Posts by Reinhold

    Liebe Freunde,


    erstmal vielen Dank für Eure Vorschläge und Anmerkungen, vor allem zum Kettenantrieb.


    Ich hatte bei der Planung die Kettentriebe im Maßstab 5:1, natürlich analog (händisch mit Papier und Bleistift), aufgezeichnet. Das ergab bei einem Achsabstand von jeweils 31,25mm zwischen Vorgelege und Achsen eine Kettenlänge von genau 99,7mm entsprechend 32 Kettengliedern von 3,117mm Länge. Die Kettenräder haben 8 rsp. 15 Zähne. Nach dem Einbau hingen jedoch die Ketten, offenbar durch ihr Spiel, ziemlich durch, liefen aber trotzdem recht sauber. Ich habe dann die vordere Kette um ein Glied verkürzt und den Motorblock mit der Vorgelegewelle geringfügig in der Längsachse verschoben. Nun sind beide Ketten sehr leichtgängig, mit einem sehr geringen Durchhang, aber nicht straff gespannt, und machen an und für sich einen sehr guten Eindruck. Ich weiß aber nicht, welche Rolle die nicht erkannten Spritzlingskanten der Delrin-Elemente beim Gleichlauf spielen. Die Ketten sind nämlich trotz sorgfäligen Putzens unter der Lupe auf einer Seite rauher als auf der anderen; ich habe natürlich die glatte Seite nach innen eingebaut.


    Ich werde noch etwas an dem Antrieb herumdoktern, bin in den letzten Tagen leider nicht dazu gekommen.

    Hallo Christoph,

    Ich vermute, dass es grundsätzlich am Kettenantrieb liegt, weil die Ketten lose laufen. Dazu kommt, dass es zwei

    Ketten sind und jede macht, was sie will.

    Also: Antrieb komplett ändern auf ein Schneckenrad pro Achse, eine lange Schneckenwelle und einen Stirnradantrieb vom Motor auf die Schneckenwelle. Ketten nur zur Deko.

    das ist aber ein ganz schöner Tiefschlag, ich hatte mich gerade für den Kettenantrieb begeistert! Aber vermutlich ist Dein Vorschlag mit der langen Schneckenwelle letztendlich das Beste, was man da noch machen kann. Ich werde mal sehen und noch ein wenig testen, auch mit einem alten Decoder. Erfahrung sammeln schadet ja nicht!

    Aber vielen Dank allerseits für Eure Vorschläge!

    Hallo Leute,


    ich bin etwas ratlos! Nachdem nun die Vorgelegwelle mit zentrisch gebohrtem Schneckenrad (Danke, Christoph!) wie ein Kätzchen schnurrt, fast lautlos und mit einer Anlaufspannung von unter 0,25 V, und auch der Kettentrieb an der aufgebockten Maschine sehr zufriedenstellend läuft (Anlaufspannung mit angelegten Stromabnehmern ca. 1,0 V), sollte man auch von einem guten Fahrverhalten auf dem Gleis ausgehen. Dem ist aber nicht so, es ist noch ein leichtes Ruckeln festzustellen. Ich werde heut mal die entsprechende Anlaufspannung messen, aber so langsam bin ich mit meinem Latein am Ende. Ist das Ruckeln vielleicht systemimmanent (alter Ausdruck aus der Studentenkampfzeit, heißt hier soviel wie: Problem liegt am Antriebssystem), lässt sich das Problem mit einem Decoder beheben, wie sind überhaupt die Anlaufspannungen, die den Einbau eines Decoders erlauben? Fragen über Fragen, ich nehme gerne Anregungen zum Beheben der Probleme an. Vielleicht ist es auch nur noch eine Kleinigkeit, die korrigiert werden muss.

    ... und weiter


    hat sich auch beim Weichenantrieb etwas getan. Der Hebelmechanismus mit dem Feather-Motor als Antrieb war mir doch zu sehr Bastellösung "Von hinten durchs Knie ..." und wurde ersetzt durch eine elegantere Lösung mit einem Servomotor, womit das Maschinenhaus dann auch seinen Namen verdient. Die Ansteuerung rsp. der Decoder ist ein Einzelgerät, da alle vier Weichen mit einem Motor gleichzeitig gestellt werden.





    Mit dem Einbau der Weichenlaternen, Anstrich der Schienen und dem Einschottern beginnt demnächst die heiße Phase. Fürchte nur, das wird sich auch noch etwas hinziehen, weil die Ersatz- und Einbauteile für den kleinen Franzosen z. T. schon eingetroffen sind und dann hat der natürlich Vorrang!

    Hallo Leute, das Projekt geht weiter!


    Das französische Intermezzo mit dem Berliet-Rangiertraktor hat mich doch vom Hauptprojekt reichlich abgelenkt, konnte es aber nicht abwürgen. Hier nun eine kleine Zwischennachricht vom "Hosenträger", besser vom Stellwerk Spitzkehre.

    Die Treppe habe ich ja schon beschrieben, da fehlten noch die Geländer:





    und die Eingangstür zum Maschinenraum des Stellwerks:




    Die Maler waren auch schon tätig:




    Hallo Djordje,


    ich finde das klasse, dass du dich mit dem Weichenselbstbau beschäftigst! Ich selbst bezeichne mich ja als bekennender Nagler und meine, das gibt dem Modellbahnbau noch eine völlig neue Dimension, ähnlich wie z. B. auch der Selbst- oder -umbau von Fahrzeugen. Der nächste Schritt ist dann getan, wenn du dich von den Bausatzvorgaben löst und völlig neue, eigene Weichenentwürfe verwirklichst!

    Hallo Wolle,


    der Unterbau deines Bekohlungskranes macht einen sehr stabilen Eindruck, aber der Ausleger sieht so ohne Diagonalstäbe und Aussteifungsverbände zumindest ungewöhnlich aus; das habe ich so noch nicht gesehen!

    Hallo Sven,

    ich weiß nicht, ob du schon fündig geworden bist, aber im Zweifel bekommst du die Türgriffe in England, z. B. bei Slaters. Der verwendet solche Griffe auch bei seinen Bausätzen.

    Liebe Leser,


    hier die Puffer:



    Der ein oder andere wird sie erkennen, ja, das sind die Püfferkes (Püfferlein, Püfferchen, Pufferli, je nach Mundart) der Class 08 "Gronk", jedoch etwas modifiziert. Gronk hat richtig "erwachsene" Puffer von Schnelli erhalten, er soll ja auch als schwere Streckenlok eingesetzt werden. Bei dem kleinen Franzosen sind diese Puffer allemal ausreichend und im Vergleich zu den ursprünglichen Puffern (siehe Bilder) richtige Bellos. Im Original-Gronk waren derartig weiche Federn eingebaut, daß man kaum von Federpuffern sprechen konnte, außerdem war der Arbeitshub sehr gering. Auf dem zweiten Bild sieht man die Einzelteile und, zugegeben, die Federn sind hier auch nur ein Kompromiss, aber allemal kräftiger als die ursprünglichen Federn. Die Pufferlänge liegt nun bei 12mm (umgerechnet 540mm), der Pufferdurchmesser bei 10mm. Der Arbeitshub konnte auch von 2mm auf 3mm vergrößert werden.


    Hallo Bahnboss,


    danke für Deine ehrliche Meinung und Stellungnahme, ich habe auch nicht angenommen, dass alle Kollegen meiner Auffassung sind, wäre viel zu langweilig.


    Aber meinst Du nicht auch, dass die Hersteller darüber nachdenken sollten, ob alle Extras wirklich notwendig sind? Soviel ich weiß, wird bereits die BR 64 von Lenz in einer abgespeckten Version vorbereitet, für mich nicht überraschend und natürlich erfreulich!


    Mich engt es auch bei der Wahl ein, wenn sich bei bestimmten Modellen, ausgestattet bis zum Geht-nicht-mehr, ein Umbau oder nur eine Umrüstung schon wg. des Preises verbietet. Die Class 08 z. B. habe ich mit Wunschdecoder und entsprechendem Lautsprecher ausgerüstet, ohne daß ich dafür etwas verschrotten musste. Sie macht sich übrigens, mit passenden Loklampen ausgerüstet, trotz ihrer Herkunft als Werkslok fabelhaft - und erschwinglich auch für einen Rentner!

    Hallo,


    möchte noch einen weiteren Punkt ansprechen. Viele Modellbahner freuen sich über das eine und andere nette Extra wie z. B. Rauchentwickler, Triebwerkslampen, Beleuchtung der Feuerbüchse etc., unbedingt erforderlich sind die meisten nicht. Dapol wirft die Class 08 für unter € 200 (!) auf den Markt, allerdings nur DCC- und Sound-fittet, d. h., weitgehend vorbereitet, aber nicht enthalten. Es obliegt dem Kunden, diese Extras nach eigenem Gutdünken nachzurüsten. Decoder OK, aber der ganze übrige Schnickschnack incl. Rangierkupplungen usw. sind für viele Modellbahner überflüssig, aber preistreibend! Viele Modelle kommen ohnehin beim Kunden noch einmal in die Werkstatt und werden frisiert; in dem Zuge kann man sich auch Extras nach eigenen Wünschen selbst nachrüsten. Letztlich könnte der Hersteller die Preise für viele Gimmiks, so er sie gesondert anbietet, auch großzügiger gestalten, als wenn sie in der Serie enthalten wären. Bekannte Beispiele sind die deutschen Autohersteller, die sich jedes Extra teuer bezahlen lassen.

    Hallo Leute,


    Die ersten Rolltests nach Ausbau des Motors verliefen erfreulicherweise alle negativ, d. h., keine Probleme gefunden, abgesehen von den etwas stramm eingestellten Radschleifern. Auch die Kettentriebe erzeugen nur sehr geringe Fahrwiderstände. Es kristallisiert sich immer mehr heraus, daß der Schneckenantrieb rsp. das nicht genau zentrisch gebohrte Schneckenrad der Übeltäter ist. Ich hatte beim Einpassen des Motors mit der Schnecke nur nach Gehör gearbeitet und den Motorsitz solange nachgearbeitet, bis kein Getriebegeräusch mehr zu hören war. Doch das führte vermutlich zu einem nicht einwandfreien Zahneingriff, der sich erst unter Last richtig bemerkbar machte. Doch nun ist Abhilfe in Sicht; ich denke, daß ich morgen das Ersatzrad bekomme, das ich dann sofort an Christoph zwecks Aufreiben der Achsbohrung weiterleiten werde. Es ist dann lediglich der Motorsitz wieder aufzufüttern und nachzuarbeiten.


    Zwischenzeitlich habe ich mich mit den Puffern beschäftigt, da die ehem. Schnelli-Puffer tatsächlich nicht mehr lieferbar sind. Der erste Pufferprototyp (siehe Foto) gefällt mir allerdings überhaupt nicht; es gibt auch, glaube ich, kein entsprechendes Vorbild. Mal sehen, werden dann doch wohl Hülsenpuffer.


    Hallo Dirk,


    das ist natürlich ein kleines Modell und die Unterbringung von Antrieb, Decoder und Lautsprecher nicht so einfach. Außerdem habe ich selbverständlich vorher die erforderliche Leistung und die Getriebeübersetzung berechnet, damit die Kiste bei Vollgas nicht schneller als 60km/h fährt. Die Leistung ist auch völlig ausreichend, da sie mit drei Waggons trotz der bockigen Fahrweise überhaupt keine Probleme hat, und mehr als vier Wagen soll sie auch nicht ziehen. Das Problem liegt hauptsächlich im Anfahrwiderstand, und das liegt i. W. an der Mechanik! Da werde ich nun dran arbeiten.

    Vielen Dank, Leute


    für Eure Tipps und Ratschläge!

    @ Franz: Natürlich ist Cyanacrylatkleber mechanisch belastbar, darüber gibt es Daten für die meisten Produkte; das Problem ist die dynamische Belastbarkeit, die nur sehr schwer zu ermitteln ist.

    @ Karl-Michael: Da hast Du recht! Vorsicht ist vor allem bei niedrigviskosen Klebern angesagt!

    @ Chopin: Danke für die Liste, aber leider sind die Kleber von Bergswerk da nicht aufgeführt.


    Na gut, das Problem mit der Schnecke ist erstmal gelöst. Nachdem der Antrieb wieder zusammengebaut war, stand die erste Probefahrt an, und die war recht enttäuschend! Katastrophales Roll- und Anfahrverhalten! Grande Merde, würde der Franzose jetzt sagen, grande maleur de la kack, oder auf deutsch: schöne Scheiße! Was tun, fragt Zeus, die Götter sind besoffen, und der Olymp ist schon bekotzt! Vermutlich liegen die Probleme an dem nicht genau zentrisch aufgebohrten Schneckenrad. Aber ist das der alleinige Grund? Ich werde die Kiste nochmal komplett zerlegen und bei (fast) Null anfangen, also Motor ausbauen und Rolltests ohne und mit Kettentrieben durchführen. Danach bekommt der Antrieb eine neue Vorgelegewelle mit einem zentrisch gebohrten Schneckenrad, dessen fachgerechte Bearbeitung mir Christoph "Werkzeugmacher" freundlicherweise angeboten hat. Und danach sehen wir weiter. Das Pufferproblem ist ja auch noch zu lösen, weil die scheinbar einzigen nicht durchtretenden Puffer auf dem Markt z. Z. nicht lieferbar sind.


    Heute etwas niedergeschlagene Grüße!

    Hallo Christoph,


    Du hast völlig recht, die Klebefläche ist sehr klein (6qmm) und der Hebelarm zur Übertragung des Drehmomentes nur 0,5mm groß! Aber das auftretende Drehmoment ist mit 0,35Nmm auch sehr gering. Die daraus sich ergebende Schubspannung in der Klebefuge beträgt 0,12N/qmm. Gemäß Datenblatt hat der Leim eine Bruchspannung von 15N/qmm, der Sicherheitsfaktor ergibt sich daraus mit 15/0,12 = 125! Selbst das Kurzschlussmoment von 2,7Nmm dürfte die Schnecke nicht abreißen, aber wenn sich die Schnecke trotzdem wieder gelöst hat, werde ich schmerzlich an Deine Worte denken ;)!

    Aber das korrekte Aufbohren des Schneckenrades ziehe ich ernsthaft in Erwägung, muss mir nur noch ein neues besorgen. Das leichte Welleneiern kann ich nicht mit ansehen, ich habe das Gefühl, das wird mit jedem Test größer. Wenn Du mir eine PN mit Deiner Adresse schickst, kann ich Dir das Schneckenrad zwecks Aufbohren schicken! Ich weiß zwar nicht, wie ich das wieder gutmachen kann, aber schonmal herzlichen Dank!

    Hallo Christoph,


    vielen Dank für Deinen Ratschlag, den ich gerne annehme. Allerdings sind die Dimensionen hier so winzig - Motörchen 10mm, Welle 1mm Durchmesser - dass ich glaube, mit Sekundenkleber auch zurecht zu kommen; Loctite war halt auch nicht zur Hand. Weil diese Anwendung bei mir auch recht selten vorkommt, gibt es keinen Grund für mich, sich das komplette Profi-Equipment zuzulegen, auch wenn ich mit meinem Dremel-Maschinenpark immer wieder an Grenzen stoße. Zum Grück lässt sich der Antrieb ziemlich einfach komplett demontieren, so daß spätere Korrekturen immer noch möglich sind.

    Jau ey,


    heute noch ein Problem gelöst, über das ich schon länger gegrübelt hatte, nämlich die Kabelanschlüsse zum/vom Decoder. Das ganze Kabelgedöns (Fachjargon: Djungelgelöt) lässt sich in so einer kleinen Kiste ja nicht so ohne weiteres verstecken, da muss man sich etwas anderes einfallen lassen. Die Stromabnahme fand ich, ist mir mit den Pertinax-Streifen ganz gut gelungen. Auf den Außenbahnen der Pertinax-Streifen wurden nun die Motorkabel angelötet, an den Innenbahnen sind die Stromabnahmeschleifer angebracht. Durch eingelötete Steckerstifte, die durch die Bodenplatte ins Führerhaus gehen, kann ich nun sowohl die Stromzufuhr als auch den Motor ohne lange Kabel am Decoder, der im Motorvorbau Platz finden soll, anschließen (siehe Fotos).






    Für den analogen Testbetrieb stecke ich Brücken auf die Stifte. Allerdings ist die dann geplante Probefahrt komplett in die Hose gegangen, weil sich die Schnecke auf der Motorwelle gelöst hatte und ausgewandert war, lag lose im Getriebegehäuse! Aus Dämlichkeit und/oder mangels Erfahrung hatte ich dem Umstand, dass sich die Motorschnecke verdächtig leicht auf die Welle schieben ließ, keine Beachtung geschenkt. Das nennt man nun lerning by doing, jedenfalls konnte ich den kompletten Antriebsstrang wieder demontieren und die Schnecke vernünftig mit Sekundenkleber befestigen. Die erste Probefahrt musste dadurch natürlich verschoben werden, aber das Projekt "Kleiner Franzose" bleibt spannend!

    Klasse, Leute,


    ich hätte Euch mal vorher fragen sollen! Und vielen Dank, Christoph, ich könnte auf Dein Angebot zurück kommen! Ich kannte natürlich die Problematik mit Spiralbohrern und hatte Testbohrungen an alten Zahnrädern gemacht, die sämtlich das Problem aufgezeigt haben. Kam dann nur noch auf die Größe der Abweichung an und die ist nun durch verschiedene Vorsichtsmaßnahmen auf schätzungsweise 1/10mm minimiert worden; zum Glück ist die Bohrung genau achsial geblieben. Aber bei Modul 0,3 spielt natürlich auch 1/10 eine Rolle. Da aber alles verschraubt ist, kann die Vorgelegewelle leicht ausgetauscht werden. Mal sehen, wie sich das im Betrieb bemerkbar macht.

    Hallo Leute,


    vielen Dank für euer Lob und Zustimmung zum Umbau, geht runter wie Öl!


    Zwischenzeitich habe ich die Ketten noch einmal nachgesehen und die hauchfeinen Spritzlingsreste entfernt: also die laufen nun fabelhaft! Was nicht zu meiner Zufriedenheit läuft, ist der Schneckenantrieb der Vorgelegewelle, was an der von 1mm auf 2,5mm aufgebohrten Bohrung des Schneckenrades liegt. Das ist leider nicht vollständig zentrisch und macht sich bei Vollgas akustisch bemerkbar. Allerdings wird der Traktor nur max. 25 bis 30 km/h laufen, also halbe Pulle, weshalb ich das so belasse. Ich wüsste ohnehin nicht, wie man das Aufreiben der Bohrung exakt hinbekommt, ohne einen Kredit aufzunehmen und einen Feinmechaniker zu bemühen. Wenn mich der Antrieb auf Dauer ärgert, wird die Vorgelegewelle nochmal ausgebaut und erneuert.


    Weiter habe ich die Stromabnahme eingebaut, siehe Fotos:




    Die Radschleifer sind einem ausgeschlachteten Tintenstrahler entnommen, die auf passend zugeschnittenen Pertinax-Streifen aufgelötet wurden. Die gekröpfte Form habe ich so übernommen, bin gespannt, ob sich das bewährt; die Kontakte sind immerhin vergoldet! Aufgelagert und angeklebt sind die Streifen auf den vorhandenen Knaggen, in denen auf der Unterseite die Bremsen eingesteckt sind. Vielleicht ist morgen schon die erste offizielle Probefahrt möglich, bis dahin muss der Superkleber aushärten.


    Derweil wurden alle Erhebungen und Verstärkungen an der Unterseite der Bodenplatte abgeschmirgelt und geputzt, die sind bis auf die Befestigungsbohrungen in den Ecken entbehrlich; die auf der Oberseite dort eingeklebten Steuerungselemente sitzen nach wie vor bombenfest.


    Liebe Forumsleser,


    da die Reisezeit ihrem Ende zugeht, fängt so langsam wieder die Bastelzeit an; das Wetter ist ja dem entsprechend. Für meinen Franzosen bedeutet das auch die Besorgung einiger Ausrüstungsteile, wie Lampen, Puffer etc.. Da die Verschraubung des Oberteils direkt hinter den Puffern liegt, kommen nur nicht durchtretende Puffer in Frage und da reduziert sich das Angebot auf DCC4you Nr. 1235, OK, kann ich mit leben. Hätte gerne entweder französiche Puffer oder Stangenpuffer genommen, aber was nicht geht, geht halt nicht.


    Da wir gerade an der Pufferbohle sind, wirft sich eine Fachfrage auf: Wurden und werden beim Rangieren, auch wenn nur 3 Waggons verschoben werden, grundsätzlich die Luftschläuche gekuppelt oder kann der Traktor die Fuhre mit seiner eigenen Bremse bremsen? Das Original von 1925 hatte nämlich keine Bremsschläuche montiert; dafür hingen zusätzlich zur Kupplung jeweils kurze Ketten mit Haken an der Pufferbohle. Wäre interessant zu wissen, wie zu der Zeit rangiert wurde. Die Rangierspillanlage des Ursprungsfahrzeugs wollte ich aber nicht einbauen.


    So, und nun geht's nochmal an den Antrieb, der muss natürlich sauber laufen, ehe ich einen Decoder ordere. Eine provisorische Zugkraftprobe verlief schonmal positiv, bei drei Waggons hat der Franzose nur kurz aufgelacht.