Posts by Armin-Hagen Berberich

    es ist schon lustig: zuerst werde ich aus einem Beitragsast mehr oder weniger hinauskomplimentiert, nur weil ich ohne großes Lamentieren eine Messing- Alternative zu einem so nicht ohne weiteres verwendbare Laserbauteil zeige (siehe den Beitrag von Otto bezüglich erforderliche Nacharbeit). Daraufhin mache ich einen neuen Ast auf und was passiert? Genau das, was mir auf meinen Beitrag vorgeworfen, wird nun genau von den Schreibern in meinem Ast praktiziert.


    Ich werde mich aus dieser Art von Beiträgen zurück ziehen und habe überhaupt keine Lust, für die Selbstbeweihräucherung einiger 0m Aktivisten als Feindbild zu dienen. Wer will, der kann meine mehr als 30 jährige Erfahrung im Modellbau der Spur 0e nutzen und sich direkt an mich wenden.


    Meine letzte Anmerkung: Otto schau einmal über Den 0m Tellerrand hinaus. Vor Jahren habe ich für meine Hartig-Bausätze universell verwendbare (0e und 0m) Messingteile für Fahrgestelle u.a. mit einer kompletten Saugluft Bremsanlage entwickelt. Sie werden in Veröffentlichungen meiner gebauten Fahrzeuge immer gezeigt, z.B. hier http://www.armin-berberich.de/andereBahnen/KAE8und10.htm . Soviel zu Deinem Superlativ "ist aber wohl der erste, der hier vollständige und korrekte Bremsanlagen anstrebt ". Diese Teile wurden auf mehreren Veranstaltungen (z.B. Stadtoldendorf) für interessierte Modellbauer angeboten. Heute bin ich soweit, daß ich diese Teile nur noch für meine Projekte verwende.


    fröhliche ich Grüße zum Wochenanfang

    Armin.

    Mein Beitrag aus einem anderen Ast verschiebe ich nach hier, nachdem ich darauf aufmerksam gemacht wurde, daß er an der anderen Stelle "nichts zu suchen" hätte. Ich wollte nichts verkaufen, sondern Alternativen zu den dort gezeigten gelaserten Bauteilen zeigen.


    Werte 0m Bahner, vielleicht hilft manchmal auch ein Blick zu den 0e Bahnern. In Messing sind alle Bauteile für Saugluftbremsanlagen zwar ein paar Euro teurer, haben jedoch eine feine Detaillierung und sind komplett einbaufertig.

    Grüße aus VAI

    Armin


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    guten Morgen Jörn,


    eigentlich habe ich zum Thema Rollwagen alles gesagt, was ich dazu meine. Da Du mich aber direkt ansprichst und um Mäßigung bittest, schreibe ich noch ein paar Zeilen, obwohl die hier nicht richtig verorte sind.


    Ich habe eine Mutmaßung in den Raum gestellt "Vielleicht hat er sich auch durch die langsam langweilige 0m Kampagne mit einer Masse an gelaserten Holz- und Kartonbausätzen leiten lassen." Dieser Satz ist mit Sicherheit weder eine Beleidigung, noch ein Angriff auf die Gemeinde der 0m Bahner. Ich weiß nicht, wie lange Du die 0 Schmalspurszene schon verfolgst, mir wird seit Jahren vorgeworfen ein verbohrter 0e Bahner zu sein und andere nicht gelten zu lassen. Ich habe dann immer wieder darauf hingewiesen, daß dies jeder Grundlage entbehrt und durch mein Handeln das Gegenteil bewiesen. Mehrere Bausatzaktionen wurden von mir durchgeführt, bei denen immer darauf geachtetwurde, daß die Modelle sowohl für 0e als auch für 0m gebaut werden konnten. Obwohl einige der Modelle ein Meterspur Vorbild hatten, war es immer so, daß weniger als 10 Prozent der Bausätze in 0m bestellt wurden, trotzdem habe ich es so gehandhabt. Ich habe auch immer erklärt, daß ich alle meine eigenen Modelle auf der 16,5 mm Spur fahre, da ich nicht Willens bin zwei Spurweiten zu bauen.


    Mir eine Missachtung der 0m Gemeinde oder gar einen Haß oder was auch immer vorzuwerfen ist abartig. Mehrere meiner engsten Modellbahnfreunde sind überzeugte 0m Bahner. Mit ihnen pflege ich seit vielen Jahren engste Kontakte, bis hin zum jährliches Werkstatt-Treffen bei mir zuhause. Daß ich die "seit einem Jahr geführte 0m Kampagne" langsam als ermüdend empfind, das mag vielleicht auch nur auf mich zutreffen. Was mich dabei jedoch erstaunt ist, daß ich in dieser Zeit noch keinen Bausatzbericht von einem Modellbauer bzw. Kunden gelesen habe, der ein fertiges Modell zeigt und Aussagen zur Qualität und Fertigungsweise der Bausätze eine Aussage macht. Das einzige fertig gebaute Modell aus einer Kleinserienfertigung, das in letzter Zeit mit einem Bausatzbericht in den Foren vorgestellt wird, ist die V29 von Bernd Braunert und Ulf Haußen. Die Ironie des Schicksals will es, daß es von mir gebaut wurde und auf 16,5 mm Gleisen fährt.


    allen wünsche ich viel Freude an der Spur 0 Schmalspur, egal ob 0e oder 0m, 1:45 oder 1:43,5

    Armin.

    Ihr lieben 0e Bahner,


    mir ist die ganze Diskussion hier eine Diskussion über etwas, was schon längt entschieden ist.. Es gibt zwei Tatsachen:

    • Schnelli hat sich von wem auch immer überreden lassen, und setzt auf die 0m Spur (seine 0e Rollböcke hat er an HENKE verkauft). Vielleicht hat er sich auch durch die langsam langweilige 0m Kampagne mit einer Masse an gelaserten Holz- und Kartonbausätzen leiten lassen.
    • Kalle kennt die 0-Schmalspurszene aus dem Eff,Eff und weiß, daß der weit überwiegende Teil der 0-Schmalspurszene 0e Spur fährt. Er bietet deshalb (bei entsprechender Nachfrage) 0e Drehgestelle an. Wohl wissend, daß dies seinen Preis kosten wird.

    Was kaufmännisch für sie sinnvoll ist oder nicht, das entscheiden die beiden Anbieter (Kalle hat ja schon einen Vorbehalt gemacht). Axel Hartig stand vor Jahrzehnten auch vor der Entscheidung nur 0m oder auch 0e Bausätze anzubieten. Er hat in seinen letzten Jahren immer wieder bestätigt, daß die Stückzahlen für die Fahrzeugen in 0e sprechen. Wer unbedingt Schnellis Rollwagen haben und diese auf 0e umbauen möchte, der muß eben das Angebot des Marktes nutzen und den geforderten Preis bezahlen. Alternativ bleiben immer noch die 0e Bausätze von Detlef.


    Ich werde Schnellis Rollwagen nicht kaufen und auch nichts umrüsten. Für meine MEG Lokomotiven habe ich aus der ersten Serie von Detlef zwei Rollwagen-Bausätze in Neusilber-Ätztechnik gekauft und als MEG Rollwagen gebaut. Seine heutigen Bausätze sind weiterentwickelt und deutlich einfacher zu bauen. Übrigens, bei mir fahren alle Fahrzeuge (egal ob 750 oder 1000 mm Spur) auf 16,5 mm Gleisen.


    Grüße aus VAI

    Armin.

    In den letzten Wochen wurde in den Foren mehr oder weniger massiv die Werbetrommel für Schmalspur in Spur 0m gerührt. Viele neue Projekte und Ideen wurden vorgestellt, halbfertiges oder in der Planung befindliches genauso, wie alte Bauanregungen aus Zeitschriften wieder neu aufgewärmt wurden. Alle Aktionen haben bis jetzt eines gemeinsam - fertige Modelle, fahrbereit mit Lackierung, Beschriftung und einem kleinen Baubericht wurden fast keine gezeigt.


    Ich gehe einen anderen Weg und möchte durch aktuell gebaute, interessante und schöne Modelle Werbung für die Schmalspur in Spur 0 machen, unabhängig von der Spurweite. In diesem Jahr habe ich zuerst die neue V29 von Bernd Braunert und Ulf Haußen gezeigt, ein zweites Schmalspurmodell, da gerade fertig wurde, möchte ich mit einer kleinen Bilderserie vorstellen. Die Spurweite des Originals spielt dabei überhaupt keine Rolle, Hauptsache es ist Schmalspur.


    Mein Sommermodell ist eine Garratt Lokomotive und hört auf den Namen K1 der Tansmanian Railways. Es wurde aus einem Bausatz von Backwoods gebaut. Dieser Hersteller hat leider seit einiger Zeit die Produktion eingestellt, so können Interessenten nur noch auf den Zufall hoffen, daß ein Modellbahner bereit ist seinen Bausatz abzugeben. Mir sind in Deutschland bisher nur drei weitere fertige Modelle bekannt, es scheint davon nicht viele zu geben. Ich stand nach langer Besitzerzeit vor der Entscheidung bauen oder verkaufen. Gott sei dank entschied ich mich für das Behalten und Bauen.


    Der Bausatz entspricht nicht mehr ganz der Machart und Präzision heutiger Messingbausätze mit CNC und 3D Fertigung. Die Ätzplatinen und Weißmetallteile sind jedoch sehr genau, es waren nur leichte Nacharbeiten erforderlich. Beide Drehgestelle besitzen jeweils einen Faulhaber Getriebemotor 2020 C und einen 1:1 Kegelradantrieb auf eine Achse, die zweite Achse wird über die Kuppelstange mitgenommen. Die Steuerung ist auch das einzige Sorgenkind gewesen. Es bedurfte einiger Anpassungen, da die kleinen Niete nicht zu den großen Bohrungen passten und die Schieberschubstange eine Katastrophe war.


    Ein weiterer Nachteil liegt in der Konstruktion, die Achsen mit ihren Lagern werden vor dem Zusammenlötet in den Rahmen eingesetzt, sie können nicht mehr entnommen werden, nun ist es eben so. Auch bei Teilen der Steuerung war der Montageablauf so vorgesehen. Dies hätte den weiteren Nachteil gehabt, daß bei der Lackierung evieles abzukleben gewesen wäre, jetzt ist sie komplett demontierbar.


    Ich habe mich bei meiner K1 nicht sklavisch am Vorbild orientiert, zumal ich auch keine Lust hatte in die Tiefe des Netzes und der Literatur einzutauchen. Wer Näheres zu den beiden Garratt Lokomotiven der Tasmanian Railways wissen will, der findet hier alle Informationen https://de.wikipedia.org/wiki/TGR-Klasse_K . Auf die Schnelle nur soviel: Nachdem die Lokomotive nach England zurück geholt wurde, stand sie zuerst im Eisenbahnmuseum in Yorck, wurde dann restauriert und fährt heute bei der Welsch Highland Railway Museumsbahn aktiv im Dienst.


    Auf den mir zur Verfügung stehenden Fotos gibt es auch Unterschiede bei der Lackierung und Verzierung mit Farbstreifen. Ferner sind diverse Anbauten erfolgt, die auch wieder abgenommen wurden. Ich habe mein Modell deshalb so gebaut, wie es mir gefällt und wie es als kleiner Blickfang zwischen meinen deutschen Schmalspurmodellen ein Wenig aus der Rolle fällt.


    Zum Schluß noch ein kleiner Hinweis zur Steuerung. Diese ist aus Neusilber Ätzblechen hergestellt und mit einigen Messingteilen ergänzt. Es stellte sich die Frage nach der Farbgebung. Da kam mir die Idee folgendes zu probieren:

    Die komplette Steuerung wurde sandgestrahlt. Die angeraute Oberfläche wurde dann nur noch mit seidenmattem Klarlack lackiert (ich verwende ausschließlich Nitrolacke) – mir gefällt das sehr gut.


    Schaut Euch die Fotos an und träumt ein Wenig von den tollen Zügen, die diese Lokomotive in der wunderbaren Landschaft Tasmaniens angehängt hatte.


    Sommergrüße aus VAI

    Armin.


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    eine kleine Ergänzung zu Dirks PS


    Die Zweiachser gibt es auch bei Uwe Ehlebracht im Set. Ein Unterschied besteht darin, daß bei Wolfgang die FG als geätzte Faltteile dabei sind , bei Uwe muß man MT FG verwenden (muß man haben, sind nicht im Bausatz). Die Wagen aus Wolfgangs Platinen könnt Ihr hier anschauen http://www.armin-berberich.de/andereBahnen/Truse50.htm . Allerdings habe ich die FG der Ätzplatinen nicht verwendet, sondern mit Ms Profilen und Gußteilen aus meinem Programm die FG selbst gebaut.


    Sonntagsgrüße aus VAI

    Armin.

    lieber Andreas,


    Du hast offensichtlich richtig Spaß bekommen Messingbausätze zu löten.


    Eine Anmerkung und ein Hinweis zu dem bis jetzt geschriebenen.

    • Richtig, der Bausatz basiert auf dem H0e Bausatz von Schlosser. Ralf Denke (damals mit seiner Firma DERA) ist mit diesem Projekt in die 0e Spur bzw. 0 eingestiegen, war der Initiator für diesen Bausatz und hat ihn auch finanziert. Es war sein erstes 0e Fahrzeug, das er damals zu einem sehr günstigen Preis von von 179 Euro verkaufte. Für mich war die Falttechnik damals Neuland, deshalb habe ich mir diesen Bausatz sofort gekauft. Er wartet leider immer noch darauf, daß er aus der Schublade geholt wird. Ich für meinen Teil werde bei einigen Details in meine Messinggußteile-Kiste greifen und bestimmte Ätzpartien durch Messingguß ersetzen (z.B. Bremsschläuche). Wer Ralf und seine Modelle kennt, der weiß das seine selbst konstruierten Modelle in Kunststoff eine ganz andere Detailtreue haben (siehe seinen Bericht zu der Stopfmaschine im Parallelforum).
    • Das beste Bild, das ich von diesem Wagen kenne findest Du hier https://sachsen.museum-digital…s=13276&cachesLoaded=true

    Ich bin schon gespannt, wie es mit Deinem Bausatz weiter geht.


    Samstagabendgrüße aus VAI

    Armin.


    PS: die Rechte und damit auch die Filme für den Bausatz liegen bei Ralf Denke. Wer Interesse daran hat, der kann die Platinen dort bestellen. Sie sind sicherlich nicht vorrätig, Ralf Denke kann sie allerdings jederzeit ätzen lassen - einfach anrufen und anfragen.

    eine Erinnerung an die Sachsenbahner: wer sich früher in Wulften, dann in Stadtoldendorf oder bei den legendären Ausstellungen von Kalle in Stromberg auch bei den Kleinen umgesehen hat, der kennt mit Sicherheit die erstklassigen sächsischen Modelle von Markus Klünder. Er hat ein fast komplettes Programm von allerfeinsten Messinggußteilen für die zweiachsigen sächsischen Personen- und Güterwagen. Zwischenzeitlich hat er auch alle Teile um eine IK komplett in finescale zu bestücken.


    noch einen schönen Abend

    Armin.

    Jürgen, ich stimme Dir vollumfänglich zu. Solange aber in unserer Gesellschaft die Wahlbeteiligungen z.B. bei Bürgermeister- oder Oberbürgermeister- Wahlen schon deutlich unter 40 Prozent liegen und auch bei Landtagswahlen unter 60 Prozent Wahlbeteiligung schon fast üblich sind, dann wundert mich die Wahlbeteiligung hier nicht.


    Grüße aus VAI

    Armin.

    mmh, das macht die Qualität der gedruckten Figuren von Hardys auch nicht besser. Immerhin sind die MK35 Figuren "trotz" besserer Qualität mit ca. 6,50 Euro bestimmt nicht teurer.


    Grüße aus VAI

    Armin.


    *** ich habe mit keiner Firma einen Vertrag oder mache Werbung für ein bestimmtes Produkt. Mir liegt nur daran Qualitätsunterschiede auch deutlich zu benennen. Ich denke nur daran was es in diesem Forum schon Diskussionen gab, weil eine Pufferbohle oder ein Windleitblech vielleicht? falsch proportioniert war.

    guten Morgen in die Modellmenschenrunde,


    Werner ist es möglich, daß Du ein Foto von den bereits bemalten Figuren hier einstellst?


    Ich bin trotz des durchgängigen Lobes hier etwas zurückhaltend kritisch. Wenn ich mir die Rohlinge auf den Fotos von Lotus anschaue, dann sprechen insbesondere die Vergrößerungen nicht von einer hohen Qualität, wie wir sie von anderen 3D Druckern kennen. Die Kantenschärfe der Drucke ist sehr verwaschen, insbesondere den Gesichtern fehlt die Schärfe und Tiefenwirkung. Hier ein Vergleich zu sehr guten Figuren https://www.spurnull-magazin.d…neue-figuren-von-mk-35-2/


    Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.


    Grüße aus VAI

    Armin.

    Alexander, ich bin nicht so schnell. Habe gerade den Messingbausatz einer Lokomotive angefangen - wollte wieder einmal richtiges Material in der Hand haben:). Der wird zuerst fertig gemacht und das dauert noch 1 oder zwei oder ... Monate. Auch im Ruhestand braucht gut Ding seine Zeit. Mir ist auch noch nicht klar, ob ich das weiche Resin überhaupt benötige, da feine Ansetzteile oder Griffstangen auch bei Kunststoffmodellen bei meinen Modellen immer aus Messing bestehen werden.


    Als nächstes wird der Drucker Sitzbänke für die englischen LMR Personenwagen meines Sohnes ausspucken. Die müssen aber zuerst konstruiert werden.


    Der Fotobericht zu der Schmalspur-Lokomotive wir auf jeden Fall geliefert. Es wir wieder ein kleines Schmankerl.


    Grüße aus VAI

    Armin.

    H3x, danke für die Links. Ich habe noch einen Hinweis auf das Resin Elgoo 3D ABS-Like Rapid Resin LCD Grey bekommen. Es ist in der von Dir verlinkten Liste auch enthalten. Es ist auch deutlich preiswerter, deshalb werde ich dieses zunächst einmal ausprobieren.


    Grüße aus VAI

    Armin.

    ich habe eine Frage in die Runde der aktiven Resin/UV-Drucker.


    Gibt es ein Resin für die UV härtenden Drucker (z.B. Pheton S), das nach dem UV Aushärten immer noch elastisch (gummiartig) ist? Die Kleinserienhersteller, wie z.B. ZT mit der Schmalspurlokomotive V51, drucken Ansetzteile (Scheibenwischer, Griffstangen etc.) mit einem Material, das nur unter starker Belastung oder extremer Biegung bricht. Mir ist klar, daß diese Hersteller mit Laser-Druckern arbeiten und dies ein anderes Verfahren mit anderen Materialien ist. Vielleicht gibt es aber für die UV Drucker ein ähnliches Resin.


    Grüße aus VAI

    Armin.

    Hallo Druckergemeinde oder Diejenigen, die einsteigen wollen.


    Ich habe mir das Heft gekauft, es hat mir ein/zwei Stunden Kurzweile bereitet.


    Wer allerdings meint, daß er Anleitungen zum 3D Druck bekommt, der wird enttäuscht sein. Man muß den Untertitel lesen um zu sehe, was zu erwarten ist: Konstruieren, Drucker-Typen, Praxisbeispiele. Es ist in der Tat so, daß ein kurzer Einblick gegeben wird, welche Technologien und Drucker-Arten gibt es. Dabei werden auch kurze Hinweise gegeben für was sich welche Druckertechnik eignet. Der weit überwiegende Teil der einzelnen Kapitel befaßt sich damit, wie Spur H0e Wagen der Jagsttalbahn konstruiert und für den Drucker vorbereitet werden.


    Es wird sehr ausführlich berichtet, wie man mit dem 3D Programm konstruiert. Es wir gezeigt, wie auf unterschiedlichen Wegen ein Ergebnis erzielt werden kann. Dem Maßstab geschuldet sind die Grundformen der Wagen alle dargestellt, feine Details (z.B. bei den Radlagern) werden sehr vereinfacht oder nicht abgebildet. Es werden auch kleine Anbauteile konstruiert, bei denen der Verfasser dann schreibt, daß deren Wiedergabe beim Druck nicht das positive Ergebnis zeigen.


    Wer Hinweise, Tricks oder Erfahrungswerte zu Einstellungen, Schichtdicken oder Belichtungszeiten bei verschiedenen Harzen oder Schnüren erwartet, der wird enttäuscht. Einzig die Angaben zu den Druckzeiten in Abhängigkeit von den Schichtstärken wird mitgeteilt. Ich vermisse z.B. auch, daß in hoher Auflösung Fotos gegenübergestellt werden, die die unterschiedlichen Oberflächen in Abhängigkeit zu den Schichtdicken klar stellen.


    Die bereit gestellten Dateien können als stl Dateien vom MIBA Rechner herunter geladen werden. Gerade diejenigen, die in einem größeren Maßstab arbeiten könne damit nicht so viel anfangen. Wie schon im Claus60 Beitrag zur V22 beschrieben, können diese Dateien eigentlich nur vergrößert oder verkleinert werden. Man muß spezielle Profiprogramme haben um sie einem anderen Maßstab zeichnerisch anpassen zu können. Selbst mit meinem hochwertigen Rhino5 Programm ist das nicht möglich. Man muß wissen, beim Vergrößern verändern sich auch alle Materialstärken und Details im gleichen Verhältnis. Wände mit einer ursprünglichen Wandstärke von 1,5 mm sind dann 3 mm dick. Die schon angesprochenen Radlager sind bei doppelter Größe in Spur 0e einfach nur spielzeughaft. Abgesehen davon sind die Fahrzeuge dann so groß, daß sie in die Hobby Resin Drucker nicht mehr hinein passen.


    Ich würde mir das Heft jederzeit wieder kaufen, zeigt es doch wie ein guter Modellbauer sich einer neuen Methode des Modellbaus annimmt und diese umsetzt. Und ganz nebenbei, es kommen einzigartige schöne Modelle dabei heraus, die vermutlich kein Kleinserienhersteller auflegen würde.


    Wer sich Rat zum Umgang mit den Druckern sucht, der sollte im Netz nach entsprechenden Foren suchen. Dort berichte Hobby-Profis bis ins Kleinste was sie tun und was machbar ist.


    Grüße aus VAI

    Armin.

    guten Morgen in die Runde,


    Kunststoffmodelle mit lösungsmittelhaltigen Lacken zu lackieren ist eine reine Übungssache und fordert hauptsächlich Geduld. Ich lackiere alle meine Modelle seit Jahrzehnten mit Nitrolacken (früher Märklin, heute von Sehling), egal ob Messing, Resin oder andere Kunststoffe, auch Modelle mit Evergreen Profilen oder aus gefrästen Polystyrol-Platten. Verzogene Profile oder verbogene Platten hatte ich noch nie.


    Ein Geheimnis der Lackierarbeiten bei Kunststoffemodellen mit Nitrolacken ist "keine Hektik und Zeit lasse". Wird die Grundierung oder der Lack zu dick aufgetragen, dann kommt es zur Anlösung des Kunststoffs oder darunter liegender Lackschichten. Ich lackiere zuerst eine hauchdünne Schicht Grundierung (ebenfalls von Sehling, nicht aus der Sprühdose, die sind viel zu dickflüssig), die dann einen Tag durchtrocknet. Die Grundierung wird dann mit einem Borstenpinsel abgepinselt. Ihr glaubt nicht wie das staubt, wenn sich die groben Füllerpigmente der Grundierung lösen. Nochmals abwaschen mit klarem Wasser, mit Druckluft trocknen und dann die erste Lackschicht aufgebracht. Diese wird ebenfalls dünn aufgetragen, es können an Kanten oder um Niete sehr wohl noch deutliche Schatten entstehen. Die erste Lackschicht wieder einen haben Tag trocknen lassen. Dann ist das Kunststoffmodell bereit um den deckenden Endlack aufgespürt zu bekommen. Bei schlecht deckenden oder hellen Farben, wie z.B. Grün oder Gelb, lieber eine dritte Lackschicht auftragen.


    Diese Vorgehensweise halte ich bei Kunststoffmodellen mit einer Nitro Lackierung strikt ein und habe bis jetzt keine schlechte Erfahrung gemacht. Bei Messingmodellen geht das alles viel schneller. Die Prozedur mit der Grundierung ist dieselbe, aber die Lackschichten können wesentlich dicker aufgetragen werden. Die Lackschichten können auch wesentlich schneller hintereinander aufgetragen werden (max eine Stunde später). Aber aufgepaßt: Trockenzeit heißt nicht, daß der Lack durchgetrocknet ist. Er sollte nach so kurzer Zeit noch nicht zu stark gedrückt werden, sonst können sich Fingerabdrücke bilden. Auch Klebebänder können zum Problem werden, wenn das ausdünstende Nitro die Klebeschicht ablösen. Nitrolacke sind normaler Weise am nächsten Tag komplett durchgetrocknet und absolut griffest.


    Grüße aus VAI
    Armin.

    Noch eine Anmerkung zu den Modellen:
    Martin Zeunert fertigt für die Spur 0m Bahner auch eine V52, wie sie auf der Strecke Mosbach/Mudau im Einsatz war. Wer also DB Schmalspur der Epoche 3 in Spur 0m nachbildet/oder will, kann sich mit der V52 von Martin und den Wagen von Kalle eine schöne Garnitur zusammenstellen.


    Grüße aus VAI
    Armin.

    lieber Karlheinz,


    darf ich zum Vorbild der Wagen eine kleine Korrektur zu Deiner Beschreibung anhängen:
    Die Schmalspurstrecke Mosbach/Mudau hatte eine Spurweite von 1000 mm, im Modell durch die Spur 0m nachgebildet.
    Die beiden Modelle sind wie Du schreibst angelehnt an die Neubauwagen der Meterspur Mosbach/Mudau.
    Es gab einen ähnlichen Neubauwagen auf der württembergischen Schmalspurstrecke Marbach/Heilbronn, besser bekannt als Bottwartalbahn. Diese Strecke hatte eine Spurweite von 750 mm, im Modell nachgebildet durch die Spur 0e. Der Wagen mit 750 mm Spurweite hatte keine offenen Einstiegsplattformen, sondern zurückgezogene geschlossene Einstiege, wie die regelspurigen Umbauwagen (dort stimmt der Begriff, sie wurden auf alten FG aufgebaut). Der Wagen der Bottwartalbahn wurde später an die Jagsttalbahn abgegeben, bei der er heute im Bestand der Museumsbahn ist http://www.jagsttalbahn.de/437.html . Einen Wagen mit Gepäckabteil gab es für die 750 mm Spurweite nicht.


    Grüße aus VAI
    Armin.