Posts by JACQUES TIMMERMANS

    Guten Morgen,


    Wenn in der Tiefe ausreichend Platz vorhanden ist, könnte man auch ein Reliefgebäude, das beide Bauten verbindet, hinstellen. Schlicht, simpel und viele Möglichkeiten!


    Gruß,

    Jacques Timmermans



    Hallo,


    Der Gaskesselwagen ist nun endgültig fertiggestellt. Bevor die Anschriften angebracht werden, bekommt der Wagen zuerst eine „Vorbehandlung“ welche in die kleine Reihe von Arbeitsbilder in der Spritzkabine gezeigt wird. Nachdem der Wagen fix und fertig Lackiert ist bekommt er anschließend einen dünnen Überzug mit glänzendem Klarlack. Am nächsten Tag habe ich die Beschriftung mit Hilfe von etwas Decalfix von Humbrol angebracht. Nachdem die Schiebebilder völlig getrocknet sind, für alle Fälle etwa 24 Stunden berücksichtigen, wird nochmals eine Schicht Glanzlack nachgegeben. Abschließend wird der komplette Wagen mit einem matten Klarlack eingenebelt, wobei der Glanzgrad des Klarlackes eine reine Geschmackssache ist. Einige matte Klarlacke hinterlassen oft einen gut erkennbaren Weißschleier auf die eben lackierte Oberfläche. Durch dem matten Klarlack ein wenig Glänzendem beizumischen, kann dieser oft nicht gewünschten Effekt umgehen werden. Danach kann der Gaskesselwagen am nächsten Tag seinen Dienst bei der Königlich Bayerischen Staats Bahnen antreten.






















    Viele Grüße,

    Jacques Timmermans

    Hallo Norbert,


    Auf Seite 66 der ESU Betriebsanleitung (Loksound 5) fällt zu lesen, wie man den Motor automatisch einmessen kan. nach der Prozedur sollte der Schienenbus eigentlich ordentlich fahren. Man kann, wenn man mit dem Lauf nicht Hundertprozentig zufrieden ist, eventuell noch eine "fine Tuning" absolvieren.


    Viele Grüße und gutes Gelingen,


    Jacques Timmermans


    Guten Abend,


    Die dem Bausatz beiliegende Bremseisen und Backen habe ich gegen solche von Mikro Metakit ausgetauscht, die noch im Ersatzteillager waren. Die einzelnen Bremsbacken werden auf Passung gefeilt, sodass sie sich ohne Hemmung zwischen den Hängeeisen einschieben lassen. Sie werden dann mit einem passenden Stift, die den Satz beiliegt, verschlossen und können bei Bedarf noch mit einem Tropfen Sekundenkleber versiegelt werden.

    Das verlöten der Bremseisen am Fahrwerk ist schon eine ziemlich komplexe Geschichte. Am besten wäre es die Eisen mit dem Backen vorab zusammenzubauen und mit ein zirka 0,3 bis 0,5 mm starkes Füllstuck - das zwischen Lauffläche und Bremsbacke eingesetzt wird, um im Betrieb einen eventuellen Kurzschluss zu verhindern -zu Verlöten. Diese Aktion erfordert leider die berühmte dritte Hand!

    Deshalb ist es praktischer zuerst die Eisen am Quereisen des Fahrgestells zu löten, und anschließend die Bremsbacken zu montieren und mit dem Stift mit Schraubbolzenimitat zu sichern. Wenn erforderlich, können die Bremseisen ganz gefühlvoll ein wenig nachjustiert werden, bis die Bremsbacken die Lauffläche der Räder nicht mehr berühren. Dabei muss man dann hoffen, dass die Lötnaht nicht abbricht! Wenn alles erfolgreich. Ist diese mühsame Arbeit erst einmal erledigt, können die Sicherungsstifte abschließend mit ein Tröpfchen Sekundenkleber dauerhaft fixiert werden.

    Nachdem der Gaswagen sein bayerisches Farbkleid erhalten hat, steht eine einer Beschriftung nach den bayerischen Maßstäben der damaligen Zeit nichts im Wege. Hierzu wird der Wagen zuerst eine dünne Schicht leicht glänzenden Klarlack eingenebelt, um den durchsichtigen Film der einzelnen Anschriften zu kaschieren. Nachstehend können die Aufschriften angebracht werden. Bei der Farbgebung des Fahrgestells muss ich gestehen, dass ich ein wenig gegen die bayerischen Vorschriften gesündigt habe, indem ich die Seitenwand der Bremserbühne bayerisch grün statt, wie die Vorschrift besagt, schwarz lackiert habe. Das hellt die eher triste grauschwarze Lackierung des Wagens ein klein wenig auf.






















    Viele Grüße aus Lanaken.

    Jacques Timmermans

    Hallo "BR 96",


    Das ist wirklich ein sehr gut gelungener Umbau und dito Wagenverwitterung, der sicherlich viel Arbeit veranschlagt hat. Bitte gestatte mir eine kleine Anmerkung: weshalb nicht gleich die häßliche Fangeisen vom Dora Fahrwerk gegen welche von Nullproblemo umtauschen?


    Gruß,

    Jacques Timmermans


    Verschollenes Relikt

    Schon Jahre lagernd, einen bayerischen Gaswagen mit drei Gasbehälter von je 10 Kubikmeter Fassungsvermögen von Friedl nach Zeichnung 470 aus dem WPV von 1913, den ich vor Jahre von einem Forumsmitglied übernommen habe. Es war schon eine wahre Herausforderung den Gaswagen ohne jegliche Bauanleitung zusammenzubauen; lediglich ein Bild vom Spur Null Modell, die Bauanleitung vom H0 Modell von Bavaria sowie einige Bilder die ich auf der Internetzpräsenz vom Lokschuppen HH. Das ich vor satte dreißig Jahre gebaut habe. Den Bausatz ist ein sogenanntes Halbfabrikat; Untergestell und Kesselbatterie sind bereits vorgelötet und müssen lediglich noch mit Kleineteile versehen werden.

    Um die manchmal sehr filigrane Teile ohne das sich stets ein Teil verschiebt einigermaßen bequem verlöten, habe ich eigens für den Zweck eine kleine Lötlehre, worin das Untergestell mittels zwei Kniehebelspanner sanft dennoch fest eingespannt werden kann, angefertigt. So sind beide Hände frei, um etwas zu halten.

    Das Anlöten der Hängeeisen für die Bremsbacken am Untergestell ist ein richtiges Gefummel das eine sehr große Portion Geduld und Gelassenheit erfordern. erfordert; sogar müsste ich das fragile Untergestell direkt in einem Schraubstock einspannen um die Lötpinzette in der richtigen Position zu halten.

    Bereits vorab zusammengestellte Teilen, wie zum Beispiel die Korbpuffer können vielleicht besser verklebt werden, da aggressive Reste Rückbleibsel vom Flüssiglot im Pufferinneren nur ganz schwer gereinigt werden können und so nach einer Weile oxidieren. Ebenfalls ist es so mit feine Teile, wie Griffstangen oder Signalhalter die an massiveren Teile angelötet werden müssen. Bedingt durch die erforderliche Wärme könnten die Teile schmelzen, anstatt verlötet zu werden.

    Das Einfädeln des Arretierungsdrahts ist meistens eine sehr knifflige Arbeit. Hier bringt eine Arterienklemme die gewünschte Hilfe. Die Klemmbacken werden um den Kupplungsstift geklemmt, sodass die Kupplungsfeder in zusammengedrückten Zustand fixiert bleibt, wonach sich das Drahtstück in dem Kupplungsstift einfädeln lässt.

    Die Wahl des Wagenanstrichs hat mir viel Kopfzerbrechen bereitet und mich lange Zeit zum Grübeln gebracht. Entweder das von Bavaria Chef Jörg Kebbel vor über dreißig Jahren vorgeschlagene Farbschema (Kesseln und Radsternen Achatgrau, Untergestell Schwarz), oder ein komplett hellgrauer Wagen, wie auf den originalen Arbeitsfotos von Friedl zu entnehmen ist (Internetzpräsenz vom Lokschuppen Hagen Haspe), oder mit leicht dunkelgrauen Kesseln, wie Micro Metakit den Wagen lackiert hatte. Welche Wahl die richtige ist, lässt sich nur raten! In meinem bayerischen Fuhrpark befinden sich einige Kesselwagen von SMT mit Kesseln in Achatgrau, Dunkelgrau und sogar Schwarz; ich sollte darauf hinweisen, dass die dunkelgrauen und schwarzen Versionen private Kesselwagen für den Transport von Teerprodukten sind.

    Dennoch gibt es einige Befürwortungen, die für die hellgraue Variante sprechen; eine helle Farbe um eine eventuelle Wärmeentwicklung an sonnige Tagen zu mildern, umso eine erhöhte Explosionsgefahr vom Inhalt, die Kesseln waren bekanntlich mit dem sehr explosionsgefährden Lichtgas gefüllt, zu verhindern. Das war ebenfalls so bei den, bei der Bay. Staatsbahn eingereihten, Privatwagen der Spirituszentrale Berlin. Auch für die hellgrau, anstelle der viel verbreiteten schwarzen Anstrich der Radsterne mag es eine plausible Erklärung geben: Risse in den gegossenen Sternen waren so besser und schneller zu erkennen; schließlich waren Röntgenbilder damals noch nicht so selbstverständlich, vor allem bei den sparsamen Bayerischen Staatsbahnen, wie sie es heutzutage sind.
















    Viele Grüße aus Belgien,

    Jacques Timmermans



    Und schließlich als kleiner Nachtisch noch welche Vorher - Nachher Bilder!



















    Leider fällt mir erst jetzt ein, dass ich vergessen habe, die Griffstangen an den Stufen der vorderen Pufferbohle zu montieren! Auch die Dachabflussrohre am Boden sind nicht an der vorgesehenen Stelle. Ich werde vor den Betriebsaufnahmen diese Makel noch korrigieren.


    Viele Grüße,


    jacques Timmermans

    Gutenabend,


    Allmählich nähert sich das Ende des Umbaus des Lenz GtL.4/4. Lediglich das Einsetzen der Fenster im Führerhaus, das Anbringen der Beschriftung und das Verglasen der Loklaternen, alles recht knifflige und meistens ungeliebte Arbeiten, stehen noch aus, bevor die Lokomotive ihren Dienst antreten kann.

    Das Fensterglas wird einfach sanft in die Fensterumrahmungen des Führerhauses zurückgeschoben. Die erforderlichen Schilder der Länderbahnbeschriftung von Beckert habe ich mit einem Vorschneider mit recht lange und feine Backen aus der Ätzplatine abgekniffen. Die überlangen Backen lassen es zu um die winzigen Inneren Stege der Platine ohne viel Schwierigkeiten zu erreichen und ohne Beschädigungen der anderen Schilder abzukneifen. Nachstehend können die manchmal auch winzige Ätzschilder mit etwas Klarlack angeklebt werden.

    Eine weitere heikle und oft umständliche Arbeit ist das perfekt rund Ausschneiden der Laternengläser mit einer Schere. Hier ist ein Locheisen mit passendem Durchmesser definitiv das bessere Werkzeug und sicher eine kleine Investierung wert.

    Auf einer einigermaßen weichen, dennoch festen möglichst erschütterungsfreien, Unterlage können die runden Lampenlinsen mit einem Hammer und einem Locheisen haarscharf aus der 0,3 bis 0,4 mm dicke durchsichtigen Kunststofffolie herausgeschlagen werden. Schließlich können die Gläser in die Laternen eingeklebt werden. Als Klebstoff kann wieder der Klarlack verwendet werden. Um zu vermeiden, dass das Laternenglas beim Hantieren mit der Pinzette zerkratzt wird, können die Backen der Pinzette mit einem Stück Klebeband umwickelt werden.








    Viele Grüße aus Belgien,


    Jacques Timmermans


    Guten Abend,


    Nachdem die Lok so gut wie fertig ist, beginnt die Feinarbeit der Lackierung und Endbearbeitung.

    Zuerst bekommen Fahrwerk und Oberbau einen dünnen Überzug mit mattem Klarlack; hierbei werden die Räder sowie das komplette Gestänge der Steuerung bei runddrehender Räder spritzlackiert. Auf diese Weise wird kein Teil übersprungen. Durch das Aufnebeln des Mattlacks wird das stark glänzende Aussehen der Steuerung deutlich reduziert, und hiernach sehen die Kuppelstangen fast aus wie blanker Stahl. Der Oberbau bekommt ebenfalls noch einen dünnen Überzug mit dergleichen matlack.

    Natürlich müssen die Laufflächen der Räder danach sehr sorgfältig mit einem in etwas Verdünnung getränktes Wattestäbchen gereinigt werden, da sonst die Lok auf dem Gleis nur einen Murks hergibt! Auf dem Bild ist das Resultat gut zu sehen; die Lok hat nur ein paar Meter hin und her zur Probe gefahren, und landete dann sofort auf der Werkbank zur Umbau. Die Wattestäbchen müssen öfters erneuert werden bis die Laufflächen blitzsauber sind.

    Alle drei Laufbretter am Kohlekasten werden mit etwas Beize behandelt. Durch ein Beimischen von Alkohol lässt sich die Farbintensität der Beize aufhellen.

    Die Wirkung von Mikroglühbirnchen kann sich sehen lassen, sie ergeben ein warmes gelbliches Licht, entsprechend der Gas- oder Petroleumleuchten, die weithin in der frühen Periode der Eisenbahnen Verwendung fanden. Das ziemlich weiche Licht überstrahlt kaum, und ein Lichtkranz rundum den Leuchtkörper ist so gut wie unsichtbar, dass im Gegensatz zur modernen LED-Beleuchtung.




















    Viele Grüße aus Belgien,

    Jacques Timmermans


    Ohne Abkleben geht fast nichts!

    So wie es die Überschrift schon andeutet, ohne, oft sehr lästiges und peinlich genauestens Abkleben und oder Maskieren bestimmte Teile ist es kaum möglich mit der Airbrush eine Dampflok mehrfarbig, so wie es zur Länderbahnzeiten Regel war, zu lackieren. Um viele und manchmal ziemlich umständliche Abklebearbeiten zu vermeiden, ist es empfehlenswert das zu lackierenden Fahrzeug möglichst in Teile zu zerlegen, die in den gleichen Farbton spritzlackiert werden. Manchmal lohnt es sich Schablonen aus eine für die angestrebte Anwendung gebrauchstaugliche Werkstoff, zum Beispiel zurechtgeschnittenes dünnes Papier um eine Dachkante sauber und haarscharf getrennt vom Führerhaus farblich nachzuarbeiten, anzufertigen. Nachdem so alle Farbtrennungen erfolgreich absolviert sind, kann mit dem finalen Endarbeiten von Kleinteile an der Lokomotive begonnen werden.











    Viele Grüße aus Lanaken,

    Jacques Timmermans