Posts by Mark Stutz

    Guten Morgen Eddie


    Das sind spannende räumliche Voraussetzungen, die du da zur Diskussion stellst. Mir gefallen deine Entwürfe; zum zweiten Entwurf gebe ich gerne meinen Senf dazu.


    Der Platzbedarf für die Weiche und das Ausziehgleis am Ende des Bahnhofs ist im Verhältnis zur Gesamtlänge hoch. Darum wäre es für mich klar, dass ich hier eine Alternative prüfen müsste. Mit einer Segmentdrehscheibe (SDS) hast du Ausziehgleis und Weiche in einem und sparst Platz.


    Ich stibitze kurz deine Skizze....



    Mit einer SDS kann auf den etwas künstlich wirkenden Bogen am Ende des Bahnhofs verzichtet werden. Das Gleis am Hausbahnsteig wird gerade und vermutlich etwas länger, was die Grenzzeichen angeht. Die weggefallene Bogenweiche habe ich durch eine einfache Weiche ersetzt und vor die Segmentdrehscheibe noch einen Lokschuppen skizziert. Das ist schade für das optische Highlight SDS, aber die alternative Lage hinter der SDS wirkt dann wieder erzwungen.


    Das kurz und knapp als Einwurf...

    Da kann man natürlich selber ein Gleisprogamm zur Hand nehmen und es ausprobieren. Bei manchen gibt es sogar eine "Auffüll-Funktion" (kenne ich zumindest von Wintrack). Da wird dann für vorhandene Lücken die optimale Konstruktion an fertigen Gleisstücken gesucht.


    Für das Problem einer Wendeschleife auf Basis des Lenz-Gleisprogramms ist das sogar so einfach, dass man es mit Excel probieren kann. Wobei ich gleich vorweg schicken muss: eine perfekte Lösung gibt es nicht. Aber dafür wurde die Geometrie auch nicht entwickelt.


    Mein Vorschlag für eine Wendeschleife aus fertigen Gleisstücken von Lenz sieht so aus:


    Dank den beiden Parallelgleis-Radien klappt die Konstruktion relativ einwandfrei - bis auf den geraden Abschnitt unten. Dort ist neben dem normalen Flexgleis ein verkürztes Flexgleis einzusetzen - die effektive Länge muss beim Bau noch einmal verifiziert werden (d.h. Angabe ohne Gewehr)!


    Betrieblich schwierig wird der harte Übergang bei der S-Kurve sein. Ich weiss nicht, wie viele Fahrzeuge das ohne Murren mitmachen...

    du musst den Begriff "Hintergrund" vermutlich noch etwas genauer präzisieren. Wer mit einem flachen Bild zufrieden ist, der gibt zum Lichtraumprofil (Erweiterung in den Kurven nicht vergessen!) noch einen Zentimeter dazu. Andere stellen dort noch Vegetation oder andere Elemente auf - dann muss es natürlich mehr sein.
    Grundsätzlich gilt: je mehr Abstand, desto besser die optische TIefenwirkung.

    Hallo Djordje


    Ein paar Gedanken meinerseits:
    - du hast Übergabegleise eingeplant, d.h. dahinter rangiert eine Werkslok. Ist das eine zwingende Voraussetzung? Oder könntest du dir auch vorstellen, dass auf der gesamten Anlage die "normale" Bahn (ob DB oder eine Privatbahn kann ja offen bleiben) direkt vom nahe gelegenen Bahnhof aus rangiert? Dann brauchst du die Übergabegleise nicht und bist da etwas freier in der Planung.
    - Modul-Treffen: Es gibt Fahrzeuge, die können mit den sehr engen Lenz-Radien nicht umgehen! Der FREMO hat darum 1300 mm als Mindestradius festgelegt. Google hat mich hierher geführt: https://www.fremo-net.eu/modul…baugroesse-0/0-regelspur/
    - Stellwerk: muss nicht zwingend sein. Es ist denkbar, dass der gesamte Bereich mit Handweichen ausgerüstet ist und der Rangierleiter für den gesamten Betrieb verantwortlich ist.
    - Signale: überlasse ich gerne den Kennern der deutschen Eisenbahnbau- und Betriebsordnung.

    Dann habe ich deinen Bahnhof mal ein wenig modifiziert, nicht weil er schlecht war, war er nicht. Aber ich finde es für einen Spitzkehrenbahnhof, und das ist er ja nun mal, besser, wenn gleichzeitige Ein- und Ausfahrten möglich sind.


    Die Zwischenfrage kann ich als ehemaliger Fahrdienstleiter nicht weglassen: Ist die gleichzeitige Ein-/Ausfahrt für beide Strecken denn betrieblich notwendig? Ich meine für einen Bahnhof wie Zürich, wo maximal vier Züge parallel einfahren können, ist das aufgrund der Zugsdichte und des heiligsten Grals 'integraler Taktfahrplan' unumgänglich. Aber in Meingarten? Die Zugfolgezeit über ein einziges Ein-/Ausfahrgleis dürfte bei korrekter Lage des Stellwerks doch bei knackigen 90 Sekunden liegen (die Engstelle ist ja nicht lang)...


    Die Einfahrt ist auch nicht ganz vollständig gezeichnet, zum hinteren Gleis fehlt noch eine Verbindung. Ich merke das nicht aus Spitzfindigkeit an, sondern weil es mich wunder nimmt, die wie das hintere Bahnsteiggleis direkt vor der Kulisse angebunden werden soll! Aus meiner Sicht gibt es zwei Möglichkeiten, wenn ich mir die Skizze mal borgen darf:



    Links dargestellt die m.E. logischere Ausführung. Sie folgt der Geometrie "schöner", erfordert aber eine weitere, hier blau dargestellte Weichenverbindung. Sonst wird das mit den parallelen Fahrten nämlich trotz grossem Aufwand nichts.
    Rechts dargestellt die einfachere Ausführung. Aber sie nimmt dem Anschlussgleis vor der Fabrik sehr viel Nutzlänge weg.


    Aber egal wie die Ausführung letztlich erfolgt: es ist ein sehr grosser Aufwand, der für die vollständige Erfüllung aller Anforderungen für parallele Ein-/Ausfahrten getrieben werden muss. Weil der Bahnhof Meingarten diesen Aufwand m.E. nicht begründet lautet mein Fazit: lieber weniger Weichen und auf die Parallelfahrt verzichten. Auch wenn sie sicher für viele Fans schön anzusehen sind.

    So ist der Plan und was fehlt ist folgendes :
    1. Gleisplan Bahnhof, Hafen, Sägewerk Ebene1 (4,2x0,65m)
    2. Gleisplan Bahnhof Ebene 2 (4,2x0,65m)
    3. Ladestelle auf der Längswand gegenüber Bad Meingarten oder hier der Endbahnhof und
    die Ladestelle kommt auf die Zunge (Schmalspur liefert, Regelspur bringt es weg?)

    Hallo Uwe
    Du hast hier ein in meinen Augen ziemlich grosses Projekt vor dir. Und grosse Projekte brauchen Zeit, um vollendet zu werden. Darum würde ich deiner Liste noch einen weiteren, in meinen Augen wichtigen Punkt hinzufügen:


    4. Wie lässt sich das Projekt etappieren, damit auch während des Baus schon Betrieb gemacht werden kann. Ich kann mir gut vorstellen, dass du mit den ersten drei Punkten deiner Liste bereits so etwas wie eine erste Etappe definiert hast: FY - Strecke nach Meingarten - Bahnhof Meingarten. Mit den verschiedenen Betriebsstellen im Bf Meingarten lässt sich schon ordentlich rangieren!

    Basierend auf Herberts Vorschlag aus Beitrag 36 habe ich einmal versucht, die Vorgabe von 1400 mm Mindestradius einzuhalten. Die 1600 mm machen die Konstruktion um einiges schwieriger, darum diese Selbstbeschränkung. Das Konzept (A-Stadt als Spitzkehre, B-Weiler als kleiner Endbahnof, etwas Industrie) ist unverändert.



    Der Bahnhof A-Stadt besitzt zwei Bahnsteiggleise, wovon eines primär auf Wendezüge ausgerichtet ist. Allerdings kann ein Zug auch aus diesem Gleis zurückgedrückt und dann von seiner Lok umfahren werden. Ob die Personenzüge durchgehend verkehren und dafür "Kopf machen" müssen oder ob es z.B. einen VT mit VS gibt, der die Züge A-Stadt - B-Weiler führt ist Geschmacksache. Die übrigen Gleise sind mehrheitlich aus dem Vorschlag in Beitrag 23. Den Güterschuppen allerdings habe ich aus Platzgründen an den hinteren Anlagenrand verlegt.


    Interessant wird es vor allem bezüglich der Geometrie. Die blauen Gleise sind Bögen mit 1400 mm Radius, alle anderen Bögen haben 1650 mm Radius. Für die Umsetzung dieses Plans ist also ein Eigenbau einer Weiche notwendig. Die Lage ist auch definiert, denn wenn die Weichespitze weiter zum Bahnhof rücken soll, dann muss der äussere Bogen kleiner als 1400 mm werden und das ist gemäss Vorgaben nicht zulässig. Bliebe noch die Möglichkeit, den inneren Bogen grösser zu wählen, aber dann bekomme ich irgendwann ein Platzproblem oben in der Mitte. Dort kaschiert eine Brücke mehr oder weniger elegant den sehr kurzen einspurigen Abschnitt der Einfahrt. Zwei parallele Gleise haben mir persönlich zu viel Platz weggenommen und sind bezüglich Geometrie eine zusätzliche Herausforderung - erst mal den Rest klären. Hinter der Brücke zweigt dann die Strecke nach B-Weiler ab und auch das Stammgleis zur Industrie beginnt dort. Das hintere Gleis Richtung B-Weiler steigt, das Industriegleis ist horizontal und die Strecke zum FY davor fällt. Wo sie einander kreuzen, wäre eine schöne Brücke denkbar, hinter deren Damm Ri. Bahnhof B-Weiler die fallende Strecke verschwinden könnte.


    Die Nutzlängen haben mich auch noch interessiert. Auch hier eine erste Skizze, die ungefähr zeigen soll, was möglich ist:



    Im Bahnhof A-Stadt beträgt die maximale Zuglänge exkl. Lok 270 cm. Dann passen die Wagen gerade noch zwischen die Grenzzeichen. Am Bahnsteig hingegen ist nur Platz für einen Zug von 240 cm, hier inkl. Lok (weil sie bei der Ankunft ja am Prellbock steht). Das kürzere Gleis bietet Platz für Züge von 166 cm Länge, sonst ist das lange Bahnsteiggleis blockiert. Wichtig: für Züge (nicht zu vergleichen mit abgestellten Wagen) gilt zu beachten, dass die Lok in der Regel hinter dem Hauptsignal stehen muss. Also sind die angegeben Werte eher nach unten zu korrigieren.
    In B-Weiler ist im Maximum Platz für Züge von 140 cm; hier wiederum ohne Lok, weil sie ja schon auf der Weiche zum Stehen kommen darf (vorausgesetzt, die Halteort-Tafel steht richtig oder der Fahrdienstleiter erlaubt das Vorziehen darüber hinaus). Das passt ganz gut zu den Vorgaben in A-Stadt.

    ... aber, was hältst du davon, den Bhf. B Weiler so zu bauen. das er über das FY zu erreichen ist. Das würde die Fahrstrecke zwischen den Bahnhöfen glaubhaft verlängern.

    Hallo Micha


    Verstehe ich das richtig: du würdest den Bahnhof B-Weiler nicht direkt von A-Stadt aus erreichbar machen, sondern den FY als unsichtbaren Bahnhof dazwischen "schalten"?

    Vielleicht lässt sich zwischen den beiden Strecken an der linken Wand noch die Industrie unterbringen? Dann wäre dieser Wunsch ebenfalls erfüllt und die optische Trennung ist ebenfalls willkommen ...

    Hier noch die versprochene Skizze einer Variante mit dem Spitzkehrenbahnhof von A-Stadt auf der linken Seite.
    Mir ist klar, dass es bezüglich der Geometrie und auch der Topologie noch viel Luft nach oben hat, aber so können wir über die Änderung der Lage der verschiedenen Betriebspunkte diskutieren.


    @Mark: Deine zweite Idee gefällt mir sehr gut. Obwohl ich eher dazu geneigt wäre den Industriezweig mit dem „Spitzkehrenbahnhof“ zu tauschen, sodass eine längere Strecke zum „Endbahnhof“ entsteht. Andererseits wäre aufgrund der Lage der Tür nur eine sehr eingeschränkte Tiefe des Bahnhofs möglich.

    Ich werde das noch skizzieren. Wenn ich deine Skizze richtig interpretiert habe, dann ist zwischen der Tür und der Wand ein Abstand von 1 Meter vorhanden. Das muss ohnehin ausreichen, weiter nach hinten kommst du mit deinen Armen im praktischen Betrieb nicht. Und sonst besteht immer noch die Möglichkeit, die Türe nur 75° weit zu öffnen. Dann ergibt sich am Ende dieses Anlagenschenkels eine Verjüngung, aber ansonsten könnte man auch tiefer bauen.


    Wenn ich das richtig verstehe fehlt an der Tür noch ein Klappsegment, um in den Fiddle Yard unterhalb des Spitzkehrenbahnhofs zu gelangen, oder?

    Richtig erkannt.


    Mit welchen Radien hast Du hier geplant?

    Ganz pragmatisch mit dem R2 von Lenz, d.h. R min = 1028 mm. Für einen Mindestradius von 1400 mm muss ziemlich viel Nutzlänge der Bahnhofgleise aufgegeben werden. Es sind zwar nicht die vollen 0.35 Meter Differenz der Radien, weil ein Teil des Bogens mit den Weichen bereits fix ist, aber du verlierst sicher an die 0.25 Meter. Ausser du baust die Weichen selber...


    Über die Option Weichen selber zu bauen habe ich bislang noch nicht nachgedacht. Darüber müsste ich erstmal recherchieren.

    ...du würdest wirklich auf den Selbstbau von Weichen gehen. Dann liessen sich ganz andere Weichenstrassen konstruieren, die den Platz optimieren. Aber das muss ein ganz bewusster Entscheid sein.


    Was bedeutet denn in diesem Zusammenhang eine Galerie?

    Galerie = überdeckte Strecke, die auf einer Seite noch halb offen ist. Häufig vor Tunnelportalen oder in den Bergen anzutreffen, wenn zum Schutz von Felsstürzen / Lawinen noch ein "Dach" erstellt werden muss.


    um MIßverständnisse zu vermeiden, sollten wir uns einig werden, wie wir die Bahnhöfe nennen. Ich wäre dafür, statt "Endbahnhof" "Spitzkehrenbahnhof" und statt "Endbahnhof der Stichstrecke" "Endbahnhof" zu schreiben.

    Einverstanden. Noch schöner wäre, wenn Benedikt zwei Vorschläge für die Namen der Bahnhöfe machen würde :D

    Aber warum nicht gleich den Endbahnhof an die rechte Wand verlegen? Die Strecken werden dadurch länger, und viel weniger Platz als an der oberen Wand ist da auch nicht.


    Also Industrie-Stammgleis und Bahnhof tauschen? Wäre sicher optisch auch reizvoll, die Züge vor der Einfahrt an der Industrie vorbeiziehen sehen. Wichtig ist in beiden Fällen, dass die Möglichkeit einer Einfahrt im Bogen genutzt wird. Das erhöht die mögliche Länge der Züge erheblich. Ein Güterzug darf (ohne Lok) aktuell rund 2.3 Meter lang sein, um gerade noch so auf das Güterzugsgleis zu passen.

    Guten Abend allerseits


    Basierend auf der ursprünglichen Idee von Benedikt und dem Gleisplan, den Uwe weiter oben vorgestellt hat, habe ich noch einmal eine Variante ausgearbeitet.
    Sie orientiert sich nun zum grossen Teil an der ursprünglichen Anlagenform. Der einzige Unterschied ist die diagonale Anordnung der Zunge, um noch etwas mehr Länge herauszukitzeln. Zudem ist in meinem Vorschlag der Abstellbahnhof / Fiddle Yard in Form eines Endbahnhofs ausgeführt. Eine Wendemöglichkeit ist zwar bequem, aber sehr platzintensiv. Das Zwischenstück zum Überbrücken der Türe ist nicht eingezeichnet.


    Der grosse Bahnhof oben liegt am Ende einer Strecke und gleichzeitig Ausgangsbahnhof einer kurzen Stichstrecke. Das Gleis mit dem Akkutriebwagen im MIBA-Gleisplan hat sich dafür fast schon aufgedrängt...
    Das Industriegebiet befindet sich in der Verlängerung des Bahnhofs. Damit ist es möglich, praktisch die gesamte rechte Wand für ein langes Industrie-Stammgleis mit mehreren Anschlüssen zu nutzen. Hier sehe ich Hinterhöfe, Bahnübergänge und natürlich einige Anschlüsse für viel Rangieraufwand.



    Der Plan ist nicht fertig gezeichnet, aber das Prinzip sollte erkennbar sein ^^


    Der Bahnhof bezüglich der verschiedenen Gleise etwas aufgeschlüsselt:



    Link zu einer grösseren Version der Abbildung: http://www.nebenbahn.ch/foren/…enedikt_Bahnhof_gross.jpg


    Und jetzt darf gerne wieder kritisiert werden!


    bei deinem Entwurf entstände allerdings ein riesiger Blob, der fast den gesamten freien Raum ausfüllt, und außerdem eine lange, lange von der Außenseite zu betrachtende Kurve (enger Radius = große Lücken zwischen den Waggons), während eine An-der-Wand-entlang-Anlage wie die von Benedikt ursprünglich geplante nur Innenkurven (zwangsläufig enger erscheinender Waggonabstand) hätte. Außerdem ist so nicht wirklich viel Platz für Industrie (wegen der Enge in der Kurve) mit mehreren Anschlüssen gewonnen.
    Nichts für ungut, aber ich sehe in deiner Planung keinen wirklichen Vorteil außer der Vermeidung der Brücke vor der Tür.



    Hallo Utz


    Deine Kritik ist berechtigt. Vielleicht habe ich etwas allzu schnell aus den Hüften geschossen, statt mir die Idee noch einmal in aller Ruhe anzusehen. :huh:
    Ich tüftle mal weiter, in der Hoffnung auf ein tauglicheres Ergebnis am Ende...

    Und hier noch wie versprochen meine Skizze, wie ich mir das als Beispiel vorstellen könnte:



    Rechts befindet sich der Endbahnhof. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das Bahnsteiggleis ganz am Ende liegt. Zum Umfahren müsste die Lok den Zug nach der Ankunft zurückdrücken und dann vor der Abfahrt wieder an den Bahnsteig schieben. Das bringt einen spannenden Mehraufwand für den Fahrdienstleiter und den Lokführer.
    Durch die Lage im Bogen kann der Bahnhof länger werden als die kurze Raumseite es eigentlich erlauben würde. Und im inneren Bereich des "Einfahrt-Bogens" ist genügend Platz für eine grosszügige Ladestrasse, ggf. sogar noch mit einem kleinen Kran oder einer Kopframpe zum Beladen / Entladen von Flachwagen. Auch ein Lokschuppen könnte dort sehr nahe beim Betrachter zu liegen kommen, während die ein- und ausfahrenden Züge im Hintergrund durchrollen.


    Anschliessend geht es auf eine sehr lange Fahrt. Insgesamt ist die Strecke, soweit ich sie gezeichnet habe, über 17 Meter lang. Wenn eine moderate Steigung von 2% (alias 1:50) gewählt würde, ergeben sich doch respektable 34 cm Höhendifferenz zwischen Endbahnhof und Abstellbahnhof. Den habe ich übrigens nicht eingezeichnet, er läge ganz einfach parallel unter dem Endbahnhof. Im Bereich der ersten 90°-Kurve kommen sich die obere und die untere Strecke sehr nahe. Hier könnte ich mir gut vorstellen, dass eine Galerie gebaut wird. Damit kann namlich auf eine offen liegendes Tunnelportal verzichtet werden, die Züge verschwinden also eher "allmählich".


    Dann folgt die lange Gerade entlang der linken Wand. Ungefähr in der Mitte liegt die Weiche, die zum Industriegebiet führt. Sie ist mit einer Schutzweiche ausgestattet und erlaubt damit ein freies Rangieren im Anschlussgebiet, während neben dran auf der Strecke wieder Züge fahren können. Die Fortsetzung der Strecke ist eine lange Abfolge von Bögen, die den inneren Teil der Anlage einfassen.


    Um den Bau und auch den Betrieb zu vereinfachen, habe ich noch eine Bau- und Eingriff-Lücke vorgesehen. Wie gross die genau werden soll, überlasse ich getrost dem Detailprojekt...

    Guten Morgen Benedikt,
    guten Morgen geschätzte Vorredner


    Eine herausfordernde Raumgrösse, die du uns hier präsentierst und ein interessanter Lösungsansatz für viel Bahn im Raum! Da würde ich auch sehr ins Planen kommen...


    Vorab ein paar gedankliche Anregungen und Fragen:
    - ist die Kehrschleife mit ihrem erhöhten Platzbedarf in der oberen linken Ecke zwingend notwendig?
    - wenn nein, wäre ein Abstellbahnhof (alias Fiddle Yard) deutlich platzsparender und zudem näher am Vorbild; dafür musst du einen Mehraufwand beim Betrieb in Kauf nehmen.
    - wie hoch gewichtest du die beiden Betriebselemente Fahren resp. Rangieren? dein Entwurf im ersten Beitrag ist m.E. stark auf Rangieren ausgelegt, wäre etwas mehr Fahrstrecke überhaupt gewünscht?
    - kannst du dir den Eigenbau von Weichen vorstellen (evtl. auch aus einem Bausatz)? oder möchtest du ausschliesslich fertige Weichen verwenden?


    Ich wälze (momentan nur im Kopf) eine Variante, bei der Endbahnhof und Fiddle Yard / Abstellbahnhof übereinander an der rechten Wand liegen. Der Endbahnhof darf dabei probemlos über die Ecke hinaus verlängert werden, alleine um genügend Platz für die Ortsgüteranlage und grosszügiges Aussehen zu erhalten. Danach folgt eine lange offene Strecke über die linke Seite zu einer 180°-Kurve, in deren Inneren sehr viel Platz für spannende Gleisanschlüsse wäre. Dann geht es weiter, bis schliesslich wieder die obere Wand erreicht wird und die Züge in die weite Welt entlassen werden. Damit das nicht zu theoretisch bleibt, versuche ich das mal aufzuzeichnen.

    Guten Morgen


    Spannendes Thema! Ich kann gerne einen illustrierten Plan beisteuern, der vor einiger Zeit entstanden ist:


    Nebenbahn-Endbahnhof auf 4.2 m x 1.5 m


    Der kleine Endbahnhof irgendwo an einer Nebenbahn ist bescheiden in Platzbedarf und Anforderungen an den Erbauer. Neben einem Bahnsteiggleis - ein zweiter Hilfsbahnsteig an Gleis 2 wäre denkbar - verfügt der Bahnhof über einen Güterschuppen für das Stückgut, eine Ladestrasse am gleichen Gleis und eine kombinierte Seiten-/Kopframpe.



    Die Geometrie ist etwas "streng" (d.h. nur mit Fertiggleisstücken von Lenz), sie ist damit sicher 'anfängertauglich'. Ausgehend von diesem Grundkonzept sind diverse Erweiterungen denkbar, so könnte z.B. die brauen Rechtsweiche durch eine EKW oder DKW ersetzt werden, damit nach hinten links noch ein Gleisanschluss realisiert werden kann...


    Guten Abend allerseits


    Meine Planungen gehen weiter, als mancher Modellbahner dies für notwendig oder nachvollziehbar hält. Ich zeige meine Überlegungen darum hier auf, um anderen interessierten Hobbykollegen Anregungen über mögliche Themen für die Planung zu bieten. Wer einen Nutzen daraus ziehen will oder meine Planung inhaltlich kritisieren möchte, ist herzlich eingeladen dies zu tun. Ich werde in diesem Thema noch die Frage nach der Fahrpläne, der Fahrzeugumläufe und der Gleisbelegung (dies aller nur für den Bahnhof Oberbeuren) diskutieren.


    Den Bau der Anlage werde ich später in einem neuen Thema im passenden Unterforum dokumentieren. Die Planung vor einigen Jahren ist darum nicht in eine Modellbahn umgesetzt worden, weil ich während des Studiums und aufgrund eines sehr grossen Projekts im Beruf schlicht nicht dazu kommen bin. Nun bin ich umgezogen und habe nach erfolgreich umgesetzen Fahrplanwechsel im Dez. 2015 wieder genügend Zeit, um dieses Projekt zur Umsetzung zu bringen.


    Zu inhaltlichen Diskussion:
    @ Thomas:
    Die Idee mit der Steilstrecke ist mir darum gekommen, weil ich einen glaubhaften Grund für kurze Züge gesucht habe. Mit einer niedrigen maximalen Anhängelast erreiche ich dieses Ziel leicht. Alternativ böte sich noch die maximale Zuglänge an, aber das scheint mir nicht sehr plausibel... Die anderen Anmerkungen muss ich mir in aller Ruhe durch den Kopf gehen lassen.


    In diesem Sinne wünsche ich alle einen guten Wochenstart!