Posts by Allgäudiesel

    Hallo zusammen,


    ein kleines Update zu den 12 Drehgestellen, Typ Y25 von mir:

    Weil die originalen Vertiefungen in den Drehgestellblenden völlig untauglich für Achslager waren, hatte ich diese ja bereits mit der Fräsmaschine bearbeitet / aufgeweitet. Die mitgelieferten Achslager wurden dadurch völlig obsolet - hätten eh niemals gebraucht werden können. Ich habe also 48 Stück neue Achslager hergestellt.

    Die ebenso mitgelieferten Druckfedern für die Achslager wollte ich eigentlich verwenden, aber dann schnell bemerkt, daß ohne eine Führung der Federn, diese beim Einfedern einfach mal seitlich wegknicken und dann die Federung blockieren.

    Also habe ich meine neuen Achslager noch mit einem Führungsstift ausgestattet, der durch eine zusätzliche Bohrung in der Tasche nach oben dann geführt wird.

    Die mitgelieferten Federn sind dann aber doch zu lang, gehen zu früh auf Block. Ich hätte so nur 0,3mm Federweg. Also habe ich neue, kürzere Druckfedern besorgt, die nun einen ausreichenden Federweg von 0,8mm ermöglichen.

    Die 900er Radsätze habe ich in größerer Stückzahl von Model Railway Parts aus England bekommen. Deren mitgelieferte Messing - Achslager sind sehr präzise hergestellt. Die habe ich in meine Achslager - Klötzchen "eingearbeitet". Jetzt muß ich noch die MRP - Achsen beidseitig um ein paar Zehntel Millimeter kürzen, dann rollt und federt das Drehgestell wie erwünscht.

    Die externe Lackierung der Drehgestelle in RAL 7021 Schwarzgrau steht dann noch an, die Endmontage und dann kommen die Y25 unter die geplanten Wagen geschraubt.

    Geplant sind damit Schüttgutwagen schweizer Bauart SWP-62 von WEMOBA in neuerer Ausführung der HASTAG AG.


    Viele Grüße aus`m Allgäu

    Norbert

    HFy

    Ja, aber wie genau funktioniert es?

    Kurz vorweg, ich habe so ein tolles Gerät zwar nicht (hätte es aber gerne).

    Nachdem ich die Bilder hier und auf Buntbahn gesehen habe, war mir einigermaßen klar, wie`s funktionieren müßte:


    Der gebogene Schleppstift ist nach oben hin in der Halterung überfedert. An der Halterung vom Schleppstift ist eine Skala, mit der man den Nietabstand einstellen kann. Die erste Niete muß positionsgenau schonmal im Blechteil eingedrückt sein, dann erst kommt der Schleppstift für die folgenden Nieten zum Einsatz. Dieser Schleppstift trifft mit seiner Spitze vor dem Nietwerkzeug das Blechteil in die zuvor erstellte Vertiefung, zieht beim weiter herunterdrücken des Nietwerkzeugs das Blech in die richtige Position und hält es dort mit der Federkraft fest. Nun wird die zweite Niete gedrückt.

    Hebt man den Drückhebel wieder an, lässt nach dem Nietstempel auch der Schleppstift das Blech wieder los. Dann schiebt man das Blechteil mit dem Finger ein kleines Stück (Nietabstand) weiter und drückt die nächste Niete. So geht das weiter, bis alle Nieten in einer Reihe fertig sind.

    Für ein einreihiges Nietband richtet man das Führungslineal und die Halterung des Schleppstiftes parallel zueinander aus.

    Will man danach eine versetzte, zweite Nietreihe herstellen, wird der Abstand quer zur ersten Nietreihe eingestellt, Lineal und / oder Schleppstifthalterung entsprechend verstellt, oder man macht die erste Niet wieder wie zuerst, indem man die Position genau markiert und von dort aus weiter die Nietreihen macht.

    Schwieriger wird´s, wenn Nieten einen Bogen entlang aufgereiht sind. Aber mit dem genauen Abstand von Niet zu Niet geht das am Lineal entlang auch. Ansonsten muß jede Nietposition genau angezeichnet und einzeln eingedrückt werden.

    So würde ich das also machen ... :/


    Viele Grüße aus`m Allgäu

    Norbert

    Guten Abend zusammen,


    mit dem Dutzend Y25 - Drehgestellen von Klaus Krapp bin ich über die freien Tage etwas weitergekommen.

    Leider hat sich gezeigt (siehe auch meine vorherigen Beiträge Seite 119-120), daß die Gußteile enorm viel Nacharbeit mit sich bringen.

    Die Taschen in den Blenden, wo die originalen Achslager hätten reinsollen, sind seitlich viel zu groß und bucklig dazu. Auch nach unten geht da nichts, weil vom Gießen hier kleine Hügel am Boden stehengeblieben sind.

    Ich muß also 48 neue Achslager anfertigen, das Material ist bereits bestellt. Die 48 Lagertaschen habe ich schon auf der Fräsmaschine nachgearbeitet / aufgeweitet um ca. 1mm in der Breite / Tiefe / Höhe. Nur so konnte ich eine rechtwinklige und ebene Tasche für die Lager zustande bringen. Die sind nun wenigstens alle gleich groß. Damit werden meine Radsätze auch hoffentlich vernünftig geführt und eiern nicht irgendwie im Drehgestell herum.

    Die inneren Leiterrahmen haben dafür stellenweise kleine Löcher und Lunker. Das sieht aus, als wenn der gemeine Messingwurm sich hier durchgefressen hätten. Ich habe wo`s zu dünnwandig wurde, die Fehlstellen mit Lötzinn verfüllt und so stabilisiert.

    Heute Abend konnte ich wenigstens schonmal die Bremsbacken in die Öffnungen einlöten und nachdem ich die Befestigungsbohrungen in den inneren Leiterrahmen auch um je 0,6mm nach außen versetzt habe, konnte ich auch die mitgelieferten Senkkopfschrauben gerade einsetzen - auch wenn diese um 4 mm zu lang sind und unten rausschauen.

    Die Schrauben M3x10 tausche ich noch gegen kürzere, sobald ich welche besorgt habe, dann schauts untenrum auch besser aus ...

    Was noch fehlt, ist daß die Blenden einer Seite fest mit den inneren Leiterrahmen verlötet werden sollen. Die Leiterrahmen sind alle etwas verzogen, müssen nachgebogen werden, bis sich die Enden der vorderen Querträger an den Enden der Blenden auf gleicher Höhe und ohne Spalt treffen. Ich bin am überlegen, hier eine Art Zentrierung nachzurüsten, aber alle Flächen sind schräg zueinander.

    Trotz alledem sehen die Messing - Drehgestelle recht gut aus. Ich hoffe sie laufen unter den Güterwagen später auch entsprechend gut und die viele Zusatzarbeit hat sich dann auch gelohnt.


    Viele Grüße aus`m Allgäu

    Norbert

    @Klaus

    Vielen Dank für`s Posten vom Chrezo - Newsletter :thumbup:

    Auf deren Homepage ist nichts davon nachzulesen, dennoch hoch interessant, was Chrezo da lange vor Lenz veröffentlicht.

    Mal sehen, wann Lenz mit einer Info zu den Tankwagen um die Ecke kommt und welche Einsteller - Logo`s auf deren Tanker dann stehen.

    Hier im Allgäu kommen überwiegend die Zans - Kesselwagen von Wascosa (Dunkelblau), Erwewa (Dunkelgrau mit rotem Logo), VTG und GATX (beide Dunkelgrau) zum Füllen des hiesigen Mineralöllagers am südlichen Stadtrand von Kempten an.

    Gebracht, verschoben und wieder abgeholt werden jeden Wochenanfang ca. 10 bis 15 Kesselwagen, meistens von einer Class 77 der Euro Cargo Rail, identisch wie diese:

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/1b/Class_77.JPG/1024px-Class_77.JPG


    Viele Grüße aus`m Allgäu

    Norbert

    Hallo Marco,


    das kommt drauf an welche Abmessungen die Achsen der Hi-Rail - Wheels haben, denn die kenne ich nicht persönlich ;)

    Insbesondere ob bei den Hi-Rail - Wheels dieselben Achsen wie bei Scale Wheels verbaut wurden.


    Die Scale Wheels von MTH für z.B. einen MTH Eanos oder Zans haben Achsen mit 2,5mm Durchmesser.

    Die Achsen haben Kegelspitzen an den Enden, keine zylindrischen Achsstummel, wie die üblichen Spur 0 - Achsen.

    Die Gesamtlänge der Scale - Achse (Kegelspitze bis Kegelspitze) beträgt 46mm.

    Die Scale Radscheiben sind 3,7mm breit und haben einen Laufkreisdurchmesser von 20,4mm.

    ... und, die Scale - Radsätze sind beidseitig isoliert.


    Wenn Du jetzt Achsen mit denselben Abmessungen wie die Scale Wheels im Drehgestell hast, passen Radsätze mit 2,5mm Achsstummel (zylindrisch) , Achs- Gesamtlänge 44mm (kürzer - weil keine Kegelspitzen) und Radscheiben mit Durchmesser 20,5mm


    Viele Grüße

    Norbert

    Hallo Stefan,

    ich hab zwar keine echte Ahnung davon - aber vielleicht gehören die Steine mit dem Stab (im Bezug auf das 4. Bild) anders herum - hierzu müsste eine kleine Bohrung in das Dach der Lagerführung - passend zu Durchmesser der runden Verlängerung am Lagerstein - eingebracht werden. Der Stab führt den Lagerstein und verhindert dass die Feder in der Gegend herumspringt.

    danke für Deine Unterstützung zum Thema Achsfederung beim Messing - Y25.

    Aber das gehört laut der Bauanleitung schon so, daß der Stab am Achslager nach unten steht und in die Vertiefung oben die kleine Druckfeder eingeklebt werden soll.

    Auf der beigefügten Bauanleitung ist das rudimantär beschrieben. Das untere Bild auf der Anleitung zeigt ein DG von unten - da sieht man zwar eine Aussparung, aber keinen vorstehenden "Führungsstift".

    Mal abwarten, ob Klaus Krapp hier für Aufklärung sorgen kann.


    --> Gerade eben frisch reingekommen, die Antwort von Klaus Krapp.

    Der Rundstift nach unten ist Teil des Angusskanals, auch wenn er nicht danach aussieht.

    Dieser muß direkt am Achslagerklotz abgetrennt werden.

    Also bleibt als Achslager nur das Vierkantklötzchen übrig.


    Viele Grüße aus`m Allgäu

    Norbert

    Bauanleitung Y25_Krapp.pdf

    Hallo liebe Forumsleser,


    bei mir gibt`s genügend Fahrzeug - Einzelbaustellen, wo auf Teile gewartet wird. In der Zwischenzeit habe ich mit dem Bau von einem Dutzend Güterwagen - Drehgestellen, Typ Y25 (Messingguß gefedert) aus dem Hause Krapp angefangen.

    Die dicken Gußkanäle abtrennen, Angußstellen versäubern, usw. geht bislang recht gut.

    Wie er sich aber die Federung und Führung der Achslagersteine genau gedacht hat, habe ich noch nicht herausgefunden. Eine kleine Druckfeder in die kleine Vertiefung auf einer Stirnseite einkleben ist klar - aber was macht der lange Stift auf der gegenüberliegenden Seite?

    In der Tasche für die Achslager müsste nach unten ein dazu passender Schlitz oder Bohrung rein, was aber nicht vorhanden ist.

    Ich habe Klaus Krapp angeschrieben, warte auf die Erleuchtung ;)

    Wenn jemand von Euch auch schonmal diese Drehgestelle zusammengebaut hat, wäre ich und das Forum sicherlich auch, um jeden Hinweis dankbar.

    Für ein weiteres Projekt suche ich nach Jemanden mit CNC - Drehmaschine, der mir 180 Stück Messingbuchsen für Achslager drehen könnte ... Auch hier bin ich um jeden Hinweis dankbar. :)

    Viele Grüße aus`m Allgäu

    Norbert

    Hallo zusammen,


    nach dem Kauf einiger "Restbestände" von MTH - Tankwagen Typ Zans ist mir leider aufgefallen, daß bei einem der Wagen das Beutelchen mit den Zurüstteilen fehlt.

    Die normalerweise enthaltenen Bauteile sieht man auf dem angehängten Bild. Kupplungen und die Kunststoffstangen sind leicht anderweitig zu ersetzen, aber die geschwungenen und profilierten Drehgestell - Quertraversen mit den Einsteckzapfen an den Enden vermisse ich enorm.

    Ich fahre die Wagen mit einer Allmo / Kadee - Kupplung, die in den Schacht für Schraubenkupplungen gesteckt wird. So können die Y25 - Drehgestelle komplettiert gefahren werden.

    Hat jemand unter Euch schonmal diese Quertraversen in 3D gezeichnet und gedruckt? Ich könnte vier Stück davon gebrauchen ;)


    Viele Grüße aus`m Allgäu

    Norbert

    Hallo Wolfgang,


    Deine Abläng - Vorrichtung für die Proxxon - Kappsäge ist super.

    Ich habe eine Proxxon KG 220 - sieht also aus wie Deine Kappsäge.

    Könntest Du Dir vorstellen, Deine Ablängvorrichtung mit den zusätzlichen Anschlägen in Kleinserie zu bauen?

    Ich würde in jedem Fall einen Satz haben wollen.

    Sofern immer ein Sägeblatt gleicher Breite eingesetzt wird, könnte man zusätzlich noch ein Stahllineal vor den Anschlag auf die Grundplatte einlassen / draufmontieren. Damit könnte man das zu sägende Maß schnell einstellen.


    Viele Grüße aus`m Allgäu

    Norbert

    Hallo Peter,


    den Remms665 hast Du wirklich sehr schön gebaut und lackiert. Optisch gesehen ein echtes Highlight.

    Ganz kleine Anmerkung aber:

    RailAdventure nutzt als Bremswagen keine Remms665, sondern umgerüstete Sfps. Also lange Drehgestell - Flachwagen mit Rungen.

    Auf dem Wagen sind als Ballast drei große Metallplatten verzurrt. Auf diesen Ballastplatten oben drauf werden bei Bedarf auch noch die diversen Loco-Buggies auf Holzklötzen mit verladen und verzurrt. Oder auch die flexible Auffahrrampe, die zu den Loco - Buggies gebraucht wird. Näheres steht ausführlich auf der Internetseite http://www.RailAdventure.de


    Einen fast identischen Wagentyp gibt es von Heljan, den Sfpns (Cargowaggon / Corus Rail, etc.)

    https://www.railadventure.de/wp-content/uploads/2021/05/RailAdventure_Sfps.png

    https://karow900.startbilder.de/1200/die-auf-ueberfuehrungen-spezialisierte-fa-598045.jpg


    Viele Grüße aus`m Allgäu

    Norbert

    Hallo Jan,


    der Vollständigkeit halber noch ein Zeitungsleser:

    Bei Addie unter AD-60565 gibts den Herrn im Anzug mit Hut als "Zeitungsleser Bruno"

    Zeitungsleser Bruno, Figur unlackiert !

    Hier leider nur noch unlackiert für 7,50 Euro.

    Ich habe den Herrn noch lackiert für 13,50 Euro bekommen und er ist sogar noch in OVP.


    Viele Grüße aus`m Allgäu

    Norbert

    Hallo Namensvetter 8)


    meines Wissens war die Dachfarbe von Dieselloks bis 1974, RAL 7023 Betongrau.

    Danach wurde bei den fälligen Revisionen, Umbragrau aufgetragen. Dazu kommt, daß die Farbe auf dem exponierten Dach durch Witterung, und UV - Einstrahlung stark ausbleicht.

    Dadurch sieht man die Rußspuren vom Dieselabgas hier besonders gut, die Lok wirkt irgendwie immer schmutzig.

    Die Stirnseiten Deiner 216 199-0 sind gegenüber der nachlackierten Seitenwand auch schon ordentlich ausgebleicht.

    Wäre interessant zu wissen, wie alt die Lackierung auf der Lok zum Fotozeitpunkt war, also wie schnell die Farbe im Betrieb ausbleicht.


    Viele Grüße aus`m Allgäu

    Norbert

    Hallo liebe Fahrzeugbauer,


    kennt Ihr das auch: Man baut an einem sehr speziellen Fahrzeug, ob Lok oder Wagen ist hierbei zunächst nebensächlich. Wenn das gute Stück dann fertiggestellt ist, soll es in bestmöglicher Qualität lackiert werden, danach wird beschriftet.

    Ich baue Fahrzeuge in Epoche 5 / 6, was bedeutet, die Fahrzeuganschriften sind mehrfarbig, große Logo`s der EVU`s und Zierstreifen mitunter recht bunt. Die Beschriftung recherchiere ich nach vorhandenen Bildern, Videos, usw. und schreibe diese zusammen. Zusätzlich frage ich bei den bekannten Herstellern von Beschriftungen vorab nach, ob es schon so einen oder ähnlichen Beschriftungssatz gibt.

    Bei den Logo`s von den EVU`s frage ich bei den EVU`s direkt nach, um eine gute Druckvorlage und die korrekten Farben zu bekommen. Manchmal kann man Teile der Fahrzeuganschriften, Piktogramme oder Warnzeichen auf dem Vorbild nicht erkennen, weshalb eine gut gefüllte Datenbank bei den gängigen Beschriftungsherstellern Gold wert ist.

    Beim Beschriften von Lokomotiven und Personenwagen verwende ich bislang Anreibebeschriftungen von Frau Simrock, auch bunte Decals für Logo`s bekomme ich hier. Die Beschriftung einer Epoche 6 - Lok kostet mich grob 80,-- Euro. Je mehr Farben benötigt werden, desto teurer wird`s. Bei Güterwagen verwende ich fast ausschließlich Decals von Andreas Nothaft. Hier bekomme ich eine Komplettbeschriftung für ca. 50,-- Euro (Beispiel: Shimmns 708)

    Auf den glatten Flächen moderner Fahrzeuge bleiben die Ränder von Decals immer etwas sichtbar, kaschieren der Ränder bis zur Unkenntlichkeit ist kaum möglich. Deswegen sind bei mir Decals überwiegend nur auf Güterwagen drauf.

    Meine Sorge: Ich habe starke Bedenken, daß es auch in ein paar Jahren noch mehrfarbige Anreibebeschriftungen für uns Nuller geben wird.


    Vielleicht gibt es auch andere Beschriftungsmethoden. Gelegentlich wird von der "koreanischen Beschriftung" gesprochen. DEMKO verwendet sie auf deren Modelle. Ein bisschen wie eine Mischung aus Decals und Anreiber. Die Trägerfolie mit der ausgeschnittenen Beschriftung kommt ins Wasser, wird dann auf das Modell positioniert. Trocknen lassen, dann Folie abziehen. Die Beschriftung wird allerdings in Korea auf DIN A4 - Bögen angefertigt. Es gibt eine Mindestbestellmenge, mehr als Hundert Bögen. Wenn die Mindestbestellmenge erreicht ist, kostet ein Bogen ca. 1,-- Euro bei einer Schriftfarbe. Je mehr Farben, desto teurer. Die Qualität dieser Beschriftung ist sehr gut, ähnlich Tampondruck. Lieferzeit mehrere Monate. Aber bei den Mengen und Preisen nur sinnvoll für Serienfertigungen. Wäre aber dennoch sehr interessant, wenn es Hersteller dieser Art von Beschriftung auch bei uns gäbe.


    Nun, nach meinen bisherigen Erfahrungen wird es immer schwieriger, von Frau Simrock Anreibe - Beschriftungen zu erhalten. Sie ist nach wie vor meine erste Wahl, da Qualität und Preis stimmt. Ich hoffe, sie bleibt uns Nuller noch sehr lange erhalten. Ihr Fachwissen und die nutzbare, riesengroße Datenbank ist unbezahlbar. Die grafische Vorarbeit, die sie leistet, macht sie m. W. alleine. Gedruckt wird in einer externen Druckerei - mir leider nicht bekannt. Sie ist zudem nicht mehr die Jüngste, eigentlich schon seit Jahren in Rente, das ein- oder andere Zipperlein kommt hinzu. Eine etwaige Nachfolge ist mir nicht bekannt.


    Wer neben Frau Simrock, kann mehrfarbige Anreibebeschriftungen für einzelne Modellbahnfahrzeuge herstellen, davor die grafische Bearbeitung machen?

    Im Netz habe ich Firmen wie CTS-Werbetechnik (http://www.cts-werbetechnik.de) und Auflage-Eins GmbH (http://www.auflage-eins.de) gefunden. Hat jemand Erfahrung mit diesen Unternehmen gemacht, kann was zu Qualität, Preisen und notwendigen Vorarbeiten sagen?

    Sollte ich u. U. die grafische Bearbeitung von Beschriftungen am PC selbst machen, suche ich nach einem geeigneten PC - Programm dafür. Idealerweise eine Free - Version.

    Dazu muß man auch die diversen Schriftarten und Schriftgrößen wissen. Hierfür gibt`s sicher auch Quellen, oder?


    Viele Grüße aus`m Allgäu

    Norbert

    Hallo Peter,


    ich finde Deine Scharfenbergkupplung richtig gut.

    Am ehesten würde ich sie wie bei mir oder Ivo üblich, in den Schacht für die Schraubenkupplungen montieren, wo wir zur Zeit Kadee - Kupplungen von Hermann, Eigenbau, oder von Allmo (Bild DSC_0133) verwenden. Bei Reisezugwägen könnte man vielleicht auch eine 2-polige Stromübertragung mit realisieren, wenn das Innenleben dahingehend ausgestattet wäre.

    Bei Teilen aus dem 3D - Druck kommt es auf das verwendete Resin an, ob das Bauteil brüchig ist / wird, oder eine gewisse Rest - Elastizität behält. Insbesondere wenn in das Resin - Bauteil ein 2x2mm - Schaft aus Messing befestigt werden soll. Die Verbindung Resin / Metall muss einiges aushalten.


    Ich habe bei mir, von den amerikanische Kadee - Kupplungen (Metall) den Klauenkopf abgetrennt und ein Innengewinde M2 eingebracht. Dazu passend, Messing 4kt - Profile 2 x 2 x 20mm mit M2 - Außengewinde versehen, mit Loctite Schraubensicherung in die vorbereiteten Klauenköpfe eingeschraubt.

    Die Anlagefläche in der Klauenkupplung ist bei mir auf selber Höhe wie die Pufferteller. Ivo hat hier einen etwas größeren Abstand.

    Den Abstand justiere ich mittels der Anzahl von Beilagscheiben M2,5 - positioniert hinter dem Kupplungskopf.

    Da die 4kt.-Schäfte trotz sehr weicher Druckfedern nicht so weit seitlich und längs ausschwenken können, beschränkt sich bei meinen so ausgerüsteten Fahrzeugen der min. Kurvenradius auf ca. 1200 - 1500mm. Je nachdem, wie groß der Überhang ist (Abstand vom Pufferteller zum ersten Radsatz / bzw. Drehgestellmittelpunkt.

    Wichtig für mich war stets auch das einfache An- und Abkuppeln der Fahrzeuge im Betrieb. Vor Ort durch schnellen, manuellen Eingriff ohne große Fummelei ist immer gut. Aber gerade im Anlageneinsatz wäre ein fernbedienbares Entkuppeln sehr praktisch.


    Viele Grüße aus`m Allgäu

    Norbert

    Hallo zusammen,


    Nachtrag zu #18:

    Ich habe Faulhaber nach einer Reparatur der Motoren angefragt.

    Generell müssen Privatpersonen über einen Fachhändler gehen, um Leistungen oder Artikel von Faulhaber zu bekommen.

    In meinem Fall war das SB-Modellbau in Olching.

    Die Antwort von Faulhaber:


    vielen Dank für Ihre Rückfragen.

    Eine Reparatur des Artikels 2020.02400 mit der Bezeichnung MOTOR 2020B009S ist nicht möglich.

    Generell werden nur Baugruppen wie Getriebe, Encoder getauscht und das auch nur wenn möglich.


    Bitte teilen Sie dies Ihrem Kunden entsprechen mit.


    Somit ist für meine Köf II der Umbau auf die noch verfügbaren FH2020C012S inkl. anderer Getriebeübersetzung die naheliegendste Reparaturmöglichkeit.


    Viele Grüße aus`m Allgäu

    Norbert


    Hallo zusammen,


    bei meinem damals noch analogen Erstlingswerk, einer Eigenbau - Köf II aus Messing, die ich vor 38 Jahren zusammen mit Josef Pistel gebaut hatte, sind zwei Getriebemotoren FH2020B009S (9 Volt) in ausgedrehten Messingrohren (Anschlag mit Ø19mm hinten) eingebaut worden. Auf dem Bild sieht man, wie schön die Motoren sich zwischen den Rädern ducken, wenig Platz brauchen.

    Durch Drehen des Motors im Rohr kann zudem ganz simpel das Spiel zwischen den Zahnrädern justiert werden.


    Die Stahl - Antriebsachse mit Ø3mm läuft in einem zweiten Messingrohr (D5 x d3mm), welches parallel an dem Rohr für den Faulhaber angelötet wurde. Dazu ein U-Profil hinten als Führung angelötet und schon war`s ein Tatzlagerantrieb.


    Auf der gekürzten Motorwelle (Ø2,0mm) mit Abflachung ist ein Messingritzel Modul 0,5x10 Zähne mittels M1,4 Gewindestift angebracht, auf der Antriebsachse ist ein Messingzahnrad mit 30 Zähnen verstiftet.

    Leider sind die Getriebemotoren mittlerweile defekt, sie laufen nicht mehr. Bei der letzten, auswärtig durchgeführten Lackieraktion ist zuviel Strahlsand in den Getriebe - und Motorteil gekommen, der den Motoren den Rest gegeben hat.

    Ich bin deshalb auf der Suche nach neuen oder gebrauchten Restbeständen von zwei Motoren: FH2020B009S oder FH2020B012S, die beide eine Übersetzung von 15,1:1 haben.

    Leider finde ich nichts dergleichen, weswegen ich zu noch verfügbaren Motoren 2020C012S tendiere.

    Diese Motoren sind äußerlich baugleich, haben aber eine andere Übersetzung von 58,8:1. Sie sind also um einiges langsamer. Aber dafür haben sie mehr als dreimal so viel Drehmoment wie die Motoren der Serie 2020B...

    Kurzum: Ich wechsle mit den Motoren auch die Zahnräder von 10/30 Zähnen zu 25/20 Zähnen. Damit erreiche ich eine annähernd gleiche Geschwindigkeit der kleinen Köf II und der Abstand der Zahnradpaare bleibt fast gleich. Durch Drehen des Motors im Rohr kann ich den neuen Abstand der Zahnräder und zudem das Zahnradspiel wieder korrekt nachjustieren.

    Bei größeren, schneller fahrenden Modellen würde diese Vorgehensweise vermutlich nicht funktionieren, dazu ist der Motor einfach zu langsam. Aber größere Modelle haben ja auch innen mehr Platz, wo ein größerer Motor wieder reinpasst.


    Viele Grüße aus`m Allgäu

    Norbert

    Hallo zusammen,


    die Lufteinschlüsse unter den Decals sind bei mir unter dem rotbraunen Seidenmattlack von Elita aufgetreten.

    Einen anderen Seidenmattlack von Elita habe ich nicht getestet.

    In meinem Fall konnte ich das Problem insofern lösen, als daß ich nach abwaschen aller aufgebrachter Decals, den Wagen mit einem 6000er Schleifschwamm von Tamiya und viel Wasser an den Stellen, wo Decals hin sollen, angeschliffen habe, bis der Mattlack eine speckig - glatte Oberfläche hatte. Das ging enorm schnell, man darf auch nicht zu fest drücken, nur ganz leicht draufhalten.

    Danach habe ich den Wagen mit Silikonentferner und einem fusselfreien Tuch abgewischt, dann nochmal mit Pressluft abgeblasen.

    Jetzt habe ich den ganzen Wagen erneut rotbraun lackiert. Zwei Lagen, diesesmal allerdings Elita glänzend.

    Nach zwei Tagen Trockenzeit habe ich neue Decals von Nothaft aufgebracht.

    Die Decals genauso verarbeitet, wie in meinem Eingangspost beschrieben. Auch hier ist das Benetzungsmittel Micro Set direkt von der Oberfläche abgeperlt - wie bei einem Lotoseffekt.

    Deshalb habe ich dann die Decals nach dem Anlösen im Wasserbad, nass wie sie sind, direkt auf die Oberflächen gelegt, ausgerichtet und mit Pinsel und Tuch trockengetupft. Erst jetzt habe ich dann mit einem dünnen Marderhaarpinsel Gr. 0 eine winzige Menge an Micro Set auf dem Decal verteilt und nochmal glattgestrichen.

    Das Decal war nach dem Trocknen fest, hatte keinerlei Lufteinschlüsse drunter. Nach einem Tag Trocknen habe ich dann Elita Klarlack seidenmatt aufgetragen.

    Meine Vermutungen sind nun folgende:

    Es gibt anscheinend bei den Mattlacken von Elita unterschiedliche "Matt"- Qualitäten, weswegen Uwe seine gelbe BR 221 ohne Probleme mit Nothaft - Decals bekleben konnte. Matthias im Post #3 hatte mir den entscheidenden Lösungsweg aufgezeigt, daß unbedingt ein glatter, glänzender Lack unter die Decals muß.

    Schließlich hat mir Armin auch zu Denken gegeben, denn schon die Grundierung kann für rauhe Oberflächen sorgen, die später Schwierigkeiten beim Aufbringen von Decals machen. Deshalb würde ich nun die Grundierung deutlich mehr verdünnen als bisher.

    Bei meinen ersten Versuchen mit dem Verdünnen und Aufbringen der Ätzgrundierung habe ich die Grundierung gleich dünnflüssig wie die Farben eingestellt. Das Ergebnis war, daß die Grundierung auf der Oberfläche danach aussah wie feines Schleifpapier.

    Die Grundierung war also immer noch zu dickflüssig, der Luftstrom der Airbrush hat die feinen Tröpchen der Grundierung schon leicht angetrocknet, bevor sie auf der Oberfläche auftrafen. Auch hier konnte ich mit einem Bostenpinsel hinterher "abstauben".

    Aber die Grundierung war trotzdem ausreichend aufgetragen und enorm kratzfest auf dem Untergrund.


    Viele Grüße aus`m Allgäu

    Norbert