Posts by Lennerocker

    Hallo Sven,


    Hallo zusammen,


    ...
    Das Gerät kann ich wohl in die Tonne werfen und mir was neues besorgen. Oder liegt es an der Farbe?


    Ich stand vor einiger Zeit vor dem gleichen Problem. Nach längerer Nichtnutzung meiner Airbrush waren die Ergebnisse miserabel. Bei der Recherche bezüglich eines neuen Geräts stieß ich auf eine Seite mit Tipps zur Reinigung. Empfohlen wurde die Reinigung in einem Ultraschallgerät, ein Tipp, den ich voll und ganz bestätigen kann. Habe mir so ein Teil zugelegt und die Airbrush funktioniert wieder einwandfrei. Seitdem wird die Airbrush nach jeder "Session" im Ultraschallbad gereinigt.


    hth ;)
    Bernard


    Hallo Spur-Null-Freunde,


    weiter geht's mit ein paar Kleinigkeiten:


    Die beiden Eingangstüren sind, wie oben erwähnt, von Zapf. Ich habe sie jeweils zweifach beschafft, mit grünem Vallejo Wash behandelt und mit der Rückseite mit Weißleim verklebt. Vor dem Verkleben wurde an den Fensteröffnungen ein Stück Klarsichtfolie eingelegt. Mit einer feinen Feile wurde auf der Rückseite an beiden Teilen jeweils eine feine Nut erzeugt, in die ein 0,5mm starker Messingdraht eingelegt wurde, der oben und unten jeweils 1mm übersteht. Darüber können die Türen in passende Bohrungen am Türrahmen eingesetzt werden. Für den unteren Eingang wurde eine kleine Treppe aus zwei Stufen aus Balsaholz angefertigt und farblich behandelt. Die Innenbeleuchtung wird aus warmweißen LED bestehen, die Außenleuchte über dem unteren Eingang stammt von BeliBeco. Alles zusammen werde ich über Mini-Konstantstromquellen betreiben, die ich vor längerer Zeit mal in gekauft habe. Dadurch kann ich auf Vorwiderstände verzichten und die einzelnen Beleuchtungselemente einfach in Reihe schalten.


    Die umlaufende Dachrinne stammt wie die Fallrohre von Wenz. Die Rinnen wurden passend geschnitten und miteinander verlötet. Für das Anbringen der Rinneisen habe ich mir einen Holzrahmen angefertigt, dessen Innenmaße denen er umlaufenden Dachrinne entsprechen. Die Positionen der Rinneisen wurden auf dem Rahmen mit Bleistift angezeichnet und die Dachrinne mit der Oberseite auf den Rahmen gelegt. Die einzelnen Rinneisen tunke ich nun mit einem Ende in Sekundenkleber und platziere sie senkrecht an den markierten Stellen in der Rinne. Nach dem Aushärten des Klebers können die Rinneisen nun um die Dachrinne gebogen werden. Sie werden mit dünnflüssigem Sekundenkleber fixiert, den ich über eine Stecknadel aufbringe. Ggf. wird der Klebevorgang noch mit dem Spray beschleunigt, das Wenz zu diesem Zweck anbietet. Dieses Verfahren hat sich für mich bewährt, während ich mit Löten bei den sehr filligranen Teilen nur mäßigen Erfolg hatte. ;) Abschließend wurde die Dachrinne mit Waschbenzin gereinigt, grundiert und mit Airbrush lackiert. Als Grundfarbe habe ich Revell grau matt verwendet. Schließlich wurde noch mit verschiedener Washings von Vallejo Patina aufgebracht. Für die Montage der Dachrinne an der Dachkonstruktion wurden die Rinneisen passend gebogen und mittels Sekundenkleber befestigt. Nun konnten auch die Fallrohre angefertigt werden. Da es sich nicht lohnte extra dafür die Airbrush anzuwerfen, sind sie noch unlackiert. Detailfotos von der Rinnenkonstruktion habe ich leider nicht, kann sie aber noch anfertigen, wenn Interesse besteht.


    Ähnlich wie im Pit-Peg-Entwurf sollte das Stellwerk auch einen Steg erhalten. Er entstand aus 3x3mm Eichenleisten, die mit Weißleim verleimt und mit Vallejo Wash schwarz behandelt wurden. Die Beplankung erfolgte mit 3x1mm Eichenleisten, die mit Vallejo Wash hellgrau behandelt wurden. Das noch unlackierte Geländer stammt von Weinert. Im Bild ist der Steg provisorisch mit einem dünnen Messinddraht montiert.


    Einen ersten Eindruck, wie das Stellwerk an der Stützmauer wirken könnte, könnt ihr vielleicht anhand der nächsten Fotos gewinnen. Das Stellwerk ist als Blickfang auf einem 45°-Bogenmodul vorgesehen. Die Stützmauer besteht aktuell nur aus Styrodur und muss noch verkleidet werden. Der vorläufige Abschluss der Arbeiten am Stellwerk wird die Dacheindeckung sein, die ich mit Jaffa's Schiefereindeckung vornehmen werde. Innenausstattung, Zugdrähte, etc. werden dann bei der endgültigen Montage auf dem Modul folgen. Wenn es was Neues gibt, werde ich wieder berichten.


    Bernard



    Vielen Dank für Eurer Interesse und die positiven Bewertungen. Nach einem ausgiebigen Spaziergang bei schönstem Sonnenschein steht dem Hirn nun wieder genügend Sauerstoff zur Verfügung, um die Beschreibung fortzusetzen. ;)


    Der Bruchsteinsockel wurde mit verschiedenen Washings von Vallejo patiniert. Für den restlichen Korpus habe ich Weathering-Spray 49051 von Modelmates verwendet. Das passt meiner Ansicht nach sehr gut für ein Gebäude an einer mit Dampfloks bedienten Strecke. Bei der Verwendung sollte man aber erst einmal an einem Probestück das Spray testen und anfangs aus größerem Abstand sprühen. Sonst wird es schnell zu dunkel, was kaum korrigierbar ist. Andersherum ist einfacher. :D


    Auch der Korpus der Kanzel besteht aus gedruckten Teilen von 2mm Stärke. Für die Fenster wurden Vertiefungen von 1mm angelegt. Jeweils 2 Fenster F45011 von Zapf passen nebeneinander. Im Nachhinein wäre es besser gewesen, die Klarsichtfolien für die Glasimitation auf die Rückseiten der Fenster zu kleben und beides zusammen dann in die Fensteröffnungen der Kanzel. Ging aber auch so, war nur etwas fummeliger. Als Fensterbänke wurden 3x1mm Eichenleistchen eingesetzt. Nach dem Einbau der Fenster und Fensterbänke wurden schließlich die Holzteile mit schwarzem Vallejo Wash behandelt.


    Im nächsten Schritt wurden die Außenseiten der Kanzel mit 3x1mm Eichenleistchen "beplankt" und abschließend mit grauem Vallejo-Wash bearbeitet. Als Boden wurden maßstäblich auf dünner Pappe ausgedruckte "alte Dielen" aufgeklebt, die Innenverkleidung der Wände besteht aus dünnem Balsaholz, das einen Anstrich mit weißer Vallejofarbe erhielt.


    Für den Dachaufsatz wurde eine Grundplatte gedruckt auf die, wie in der Vorlage von Pit-Peg, dreieckige Spanten senkrecht aufgeklebt werden. Diese geben dem Dach die Grundform. An der Unterseite ist die Grundplatte an der Stelle wo sie auf die Kanzel aufgesetzt wird um 1,5mm verstärkt. Dieser Bereich fügt sich später in die Kanzel ein und sichert den Dachaufsatz gegen Verschieben. Die Dachhaut besteht aus 1,5mm starkem Balsaholz. Kleinere Ungenauigkeiten können dabei mit flüssigem Holzspachtel beigearbeitet und nach dem Aushärten mit feinem Schmirgelpapier geglättet werden. Schließlich wird noch mit einem scharfen Skalpell eine Öffnung für den kamin die Dachhaut geschnitten.


    Für den Kamin fand ich nichts in passender Länge bei den einschlägigen Anbietern, da er auf dem Boden der Dachkonstruktion steht und über die First reichen soll. Also blieb auch hier nur der 3D-Druck. Nach Grundierung und einer Lackierung mit Revel-Kaminrot folgte noch die Patinierung mit verschiedenen Washings von Vallejo. Ein Ring aus dünnem Messingblech aus der Restekiste und einem daran angelöteten dünnen Messingdraht ergeben eine stimmige Befestigung des hohen Kamins an der Dachkonstruktion.


    So, das war's erst einmal wieder. Teil 3 folgt in Bälde. Werde dann auch einen ersten Eindruck geben, wie das Stellwerk an der Stützmauer aussieht. ;)


    Bernard


    Hallo,


    möchte euch hier die Entstehung eines Stellwerks vorstellen, dessen Vorlage ich in Pit-Peg's Bauprojekten (MIBA-Report 13) gefunden habe. Grundlage ist das Stellwerk Thalfingen/Süd im Maßstab 1:87. Da es sich um ein Einzelstück handelt, hätte ich die Anfertigung sicher auch mit handelsüblichen Materialien wie Polystyrol, Sperrholz, etc. bewerkstelligen können. Allerdings diente das Projekt auch dazu, mich in das Konstruieren in 3D einzuarbeiten und mich mit Fertigungstechniken wie Lasern oder 3D-Druck auseinanderzusetzen. Die ursprüngliche Idee war, die Zeichnungsdaten zu exportieren und die Bauteile von einem Dienstleister lasern zu lassen. In der Praxis stellte sich das aber als nicht praktikabel dar. Zum einen war es dann doch nicht so trivial wie erwartet, die Zeichnungsdaten in entsprechende Plotdaten zu konvertieren und zum anderen liegen nachvollziehbar mindestens mehrere Tage zwischen Übersendung der Zeichnungsdateien und Rücksendung der gelaserten Teile. Haben sich Fehler eingeschlichen, verzögert sich der Fortgang des Projekts weiter...


    Über einen Bekannten hatte ich die Möglichkeit, erste Teile im 3D-Druck fertigen zu lassen. Qualität und Passgenauigkeit entsprachen zwar meinen Vorstellungen, aber das Problem mit den Laufzeiten zwischen Zeichnung und Fertigstellung blieb, lediglich der Postweg entfiel. ;) Ich entschied mich daher, einen 3D-Drucker zu kaufen, zumal sich außerhalb des Projekts noch weitere Anwendungsmöglichkeiten abzeichneten. Schließlich wurde ich in der Bucht fündig und konnte dort günstig einen Dremel-Drucker 3D-40 erwerben. Die meisten Teile sind nun im 3D-Druck entstanden. Die einzelnen Bauabschnitte stelle ich euch in den folgenden Bildern vor:


    Die ersten drei Bilder zeigen den Korpus aus Boden, Vorderwand und den beiden Seitenwänden. Geklebt wurde mit handelsüblichem Kunststoffkleber von Uhu. Da die untere Tür beweglich sein soll, man also Einblick in das Innenleben des Treppenhauses erhält, muss dieses gestaltet werden, bevor die Rückseite(n) montiert werden. Die Treppe entstand ebenfalls im 3D-Druck, die Fliesen des Bodenbelags sind ein maßstäblicher Ausdruck auf dünner Pappe. Die Plakate an den Wänden des Treppenhauses sind maßstäbliche Verkleinerungen von Bahnplakaten mit Sicherheitshinweisen. ;)


    Weiter geht's nach Montage der Rückwände mit der Gestaltung des Sockels. Dazu habe ich Vollmer 48721 Haustein aus der Steinkunst-Serie verwendet. Ebenfalls schon eingesetzt sind die Türrahmen, die wie alle weiteren Tür- und Fensterelemente von Zapf sind.


    Entgegen dem Bauvorschlag von Pit-Peg gefiel mir eine Fachwerkkonstruktion für das Gebäude besser. Das Fachwerk entstand ebenfalls im 3D-Druck aus schwarzem Filament und wurde mit Kunststoffkleber aufgeklebt. Minimale Spalte im Übergang zwischen Vorderseite und den Seitenteilen wurden mit Vallejo-Putty verspachtelt. Das gesamte Fachwerk erhielt dann noch einen Überzug aus Mattschwarz. Fachwerkspezialisten, Statiker, etc. mögen nicht so genau hinschauen. Für mich wirkt das Fachwerk stimmig. :D


    Als weitere Arbeit am Korpus erfolgte das Ausfüllen des Fachwerks mit Vollmer 48726 Rauputz. Trotz Verwendung einer aus den Zeichnungen des Fachwerks angefertigten Schablone eine fummelige Arbeit. Man bekommt allerdings die Füllung des Fachwerks schön bündig hin, da die Stärke des Vollmer-Materials bei der Konstruktion des Fachwerks mm-genau berücksichtigt werden konnte.


    Schließlich wurde noch die Stützkonstruktion eingesetzt. Sie besteht aus 3x3mm starken Eichenprfilen, die mit schwarzem Vallejo-Wash behandelt wurden. Im Korpus sind sie mit Sekundenkleber und die Verstrebungen mit Weißleim verklebt.


    Fortsetzung folgt mit der Alterung des Korpus und der Konstruktion der Kanzel.


    Bernard


    Kann ich voll bestätigen. Am Montag den alten LV100 abgeschickt, gestern war die neue LZV200 hier. Super Service. Einziger kleiner Wehrmutstropfen: Ich hatte im Anschreiben darum gebeten, mir das Updatekabel für den neuen Handregler mitzuschicken. Das hat nicht geklappt. Werde es bei Gelegenheit mal separat bestellen.


    Gruß aus dem Sauerland
    Bernard

    Hallo Christoph,


    vielen Dank für den Tipp. Ich habe wohl schon mal von diesem Stift gelesen, ich habe aber noch keinen zum Testen gefunden. Bist Du sicher, dass der auch mit lösemittelhaltigen Farben funktioniert?


    Bernard

    Die nächsten Schritte sind die Nachbehandlung der Schwellen und der Schienenprofile. Die Schwellen habe ich zunächst mit der Methode von Baumbauer007 nachbehandelt https://forum.spurnull-magazin…-altern-p73624/#post73624. Für das Auftragen der Rostfarbe auf die Schienenprofile nutze ich schon seit H0-Zeiten eine Airbrush. Als Farbe kommt Weinert 2662 (Rostfarbe mit Rotstich für alten Rost) zum Einsatz. Da ich dem nachträglichen Abschleifen der Schienenköpfe, ganz gleich mit welchem feinen Schleifmittel auch immer, misstraue, habe ich folgende Vorgehensweise gefunden, die für meine Zwecke optimal funktioniert:
    Auf die Schienenköpfe klebe ich Tamiya-Maskierband von 6mm Breite so auf, dass an den Seiten etwas übersteht. Diese Überstände werden anschließend mit einem scharfen Skalpell abgeschnitten. Nach dem Einfärben mit der Airbrush wird das Maskierband einfach abgezogen, die Schienenköpfe sind weiterhin blank und müssen nicht weiter behandelt werden.



    Zum Einschottern verwende ich Schotter von Spurenwelten, den ich schon vor Jahren in so großer Menge gekauft habe, dass es für die gesamte Anlage reichen sollte. Falls es für jemanden von Interesse ist um welche Sorte es sich handelt, suche ich die Artikelnummer aus der Ablage meiner Bestellungen heraus. Verklebt wird der Schotter mit der klassischen Wasser-Leim-Methode. Die Fotos zeigt das Viadukt mit eingeschottertem und patiniertem Gleis. Im Hintergrund ein 45°-Bogenmodul der bestehenden Anlage.



    Geländegestaltung
    Wie zuvor schon erwähnt, besteht das Gelände aus einem Styrodurkern. Dazu wurden aus einer großen Platte von 20mm Stärke kleiner Platten ausgeschnitten, mittels Baukleber verklebt und mit einem Federmesser in Form gebracht. Die Geländeteile habe ich erst endgültig an ihren Platz geklebt, nachdem alle Teile fertig waren und eine Stellprobe mit dem Viadukt erfolgt war. Anschließend erhielten die Styrodurteile einen Überzug aus meinem persönlichen Sculptamold. :D
    Beim Bau meiner Module geht es mir darum, sie möglichst leicht zu bauen, aber dennoch eine Geländestruktur zu haben, auf der auch größere Bäume stabil zu befestigen sind. Gips scheidet daher ebenso aus, wie eine Spantenbauweise mit einer nur dünnen Geländehaut. Wie man einen stabilen Überzug mit Schleifstaub herstellt, hat Jens Kaup (Vampisol) unter https://www.youtube.com/watch?v=XyHxWKiVcSY</a> anschaulich erklärt. Da ich keinen Zugang zu Schleifstaub in der benötigten Menge habe, nehme ich einfaches Sägemehl aus der Tischlerwerkstatt. Das enthält naturgemäß auch gröbere Anteile und ist daher für den direkten Gebrauch für mich nicht geeignet. Ich nutze den Thermomix zum Zerkleinern. 30 – 60 Sekunden Stufe 10 erzeugt ein recht feines Sägemehl, das sehr gut geeignet ist. Ein anderer Mixer würde es vermutlich auch tun. Man sollte allerdings darauf achten, dass im Ausgangsprodukt keine metallischen Teile wie z.B. Nägel enthalten sind… :D
    Das so zerkleinerte Ausgangsmaterial wird nun mit etwas Wasser, einem Spritzer brauner Abtönfarbe und Weißleim zu einer pastösen Masse angerührt und dann auf das Gelände mit einem Spachtel aufgetragen. Nach zwei bis drei Tagen ist die Masse ausgehärtet. Je geringer der Wasseranteil ist, umso schneller härtet das Material aus, lässt sich aber auch nicht ganz so einfach anrühren. Ein höherer Wasseranteil verzögert das Aushärten, allerdings ist die Endfestigkeit gefühlt nicht schlechter.
    Die folgenden Bilder zeigen das bearbeitete Gelände mit herausgenommenem Viadukt. Die Stützmauern erhielten provisorisch eine Verkleidung mit Vollmer Steinkunst "Bruchstein". Mal sehen wie das so wirkt wenn das Material farblich nachbehandelt wurde und wie sich die Ecken und Decksteine gestalten lassen.



    Zum Schluss noch ein paar Fotos mit eingesetztem Viadukt:



    Das Brückenmodul stellt den Anfang einer Anlagenerweiterung dar. Daran schließen sich zwei Bogenmodule an, die auch schon in betriebsfähigem Zustand sind. Da mein Schwerpunkt in der nächsten Zeit darauf liegen wird, drei weitere Module zu planen, schließe ich meinen Bericht zum Bau des Viadukts Wenkhausen vorläufig. Die weitere Ausgestaltung des Moduls erfolgt, wenn die Anlagenerweiterung betriebsfähig ist. Schließlich will ich auch während der Bauphase Züge fahren lassen :D


    Werde dann wieder berichten…


    Bernard

    Hallo zusammen,


    zur Montage meiner Hintergründe nutze ich eine Konstruktion, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Meine Hintergründe sind von JOWI, aufgedruckt auf 2mm starkes Kunststoffmaterial. Eigentlich baue ich für meine Spur-0-Anlage Module, die auf Gerüstböcken aus Metall lagern. Dafür ist in erster Linie die Konstruktion der Hintergrundhalterung ausgelegt, sie lässt sich jedoch, wie ich meine, auch auf andere Anlagen übertragen. Daher poste ich meine Konstruktion hier:


    Das Grundprinzip zeigt die nachfolgende Zeichnung:


    Das Ganze besteht zunächst aus handelsüblichen Bauteilen: Gewindestange mit 10mm Gewinde, einem sogenannten Stuhlwinkel, Muttern und Unterlegscheiben. Das alles aus dem Baumarkt. Die eigentliche Halterung wurde im 3D-Druck erstellt. Sie besteht aus einer Hülse mit 10mm Bohrung, einer Quertraverse von 150mm Länge und zwei optionalen Verlängerungsstücken von 100mm Länge, die jeweils rechts und links mit der Quertraverse verbunden werden können. Die Quertraverse wie auch die Verlängerungen haben eine 4mm breite Nut in der die Hintergrundplatten lagern. Die Einzelteile können mit handelsüblichem Kunststoffkleber verklebt werden. Einzelteile und eine montierte Halterung zeigen die folgenden Fotos:



    Ich habe die Halterungsteile mit transparentem Filament gedruckt. Sie fallen kaum auf. Das ganze funktioniert bei meinem stationärem Aufbau sehr gut und lässt sich prima über die Muttern justieren. Ob das Konstrukt auch für mobile Anlagen geeignet ist, kann ich nicht beurteilen. Vielleicht übernimmt ja jemand die Idee und berichtet über seine Erfahrungen z.B. bei Ausstellungen. Wenn jemand die Druckdateien haben möchte, stelle ich sie gern im stl-Format zur Verfügung. PM reicht.


    Bernard

    Dank karnevals- und damit arbeitsfreier Tage gibt es Baufortschritte zu verzeichnen...


    Wie weiter oben bereits erwähnt, soll das Viadukt herausnehmbar bleiben. Dazu schien es mir erforderlich, für eine saubere Führung zu sorgen. Wie ich das an den Kopfseiten des Viadukts gelöst habe, wurde ja schon berichtet. Das Gelände und die Geländebasis wird mit 20mm starkem Styrodur hergestellt. Um beim Einfügen des Viadukts eine Beschädigung des relativ weichen Materials zu verhindern, habe ich mir mit Hilfe eines 3D-Druckers drei Führungshülsen für die Pfeiler angefertigt. Da nur weißes Filament vorhanden war und ich nicht warten wollte, :D müssen die Hülsen später noch farblich dem Gelände angepasst werden. Die Führungshülsen stehen ca. 2mm über und werden später mit Geländespachtel "eingeputzt". Die 3D-Ansicht der Führungshülse und ihr Einsatz auf dem Modul zeigen die folgenden Bilder:



    Zur Geräuschdämpfung verwende ich 2mm starken Kork, der mit Pattex o.ä. aufgeklebt wird. Darauf werden dann die Gleise mit Ponal geklebt. Der elektrische Anschluss der Schienen des Viadukts erfolgt durch zwei Zuleitungen mit 1,5 mm2 Querschnitt, die durch den mittleren Pfeiler geführt werden. Sie sind am Ende mit zwei Büschelsteckern versehen und können so unter dem Modul eingesteckt werden.


    Eine erste Geländestruktur ist auch soweit fertig, aber noch herausnehmbar:


    To be continued... :)


    Bernard

    Hallo Husbert,


    da würde ich Dir gern widersprechen. Es ist ja ein Bauwerk und daher eben nicht Natur. Außerdem gibt es in Ziegelmauerwerken immer auch sehr dunkel gebrannte Ziegel. Dass der Kontrast im gegenwärtigen Bauzustand relativ groß ist, das ist sicher richtig. Da aber eine Patinierung noch aussteht, bin ich sicher, den Kontrast noch deutlich geringer gestalten zu können. Bei der Verteilung der dunklen Ziegel habe ich sehr darauf geachtet, eben keine Regelmäßigkeit entstehen zu lassen. Es gibt daher kein Schema nach dem ich vorgegangen bin. Ein Versuch an anderer Stelle hat auch ergeben, dass von den dunkleren Ziegeln nicht zu viele auf wenig Raum aufgebracht werden sollten. Dann wirkt das Ganze extrem dunkel. Eine größere Verteilung führt aber im Umkehrschluss zum unruhigen Erscheinungsbild. Aber wie gesagt, die Patinierung wird's richten. :thumbup:


    Viele Grüße
    Bernard

    Hallo,


    weiter geht's mit der Montage der Innenbögen. Um das Einrasten der "Nasen" der Innenbogenverkleidungen zu erleichtern habe ich mit einer feinen Sandpapierfeile sehr vorsichtig alle Nasen etwas entgratet. Danach ließen sich die Verkleidungen der großen Bögen sehr einfach montieren. Die Teile sind sehr passgenau. Man sollte hier aber mit einem Leim arbeiten, der nicht allzu schnell fest wird, um genug Zeit zu haben, die Lage zu korrigieren. Anschließend mit Montageklammern fixieren und warten bis der Leim fest ist. Bis dahin problemlos...


    Die Montage der recht engen Außenbögen gestaltete sich dann ungleich schwieriger. Trotz der oben beschriebenen Vorarbeiten und der mir eigenen Geduld X( ist es mir nicht gelungen, die Bögen ohne Beschädigung der "Nasen" einzusetzen bzw. die Verkleidungen standen etwas ab. Was tun? Die Verkleidungen wieder herausnehmen hätte ihre Zerstörung bedeutet, die anschließende Nachbeschaffung, Neulackierung und Einfärben der einzelnen Steine war nach einiger Überlegung dann keine Option. Ich entschied mich dafür, die Fehlstellen mit einer Holzspachtelmasse zu bearbeiten. Die wurde mit einem kleinen Spatel aufgetragen und nach ihrer Trockung mit sehr feinem Schleifpapier bearbeitet. Anschließend wieder mit PanPastel gefärbt und mit Fixativ eingesprüht. Danach erfolgte wieder das Einfärben einzelner Steine wie im letzten Beitrag beschrieben.
    Das Ergebnis ist insgesamt sehr ordentlich. Ein Teil der kleinen Bögen wird ohnehin im Gelände verschwinden, der sichtbare Teil kann sich, wie ich meine, auch sehen lassen. Ansonsten kommt in der Endgestaltung Efeu zum Einsatz ... :D



    Wie man die beschriebenen Probleme vermeidet, kann ich nicht sagen. Möglicherweise würde es helfen, die Innenbogenverkleidungen vorsichtig entlang der Mauerfugen in einzelne Streifen zu schneiden und dann einzeln einzusetzen. Das ist allerdings nicht erprobt und daher ohne Gewähr. Mein Hauptproblem war allerdings, dass die Verkleidung in ihrer ganzen Länge sehr unhandlich ist, kaum ohne Kraft zu verschieben ist und das Material auch leicht brechen kann.


    To be continued
    Bernard

    Weiter geht's...


    da das Viadukt auch im Endausbau herausnehmbar sein soll, habe ich unter die Trassenbretter zwei Holzleisten geklebt, die genau in die Nuten der Kopfseiten passen. Damit ist eine gute Führung gewährleistet, die sich in der Praxis hoffentlich bewährt. Im aktuellen Baustadium macht sich das jedenfalls schon mal gut.



    Der nächste Schritt ist, das Viadukt fertigzustellen, da im weiteren Verlauf des Baus immer wieder auf Maße zurückgegriffen wird, die nur sicher mit der vollständigen und montierten Verkleidung zu ermitteln sind. Die Klinkerverkleidung habe ich mit Aqua-Color hellgrau grundiert. Anschließend erfolgte die Farbgebung mit PanPastel in der Farbe Rotoxid. Vor dem nächsten Arbeitsschritt wurde das Ganze dann noch mit einem Fixativ eingesprüht.


    Um einzelne Steine in einer abweichenden Farbe darzustellen, nutze ich Stifte der Marke ShinHanart in den Farben Potato Brown, Brick Brown, Burnt Orange und Burnt Sienna. Diese haben auf der einen Seite einen breiteren Pinsel, vergleichbar einem Textmarker und auf der anderen Seite eine feinere Spitze. Damit lassen sich einzelne Steine gut bearbeiten. Für mich war aber eine Kopflupe erforderlich. Die Seitenteile und zwei Innenbögen habe ich jetzt soweit bearbeitet. Hat nur zwei Tage gedauert. ;( Ich meine aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Abschließend wird das Viadukt noch eine Patina erhalten, aber erst ganz am Ende der Modulausgestaltung.



    To be continued...
    Bernard

    Hallo Thomas,
    ich werde die Brücke abweichend vom Vorbild in Klinkeroptik bauen. Das gefällt mir erstens besser und passt auch insgesamt zum Stil meiner Module. Die Geometrie des Viadukts habe ich nicht verändert. Bünnig liefert das Viadukt auf Anfrage auch mit 2 großen Bögen. Es ist dann 770mm lang. Was die Höhe der Bögen angeht, so hast Du recht. Umgerechnet beträgt die Durchfahrthöhe zwischen Straße und Bogenscheitelpunkt in 1:43,5 etwa 190mm (ca. 180 mm in 1:45 :D ). Beim Bünnig-Viadukt beträgt die Höhe der großen Bögen 160mm. Für mich ist dieser Kompromiss Ok, zumal der Gesamteindruck durch die fehlenden 20mm nicht gestört wird. Ein Kompromiss war ohnehin bei der Umsetzung ins Modell erforderlich: Bei einer maßstäblichen Umsetzung wäre allein das Viadukt schon 1200mm lang geworden, das Modul somit 1400mm. Das war für den verfügbaren Platz erheblich zu lang...
    Viele Grüße
    Bernard

    Hallo Zusammen,

    ich eröffne hier mal einen Thread über mein im Bau befindliches Brückenmodul. Da die Tiefe des Moduls mit 600mm durch die bereits vorhandenen Module vorgegeben ist, suchte ich nach einer Vorbildsituation, die meiner Ansicht nach gut übertragbar ist und mit einem passenden Hintergrund auch den Straßenverlauf und den rechts angrenzenden Bach plausibel darstellen lässt. Die Aufnahmen des Vorbilds entstanden im Herbst 2018. Das Viadukt ist Teil der ehemaligen Bahnlinie zwischen Dieringhausen und Olpe. Wegen der bekannten Trockenheit war von dem Bach zwar nicht viel zu sehen, im Gegenzug konnten die Fotos aber bei Superwetter gemacht werden. :D Ein auf zwei Meter ausgeklappter Gliedermaßstab, metrisch (landläufig als Zollstock bekannt) dient als Vergleichsmaßstab und ermöglicht die Ermittlung der Vorbildmaße. Das Viadukt verläuft nicht vollständig rechtwinklig zur Straße, aufgrund des Geländes drumherum ist es auch nicht möglich, das Viadukt im rechten Winkel zu fotografieren. Dadurch lassen sich die Vorbildmaße nicht exakt bestimmen, die Genauigkeit reicht jedoch aus, um abschätzen können, welches Modell der Vorbildsituation ab nächsten kommt, zumal ein vollständiger Selbsbau des Viadukts nicht geplant war.




    Bild 1: Vorbildsituation


    Ich habe mich nach einigen Recherchen für das Viadukt von Bünnig entschieden und, nachdem ich die Modellmaße von Herrn Tondorf erhalten hatte, das Brückenmodul als "hängende Schlucht" geplant. Gefertigt wurde das Modul von Harald Brosch, wegen der Anschlussfähigkeit an bestenden Module wurde rechts der Modulkopf 20302 und links der Modulkopf 20303 verwendet. Da es sich um eine Einzelanfertigung handelt, wurden Details der Konstruktion mit Harald Brosch abgestimmt. Eine größere Stabilität wird neben den Querstreben durch die auf seinen Vorschlag hin eingebaute Bodenplatte erreicht. Trotzdem ist das Grundgerüst des Moduls nicht besonders schwer und sollte daher gut handhabbar sein. Die Gesamtlänge beträgt 1200mm.



    Bild 2: Modul ohne Bodenplatte


    Bild 3: Modul mit Bodenplatte


    Eine erste Stellprobe des provisorisch zusammengesteckten Kerns des Viadukts sieht schon recht gut aus. Im nächsten Schritt wird das Viadukt fertiggestellt, um die korrekten Maße für den Straßen- und Bachverlauf ermitteln zu können.




    Bild 4: Stellprobe mit Viadukt


    Werde in loser Folge weiter berichten und die weiteren Bauabschnitte dokumentieren. Da meine Schaffensperioden aber bedauerlicherweise immer wieder durch Arbeitsphasen im Hauptberuf unterbrochen werden müssen, können die Abstände zwischen den Berichten etwas dauern. :)


    Bernard

    Hallo,


    zur Befestigung eines Hintergrunds habe ich mir mit Hilfe des 3D-Builders eine einfache Halterung konstruiert. Zum Ausdruck des Prototypen und natürlich für die Endfertigung suche ich einen günstigen Druckdienst. Hat jemand einen Tipp und vielleicht schon selbst Erfahrungen damit gemacht? Der vom Builder angebotene Dienst will für ein Stück fast 13€ haben. Das scheint mir etwas viel zu sein...


    Viele Grüße
    Bernard

    Hallo Christoph,


    ich habe auch zunächst mit einem Alu-Profilsystem geliebäugelt, mich aber dann wegen der Kosten dagegen entschieden. Ich habe für meine Module von 80-130cm höhenverstellbare Metall-Gerüstböcke verwendet. Gibt es bei Eb** für ca. 15€ pro Stück. Werden meist im Doppelpack geliefert. Damit die Module nicht nach vorn oder hinten verschoben werden können, habe ich Alu-Winkel aus dem Baumarkt auf die Traversen geschraubt. Wenn man möchte, kann ma auch noch Bretter in die Gestelle legen und erhält dadurch noch reichlich Ablageflächen.


    Bernard