Posts by Armin-Hagen Berberich

    Ein nicht alltäglicher Wagen einer deutschen Schmalspurbahn, der schon fast vergessen ist.


    Die Trusebahn habe ich erst kennen gelernt, als vor Jahren Steffen Dietsch im EK Verlag sein kleines Buch zu dieser längst abgebauten Schmalspurbahn veröffentlichte. Die 9 km lange Strecke erschloß von Wernshausen aus das Trusetal am Westrand des Thüringer Waldes. Das Buch und der Kontakt zu Steffen haben mir beim vorbildgerechten Bau des Modells sehr geholfen.


    Das zweite Ereignis, das mein modellbahnerisches Interesse an den Fahrzeugen der Trusebahn erweckte, war vor ein paar Jahren die Initiative von Wolfgang Bayer. Er konstruierte und entwickelte Ätzplatinen der zweiachsigen Güterwagen der Trusebahn für die Spur 0e. Wolfgang gab diese Ätzplatinen an bekannte Modellbahner ab.


    Nun hat Wolfgang erneut die Initiative ergriffen und Ätzbleche sowie Frästeile für das 0e Modell des sogenannten Kombiwagens der Trusebahn konstruiert. Dazu hat er noch Hinweise zu dem von ihm angedachten Zusammenbau geschrieben. Die Konstruktion des Wagens baut auf Ätzblechen auf, das heißt Teile, wie z.B. Radlager, Feder oder Kupplungen werden aus mehreren Schichten aufeinander gelötet. Dreidimensionale Gußteile konstruierte Wolfgang nicht.


    Mein Interesse war natürlich groß und er überließ mir einen Satz Ätzplatinen und Frästeile für diesen Wagen. Wer meine Handschrift als Modellbauer kennt, der wird gleich fragen „... und was hast Du gemacht....?“. Vorne weg, die Platinen und die Frästeile sind erste Sahne, alles ist stimmig und alles paßt mit nur kleinen Versäuberungen der Ätzkanten zusammen. Der Wagen ist in Baugruppen so aufgebaut, daß er den späteren Lackiergängen entspricht, was die Abklebearbeiten reduziert.


    Der Schwerpunkt meiner Ergänzungen lag bei den dreidimensionalen Ansetzteilen, da ich bin kein Freund der Schichtbauweise bin. Diese wurden durch Messinggußteile aus meinem eigenen Programm ausgewechselt. Natürlich paßten sie nicht immer eins zu eins und mußten entsprechend umgebaut und verändert werden. Dazu kamen dann noch gänzlich fehlende Teile und einige Drehteile.


    Eine komplett andere Lösung war bei den Kupplungen gefragt. Die vorgesehene Deichsellösung, deren Befestigung an der Bodenplatte vorgesehen war paßte nicht zu meinen Kupplungen. Wie auf einer Angebotszeichnung erkennbar, waren die Kupplungen mit großer Wahrscheinlichkeit an den Drehgestellen befestigt. Auch hier sollte das Original nachempfunden werden.


    Jetzt sind alle Messing- und Lötarbeiten abgeschlossen. Wenn es wieder wärmer ist, wird das Modell kurz vor den Lackierarbeiten sandgestrahlt (ich lackiere nur im Freien). Bis dahin stehen noch die Arbeiten für die Inneneinrichtung an. Begonnen wird mit den Polystyrolplatten für die Innenböden und die Zwischenwände. Danach werden die Plexiglasplatten der Fensterverglasung eingepaßt. Zuletzt geht es an die 3D Konstruktion der Sitze. Das wird wieder einige Zeit dauern, dafür ist es unser Hobby.


    Eine Trittstufe ist auf den Foto etwas verbogen, das kann passieren, sie muß einfach wieder gerichtet werden. Zuletzt fehlen noch die Briefeinwurfklappen. Die habe ich schon als 3D Druck von meinem Plettenberger PwPost, sie werden aber erst nach dem Sandstrahlen angeklebt. An den Kupplungen fehlen noch die Magnete und die Bügel, die werden erst nach der Lackierung eingebaut. Ebenso fehlen im Moment noch die Fensterrahmen und Fenstergitter, die ebenfalls nach der Lackierung von eingebaut werden.


    Obwohl noch die komplette Inneneinrichtung hinzu kommt, bringt das Modell jetzt schon 425 g auf die Waage. Es ist damit beileibe kein schmalspuriges Leichtgewicht. Was noch fehlt ist eine zugkräftige und passende Lokomotive, bis dahin heißt es eben improvisieren. Das sind wir als Modellbahner ja gewöhnt.


    So nun schaut Euch die Fotos des im Rohbau fertig gebauten Modells an. Die Fotos des fertig lackierten und beschrifteten Wagens werde ich im Frühjahr in einem zweiten Teil hier einstellen.


    Grüße aus VAI

    Armin.



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    lieber Ralf,


    jetzt nimmt der Modellbahn-Wahnsinn seinen Lauf. Ich bin gespannt, wo das noch hinführt mit Deiner Stopfmaschine. Auch wenn sie nicht aus Messing ist, es ist ein supergeiles Modell, das einige sich zu Weihnachten wünschen würden. Du hast aber recht, 3500 Einzelteile richtig zusammenzufügen ist auch für einen noch so geübten Modellbauer ohne detaillierte Bauanleitung nicht möglich. Der Aufwand dafür eine Bauanleitung zu schreiben ist nicht zu rechtfertigen, da das aktive Modellbahner-/Modellbauerleben dafür viel zu kurz ist. Es wird einmal ein phantastisches Einzelexemplar sein, das der Eine oder Andere auf einer Ausstellung an Deinen Modulen betrachten und sich daran erfreuen kann. Man muß nicht alles haben, man kann sich auch an Dingen anderer erfreuen.


    Grüße aus VAI

    Armin.

    Da mein Plettenberger Triebwagen Nr.1 fertig gebaut ist Plettenberg Triebwagen T1, sollte es noch einen kleinen Nachschuß zu diesem Kleinbahnthema geben. In den Tiefen meiner Bausatzsammlung hat sich noch ein Bausatz von Oliver Racky verborgen, der endlich auch einmal fertig gestellt sein sollte. Im Rahmen seiner Abschlußarbeit an der Schule hatte er damals diesen kleinen Bausatz entwickelt und interessierte Modellbahner konnten sich anhängen.


    Das Vorbild des Wagens ist längst verschrottet, Fotos sind fast keine überliefert. Die Plettenberger Staßenbahn bestellte diesen Wagen Ende des 19. Jahrhunderts, er wurde nach wenigen Jahren schon umgebaut und in das Gepäckabteil wurde ein 4. Klasse Personenabteil eingebaut. Ende er 1920 Jahre wurde der Wagen dann außer Betrieb genommen. Die gesamte Geschichte zum Vorbild kann im großen Plettenbergbuch von Wolf Dietrich Groote nachgelesen werden.


    Der Bausatz ist eigentlich ein Gehäusebausatz der so konstruiert ist, daß ein Magic Train Fahrgestell erforderlich ist, das angepaßt werden muß. Die Teile des Bausatzes bestehen aus exakt gefrästen Polystyrol Teilen und einem Beschriftungssatz.


    Ich wollte eigentlich alles so bauen, wie es vorgesehen ist. Das habe ich beim Gehäuse oberhalb der Bodenplatte auch weitgehend so umgesetzt. Lediglich ein paar Ms Gußteile an den Stirnwänden und ein gedruckter Briefkastenschlitz wurden ergänzt.


    Einen ganz anderen Weg bin ich beim Fahrgestell gegangen. Das Magic Train Fahrgestell ist grundlegend falsch, da es ich um ein österreichisches Vorbild handelt. Dies hatte mich bei anderen Projekten schon vor Jahren dazu bewogen, ein kleines Messingteile Programm zu entwickeln, mit dem authentische Fahrgestelle für deutsche Schmalspurwagen hergestellt werden können. So wurde für diesen Wagen in die Teilekiste gegriffen und ein komplettes Messing Fahrgestell gelötet. Um 1900 hatte der Wagen eine Saugluft Bremsanlage und eine Dampfheizung für das Postabteil, das wurde detailliert umgesetzt. Für die langen Trittbretter wurde wegen der hohen Bruchgefahr nicht die Kunststoffteile verwendet, sondern Messing Profile, die an das Messing Fahrgestell angelötet sind. Die Messing Kupplungen aus meinem Programm haben einen neuen Pufferteller aufgelötet bekommen, wie er bei den Plettenbergern im Einsatz war.


    Bei der Farbgebung hatte ich mehr oder weniger freie Wahl. Es gibt nur ein Zeitungsfoto auf dem der Wagen um die Jahrhundertwende in einem Zugverband zu sehen ist. Im Vergleich zu den Personenwagen ist der PwPost deutlich heller, die Beschriftung ist nicht zu erkennen. Es ist naheliegend, daß der PwPost damals grau lackiert war. Ein späteres Foto mit dem 4. Klasse Abteil zeigt eine dunklere Lackierung, vermutlich grün. Die Beschriftung habe ich deshalb den preußischen Beschriftungsgrundsätzen nachempfunden.


    Fazit: Ein schöner kleiner Bausatz, der Veredelungspotential, für den der will. Wer sich mit dem Magic Train Fahrgestell zufrieden gibt und keine weiteren Änderungen vornimmt, der kann den Wagen in zwei Wochen fix und fertig bauen. Mit dem Messing Fahrgestell habe ich für den Bau drei Wochen benötigt.


    Schaut euch nun die Fotos an. Wer Lust auf den Wagen hat, der sollte einmal bei den Rackys nachfragen, vielleicht kann er noch einen Bausatz ergattern und sein Schätzchen zusammen bauen – egal ob mit Messingteilen oder ohne, ob in 0m oder 0e. Mein Modell fährt auf 16,5 mm Spurweite.


    Grüße aus VAI

    Armin.


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    guten Morgen Dierk,


    suchst Du so etwas, Naßschieber mit weißem Siebdruck RAL 9001? Hier ist eine schwarze Kopie, sonst wäre es nicht lesbar. Das sind Überbleibsel aus einer früheren Aktion. Falls Du Interesse hast, dann schreibe mir direkt ahbvai(ätt)armin-berberich.de (setze statt(ätt) das Zeichen @ ).


    Grüße aus VAI

    Armin.


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    lieber Thomas,


    wieder ein klasse Spezialmodell. Erst auf den Fotos Deiner Internetseite sind die Details richtig zu erkennen.

    Ich habe eine Frage zu dem Trabi: was ist das für ein Dach? Ist das so ein aufklappbares Zelt (go Trabi go)? Als Großraum-Stuttgarter sind mir die Feinheiten der gehobenen Automobiltechnik aus Zwickau und deren Zurüster nicht bis in das Kleinste bekannt. Wir hatten als Jugendliche in Zuffenhausen, Cannstatt/Sindelfingen und Heilbronn andere Fixpunkte automobiler Träume.


    Sonntagsgrüße aus VAI

    Armin.

    guten Abend Sebastian,


    ich hatte Deinen Beitrag irgendwie überlesen, bitte entschuldige.

    Die Fahrtrichtungsanzeiger waren bei der Plettenberger Kleinbahn erforderlich, da sie in verschiedenen Passagen die Trasse auf oder direkt neben der Straße verlief.

    Beim Modell waren diese Teile als Messinggußteile beigelegt, die habe ich auch verwendet. Von wem Axel diese Gußteile zugekauft hat, ist mir nicht bekannt. Er hatte ja verschiedene Zulieferer. Beleuchtet sind sie nicht, sie haben nur einen Tupfer roten Lack bekommen.


    Grüße aus VAI

    Armin.

    es tut mir Leid, daß einige die Fotos nicht sehen können, ich weiß nicht, An was das liegt. Vielleicht habt Ihr an Eurem Rechner eine Sperre eingeschaltet, die den Zugriff auf den Surfer verweigert, auf dem ich meine Fotos abgelegt habe.


    Man sollte es nicht machen, aber vielleicht probiert ihr es einmal im anderen 0 Forum, dort habe ich denselben Bericht eingestellt


    Grüße aus VAI

    Armin.

    Zum heutigen 6. Totestag von Axel Hartig möchte ich mit einem Bausatzbericht und aktuellen Fotos an sein unvergessliches Schaffen für die Spur 0 Schmalspur erinnern. Frühzeitig hat er erkannt, daß es bei der Schmalspur im Maßsstab 1:45 wirtschaftlich notwendig ist, keinen Unterschied zwischen den Spurweiten zu machen. Er bot deshalb fast alle Modelle in beiden gängigen Spurweiten an.



    Kurz nach der Jahrhundertwende hatte Axel Hartig verschiedene Schmalspurtriebwagen in der Baugröße 1:45 für Spur 0e/0m angeboten. Obwohl ich schon reichlich Wagenbausätze von Axel hatte, stand der Plettenberg-Triebwagen T1 damals nicht auf meinem Wunschzettel. Dies mag wohl daran gelegen haben, daß es ein Polystyrol-Bausatz ist und, daß es von der Plettenberger Kleinbahn damals keine weiteren Fahrzeuge bei einem der einschlägigen Modellbauer oder Kleinserienhersteller gab.


    Dies änderte sich mit der Zeit, als Uwe Ehlebracht den Teilesatz einer Plettenberger Kastenlokomotive anbot und Michael H. Platinen der kleinen zweiachsigen Personenwagen und die der Dampflokomotive Nr.2 Plettenberg an befreundete Modellbauer abgab. Heute werden noch weitere Modelle in kleinen Serien von Modellbauern angeboten, z.B. der Post-und Packwagen von Oliver Racky.


    Mein Wunsch nach dem Bausatz des Plettenberg-Triebwagens war jetzt geweckt, leider war die kleine Serie bei Axel Hartig ausverkauft. Vor zehn Jahren konnte ich im großen Internet-Auktionshaus einen teilweise begonnenen Bausatz sehr günstig erwerben. Der Preis war super, aber sonst war es eine Katastrophe.


    Der Vorbesitzer hatte die Polystyrolteile des Gehäuses mit reichlich Pattex zusammengeklebt, dies ging natürlich überhaupt nicht. Nach der Demontage war das Übel perfekt. Teilweise hatte der Pattexkleber das Polystyrol soweit angegriffen, daß die Oberfläche der Wände Dellen hatte und teilweise sogar durchgebrochen war. Es stand also wieder einmal eine Totalrevision an, die durch weitere Optimierung des originalen Bausatzes ein anspruchsvolles Modell erwarten ließ.


    Allen Triebwagen-Bausätzen von Axel hatten dasselbe Bauprinzip. Angetriebene Drehgestelle eines H0 Modells (meist Roco), eine Ms Bodenplatte auf der der Mittelmotor montiert wurde und zwei Kardanwellen zu den Antrieben. Der Aufbau besteht aus gefrästen Polystyrolplatten und das Dach ist aus Resin gegossen. Zusätzlich gab es meist ein paar Ms-Gußteile und kleine Ätzplatinen oder Frästeile aus Ms.


    Da andere modellbauerischen Aktivitäten bei mir Vorrang hatten, lag das "Trümmerfeld"zunächst im Karton. Immer wieder nahm ich einen Anlauf um das Modell neu aufzubauen. Das Entfernen der Pattexreste und die endlosen Spachtelarbeiten nahmen mir immer schnell wieder die Lust an diesem Modell. Insgesamt habe ich nun acht Jahre daran gearbeitet. Wolf Dietrich Groote hat mit seinem Plettenberg-Buch den letzten Ruck gegeben. Ihm möchte ich besonders dafür danken, daß er bei Detailfragen immer eine Antwort für mich hatte.


    Der Kauf eines 3D Druckers hat es zudem leichter gemacht, fehlende Teile konnten nun relativ einfach hergestellt werden. Stichwortartig hier die weiteren Umbauten und Verbesserungen:


    - Überarbeitung der Ms Drehgestellblenden und reversibler Einbau der Antriebsblöcke

    - Radscheiben mit richtigem Durchmesser montiert

    - geänderte Motorhalterung um den Innenraum frei zu bekommen

    - komplett neue Innenraumausstattung

    - Änderung der Verglasung, wird nach der Lackierung nur gesteckt nicht geklebt

    - neue und detaillierte Führerstände im 3D Druck

    - Nachbildung des Dieselmotors mit Elektrogenerator

    - neue Fensterrahmen im 3D Druck

    - Überarbeitung des gegossenen Daches entsprechend des Vorbilds

    - Herstellung verschiedener Kleinteile z.B. Scheinwerfer, Sandkästen, NARAG-Ofen als 3D Druck

    - smd LEDs zur Beleuchtung

    - Decoder ESU 5

    - Anfertigung eines kompletten Beschriftungssatzes entsprechend der Inbetriebnahme 1941


    Ich möchte jetzt nicht länger langweilen und nun das fertige Modell zeigen. Wie alle meine Schmalspurmodelle ist auch dieser Meterspurtriebwagen als 0e Modell für 16,5 mm ausgeführt. Die Fahreigenschaften sind gut, die Zugkraft ist trotz zwei angetriebener Achsen nicht sehr hoch aber ausreichend. Ein ESU 5 Decoder regelt den Faulhabermotor nach wenigen Feineinstellungen anstandslos.


    Schaut euch die Fotos an, zu technischen Fragen gebe ich gerne eine Antwort.


    Grüße aus VAI

    Armin.











    Hallo Otto,


    bei aller Euphorie, werden die Rohteile des Wagens noch geschliffen oder sandgestrahlt? Wenn ich mir die Kanten z.B. an den Pufferbohlen, Wagenkastenstützen und an den Trittstufen ansehe, dann sieht dies ziemlich ausgefranst aus. Wie sind denn die Kanten an den angedruckten Federn, Radlagerblechen und Radlagern, dies ist auf den Fotos nicht genau zu erkennen. Meine Erfahrung ist, daß nach der Lackierung diese gefranst Ränder ziemlich unschön daher kommen. Ich hatte dieses Problem eben bei gedruckten Details für meinen Plettenberg-Triebwagen von Axel (Baubericht kommt in Kürze). Nach Bearbeitung war es dann so wie es sein sollte


    Grüße aus VAI

    Armin.

    es ist schon lustig: zuerst werde ich aus einem Beitragsast mehr oder weniger hinauskomplimentiert, nur weil ich ohne großes Lamentieren eine Messing- Alternative zu einem so nicht ohne weiteres verwendbare Laserbauteil zeige (siehe den Beitrag von Otto bezüglich erforderliche Nacharbeit). Daraufhin mache ich einen neuen Ast auf und was passiert? Genau das, was mir auf meinen Beitrag vorgeworfen, wird nun genau von den Schreibern in meinem Ast praktiziert.


    Ich werde mich aus dieser Art von Beiträgen zurück ziehen und habe überhaupt keine Lust, für die Selbstbeweihräucherung einiger 0m Aktivisten als Feindbild zu dienen. Wer will, der kann meine mehr als 30 jährige Erfahrung im Modellbau der Spur 0e nutzen und sich direkt an mich wenden.


    Meine letzte Anmerkung: Otto schau einmal über Den 0m Tellerrand hinaus. Vor Jahren habe ich für meine Hartig-Bausätze universell verwendbare (0e und 0m) Messingteile für Fahrgestelle u.a. mit einer kompletten Saugluft Bremsanlage entwickelt. Sie werden in Veröffentlichungen meiner gebauten Fahrzeuge immer gezeigt, z.B. hier http://www.armin-berberich.de/andereBahnen/KAE8und10.htm . Soviel zu Deinem Superlativ "ist aber wohl der erste, der hier vollständige und korrekte Bremsanlagen anstrebt ". Diese Teile wurden auf mehreren Veranstaltungen (z.B. Stadtoldendorf) für interessierte Modellbauer angeboten. Heute bin ich soweit, daß ich diese Teile nur noch für meine Projekte verwende.


    fröhliche ich Grüße zum Wochenanfang

    Armin.

    Mein Beitrag aus einem anderen Ast verschiebe ich nach hier, nachdem ich darauf aufmerksam gemacht wurde, daß er an der anderen Stelle "nichts zu suchen" hätte. Ich wollte nichts verkaufen, sondern Alternativen zu den dort gezeigten gelaserten Bauteilen zeigen.


    Werte 0m Bahner, vielleicht hilft manchmal auch ein Blick zu den 0e Bahnern. In Messing sind alle Bauteile für Saugluftbremsanlagen zwar ein paar Euro teurer, haben jedoch eine feine Detaillierung und sind komplett einbaufertig.

    Grüße aus VAI

    Armin


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    guten Morgen Jörn,


    eigentlich habe ich zum Thema Rollwagen alles gesagt, was ich dazu meine. Da Du mich aber direkt ansprichst und um Mäßigung bittest, schreibe ich noch ein paar Zeilen, obwohl die hier nicht richtig verorte sind.


    Ich habe eine Mutmaßung in den Raum gestellt "Vielleicht hat er sich auch durch die langsam langweilige 0m Kampagne mit einer Masse an gelaserten Holz- und Kartonbausätzen leiten lassen." Dieser Satz ist mit Sicherheit weder eine Beleidigung, noch ein Angriff auf die Gemeinde der 0m Bahner. Ich weiß nicht, wie lange Du die 0 Schmalspurszene schon verfolgst, mir wird seit Jahren vorgeworfen ein verbohrter 0e Bahner zu sein und andere nicht gelten zu lassen. Ich habe dann immer wieder darauf hingewiesen, daß dies jeder Grundlage entbehrt und durch mein Handeln das Gegenteil bewiesen. Mehrere Bausatzaktionen wurden von mir durchgeführt, bei denen immer darauf geachtetwurde, daß die Modelle sowohl für 0e als auch für 0m gebaut werden konnten. Obwohl einige der Modelle ein Meterspur Vorbild hatten, war es immer so, daß weniger als 10 Prozent der Bausätze in 0m bestellt wurden, trotzdem habe ich es so gehandhabt. Ich habe auch immer erklärt, daß ich alle meine eigenen Modelle auf der 16,5 mm Spur fahre, da ich nicht Willens bin zwei Spurweiten zu bauen.


    Mir eine Missachtung der 0m Gemeinde oder gar einen Haß oder was auch immer vorzuwerfen ist abartig. Mehrere meiner engsten Modellbahnfreunde sind überzeugte 0m Bahner. Mit ihnen pflege ich seit vielen Jahren engste Kontakte, bis hin zum jährliches Werkstatt-Treffen bei mir zuhause. Daß ich die "seit einem Jahr geführte 0m Kampagne" langsam als ermüdend empfind, das mag vielleicht auch nur auf mich zutreffen. Was mich dabei jedoch erstaunt ist, daß ich in dieser Zeit noch keinen Bausatzbericht von einem Modellbauer bzw. Kunden gelesen habe, der ein fertiges Modell zeigt und Aussagen zur Qualität und Fertigungsweise der Bausätze eine Aussage macht. Das einzige fertig gebaute Modell aus einer Kleinserienfertigung, das in letzter Zeit mit einem Bausatzbericht in den Foren vorgestellt wird, ist die V29 von Bernd Braunert und Ulf Haußen. Die Ironie des Schicksals will es, daß es von mir gebaut wurde und auf 16,5 mm Gleisen fährt.


    allen wünsche ich viel Freude an der Spur 0 Schmalspur, egal ob 0e oder 0m, 1:45 oder 1:43,5

    Armin.

    Ihr lieben 0e Bahner,


    mir ist die ganze Diskussion hier eine Diskussion über etwas, was schon längt entschieden ist.. Es gibt zwei Tatsachen:

    • Schnelli hat sich von wem auch immer überreden lassen, und setzt auf die 0m Spur (seine 0e Rollböcke hat er an HENKE verkauft). Vielleicht hat er sich auch durch die langsam langweilige 0m Kampagne mit einer Masse an gelaserten Holz- und Kartonbausätzen leiten lassen.
    • Kalle kennt die 0-Schmalspurszene aus dem Eff,Eff und weiß, daß der weit überwiegende Teil der 0-Schmalspurszene 0e Spur fährt. Er bietet deshalb (bei entsprechender Nachfrage) 0e Drehgestelle an. Wohl wissend, daß dies seinen Preis kosten wird.

    Was kaufmännisch für sie sinnvoll ist oder nicht, das entscheiden die beiden Anbieter (Kalle hat ja schon einen Vorbehalt gemacht). Axel Hartig stand vor Jahrzehnten auch vor der Entscheidung nur 0m oder auch 0e Bausätze anzubieten. Er hat in seinen letzten Jahren immer wieder bestätigt, daß die Stückzahlen für die Fahrzeugen in 0e sprechen. Wer unbedingt Schnellis Rollwagen haben und diese auf 0e umbauen möchte, der muß eben das Angebot des Marktes nutzen und den geforderten Preis bezahlen. Alternativ bleiben immer noch die 0e Bausätze von Detlef.


    Ich werde Schnellis Rollwagen nicht kaufen und auch nichts umrüsten. Für meine MEG Lokomotiven habe ich aus der ersten Serie von Detlef zwei Rollwagen-Bausätze in Neusilber-Ätztechnik gekauft und als MEG Rollwagen gebaut. Seine heutigen Bausätze sind weiterentwickelt und deutlich einfacher zu bauen. Übrigens, bei mir fahren alle Fahrzeuge (egal ob 750 oder 1000 mm Spur) auf 16,5 mm Gleisen.


    Grüße aus VAI

    Armin.

    In den letzten Wochen wurde in den Foren mehr oder weniger massiv die Werbetrommel für Schmalspur in Spur 0m gerührt. Viele neue Projekte und Ideen wurden vorgestellt, halbfertiges oder in der Planung befindliches genauso, wie alte Bauanregungen aus Zeitschriften wieder neu aufgewärmt wurden. Alle Aktionen haben bis jetzt eines gemeinsam - fertige Modelle, fahrbereit mit Lackierung, Beschriftung und einem kleinen Baubericht wurden fast keine gezeigt.


    Ich gehe einen anderen Weg und möchte durch aktuell gebaute, interessante und schöne Modelle Werbung für die Schmalspur in Spur 0 machen, unabhängig von der Spurweite. In diesem Jahr habe ich zuerst die neue V29 von Bernd Braunert und Ulf Haußen gezeigt, ein zweites Schmalspurmodell, da gerade fertig wurde, möchte ich mit einer kleinen Bilderserie vorstellen. Die Spurweite des Originals spielt dabei überhaupt keine Rolle, Hauptsache es ist Schmalspur.


    Mein Sommermodell ist eine Garratt Lokomotive und hört auf den Namen K1 der Tansmanian Railways. Es wurde aus einem Bausatz von Backwoods gebaut. Dieser Hersteller hat leider seit einiger Zeit die Produktion eingestellt, so können Interessenten nur noch auf den Zufall hoffen, daß ein Modellbahner bereit ist seinen Bausatz abzugeben. Mir sind in Deutschland bisher nur drei weitere fertige Modelle bekannt, es scheint davon nicht viele zu geben. Ich stand nach langer Besitzerzeit vor der Entscheidung bauen oder verkaufen. Gott sei dank entschied ich mich für das Behalten und Bauen.


    Der Bausatz entspricht nicht mehr ganz der Machart und Präzision heutiger Messingbausätze mit CNC und 3D Fertigung. Die Ätzplatinen und Weißmetallteile sind jedoch sehr genau, es waren nur leichte Nacharbeiten erforderlich. Beide Drehgestelle besitzen jeweils einen Faulhaber Getriebemotor 2020 C und einen 1:1 Kegelradantrieb auf eine Achse, die zweite Achse wird über die Kuppelstange mitgenommen. Die Steuerung ist auch das einzige Sorgenkind gewesen. Es bedurfte einiger Anpassungen, da die kleinen Niete nicht zu den großen Bohrungen passten und die Schieberschubstange eine Katastrophe war.


    Ein weiterer Nachteil liegt in der Konstruktion, die Achsen mit ihren Lagern werden vor dem Zusammenlötet in den Rahmen eingesetzt, sie können nicht mehr entnommen werden, nun ist es eben so. Auch bei Teilen der Steuerung war der Montageablauf so vorgesehen. Dies hätte den weiteren Nachteil gehabt, daß bei der Lackierung evieles abzukleben gewesen wäre, jetzt ist sie komplett demontierbar.


    Ich habe mich bei meiner K1 nicht sklavisch am Vorbild orientiert, zumal ich auch keine Lust hatte in die Tiefe des Netzes und der Literatur einzutauchen. Wer Näheres zu den beiden Garratt Lokomotiven der Tasmanian Railways wissen will, der findet hier alle Informationen https://de.wikipedia.org/wiki/TGR-Klasse_K . Auf die Schnelle nur soviel: Nachdem die Lokomotive nach England zurück geholt wurde, stand sie zuerst im Eisenbahnmuseum in Yorck, wurde dann restauriert und fährt heute bei der Welsch Highland Railway Museumsbahn aktiv im Dienst.


    Auf den mir zur Verfügung stehenden Fotos gibt es auch Unterschiede bei der Lackierung und Verzierung mit Farbstreifen. Ferner sind diverse Anbauten erfolgt, die auch wieder abgenommen wurden. Ich habe mein Modell deshalb so gebaut, wie es mir gefällt und wie es als kleiner Blickfang zwischen meinen deutschen Schmalspurmodellen ein Wenig aus der Rolle fällt.


    Zum Schluß noch ein kleiner Hinweis zur Steuerung. Diese ist aus Neusilber Ätzblechen hergestellt und mit einigen Messingteilen ergänzt. Es stellte sich die Frage nach der Farbgebung. Da kam mir die Idee folgendes zu probieren:

    Die komplette Steuerung wurde sandgestrahlt. Die angeraute Oberfläche wurde dann nur noch mit seidenmattem Klarlack lackiert (ich verwende ausschließlich Nitrolacke) – mir gefällt das sehr gut.


    Schaut Euch die Fotos an und träumt ein Wenig von den tollen Zügen, die diese Lokomotive in der wunderbaren Landschaft Tasmaniens angehängt hatte.


    Sommergrüße aus VAI

    Armin.


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    eine kleine Ergänzung zu Dirks PS


    Die Zweiachser gibt es auch bei Uwe Ehlebracht im Set. Ein Unterschied besteht darin, daß bei Wolfgang die FG als geätzte Faltteile dabei sind , bei Uwe muß man MT FG verwenden (muß man haben, sind nicht im Bausatz). Die Wagen aus Wolfgangs Platinen könnt Ihr hier anschauen http://www.armin-berberich.de/andereBahnen/Truse50.htm . Allerdings habe ich die FG der Ätzplatinen nicht verwendet, sondern mit Ms Profilen und Gußteilen aus meinem Programm die FG selbst gebaut.


    Sonntagsgrüße aus VAI

    Armin.

    lieber Andreas,


    Du hast offensichtlich richtig Spaß bekommen Messingbausätze zu löten.


    Eine Anmerkung und ein Hinweis zu dem bis jetzt geschriebenen.

    • Richtig, der Bausatz basiert auf dem H0e Bausatz von Schlosser. Ralf Denke (damals mit seiner Firma DERA) ist mit diesem Projekt in die 0e Spur bzw. 0 eingestiegen, war der Initiator für diesen Bausatz und hat ihn auch finanziert. Es war sein erstes 0e Fahrzeug, das er damals zu einem sehr günstigen Preis von von 179 Euro verkaufte. Für mich war die Falttechnik damals Neuland, deshalb habe ich mir diesen Bausatz sofort gekauft. Er wartet leider immer noch darauf, daß er aus der Schublade geholt wird. Ich für meinen Teil werde bei einigen Details in meine Messinggußteile-Kiste greifen und bestimmte Ätzpartien durch Messingguß ersetzen (z.B. Bremsschläuche). Wer Ralf und seine Modelle kennt, der weiß das seine selbst konstruierten Modelle in Kunststoff eine ganz andere Detailtreue haben (siehe seinen Bericht zu der Stopfmaschine im Parallelforum).
    • Das beste Bild, das ich von diesem Wagen kenne findest Du hier https://sachsen.museum-digital…s=13276&cachesLoaded=true

    Ich bin schon gespannt, wie es mit Deinem Bausatz weiter geht.


    Samstagabendgrüße aus VAI

    Armin.


    PS: die Rechte und damit auch die Filme für den Bausatz liegen bei Ralf Denke. Wer Interesse daran hat, der kann die Platinen dort bestellen. Sie sind sicherlich nicht vorrätig, Ralf Denke kann sie allerdings jederzeit ätzen lassen - einfach anrufen und anfragen.

    eine Erinnerung an die Sachsenbahner: wer sich früher in Wulften, dann in Stadtoldendorf oder bei den legendären Ausstellungen von Kalle in Stromberg auch bei den Kleinen umgesehen hat, der kennt mit Sicherheit die erstklassigen sächsischen Modelle von Markus Klünder. Er hat ein fast komplettes Programm von allerfeinsten Messinggußteilen für die zweiachsigen sächsischen Personen- und Güterwagen. Zwischenzeitlich hat er auch alle Teile um eine IK komplett in finescale zu bestücken.


    noch einen schönen Abend

    Armin.