Posts by Armin-Hagen Berberich

    ganz einfach, fertig machen, auf der Kollwitzer einsetzen und Freude haben am Modell. Du wirst sehen, daß kein Mensch weder die maßlichen Differenzen noch die etwas abweichenden Details erkennt. Glaube mir, keiner wird deshalb hin sitzen und zum Beweis ein stimmiges Modell bauen. Auch wenn es jemand macht, dann werden morgen neue Bilder im Netz oder sonst wo auftauchen, die wieder neue Erkenntnisse bringen. So ist es eben mit Fahrzeugen, die es nicht mehr gibt und die nicht dokumentiert wurden.


    Grüße aus VAI

    Armin.

    lieber Ulf,


    Respekt für das was ihr da leistet!!!


    Trotzdem einen Rat von jemand, den das ein Berufsleben lang begleitet hat. Günter hat schon nach dem zweiten Fluchtweg gefragt und der ist nicht davon abhängig, ob davon beide Vereine profitieren. Da sind ausschließlich die Regeln und Anforderungen der jeweils geltenden Landesbauordnung maßgebend.


    In den Ländern weichen die Regelungen der Landesbauordnungen teilweise voneinander ab. In Thüringen kann etwas anders geregelt sein wie in Sachsen-Anhalt. Maßgeblich ist die Fläche der Räume, die Entfernung des weitesten Punkts in einem Raume von der Fluchttür zum Treppenhaus und letztlich die Anzahl der sich im Rau aufhaltenden Personen. Dazu kommen die entsprechenden höheren Anforderungen an die Fluchtwege und Treppenhäuser. Es müssen alle Anforderungen erfüllt sein, schon ein Mangel führt zum Verweigern einer Genehmigung und damit zur Nutzung der Räume.


    Ich empfehle Euch dringend die Abstimmung mit der Baurechtsbehörde, sonst kann es zu einem bösen Erwachen kommen. Es reicht ein Besucher bei einem Tag der offenen Tür , der einen Hinweis an die Baurechtsbehörde gibt oder eine öffentliche Einladung zu einer Ausstellung und schon ist die rechtliche Mühle am laufen.


    Grüße aus VAI

    Armin.

    liebe Spur 0 Modellbauer,


    ich bin fast am verzweifeln, weil der Hersteller für die benötigten Einstiegsleitern nicht ausfindig zu machen ist.


    Für ein neues Projekt (einen Bericht dazu wird es zu gegebener Zeit geben) suche ich die Einstiegsleitern zum Führerstand einer Altbau Elektrolokomotive. Auf dem Foto links sind die Einstiegsleitern von Demko für die "E94" zu sehen. Sie haben eine Trittbreite von ca 13 mm. Für mein neues Projekt benötige ich jedoch die rechte Einstiegsleiter, sie hat eineTrittbreite von ca 17,5 mm.


    Das Muster-Gußteil stammt aus dem Nachlaß eines Modellbauers, der heute im sonnigen Süden lebt und nicht mehr befragt werden kann. Das Teil ist nicht oxidiert und glänz noch wie neu, es kann also nicht sehr alt sein.


    Die Seiten der einschlägigen Gußteileanbieter habe ich alle von vorne bis hinten durchgeblättert und nur bei Demko die schmale Version gefunden. Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand den konkreten Hersteller/Händler nennen könnte, der die breite Einstiegsleitern herstellt/anbietet.


    Vielleicht sind diese Teile auch bei einem Modellbauer überzählig in der Bastelkiste, ich würde sie gerne abkaufen. Vier Stück weden für die Lokomotive benötigt.


    Grüße aus VAI

    Armin.


    Trittstufen%20E71.jpg

    Baumaschinen für den Händler auf dem Land


    ... schaffa, schaffa, Häusle baua ...dazu wurden auch in den 1930 Jahren schon Betonmischer zur Herstellung des Einkorn-Betons benötigt. Auf dem Land im Schwäbischen wurden die neuen Baumaschinen mit der Schmalspurbahn zum Händler gebracht.


    Die technische Aufarbeitung meiner fast 40 Jahre alten württ. Schmalspurwagen aus Resinguß nahm ich zum Anlaß, daß die offenen Wagen eine entsprechende Ladung bekamen. In der Modellbahnvorratskammer hatte ich noch drei Weißmetall Bausätze von Phoenix. Es sind Modlle eines mit Verbrennermotor angetriebenen Betonmischers aus den 1930er Jahren. Ein Nachteil ist die relativ große Masse von 65 g eines Mischers. Da meine Modelle sowieso überwiegend in der Vitriene stehen oder auf meiner kleinen Versuchsanlage ein paar Meter bewegt werden, ist die Auflast von 200 g zu verschmerzen.


    Auch nicht richtig bei der Stellprobe ist die V29, sie wurde erst 1952 bei der DB in Dienst gestellt. Dafür ist der württ. Güterzug mit der VIK und den vier dreiachsigen G Wagen und auch das Pärchen Drehschemelwagen hinter dem O Wagen mit den Betonmischern absolut stilecht. Versprochen, nächstes Mal steht eine Tssd vor dem Zug.


    Grüße aus VAI

    Armin.


    lieber Jacques,


    tja das mit zusammenschweißen wird bei Messing schwierig. Ich glaube nicht, daß es da einen Klebstoff gibt, der an der Messingoberfläche etwas bewirkt. Auch bei einem Kunststoffdach sehe ich Probleme, da der Kunststoff zwar aufweicht, das Tempo jedoch nicht. Wenn man das Tempo in die angeweichte Oberfläche eindrücken würde, dann wäre die gewollte Struktur an den Oberfläche des Daches futsch. Zudem bekommst Du bei einem Klebstoff praktisch keine gespannte glatte Fläche mit einem Tempo hin - schaue Dir einmal die einschlägigen Fotos hier im Forum an. Stoffbespannungen sind nun einmal eben und glatt, so wie der Name sagt. Die vielen Modelle mit den Knitterfalten auf den Dächern entsprechen zumindest nicht einem Wagen im Auslieferungszustand, eher kurz vor der Ausmusterung.


    Weitere Vorteile der Wasser/Acrylbinder Mischung sind

    - die längere Standzeit bei der Bearbeitung läßt im Gegensatz zu Klebstoffen ausreichend Möglichkeit das feuchte Tempo zu glätten und die Luftblasen zu entfernen

    - der Acrylkleber bleibt im Vergleich zum Weißleim bei der dünnen Klebeschicht etwas elastischer


    Noch einmal, wenn der Acrylbinder einmal getrocknet ist, dann bekommt man ihn nur noch mit kräftigem rubbeln ab. Deshalb auch alle Werkzeuge und Utensilien sofort mit viel Wasser reinigen, sonst sind sie reif für die Tonne.


    Grüße aus VAI

    Armin.

    gerne gebe ich zu sinnhaften Fragen eine Antwort


    ich habe dieses Produkt verwendet

    https://www.ebay.de/itm/125836035670

    etwas günstiger ist dieses

    https://www.ebay.de/itm/185473339755?var=693281997431

    Das hat vor Jahren einmal 12 Euro gekostet. Es ist sehr ergiebig und alter praktisch nicht, nur immer gut verschließen


    Zur Frage von Stefan. Ich messe das nie ab, sondern mache es nach Gefühl. Es hängt auch von der Konsistenz des Acrylbinders ab. Der Binder ist ungefähr so wie fester Joughurt. Wenn ich mit Wasser mische , dann ist die Flüssigkeit etwas so wie flüssiger Rahm. Das Wasser wäre im Vergleich dann so wie Milch. Einfach ausprobieren, lieber einen Tick flüssiger, es darf keinesfalls pastös sein.


    Mittagsgrüße aus VAI

    Armin.

    Es ist schon viel über die Nachbildung von Oberflächen bei Wagendächern geschrieben worden. Ich möchte hier nicht das gelbe vom Ei beschreiben, habe jedoch diesen Hinweis zum Klebstoff noch nirgends gelesen. Vielleicht ist es für den einen oder anderen interessant.


    Seit vielen Jahrzehnten bilde ich die Stoffbespannungen meiner Wagendächer mit aufgeklebten TempoTaschentüchern nach. Diese habe ich immer in ein Flüssigkeitsgemisch aus Wasser, Weißleim (wasserfest) und einem Schuß Dispersionsfarbe gelegt und dann aufgezogen. Der wunde Punkt dieser Methode ist die kraftschlüssige Haftung an den Rändern. Diese kann sich an den Anfaß-Stellen lösen.


    Jetzt habe ich ein neues Gemisch ausprobiert, das eine vielfach bessere Haftung auf den Metalldächern und an den Rändernaufweist:


    Die Mischung besteht aus Wasser, Acrylbinder aus dem Künstlerbedarf und einem Schuß Dispersionsfarbe


    Das Gemisch hat durch den Acrylbinder eine stärkere Haftung auf der Oberfläche. Nach der Trocknung muß man ausgelaufene Flüssigkeit richtig abrubbeln um es wieder zu entfernen.


    Wichtig bei der ganzen Prozedur sind ein paar Dinge zu berücksichtigen:

    • Nur originale Tempo Taschentücher verwenden. Die sind reißfester und haben die richtige Struktur. Siehe Waschmaschinentest – echtes Tempo knüllt beim Waschgang, andere zerlegen sich in der Waschtrommel zu nervigen Fusseln
    • Tempo ist vierlagig und man kann es mittig aufteilen. Immer zwei Lagen zusammengepreßt lassen und diese verwenden
    • Nur wenig Gemisch in ein flaches Behältnis (Teller) geben
    • Das Dach auf Klötze stellen, damit das Tempo senkrecht hach unten hängen kann
    • Tempo nur kurz eintauchen, senkrecht entnehmen und abtropfen lassen
    • Nach dem Aufziehen auf das Dach mit einem sehr weichen und ca. 2 cm breiten Pinsel von der Mitte zum Rand hin die Luftblasen ausstreichen
    • Den Pinsel dabei immer wieder abtrocknen, dadurch wird überschüssige Flüssigkeit aufgesaugt
    • einen Tag restlos trocknen
    • Mit einem Schmirgelholz an den Rändern das überstehende Tempo entfernen. Dabei immer nur von oben nach unten abschmirgeln
    • Nach demselben Verfahren die Kanten des Tempos ringsum „anfasen“. Damit liegt der Rand des Tempos etwas innerhalb und nicht direkt an der Kante
    • Nach der Lackierung ergibt sich eine kraftschlüssig bespannte Oberfläche.

    Nebenbei, den Acrylbinder verwende ich auch zur elektrostatischen Begrasung.


    Grüße aus VAI

    Armin.

    liebe Modellbahnfreunde,


    man lebt nur einmal und das auch nur in einem überschaubaren Rahmen. Natürlich wären mehr Module mit mehr Auslaufmöglichkeiten schön, allein es fehlt an Platz und Zeit. Vom Vaihingen Stadtbahnhöfle habe ich die originalen Planunterlagen und viele, viele Fotos , noch zu Betriebszeiten. Das Gebäude ist als 1:43,5 Modell knapp zur Hälfte gebaut. Das komplette Fachwerk ist samt profilierten Balkenköpfe auf die Grundelemente aufgeleimt. Die Fenster und Türen sind alle schon geätzt, was fehlt ist noch die Ausmauerung. Dazu habe ich verschiedene Platten und Bögen im richtigen Mauerwerksverband geätzt und in Resin abgegossen. Mit rd 60 cm Länge und 25 cm Tiefe sprengt es jedoch jeden Rahmen für mich. Dies war auch mit ein Grund, daß ich mich auf den exzessiven Fahrzeugbau verlagert habe. Vielleicht mache ich irgend wann ein oder zwei Fassadenteile fertig, um zu zeigen, wie es sein könnte.


    Jacques, ich weiß nicht, ob diese Info aktuell ist. Wenn Du auf die Titelseite http://www.backwoodsminiatures.com/index.htm gehst, dann steht dort, daß zum Dezember 2016 der Verkauf eingestellt wurde.


    Grüße aus VAI

    Armin.

    Heute möchte ich den nächsten älteren Baubericht aufleben lassen, da die Fotos nicht mehr sichtbar sind. Die Erstveröffentlichung stammt aus dem Mai 2013, also genau vor 11 Jahren.

    Das Modell ist heute nicht mehr lieferbar, die Firma Backwoods miniaturs hat die Produktion eingestellt.


    Baubericht zu einem englischen Modellbausatz


    Eigentlich baue ich nur Fahrzeuge der Spur 0e, die bis in die 30er Jahren des letzten Jahrhunderts auf deutschen Schmalspurstrecken unterwegs waren. Von Zeit zu Zeit weiche ich von diesem Grundsatz ab. So komme ich zum Beispiel an schönen Regelspur-Güterwagen für den Rollbockverkehr nicht vorbei – aber immer in der Epoche II (darüber habe ich an anderer Stelle berichtet). Jetzt habe ich mich mit einem Bausatz befasst, der auch nicht in mein Beuteschema passt. Meine Kinder haben mir zu Weihnachten eine Freude gemacht und einen Bausatz geschenkt, der als Modell auf deutschen Anlagen sicher eine Rarität ist.


    Es ist einen Dampfbagger. Hersteller ist die englische Firma Backwoods Miniatures http://www.backwoodsminiatures.com/index.htm . Der Gehäusebausatz ist unter der Kategorie 0n30 als „Body kit for an On30 Shovel/Ditcher“ zum Peis von GBP 63,00 aufgelistet. Beim durchblättern der Seiten findet man auch noch manches andere interessante Modell.


    Vorne weg: den Bausatz empfehle ich nicht für einen Einsteiger in den Fahrzeugbau. Wie bei allen englischen Bausätzen ist ein gewisses Maß an Kreativität und Eigeninitiative sowie modellbauerischer Erfahrung nötig.


    Der Bausatz enthält alle Teile um den Gehäuseaufbau mit dem Kran- und Baggerausleger herzustellen. Ein Fahrwerk ist nicht enthalten, dafür gibt es zwei Vorschläge: entweder man verwendet das angetriebene Fahrwerk einer 0n3 Diesellok von Bachmann oder einen Großserien-Flachwagen. Geliefert werden Messing Ätzblechen, wie bei englischen Bausätzen üblich Weißmetall Gußteile (kein Messinguß), verschiedene Messing-Drähte, Schrauben, Muttern und gedrehte Messing-Büchsen. Bei der mehrseitige Bauanleitung mit Fotos und Zeichnungen vermisste ich an manchen Stellen Präzision und zusätzliche Angaben. Alles in Allem .... man kommt damit zurecht.


    Ich hatte nun das große Problem, was mache ich mit dem Bausatz? Schmalspur – deutsches Vorbild – möglichst einen Bezug zum Württembergischen – ein Vorbild wäre auch nicht schlecht. Durch Zufall habe ich an meiner Dienststelle Fotos vom Autobahnbau der 30er Jahre gesehen. Auf der Internetseite des Landesarchivs Baden-Württemberg fand ich die Lösung. Dort sind viele Fotos zur Gestaltung von Szenen aus jener Zeit abrufbar https://www2.landesarchiv-bw.d…t=20&baumSuche=&standort=


    Ich habe mich entschieden, den Dampfbagger auf einen Drehgestell Flachwagen zu montieren und den frei stehende Kessel und die Winden mit einer Bretterverkleidung zu verkleiden. Damit kann der Baggerwagen mit einer kleinen Bauzug- oder Feldbahnlokomotive an der Baustelle verschoben werden oder auch auf einer Schmalspurstrecke zum Einsatz kommen.


    Zu meinem Modell


    Der Flachwagen ist eine Eigenkonstruktion aus 0,5 mm Messingblech, verschiedenen Messing-U-Profilen, ein paar Kleinteilen und zwei gefederten Drehgestellen, die Kalle Stümpfl einmal im Programm hatte.


    Die Bretterwände des Gehäuses habe ich aus 0,3 mm Messingblech hergestellt und die Bretterfugen mit einem Cutter eingeritzt. Die verschiedenen Rollen und Halterungen der Seilzüge sind im Bausatz alle aus Weißmetall gegossen und nicht präzise. Ich habe sie alle aus Messing neu gedreht und die erforderlichen Halterungen ebenfalls aus Messing neu nachgebildet. Ferner fällt auf, dass sowohl in der Bauanleitung, wie auch bei sämtlichen gebauten Modellen im Internet die Seilwinden keine Funktion haben und die Seile nicht beweglich sind. Ich habe bei meinem Dampfbagger diese so umgebaut, dass beide Winden mit einem Steckschlüssel bewegt und die Seilzüge betätigt werden können.


    Genug der Vorrede, hier sind die Fotos meines Dampfbaggers. Sie zeigen alle Ansichten des Fahrzeugs. Zu sehen sind die offene Bühne mit dem Blick auf den Stehkessel und die Winden, die Rückseite mit dem Kohletrichter und die Leiter für den Aufstieg zum Dach, die Seite mit der Geschlossenen Wagenwand und die Front mit dem Kranarm und der Baggerschaufel.






    Auf den beiden nächsten Fotos zeige ich ein paar Details. Zuerst die Umlenkrollen auf dem Dach. Dieser Seilzugs dient zum Heben und Senken des Kranarms. Die Rollen sind neue Messing-Drehteile, die mit Profilen ergänzt wurden. Das zweite Foto zeigt den Arm mit der Baggerschaufel. Die Bauanleitung gibt keinen Hinweis, wie die Klappe der Schaufel geschlossenen gehalten und geöffnet werden kann. Wie beim Vorbild habe ich eine Arretierung angebracht, die vorbildgerecht mit einem Zugseil betätigt werden kann.




    Mit den beiden letzten Fotos möchte ich noch auf die gewählte Beschriftung eingehen. Wie oben bereits erwähnt, bin ich auf die Dampfbagger der Bauunternehmung Baresel A.G. Stuttgart aufmerksam geworden, die beim Autobahnbau über die Schwäbische Alb in den 30er Jahren eingesetzt wurden. Kleine Zwischenbemerkung – süddeutsch: „Bauunternehmung“, norddeutsch: „Bauunternehmen“. Da die Firma Baresel auch eine bedeutende Anzahl von Bauzuglokomotiven, Wagen und Gleisjoche im Bestand hatte, war für mich die Frage der Beschriftung geklärt. Dazu muß man wissen, dass diese Firma und ihre Folgeunternehmen in meiner Heimatstadt Vaihingen an der Enz bis vor wenige Jahre ihren zentralen Bauhof betrieben hat. Den Schriftzug habe ich von den Vorbildfotos abgeleitet, der Rest ist wieder wie es hätte sein können. An der Seitenwand sind auch die Kurbeln für die Winden zu sehen. Die Klappen sind nötig um die Rollen der Seilzüge zu arretieren.




    Das Modell ist ein schöner Blickfang auf jeder Modellbahnanlage – oder in jeder Vitrine. Mit etwas gutem Willen und wenigen Anpassungen kann man den Bausatz „eindeutschen“ und auf unseren Schmalspurbahnen einsetzen. Nur mit dem Fahren wird es schwierig. Dadurch, dass der Ausleger mit der Baggerschaufel ein Weißmetallgußteil ist, wird der Wagen sehr Kopflastig. Soll der Wagen bewegt werden, dann ist dies nur dann verkehrssicher möglich, wenn der Kranarm mit der Baggerschaufel auf einem Schutzwagen aufgelegt ist.


    Ich hoffe, mein Bericht hat gefallen.


    Grüße aus Vaihingen an der Enz

    Armin.

    Ergänzung zum Teil 14 der Bauberichte zur Lokomotive "Carl" der Kreis Altenaer Eisenbahn.

    Heute Mittag habe ich versucht von meinem KAE Zug bewegte Bilder zu machen. Die Filmchen habe ich auf youtubehochgeladen.


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    Viel Spaß beim anschauen

    Grüße aus VAI

    Armin.

    Baubericht Teil 14

    Stand Mai 2024



    Mit Teil 14 schließe ich die Reihe der Bauberichte zum Bau der KAE Lokomotive Nr. 13 „Carl“ ab. Seit Juli 2023 sind es 14 Berichte mit insgesamt 100 Fotos und geschätzt über 20 Seiten Text. Allen, die bis zum Schluß dabei geblieben sind, möchte ich danken. Über die vielen Daumen und Pokalen freue ich mich sehr, auch dafür herzlichen Dank.


    Natürlich kann ich nicht alle meine Projekte so ausführlich dokumentieren und ins Netz stellen. Ein bißchen weniger und ein paar schöne Fotos als Zusammenfassung ergeben auch eine informative Dokumentation.


    Zum Zieleinlauf meiner KAE Lokomotive „Carl“ gibt es jetzt noch ein wenig Text und natürlich Fotos. Was noch ausstand war die Lackierung mit Beschriftung und die Endmontage.



    Die Temperaturen paßten nun zum Lackieren auf der Terrasse. Bereits die Vorarbeiten zur Lackierung erforderten ein differenziertes Vorgehen. Da ich von Anfang an das Modell modular aufgebaut hatte, konnten die einzelnen Baugruppen und Ansetzteile wieder auseinander genommen werden.


    Alle Teile, bei denen Messingbleche schichtweise verlötet wurden, können nur mit hohem Risiko sandgestrahlt werden. In der Regel ist zwischen den Blechen nicht alles zu 100 Prozent kraftschlüssig gelötet. Durch das ungleichmäßige Dehnen der Bleche würden sich beim Sandstrahlen an der Oberfläche Beulen bilden. Deshalb habe ich diese Teile mit ATA und Wasser geschuppt. Alle anderen Teile bekamen Sanddusche in der Box ab.


    Die nächste Entscheidung betraf die Grundierung. Seit einiger Zeit habe ich mir angewöhnt nicht alle Teile zu grundieren. Schwarze Kleinteile, die erst bei der Endmontage angesetzt werden, bekommen nach dem Sandstrahlen eine Brünierung und dann sofort eine dünne Schicht schwarzen Nitrolack. Dies betrifft vorrangig Laternen, Bremsschläuche und Leitungen, eben alles, was später eingesteckt wird. Die alternative Oberflächenbehandlung hat den Vorteil, daß feine Strukturen deutlicher erhalten bleiben und es bei kleinen Lackabplatzungen im Betrieb nicht messingfarben schimmert oder die helle Grundierung durchschlägt.


    Wie immer wurden die feine Details der Inneneinrichtung mit dem Pinsel farblich abgesetzt und der Holzboden eingeklebt. Auch kleine Lackschäden durch die Montage mußten abgetupft werden.


    Die verwendeten Farbtöne sind bei einer Dampflokomotive überschaubar

    RAL 3002 Fahrgestell, Pufferbohlen

    RAL 9005 Gehäuse komplett außen, Ansetzteile

    RAL 7016 Innenwand unten und Winden

    RAL 7003 Innenwand oben

    RAL 1013 Dach innen


    Seit geraumer Zeit verwende ich für die Fahrgestelle bei Dampflokomotiven RAL 3002. Diese Farbe „leuchtet“ nicht so aufdringlich wie RAL 3000.


    Die Steuerungsteile habe ich wieder ganz fein sandgestrahlt und mit Klarlack überzogen. Alternativ wäre auch eine komplette Lackierung mit Silber möglich gewesen.


    Die Endmontage selbst war dann keine große Aufgabe mehr. Für mich ist lediglich die Verkabelung der Beleuchtung und des Decoders immer wieder eine kleine Herausforderung – ich liebe das elektrische Gefummel einfach nicht.


    Noch ein paar Worte zur Kupplung. Das Vorbild hatte eine rechteckige geschlossene Pufferplatte. Bei der KAE wurde nicht mit Kuppeleisen, sondern mit Dreiangeln oder wie bei der Regelspur mit seitlich liegenden Spannkupplungen gekuppelt. Damit das Modell spieltauglich ist, habe ich meine bekannten Messingkupplungen mit dem RAST-Bügel eingebaut. Um sie dem Original anzugleichen, wurden entsprechend rechteckige Pufferteller aufgelötet.


    Schließlich möchte ich allen Mitwirkenden an diesem Projekt herzlich zu danken. Ohne ihren partiellen Anteil wäre es sehr schwierig gewesen das Modell in überschaubarer Zeit auf das Gleis zu stellen. Namentlich möchte die teils schon erwähnten Modellbauer bzw. Eisenbahnhistoriker noch einmal nennen


    Michael Hundt gab mit seiner Platine für die KAE Lokomotive die Initiative für dieses Projekt.

    Markus Klünder hat mit seinen Teilen für die Steuerung und die Zylinder wesentlich zur Umsetzung ins Modell beigetragen.

    Mein Freund Peter Herrmann hat mir mit seiner CNC Fräse die perfekten Teile für den Antrieb und den Fahrgestellrahmen hergestellt.

    Maximilian Hensel half mir immer wieder aus der Klemme, wenn ich Maße oder Fotos von der Bruderlokomotive Hermann beim DEV benötigte.

    Und einmal mehr begleitete mich Wolf D. Groote mit seinem historischen und technischen Wissen bei der Nachbildung eines Fahrzeugs der KAE.


    Nun schaut Euch die Fotos an.


    Grüße aus VAI

    Armin.











    Wenn sich die Gelegenheit bietet, daß mein KAE Zug auf Modulen eine Ausfahrt bekommt, dann werde ich ein kleines Filmchen drehen und ins Netz stellen. Bis dahin präsentieren sich die KAE Lokomotive Nr.13 „Carl“ mit den passenden Personen- und/oder Güterwagen in der Vitrine.


    ein schöner Film aus vergangenen Tagen, eben Schmalspur pur im Spreewald und auf anderen Bahnen der ehem . DDR

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    Grüße aus VAI

    Armin.

    Vor ein paar Wochen habe ich meinen Baubericht zu den württembergischen Schmalspur-Güterwagen aus der Versenkung hervor geholt und die verloren gegangenen Bilder neu hochgeladen


    https://forum.spurnull-magazin.de/thread/38269-hie-gut-württemberg-allwege/


    Abweichend von dem dort gezeigten Wagen mit dem sog. schweren Fahrgestell (15t Wagen), habe ich jetzt vier verschiedene Wagen mit dem sog. leichten Fahrgestell (10t Wagen) in Arbeit. Dieses anspruchsvolle Fahrgestell ist fachtechnisch gesagt ein Klose-Fahrgestell mit verschiebbarer Mittelachse. Das heißt, daß in Kurven zur Verbesserung der Kurvengängigkeit die beiden sich radial einstellenden äußeren Achsen mit Hilfe von Lenkstangen und Lenkhebeln den Rahmen der Mittelachse seitlich verschieben. Oder ist es gerade anders herum und die verschobene Mittelachse stellt die äußeren Achsen radial ein?


    Schon die Beschreibung des Vorbilds hört sich kompliziert an, was sich beim Modellbau dann auch widerspiegelt. Ich habe noch kein so verrücktes Fahrgestell für einen Güterwagen gebaut. Alle mir bekannten Modellnachbildungen von württ. Güterwagen (egal welchen Maßstabes) haben auf das leichte Fahrgestell verzichtet, es ist einfach zu aufwendig in der Umsetzung. BEMO hat bei seinen H0 Wagen z.B. das schwere Fahrgestell auch unter die Wagennummern der leichte Wagen gebaut.


    In den 80er Jahren des letzten Jh. habe ich das leichte Fahrgestell eines originalen Wagens zumindest teilweise fotographiert (Papierbilder). Bei der Öchsle Museumsbahn sind auch noch Wagen mit leichtem Fahrgestell erhalten. Allerdings sind die Hebel und Stangen der Bremsanlage nicht mehr bei allen Wagen original, sondern in den hundert Jahren immer wieder umgebaut worden. Ich versuche bei meinen Modellen den Ursprungszustand darzustellen.


    Zugegeben, ich habe nicht alles exakt nachgebildet, da der Aufwand für neue Gußteile wegen vier Wagen nicht verhältnismäßig gewesen wäre. Der Rahmen der Mittelachse verschiebt sich auch nicht wie im Original. Im Modell ist die Mittelachse eine Hohlachse, die sich auf einer festen Achse seitlich verschiebt. Die äußeren Achsen mit ihren Innenrahmen verdrehen sich auch nicht, die Radlager sind jedoch mit kleinen Druckfederchen in den Achlagerbagerblechen gefedert. Bei den Achslagerblechen, den Federpaketen mit den Schaken, dem Bremszylinder und dem Luftkessel habe ich auf meine Teile des schweren Fahrgestells zurück gegriffen. Die Radlager der schweren Ausführung konnten entsprechend umgebaut werden, sodaß insgesamt ein stimmiger Eindruck entstand. Das Gußteil des Bremszylinders wurde etwas gekürzt um die Lenkstangen und die Umlenkungen an den richtig Positionen unterzubringen.


    Die Teile für die Klose-Mimik wurden für alle vier Wagen einzeln angefertigt und gelötet. Die Lenkhebel und die Aufhängescharniere der Innenrahmen der äußeren Achsen sind im 3D Resin Druck als Urmodell entstanden, in Silikon abgeformt und dann als Messingguß hergestellt worden. Den gesamten Aufbau und die Modellumsetzung detailliert zu beschreiben wäre langweilig. Ich stelle einfach ein paar Fotos ein, dann könnt ihr diese „geile“ Konstruktion beim Vorbild und beim Modell sehen.


    Grüße aus VAI

    Armin.











    Vierter Teil


    Im vierten und letzten Teil meines Berichts möchte ich den fertigen G Wagen WEG Nr. 25894 zeigen und ein kleines Fazit ziehen. Entschuldigt bitte, wenn ich ein paar Bilder mehr einstelle, ich konnte mich bei der Auswahl einfach nicht entscheiden, sie waren einfach alle schön.


    Auf die Eigenheiten und Änderungen des Bausatzes habe ich im dritten Bericht schon hingewiesen. So habe ich von meiner Dachbespannung berichtet, diese aber im Bild noch nicht richtig gezeigt. Das folgende Foto zeigt einen Ausschnitt vom Dach des WEG Nr. 25894. Die Struktur ist wunderbar zu erkennen, sie ist leinenartige und kommt meines Erachtens ziemlich nahe an die Struktur von Stoffbespannungen bei Eisenbahnwagen heran. Die Dachränder wurden beim Lackieren leicht mit schwarz/braun abgenebelt, dies ist auf dem Foto leider nur schwach zu erkennen.


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    Vielleicht ist dem Einen oder Andern aufgefallen, dass meine Fahrzeuge nicht gealtert oder wie man heute sagt patiniert sind. Ich habe mich für meine Fahrzeugsammlung festgelegt und altere grundsätzlich nicht. Dies ist keine Weltanschauung, sondern Prinzip.


    Als nächstes zeige ich die Stirnseite mit dem Bremserhaus und den Aufstiegen. Damit ist der wesentliche Unterschied am Wagenkasten im Vergleich zum ungebremsten Wagen auch schon dargestellt. Im dritten Bericht hatte ich darüber geschrieben, dass diese Teile des Bausatzes vermutlich von einem G 10 o.ä. Wagen stammen. Wenn man die Fenstereinteilung und die Dachform betrachtet, kommt schnell auch die Assoziation zu einem bayrischen Länderbahnwagen auf. Nun gut, man soll im Leben nicht zu viel nachdenken und sich nicht mit Kleinigkeiten aufhalten. Der Gesamteindruck stimmt.


    WEG%2025894-15.jpg



    Wie angedroht mache ich jetzt einen fotographischen Rundgang um den Wagen. Ich habe alles soweit schon beschrieben, dass Ihr die Fotos einfach auf Euch wirken lassen könnt.


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    Am Ende der Wagendokumentation möchte ich nochmal auf die Beschriftung eingehen. Die gewählten Wagennummern der beiden Wagen entsprechen den Nummern, die im Verzeichnis der WEG den Privatwagen der Station Vaihingen zugeordnet waren. Wie schon beschrienen, erfolgte die Systematik und Anordnung der Beschriftung nach einem Originalplan der WEG. Einzig die Anschriften auf den Anschriftfeldern sind frei erfunden. Für den Wagen Nr. 25894 habe ich einen Rückgriff auf meine Postkartensammlung von Vaihingen/Enz gemacht. Ich besitze eine Karte der Landprodukten-Handlung August Glück. Sie stammt aus den 20. Jahren des letzten Jahrhunderts. Da dies auch zur gewählten Epoche meines Wagens passt und damals die Bahn den Transport durch das Land beherrschte, liegt es nahe, dass auch August Glück mit seinem Salzlager und seinen Sämereien per Bahn bedient wurde.



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    Fazit


    Ich bereue es nicht die beiden Regelspurwagen Bausätze von Axel Hartig gekauft zu haben. Wie die Schmalspurwagen von AHA sind auch die Bausätze der Regelspurwagen „fast“ Komplettbausätze für Jedermann mit einem stimmigen Preis / Leistungsverhältnis – es fehlen nur die Beschriftung. Der fortgeschrittene Modellbauer wird immer Ecken und Kanten finden, die er nach seiner Fasson ändern und anpassen wird. Dies macht dann den Charme eines individuell gestalteten Kleinserienmodells aus. Zum Schluß ein Foto meines doppelten Lottchens der WEG.


    WEG%2025894-23.jpg



    Was noch bleibt, ist der Dank an alle, die bis zum Schluß durchgehalten haben. Ich hoffe, dass die Berichte interessant waren und keine Langeweile aufkam.


    Grüße aus VAI

    Armin.

    Dritter Teil


    Im dritten Teil meines Berichts möchte ich den Axel Hartig Bausatz des gebremsten G Wages zeigen und wie ich ihn zu meinem WEG Nr. 25894 gemacht habe. Der Bausatz entspricht im Wesentlichen dem Bausatz des ungebremsten Wagens. Zusätzlich enthalten ist das Bremserhaus mit Aufstieg sowie die Hängeeisen mit Bremsdreiecken. Genau hier habe ich auch die größten Anpassungen und Abänderungen vorgenommen. Die Fotos sind aus der Bauphase, als der Wagen fix und fertig gelötet und grundiert war. Ich finde, dass mit der hellgrauen, matten Grundierung Wagendetails am Besten fotografiert werden können. Bei einem schwarzen Fahrgestell ist einfach fast nichts mehr zu erkennen, da helfen auch die ganzen Funzeln nicht richtig weiter.


    Beginnen wir mit dem Fahrgestell. Die beiden Fotos mit den etwas unterschiedlichen Perspektiven zeigen die Nachgestaltung des Fahrzeugbodens und der Bremsanlage. Wie im ersten Beitrag beschrieben ist das Fahrgestell auf einer separaten Bodenplatte aufgebaut und wird später unter den Wagenkasten geschraubt.


    An dem einen Foto ist auch zu erkennen, dass ich in die Langträger im Bereich der Achslagerbleche die Niete eingedrückt habe. Die Nachbildung der Bremsgestänge hat eine beträchtliche Zeit in Anspruch genommen. Ich habe die mit gelieferten Hängeeisen und Bremsdreiecke auseinander gesägt, da die Gußteile seitenverkehrt waren. Dann habe ich nach Vorbildfotos eines vergleichbaren Wagens bei einer Museumsbahn die einzelnen Hebel und Stangen angefertigt und in das Modell eingebaut. Ob jetzt alles 150 prozentig richtig ist weiß ich nicht, ist mir eigentlich auch egal – es sieht einfach gut aus.


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    Mit den beiden nächsten Fotos möchte ich auf die Änderungen bei den Türen eingehen. AHA macht grundsätzlich bei seinen Bausätzen keine beweglichen Türen – also ist Umbau angesagt. Die Türöffnungen werden entsprechen ausgesägt und gefeilt. Die Beweglichkeit geht dann zu Lasten der Vorbild gerechten Laufschiene. Wie bereits im obigen Beitrag erwähnt baue ich als untere Laufschiene ein U-Profil 1,5 x 1,5 mm ein. An den Türen werden kleine Zapfen angelötet, die in den U-Profilen geführt werden. An den Türen oben wird durchgängig ein Röhrchen 0,9 x 1,3 mm angelötet. Durch dieses wird später der 0,8 mm Draht geführt. Es wäre auch möglich nur zwei kurze Rohrstücke an zu löten, die genaue Justierung wäre aber wesentlich schwieriger. Auf der Rückseite der Türe ist das feine Kupfer-Gitter zu erkennen, das aufgelötet ist.



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    Die beiden nächsten Bilder zeigen das Bremserhaus und den Aufstieg. Auch hier habe ich einige Änderungen vorgenommen. Einem nicht so erfahrenen Modellbauer wird in der sehr kurz gefassten Bauanleitung an dieser Stelle sicher etwas fehlen. Man merkt deutlich, dass die Ätzplatinen des Bremserhauses und des Aufstiegs von AHA zugekauft sind, sie sind nicht speziell für diesen Wagen konstruiert. Sie stammen vermutlich von einem wesentlich höheren G 10 Wagenbausatz. Ich ging wieder nach dem bewährten Rezept vor, alle Bauteile so zu bauen und zu verlöten, dass ich bei der Lackierung so wenig wie möglich abkleben muß und beim Zusammenbau keinen Sekundenkleber benötige, löten geht sowieso nicht mehr. Also wurde an die Stirnwand ein aus Blech gebogenes U-Profil gelötet, auf das das BrH aufgesteckt wird. Das BrH bekam in die Ecken der Rückwand zwei 1 mm Drähte als Dübel eingelötet. Im Dach wurden entsprechen zwei Bohrungen eingebracht. Nun kann zur Montage das BrH an der Rückwand etwas höher angesetzt werden und wird dann nach unten gedrückt- fertig, keinen Klebstoff, alles Klemmt und hält. Da die geätzten Seitenwangen der Aufstiege viel zu lang waren, wurden aus 1,5 x 1,5 mm Winkelprofil die Joche gebogen und mit den Trittstufen und einem Deckblech verlötet. In dieses Deckblech sind zwei M 1,4 Schrauben eingelötet. Nun kann nach der Lackierung der Aufstieg mit dem BrH verschraubt und als Einheit auf den Wagenkasten aufgesteckt werden. Es hört sich alles komplizierter an, wie es beim bauen ist.



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    Die gegenüber liegende Stirnwand ist bekannt, sie ist wie beim ungebremsten Wagen ausgeführt.


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    Die beiden letzten Bilder zeigen nochmals die Seitenwand. Hierzu gibt es keine Anmerkungen außer, dass sie ohne Farbe und Beschriftung doch sehr langweilig ist.


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    Damit ist der dritte Bericht am Ende. Der Wagen ist zwischenzeitlich fertig lackiert und beschriftet. Ich muß ihn nur noch zusammen bauen und fotografieren. Sobald ich beim Besuch-Stress über die Feuertage weitere Zeit finde, werde ich den vierten und letzten Teil meines Berichts schreiben. Ich hoffe Ihr bleibt dabei und werdet auch diesen noch lesen.

    Zweiter Teil



    Im zweiten Bericht geht es weiter mit dem lackierten Modell des WEG G-Wagens Nr. 22022. Zunächst zwei Fotos mit der Seitenansicht. Im Vergleich ist gut zu erkennen, daß sich die Türen öffnen lassen. Um für die Fotos die Räder Vorbild gerecht auf Schienen zu stellen, habe ich ein Stück Gleis mit Kesselbauer Schwellen verwendet. Diese kann man zwar längst nicht mehr kaufen, sind als Abwechslung zu den Lenz Schienen aber immer noch gut anzusehen.


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    Auf den beiden nächsten Fotos ist der Wagen WEG Nr. 22022 in der Schrägansicht zu sehen. Die für die Länderbahn typischen Tritte als Aufstieg zu den Schlußscheibenhaltern und die über das Dach hinaus ragenden gebogenen Griffstangen geben dem Wagen ein markantes Aussehen. Beiden Fotos von der Seite des Wagens fällt auf, daß an den Langträgern die Niete der Radlagerbleche fehlen. Diese sind bei Axel Hartig nicht vorgegeben. Ich habe dieses Detail erst richtig gemerkt, als es schon zu spät und das Fahrgestell bereits gelötet war. Beim zweiten Wagen habe ich diese Niete dann nachgebildet



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    Dieses Foto habe ich ausgewählt, da man durch die offene Türe einen schönen Blich auf den Innenboden des Wagens bekommt. Die Böden der G-Wagen werden von mir immer mit Nußbaum Furnierstreifen aus dem Schiffsmodellbau belegt, ebenso die Trittstufen, wenn es beim Vorbild Holztritte sind.



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    Nun ein paar Erklärungen zur Beschriftung. Ich bin in der glücklichen Lage und kann mir meine Beschriftungen selbst anfertigen. Dadurch kann ich alle meine Modelle in die richtige Epoche versetzen und auch ein wenig auf die Beheimatung der Fahrzeuge Einfluß nehmen. Wie schon im ersten Teil meines Berichte dargestellt, war der Wagen bei der Württembergischen Eisenbahn Gesellschaft auf der Strecke Vaihingen/Enz-Reichsbahnhof (damals) und Enzweihingen im Einsatz. In der damaligen Oberamtsstadt Vaihingen/Enz gab es einige Gewerbebetriebe, unter anderem mehrere Hautleim-Fabriken. Eine dieser Fabriken ist die von Fritz Häcker die Firma (gibt es heute noch). Ich habe die Anschrift des Adressaten auf dem Schriftfeld entsprechend der damals gebräuchlichen Handschrift in Sütterlin erstellt. Zum Vorbild für die Beschriftung des Wagens habe ich einen Plan genommen, der mir in Kopie vorliegt. Auf diesem Plan (datiert Rastatt Juli 1910) sind die "Anschriften an bedeckten Güterwagen der Reihe Gm" exakt mit allen Angaben und Schriftgrößen angegeben. Was ich weg gelassen habe sind die Angaben zum Fassungsvermögen bei Militärtransporten von Männern und Pferden.



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    Nicht spektakulär, aber ich möchte es trotzdem zeigen - der Unterboden des Wagens Nr.22022. Da dies ein ungebremster Wagen ist, ist der Unterboden auch ziemlich leer. Im Bausatz sind jetzt die Teile für die Dreipunktlagerung enthalten, die ich nicht verwendet habe. Statt dessen habe ich die Zwischen- und Querträger nachgebildet. Gut zu erkennen sind auch die vier schrauben, mit denen das komplette Fahrgestell mit dem Wagenkasten verschraubt wird.



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    Zum Schluß noch ein Foto, das eigentlich der Grund für den Kauf und Bau der beiden Wagen war. Der Regelspur G-Wagen auf einem Rollwagen der Mittelbadischen Eisenbahn Gesellschaft. Wie schon erwähnt, bin ich eigentlich Schmalspurbahner. Da Rollböcke und Rollwagen die Verbindung zur Regelspur darstellen, müssen auch Regelspurwagen angeschafft werden. Das Foto läßt schon deutlich das harmonische Verhältnis von Rollwagen und Regelspurwagen erkennen. Ein G10 Wagen wäre ca. 30% größer und würde auf beiden Seiten weit über den Rollwagen hinaus stehen.



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    So, das war es für heute. Wem meine Berichte gefallen, der soll bitte dabei bleiben und weiter lesen. Der nächste Teil kommt in Kürze und wird sich mit dem WEG Wagen Nr. 25894 befassen.

    Unser Forumskollege Koefschrauber hat nachgefragt, ob die Fotos der Bauberichte von 2013 noch vorhanden sind. Ich habe mir die Zeit genommen in die vier einzelnen Berichte die Fotos neu einzufügen.


    Erster Teil


    AHA Bausätze sind bei den 0m und 0e Schmalspurbahnern seit Jahrzehnten eine bekannte Größe. Daß Axel Hartig auch verschiedene Regelspurwagen-Bausätze in seinem Programm hat ist weniger bekannt. Zwei dieser Regelspur-Bausätze sind auch bei mir als Schmalspurbahner auf der Wunschliste gestanden – die G Wagen, gebaut von der Waggonfabrik V.d. Zypen und Charlier, Köln 1901. Axel Hartig hat diese Vorbilder gewählt, da sie bei der Westfälischen Landes Eisenbahn im Einsatz waren. Meine Aufmerksamkeit haben sie aus zweierlei Gründen auf sich gezogen:


    - Erstens sind diese Wagen deutlich kleiner, wie die üblichen G 10, G 20 Wagen von Lenz. Sie haben die Abmessungen der Länderbahnwagen mit 3,5 m Radstand und 7,70 bzw. 8,05 m LüP sowie 3,43 m Höhe. Diese Wagenmodelle sehen sehn auf den Rollböcken oder Rollwagen der Schmalspur wesentlich harmonischer aus. Die moderneren G Wagen wirken teilweise sehr groß.


    - Zweitens lieferte die Waggonfabrik nachweislich zwei G Wagen an die Württembergische Eisenbahn Gesellschaft (WEG). Da eine der WEG Nebenbahnstecken in meiner Heimatstadt Vaihingen a.d. Enz über viele Jahrzehnte in Betrieb war und ich diese von klein auf erlebte, waren die Wagen für mich ein „Muß“.


    Leider sind von den WEG Wagen keine Originalfotos überliefert und ich weiß auch nicht, ob sie tatsächlich auf meiner Hausstrecke zum Einsatz kamen oder auf einer andern Strecke eingesetzt wurden. Genau dies lässt dem kreativen Modellbahner die Möglichkeit offen, sich die Geschichte etwas zurecht zu biegen.


    In der Folge möchte ich meine beiden G Wagen der WEG beschreiben; zum einen den G Wagen ohne Bremse und dann den G Wagen mit Bremserhaus. Ich werde keine Bau begleitende Beschreibung liefern, da sie für mich zu zeitaufwändig ist. Ich werde hier die fertigen Modell mit Fotos zeigen und auf die Besonderheiten der AHA Bausätze und meine speziellen Änderungen eingehen. Wer grundsätzlich Gefallen an diesen Bausätzen findet, der sollte sich beeilen. Axel Hartig baut angesichts seiner Lebensjahre seine Bausatz-Bestände ab und will sich langsam aus dem Kleinseriengeschäft zurück zieht.


    Zu den AHA-Bausätzen:


    Sowohl die Schmalspur, wie die Regelspur Bausätze sind Messing-Komplettbausätze. Die Blechteile sind geätzt bzw. gefräst, das Dach ist bereits gebogen. Dazu sind sämtliche Profile für den Unterboden und die Seitenwände in entsprechender Anzahl und fertiger Länge enthalten. Die Winkel und U-Profile für die Wände haben gedrückte Niete. Es gibt die Messinggußteile für die Radlager, Blattfedern mit Böcken und zur Komplettierung der Wände. Den Regelspurwagen liegen Federpuffer, Originalkupplungen und Speichenräder (o-scale) bei. Eine einfache Bauanleitung mit Plan rundet das Angebot ab. Eine Beschriftung wird nicht mitgeliefert. Ebenso ist die komplette Nachbildung des Unterbodens und der Bremsanlage bei AHA nicht vorgesehen.


    Änderungen/Ergänzungen bei meinen Modellen:

    - Ich verwende grundsätzlich zwei Bodenplatten. Die eine wird in die Seitenwände eingelötet und nach der Lackierung mit Furnierstreifen belegt.

    - Auf der zweiten Bodenplatte wird das komplette Fahrgestell mit Pufferbohlen und Bremsanlage aufgebaut und später mit dem Wagenkasten verschraubt. So können die Baugruppen separat lackiert werden.

    - Ich versuche, soweit möglich, am Unterboden alle Zwischenträger nachzubilden. Ebenfalls wird, sofern beim Vorbild vorhanden, die gesamte Bremsanlage mit dem Gestängen nachgebildet

    - AHA sieht bei seiner Konstruktion eine Dreipunktlagerung der Wagen vor. Ich verzichte darauf und löte die Radlagerbleche und Federn direkt an die Langträger. Die Federpakete bekommen zuvor eine Bohrung, damit eine kleine Druckfeder eingesetzt werden kann. Die Radlager stützen sich gegen die Feder ab und können sich in den Radlagerblechen bewegen. Zur Sicherung gegen herausfallen der Radlager wird unten quer ein Haltebügel eingesteckt. Somit habe ich gefederte Wagen.

    - Das Dach wird bei mir nur geklemmt. Dazu werden an den Enden Blechsegmente in das Dach eingelötet, die gegen die Stirnwände klemmen. Falls Das Dach zu locker sitzt, wird durch die Stirnseiten und die Blechsegmente eine 0,5 mm Bohrung gesetzt und bei der Endmontage ein Microniet eingesetzt.

    - Die Türen werden bei mir nicht aufgelötet, sondern beweglich ausgeführt. Als untere Laufschiene verwende ich 1,5 x1,5 mm U-Profil. An die Türen wird oben ein Ms-Röhrchen 0,9 x 1,3 mm angelötet, durch das der 0,8 mm Draht der oberen Aufhängung geführt wird.

    - Die Wagen bekommen eine komplette Lackierung innen und außen, werden in Epoche II beschriftet und insgesamt mit einem Seidenmattlack endlackiert. Ich verwende für den kompletten Farbaufbau Nitro-Lacke.


    So, nun genug geschrieben, jetzt kommen Fotos:


    Ich beginne mit dem WEG Nr. 22022 und möchte zuerst ein paar Bilder einstellen, die den Wagen vor der Lackierung zeigen.


    Blick von oben in das Wagen Innere. Gut zu erkennen ist der eingelötete Innenboden. Nach der Lackierung wird dieser mit Echtholz belegt. Die bewegliche Türe mit dem unteren U-Profil und dem an der Türe angelöteten Röhrchen ist geöffnet.


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    Das Dach von Innen gesehen. Der rings umlaufende Streifen dient dazu, daß die Dachkante dicker ist, wie nur mit dem einen gebogenen Blech. Die beiden Segmente sind die Klemmbleche, die das Dach im Gehäuse halten. Die kleinen Rechteckprofile parallel zu den langen Kante dienen dazu, dass die Wagenwände beim fertig montierten Wagen nicht eingedrückt werden, wenn der Wagen seitlich angefasst wird.


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    Die „volle Breitseite“. Das Fenster der geöffneten Tür ist mit einem feinen Gitter hinterlegt. Der Führungsdraht der Türe ist leicht nach oben gebogen, dies habe ich beim Fotografieren nicht gemerkt. Die Türe ist nicht korrekt eingesetzt.


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    Die nächsten beiden Bilder zeigen den Wagen in der Schrägansicht. Die Türe und der Führungsdraht sind jetzt gerichtet. Wenn man genau hinsieht ist zu erkennen, dass der Wagen leicht eingefedert ist und die Radlager leicht über den Halteblechen schweben.


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    Die Stirnseite mit den Trittstufen und den Handläufen


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    Zuletzt noch ein Blick von oben auf das Dach. Dieses ist zwischenzeitlich mit einem in der Dicke halbierten Tempo-Taschentuch (nur das echte!) mittels Weißleim-Dispersionsfarbe-Pril-Wasser-Gemisch bespannt. Die feine Struktur ist auf dem Foto nur leicht zu erkennen.


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    Falls Fragen zum einen oder anderen Detail oder zu meiner Bauweise bestehen, wir können sie hier im Forum behandeln. Dies war der erste Bericht. In der nächsten Folge werde ich den fertig lackierten und beschrifteten Wagen zeigen und etwas zur Beschriftung sagen.



    Grüße aus VAI

    Armin.

    Vor etwa 10 Jahren habe ich in zwischenzeitlich nicht mehr existierenden Foren über die Neukonstruktion und den 3D Entwicklungsprozess meiner württembergischen Güterwagen als komplette Messingmodelle berichtet. Der damals verwendete Bilderdienst funktioniert ebenfalls nicht mehr.


    Da ich zur Zeit meine letzten Bausätze zusammen baue und dabei die erste Ausführung der originalen Wagen mit dem sog. Leichten Fahrwerk nachbilde, möchte ich den alten Beitrag noch einmal hier einstellen. Nach zehn Jahren hat sich einiges geändert, deshalb ist der Text dort geändert, wo z.B. nicht mehr verfügbare Links beschrieben waren. Der alte Text ist kursiv geschrieben, die Fotos sind von damals, also von den weiteren Baulosen mit dem sog. schweren Fahrgestellen. In einem weiteren Beitrag werde ich noch die zur Zeit im Bau befindlichen Wagen zeigen.


    Diesem Ruf der alten Württemberger folgend, tut sich zur Zeit etwas in der Schmalspur-Welt im Maßstab 1:43,5.


    Nach Jahren der Vorbereitung liefert die Firma Henke derzeit die ersten Bausätze der württembergischen Tssd aus. Diese Maschine hat Thomas Spieth entwickelt und die Urmodelle dafür gebaut. Henke Modellbahnen setzte dies in ein Kleinserienmodell um. Ein liebenswertes Vorbild und ein lange erwartetes Wunschmodell das hervorragend in Spur 0e dargestellt wird.


    Jetzt mußten natürlich auch meine württembergischen Güterwagen fertig werden, um der exzellenten Mallet Lokomotive die passende Anhängelast zu bieten. Im Vergleich zu meiner Bausatzaktion vor 20 Jahren, habe ich völlig neue Bausätze entwickelt. Die Modelle sind jetzt komplett in Messing-Technik ausgeführt und bis in die kleinsten Details den Vorbildern nachempfunden. Ich glaube das Ergebnis kann sich sehen lassen, deshalb zeige ich hier die drei Erlkönige. Sie müssen noch sandgestrahlt und lackiert werden, was in den nächsten Wochen noch erfolgen wird. Im puren Messingzustand sind meines Erachtens die Details am Besten zu erkennen.


    Am Anfang des Beitrags ein Foto des kleiner Zugs, bestehend aus den drei Wagen. Leider ist der Bausatz der Tssd noch nicht zusammen gebaut um das Tüpfelchen auf das i zu setzen.



    Als nächstes Folgen die Fotos des geschlossenen Wagens. Das Vorbild des Modells ist heute noch bei der Öchsle-Museumsbahn in Betrieb. Allerding wurde der Wagen von der DB in den 50er Jahren zu einem Pufferwagen umgebaut. Auch im Modell ist dies möglich, die entsprechenden Ätzteile sind auf der Platine vorhanden.








    Wer sich über die unterschiedlichen Bauvarianten des G Wagens beim Vorbild informieren möchte, der kann auf meiner Internetseite dazu einiges lesen:


    http://www.armin-berberich.de/Wuerttemberg/GWagen.htm


    Die O Wagen mit den 1000 mm Bordwänden sind beim Vorbild allesamt verschrottet worden. Bei der Öchsle Museumsbahn gibt es einen Neubau dieses Wagens mit der Abwandlung zu einem Sommerwagen, den es so nicht gegeben hat. Das Fahrzeug wurde von Andreas Albinger (Öchsle Museumseisenbahn) dankenswerter Weise wieder rekonstruiert/nachgebaut. Auch beim Modell hatte ich das Problem, daß die Befundungslage sehr dürftig ist, deshalb konnte ich immer nur analog zu den vorhandenen G Wagen den wenigen Zeichnungen und vielen Fotos das Modell entwickeln und konstruieren.





    Der dritte Wage ist der O Wagen mit den 450/600 mm Bordwänden. Von diesen beschaffte die KwStE lediglich zwei Exemplare, von denen bis zum Schluß der Wagen mit der Nummer 196 bei der DB im Bottwartal vorhanden war. Im Modell mußte ich aus Kostengründen einen Kompromiß eingehen. Um kein zweites Fahrgestell mit entsprechenden Messinggußteilen entwickeln zu müssen, hat das Modell das Fahrgestell mit den freien Lenkachsen bekommen. Das Original war mit gekuppelten Lenkachsen ausgestattet, die vom sich seitlich verschiebenden Schemel der Mittelachse eingestellt wurden. Ich glaube aber, daß dieser Kompromiß dem Modell keinen Abbruch tut.




    Die letzten Fotos zeigen des Fahrgestell der sog. schweren Ausführung. Es ist in allen Details nachgebildet aber in Dimensionen und einzelnen Feinheiten „modellbahngerecht“ angepaßt. So ist z.B. der Schemel der Mittelachse fest eingelötet und die Mittelachse verschiebt sich mit einer Hohlachse auf der inneren Achse. Die Wagen können mit dieser Konstruktion Mindestradien von 650 mm durchfahren, ohne daß sie in Gegenkurven ausgehebelt werden. Die Achslager sind mit Druckfedern abgefedert, was den Wagen bei einer Masse zwischen 250 und 370 Gramm eine sehr gute Laufeigenschaft verleiht.




    Was jetzt noch folgt ist eine kleine Serie um meinen Bedarf für die vorhandenen Zugpferde zu decken. Die Tssd (Henke), die beiden VIk (Henke, MessingModelle) und die Ts3 (umgebaute Minex)haben genügend Zugkraft, um neben den württembergischen Personenwagen von Thomas Spieth (siehe http://www.armin-berberich.de/Wuerttemberg/wuerttPers112.htm )auch reichlich Güterwagen aus der eigenen Modellwerkstatt zu bewegen.


    Über die in der Zwischenzeit gebauten Modelle der Tssd und meinen Umbau der Minex Lokomotive habe ich im Forum schon vor einiger Zeit berichtet. Der jetzige Aufguß zu den Messing Güterwagen verstehe ich als Vorspann zu dem bald folgenden Bericht zu den Wagen mit dem sog. leichten Fahrgestell.


    Hier die Links zu den Bauberichten der Lokomotiven

    https://forum.spurnull-magazin.de/thread/15248-bericht-minex-dampflokomotive-wird-zu-einer-württ-ts3/?postID=117866&highlight=w%25C3%25BCrtt.%2BTs3#post117866



    Die Bauberichte zur Tssd sind mit den Fotos nur im Forum Schmalspur-Treff zu sehen.

    1:45(43) - 0e, 0m, 0n30, 0n3, 0f » württ. Tssd 99 631 Teil 1

    1:45(43) - 0e, 0m, 0n30, 0n3, 0f » württ. Tssd 99 631 Teil 2


    Grüße aus dem Schwäbischen

    Armin.