Posts by Nullkommanull

    Hallo Mario,


    lass Dich nicht entmutigen. Auch in Deinem Keller geht was in diesem Maßstab. Du musst Dich eben auf das Machbare beschränken.


    Bist Du schon mal im Spur 0 Club in Köln-Porz gewesen? Dort könntest Du Dir mal ein Bild von den (Un-)Möglichkeiten der Spur 0 und auch von 0e und 0m machen. Ich bin dort Mitglied und an jedem 3. Freitag im Monat ist dort öffentlicher Fahrtag. Ich selbst wohne in Wuppertal (West) und könnte Dir anbieten Dich mitzunehmen, Hilden liegt ja direkt auf dem Weg. Nächste Gelegenheit wäre der 18. September. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es in der Region noch andere Spur 0 Clubs gibt, die sich bestimmt auch über Besuch freuen würden (Solingen, Rheinberg, Hagen, Tetz) :)


    Noch ein paar Gedanken zu Deinem „Problem“:
    Mit einem richtigen Bahnhof wird es schon verdammt knapp. Wir bauen im Club gerade an einem kompakten Bahnhof in transportabler Modul-Bauweise, um auf Ausstellungen Präsenz zeigen zu können. Der kommt auf 4,00 x 0,80 m (ohne Fiddle Yard, basierend auf dem bekannten H0 Anlagenvorschlag "Zwänge") und ist bezüglich der Gleislängen schon so ziemlich auf ein Minimum reduziert. Das einzige Umfahrgleis hat eine Nutzlänge von 125 cm. Das sind mit Ach und Krach vier Donnerbüchsen oder 3yg bzw. sechs zweiachsige Güterwagen. Und das ist eigentlich schon eine Karrikatur des Vorbilds, doch erlaubt ist was gefällt. Die Gleise sind fertig und obwohl die Ausgestaltung noch in der Anfangsphase steckt, waren wir damit bereits zweimal auf Ausstellungen. Vielen Besuchern hat es schon in diesem Stadium gefallen. Der Betrieb mit den großen, massigen Fahrzeugen, das langsame und dabei vollkommen betriebssichere Rangieren hat viele fasziniert. Das waren sie von H0 (und kleiner) nicht gewohnt. Dazu noch die digitalen Gimmicks (Sound, Licht, ferngesteuertes Entkuppeln), die in der Größe einfach besser rüberkommen bzw. funktionieren. In Kombination mit einem Fiddle Yard bereitet diese Anlage stundenlangen Spielspaß. Wenn Du mit der Bahn wirklich spielen möchtest, dann empfehle ich Dir stärker In Richtung Rangieranlage zu denken. Ein Bw mag reizvoll aussehen, bietet auf Dauer aber deutlich weniger Spielmöglichkeiten. Wäre Dein Kellerraum doch nur einen Meter länger.


    In einem älteren MIBA Spezial gab es mal einen Anlagenvorschlag für die Spur 1 mit einem Zechen- oder Brikettfabrikanschluß, den man sicherlich auf 1:45 skalieren kann. Habe die Maße nicht im Kopf, könnte
    aber sein, dass das passt. Zumindest könnte es als Denkanstoß dienen. Habe momentan aber keinen Zugriff auf meine Sammlung. Vielleicht ist jemand im Forum schneller…
    Außerdem fällt mir da noch der Endbahnhof der Kleinbahn Gittelde - Bad Grund ein. Der war sehr kompakt und hatte eine platzsparende Wagendrehscheibe an der Erzverladung. Die MIBA hatte darüber auch mal was...


    Bei unseren Hobby-Kollegen auf der feuchten Insel, die generell unter viel größerer Platznot leiden, gibt es viele Beispiele für schöne, kompakte Rangieranlagen in unserer Baugröße. Wenn Du Interesse an ein
    paar Beispielen hast, dann schreibe mir eine PM.


    0 Schmalspur (0e oder 0m) wäre sicherlich eine interessante Alternative. Da wäre bei dem Platz eine nette Punkt-zu-Punkt Anlage mit zwei vollwertigen Bahnhöfen drin. Das Angebot ist vielleicht größer als Du denkst. Lass Dir das mal in Ruhe erklären und überlege Dir das nochmal gut. Spur 0 Material lässt sich noch einigermaßen gut verkaufen. Allerdings sind die Schmalspurfahrzeuge dann auch eine ganze Ecke kleiner, der „Wucht-Faktor“ geht da ein wenig verloren.


    Ein Aufzug ist eine sehr anspruchsvolle und aufwendige Alternative, aber nicht unmöglich. Ein pragmatischerer Ansatz wäre die Nutzung eines Kassettensystems. Auch hier ist wieder der Verweis auf die andere Seite des Kanals angebracht. Eigentlich ist es gar nicht so weit entfernt von der Aufzuglösung, nur dass die Aufzugsmechanik durch zwei Fünffingerkräne ersetzt wird. Übrigens hat es Wagenaufzüge auch beim Vorbild hier in D gegeben (z.B. Fa. Luhns in Wuppertal, Kraftwerk in Herdecke) Eine interessante Option, um bei fehlender Fläche in die dritte Dimension zu gehen. In 0e habe ich das schon mal als funktionierendes Modell gesehen, natürlich wieder auf der Insel, sollte also machbar sein. Wäre auf jeden Fall ein platzsparendes und belebendes Betriebselement.


    Soweit mein Senf.


    Viel Erfolg!


    Klaus

    Nochmal hallo,


    aus den Reaktionen des Moderators und seiner Bedanker ziehe ich mal den Schluß, dass ich mein Ansinnen nicht deutlich genug formuliert habe.


    Es geht mir NICHT um MODULE und ich wollte auch NICHT das Für und Wider irgendwelcher Höhen zum x-ten Male aufwärmen. Da habe ich, wie die meisten anderen auch, meine eigene Meinung. Irgendwelche Durchflutschhöhen und Haftungsfragen zu Besucherpodesten sind mir ebenfalls völlig Schnuppe.
    Der erste Abschnitt war nur als Einleitung gedacht und sollte meine ganz persönliche Ausgangslage beschreiben. Das war vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt. Da hätte ich doch besser ein neues Thema aufmachen sollen.
    Den Punkt, um den es mir hier geht, habe ich am Ende meines Beitrages als konkrete Frage formuliert. Dieser Aspekt ist m.E. auch in den verlinkten Threads nicht beleuchtet worden. Vielleicht habe ich aber auch etwas überlesen.
    Jedenfalls haben zumindest Peter und Jürgen mein Ansinnen verstanden und sachdienliche Beiträge formuliert. Dafür meinen herzlichen Dank!


    Die Erfahrungen, die Peter geschildert hat, entsprechen so ungefähr meinem Bauchgefühl, leider. Jürgens Vorschlag hatte ich auch schon in Erwägung gezogen, wäre quasi die praktische Umsetzung von Peters Fazit.
    Weitere konstruktive Gedanken zu DIESEM Punkt?


    Viele Grüße


    Klaus

    Hallo zusammen,


    ich hänge mich mal an diesen älteren Thread dran, weil ich diese Diskussion um einen Aspekt erweitern möchte.


    Vorab, durch meine 0e Module habe ich über viele Jahre gute Erfahrungen mit einer Höhe von 130 cm für stehende Bedienung gemacht. Nun plane ich daheim eine stationäre Anlage und liebäugele mit einer geringeren Höhe von
    ca. 105 cm. Warum? Weil ich eben auch die Erfahrung gemacht habe, dass ich immer öfter gerne mal auf einem Stuhl Platz nehme, um Füße, Beine und Rücken zu entlasten. Man wird eben nicht jünger, Tendenz steigend ;)


    Aus einer Sitzposition heraus hätte man (ich) bei besagten 105 cm Anlagenhöhe einen etwa vergleichbaren Blickwinkel. Und wenn man zum Bedienen (z.B. manuelles Kuppeln) eine bessere Position benötigt, muss man
    einfach nur kurz Aufstehen. Das gilt natürlich erst recht bei Arbeiten an der Anlage. Klingt nach einer Win-Win-Situation, aber…
    Meine Planungen laufen raumbedingt nahezu zwangsläufig in Richtung einer langstreckten Punkt-zu-Punkt-Anlage, was eine Begleitung des Zuges durch den Lokführer geradezu erzwingt, und auch so erwünscht ist.


    Und damit bin ich bei meiner Frage angelangt: Ist es realistisch diese „Verfolgung“ auf einem Rollenstuhl zu bewältigen (ca. 25 m pro „Fahrt“)? Hat jemand Erfahrungen mit dieser Übung? Oder auch andere kluge Gedanken zum Thema Anlagenhöhe und Sitzbedürfnis?


    Viele Grüße


    Klaus

    Hallo zusammen,


    ist denn eigentlich jemandem aufgefallen, dass die Erklärung von Herrn Elze komplett im Konjunktiv gehalten ist?
    Gleich doppelt wird dort auf das Datum 18.07.2015 hingewiesen. Folgender Satz ist besonders interessant: „Aus diesen und weiteren Überlegungen und Einschätzung des derzeit überbewerteten Marktes in Spur 0 haben wir uns entschlossen, nach negativer Abstimmung durch den Verbraucher und dessen Votum ( Frist 18.7.2015 ) das Großserienprogramm im Maßstab 1:45 aus unserem Portfolio zu nehmen.“
    Was möchte uns Herr Elze damit sagen? Hat sich MBW bereits entschlossen, weil man das Votum bereits kennt? Oder macht man die Entscheidung der Weiterführung einer Großserienproduktion (wie auch immer diese aussehen soll) vom Ergebnis dieser Abstimmung abhängig?


    Wer wurde denn da überhaupt befragt?
    Kann das Ergebnis überhaupt repräsentativ für „den Spur 0 Markt“ sein?
    Ist es überhaupt seriös, seine Geschäftsstrategie von solch einer fragwürdigen Umfrage abhängig zu machen?
    Könnte man diese Verlautbarung nicht auch als einen letzten, verzweifelten(?) Aufruf an die vermeintliche Kundschaft interpretieren?
    Irgendwie klingen diese Zeilen für mich wie ein Ultimatum. Warum muß ich in diesem Moment nur an Griechenland denken?


    So wie Jan alias sauerland218 bin auch ich der Meinung, dass in ein paar Wochen bestimmt wieder ein weiterer Strategiewechsel bei MBW verkündet wird. Die Halbwertzeit der „definitiven Entscheidungen“ bei MBW tendiert bedenklich gegen Null. Beispielhaft sei hier nur an die Verkündung des „Beschlusses“ vom 21.03.2015 erinnert (Link im V65-Thread, Beitrag #17). Wenn diese Entscheidung tatsächlich mit der gebotenen Sorgfalt und Seriosität beschlossen und verkündet
    worden wäre, würden wir diese Diskussion hier nicht führen (müssen).


    Auch wenn Herr Elze hier versucht, die negative Entwicklung auf diverse externe Umstände zurückzuführen, so sind in meinen Augen die gravierendsten Fehler bei MBW selbst zu suchen. Offenbar wurde dort der Spur 0 Markt selbst falsch eingeschätzt (wie im Fall der V 200.0 Stückzahlen ja selbst zugegeben). Die streckenweise widersprüchliche, verwirrende und inkonsistente Informations- und Modellpolitik hat ganz bestimmt auch einen Anteil an der Zurückhaltung der potentiellen Käufer gehabt. Hier scheint es jedoch keine Spur von Selbsterkenntnis oder Besserungsabsichten zu geben. Das Drama geht munter weiter. Wie schön, dass man sich jetzt „nur noch intensiv“ mit höherpreisigen Kleinserien-Dampfloks beschäftigen möchte. Gut, dass man wenigstens auf diesem Gebiet so viel Erfahrung für ein erfolgreiches Geschäftsmodell mitbringt…


    Zu guter(?) Letzt sei noch auf die Rechtschreibung von Herrn Elzes letzter Verlautbarung hingewiesen. Auch wenn diese Zeilen aus einem Forumsbeitrag stammen, so spricht es doch Bände über die hemdsärmelige Art der Kommunikation mit dem Kunden.


    Das Ganze hat schon Züge einer Tragikomödie, man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll.


    Demnächst mehr in diesem Theater


    Klaus

    Hallo Norbert,


    noch ein paar Ergänzungen von meiner Seite.
    Die 0e/m Personen-, Güter- und Triebwagenbausätze von Weinert scheinen noch lieferbar zu sein.
    http://www.weinert-bauteile.de…malspur-0e-und-0m,cat-252


    Das von Armin-Hagen erwähnte Minex-Fahrwerk von Ulf Haußen ist eine sehr gute Gelegenheit, bei der man aber rasch zugreifen sollte. Einfach das Minex-Gehäuse draufstülpen und schon hat man einen ausgezeichnet laufenden C-Kuppler. An der Optik kann man dann später immer noch feilen. Es ist sogar noch eine passende, vorbildliche Steuerung in der Mache. Das ist dann schon etwas für Spezialisten. Man kann aber auch bei der Minex Steuerung bleiben.


    Bausätze von Axel Hartig (AHA) tauchen immer mal wieder auf dem Gebrauchtmarkt auf, machmal sogar in fertig gebauter Form. Mit etwas Geduld kann man da etwas passendes finden.


    Die auf dem Gebrauchtmarkt immer noch gut erhältlichen Minex und Magic-Train Wagen sind eine ordentliche Basis für einen Wagenpark. Die notwendigen Arbeiten für eine Umspurung sind wirklich nicht zu anspruchsvoll. Allerdings scheint momentan die Quelle für passende 0m-Radsätze ausgetrocknet zu sein.
    Auf dem französischen Markt findet man auch eine Reihe interessanter Bausätze für Meterspur Fahrzeuge, die sich ggf. adaptieren lassen.
    0m ist eben etwas für Individualisten, Spezialist oder Experte muss man dafür nicht sein, aber ohne Eigeninitiative und Beharrlichkeit geht es eben auch nicht.


    Hilfreich ist ein engerer Kontakt mit der 0m-Szene. Die nächste NuSSA in Stadtoldendorf findet allerdings erst wieder Im März 2016 statt. Liegt Köln eventuell in Deiner Reichweite? Dann wäre ein Besuch beim Porzer Spur 0 Club ein guter Tipp (jeden 3. Freitagabend im Monat). Hier gibt es so einiges an 0m-Modellen anzuschauen und, noch wichtiger, ein paar echte 0m-Fachleute, die stets ein offenes Ohr für Interessierte haben und ihr Wissen gerne teilen. Bei Interesse kannst Du mir auch gerne eine PM senden.


    Viel Grüße


    Klaus

    Hallo Torsten,


    vielen Dank für Deine ausführliche Vorstellung dieses interessanten und attraktiven Modells.
    Der Hinweis auf die deutsche Bezugsquelle ist ebenfalls hilfreich, der genannte Kurs wirklich günstig.


    Der Vollständigkeit halber sollte man m.E. ergänzen, dass das Modell im RMweb für britische Verhältnisse sehr emotional diskutiert wurde.


    http://www.rmweb.co.uk/communi…781-o-gauge-milk-tankers/


    Fakt scheint wohl zu sein, dass es Dapol mit der Vorbildnähe nicht so genau genommen bzw. ein eher generisches Modell produziert hat, welches Merkmale unterschiedlicher Typen in sich vereint. Das erklärt auch
    einige der Diskrepanzen, die Torsten beschrieben hat. Es gibt wohl noch eine Reihe weiterer Unstimmigkeiten (nachzulesen im o.a. Link). Wen das nicht weiter stört, der bekommt hier ein ansehnliches Modell zu einem „reasonable price“.


    Und noch ein bisschen „Off Topic“:
    Habe vor kurzem von Tower Models ein paar von den neuen PO Wagons von Lionheart bekommen. Die sind in Fertigungsqualität und Vorbildnähe den Dapol-Pendants überlegen, und das bei einem moderaten Mehrpreis, für mich klarer Preis-Leistungs-Sieger. Freue mich schon auf die angekündigten Tankwagen. Bin allerdings auch auf die nächsten angekündigten Modelle von Dapol gespannt, besonders auf die Class 08 (hoffentlich stimmt da die Qualität).


    Viele Grüße


    Klaus

    Hallo Tom,


    ist wirklich purer Zufall, dass ich schon wieder Dir antworte ;)
    Dein Ansatz gefällt mir sehr gut und ich finde es prinzipiell Klasse, wenn man sich neben den Fahrzeugen auch etwas intensiver mit der passenden Architektur beschäftigt. Daher :thumbup:


    Erlaube mir dennoch eine Bemerkung, auch wenn es für Dich nicht (mehr) relevant ist. Vielleicht hilft es aber anderen Bauherren, die hier interessiert mitlesen.
    Leisten von 4 x 4 mm bedeuten beim Vorbild einen Querschnitt von 18 x 18 cm. Das sind schon ziemliche Trümmer. Nun bin ich kein ausgewiesener Kenner der norddeutschen Bauweise, aber in meiner Region sind die Fachwerkgebäude üblicherweise aus etwas zierlicheren Hölzern konstruiert und damals war hier das Angebot an lokalem Bauholz sicherlich größer als im hohen Norden. Habe selbst ein Fachwerkhaus komplett "kernsaniert". Außerdem habe ich bei meinen Modellbaustellen glücklicherweise die Unterstützung von einem echten Architekten (und tollem Modellbahner). Ich denke, dass in diesem Anwendungsfall 3 x 3 mm Leisten passender wären.
    Vielleicht liege ich hier falsch, aber beim Anblick Deiner Bilder habe ich den Eindruck, dass die Balken ein wenig überproportional ausgefallen sind. Vergleiche das selbst mal mit den Zeichnungen aus den Lehrbüchern.
    Damit möchte ich Deine Arbeit in keinster Weise schmälern oder Dir den Spass verderben. Weiter so, ich bin auf das Endergebnis gespannt! :thumbup:


    Gruß


    Klaus