Posts by Andreas

    Hallo allerseits


    Für mich ist die Epoche IV/V/VI - Thematik eine Huhn-Ei-Frage. Gibt es Modelle, dann kommt auch die Nachfrage. Gibt es keine Nachfrage, dann baut auch keiner Modelle. So lange kein Hersteller (ausser MTH damals) das Risiko auf sich nimmt und moderne Fahrzeuge bringt, so lange brauchen wir auch nicht über Nachfrage diskutieren. Denn, Nachfrage nach was?


    Die Schweiz wird diesbezüglich als Sonderfall angesehen, denn da ist liegt das Interesse der Spur 0er schwerpunktmässig bei Epoche IV-V, auch Epoche VI ist weit vertreten. Doch eigentlich ist es logisch, denn mit Hermann Modellbahnen gab es in den letzten 60 Jahren ein Hersteller, der laufend auch die moderne Bahn gebaut hat.


    Nach der Logik, dass die mittelalterlichen Modellbahner (entschuldigt diesen Ausdruck von einem gut 40-jährigen) nur die Bahn ihrer Kindheit interessant finden, dürften kaum Loks mit Baujahr nach 1975 verkauft werden. Doch wer kaufte all die Kiss Re 4/4", die MTH Traxx und MTH Taurus oder die Vectron von Kiss in Spur 1? Sind die alle Jahrgang 1990 und jünger?


    Doch wenn ein User nach einem sprachlich missglückten Engagement für die Epochen IV - VI gefragt wird, was er geraucht hat, dann verliere auch ich die Bereitschaft, für modernere Fahrzeuge einzustehen. Und über lasse das Feld denen, die bei der aktuellen Modellpolitik von Lenz und Kollegen bereits anständig versorgt werden.


    Nachdenkliche Grüsse

    Andreas

    Moin Herman Nigsch

    Ich erlaube mir, hier zu antworten, dann können auch andere ihre Informationen hinzufügen. Erst mal:

    Jetzt gäbe es aber bei Schnellenkamp ein schönes und im Vergleich preiswertes Gleissystem und hoffentlich auch bald die angekündigten Weichen dazu, ja und was wichtig ist, Tauschradsätze für die Wagen.

    Meines Wissens hat Michael Schnellenkamp keine Tauschradsätze für die Wagen von Fama/AlpinLine. Denn die Radsätze von Fama/AlpinLine haben Zapfenlager, die Radsätze von Michael Schnellenkamp Spitzenlager. Alternative gab bzw. gibt es zwei:

    • AlpinLine selber hatte FineScale-Radsätze produziert. Hin und wieder tauchen von diesen auf.
    • Bemo hat seine Radsätze auch einzeln im Angebot. Ob die einfach so in die AlpinLine-Drehgestelle eingesetzt werden können, müsste ich erst ausprobieren.

    Zur erwähnten Dokumentation: Ich selber kenne diese nicht. Hingegen habe ich selber mal Radsätze einer Fama/AlpinLine auf rudimentärster Art auf FineScale abgedreht. Achsen durch eigenen Antrieb drehen lassen und mit einer Feile die Spurkränze bearbeiten. Bei meiner Maschine kam unter der Verchromung Messing hervor... Mit etwas Geduld und der notwendigen Vorsicht, könnte das erneut klappen.


    Grüsse Andreas


    Zitat von »Andreas«
    Erkenntnis Nr. 1:



    Das ist eine viel zu pauschale Aussage, die so schlicht falsch ist. Ich habe schon viele Dateien erhalten, die sich problemlos drucken ließen. Bei anderen bin ich schier verzweifelt. Aber irgendwie habe ich es immer hin bekommen, selbst bei Teilen, die Shapeways als nicht druckbar abgelehnt hat.


    Ok, ich präzisiere: die von mir in den letzten 20 Jahren gezeichneten Daten für die unterschiedlichen Produktionsmethoden können meist nicht 1:1 einfach gedruckt werden.


    Aber man kann ein Loch für eine Lagerbuchse auch leicht aufreiben, damit die Buchse rein passt und sie nicht mit Gewalt so reinwürgen, das man das Drehgestell dabei zerstört. Sowas dem Drucker in die Schuhe schieben zu wollen, geht gar nicht. Das ist schlicht eigene Unachtsamkeit...


    Ähm, die Buchsen waren mehrere Tage eingesetzt, bevor es das Achslager gesprengt hat. Notabene, nachdem das Teil gehärtet wurde. Also wird es wohl nachträglich noch etwas geschwunden sein. Aber lassen wir das, die gesprengten Achslager waren sowieso nur als Illustration gedacht für die Herausforderungen mit dem Home-SLA-Druck.


    Alles in allem denke ich, für dich ist es vielleicht wirklich besser, 150 Schweizer Franken für ein paar Drehgestelle auszugeben und darauf zu warten. Die sind dann bestimmt super stabil, super maßhaltig und super detailliert und du bekommst genau das, was du willst. Für den Heim- 3D Druck braucht man Experimentierfreude und die Bereitschaft zu Lernen und die Fähigkeit auch mal Rückschläge zu akzeptieren...


    Danke für den Hinweis. Vielleicht ist Dir entgangen, dass ich in den vergangenen 4,5 Monaten einiges experimentiert und ausprobiert habe. Mein Ziel ist nicht ein Paar Drehgestelle für mich, das hätte ich längst erreicht. Ich habe dahingehend experimentiert, dass ich ein verkaufsfertiges Produkt hinkriege. Kriege ich mit dem Photon S mit Blick auf meine Qualitätsansprüche nicht hin. Also geht der Weg mit einem Dienstleister weiter, der das 3D-Drucken als Kernkompetenz betreibt. Und ich kann mich auf meine Kernkompetenzen konzentrieren, z. B. die Kalkulation. Da fällt dann halt auch das weggeworfene Material und die eingesetzte Zeit auf, ist ein zuweilen ärgerlicher Blick in den Spiegel der eigenen Tätigkeit. Und der Photon S wird mir gute (und günstige) Dienste in der Produktentwicklung leisten. Denn eine der Erkenntnisse der letzten Monate ist auch, dass ein gedruckter Zwischenstand wertvolle Inputs in die weitere Konstruktionsarbeit gibt.

    Liebe Spur 0-er


    Habe in einem Nachbar-Thread meine Erfahrungen mit dem 3D-Druck geschildert und mit Bildern von aktuellen Spur 0 - Projekten bebildert. So sind Musterdrucke von "JMR 1960"- und "Y25"-Drehgestellen sichtbar.
    Und wenn wir schon dabei sind: unser Sortiment wächst auch wenn es hier nicht erwähnt wird.


    Bietest Du zukünftig auch die dazugehörigen Scheiben an, oder muss ich mich da selber drum kümmern?

    Auch diesbezüglich ist was gegangen, die Muster sind im Haus und wurden fotographiert:


    Auch bei diesem Produkt kann es sich nur noch um "Tage" handeln, bis es verfügbar ist...


    Grüsse Andreas

    Hallo Andreas
    Nun will mich auch als Nutzer des Anycubic Photon S outen. Seit Anfang Jahr steht so ein Gerät bei mir in der Werkstatt. Nach anfänglicher Skepsis kam die Euphorie und dann die Ernüchterung. Inzwischen habe ich mehr als ein Liter Harz verdruckt, gefühlt mehr als die Hälfte für Stützkonstruktionen. Nun aber alles der Reihe nach.


    Das Thema 3D-Druck beschäftigt mich seit wohl bald 20 Jahren, keine Ahnung. Die erste Anwendung waren Urmodelle für Gussteile. Der Versuch, direkt Bauteile für den Eisenbahnmodellbau scheiterte damals an der Auflösung und der Festigkeit. Habe noch lebhafte Erinnerungen an die wabbligen Musterteile eines Bremsbühnengeländers für ein Spur 0m – Wagen. Wurde dann doch in Messing gegossen und verlötet.


    Muss so um das Jahr 2008 gewesen sein, da habe ich das erste Mal Metallteile drucken lassen. Eine Bronce-Legierung, verschiedene Teile. Fazit damals: schweineteuer und qualitativ nicht das, was mir vorschwebte. Zwischendurch mal ein Drehgestell bei einem einschlägigen Dienstleister als SLA-Druck drucken lassen. Sieht (immer noch) sehr gut aus, war perfekt passgenau und schlappe CHF 1000.- nur für den Druck. Das war es dann auch wieder mit dem 3D-Druck. Abgesehen von Urmodellen für den Messingguss, da wird inzwischen der direkte Wachsdruck angewendet.



    Mit dem Projekt der Spur modernen N – Modelle kommt auch der Bedarf an aktuellem 3D-Druck wieder auf. Zwei neue Anläufe für das Metalldruckverfahren später: ja, das könnte was werden, aber nur für Spur N. Und auch die ersten Versuche mit farbigem 3D-Druck sind spannend, Inneneinrichtungen in Spur N aus dem Drucker direkt in den Wagen. Nicht ganz günstig, dafür ohne einen Pinsel anzufassen.


    Die Frage nach einem eigenen 3D-Drucker scheiterte immer an den Kosten. Ein Filamentdrucker kommt mir nicht ins Haus, auch wenn der Kollege einen erstaunlich gut aussehenden Stall damit zaubert. SLS- und SLA-Drucker waren jedoch lange Zeit zu teuer. Das war die Skepsis, dann kam der Photon S. Seit Anfang Jahr habe ich damit viele Teile gedruckt. Die ersten zwei, drei Versuche kam gar nix, irgendein Fehler in der Nivellierung und den Druckzeiten. Gut, habe mich nie mit den Mustermodellen aufgehalten, sondern wollte direkt selber gezeichnete Modelle gedruckt sehen. Experimentiermasse gab es aus 20 Jahren 3D-zeichnen genug.


    Erkenntnis Nr. 1: egal für welche Fertigungsmethode die Teile gezeichnet sind, für den 3D-Druck passt es meist nicht. Also Datenmodelle anpassen.

    Ein grosses Übungsfeld waren die Y25-Drehgestelle in Spur 0. In einem ersten Schritt aus drei Teilen miteinander verschraubt, konnten sie mit Messingbüchsen und NEM-Radsätzen auf die Anlage. Bis zu dem Moment, als der erste Längsträger brach. Ok, das hart aushärtende Anycubic-Harz wird zu spröde. Mit einem weicher aushärtenden Harz konnte dann die Erfahrung gewonnen werden, dass sich die Teile immer (wirklich immer) beim Aushärten verziehen. Dank des weichen Aushärtens konnten die Achsen jedoch auch im zusammengebauten Zustand eingebaut werden. Also Drehgestelle am Stück konstruieren.

    Das erste vollständig am Stück konstruierte Drehgestell war das „JMR 1960“, ein aus dem „Minden-Dorstfeld“ abgeleiteten Blattfederdrehgestell. Kam sauber aus dem Drucker, flugs Messingbüchsen und Achsen eingesetzt: läuft. Zwei, drei weitere ausgedruckt und dann sieht man: keines ist gleich, jedes hat einen leicht anderen Verzug. So viel zur Euphorie.


    Erkenntnis Nr. 2: Der Photon S bzw. die damit produzierten Teile haben Verzug.


    Inzwischen laufen die Abklärungen, die Drehgestelle bei einem Dienstleister auf der SLS-Anlage zu produzieren. Das hat (für mich) mehrere Vorteile: der SLS-Druck ist immer noch dauerhafter als SLA, die Drehgestelle kommen auch schon lackiert zu mir. Fehlen nur noch die Messingbüchsen und Achsen. Das Ganze hat natürlich wieder seinen Preis, rund CHF 150.- für ein Paar Drehgestelle werden es im Bauteil-Shop dann sein. Dafür mit vollständiger Bremsausrüstung. Und der 3D-Druck ermöglich kleine Serien mit individuellen Anpassungen, so dass auf Kundenreaktionen und Unterschiede in den verschieden Bauserien eingegangen werden kann. Doch das gehört nun wirklich nicht mehr hierher.
    Was mache ich nun mit meinem Photon S? Prototypen, Muster und kleine Bauteile, bei denen der Verzug nicht gross stört. Allerdings zeigte sich auch, dass die Photon-Drucke nicht nur Verzug haben, sondern wohl auch leicht schrumpfen. Zumindest hat es bei einem der Musterdrehgestelle mit eingebauten Messingbüchsen drei von vier Achslager gespalten.


    Erkenntnis Nr. 3: Die mit dem Photon S produzierten Teile haben offenbar leichten Schwund.


    Fazit: der Photon S wird für mich ein Werkzeug für den Prototypenbau bzw. Musterbau bleiben. Der Traum von günstigen Teilen im 3D-Druck ist vorläufig (wieder) ausgeträumt. Andererseits: die Entwicklung in den verschiedenen 3D-Drucktechnologien läuft immer noch rasant vorwärts. Möglicherweise steht in ein paar Jahren irgendein Nachfolgesystem des Photon S bei mir in der Werkstatt und produziert Serien.


    Viel Erfolg und Spass bei den eigenen Experimenten.


    Gruss Andreas

    Hmm, habe mehrere Wagen bei mir im und auf der Klubanlage im Einsatz, in der Schweiz sind sie relativ weit verbreitet. Aber von einem Problem bezüglich Entgleisungssicherheit höre/lese ich nun auch zum ersten Mal. Ich würde den "Fehler" auch als erstes mal bei der Spurweite des beteiligten Radsatzes suchen. Dass da mal einer nicht ganz stimmt, davor ist kein Hersteller gefeit.

    Aber die Frage ist doch, warum sollten sich zwei Züge, die beide aus der selben Richtung kommen (denn du kannst diese Gleise ja nur von einer Seite erreichen) gleichzeitig im Bahnhof stehen?


    Die Situation gibt es häufig bei Strassenbahnlinien mit Zweirichtungsfahrzeugen (und U-Bahnen). Zwei Bahnsteiggleise und davor ein doppelter Gleiswechsel, vielfach auch ein Hosenträger. Erste Bahn wartet auf Gleis A. Zweite Bahn fährt auf Gleis B, erste Bahn fährt ab. Dritte Bahn fährt auf Gleis A, zweite Bahn fährt ab.


    Im Vollbahnbereich kann man sich dahingehend behelfen, dass da zwei Stichstrecken zusammen treffen, die getrennt betrieben werden. Und weil die Verzweigung erst ein paar Kilometer vor dem Bahnhof ist, fahren sie über das gleiche Gleis ein und aus. Richtig begründet passt das schon ^^

    ... vielleicht solltest Du besser ein Gehäuse einer V200.1 nehmen, denn die RENFE 4000 ist eine Weiterentwicklung der V200.1 und nicht der V200.0. Der gravierendste Unterschied zwischen der V200.0 und der V200.1 (und damit der RENFE 4000) sind die unterschiedlichen Stirnfronten (unterschiedliche Neigung) und die unterschiedlich geformten Leuchten (oval bei V200.0, rund bei der anderen Variante).


    Danke, so weit habe ich gestern Abend nicht mehr gedacht... ;(:sleeping::sleeping:


    Habe auf Youtube bereits eine 4000 in 0 gesehen, wurde 2018 und 2019 in Lleida auf einer privaten Anlage gezeigt (Link auf Youtube, ab Minute 06:24). Ist jedoch klar nur eine Farbvariante, da zu kurz. Und die 4000 ist ja gerade auch wegen der Länge imposant... Die zweite Maschine ist die ehemalige V220-039-2, welche umgespurt auf Breitspur für Bauzüge eingesetzt wird.

    Eigentlich hatte ich vorgehabt, hier in weiteren Posts das Thema 0m-Kupplung zu beackern.

    Aus diesem Grund habe ich mich nun lange zurück gehalten und gehofft, dass es doch noch was wird mit der Übersicht. Wenn das nun im Blog erfolgt, auch ok.


    Ich störe mich ein wenig am gewählten Titel "0m-Kupplung nicht vereinheitlichbar". Natürlich wäre sie das, aber das bedeutet grosse Kompromisse. Doch selbst ich anerkenne, dass eine generelle Vereinheitlichung zum heutigen Zeitpunkt wohl nicht mehr erreicht werden kann. Doch vielleicht etwas weiter zurück in der Diskussion, denn ich habe den Eindruck, dass Otto und ich etwas aneinander vorbei geredet haben.


    Meine Intension war es, dass es neben den vorbildähnlichen Kupplungen eine einheitliche "Modellbahnkupplung" gibt. Und dass sich für letzteres die bereits weit verbreitete Kadee 0n3-Kupplung eignet. Otto habe ich so verstanden, dass es einen Normschacht braucht, damit die verschiedenen vorbildähnlichen Kupplungen einfach untereinander gewechselt werden können. Zwei in meinen Augen komplett unterschiedliche Ansätze.


    Nun wird es mit dem Normschacht auf einer Höhe von 14,3mm ab SO ein Mittelweg geben. Ein Normschacht für die verschiedenen vorbildähnlichen Kupplungssystemen. Und, soweit kann ich selber grad nicht in die Kristallkugel sehen, vielleicht eine Möglichkeit die Kadee-Kupplung in den Normschacht zu bringen. Und damit die verschiedenen Welten wieder miteinander zu versöhnen.

    Hmm, mein Beitrag ist offenbar ernster aufgefasst worden, als er gemeint war. Auch ok, engagierte fachbezogene Diskussionen mag ich.

    Hallo Andreas, kannst du mir sagen, wo diese Norm hinterlegt und publiziert ist? Sie ist mir nämlich leider nicht bekannt.


    Die Lenz- NEM-Kupplung passt nämlich visuell auch nicht an Spur 0-Fahrzeuge. Und dass die Kadee-Kupplung 0n30 im Gegensatz zur NEM-Kupplung nicht in der NEM steht, tut nichts zur Sache. Die Spurweite 22,2 steht da nämlich auch nicht drin.

    Wie gesagt, die Kadee-Kupplungslösung steht in keiner Norm. Genau so wenig wie die Spurweite 22,2mm in den NEM. Trotzdem bin ich der Meinung, dass die Kadee-Kupplung 0n3 einer etablierten Lösung entspricht. Genau so wie die 22,2mm Spurweite.


    Und da sprechen wir, wenn wir nah am Vorbild bleiben wollen, je nach Epoche über Scharfenberg- oder historisch über Albert- oder Stangenkupplung – sprich: die Verbindung am Kupplungskopf ist starr, die Deichseln sind unter dem Fahrzeug drehbar gelagert.

    Aus Schweizer Sicht käme da noch die +GF+ - Kupplung in zwei Grössen dazu. Bleibt jedoch in ihrer Eigenschaft identisch, am Kupplungskopf ist sie starr.


    Meine persönliche Meinung:

    • Dass Bemo auf die Kadee 0n3-Kupplung setzt, ist sehr gut nachvollziehbar. Bemo ist darauf angewiesen, dass ihre Modelle mit den FineScale-Modellen kompatibel sind. Diesen Schritt hätte AlpinLine schon machen sollen, aber das ist ein anderes Thema.
    • Dass Michael Schnellenkamp bei der MV8 nun auch auf die Kadee 0n3-Kupplung setzt, hat mich positiv überrascht. Damit bleiben seine Modelle mit Bemo-Modellen im vergleichbarem Preissegment kompatibel, was zumindest für die schweizer Variante ein wichtiges Verkaufsargument sein wird.
    • Als Kleinserienhersteller würde ich auf eine möglichst hohe Kompatibilität mit Produkten im gleichen oder ähnlichen Marktsegment setzen. Vielleicht habe ich da eine zu schweizerisch gefärbte Brille, doch die Kadee 0n3-Kupplung würde ich zumindest konstruktiv als "einfach zu montierende Kupplung" vorsehen. Ich behaupte in meiner Naivität sogar, auch in Deutschland sind mehr 0m-Modelle mit Kadee 0n3-Kupplungen im Umlauf als mit allen anderen Kupplungssystemen zusammen.
    • Ziel müsste doch sein, dass bei den Fahrzeugen zwischen der Originalkupplung und einer "Modellbahnkupplung" gewechselt werden kann. Wenn die Modellbahnkupplung normiert ist wie die NEM-Kupplung für Spur 0 (und anderen Baugrössen), erübrigt sich die Diskussion, da wird die NEM-Kupplung verbaut. Die Alternative ist dann die Originalkupplung, das kann ein Mittelpuffer mit Schraubenkupplungen oder eine Nachbildung der vielen "Tram-Kupplungen" sein.
    • Die Herausforderung aktuell ist, dass keine NEM-Kupplung definiert ist (die Situation hatte Bernd Lenz vor gut 15 Jahren auch). Entweder erfindet man was neues und hat von Vorteil die Marktmacht um das durchzusetzen (wie Bernd Lenz). Oder man orientiert sich an dem, was vorhanden ist. Das wäre dann, wie wenn Bernd Lenz die RiPoLi-Klauenkupplung übernommen hätte.


    Fazit: ich würde mich für eine Vorbildkupplung entscheiden (etwas, was weit verbreitet war). Und als quasi-Standard die Kadee 0n3-Kupplung konstruktiv vorbereiten.

    Solange bei den Protagonisten der 0-Meterspur noch keine Kupplungsnorm/-aufnahme verabredet ist,


    Einspruch, euer Ehren, es gibt in der geliebten Spur 0m durchaus eine Kupplungsnorm: die Kadee-Kupplung 0n3, wie sie von Kleinserienherstellern, Bemo und nun auch Michael Schnellenkamp (MV 8) verwendet wird. Ich würde sogar behaupten, dass sie funktional gerade auch für einen Trambetrieb ausgezeichnet geeignet ist.


    Die Diskussion, ob sie visuell an ein altehrwürdiges Tram passt, ist müssig. Die Lenz- NEM-Kupplung passt nämlich visuell auch nicht an Spur 0-Fahrzeuge. Und dass die Kadee-Kupplung 0n3 im Gegensatz zur NEM-Kupplung nicht in der NEM steht, tut nichts zur Sache. Die Spurweite 22,2 steht da nämlich auch nicht drin. ;)

    Ein 1. Preisangebot zum Druck der Bodenteile im SLS-Verfahren aus Deutschland habe ich auch (ich habe mich erschrocken). Der Verkaufspreis je teil (1 Bodenteil oder ein Faltenbalg) liegt damt bei ca. 150€.


    Damit liegen die 3-D-Druckteile nur für boden und Faltenbalg für den DB7 schon bei 450€ und dem DB13 bei ~1000€ Weitere Preisangebote dauern noch etwas.
    Auf jeden fall sind die in teilen gedruckten Versionen der Testversion wesentlich preiswerter. Daher scheint es mir doch überlegenswert neben den in einem stück gedruckten teile auch die selbst gedruckte version in segmenten noch nicht ganz auf zu geben.


    Du nutzt den Photon, der druckt mit dem DLP-Verfahren (eine Spielform des SLA). Die Preisanfragen bzw. Angebote basieren jedoch auf SLS, was wesentlich aufwendiger ist. Gibt es einen Grund, warum du SLS angefragt hast? Oder würde SLA auch passen, das ist in der Regel günstiger.

    Liebe Spur 0-er


    Nach dem vor längerer Zeit die L7/E- und Tbis - Wagen von Michael Schnellenkamp aus schweizer Optik präsentiert wurden, ist nun das Güterwagendrehgestell "Minden-Dorstfeld" an der Reihe (Link). Und wie bei den Wagen auch, die Drehgestelle sind in der Schweiz ab Lager verfügbar, zu bestellen im Bauteil-Shop.


    Grüsse Andreas

    Zwar hat heute auch der Genfer Autosalon alles abgesagt, aber das ist eine globale Veranstaltung.


    Der Genfer Autosalon wurde nicht ganz freiwillig abgesagt. Die schweizer Regierung hat gestützt auf das Epidemiegesetz sämtliche Veranstaltungen in der Schweiz mit mehr als 1000 Teilnehmern bis am 15. März untersagt. Auch wenn ich persönlich etwas überrascht bin von der Deutlichkeit der Massnahme, traue ich den Behörden zu, dass der Entscheid fachlich gut fundiert ist.


    Ich kenne die Lage in Deutschland weder bezüglich dem Corona-Virus noch zur gesetzlichen Lage. Warten wir es ab und halten uns selber an die grundlegenden Hygieneregeln.