Posts by Reinhold

    Hallo Leute,


    die angesprochene Kuh-Kalb-Kombi habe ich bei Harpen in Derne nicht gesehen; sehr oft allerdings Doppeltraktion. Wie auch die Dreikuppler, die vordem den Rangierbetrieb bestritten und die vollen Züge meist im Doppel rangierten; die wenigen Vierkuppler schafften die (volle) Fuhre auch alleine. Von den Gaston-Moyse-Loks gab es die zweiachsige Regellok und ein oder zwei dreiachsige Loks, die stärker waren. Die Franzosen benötigten immer eine Weile zum Aufpumpen der Bremsluftbehälter, bei dem sie ordentlich Lärm machten.


    Es ist aber schon ein halbes Leben, über 50 Jahre her, und da verblasst die Erinnerung etwas. Jedenfalls kann ich mich noch gut an die Parade der 50er und 44er u. A. erinnern, die die Züge dann nach Frankreich schleppten. Parallel dazu donnerten die schweren Erzzüge vom Hamburger Hafen Hansaport Richtung dortmunder Stahlwerke vorbei, zwischendurch der Vorortverkehr mit P8 und 78er, da war allerhand los! Man musste an der Schranke Beylingstraße häufig und lange warten!

    Hallo Manni,


    ist ja interessant, finde ich hier tatsächlich einen Landsmann - womöglich auch auf Kohle geboren! Ich bin ja in Derne (neben dem Zechenbahnhof!) aufgewachsen und es war schon zu Zeiten, als die Zeche noch florierte, kein schöner Ort. Heute ist es furchtbar, aber ich war schon lange nicht mehr dort.

    Sei's drum, alte Zeiten.


    Als ich den Berliet sah, hatte ich sofort die Idee mit dem Kettenantrieb - kein Wunder, das Original hatte ja auch einen. Ich stecke mit dem Antrieb in den vorletzten Zügen und bin beim Lackieren und Einbau der Laternen und so'n Tüdelüt, muss aber noch letzte Probleme ausmerzen. Das dauert etwas, da ich soetwas zum ersten Mal mache. Die Ketten ("Serv-O-Link") gibt es auch in Deutschland bei Horst-Dieter Hettler, da sind sie doch einiges günstiger als in Straßburg oder in der Schweiz.


    Was ich noch nicht verstanden habe, ist deine Redewendung "unser Gaston ... bei uns in Frankreich". Wem gehört denn das Fossil und wo fährt es?

    Hallo Manni,


    super, danke für Deine ausführlichen Info's! Da lag ich mit meinen Vermutungen doch reichlich daneben, muss mir doch einmal den Ludwig "Handbuch des Maschinenbaues" von 1938 zur Brust führen.


    Es stellen sich natürlich noch weitere Fragen, aber letzendlich ist das Wichtigste gesagt. Beim Modell ist nämlich nur ein Rasthebel vorhanden, außerdem fehlen - Moment, ich muss mal eben zum Nachsehen in den Bastelkeller - die Druckluftbremse und der Gashebel. An der Stelle der Druckluftbremse liegt ein quer eingebauter kleiner Luftbehälter, dafür fehlt das Handrad für's Wendegetriebe. Theoretisch könnte ich also den Rasthebel neben dem Bremsrad ausbauen, da ich den Rangierspill nicht nachbilde, aber ich lass mal gut sein.Aber der Luftbehälter kann weg; er wird durch einen großen, stehenden Behälter (wie auf dem Foto) ersetzt, mit dem ich den Elko kaschiere. Der passt sonst nämlich nirgendwo hin.


    Apropos Traktorantrieb, hast du dich schon für einen entschieden? Ich habe gestern im Forum du Zero noch eine interessante Entdeckung gemacht (https://www.leportailduzero.or…viewtopic.php?f=19&t=3209). Dort wird eine ganze Reihe von Rangierloks von dem Kleinserienhersteller AMJL beschrieben, die allesamt einen Kettenantrieb haben! Da liege ich mit meiner Lösung unbeabsichtigt und ungewollt in derselben Richtung. Mal sehen, wie die Karre letztendlich fährt.


    Zu Gaston Moyse: Diese Firma kenne ich aus meiner Jugend und zwar in sofern, als die Fa. Harpen in Dortmund für die Zeche Gneisenau eine Reihe Gaston Moyse-Rangierloks als Ersatz für die bis dahin verwendeten Dampfloks angeschafft hat. Die schweren Kokszüge aus der Kokerei der Zeche, übrigens eine der größten Deutschlands, gingen m. W. hauptsächlich nach Frankreich. Arbel, Simotra und Sotrasit waren die klingenden Namen an den Waggons. Die Züge wurden von BR 50, häufig Franco-Crosti-Maschinen, und BR 44 gezogen, großes Schauspiel! Später, als niemand mehr den Koks abnahm, wuchs er zu einem über 100m hohen Berg!

    Wagt sich niemand aus der Deckung?


    Dann versuche ich mal selbst eine Zuordnung:

    a) Gelbes Handrad = Gashahn/Geschwindigkeitsregler;

    b) Gelber Rasthebel = Kupplung;

    c) Roter Rasthebel = Umschalter Vorwärts - Rückwärts;

    d) Mittiger Schalthebel = Gangschalter;

    e) Großer Hebel = Bremse;

    f) Kleines Handrad = Feststellbremse.


    Aber hallo, ich bin da absolut unsicher! Die Karre hatte m. W. eine Unterdruckbremse, braucht man dafür so einen großen Hebel? Könnte nicht der kleine Rasthebel im rechten Fenster die Bremse ...? Oder ist das gelbe Handrad etwa ein Kombiinstrument Gas - Bremse?

    Also, die Spezialisten sind nach wie vor gefragt. Muss ja abenteuerlich gewesen sein, den Traktor zu fahren ...

    Hallo Lokführer,


    mal 'ne Fachfrage an Euch: Anbei ein paar Fotos vom Steuerstand des Berliet; kann mir jemand die Funktion der Steuerelemente spezifizieren? Gangschaltung (Mitte unten) und Reglerrad für die Geschwindigkeit (gelb, vermutlich von einer alten Ölquelle) ist mir, glaube ich, klar. Aber welche Funktion haben die beiden Rasthebel (gelber und roter Griff) und welche der lange, links liegende Hebel? Im rechten Fenster der kleine Rasthebel wird vermutlich die Sandstreuer bedienen und das kleine Handrad unter dem Frontfenster die Handbremse. Wird der Rangierspill etwa von einem der Steuerhebel bedient?


    Für Eure Tipps vielen Dank!


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    Hier noch zwei weitere Fotos:


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    Ich weiß, ist alles vorsintflutlich, an die 95 Jahre alt. Macht aber auch Spaß, sich damit zu beschäftigen.


    Alle Fotos aus dem Forum de Zero,

    https://www.leportailduzero.or…php?f=19&t=4023&start=190 f.f.

    Hallo Leute,


    man sackt sich mit so einem Projekt schon allerhand auf, stelle ich fest. So mal eben einen Motor einbauen is nich! Aber es geht weiter. Weil meine StAB zwar einen Rangierhobel braucht, aber nicht mit Spill arbeiten will, bekommt der Traktor wie es sich gehört Plattformgeländer und Aufstiegsleitern.





    Ich sehe ein, diese Variante hat kein direktes Vorbild, aber Unfallverhütung geht vor! Die Deckel der Sandeimer standen den Aufstiegsleitern im Wege und wurden durch Riffelblechflicken ersetzt; der Sand kommt nun anderweitig rein. Die Leitern selbst sind noch in der Produktion, aber der Schlosser kommt nicht aus dem Quark. Dafür sind die Puffer fertig und machen mir richtig Spaß; sie federn ordentlich, haben eine vorbildgerechte Größe und sehen prima aus - kein Vergleich mit den Püfferkes von der 08, die die Bauteile geliefert hat.

    Weiter habe ich die Beleuchtung geklärt. Die Lastwagenlampen von Weinert, die ausdrücklich für Spur 0 deklariert sind, habe ich mehr versuchsmäßig aufgebohrt und mit SMD-LED's Nr. 0603 versehen. Sie sind bereits über den Fenstern des Führerstandes eingebaut und bilden meine roten Rückleuchten. Die Fotos zeigen, wie winzig die tatsächlich sind.




    Für die Hauptscheinwerfer konnte ich die Lampen von Klaus "kdkause", die er für sein "Jagsttal-Krokodil" konstruiert hat, erben. Die werden nun extra für mich gedruckt und stehen den Haxo-Lampen sicher in Nichts nach, sind aber erschwinglich; nochmal vielen Dank an Klaus! Die Lampen kommen auf die Pufferbohlen und erhalten nur weißes Licht; macht die Sache auch etwas einfacher. Hier nun die Fotos vom provisorischen Anbau des Führerstandes, die Lichtkabel von den Rücklichtern gucken noch heraus. Ach so, die Hauptaufstiege sind auch schon montiert!





    Währenddessen wartet der Fahrwerksrahmen auf den Lackierer ...

    Einspruch, Euer Ehren,

    Bis dahin gab es für Rangierer nur schwarzes Baumwollzeug (kurze Jacke sowie Hose) sowie seit etwa Mitte der 60er Jahre der gelbe Helm.

    bei den Werksbahnen im Ruhrgebiet, Stahlwerke, Gießereien und Zechen etc., waren weiße Baumwollanzüge gebräuchlich, ähnlich der Bergmannskluft oder den Schweißeranzügen, und zwar für alle Eisenbahner - Lokführer und Rangierer. Diese Anzüge waren natürlich nicht blütenweiß, sondern hatten einen sehr hellen natürlichen Grundfarbton. Gelbe Helme gabs auch, und zwar schon recht früh (60-er Jahre stimmt, denke ich). Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel.

    OK, OK, habe mich etwas missverständlich ausgedrückt,


    40 Stufen sind schon machbar, aber nicht ohne Zwischenpodeste! Ich habe gelernt, dass nach spätestens 16 Stufen ein Podest kommt. Selbst bei Steigeleitern ist nach einer gewissen Höhe ein Ruhepodest erforderlich. Heiners Fehler ist das natürlich nicht! Das ist ja auch ein schönes Modell, in dem Punkt aber leider nicht vorbildgerecht.

    Hallo Heiner,


    schönes Teil, sauber montiert! Allerdings müssen Deine Fahrgäste, wenn sie oben auf der Brücke sind, unter's Sauerstoffzelt! 40 Stufen geht gar nicht, so etwas wird man auf keinem Bahnhof der DB finden! Wenn man dann noch an's Gepäck denkt, unvorstellbar. Da müssen mindestens zwei Zwischenpodeste vorgesehen werden! Aber zumindest ist die Treppe nicht so steil, wie bei manch anderen Anbietern ...

    Also Hendrik,


    Deine Werkstätten, Einrichtung, Atmosphäre etc. etc. sind einfach grandios, aber im Ernst, ich habe noch nie so helle und saubere Werkstattfußböden gesehen! Vermutlich tritt an jedem Feierabend eine Kolonne Lehrlinge mit viel Schmierseife und Wasser (und Wut im Bauch) zur Reinigung an! Zu meiner Lehrzeit reichten Besen und Schaufel zum Saubermachen.

    Hallo Leute,


    um Missverständnissen vorzubeugen, mein Beitrag von gestern war nicht gegen die Franzosen an sich gerichtet, ganz im Gegenteil! Nicht nur Rotwein bekommen sie richtig gut hin! Jedoch sind die Auslandsversandkosten in Europa alles andere als gemeinschaftsförderlich, leider macht die Deutsche Post da keine Ausnahme!


    Aber zurück zur Sache, zwei Beiträge im Forum du Zero zeigen bemerkenswerte Fotos eines abgestellten und bereits reichlich angerosteten Berliet RLCB (Seiten 20 und 21): https://www.leportailduzero.or…php?f=19&t=4023&start=190 . Auf Seite 18 wird sogar ein Kettenantrieb vorgestellt!

    Auch hier: https://www.leportailduzero.org/forum/viewforum.php?f=108 - gibt es mehrere Beiträge, die sich mit dem kleinen Franzosen beschäftigen. Überhaupt wird in dem Forum feiner Modellbau gezeigt!

    Hallo Walter,


    ja, ja, die französischen Webseiten, sehr kryptisch aufgebaut, vor allem, wenn man des französischen nicht mächtig ist! Aber ich habe sie gefunden, Phare Unifié type Marchal (HM 94570), siehe hier:

    http://www.haxomodele.fr/?page…%E9tach%E9es%20trains%200

    (nach den Radsätzen). Allerdings ruft Haxo fürstliche Preise auf, € 8,70 für zwei Laternen zzgl. € 17 Versand nach Deutschland! Das ist mir, ehrlich gesagt, etwas zu heavy. Mir fällt da schon noch etwas günstigeres ein.

    Liebe Leser,


    hier ein kleiner Zwischenbericht. Ich habe mir Eure Vorschläge und Bedenken ausgiebig zur Brust geführt, aber es gibt, meine ich, kein mechanisches Problem im Antriebsstrang mehr; der läuft nämlich seidenweich und geschmeidig. Aber ich glaube, daß ich dem eigentlichen Grund für die stockende Fahrweise nun auf der Spur bin: die Stromabnahme! Das FZ stand nämlich immer etwas kippelig auf dem Gleis, wo ich doch extra die gefederten Achslager von Fredduck eingebaut hatte. Die sind auch tadellos, allerdings sind die Federn recht stramm und verursachen ein Klemmen und Verkanten der Achslager in ihrer Führung. Ich habe also den gesamten Kladderadatsch wieder zerlegt und die Federn eingekürzt. Probefahrten konnte ich noch nicht vornehmen, weil ich die Demontage für die Lackierung des Fahrgestells nutzen wollte. Aber es sollte mit dem Teufel zugehen, wenn das Problem damit nicht behoben ist. Ich werde die Federung nochmal ohne Antrieb ausgiebig testen, evtl. noch weiter korrigieren und dann berichten.


    Zwischenzeitlich habe ich die Puffer mit etwas weicheren Federn und selbst hergestellten (jaha, und das ohne Drehbank!) Schaftschrauben M2 x 12 modifiziert und Pufferplatten angelötet.




    Des weiteren habe ich einen alten ESU-Decoder der Version 3.0 oder 3.5 (siehe Bild) mit der Akustik einer D&RGW C16



    provisorisch in den Motorvorbau des kleinen Franzosen implantiert und angeschlossen.





    Die Stromübertragung erfolgt über Micro-Stecker, die rechts und links im Führerhaus eingeklebt wurden: links grau und schwarz für die linke Motor- und Gleisseite, rechts rot und orange für die rechte Seite. Die anderen Kabel werden für den Testbetrieb nicht verwendet. Leider hat der Decoder noch keinen Anschluss für einen Pufferkondensator, sonst hätte ich ihn mit neuem Sound verwenden können ... Die offene Verkabelung in der Kabine fällt nicht auf und kann ohne weiteres auch in der Endversion so beiben.



    Der Schaltplan für die Beleuchtung ist auch schon fertig und die Lampen geliefert. Als ich aber die LKW-Lampen von Weinert auspackte, bekam ich doch etwas Schnappatmung, so winzig sind die Dinger! Mir würden ja viel besser die Lampen von AMJL, dem französischen Kleinserienhersteller, gefallen, aber wie kommt man an die ran? Eine Anfrage blieb bis jetzt unbeantwortet. Vielleicht kann mir jemand aus dem Forum weiter helfen.


    So long ...

    Hallo Michael,


    danke für die Korrektur und weitere Aufklärung über das geplante Modell. Die Briten schieben ja eine Lok nach der anderen auf den Markt, aber die Class 66, obwohl sie für mich nicht in Frage kommt (eher die Class 02), ist auch auf dem Kontinent nicht selten im Einsatz. Im Hamburger Hafen waren die Maschinen vor einiger Zeit oft zu sehen!

    Hallo Olli,


    guter Vorschlag, der mit der schiefen Ebene! Den Motor werde ich ohnehin noch mehrfach ein- und ausbauen müssen, allein wg. der Lackierung. Deine Bemerkung zum Gewicht finde ich auch nachdenkenswert, vielen Dank für den Denkanstoß! Bisher habe ich die Bedeutung des FZ-Gewichtes eher bezüglich des Reibungsgewichtes als Zugmaschine gesehen, da gab es jedoch keine Probleme. Mal sehen, wo ich noch etwas Ballast im FZ unterbringen kann.