Posts by Armin-Hagen Berberich

    ein schöner Film aus vergangenen Tagen, eben Schmalspur pur im Spreewald und auf anderen Bahnen der ehem . DDR

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    Grüße aus VAI

    Armin.

    Vor ein paar Wochen habe ich meinen Baubericht zu den württembergischen Schmalspur-Güterwagen aus der Versenkung hervor geholt und die verloren gegangenen Bilder neu hochgeladen


    https://forum.spurnull-magazin.de/thread/38269-hie-gut-württemberg-allwege/


    Abweichend von dem dort gezeigten Wagen mit dem sog. schweren Fahrgestell (15t Wagen), habe ich jetzt vier verschiedene Wagen mit dem sog. leichten Fahrgestell (10t Wagen) in Arbeit. Dieses anspruchsvolle Fahrgestell ist fachtechnisch gesagt ein Klose-Fahrgestell mit verschiebbarer Mittelachse. Das heißt, daß in Kurven zur Verbesserung der Kurvengängigkeit die beiden sich radial einstellenden äußeren Achsen mit Hilfe von Lenkstangen und Lenkhebeln den Rahmen der Mittelachse seitlich verschieben. Oder ist es gerade anders herum und die verschobene Mittelachse stellt die äußeren Achsen radial ein?


    Schon die Beschreibung des Vorbilds hört sich kompliziert an, was sich beim Modellbau dann auch widerspiegelt. Ich habe noch kein so verrücktes Fahrgestell für einen Güterwagen gebaut. Alle mir bekannten Modellnachbildungen von württ. Güterwagen (egal welchen Maßstabes) haben auf das leichte Fahrgestell verzichtet, es ist einfach zu aufwendig in der Umsetzung. BEMO hat bei seinen H0 Wagen z.B. das schwere Fahrgestell auch unter die Wagennummern der leichte Wagen gebaut.


    In den 80er Jahren des letzten Jh. habe ich das leichte Fahrgestell eines originalen Wagens zumindest teilweise fotographiert (Papierbilder). Bei der Öchsle Museumsbahn sind auch noch Wagen mit leichtem Fahrgestell erhalten. Allerdings sind die Hebel und Stangen der Bremsanlage nicht mehr bei allen Wagen original, sondern in den hundert Jahren immer wieder umgebaut worden. Ich versuche bei meinen Modellen den Ursprungszustand darzustellen.


    Zugegeben, ich habe nicht alles exakt nachgebildet, da der Aufwand für neue Gußteile wegen vier Wagen nicht verhältnismäßig gewesen wäre. Der Rahmen der Mittelachse verschiebt sich auch nicht wie im Original. Im Modell ist die Mittelachse eine Hohlachse, die sich auf einer festen Achse seitlich verschiebt. Die äußeren Achsen mit ihren Innenrahmen verdrehen sich auch nicht, die Radlager sind jedoch mit kleinen Druckfederchen in den Achlagerbagerblechen gefedert. Bei den Achslagerblechen, den Federpaketen mit den Schaken, dem Bremszylinder und dem Luftkessel habe ich auf meine Teile des schweren Fahrgestells zurück gegriffen. Die Radlager der schweren Ausführung konnten entsprechend umgebaut werden, sodaß insgesamt ein stimmiger Eindruck entstand. Das Gußteil des Bremszylinders wurde etwas gekürzt um die Lenkstangen und die Umlenkungen an den richtig Positionen unterzubringen.


    Die Teile für die Klose-Mimik wurden für alle vier Wagen einzeln angefertigt und gelötet. Die Lenkhebel und die Aufhängescharniere der Innenrahmen der äußeren Achsen sind im 3D Resin Druck als Urmodell entstanden, in Silikon abgeformt und dann als Messingguß hergestellt worden. Den gesamten Aufbau und die Modellumsetzung detailliert zu beschreiben wäre langweilig. Ich stelle einfach ein paar Fotos ein, dann könnt ihr diese „geile“ Konstruktion beim Vorbild und beim Modell sehen.


    Grüße aus VAI

    Armin.











    Vierter Teil


    Im vierten und letzten Teil meines Berichts möchte ich den fertigen G Wagen WEG Nr. 25894 zeigen und ein kleines Fazit ziehen. Entschuldigt bitte, wenn ich ein paar Bilder mehr einstelle, ich konnte mich bei der Auswahl einfach nicht entscheiden, sie waren einfach alle schön.


    Auf die Eigenheiten und Änderungen des Bausatzes habe ich im dritten Bericht schon hingewiesen. So habe ich von meiner Dachbespannung berichtet, diese aber im Bild noch nicht richtig gezeigt. Das folgende Foto zeigt einen Ausschnitt vom Dach des WEG Nr. 25894. Die Struktur ist wunderbar zu erkennen, sie ist leinenartige und kommt meines Erachtens ziemlich nahe an die Struktur von Stoffbespannungen bei Eisenbahnwagen heran. Die Dachränder wurden beim Lackieren leicht mit schwarz/braun abgenebelt, dies ist auf dem Foto leider nur schwach zu erkennen.


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    Vielleicht ist dem Einen oder Andern aufgefallen, dass meine Fahrzeuge nicht gealtert oder wie man heute sagt patiniert sind. Ich habe mich für meine Fahrzeugsammlung festgelegt und altere grundsätzlich nicht. Dies ist keine Weltanschauung, sondern Prinzip.


    Als nächstes zeige ich die Stirnseite mit dem Bremserhaus und den Aufstiegen. Damit ist der wesentliche Unterschied am Wagenkasten im Vergleich zum ungebremsten Wagen auch schon dargestellt. Im dritten Bericht hatte ich darüber geschrieben, dass diese Teile des Bausatzes vermutlich von einem G 10 o.ä. Wagen stammen. Wenn man die Fenstereinteilung und die Dachform betrachtet, kommt schnell auch die Assoziation zu einem bayrischen Länderbahnwagen auf. Nun gut, man soll im Leben nicht zu viel nachdenken und sich nicht mit Kleinigkeiten aufhalten. Der Gesamteindruck stimmt.


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    Wie angedroht mache ich jetzt einen fotographischen Rundgang um den Wagen. Ich habe alles soweit schon beschrieben, dass Ihr die Fotos einfach auf Euch wirken lassen könnt.


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    Am Ende der Wagendokumentation möchte ich nochmal auf die Beschriftung eingehen. Die gewählten Wagennummern der beiden Wagen entsprechen den Nummern, die im Verzeichnis der WEG den Privatwagen der Station Vaihingen zugeordnet waren. Wie schon beschrienen, erfolgte die Systematik und Anordnung der Beschriftung nach einem Originalplan der WEG. Einzig die Anschriften auf den Anschriftfeldern sind frei erfunden. Für den Wagen Nr. 25894 habe ich einen Rückgriff auf meine Postkartensammlung von Vaihingen/Enz gemacht. Ich besitze eine Karte der Landprodukten-Handlung August Glück. Sie stammt aus den 20. Jahren des letzten Jahrhunderts. Da dies auch zur gewählten Epoche meines Wagens passt und damals die Bahn den Transport durch das Land beherrschte, liegt es nahe, dass auch August Glück mit seinem Salzlager und seinen Sämereien per Bahn bedient wurde.



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    Fazit


    Ich bereue es nicht die beiden Regelspurwagen Bausätze von Axel Hartig gekauft zu haben. Wie die Schmalspurwagen von AHA sind auch die Bausätze der Regelspurwagen „fast“ Komplettbausätze für Jedermann mit einem stimmigen Preis / Leistungsverhältnis – es fehlen nur die Beschriftung. Der fortgeschrittene Modellbauer wird immer Ecken und Kanten finden, die er nach seiner Fasson ändern und anpassen wird. Dies macht dann den Charme eines individuell gestalteten Kleinserienmodells aus. Zum Schluß ein Foto meines doppelten Lottchens der WEG.


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    Was noch bleibt, ist der Dank an alle, die bis zum Schluß durchgehalten haben. Ich hoffe, dass die Berichte interessant waren und keine Langeweile aufkam.


    Grüße aus VAI

    Armin.

    Dritter Teil


    Im dritten Teil meines Berichts möchte ich den Axel Hartig Bausatz des gebremsten G Wages zeigen und wie ich ihn zu meinem WEG Nr. 25894 gemacht habe. Der Bausatz entspricht im Wesentlichen dem Bausatz des ungebremsten Wagens. Zusätzlich enthalten ist das Bremserhaus mit Aufstieg sowie die Hängeeisen mit Bremsdreiecken. Genau hier habe ich auch die größten Anpassungen und Abänderungen vorgenommen. Die Fotos sind aus der Bauphase, als der Wagen fix und fertig gelötet und grundiert war. Ich finde, dass mit der hellgrauen, matten Grundierung Wagendetails am Besten fotografiert werden können. Bei einem schwarzen Fahrgestell ist einfach fast nichts mehr zu erkennen, da helfen auch die ganzen Funzeln nicht richtig weiter.


    Beginnen wir mit dem Fahrgestell. Die beiden Fotos mit den etwas unterschiedlichen Perspektiven zeigen die Nachgestaltung des Fahrzeugbodens und der Bremsanlage. Wie im ersten Beitrag beschrieben ist das Fahrgestell auf einer separaten Bodenplatte aufgebaut und wird später unter den Wagenkasten geschraubt.


    An dem einen Foto ist auch zu erkennen, dass ich in die Langträger im Bereich der Achslagerbleche die Niete eingedrückt habe. Die Nachbildung der Bremsgestänge hat eine beträchtliche Zeit in Anspruch genommen. Ich habe die mit gelieferten Hängeeisen und Bremsdreiecke auseinander gesägt, da die Gußteile seitenverkehrt waren. Dann habe ich nach Vorbildfotos eines vergleichbaren Wagens bei einer Museumsbahn die einzelnen Hebel und Stangen angefertigt und in das Modell eingebaut. Ob jetzt alles 150 prozentig richtig ist weiß ich nicht, ist mir eigentlich auch egal – es sieht einfach gut aus.


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    Mit den beiden nächsten Fotos möchte ich auf die Änderungen bei den Türen eingehen. AHA macht grundsätzlich bei seinen Bausätzen keine beweglichen Türen – also ist Umbau angesagt. Die Türöffnungen werden entsprechen ausgesägt und gefeilt. Die Beweglichkeit geht dann zu Lasten der Vorbild gerechten Laufschiene. Wie bereits im obigen Beitrag erwähnt baue ich als untere Laufschiene ein U-Profil 1,5 x 1,5 mm ein. An den Türen werden kleine Zapfen angelötet, die in den U-Profilen geführt werden. An den Türen oben wird durchgängig ein Röhrchen 0,9 x 1,3 mm angelötet. Durch dieses wird später der 0,8 mm Draht geführt. Es wäre auch möglich nur zwei kurze Rohrstücke an zu löten, die genaue Justierung wäre aber wesentlich schwieriger. Auf der Rückseite der Türe ist das feine Kupfer-Gitter zu erkennen, das aufgelötet ist.



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    Die beiden nächsten Bilder zeigen das Bremserhaus und den Aufstieg. Auch hier habe ich einige Änderungen vorgenommen. Einem nicht so erfahrenen Modellbauer wird in der sehr kurz gefassten Bauanleitung an dieser Stelle sicher etwas fehlen. Man merkt deutlich, dass die Ätzplatinen des Bremserhauses und des Aufstiegs von AHA zugekauft sind, sie sind nicht speziell für diesen Wagen konstruiert. Sie stammen vermutlich von einem wesentlich höheren G 10 Wagenbausatz. Ich ging wieder nach dem bewährten Rezept vor, alle Bauteile so zu bauen und zu verlöten, dass ich bei der Lackierung so wenig wie möglich abkleben muß und beim Zusammenbau keinen Sekundenkleber benötige, löten geht sowieso nicht mehr. Also wurde an die Stirnwand ein aus Blech gebogenes U-Profil gelötet, auf das das BrH aufgesteckt wird. Das BrH bekam in die Ecken der Rückwand zwei 1 mm Drähte als Dübel eingelötet. Im Dach wurden entsprechen zwei Bohrungen eingebracht. Nun kann zur Montage das BrH an der Rückwand etwas höher angesetzt werden und wird dann nach unten gedrückt- fertig, keinen Klebstoff, alles Klemmt und hält. Da die geätzten Seitenwangen der Aufstiege viel zu lang waren, wurden aus 1,5 x 1,5 mm Winkelprofil die Joche gebogen und mit den Trittstufen und einem Deckblech verlötet. In dieses Deckblech sind zwei M 1,4 Schrauben eingelötet. Nun kann nach der Lackierung der Aufstieg mit dem BrH verschraubt und als Einheit auf den Wagenkasten aufgesteckt werden. Es hört sich alles komplizierter an, wie es beim bauen ist.



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    Die gegenüber liegende Stirnwand ist bekannt, sie ist wie beim ungebremsten Wagen ausgeführt.


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    Die beiden letzten Bilder zeigen nochmals die Seitenwand. Hierzu gibt es keine Anmerkungen außer, dass sie ohne Farbe und Beschriftung doch sehr langweilig ist.


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    Damit ist der dritte Bericht am Ende. Der Wagen ist zwischenzeitlich fertig lackiert und beschriftet. Ich muß ihn nur noch zusammen bauen und fotografieren. Sobald ich beim Besuch-Stress über die Feuertage weitere Zeit finde, werde ich den vierten und letzten Teil meines Berichts schreiben. Ich hoffe Ihr bleibt dabei und werdet auch diesen noch lesen.

    Zweiter Teil



    Im zweiten Bericht geht es weiter mit dem lackierten Modell des WEG G-Wagens Nr. 22022. Zunächst zwei Fotos mit der Seitenansicht. Im Vergleich ist gut zu erkennen, daß sich die Türen öffnen lassen. Um für die Fotos die Räder Vorbild gerecht auf Schienen zu stellen, habe ich ein Stück Gleis mit Kesselbauer Schwellen verwendet. Diese kann man zwar längst nicht mehr kaufen, sind als Abwechslung zu den Lenz Schienen aber immer noch gut anzusehen.


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    Auf den beiden nächsten Fotos ist der Wagen WEG Nr. 22022 in der Schrägansicht zu sehen. Die für die Länderbahn typischen Tritte als Aufstieg zu den Schlußscheibenhaltern und die über das Dach hinaus ragenden gebogenen Griffstangen geben dem Wagen ein markantes Aussehen. Beiden Fotos von der Seite des Wagens fällt auf, daß an den Langträgern die Niete der Radlagerbleche fehlen. Diese sind bei Axel Hartig nicht vorgegeben. Ich habe dieses Detail erst richtig gemerkt, als es schon zu spät und das Fahrgestell bereits gelötet war. Beim zweiten Wagen habe ich diese Niete dann nachgebildet



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    Dieses Foto habe ich ausgewählt, da man durch die offene Türe einen schönen Blich auf den Innenboden des Wagens bekommt. Die Böden der G-Wagen werden von mir immer mit Nußbaum Furnierstreifen aus dem Schiffsmodellbau belegt, ebenso die Trittstufen, wenn es beim Vorbild Holztritte sind.



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    Nun ein paar Erklärungen zur Beschriftung. Ich bin in der glücklichen Lage und kann mir meine Beschriftungen selbst anfertigen. Dadurch kann ich alle meine Modelle in die richtige Epoche versetzen und auch ein wenig auf die Beheimatung der Fahrzeuge Einfluß nehmen. Wie schon im ersten Teil meines Berichte dargestellt, war der Wagen bei der Württembergischen Eisenbahn Gesellschaft auf der Strecke Vaihingen/Enz-Reichsbahnhof (damals) und Enzweihingen im Einsatz. In der damaligen Oberamtsstadt Vaihingen/Enz gab es einige Gewerbebetriebe, unter anderem mehrere Hautleim-Fabriken. Eine dieser Fabriken ist die von Fritz Häcker die Firma (gibt es heute noch). Ich habe die Anschrift des Adressaten auf dem Schriftfeld entsprechend der damals gebräuchlichen Handschrift in Sütterlin erstellt. Zum Vorbild für die Beschriftung des Wagens habe ich einen Plan genommen, der mir in Kopie vorliegt. Auf diesem Plan (datiert Rastatt Juli 1910) sind die "Anschriften an bedeckten Güterwagen der Reihe Gm" exakt mit allen Angaben und Schriftgrößen angegeben. Was ich weg gelassen habe sind die Angaben zum Fassungsvermögen bei Militärtransporten von Männern und Pferden.



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    Nicht spektakulär, aber ich möchte es trotzdem zeigen - der Unterboden des Wagens Nr.22022. Da dies ein ungebremster Wagen ist, ist der Unterboden auch ziemlich leer. Im Bausatz sind jetzt die Teile für die Dreipunktlagerung enthalten, die ich nicht verwendet habe. Statt dessen habe ich die Zwischen- und Querträger nachgebildet. Gut zu erkennen sind auch die vier schrauben, mit denen das komplette Fahrgestell mit dem Wagenkasten verschraubt wird.



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    Zum Schluß noch ein Foto, das eigentlich der Grund für den Kauf und Bau der beiden Wagen war. Der Regelspur G-Wagen auf einem Rollwagen der Mittelbadischen Eisenbahn Gesellschaft. Wie schon erwähnt, bin ich eigentlich Schmalspurbahner. Da Rollböcke und Rollwagen die Verbindung zur Regelspur darstellen, müssen auch Regelspurwagen angeschafft werden. Das Foto läßt schon deutlich das harmonische Verhältnis von Rollwagen und Regelspurwagen erkennen. Ein G10 Wagen wäre ca. 30% größer und würde auf beiden Seiten weit über den Rollwagen hinaus stehen.



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    So, das war es für heute. Wem meine Berichte gefallen, der soll bitte dabei bleiben und weiter lesen. Der nächste Teil kommt in Kürze und wird sich mit dem WEG Wagen Nr. 25894 befassen.

    Unser Forumskollege Koefschrauber hat nachgefragt, ob die Fotos der Bauberichte von 2013 noch vorhanden sind. Ich habe mir die Zeit genommen in die vier einzelnen Berichte die Fotos neu einzufügen.


    Erster Teil


    AHA Bausätze sind bei den 0m und 0e Schmalspurbahnern seit Jahrzehnten eine bekannte Größe. Daß Axel Hartig auch verschiedene Regelspurwagen-Bausätze in seinem Programm hat ist weniger bekannt. Zwei dieser Regelspur-Bausätze sind auch bei mir als Schmalspurbahner auf der Wunschliste gestanden – die G Wagen, gebaut von der Waggonfabrik V.d. Zypen und Charlier, Köln 1901. Axel Hartig hat diese Vorbilder gewählt, da sie bei der Westfälischen Landes Eisenbahn im Einsatz waren. Meine Aufmerksamkeit haben sie aus zweierlei Gründen auf sich gezogen:


    - Erstens sind diese Wagen deutlich kleiner, wie die üblichen G 10, G 20 Wagen von Lenz. Sie haben die Abmessungen der Länderbahnwagen mit 3,5 m Radstand und 7,70 bzw. 8,05 m LüP sowie 3,43 m Höhe. Diese Wagenmodelle sehen sehn auf den Rollböcken oder Rollwagen der Schmalspur wesentlich harmonischer aus. Die moderneren G Wagen wirken teilweise sehr groß.


    - Zweitens lieferte die Waggonfabrik nachweislich zwei G Wagen an die Württembergische Eisenbahn Gesellschaft (WEG). Da eine der WEG Nebenbahnstecken in meiner Heimatstadt Vaihingen a.d. Enz über viele Jahrzehnte in Betrieb war und ich diese von klein auf erlebte, waren die Wagen für mich ein „Muß“.


    Leider sind von den WEG Wagen keine Originalfotos überliefert und ich weiß auch nicht, ob sie tatsächlich auf meiner Hausstrecke zum Einsatz kamen oder auf einer andern Strecke eingesetzt wurden. Genau dies lässt dem kreativen Modellbahner die Möglichkeit offen, sich die Geschichte etwas zurecht zu biegen.


    In der Folge möchte ich meine beiden G Wagen der WEG beschreiben; zum einen den G Wagen ohne Bremse und dann den G Wagen mit Bremserhaus. Ich werde keine Bau begleitende Beschreibung liefern, da sie für mich zu zeitaufwändig ist. Ich werde hier die fertigen Modell mit Fotos zeigen und auf die Besonderheiten der AHA Bausätze und meine speziellen Änderungen eingehen. Wer grundsätzlich Gefallen an diesen Bausätzen findet, der sollte sich beeilen. Axel Hartig baut angesichts seiner Lebensjahre seine Bausatz-Bestände ab und will sich langsam aus dem Kleinseriengeschäft zurück zieht.


    Zu den AHA-Bausätzen:


    Sowohl die Schmalspur, wie die Regelspur Bausätze sind Messing-Komplettbausätze. Die Blechteile sind geätzt bzw. gefräst, das Dach ist bereits gebogen. Dazu sind sämtliche Profile für den Unterboden und die Seitenwände in entsprechender Anzahl und fertiger Länge enthalten. Die Winkel und U-Profile für die Wände haben gedrückte Niete. Es gibt die Messinggußteile für die Radlager, Blattfedern mit Böcken und zur Komplettierung der Wände. Den Regelspurwagen liegen Federpuffer, Originalkupplungen und Speichenräder (o-scale) bei. Eine einfache Bauanleitung mit Plan rundet das Angebot ab. Eine Beschriftung wird nicht mitgeliefert. Ebenso ist die komplette Nachbildung des Unterbodens und der Bremsanlage bei AHA nicht vorgesehen.


    Änderungen/Ergänzungen bei meinen Modellen:

    - Ich verwende grundsätzlich zwei Bodenplatten. Die eine wird in die Seitenwände eingelötet und nach der Lackierung mit Furnierstreifen belegt.

    - Auf der zweiten Bodenplatte wird das komplette Fahrgestell mit Pufferbohlen und Bremsanlage aufgebaut und später mit dem Wagenkasten verschraubt. So können die Baugruppen separat lackiert werden.

    - Ich versuche, soweit möglich, am Unterboden alle Zwischenträger nachzubilden. Ebenfalls wird, sofern beim Vorbild vorhanden, die gesamte Bremsanlage mit dem Gestängen nachgebildet

    - AHA sieht bei seiner Konstruktion eine Dreipunktlagerung der Wagen vor. Ich verzichte darauf und löte die Radlagerbleche und Federn direkt an die Langträger. Die Federpakete bekommen zuvor eine Bohrung, damit eine kleine Druckfeder eingesetzt werden kann. Die Radlager stützen sich gegen die Feder ab und können sich in den Radlagerblechen bewegen. Zur Sicherung gegen herausfallen der Radlager wird unten quer ein Haltebügel eingesteckt. Somit habe ich gefederte Wagen.

    - Das Dach wird bei mir nur geklemmt. Dazu werden an den Enden Blechsegmente in das Dach eingelötet, die gegen die Stirnwände klemmen. Falls Das Dach zu locker sitzt, wird durch die Stirnseiten und die Blechsegmente eine 0,5 mm Bohrung gesetzt und bei der Endmontage ein Microniet eingesetzt.

    - Die Türen werden bei mir nicht aufgelötet, sondern beweglich ausgeführt. Als untere Laufschiene verwende ich 1,5 x1,5 mm U-Profil. An die Türen wird oben ein Ms-Röhrchen 0,9 x 1,3 mm angelötet, durch das der 0,8 mm Draht der oberen Aufhängung geführt wird.

    - Die Wagen bekommen eine komplette Lackierung innen und außen, werden in Epoche II beschriftet und insgesamt mit einem Seidenmattlack endlackiert. Ich verwende für den kompletten Farbaufbau Nitro-Lacke.


    So, nun genug geschrieben, jetzt kommen Fotos:


    Ich beginne mit dem WEG Nr. 22022 und möchte zuerst ein paar Bilder einstellen, die den Wagen vor der Lackierung zeigen.


    Blick von oben in das Wagen Innere. Gut zu erkennen ist der eingelötete Innenboden. Nach der Lackierung wird dieser mit Echtholz belegt. Die bewegliche Türe mit dem unteren U-Profil und dem an der Türe angelöteten Röhrchen ist geöffnet.


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    Das Dach von Innen gesehen. Der rings umlaufende Streifen dient dazu, daß die Dachkante dicker ist, wie nur mit dem einen gebogenen Blech. Die beiden Segmente sind die Klemmbleche, die das Dach im Gehäuse halten. Die kleinen Rechteckprofile parallel zu den langen Kante dienen dazu, dass die Wagenwände beim fertig montierten Wagen nicht eingedrückt werden, wenn der Wagen seitlich angefasst wird.


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    Die „volle Breitseite“. Das Fenster der geöffneten Tür ist mit einem feinen Gitter hinterlegt. Der Führungsdraht der Türe ist leicht nach oben gebogen, dies habe ich beim Fotografieren nicht gemerkt. Die Türe ist nicht korrekt eingesetzt.


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    Die nächsten beiden Bilder zeigen den Wagen in der Schrägansicht. Die Türe und der Führungsdraht sind jetzt gerichtet. Wenn man genau hinsieht ist zu erkennen, dass der Wagen leicht eingefedert ist und die Radlager leicht über den Halteblechen schweben.


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    Die Stirnseite mit den Trittstufen und den Handläufen


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    Zuletzt noch ein Blick von oben auf das Dach. Dieses ist zwischenzeitlich mit einem in der Dicke halbierten Tempo-Taschentuch (nur das echte!) mittels Weißleim-Dispersionsfarbe-Pril-Wasser-Gemisch bespannt. Die feine Struktur ist auf dem Foto nur leicht zu erkennen.


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    Falls Fragen zum einen oder anderen Detail oder zu meiner Bauweise bestehen, wir können sie hier im Forum behandeln. Dies war der erste Bericht. In der nächsten Folge werde ich den fertig lackierten und beschrifteten Wagen zeigen und etwas zur Beschriftung sagen.



    Grüße aus VAI

    Armin.

    Vor etwa 10 Jahren habe ich in zwischenzeitlich nicht mehr existierenden Foren über die Neukonstruktion und den 3D Entwicklungsprozess meiner württembergischen Güterwagen als komplette Messingmodelle berichtet. Der damals verwendete Bilderdienst funktioniert ebenfalls nicht mehr.


    Da ich zur Zeit meine letzten Bausätze zusammen baue und dabei die erste Ausführung der originalen Wagen mit dem sog. Leichten Fahrwerk nachbilde, möchte ich den alten Beitrag noch einmal hier einstellen. Nach zehn Jahren hat sich einiges geändert, deshalb ist der Text dort geändert, wo z.B. nicht mehr verfügbare Links beschrieben waren. Der alte Text ist kursiv geschrieben, die Fotos sind von damals, also von den weiteren Baulosen mit dem sog. schweren Fahrgestellen. In einem weiteren Beitrag werde ich noch die zur Zeit im Bau befindlichen Wagen zeigen.


    Diesem Ruf der alten Württemberger folgend, tut sich zur Zeit etwas in der Schmalspur-Welt im Maßstab 1:43,5.


    Nach Jahren der Vorbereitung liefert die Firma Henke derzeit die ersten Bausätze der württembergischen Tssd aus. Diese Maschine hat Thomas Spieth entwickelt und die Urmodelle dafür gebaut. Henke Modellbahnen setzte dies in ein Kleinserienmodell um. Ein liebenswertes Vorbild und ein lange erwartetes Wunschmodell das hervorragend in Spur 0e dargestellt wird.


    Jetzt mußten natürlich auch meine württembergischen Güterwagen fertig werden, um der exzellenten Mallet Lokomotive die passende Anhängelast zu bieten. Im Vergleich zu meiner Bausatzaktion vor 20 Jahren, habe ich völlig neue Bausätze entwickelt. Die Modelle sind jetzt komplett in Messing-Technik ausgeführt und bis in die kleinsten Details den Vorbildern nachempfunden. Ich glaube das Ergebnis kann sich sehen lassen, deshalb zeige ich hier die drei Erlkönige. Sie müssen noch sandgestrahlt und lackiert werden, was in den nächsten Wochen noch erfolgen wird. Im puren Messingzustand sind meines Erachtens die Details am Besten zu erkennen.


    Am Anfang des Beitrags ein Foto des kleiner Zugs, bestehend aus den drei Wagen. Leider ist der Bausatz der Tssd noch nicht zusammen gebaut um das Tüpfelchen auf das i zu setzen.



    Als nächstes Folgen die Fotos des geschlossenen Wagens. Das Vorbild des Modells ist heute noch bei der Öchsle-Museumsbahn in Betrieb. Allerding wurde der Wagen von der DB in den 50er Jahren zu einem Pufferwagen umgebaut. Auch im Modell ist dies möglich, die entsprechenden Ätzteile sind auf der Platine vorhanden.








    Wer sich über die unterschiedlichen Bauvarianten des G Wagens beim Vorbild informieren möchte, der kann auf meiner Internetseite dazu einiges lesen:


    http://www.armin-berberich.de/Wuerttemberg/GWagen.htm


    Die O Wagen mit den 1000 mm Bordwänden sind beim Vorbild allesamt verschrottet worden. Bei der Öchsle Museumsbahn gibt es einen Neubau dieses Wagens mit der Abwandlung zu einem Sommerwagen, den es so nicht gegeben hat. Das Fahrzeug wurde von Andreas Albinger (Öchsle Museumseisenbahn) dankenswerter Weise wieder rekonstruiert/nachgebaut. Auch beim Modell hatte ich das Problem, daß die Befundungslage sehr dürftig ist, deshalb konnte ich immer nur analog zu den vorhandenen G Wagen den wenigen Zeichnungen und vielen Fotos das Modell entwickeln und konstruieren.





    Der dritte Wage ist der O Wagen mit den 450/600 mm Bordwänden. Von diesen beschaffte die KwStE lediglich zwei Exemplare, von denen bis zum Schluß der Wagen mit der Nummer 196 bei der DB im Bottwartal vorhanden war. Im Modell mußte ich aus Kostengründen einen Kompromiß eingehen. Um kein zweites Fahrgestell mit entsprechenden Messinggußteilen entwickeln zu müssen, hat das Modell das Fahrgestell mit den freien Lenkachsen bekommen. Das Original war mit gekuppelten Lenkachsen ausgestattet, die vom sich seitlich verschiebenden Schemel der Mittelachse eingestellt wurden. Ich glaube aber, daß dieser Kompromiß dem Modell keinen Abbruch tut.




    Die letzten Fotos zeigen des Fahrgestell der sog. schweren Ausführung. Es ist in allen Details nachgebildet aber in Dimensionen und einzelnen Feinheiten „modellbahngerecht“ angepaßt. So ist z.B. der Schemel der Mittelachse fest eingelötet und die Mittelachse verschiebt sich mit einer Hohlachse auf der inneren Achse. Die Wagen können mit dieser Konstruktion Mindestradien von 650 mm durchfahren, ohne daß sie in Gegenkurven ausgehebelt werden. Die Achslager sind mit Druckfedern abgefedert, was den Wagen bei einer Masse zwischen 250 und 370 Gramm eine sehr gute Laufeigenschaft verleiht.




    Was jetzt noch folgt ist eine kleine Serie um meinen Bedarf für die vorhandenen Zugpferde zu decken. Die Tssd (Henke), die beiden VIk (Henke, MessingModelle) und die Ts3 (umgebaute Minex)haben genügend Zugkraft, um neben den württembergischen Personenwagen von Thomas Spieth (siehe http://www.armin-berberich.de/Wuerttemberg/wuerttPers112.htm )auch reichlich Güterwagen aus der eigenen Modellwerkstatt zu bewegen.


    Über die in der Zwischenzeit gebauten Modelle der Tssd und meinen Umbau der Minex Lokomotive habe ich im Forum schon vor einiger Zeit berichtet. Der jetzige Aufguß zu den Messing Güterwagen verstehe ich als Vorspann zu dem bald folgenden Bericht zu den Wagen mit dem sog. leichten Fahrgestell.


    Hier die Links zu den Bauberichten der Lokomotiven

    https://forum.spurnull-magazin.de/thread/15248-bericht-minex-dampflokomotive-wird-zu-einer-württ-ts3/?postID=117866&highlight=w%25C3%25BCrtt.%2BTs3#post117866



    Die Bauberichte zur Tssd sind mit den Fotos nur im Forum Schmalspur-Treff zu sehen.

    1:45(43) - 0e, 0m, 0n30, 0n3, 0f » württ. Tssd 99 631 Teil 1

    1:45(43) - 0e, 0m, 0n30, 0n3, 0f » württ. Tssd 99 631 Teil 2


    Grüße aus dem Schwäbischen

    Armin.

    ein wunderschöner alter Film, nicht nur für Freunde der englischen Schmalspur

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    Grüße aus VAI

    Armin.

    hallo Wolli,


    danke für den Hinweis. Die Zeitschrift kenne ich und kaufe auch immer wieder einzelne Exemplare mit für mich interessanten Beiträgen. Wolf Groote ist auch bei diesem Projekt ein wertvoller Unterstützer und hilft immer wieder bei Fragen zu unbekannten Details oder stellt mir Kontakte her. Hierfür bin ich ihm sehr dankbar.


    Grüße aus VAI

    Armin.

    Am Wochenende war NUSSA. Das war die Gelegenheit den "Carl" iim Schlepp auf der Mansfelder Industriebahn Probe fahren zu sehen.

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    Grüße aus VAI

    Armin.

    guten Morgen Schmalspurer,


    eigentlich wollte ich nicht schreiben. Im Spezialforum Schalspur-Treff ist schon viel über die verschiedenen Angebote für Räder von Schmalspurmodellen geschrieben worden. Daß nicht alle gewünschten Durchmesser für die 0e oder 0m Modell zu bekommen sind weiß jeder, die Vorbilder sind eben zu vielfältig.


    Bei aller Diskussion sollte der Modellbauer m.E. zuerst auf das Original zurück greifen, das ist hier ausführlich beschrieben http://www.wedebruch.de/gesetze/betrieb/esbo.htm#para21


    Manche Räder, die in den obigen Beiträgen teilweise beschrieben wurden gehen gar nicht. Wenn Radscheiben eine Breite von 2,0 oder 2,3 mm haben, dann sind sie einfach falsch. Im Maßstab 1:45 sollten die Radscheiben 2,6 mm bis 2,7 mm breit sein, bei 1:43,5 sogar 2,7 bis 2,8 mm. Die legendären "Polen-Räder" sind leider nicht mehr erhältlich, sie hatten eine Dicke von 2,85 mm. Mit den vorbildlichen Radbreiten und RP 25 Profilen gibt es unabhängig vom Raddurchmesser keine Probleme bei den Laufeigenschaften. Immer vorausgesetzt, daß die Achsen das richtige Lichtmaß zwischen den Radscheiben haben und die Gleise ordentlich verlegt sind.


    Ich habe meine Axel Hartig Bausätze und auch meine Eigenkonstruktionen der MEG Personenwagen mit den "Polen-Rädern" ausgerüstet. Sie fahren auf allen Sorten von Weichen anstandslos. Als diese Räder nicht mehr zu bekommen waren, habe ich mir Neusilber-Rohlinge gießen lassen, die abgedreht einen Durchmesser von 14 mm und eine Breite von 2,9 mm haben. Mit der Verwendung meiner universellen Messing-Gußteile für dir Fahrgestelle stelle ich sicher, daß die Wagen untereinander dieselbe Kupplungshöhe haben. Bei Wagen mit Drehgestellen oder bei den württembergischen Wagen weichen die Raddurchmesser so weit ab, daß andere Räder zur Anwendung kommen.


    Grüße aus VAI

    Armin.

    hallo Roland/Rollo,


    noch eine kurze Frage zu dem chinesischen Lieferanten. Kommen zu den günstigen Versadkosten noch weitere Kosten von deutschen Dienstleistern oder vom Zoll dazu oder hat der Lieferant eine deutsche Steuernummer und es fallen keine weitere Kosten an? Welche Erfahrung hast Du?


    Grüße aus VAI

    Armin.

    Baubericht Teil 13

    Stand Ende Januar 2024



    Der Rohbau der KAE Lokomotive Nr.13 „Carl“ ist abgeschlossen und die Fotos dazu sind gemacht. In den bisherigen Berichten habe ich eine Vielzahl von Details gezeigt und meine Vorgehensweise beim Bau des Modells geschildert.


    Zum Abschluß der Bauphase möchte ich das komplett zusammengebaute Modell im Messingkleid vorstellen. Einige Teile sind wegen der ausstehenden Lackierung erst gesteckt und hängen vielleicht auch etwas schief. Neben der kompletten Elektrik fehlen auch noch die Federpakete in den Aussparungen des Fahrwerkrahmens. Diese sind in 3D gedruckt und werden erst nach der Lackierung eingeklebt.


    Der letzte Schritt ist die Lackierung und die Endmontage des Modells. Auch dazu wird es einen Bericht geben. Das wird jedoch noch etwas dauern, da die Lackierung mit Nitro-Lacken in der frischen Luft durchgeführt wird. Dazu ist trockenes Wetter und eine Temperatur um 20 grd notwendig


    Jetzt könnt Ihr noch den Rundgang um die Lokomotive machen, schaut Euch die Bilder an.


    Grüße aus VAI

    Armin.












    Baubericht Teil 12

    Stand Ende Januar 2024



    In Teil 11 der Bauberichte zur KAE Lokomotive Nr.13 „Carl“ habe ich für den nächsten Teil die Königsetappe angekündigt, das war vielleicht ein wenig übertrieben. Ich glaube jedoch, daß der Bau der Steuerung einer Dampflokomotive für viele Modellbahner die größte Herausforderung ist. Egal, ob es sich dabei um einen Bausatz mit ausführlicher Anleitung, um zugekaufte Bauteile oder um eine eigene Konstruktion handelt, der Respekt davor ist groß.


    Hier habe ich mich für eine Mischvariante entschieden. Als Basis dienen hier die Zylinder und die Steuerung für ein Modell der sä. IK von Markus Klünder, die teilweise umgearbeitet wurden. Dieser Weg war möglich, da die sä. IK eine nahezu identische Allan-Steuerung hat und die Abmessungen/Achsabstände fast gleich sind. Zugute kam, daß die Platine von Markus im Maßstab 1:43,5 ist und mein „Carl“ im Maßstab 1:45 gebaut wird. Damit waren die Maß-Differenzen fast ausgeglichen.


    Nun konnte es weiter gehen. Der Antrieb ist eingeachst (siehe Baubericht Teil 11), deshalb war als nächstes der Fahrwerksrahmen an der Reihe. Das Bodenblech/Umlaufblech wurde entsprechend den Abmessungen des Aufbaus und des Antriebs neu angefertigt. Die geätzten Pufferbohlen paßten nicht mehr zum neuen Boden/Umlauf und wurden deshalb aus verlöteten 0,3 mm und 0,5 mm Blechen ebenfalls neu angefertigt. Bevor die Bleche zusammengelötet werden konnte, wurden in die 0,3 mm Bleche die Niete gedrückt. Die neuen Pufferbohlen bekamen die Aufnahme für meine Messing-Kupplungen mit RAST-Bügel. Die Achse der Kupplungshöhe liegt etwas höher wie beim Vorbild, um mit meinen KAE Wagen kompatibel zu sein. Die Seitenwangen des Fahrwerks sind 0,5 mm dicke Frästeile mit rückseitigen Körnungen für die exakte Positionierung der gedrückten Niete.


    Beim Löten des Fahrwerks mußten alle Bleche so ausgerichtet sein, daß der Antrieb saugend von unten eingeschoben werden kann. Entsprechend den Fotos der Lokomotive „Hermann“ konnte ich an die Seitenwangen die Winkel und Verstärkungen anlöten. In die Winkel 1,5 x1,5 mm wurden vorab Niete gedrückt, die auf den beiden Schenkeln halb versetzt angeordnet sind. Dies war nötig, da wegen der zuerst gedrückten Niete der zweite Schenkel nicht mehr an der Matrize anlag.


    Die Zylinder sind an den Seitenwangen angeschraubt. Dazu sind Hilfswinkel an die Seitenwangen gelötet, auf die die Zylinder aufgesteckt und von unten mit einer Senkkopfschraube fixiert werden. Die Zylinder sind entsprechend dem Vorbild ca. 3 grd. nach hinten geneigt.


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    Mit der Ätzplatine für die Steuerung habe ich auch die Zylinder und die Neusilber-Gußteile der Gleitbahnen und der Kreuzköpfe der IK beschafft. Leider haben die Zylinder eine andere Schieberkastenabdeckung und bedingt durch den Außenrahmen bei der sä. IK auch andere Dimensionen. Die „sächsischen“ Gußteile mußten deshalb passend gefräst und in der Tiefe mit Messingklötzen hinterfüttert werden. Der Schieberkasten wurden als Frästeile mit der entsprechenden Neigung in die bearbeiteten Zylinderteile eingelötet. Die Deckel auf den Schieberkästen wurden als 3D Druckteile hergestellt und aufgeklebt. Allein der Zeitaufwand für den Umbau eines Zylinder betrug ca. vier Stunden.


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    Verdammt, ich dachte daß alles fertig ist!. Jetzt sehe ich auf den Fotos, daß die Schmiergefäße auf den Schieberkästen noch fehlen.


    Zur hinteren Aufnahme der Gleitbahnen fertigte ich passende Steuerungsträger, die entsprechend der Neigung der Zylinder ebenfalls schräg angeordnet sind. Da ich das Modell ohne Konstruktionszeichnungen baue, gelangen die Steuerungsträger nicht gleich beim ersten Versuch! Die Bleche müssen soweit ausgespart sein, daß sich alle Teile der Steuerung frei darin bewegen können.


    Mit den nächsten Schritten steht jetzt der Schlußanstieg dieser Etappe an – das dachte ich zumindest zu diesem Zeitpunkt. Da hatte ich noch nicht die Hängeeisen mit den Bremsklötzen im Focus. Zunächst war aber die Steuerung an der Reihe. Die Kuppelstangen und verschiedene andere Hebel und Stangen werden gefaltet und doppelt gelötet, andere werden gekröpft oder gebogen und letztlich muß das ganze Steuerungspuzzle ineinander gesteckt und mit Niete oder M1 Schrauben verbunden werden. Ich verwende dazu 0,5 mm Niete mit einem 0,8 mm Kopf. Die werden jeweils von hinten gelötet mit dazwischen gelegten Alufolien als Lotsperre.


    Bei der ersten Montage hing die Steuerung ziemlich unförmig am Rahmen. Das Hängeeisen für die Schieberschubstange und das Schwingenhängeeisen mußten verlängert und neu angefertigt werden. Bei der zweiten Seite konnte das gleich berücksichtigt werden.


    An den Gleitbahnen und den Zylindern konnten nun auch die Führungen für die Schieberstange angebracht und mit den kleinen Schmieröltöpfche ergänzt werden.


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    Eigentlich mußte ich jetzt nur noch die Vakuumleitung, die Saugluftbremsschläuche, das Schnellbremsventil und die Speisepumpen anbringen. Das Schnellbremsventil ist eine Einzelanfertigung, bei den anderen Teilen konnte ich auf fertige Teile zurückgreifen.


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    Nun wäre ich fertig mit dem Rohbau, wenn da nicht die Hängeeisen mit den Bremsklötzen und das Bremsgestänge wäre. Mit dem Aufwand dafür hatte ich so nicht gerechnet. Zwischen den Rädern geht es so eng zu, daß die Bremsklötze nicht in Messing ausgeführt werden können. Also war eine 3D Konstruktion mit einem Resindruck angesagt. Die Hängeeisen wurden aus Messingstreifen hergestellt an denen die Bremsklötze beweglich befestigt sind.


    Bis hier her alles gut, aber wie sieht das Bremsgestänge aus? Lange gesucht und nichts gefunden. Wieder einmal konnte mir Maximilian Hensel helfen. Er stellte mir ein Foto zur Verfügung, das das zur Zeit ausgebaute Bremsgestänge der Museumslokomotive „Hermann“ zeigt. Natürlich gibt es dafür im Modell nichts von der Stange. Alles muß im Klein-Klein hergestellt und angepaßt werden, es war ein ziemliches Gefitzel im Zehntel Bereich bis die Teilchen gefräst, gefeilt, gebohrt und gelötet waren.


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    Auf den Fotos ist gut zu erkennen, wie ich meine Kupplungen gefedert und seitenbeweglich in die Pufferbohlen einsetze.


    Für heute möchte ich hier enden. Es war ziemlich viel Text, dieser und die Fotos müssen zuerst einmal verdaut sein. Natürlich ist der letzte Schritt schon gemacht und der „Carl“ ist im Rohbau komplett zusammengeschraubt. Am Wochenende werden die Fotos gemacht und bearbeitet. Den Text für den nächsten Bericht kann ich ziemlich kurz halten, es sollen dann die Fotos sprechen.


    Ich hoffe Ihr hattet Spaß beim Lesen des Bauberichts Nr.12

    Grüße aus VAI

    Armin.

    guten Morgen Dirk und andere,


    nach meiner Kenntnis stammen die Scheibendübel aus dem Holzfensterbau. Sie dienen der Zentrierung und dem sicheren Verschluß, insbesondere bei raumhohen Fenstern und Terrassentüren. Wir hatten bei meinem früheren Modelleisenbahnclub Ende der 80er Jahre ein Mitglied, das im Beschlaghandel beschäftigt war. Der hatte uns diese Teile für die Vereinsmodule besorgt.

    Evtl. sind diese Teile auch als Überbleibsel bei Fensterbaubetrieben zu bekomme, die Holzfenster noch selbst herstellen.


    Grüße im alten Jahr aus VAI und beste Wünsche für 2024

    Armin.

    lieber Ralf, das ist wieder einmal ein sehr gelungenes Modell von Dir. Diesmal sogar großteils in Messing gefertigt und fast alle Anregungen umgesetzt. Meinen Respekt habe ich mit einem Pokal schon gezollt.


    Nicht das Modell betreffend habe ich eine ganz andere Frage. Deine Ausstellungsmodule und auch die Fahrzeuge stellen die DR der Epoche 3 im real existierenden Sozialismus dar, soweit gut und stimmig. Nun die Frage: waren bei den Bautrupps der DR wirklich Baufahrzeuge des Klassenfeinds im Einsatz? Mir sind aus jener Zeit keine Fotos bekannt, auf denen eine Caterpillar zu sehen ist. Ich weiß nicht, welche Planierraupen aus sozialistischer Freundschaftsproduktion oder Fernost damals im Einsatz waren und ob es davon ein Modell in 1:43 bis 1:50 gibt. Wenn es solche Modelle gibt, dann würde ich nachrüsten.


    Grüße aus VAI, noch im alten Jahr

    Armin.