Posts by BernhardI

    Hallo Martin,

    @Bernhard: An der Wand war eigentlich immer mein Favorit, aber wie macht man das bei den Fenstern bei 1,30m Höhe der Anlage.
    Die bekommt man ja gar nicht mehr auf. Und sauber machen kann man die dann auch nicht mehr wenn man davor 80cm Anlage hat.

    Du hast recht, an Deine Fenster habe ich nicht gedacht, weil in meinem Modellbahnkeller die Fensterbänke 150 cm hoch sind.


    Vielleicht geht es trotzdem, indem man jeweils eine Aussparung von ca. 40 cm Tiefe vor den Fenstern vorsieht, mit herausnehmbaren Geländeteilen an den Stellen. Die Aussparungen müßten natürlich bei der Planung berücksichtigt werden, also dort Strecke oder Betriebsstelle nach vorne gezogen. Ein Kippen der Fenster wäre wahrscheinlich jederzeit möglich, ein Öffnen oder putzen wenn das Geländeteil herausgenommen ist.


    Der Aufwand dafür wäre klein im Vergleich zu dem, was bei einer flächigen Anlage nötig ist, um sie überall zugänglich zu machen.


    Wenn Du Dir Michas erstklassige Anlage ansiehst, auf die er im Posting 7 verlinkt hat, sprechen Optik und Bedienbarkeit doch eindeutig für die Anlage an der Wand entlang.


    Grüße
    Bernhard

    Hallo Martin,


    auch in so einem Raum würde ich weg von der großen Flächenanlage gehen und stattdessen rundum an der Wand entlang bauen, mit einem Klapp-Zugang an der Tür. Die Zugänglichkeit wird dadurch um Welten besser, die szenische Trennung verschiedener Anlagenteile viel leichter und es sind sowohl Rundkurse als auch Punkt-zu-Punkt gut zu realisieren. Die Tiefe der "Regalanlage" nicht mehr als 70 bis 80 cm, reine Strecke auch weniger, so kann man sich im Raum sehr gut bewegen und auch zu mehreren Betrieb machen, jeder seinem Zug oder der Rangierlok folgend.


    Die Anlagenhöhe am besten nicht uner 130 cm, je nach Körpergröße. Dann kann man an der Tür während des Betriebs auch mal einfach durchtauchen, und eine spätere weitere Ebene darunter ist auch möglich. Für eine entsprechend lange Rampe, um die nötigen 40 cm Höhenunterschied eines Doppeldeckers zu erreichen, hättest Du jedenfalls locker Platz. Die Steigung kann ja ruhig um den halben oder ganzen Raum gehen; nur Bahnhöfe müssen eben liegen.


    Grüße
    Bernhard

    Hallo Christoph,


    danke für den detaillierten Baubericht des Weichenantriebs und die guten Bilder.


    Peco 124 hatte ich auch im Auge, aber zwischenzeitlich verworfen, eben wegen der merkwürdigen Schienenstühle. Deine Bilder machen mich wieder schwankend, denn auf Deiner Anlage fällt es gar nicht auf.


    Grüße
    Bernhard

    Hallo,


    ich finde die Zugsets gut. Vielleicht kaufe ich mir das mit der V100.


    Sicher handelt es sich nicht um einen Ausverkauf. Es ist eine Art Sonderangebot, das sich aber im Rahmen hält, vor allem wenn man nicht die aktuellen UvPs vergleicht, sondern die UvPs von vor ein oder zwei Jahren. Man bekommt die Fahrzeuge zu den UvPs von damals, vielleicht noch mit einem kleinen Nachlaß obendrauf.


    Solche Sets haben oft auch Kostenvorteile für den Hersteller, um Lenz brauchen wir uns sicher keine Sorgen zu machen.


    Grüße
    Bernhard

    Hallo Fred,


    möchtest Du an Modultreffen teilnehmen? Wenn nicht, sind Module für eine Heimanlage nicht optimal, allenfalls Segmente.


    Außerdem sehe ich einen gewissen Widerspruch zwischen dem End- zu End-Konzept und Deiner Aussage, nicht so der große Rangierer zu sein. Wenn Du nicht grad nur mit Triebwagen hin- und herfährst, wirst Du dauernd rangieren müssen. Die 25 m Strecke sind umgerechnet grad mal ein guter Kilometer, die Züge werden nicht lange unterwegs sein.


    An Deiner Stelle würde ich einen Rundkurs an der Wand entlang in Erwägung ziehen, evtl. ein doppeltes Oval mit Zugspeicher unten. Darin einen Unterwegsbahnhof, der Zugkreuzungen und -überholungen zuläßt, und eventuell mit Abzweig zu einem kleinen Endbahnhof.


    Damit könntest Du alles machen was auf Deinem jetzigen Plan möglich ist, plus regem Zugverkehr, ohne jede Minute kopfmachen zu müssen.


    Grüße
    Bernhard

    Hallo Jui,


    das klingt ganz gut, enthält aber einige Komponenten des Modells, das bei MBW wohl nur so mittelgut gelaufen ist.


    Ich bin überhaupt nicht dagegen, das zu probieren, viel Glück, würde aber selbst nicht mitmachen.


    Das beginnt schon damit, daß große Hersteller schon insolvent geworden sind, und das kann einen kleinen erst recht treffen. Die Anzahlungen wären dann erstmal weg, vermutlich für immer. Ich würde dafür keine 500 Euro riskieren.


    Wenn die Kosten explodieren, ist der Festpreis für Vorbesteller schnell nicht mehr haltbar. Den Ärger hat MBW gerade an der Backe, und der wäre sicher noch größer, wenn Anzahlungen geflossen wären. Was dann? Die Vorbesteller klagen den vereinbarten Preis ein und brechen damit dem Anbieter das Genick, akzeptieren einen viel höheren Preis oder versuchen abzuspringen und ihr Geld wiederzubekommen, das aber schon ins Projekt investiert wurde... in jedem Fall birgt die vorgeschlagene vertragliche Verbindlichkeit genügend Fallstricke.


    Läuft das ganze doch recht gut und die Modelle sind auf dem Markt, läßt sich der gewünschte Preis für den Freiverkauf vielleicht nicht durchsetzen, sondern die Nicht-Vorbesteller kommen günstiger weg... eine weitere Quelle des allgemeinen Vergnügens.


    Das klingt jetzt sehr negativ, dabei finde ich Crowdfunding eine gute Idee. Nur nicht für jede Art Produkt geeignet. Beim Geld hört die Gemeinschaft oft recht schnell auf.


    Grüße
    Bernhard

    Tatsächlich hätte sowas für die Hersteller nur sehr wenig wert. Wenn die nach den Wünschen und Forderungen einer kleinen, nichtrepräsentativen Minderheit der Nuller gehen würden, könnten sie gleich würfeln.


    In unternehmerische Entscheidungen spielen so viele Faktoren hinein, von denen wir die meisten gar nicht kennen können. Marktforschung ist wichtig, aber nicht über Wünschdirwas weniger Forenposter. Da kommt die eierlegende Wollmilchsau zum Taschengeldpreis heraus oder Spezialinteressen, wobei nicht mal gesagt ist, daß diejenigen es dann auch wirklich kaufen würden.


    Das spricht nicht dagegen, Meinungen zu äußern. Eine organisierte Wunschliste jedoch wäre des Guten zuviel.


    Grüße
    Bernhard

    Hallo Moritz,

    Eine V 65 fände ich auch gut :P .
    Die anderen Modellvorschläge erscheinen mir als typische Beispiele, von denen Kunden allenfalls ein Modell kaufen und wohl nur wenige Varianten möglich sind. Zu letzterem habe ich aber nicht genug Kenntnisse. Wie seht ihr das?

    Ich seh das auch so, das gilt aber auch für die V65, die ebenfalls ein Exot war wie die V80. Für Exoten in Großserie ist der Nullmarkt wohl nicht groß genug. Rangierloks gibt es außerdem schon einige.


    Wenn Nebenbahn Ep. III, dann wären meiner Meinung nach tatsächlich Modelle weiterer, damals verbreiteter kleinerer Dampfer sinnvoller, möglicherweise auch gefragter, oder ein ETA 150.


    Darf es auch Ep. IV oder später sein, kommen modernere Triebwagen in Frage, zusätzlich zu Farb- und Beschriftungsvarianten der Ep.-III-Diesel, die ja weiter im Einsatz waren.


    Elloks fehlen noch fast alle, aber die passen nicht so gut in die offenbar bevorzugte Kleinbahnwelt, und eine Oberleitung ist sehr teuer.


    Grüße
    Bernhard

    Zum Einstieg für Kinder ist die Spur 0 wohl nichts. Meine sind zwar begeistert, vor allem von Sound, Beleuchtung und Fernentkupplung, es war die Startpackung auch eine Weile im Kinderzimmer meines Jüngsten aufgebaut, aber es handelt sich doch nicht wirklich um Kinderspielzeug, dafür kann zuviel kaputtgehen im rauhen Spielalltag. Da ist die Legobahn, bei uns noch die uralte mit blauen Schienen, viel besser geeignet. Auch die ist eher eine Großbahn, also der 0-Maßstab wär schon in Ordnung.


    Magic Train war in der Hinsicht sehr gut gemeint, auch durchdacht, hat statt der Zielgruppe Kinder dann aber doch mehr die reiferen Modellbahner angesprochen, die damit günstig in 0 bauen konnten, bevor es die neuen Serienmodelle in Normalspur gab. Die haben aber wohl auf Dauer nicht ausgereicht um das wirtschaftlich anbieten zu können. Die H0-Hersteller versuchen es mit einfachen, günstigen Modellen, Kinderthemen wie Feuerwehr und Einbindung in Computerspiele (Roco). Sicher der bessere Weg. Der wirklich interessierte kann als Jugendlicher oder Erwachsener dann immer noch zu 0 finden, wie andere zu N oder gar Z.


    Übrigens halte ich es für einen recht sicheren Weg, die Söhne zu Nicht-Modellbahnern zu machen, wenn man sie in die Richtung zu sehr zu beeinflussen versucht. Sie kommen eher durch Mitmachen beim Vater dazu als durch pädagogische Konzepte.


    Grüße
    Bernhard

    Hallo,

    Fakt ist:

    • das vielfältige Nebeneinander ist nur in dieser Epoche vorbildlich
    • König Dampf hat das Zepter noch nicht überall aus der Hand gegeben.
    • Das was wir als moderne Bahn kennen, ist in dieser zeit entstanden (Strukturwandel)
    • weil das, was wir "rangieren" nennen (Stückgut, sammeln und verteilen in kleinerem Rahmen) in dieser Zeit noch allerorts anzutreffen war.


    Neben durchaus sehr interessanten Fahrzeugen bietet die moderne Bahn diese Betriebsmöglichkeiten nicht mehr, bzw. kaum noch.

    Das vielfältige Nebeneinander der Epoche III ist vermutlich teilweise ein Mythos. Kleine Nebenbahnhöfe sahen auch damals nicht mehr als zwei oder drei verschiedene Züge, jedenfalls nicht die große Sammlung an Fahrzeugen, die der Modellbahner dort gern hinschickt. Das so beliebte Groß-BW mit Drehscheibe und Ringlokschuppen beheimatete im Normalfall auch keine 15 verschiedene Baureihen, wie auf Anlagen üblich, und lag erst recht nicht an einem fünfgleisigen Durchgangsbahnhof. Die Güter-Ladestellen waren häufig auch nicht derart frequentiert wie wir es heute gern spielen.


    Der große Vorteil der Ep. III ist, daß wir unsere Vorstellungen nicht mehr mit der Realität abgleichen können bzw. müssen. Nostalgie ist sicher auch ein Grund, aber in vielen Fällen schon gar nicht mehr aus eigenem Erleben. Wer in Ep. IV aufgewachsen ist, hat auf Anlagen und in Modellbahnbüchern fast nur Ep. III gesehen. Die Autoren sind teilweise bis heute aktiv bzw. die Bücher gibt es, leicht modernisiert, immer noch.


    Den Güter-Betrieb der modernen Bahn kennen wir kaum, weil er selten vorkommt in Zeitschriften und Büchern. Wenn man sich ein wenig umsieht, merkt man, daß die angebliche Wüste lebt.


    Grüße
    Bernhard

    Nochmal: es ging mir nur darum, aufzuzeigen, wieviel Geld zwei potentielle Zielgruppen (Jugend, Senioren) zur Verfügung haben.

    Das ist hinsichtlich der Senioren gründlich schiefgelaufen. Die 19 Millionen Senioren können nicht nur 7,5 Milliarden Euro Jahreseinkommen haben. Nur um die Größenordnung zu zeigen: Nehmen wir ein weit unterdurchschnittliches Jahreseinkommen der "Senioren" 60+ von 15.000 Euro pro Kopf an, sind das bei 19 Millionen Senioren an die 300 Milliarden Euro. Es hilft, wenigstens überschlagsweise die Plausibilität von Zahlen zu prüfen, bevor man sie glaubt und verbreitet.


    Die Modellbahnbranche macht in Deutschland einen Jahresumsatz der Größenordnung 200 Millionen Euro. Das sind weniger als 10 Euro je männlicher Einwohner im spielfähigen Alter. Es fehlt nicht so sehr an Kaufkraft, vielmehr sind andere, oft ebenfalls teure Dinge für die verschiedenen Altersgruppen attraktiver.


    Grüße
    Bernhard

    Hallo Mark,

    - dass Epoche III Liebhaber in der Spur 0 in der Mehrheit sind (das wurde, glaube ich, auch schonmal hier in einer Umfrage festgestellt).


    Zum letzten Punkt:
    Warum ist das so? Warum interessieren sich nicht mehr Modellbahner für Epoche IV bis VI?
    Liegt es an der vermeintlichen fehlenden optischen oder sonstige Attraktivität des Vorbildes (finde ich übrigens nicht)?
    Oder liegt es schlichtweg am fehlenden Angebot, sodass auf andere Spurweiten ausgewichen wird?

    ich vermute, ohne daß die Nuller im Schnitt noch älter sind als die Allgemeinheit der Modellbahner, außerdem waren die verfügbaren Modelle, ob Kleinserie oder Großserie aus den 70ern, fast ausschließlich Ep. III und früher. Auch sind die erhältlichen Oberleitungen ziemlich teuer, aber das betrifft ja auch schon Ep. III.


    So war es die richtige Entscheidung von Bernd Lenz, mit Ep. III zu beginnen. Aber Ep. IV kommt so langsam, und V wird folgen (einzelne Modelle gibt es bereits). Dabei hilft natürlich, daß vor allem die Dieseloks der Ep. III es beim Vorbild meist bis Ep. V geschafft haben, teilweise bis heute, und viele Güterwagen zumindest bis in die 1980er. Lackierungs- und Beschriftungsvarianten bereits produzierter Modelle sind vergleichsweise einfach und günstig zu verwirklichen.


    Grüße
    Bernhard

    Alles richtig, Heinz, nur wenn die Senioren 60+ ein verfügbares Monatseinkommen von gut 30 Euro haben sollen, dann ist das kein Problem der Definition der Gruppen mehr. Da kann jemand mit Zahlen überhaupt nicht umgehen.


    Grüße
    Bernhard

    Also ich fasse mal zusammen:


    Zur Kaufkraft:
    "Bezogen auf die 80.767.463 Einwohner (Stand 01.01.2014) ergibt sich ein Wert von 21.449 Euro pro Kopf."


    Soweit plausibel und sogar belegt.


    "Die Kaufkraft der rund 7.5 Mio Jugendlichen liegt bei rund 20 Milliarden (!) im Jahr.


    Dagegen haben die rund 19 Mio Senioren (60 plus, weia, da zähl ich ja auch dazu) nur 7,5 Mrd. Kaufkraft."


    Man braucht nicht mal einen Taschenrechner, um auszurechnen, daß die "Senioren" damit weniger als 400 Euro Kaufkraft (verfügbares Nettoeinkommen) im Jahr haben sollen. 7,5 Milliarden "Kaukraft" geteilt durch 19 Millionen Senioren ergibt aufgerundet 400 Euro, ganz einfach.
    Gegenüber 21.449 Euro pro Kopf im Schnitt.

    Sorry, das ist und bleibt Unsinn (Q gelöscht). Da hilft auch überhebliches Auftreten nichts mehr. Und auch nicht das Ignorieren der User, die noch rechnen gelernt haben und frei erfundene Zahlen nicht einfach hinnehmen.


    Grüße
    Bernhard

    ZahHallo,

    Ein paar Fakten:


    Die Kaufkraft der rund 7.5 Mio Jugendlichen liegt bei rund 20 Milliarden (!) im Jahr.
    Dagegen haben die rund 19 Mio Senioren (60 plus, weia, da zähl ich ja auch dazu) nur 7,5 Mrd. Kaufkraft.

    Das sind keine Fakten, das ist frei erfundener Quark.Demnach hätten "Senioren" durchschnittlich weniger als 400 Euro "Kaufkraft" (was immer das in diesem Zusammenhang bedeuten soll) _im Jahr_.


    Ich weiß, der Verarmungswahn grassiert, aber man kann es auch übertreiben mit dem Glauben und Verbreiten absurder Zahlen.


    Die Alten sind die eine gigantische Konsumentengruppe, die dazu in den kommenden Jahren stark wächst, im Gegensatz zur Zahl der Kinder und Jugendlichen. Die Modellbahnbranche weiß das.


    Grüße
    Bernhard

    ja, schön bunt! und sie riecht aus jedem Knopfloch nach Abenteuer…….. also ehrlich so ein talent-triebwagen veranlasst doch kaum einen dazu, morgen wegzulaufen und Lokführer zu werden. die alten Dampfer taten das zu ihrer zeit.

    Für den Nachwuchs, ob 10 oder 40 Jahre alt, ist es völlig egal, aus welchem Grund alte Herren vor 60 Jahren die Bahn interessant fanden. Früher war alles besser, und die bösen modernen Zeiten... um diese Klientel gehts hier nicht. Übrigens riechen die Nachkriegsdampfer nach Beamtenbahn, engen Eisenbahnerwohnblocks und Kleingartenparzelle am Bahndamm; die Bahn war auch eine Art Beschäftigungsgesellschaft für ehemalige Soldaten. Das "Abenteuer" Lokführer war im 19. Jahrhundert.


    Die moderne Bahn ist interessant, ohne Dampfer. Das ist in den kleinen Spuren schon angekommen, und 0 wird folgen, mit Verzögerung, falls 0 mit Serienfahrzeugen weiter existiert.

    Hallo zusammen,


    als ich in Ep. IV aufwuchs, war die Bahn ein muffiger, versiffter, grauer, gestriger Laden. Am Bahnhof kam man in eine andere Welt, eine triste Welt. Ich kann das nur auf "früher war alles besser" zurückführen, wenn "Nostalgie" aufkommt.


    Heute ist die Bahnwelt bunter denn je. Soviele verschiedene Fahrzeuge und Lackierungen gab es vermutlich noch nie. Auf vielen Strecken, auch kleinen, sind die Passagierzahlen hoch wie nie.


    Ich wohne an einer eingleisigen Strecke. Seit die von einer "Privatbahn" befahren wird mit modernen Triebwagen, wurde die Zahl der täglichen Züge schon zweimal erhöht, wegen großer Nachfrage. Andere kleine Strecken, schon stillgelegte, der weiteren Umgebung wurden reaktiviert oder werden es bald.


    Die Triebwagen unserer Strecke, mit denen nicht nur meine Söhne täglich zur Schule fahren, gab es eine ganze Weile nicht in der entsprechenden Lackierung... in H0. Inzwischen sind sie zu haben, zum stolzen Preis allerdings, nicht taschengeldgeeignet. Ab und zu werden Güterzüge einer anderen "Privatbahn" über unsere Strecken umgeleitet, zwei je Richtung und Tag. Die Loks dieser Bahngesellschaft gibt es bis heute nicht... in H0, wohlgemerkt, obwohl die Gesellschaft ein eigenes Güterbahnnetz mit Rangierbahnhof in einer Großstadt bedient, und über hunder Kilometer entfernte Anschließer mehrmals täglich mit eigenen Güterzügen erreicht. Ach ja, Museumszüge kommen im Sommer öfter vorbei, vor ein paar Tagen eine dreiteilige, knatternde Schienenbusgarnitur, sonst meistens Dampfer mit alten Wagen. Die immerhin gibt es, in H0 wenigstens, jederzeit.


    Der wirkliche Nachwuchs für die Modellbahn, erst recht für 0, ist über 30 und hat jetzt Platz und Geld für die Modellbahn. Das war schon immer so. Nur ein Teil davon läßt sich für die Ep. III begeistern, die auch die heute 50jährigen allenfalls aus Büchern kennen. Als Museumsbahn hat die Modellbahn keine Zukunft. In den kleineren Spurweiten verkaufen sich Ep. V und VI am besten, wie man hört.


    Die Hersteller kennen ihren Markt und brauchen keine Ratschläge. Auch in 0 werden wir irgendwann mehr IV und V sehen in der Serie, zumal da ja noch viele der alten Baureihen unterwegs waren und mit entsprechender Lackierung nur neu aufgelegt werden müssen. Die DRG-Bastler und Wirtschaftswunder-Nostalgiker wird es in abnehmender Zahl weiter geben, aber als Käufergruppe allenfalls für Kleinserien interessant.


    Grüße
    Bernhard

    Hi Tim,

    I think the German market was like that before ready-to-run models at Lenz prices and quality were available, and would be again if that so far successful "re-launch" would fail after all. I doubt this will happen. As long as there is demand, there will be manufacturers. With modern technology, small-scale series can be produced at reasonable costs.


    Regards,
    Bernhard

    Hallo,


    die Streiterei bringt doch nichts, von beiden Seiten.


    Meine Erfahrung als Neu-Nuller: Ich besitze ein paar Wagen von MBW. Das Preis-Leistungsverhältnis ist in Ordnung.


    Eine V200 digital mit Sound habe ich auch, gekauft im Februar über eine ebay-Auktion für 334 Euro inkl. Versand; Verkäufer ein bekannter Händler. Da ich mit meiner Anlage noch nicht soweit bin, war das eher ein Gelegenheitskauf. Das Modell gefällt mir sehr gut, ich kauf mir gern ein zweites wenn die Anlage fahrfähig ist. Für diese Lok würde ich auch mehr ausgeben.


    Die V80 ist keine Ikone wie die V200, sondern eher für Fans dieser Lok. Meiner Meinung nach das falsche Modell für größere Absatzzahlen. Die Hersteller haben doch eine Situation, von der sie in kleineren Baugrößen nur träumen können: Zwar sind den zehn Jahren seit dem Re-Launch schon einige der populären Fahrzeuge der Ep. III und IV erschienen, es gibt aber von anderen wichtigen Baureihen noch kein modernes Großserienmodell. Ein Beispiel wäre ETA150, ein nebenbahntauglicher Brot-und-Butter-Triebwagen, der auf so gut wie jede 0-Anlage paßt und für Vitrinensammler ebenso interessant wäre. Warum dann ein Nischenmodell anbieten, von dem es nur zehn Exemplare beim Vorbild gab und das auf Anlagen nur richtig paßt, wenn sie in einer bestimmten Region angesiedelt sind?


    Wenn MBW aufhören sollte (die Angaben dazu ändern sich wohl stündlich), wär das bedauerlich. Eine Katastrophe wär es nicht, denn Modelle mit guten Marktchancen wird es früher oder später geben, von den etablierten oder neuen Anbietern.


    Grüße
    Bernhard