mitnehmen und glücklich sein. Zuhause wurde der VS natürlich gleich mit dem VT bekannt gemacht und ein wenig rumgespielt. Aber irgendetwas passte nicht, was bloß?? Es hat etwas gedauert, bis mir auffiel, dass ich für den Ep.III-VT98 einen Ep.IV-998 an Land gezogen hatte. Ist doch blöd, wenn man niemandem die Schuld in die Schuhe schieben kann ;) Glücklicherweise ließ sich dieser epochale Lapsus durch Tausch mit einem Modellbahnkollegen aus dem Weg räumen. Warum er einen VS98 übrig hatte und stattdessen einen 998 suchte, habe ich mich nicht zu fragen getraut...


    Im Personenverkehr wird die VT/VS-Garnitur durch die V80 mit einem 3yg-Pärchen und/oder Donnerbüchsen unterstützt. Das reicht locker für die wenigen Fahrgäste in dieser ländlichen Region. Außerplanmäßig bin ich noch an zwei lädierte Umbauvierachser von Menne geraten. Nach einem technische ReFit incl. Umrüstung auf Lenz-Kupplung stehen noch ein paar kosmetische Reparaturen wie Anbringen von Trittstufen und Griffstangen sowie Spachteln und Neulackierung der Dächer an, dann sind die Oldies wieder fit.


    Damit bin ich schon bei meinem anderen Schwerpunkt, dem Basteln. Hoffnungslos versaut durch Stefan Carstens´ Bücher fehlen mir für den Modellbahngüterverkehr einige Ep.III-Klassiker wie Bremen/Gms 35 oder Duisburg/Omm 37. Auch ein langer Oppeln/Ghs 31 gefällt mir gut. Selbst ist der Mann, also frisch ans Werk. Frisch?? Na ja...


    Für den Omm 37 habe ich den Lenz´schen Villach/Ommr 33 als Basis ausgekuckt, passiert ist da aber noch nichts. Für den Bremen steht das Konzept, hierfür müssen Pola/Raimo-G20 ihr Leben lassen. Weiter ist schon der lange Oppeln gediehen, auch hier war ein Pola/Raimo-G20 die Ausgangsbasis. Der Vorbesitzer hatte schon vorgearbeitet und den Wagen u.a. mit Federpuffern und neuen Metallradsätzen nebst Lagern ausgerüstet. Ich habe den Wagenkasten in der Mitte durchtrennt und mit einer breiteren Eigenbautür versehen. Diverse kleinere Anpassungen mit Kunststoffprofilen und Zurüstteilen brachten den Aufbau dem Vorbild deutlich näher. Dabei war für mich auch interessant kennenzulernen, was es alles an Zurüstteilen bzw. Anbieter dafür gibt. Andererseits ist es auch nicht viel anders als in der N-Szene, nur die Namen sind z.T andere. Die erste Lage Grundierung läßt erkennen, dass die Restarbeiten am Wagenkasten überschaubar sein werden. Das Fahrwerk wird aus Polateilen zusammengeschnitzt, wobei neben Nachrüstkulissen für Lenz-Kupplungen auch die vorbildtypisch längeren Blattfedern verbaut werden. Da gibt es aber noch sehr viel zu erledigen. Wie es weitergeht, werde ich beizeiten an anderer Stelle berichten.


    to be continued ...

    Moin zusammen,


    ich habe mich heute deutlich länger als geplant dort herumgetrieben. Es wird eine schöne Mischung von Anlagen quer durch die Baugrößen geboten. Bei manchen Anlagen steht der Betrieb im Vordergrund, bei anderen wiederum spielt die Ausgestaltung eine große Rolle. Somit sollte für jeden Besucher etwas dabei sein, ob er sich nun an schönen Zuggarnituren in dichter Abfolge erfreut oder links und rechts vom Bahndamm kleine Arrangements sucht (und hier auch findet), die mit ihren Details kleine Geschichten erzählen. Mir ging es im wesentlichen um interessante Güterwagen und ihre Beladungen sowie um Anregungen für die Gestaltung. In diesen Punkten bin ich voll auf meine Kosten gekommen und es ergab sich auch manch nettes und interessantes Gespräch mit schon vorher bekannten bzw. dann seit heute bekannten Modellbahnkollegen. Mit der Börsenabteilung habe ich mich nicht sonderlich beschäftigt. Ein kurzer Scan ergab einen kleinen Extrakt der üblichen auf Norddeutschlands Börsen vertretenen Verdächtigen mit den Angebotsschwerpunkten H0 und N.


    Vielen Dank an die Initiatoren und alle Aktiven dieser Veranstaltung! Wer morgen nichts vor hat und keine allzuweite Anreise hat, der macht mit einem Besuch in Bergedorf/Nettelnburg nichts verkehrt. Morgen ist sowieso schlechtes Wetter ;)


    Viele Grüße,
    Carsten

    Moin,


    ich war ebenfalls in Neumünster. Der Termin gehörte bisher für mich zum einen wegen der Anlagen, zum anderen wegen des Angebotes zu den Pflichtveranstaltungen. Diesesmal waren die Anlagen zum größten Teil alte Bekannte, was aber nicht schlechtes heißen soll. Früher war ich mit den Augen eines N-Bahners unterwegs, nun lag mein Augenmerk auf der Spur 0.


    Das Angebot für Nuller war sehr überschaubar. Der Hamburger Händler mit der besagten 20%-Aktion fuhr das größte 0-Programm aller Anbieter auf. Zwei-MTH S3/6, ein MTH-Rheingoldset, eine DSB-Nohab in Epoche III von Heljan sowie zwei Handvoll Güterwagen von Lenz bzw. Brawa warteten auf Interessenten. Bei einem Kieler Händler stapelten sich ein Lenz-3yg und ein Karton, dessen Inhalt ich vergessen habe sowie eine V80 von dem, dessen Name nicht genannt werden darf. Woanders habe ich noch einen einsamen 0SM-Kesselwagen gesehen, dem ich nun ein neues Zuhause gegeben habe. Mehr habe ich nicht entdecken können.


    Ende letzten Jahres war es auf der Messe in Bremen nicht viel anders, wo nur der Heimspielhändler interessantes für den Nuller mitgebracht hatte. Dort fand sich zumindest noch die Möglichkeit, das eine oder andere Werkzeughelferlein mitzunehmen. In NMS war diesbezüglich Fehlanzeige. Auch auf kleinen Börsen in und um Hamburg sieht es nicht viel anders aus. Als N-Bahner bin ich immer fündig geworden, aber im letzten halben Jahr habe ich feststellen dürfen/müssen, dass das für einen Nuller die falschen Events sind. Ursprünglich hatte ich noch ganz blauäugig gedacht, dass man vielleicht mal z.B. einen Mitteleinstiegswagen von Kiss finden könnte, aber so kann man sich täuschen. Das Angebot ist schlicht und einfach vernachlässigbar. Es sei denn, man möchte Autos kaufen...


    Viele Grüße,
    Carsten

    Moin Hermann,


    ach du Sch....! Trotzdem danke für die Info, auch wenn sie unschön ist. Erster Advent ohne MEC-Treffen ist halber Kram. Ich drücke Euch und der Gemeindekasse die Daumen, dass der Schaden nicht zu umfangreich ist.


    Viele Grüße,
    Carsten

    Moin,


    ich danke euch ganz herzlich für den netten Empfang. Das ich hier bei den "Erleuchteteten" der Spur 0 gelandet bin, war mir nicht bewusst;-) Ich werte es schonmal als gutes Omen. Welch ein Aufstieg von den "Verstrahlten" aus dem blauen N-Forum...


    Soweit wie Wolli, die kleine Bahn ins zweite Glied zu schieben, bin ich noch nicht. Den N-Bahnern werde ich nicht verloren gehen, aber ich möchte mich nicht nur alten, sondern auch neuen Aspekten und Themen widmen. Deswegen bin ich auf neue Bekanntschaften genauso gespannt wie ich mich über die alten "Gesichter" freue. Bad Oldesloe passt leider nicht in meinen Terminplan, aber das traditionelle MEC-Adventsevent lasse ich mir natürlich nicht entgehen.


    In Thoralfs "Nerlingen" finde ich einiges von meinen Gedanken wieder. Die schöne Dokumentation des Werdegangs liefert mir sicher noch die eine oder andere Idee. Vielen Dank für die ausführliche Vorstellung.


    Sollte mein Spur 0-Interesse ungebrochen bleiben, wird es dann bei dem geplanten 3,5m-Endbahnhofssegment mit zwei Bahnsteiggleisen, einem Ladegleis und einem Gleis zum Köf-Schuppen nebst Dieseltankstelle noch etwas rudimentärer zugehen. Bloß nicht zuviel Landschaft rechts und links neben den Gleisen, die Bauzeit geht von der Fahrzeit ab ;) Der Hausbahnsteig wird ca. 1,7 m und der Schüttbahnsteig zwischen den Gleisen etwa 2 m lang werden. Diesen Plan habe inzwischen laminatbahnend erprobt und werde wohl nicht mehr viel daran ändern. Evtl. lege ich das Schuppengleis zur besseren Erreichbarkeit mit dem Fünffingerkran noch ein wenig in die Kurve. Für die weiterführenden Streckensegmente und den Fiddleyard gibt es noch nichts Greifbares. Das Planfeststellungsverfahren konnte noch nicht eingeleitet werden, da bisher zwischen den Interessengruppen keine Einigung über die Nutzung des benötigten Geländes erzielt werden konnte. Bis es etwas Vorzeigbares gibt, gehen ohnehin ein paar Jahre ins Land. Ich hatte sowieso nicht vor, zu Weihnachten mit dem Gröbsten fertig zu sein.


    Viele Grüße,
    Carsten

    Moin zusammen,


    ich bin Carsten aus Hamburg, in dieser Dekade in den besten Jahren und hätte mich bis vor Kurzem als eingefleischten N-Bahner bezeichnet. Noch vor sechs Wochen habe ich in einem interessanten Gedankenaustausch mit jemandem, der bereits zur Spur 0 konvertiert ist, deutlich gemacht, warum diese Größe für mich definitiv nicht in Frage kommen würde ;) Dieses Gespräch brachte mich dann einige Tage später dazu, die Maus durch diverse Foren und Webshops zu schubsen. Nur mal so, man kann ja mal kucken, was es in Spur 0 so alles gibt. Eine folgenreiche Idee, denn mich interessiert die Epoche III von Mitte der 50er bis Mitte der 60er und da bin ich mehr als fündig geworden...


    Ich habe also konkretere Überlegungen angestellt, was ich wohl in Spur 0 realistischerweise auf die Beine stellen könnte/möchte. Die Betriebsidee (Nebenbahnbahnhof, etwas Strecke, Fiddleyard) ergab sich durch die verfügbare Fläche mehr oder weniger von selbst und davon ausgehend hatte ich dann auch meinen Wunschfuhrpark vor Augen. Ein OSM-O10 und ein Lenz-Om12 standen ohnehin schon seit einigen Jahren als Büroklammer- und Tesafilmreservoir auf meinem Schreibtisch. Diese beiden Wagen könnten reaktiviert werden und ein Lenz Startset mit der Köf II ergänzen. Darüberhinaus wären Brawas Gms30, Lenzens Ommr33 und G10 für mich unverzichtbare Modelle. Dazu sollte sich noch eine möglichst universell einsetzbare Streckenlok gesellen, wofür ich eine V80 oder V100 im Auge hatte. Für den Personenverkehr könnte ein Wendezug aus drei Donnerbüchsen (incl. Steuerbüchsenumbau) oder aus einem 3yg-Pärchen plus Mitteleinstiegs- oder Silberlingsteuerwagen in Dienst gestellt werden. Mit einem VT98 wäre der Fuhrpark für meine Bedürfnisse komplett. Also ein insgesamt überschaubares Konzept, was einige Möglichkeiten für Zugzusammenstellungen bietet und bei gestrecktem Beschaffungszeitraum auch in finanzieller Hinsicht nicht wirklich vom Start abschreckt.


    Einiges davon hat sich inzwischen bei mir materialisiert. Nachdem ich das Köf II-Startset gekauft hatte und mich erstmal damit ein wenig „ausgetobt“ hatte, musste ich mir eingestehen, dass es nicht die schlechteste Idee war, sich darauf einzulassen. Das war mein Startschuß in die Spur 0-Welt und wenn ich in einem halben Jahr noch dabei sein sollte, werde ich das oben beschriebene 15-Jahreskonzept in Angriff nehmen. Mein Schwerpunkte sind das Fahren vorbildnah zusammengestellter Züge und Basteln an Fahrzeugen.


    Als Basteleinstieg in den für mich neuen, größeren Maßstab habe ich den Büroklammern-O10 mit Moog-Nachrüstkulissen auf Lenzkupplungen umgerüstet. Im Moment bin ich dabei, eine analoge V80 mit einem Tams LD-G-34 plus-Decoder zu digitalisieren. Ein fester Bestandteil meines 15-Jahresplanes ist der Umbau eines Lenz-Villach in einen Omm37. Für den habe ich ein besonderes Faible, der muß einfach sein! Der Wagenkasten wäre dabei die einfachere Übung. Für das Fahrwerk müsste ich nochmal in mich gehen, ob ich das Lenz-Fahrwerk umbaue oder auf Teile aus dem Schnellenkamp-Sortiment zurückgreife. Soweit die Theorie...


    So, das soll es zunächst von mir und meinen Plänen gewesen sein. Mal abwarten, was daraus wird.


    Viele Grüße, man liest sich,
    Carsten