Posts by akkacz

    Liebe Freundinnen und Freunde der verwirrenden
    Überschriften,


    natürlich handelt es sich bei obigem Textgestammel nicht um Schreibfehler oder die Erhebung
    „Krumme Fohres“ zum Wallfahrtsort erster Klasse (obwohl, eine Marienkapelle
    haben wir ja schon…). Vielmehr haben wir es mit erfolgreichen
    Abgrenzungsmaßnahmen und den üblichen Rangierbewegungen zu tun. Zugegebenermaßen
    ein weit hergeholter Zusammenhang, aber was tut man nicht alles, um die
    Wartezeit bis zum „neuen“ Forum zu überbrücken. Den Sicherheitsfanatikern und
    Sorgenfaltenträgern war der Bahnsteig im KF schon immer ein Dorn im Auge.
    Undisziplinierte Beförderungsfälle konnten zu jeder Zeit abkürzenderweise das
    staubige Gelände verlassen und ungesteuert über Gütergleise und Verladeanlagen
    tapern. Nur die angeborene Regelgläubigkeit und das Gebrüll des Aufsichtsbeamten
    hätten sie davon abhalten können. Auch wenn die Fälle von überfahrenen Preisers
    bisher in KF nicht wirklich dokumentiert sind, ein Zaun muss her! Die Herstellung
    der Einfachvariante ist in den Bildern hinlänglich dokumentiert. Materialisiert
    wurde das Ganze aus einer handlich zersägten handelsüblichen Holzleiste, die
    mit Bohrungen versehen, obenrum abgerundet und insgesamt angepinselt wurde. Für
    die nötige Abgrenzung sorgen Holzstäbchen die aus der hier schon häufiger zitierten
    (in Ungnade gefallenen) Asia-Tischmatte gewonnen wurden…




    Der zweite Bilderwust beschäftigt sich mit einem weiteren Rangiervorgang. Diesmal ist der
    PmG an der Reihe. Gemessen an anderen Rangieraufgaben in KF eher ein einfacher
    Fall, sozusagen eine Rangiererei für Einsteiger. Der PmG bringt zwei Wagen mit,
    die in KF verbleiben sollen und muss dafür dem G-Wagen von der Seitenrampe mit
    nach Kulmbach nehmen. Alles in einer Richtung. Trotzdem muss einige Male hin-
    und her gesägt werden. Viel Spass (hoffentlich) dabei!



    ...wollle´mer en reinlasse´? Na klar! De´Zuch kütt!...Bü sichern...Signal ziehen...und...da isser schon....



    ...und rein in die gute Stube (Gleis 1)...Signal wieder auf Halt, jetzt kann´s Rangieren los gehen...




    ...nach dem Fahrgastwechsel (jetzt latscht keiner mehr illegal über´s Gleis...haha!)...ganze Einheit zurückstoßen...und über Gleis 2 umfahren...



    ...Trainspotters Glück...B3yg im Gleis 11!...der G-Wagen wird für die Rückfahrt eingesammelt...im Bahnhofsrestaurant wartet man derweilen auf die Bedienung...



    ...G-Wagen ist dran...Porzellan kann in die weite Welt...und erstmal nochmal sägen...



    ...und dann die Garnitur an den Bahnsteig zurückdrücken...die Meute stürmt die knochenschüttlerischen Blechwagen...der Ladeschaffner sinniert über das zu speditierende Paket...



    ...die mitgebrachten Wagen werden großzügig im Anschluss verteilt und mittel sinnreicher Vorrichtung am Entweichen gehindert...da staunt die Fahrgästin...





    ...todesmutig blickt der Rangierer der V100 in die drei Augen...dann geht´s wie gehabt...ankuppeln...Bü sichern...Signal ziehen (vorher natürlich den Fahrweg prüfen)...und ab geht´s...in "Krumme Fohre" kehrt wieder Stille ein...


    Bleibt gesund und
    bis bald in Krumme Fohre!


    Alexander

    Liebe Freundinnen und Freunde des schrabbligen Schmallayouts,


    neben großer Filmkunst aus Nulliwood, gibt es natürlich auch die Kleinkunst der Gestaltung. Der Einfachheit geht´s im Betriebsforum weiter, s. hier .




    Na dann, frohe Ostern und bleibt gesund!


    Bis bald in „Krumme Fohre“!


    Alexander

    Liebe Freundinnen und Freunde des schrabbligen Schmallayouts,


    neben großer Filmkunst (s. vorige Beiträge) aus Nulliwood, gibt
    es natürlich auch die Kleinkunst der Gestaltung. Nachdem die Oberflächen im
    Bereich des Anschlusses „Kgl. Tettau“ erfolgreich versiegelt wurden, bedurfte es
    der Feingestaltung der etwas steril wirkenden Fläche. Als Radfahrender in
    Berlin kann man da jeden Tag vielfältige Anregungen aufnehmen: Herausstehende Gullydeckel
    (grundsätzlich im Radwegbereich wie an einer Perlenschnur aufgereiht), eine
    bezaubernde Vielzahl an Flicken auf der Straßendecke, Unebenheiten und
    Schlaglöcher mannigfaltigster Gestalt etc. etc. Gesehen und nachgeahmt… Die Oberfläche
    wurde mit einer Spezialpaste („coole Betonoptik“) aufgerauht und das Ganze mit
    dem beliebten schwärzlichen Schmutzwasser eingesaut. Die geätzten Kanaldeckel
    mehr oder weniger planvoll verteilt (diplomierte Tiefbauingenieure mögen das
    verzeihen) und Flicken per Filzstift aufgetragen. Und dann kommt die Kür: Mit Pulverfarben
    und weichem Pinsel ordentlich Feinstaub aufwirbeln. Da hier oft
    Selbstentladewagen allerlei staubförmiges Ladegut für die Porzellanherstellung
    verteilen, kann man hier aus dem vollen Pulverfarbtopf schöpfen…hust…fertig!





    Ansonsten sammeln sich die Restbauten früherer
    Anlagenzustände am Porzellanwerk. Die halbe Hütte, an der der chinesische Werksspion
    klinkt (erkennbar am umgehängten Fotoapparat) war vor hundert Jahren mal das EG
    meiner Darjeeling-Himalaya-Anlage wurde dann geteilt um als Stellwerksvorbau
    des ersten EG von „Krumme Fohre“ zu dienen. Jetzt als Bürohütte der Porzellanhersteller…hier
    kommt nix weg ;-)


    Bei der Gelegenheit bleibt noch ein Blick auf den Osterreiseverkehr
    in „Krumme Fohre“ zu werfen. Abstandsgebote und Einreiseverbote gibt´s damals
    (so um 1970) nur an der innerdeutschen Grenze. Daher verwundern die schrillbunt
    gekleideten Fahrgastmassen nicht, die versuchen sich einen klebrigen Sitzplatz
    auf den bräunlichen Kunstlederbänken der Umbauwagen zu erobern. Schon damals
    neigten Fahrgäste dazu nur eine Tür eines Zuges kollektiv zu belagern. Ein
    Verhalten, das noch heute der Erforschung harrt (Berliner S-Bahner-O-Ton: Mein Zuch ist keen Adventskalender, hier könnt‘er alle Türen benutzen!).



    http://[/img





    Na dann, frohe Ostern und bleibt gesund!


    Bis bald in „Krumme Fohre“!


    Alexander

    Liebe Freundinnen und Freunde laufender Eisenbahnbilder,


    aus der Dokumentarfilmreihe "Krumme Fohre - Der Film" ist nun Teil 2 erschienen. Nervenzerfetzende Actionszenen (wird der Kessel wirklich an den G-Wagen ankuppeln?) wechseln mit beschaulicher Atmosphäre (Lazy an der Laderampe). Bekannte und beliebte Darsteller (V100 und Köf) geben ihr bestes um auch diese Folge wieder zu einem atemberaubenden Filmerlebnis werden zu lassen. Seid dabei, wenn es heißt: Betrieb in "Krumme Fohre"...;-)



    ...in dieses schwarze Loch muss klicken, wer mehr sehen und hören will...


    Nebenbei wird natürlich auch gebastelt...davon später mehr...


    Was mir dabei auffiel. Der Pwghs in H0 (ältere Produktion) hat fast so dicke Spanten wie sein 0-Verwandter...




    Bis bald in "Krumme Fohre" und bleibt gesund!
    Alexander

    Hallo Reinhold,


    saubere Arbeit! Ich will deinen Thread nicht kapern, aber weil du nach Berliner S-Bahnsteigen gefragt hast...hier mal ein Beispiel. Meintest du das?




    Beste Grüße
    Alexander

    Liebe Freundinnen und Freunde der gut gelaunten Modellbahnerei,


    vielen Dank für eure Reaktionen.


    Personenwagen: Ich wusste, dass ich für meinen schlechten Biergeschmack getadelt würde...meine Entschuldigung: Die Flaschen waren geschenkt ;-) Ansonsten: Tschüss!
    jörg: Da mache ich doch gerne weiter...sogar ohne Bier.
    @Ralph: "Rege" ist eine sehr höfliche Beschreibung meines Bauverzuges...;-)
    @Uwe: Hatte ich vergessen. Der Bahnsteig ist ziemlich genau 180 cm "lang".


    Da die alten Bilder in die ewigen Jagdgründe des Bilderhosters eingegangen sind, habe ich auf der Festplatte gekramt und zumindest einige wenige Fotos des alten Bahnhofs "Krumme Fohre" gefunden. Da zur Zeit wg. Ausgehsperre ja auch alte Kamellen noch zum Zuge kommen können, erlaube ich mir zum Start mal eine kurze Retro-Bilderserie. Aus der Zeit, als "Krumme Fohre" noch 210 cm lang war... Wie zu sehen, ist "KF" in kurz schon auf der neuen Fläche angekommen und sieht etwas verloren aus. Im Gegensatz zum ersten Eindruck war der Platzgewinn dann aber doch viel zu gering...aber das kennt der Großspurbahner ja nicht anders...




    Genug der nostalgischen Rückwärtsgewandtheit. Schauen wir vorwärts. Wie schon angedroht, hat die Krumme Fohrer Porzellanbude eine feudale Laderampe und eine ebensolche Ladestraße bekommen. Hier kann so manches 24-teilige Service mit Blümchendekor in die weite Welt verschickt werden. Und die staubigen Rohstoffe der Porzellanherstellung dürfen die frisch asphaltierte Straße verschmutzen (daran fehlt´s noch). Über den Bauverlauf der einasphaltierten Gleise schweigen wir lieber. Wie sagte einer der Alt-Kanzler: Entscheidend ist, was hinten rauskommt... Na eben!






    Wie zu sehen, wurde der Verladebunker von "Beißauf&Granit" ganz umsonst zersägt. Im Gegensatz zu der im Zaubergewerbe auftretenden Jungfrau gleichen Schicksals, wird der Bunker aber wohl nicht mehr auftreten...die vereinigten Hüttenwerke aus früherer Produktion sind erstmal Platzhalter. Da fällt mir sicher noch was besseres ein...


    Soweit der unaufhaltsame Fortschritt. Das auch was fährt in "Krumme Fohre" mag dieser Dokumentarfilm beweisen:


    Bleibt gesund und bis bald in "Krumme Fohre"!
    Alexander

    Liebe Freundinnen und Freunde der Soap-Opera „Krumme Fohre“,



    wer „R“ sagt, muss auch „B“ sagen…wer rangiert , muss auch basteln. Muss? Nee…darf
    natürlich. Und so werdet Ihr wiederum Zeugen eines weiteren Kapitels der schier
    endlosen Geschichte des pfröhlichen (sic!) Pfuschens in KF. Der Hauptgüterverkehrskunde
    in KF ist ja bekanntermaßen das Porzellanwerk von Kgl. Tettau. Anfangs musste
    ein kurzes Anschlussgleis reichen (ältere Leser erinnern sich noch an die 210 cm
    Urform von KF) das sich das Werk mit der Brauerei Leikeim teilen musste. Dann
    gab´s immerhin ein eigenes mehr als doppelt so langes Gleis, die Nachfrage nach
    Sammeltassen aus KF entwickelt sich aber stürmisch (wir sind ja um 1970
    unterwegs, da haben die Chinesen noch nicht die Gesamtindustrieproduktion der
    Welt übernommen) und so wurden Rufe nach einer adäquaten Erweiterung des
    Anschlusses laut (habt ihr sie gehört?). Des einen Glück, des andern Unglück: Das
    aus vorigen Folgen bekannte Hartsteinwerk der Herren Beißauf&Granit geriet
    ins Wanken…das Gebäude wurde abgerissen, das Gleis 6 stand plötzlich neuen
    Nutzungen zur Verfügung. In ungeahnter Dynamik verlegte die Bundesbahndirektion
    Nürnberg - nach dem Austausch von 376 Schriftstücken zwischen den beteiligten
    Dienststellen und 35 Sitzungen vieler Verantwortlicher – die öffentliche
    Ladestraße von Gleis 3 nach Gleis 6, wodurch letzteres einer sinnreichen
    Nutzung zugeführt wurde und ersteres dem Privatanschluss Kgl. Tettau
    einverleibt werden konnte. Nun können Gleis 3 und 4
    getrennte Rollen übernehmen: Auf dem neuen
    Anschlussgleis werden Fertigprodukte in gedeckte Güterwagen verladen und in die
    weite Welt (wir erinnern uns: das Klappgleis!) versandt, auf dass das
    Zonengrenzland blühe. Dafür entsteht eine neue großzügige Verladerampe (die
    alte geht auf den Müll). In Gleis 4 werden vorwiegend Grund- und Rohstoffe der
    Porzellanherstellung in dafür geeigneten Schüttgut- oder Staubgutwagen
    angelandet. Dieses Gleis wird einbetoniert um die Befahrbarkeit mit
    Straßenfahrzeugen aller Art zu gewährleisten. Zusätzliche Lagerkapazitäten
    sollen durch den Abriss des ehemaligen Brauereigebäudes und die Umnutzung der Reste
    des Hartsteinwerks geschaffen werden. Volles Programm. Na dann. Also geht´s
    los:



    ...wir erinnern uns...so sah´s mal aus am Nordende von "Krumme Fohre"...gleich nicht mehr...



    ...so soll es nicht bleiben...unterm Pflaster liegt der Strand? Nee, das Styrodur!...erste Ansätze zur Rampenbildung sind zu erkennen...


    http://[/img


    ...und der alte Spiegeltrick kommt auch mal wieder zum Tragen...



    ...der Übergang zm Spiegel ist noch nicht gelöst...dafür ein Blick in die penibel Planfeststellungsunterlage...




    ...da fehlt doch noch was...?...und ja...die Einbetonierung wird noch nachbehandelt ;-)



    ...eben! Gefunden auf müllhaufen.de! Ein Dach...und wieder mal statisch zweifelhaft...


    ...Problem erkannt...Gefahr gebannt...darauf erst einmal ein Bier. Prost!...



    ...und nun: Teile und herrsche! Das Hartsteinwerk soll zwei Lagerschuppen werden...welches Werkzeug wählen wir? Ähhh...




    ...natürlich! Filigranstes Uhrmacherwerkzeug muss her! Und schon sieht man links und rechts, je einen Hartsteinhalbling dahinsinken...




    ...aber ganz ehrlich...sieht noch nicht sehr überzeugend aus...grübel?!



    ...dafür hat das Dach an Stabilität gewonnen...geht doch!...


    Bis bald in „Krumme Fohre“ und bleibt gesund!


    Alexander

    Liebe Freundinnen und Freunde der bastlerischen Untaten in KF,


    vielen Dank für viele freundliche Worte! Mit den zwei Strängen ist´s etwas anstr(ä)ngend (sic!), deshalb darf ich euch auf den Betriebsstrang verweisen, da geht´s weiter...


    Und Uwe...nein, das sind keine 210 cm mehr! So hatte Krumme Fohre mal vor Jahren (10 oder so?!) als Mini-Inglenook angefangen. Dann kam ein Umzug von Raum A nach Raum B und plötzlich waren es 560 cm, oder so, ich muss mal nachmessen.


    Und so geht´s weiter:


    Bleibt gesund und bis bald in "Krumme Fohre"!
    Alexander

    Liebe Freundinnen und Freunde der ruppigen Rangiererei,


    vielen Dank für freundliche Bewertungen und warme Worte! Lieber Reinhold, ein Meter mehr Kantenlänge,,,das wär´s...oder besser gleich zwei! Jibt´s aber nich...da sind stabile Wände vor...


    Angespornt durch so viel Zuspruch habe ich zu gröbstem Werkzeug gegriffen und hoffentlich nicht daneben. Das Wackelgerüst der Herren Beißauf und Granit wurde - wie angedroht - gnadenlos amputiert. Mal sehen, ob die Hütte jetzt ohne Beine irgendwo hinpasst. Ne´Idee hätt´ich schon. Neben dieser maximalinvasiven Methode habe ich den schonenden Feinspachtel erhoben um die Situation zwischen Ladestraße und Kgl. Tettau-Anschluss einer glänzenden Zukunft zuzuführen. Jetzt weiß man auch, wo her der Begriff "die Straße wurde aufgehoben" stammt...Ich verrate noch nicht, was draus wird. Aber Bilder gibt´s schon mal. Voilá!



    ...aua...ab sind ´se...die Beine...http://[/img



    ...es gibt nicht nur Rollrasen...auch Rollstraßen...aus Styrodur...http://[/img



    ...der Prellbock wird rausgeschnitzt...ein Gleislagefehler korrigiert (die Tilligprofile als Rillengleis habe ich übrigens wieder entfernt...)...und jetzt kann man schon was ahnen...


    ...Schnitzkunst in Styrodur...

    Bleibt gesund und bis bald in "Krumme Fohre"!
    Alexander

    Liebe Bastelnden und Planenden,


    Staub und Moder bedeckt diesen Thread...aber nicht "Krumme Fohre"! Da geht´s weiter. Wer wissen will wie, muss in die Betriebsabteilung wechseln. Siehe hier . Wer darauf keine Lust hat, klickt einfach auf das Bild und hat dann ein verwackeltes Filmchen vor sich...(selber schuld)...



    Bis bald in "Krumme Fohre" und bleibt gesund!


    Alexander

    Liebe Freundinnen und Freunde der Eisenbahnbildergeschichte,


    da die Bebilderung des Alt-Strangs etwas unter Auszehrung leidet, gibt´s jetzt Nachschub. Wir begleiten mal einen PmG auf seiner Runde in "Krumme Fohre". Fertig? Pappfahrkarte eingepackt und los geht´s...


    ...als Gedächtnisstütze hier nochmal der mickrige Gleisplan...wir starten rechts oben...

    ...da lauert die V100 mit ihrem Nahverkehrszug...heute als PmG...rechts unten der Arbeitsvorrat des Dispatchers auf dem Klappgleis (s.o.)...

    ...nach gewissenhafter Fahrwegprüfung greift der Fdl zum Äußersten...zum Hauptsignalhebel...Einfahrt frei!...

    ...ach herrje...die Brackwanst-Sekte hat "Krumme Fohre" entdeckt...wichtiger ist, dass der Bü gesichert ist...der PmG tritt auf...

    ...Zug ist drin...Signal auf Halt...Zugfahrt beendet...ab jetzt wird rangiert...

    ...da isser...zwei Wagen für die Ladestraße (Gleis 6, blauer Laufzettel) und der Kessel für Gleis 3 (gelber Zettel)...sollte machbar sein...

    ...alle Fahrgäste haben die knochenschüttlerischen Umbauwagen verlassen...die Abteilung drückt zurück...

    ...mal wieder über den Bü...ab in den alten Streckengleisstummel nach Kaltenholzach...da will keiner mehr hin...aber abstellen kann man hier...

    ...der Rangierer beschnüffelt schon mal den Bierwagen, den die örtliche Brauerei ("...summt es dir im Ohre - trink Bier aus Krumme Fohre!") befüllt hat, der muss nämlich mit in die weite Welt...

    ...die Fuhre ist bis zum Streckenende vorgedrungen...und nu?...die Köf mit der Übergabe bitte ignorieren...Auftritt folgt später...

    ...der Kessel wird ordnungsgemäß geparkt...nach Kaltenholzach ging´s bergauf (mit dem Verkehrsaufkommen leider bergab), daher hemmt der Schuh den Abwärtsdrang des Gefahrgutwagens in Gleis 5...

    ...noch mal hin und her gesägt und schon haben wir die Bierkiste aus Gleis 6 am Haken...

    ...das Bier darf dem Sprit auf Gleis 5 kurz Gesellschaft leisten...und der Restzug?...

    ...sägt mal wieder hin und her und droppt die beiden Schüttguttransporteure auf Gleis 6...erledigt...Sache des Bestellers wie er den Schotter hier wegbekommt...

    ...unsere Rangierabteilung hat inzwischen die beiden Pausierer aus ihrem Exil in Gleis 5 befreit und zieht wieder nach Gleis 1 vor...Lok geht vom Zug und...

    ...läuft über Gleis 2 um...und sperrt mal wieder den fließenden Autoverkehr am Bü "Alois-Hirnschaller-Straße"...

    ...stört die ratschenden Gruppen auf der neuen Bahnhofsstraßenbrücke wenig...die V100 nähert sich nun von der anderen Seite ihrem Zug, zieht den Kessel ab und, na? Genau! Fährt wieder über den Bü...;-)

    ...da steht er nun auf Gleis 3 und bringt Heizöl fürs Porzellanwerk...die kleine Rote setzt sich vor die fertige Rückleistung...die freudigen Fahrgäste fließen flott in die Fahrzeuge...

    ...fertig? Fertig! Alle Weichen in richtiger Lage (s. Plan oben)...der Fdl hat den Überblick und zieht das ASig auf Fahrt...

    ...die qautschen ja immer noch!...Egal, der PmG nach Kulmbach dröhnt von dannen und bringt nicht nur Provinzler in die große Stadt, sondern auch Bier (wie war das mit den Eulen und Athen nochmal?)...

    ...und Schnitt! Jäh endet die Zugfahrt im Reiche des Dispatchers...die Umbauwagen dürfen bleiben...das Bier kommt in die Klappe...und was wird mit dem nächsten Personenzug nach KF gebracht?...

    ...klar doch...einmal in der Woche ist der Speisewürzwagen für die hiesige Außenstelle des schwäbischen Soßenkochers dran...verladen wird an der Ladestraße...also rauf aufs Gleis und Abfahrtzeit abgewartet...aber das ist eine andere Geschichte...


    So, das war nur eine kurze Rangiereinlage. Die Übergabe fordert Fdl, Lf und Rangierer weit stärker...und wenn dann noch ein Nahverkehrszug dazwischenkommt...


    Bleibt gesund und bis bald in "Krumme Fohre"!
    Alexander

    Lieber Walter, die Antwort auf deine berechtigte Frage ist ja schon gegeben, da hat der (umsonstene) Bilderhoster den Stecker gezogen. Tja...lieber Johann, ich fürchte die Bilder sind futsch. Schade...die jetzt aber irgendwo auf den Tiefen der Festplatte wiederzufinden und die Beiträge neu zu bebildern...oh je...ich glaube, dann installiere ich doch lieber noch einen Unterflurantrieb ;-) und...die Straße muss ja auch noch um nen Zentimeter verlängert werden (wie unten zu sehen)... Lieber Ralph, wenn du wüßtest, wo der Verladebunker schon überall zur Probe stand...eventuell säge ich ihm die Beine ab und integriere ihn ins Prozellanwerk...mal schaun...


    Beste Grüße und bleibt gesund!
    Alexander


    Liebe Freundinnen und Freunde der Rangierkultur,


    in Zeiten von Corona freut man sich ja über jedes Lebenszeichen Bekannter. Bekannt sollte die Rangierplanke „Krumme Fohre“ ja noch sein. Und deshalb freut sich vielleicht der eine oder die andere auch darüber, dass die oberfränkische Rangierplanke mal wieder auftaucht. Die gibt´s ja auch noch! Was ist nun ein Schachtelbahnhof? Schachtelhalme wurden von Sauriern verspeist, Schachtelsätze dienen der Verwirrung Zuhörender und Schachtelbahner verschonen Mitbewohnerinnen vor raumgreifenden Sperrholzwüsten und häufen dafür Fahrzeugmaterial in Schachteln an. Schachtelbahnhöfe findet man im echten Eisenbahnleben eher selten. In „Krumme Fohre“ war das Ineinanderschachteln von Bahnhof und „Schattenbahnhof“ (ganze zwei Gleise und die nicht mal im Schatten!) aber ein Gebot der Effizienz. Der geizige Modellbahner spart so Kantenlänge und Weichen (die werden quasi gemeinsam genutzt) und gewinnt Nutzlänge (was bei uns Großspurigen ja ein Dauerproblem ist). Zusätzlich einsetzen muss er nur ein wenig Phantasie und Gleichmut gegenüber stoisch auf dem Streckengleis herumstehenden Zuggarnituren.


    Abb.1:…“Krumme Fohre“ in ganzer Ausbreitung…der Schattenbahnhof alias Aufstellbereich mal in rot. Jetzt erkennt man das Geschachtel, oder?...das EG steht inzwischen wieder wo ganz anders als im Plan…


    Wie geht das nun betrieblich von statten? Ganz einfach. Die Züge warten brav auf den (natürlich nur im Plan) roten Gleisen, bis der allgewaltige Fdl sie zum fahrplanmäßigen Zeitpunkt in den Bahnhof hereinholt. In diesem Fall mittels HP1 des ESig A. Vorher findet die Fahrwegprüfung statt, die Weichen und Gleissperren (gibt´s immer noch nicht) werden nach Verschlussplan in die richtige Lage gebracht, der BÜ wird gesichert, der Bahnhofshund eingesperrt und das ESig kann gezogen werden. Den Rest kennen wir ja. Verteilen der mitgebrachten Güterwagen nach farbigen Laufzetteln (alles so schön bunt hier!) zu den sehnsüchtig wartenden Empfängern. Leit- und Sicherungstechnisch spricht ein Hauptsignal für zwei Aufstellgleise natürlich für eine nicht unerhebliche Konfliktfreude des Erbauers, aber bisher konnten schwere Unfälle vermieden werden.

    Abb.2:…“Krumme Fohre“ mal schematisch. Das Gleisgewurtschtel hat tatsächlich einen tieferen Sinn und ist vorgeblich Ergebnis diverser geschichtlicher Katastrophen und Umbauaktionen der Bundesbahn…Zugfahrten gibt´s nur über Gleis 1…


    Uns interessiert (behaupte ich jetzt einfach mal) aber mehr der Vorlauf. Zwei Gleise zum Bilden (nein, damit ist kein Unterricht gemeint) und Auflösen von Zügen ist selbst für das Zonengrenzland nicht viel. Wir alle kennen ja beeindruckende Gleisharfen auf denen hunderte von kompletten Zügen auf den Knopfdruck des Erbauers warten. Dafür war hier kein Platz ohne größere Änderungen am Mietshaus und Personenstand vorzunehmen. Auch nicht so schlimm, müssen die Güterzüge doch eh´ nach jeder Fahrt händisch neu zusammengefriemelt werden. Da schweben die Wagen von Geisterhand ergriffen über die (noch zum präsentablen Bahnhof gehörenden) Gleisen 5 und 6 und werden auf dem Klappgleis geparkt. Wo jetzt? Tja, Klappspaten ist das, was der paranoide Autofahrer im Kofferraum für den Fall des Treffens mit einer Düne aufbewahrt, Klappbrücken werden von kurzsichtigen Schiffsführern umgefahren und ein Klapptelefon hatte Captain Kirk immer griffbereit. Das Klappgleis wird aber einfach zu Betriebsbeginn ausgeklappt, mit den demnächst auftretenden Fahrzeugen besetzt und dient dann als Backstage-Bereich für unser Theaterstück „Krumme Fohre im Rangierrausch“.


    ]

    Abb.3:..nicht Godzilla ergreift den G-Wagen, sondern die ruhige Hand des Bahnregisseurs…bis zum nächsten Auftritt geht´s auf´s Klappgleis…das Hartsteinwerk musste inzwischen der Gewalt weichen...ganz rechts noch ohne festgeschraubtes Gleis...


    Nach dem Ende der Session kann das Gleis wieder eingeklappt werden, wobei sich das vorherige Entfernen der Wagen sehr bewährt hat. Da in diesem Bereich ständig mit schwebenden Lasten zu rechnen ist, musste auch der statisch zweifelhafte Hochbunker der Firma „Beißauf&Granit“ weichen. Das Gebäude erregte nicht nur im Forum, sondern auch in der Realität Anstoß…


    Soviel zu den betrieblichen Regelungen in KF. Was war sonst noch neu? Die nachträgliche Ausrüstung der alten Lenz-Handweichen mit Unterflurantrieben zum Beispiel. Eine Aufgabe die nur ausgesprochen seelisch gefestigten Modellbahnern zu empfehlen ist. Mit einem passenden Bohrer zwischen den Stellstangen der Weiche mehrere Löcher bohren ohne die Weiche in Weichenhack zu verwandeln, dann diese Löcherreihe mitttels geeignetem Werkzeug aufweiten, anschließend über Kopf unter der Platte den überaus leicht zu justierenden Tilligantrieb anschrauben, ach ja und vorher sollte man noch einen schmalen Streifen durchsichtiger Plastik auf die Stellstangen kleben, dieses durchlöchern und dann den Stelldraht durchfädeln. An dieser Stelle wedren weniger geduldige Menschen ihre Anlage schon samt Weichen auf den Sperrmüll gegeben haben, wer aber jetzt noch die Kabel zieht und den Weichenstellhebel anschließt hat die höchste Stufe der Erleuchtung erreicht...uff...Die Bilderserie mag das Gestammelte verdeutlichen.


    [u
    Abb.4:...sieht einfacher aus, als es ist. Genügend Alkohol ist zur Beruhigung unbedingt bereitzustellen...


    Wie es mit der Leit- und Sicherungstechnik in KF weitergeht...davon später mehr...



    Abb.5:...da stand das EG auch mal...


    Bleibt gesund und bis bald in "Krumme Fohre"!
    Alexander

    Liebe Freundinnen und Freunde des rollenden Materials,


    herzlichen Dank für gute Ratschläge und sachdienliche Hinweise...über das Schicksal des Schotterbunkers werde ich euch auf dem Laufenden halten. Zum Dank und damit ihr glaubt, dass in "Krumme Fohre" auch was fährt, folgt der erste "Krumme Fohre"-Kurzfilm. Die Dokumentation einer kurzen Rangierfahrt hat knapp den Goldenen Gummibaum in der Kategorie "Filme, fast so schlimm wie Opas Urlaubsvideo aus Rimini" des Internationalen Kurzfilmfestivals in Neunkirchen hinterm Wald verpasst, aber ist gleichwohl künstlerisch wertvoll... ;-)


    ...drauf klicken, dann sollte ein Film draus werden...viel Spaß!


    Bis bald in "Krumme Fohre"!
    Alexander

    Liebe Freundinnen und Freunde der Arbeitssicherheit,


    alle statischen Bedenken sind natürlich vollauf berechtigt...aber fertig ist das Gebäude ja auch noch gar nicht. In der Realität gab es allerdings schon recht ähnlich spillrige Konstrukte. Z.B. in Ludwigsstadt, s. dort:


    https://frankenwaldbahn.de.tl/Ludwigsstadt-_-Lehesten.htm


    oder auch anderswo...


    http://muldental-history.de/in…bsen-am-13-dezember-1964/


    https://www.entlang-der-gleise…n/Uebergabe-04-018-HP.jpg




    ...bei der Bildersuche fiel mir ein, woran mich der Hochbunker erinnert... Die wackligen Kampfmaschinen aus Star Wars! Jetzt wissen wir endlich wo George Lucas die Inspiration her hatte ;-) die Geschichte von Star Wars muss neu geschrieben werden...


    Bis bald in "Krumme Fohre"!
    Alexander

    Liebe Freundinnen und Freunde der oberfrängischen (sic!) Idylle,


    vielen Dank für die gnädige Bewertung meiner bastlerischen Minderleistungen ;-)
    Reinhold: Was nun die Signalhebel angeht. Auf dem Foto ist die Gesamtkonstruktion hoffentlich gut zu erkennen. Der bewegliche Mitnehmer der zur Bedienung des Schalters dient, kann sicher auch über einen Winkelhebel irgendwelche mechanischen Zug- und Schubkatastrophen auslösen. Einbringung eines Loches mittels geeignetem Geräts vorausgesetzt. Probiert habe ich das aber nicht... Try on vour own risk!




    Bis bald in "Krumme Fohre"!
    Alexander

    ...Fortsetzung vom verstümmelten Teil 1...

    Wuuuuschhhh…rumms….öcho…öcho…immer dieser Husten. Bei der Staubwolke auch kein Wunder.
    So noch zwei Wagen und dann sind die ersten drei voll. Staub. Das Gepolter der Schottersteine in den leeren
    Wagen. Gesund ist das nicht. Na ja. Dafür gibt´s in Krumme Fohre ja ansonsten
    jede Menge frische Luft. Der Lademeister streicht seine blaue Schürze glatt und
    stemmt die Arme in die Seiten. „Beißauf&Granit“. Eine Traditionsfirma. Das
    Gestein aus dem Kaltenholzacher Steinbruch findet man überall auf den Strecken
    der Bahn und auch im Straßenbau. Da kann man schon stolz sein. Wenn nur das
    Anschlussgleis länger wäre. Dann bekäme man sechs statt drei Wagen auf einmal
    unter den Verladebunker. Würde die Arbeit erleichtern. Der Zug müsste nicht
    mehr getrennt werden und… eh wurscht. Hauptsache bald ist Feierabend. Dann noch
    auf ein Bier in die Wirtschaft. Mal sehen wer da ist… Wo bleibt eigentlich die
    Rangierlok? Erst mal hinsetzen…


    Das weitere Verladegeschäft überlassen wir mal den Profis.
    Der Verladebunker ist übrigens erst halb fertig, denn funktionieren soll er ja
    auch noch. Nächste Folge dann… Entstanden ist der architektonische Schandfleck
    übrigens aus einer stabilen Pappkiste, die ursprünglich der Aufnahme von
    handgeschöpftem Schreibpapier und ebensolcher Briefumschläge diente und zu
    diesem Zwecke einen sinnreichen Klapparatismus besitzt. Der wird bei der
    Befüllung mit Gesteinsmaterial hilfreich sein und wurde deshalb umbastelt.
    Briefe schreibt ja eh´ keiner mehr, das Briefpapier passt nicht ins Whatsapp,
    also raus damit. Löcher gebohrt. Leisten gesägt und eingesetzt (staatlich
    geprüfte Statiker verhüllen nun angstvoll ihre Häupter), Fassade mit
    Nutbrettchen verkleidet, ordentlich Schmutzfarben darauf verteilt, dann mittels
    selbst gecutterter Schablone (argghhh, nie wieder) beschriftet und erstmal
    hingestellt.



    Abb 7: ...man sollte immer eine Rückfallebene haben...auch als Lademeister...und wenn´s nur ein alter Schulstuhl ist...



    Abb 8: ...nein...Öl wurde keins gefunden in KF...dafür war die Bohrung wohl nicht tief genug...



    Abb 9: ...die beiden besten Frenude des Bastlers auf einem Bild - Holzleim und Cutter - bitte lächeln!



    Abb 10: Abrakadabra...schon isser auf. Da passt was rein an Gestein...




    Abb 11: ...von oben...mal wieder...


    Soweit, so gut. Über die signaltechnischen Verfeinerungen demnächst mehr in diesem Theater. Mal sehen, wen von den oberfränkischen Protagonisten wir demnächst treffen. So. Und nun muss ich mich erst mal von der Forensoftware erholen...;-) Uff...


    Beste Grüße und bis bald in "Krumme Fohre"!
    Alexander

    Liebe Freundinnen und Freunde des entschleunigten Bastelns,


    nach geraumer Zeit blicken wir mal wieder nach „Krumme Fohre“.
    Das gleisarme Zonengrenzlandbahnhöfchen macht Fortschrittchen…genauso weit weg wie
    in den 70ern das Ende der Zonengrenze scheint, soweit weg scheint aber auch die
    Fertigstellung der Kleinstanlage…na mal seh´n…



    Abb 1: Gell...da schaugst! Oder so ähnlich. Die wirren Telegrafenleitungen sind übrigens Federstahldraht 0,1mm...


    Rrr…zong…! Mit Schwung zieht der Bahnhofsvorsteher den schweren Signalhebel nach unten.
    Draußen federn die Flügel des Ausfahrsignals nach oben. Ausfahrt steht! Die Weichen im Fahrweg
    liegen alle richtig. Die Schutzweiche auch und die Gleissperren sind aufgelegt.
    Davon hat sich unser Bahnbeamter natürlich vor der Ziehung (ach nee…das war was
    anderes) überzeugt. Und sonst hätte er die Fahrstraße ja auch gar nicht
    festlegen können. Der Bahnübergang? Ja, natürlich. Auch die Alois-Hirnschaller-Straße
    ist gesichert. Müde blinken die Warnleuchten vor sich hin. Wollen wir nur
    hoffen, dass die fränkischen Autofahrer das Signal auch ernst nehmen. Letzte Woche
    erst, da war doch so ein verrückter Mofafahrer…! Na egal. Der Bundesbahnbeamte
    besinnt sich auf seine Pflichten, rückt die Dienstkrawatte zurecht, wirft das
    Bundesbahnjacket über und tritt vor die Tür seines Dienstraumes…ach halt! Die
    Mütze! Wenn man davon nicht mal Haarausfall bekommt…wie auch immer. Voll des
    Amtes Würde blinzelt er in die Mittagssonne. Angekommene Reisende schwatzen vor
    dem Empfangsgebäude, aus dem Ort Kirchenglocken, irgendwo versucht jemand sein
    Auto zu starten. Unser Eisenbahner grüßt leutselig das Zugpersonal des
    mittäglichen Nahverkehrszuges (das hieß doch bisher Personenzug…immer diese
    Neuerungen) und stellt sich in Positur. Unter abblasen einer schwarzen Rauchfahne
    zerrt die V100 ungeduldig die beiden Umbauwagen aus dem Bahnhof. Der Zug
    verschwindet unter der Staatsstraßenbrücke und dann am Horizont. Ein leises
    Scheppern verkündet, dass das Ausfahrsignal wieder in die Haltstellung
    zurückgefallen ist. Zufrieden blickt unser Bahner auf sein kleines Reich. Gut…so
    ein richtiger, großer Bahnhof wär´ nicht schlecht. Vielleicht klappt´s demnächst
    mit der Beförderung. Eigentlich wär´ er ja jetzt auch mal dran. Andererseits. Das
    leben hier ist so schlecht nicht. Ruhig. Und man kennt sich. Guten Tag, Herr
    Meyer! Wie geht´s den Kindern? Und die Frau? Ach, schön! Grüßen Sie mal... So.
    Jetzt noch den Signalhebel wieder in die Ausgangsstellung bringen und dann
    gibt´s erstmal Mittag. Mal schau´n, was sie mir heute eingepackt hat…


    An dieser Stelle verlassen wir die Zonengrenzlandidylle und
    blicken auf die dahinterliegenden sicherungstechnischen Schandtaten. Alle
    Weichen sind nach wie vor handgestellt. In erster Linie deshalb, weil
    ortsfremdes Zugpersonal so auf den ersten Blick sehen kann, was es mit der
    Bedienhandlung anrichtet. Nur die Fahrstraßen (kommen noch) und die
    Hauptsignale (andere gibt´s nicht) werden zentral bedient. Unter finsteren
    Flüchen wurden zu diesem Zwecke zwei Signalhebel von H0fine zusammengefriemelt.
    Die Haptik ist super, der Zusammenbau…sagen wir mal, beim Zweiten läuft´s

    Liebe Freundinnen und Freunde des entschleunigten Bastelns,


    nach geraumer Zeit blicken wir mal wieder nach „Krumme Fohre“.
    Das gleisarme Zonengrenzlandbahnhöfchen macht Fortschrittchen…genauso weit weg wie
    in den 70ern das Ende der Zonengrenze scheint, soweit weg scheint aber auch die
    Fertigstellung der Kleinstanlage…na mal seh´n…



    Abb 1: Gell...da schaugst! Oder so ähnlich. Die wirren Telegrafenleitungen sind übrigens Federstahldraht 0,1mm...


    Rrr…zong…! Mit Schwung zieht der Bahnhofsvorsteher den schweren Signalhebel nach unten.
    Draußen federn die Flügel des Ausfahrsignals nach oben. Ausfahrt steht! Die Weichen im Fahrweg
    liegen alle richtig. Die Schutzweiche auch und die Gleissperren sind aufgelegt.
    Davon hat sich unser Bahnbeamter natürlich vor der Ziehung (ach nee…das war was
    anderes) überzeugt. Und sonst hätte er die Fahrstraße ja auch gar nicht
    festlegen können. Der Bahnübergang? Ja, natürlich. Auch die Alois-Hirnschaller-Straße
    ist gesichert. Müde blinken die Warnleuchten vor sich hin. Wollen wir nur
    hoffen, dass die fränkischen Autofahrer das Signal auch ernst nehmen. Letzte Woche
    erst, da war doch so ein verrückter Mofafahrer…! Na egal. Der Bundesbahnbeamte
    besinnt sich auf seine Pflichten, rückt die Dienstkrawatte zurecht, wirft das
    Bundesbahnjacket über und tritt vor die Tür seines Dienstraumes…ach halt! Die
    Mütze! Wenn man davon nicht mal Haarausfall bekommt…wie auch immer. Voll des
    Amtes Würde blinzelt er in die Mittagssonne. Angekommene Reisende schwatzen vor
    dem Empfangsgebäude, aus dem Ort Kirchenglocken, irgendwo versucht jemand sein
    Auto zu starten. Unser Eisenbahner grüßt leutselig das Zugpersonal des
    mittäglichen Nahverkehrszuges (das hieß doch bisher Personenzug…immer diese
    Neuerungen) und stellt sich in Positur. Unter abblasen einer schwarzen Rauchfahne
    zerrt die V100 ungeduldig die beiden Umbauwagen aus dem Bahnhof. Der Zug
    verschwindet unter der Staatsstraßenbrücke und dann am Horizont. Ein leises
    Scheppern verkündet, dass das Ausfahrsignal wieder in die Haltstellung
    zurückgefallen ist. Zufrieden blickt unser Bahner auf sein kleines Reich. Gut…so
    ein richtiger, großer Bahnhof wär´ nicht schlecht. Vielleicht klappt´s demnächst
    mit der Beförderung. Eigentlich wär´ er ja jetzt auch mal dran. Andererseits. Das
    leben hier ist so schlecht nicht. Ruhig. Und man kennt sich. Guten Tag, Herr
    Meyer! Wie geht´s den Kindern? Und die Frau? Ach, schön! Grüßen Sie mal... So.
    Jetzt noch den Signalhebel wieder in die Ausgangsstellung bringen und dann
    gibt´s erstmal Mittag. Mal schau´n, was sie mir heute eingepackt hat…


    An dieser Stelle verlassen wir die Zonengrenzlandidylle und
    blicken auf die dahinterliegenden sicherungstechnischen Schandtaten. Alle
    Weichen sind nach wie vor handgestellt. In erster Linie deshalb, weil
    ortsfremdes Zugpersonal so auf den ersten Blick sehen kann, was es mit der
    Bedienhandlung anrichtet. Nur die Fahrstraßen (kommen noch) und die
    Hauptsignale (andere gibt´s nicht) werden zentral bedient. Unter finsteren
    Flüchen wurden zu diesem Zwecke zwei Signalhebel von H0fine zusammengefriemelt.
    Die Haptik ist super, der Zusammenbau…sagen wir mal, beim Zweiten läuft´s
    Aus anderer Quelle gibt es die Hebel auch schon vorkonfektioniert, was für Menschen,
    die mit Sekundenkleber auf Kriegsfuß stehen, vielleicht empfehlenswert ist. Der
    Hebel (übrigens sogar mit funktionierender Sperrklinke) bedient einen simplen
    Umschalter, der dann das Signal. In „Krumme Fohre“ wird es auch eine
    Abhängigkeit von Weichen, Gleissperren (ok…noch ist keine da) und Signalen
    geben. Davon aber später mehr…Auch am anderen Ende der Eisenbahnanlagen regt
    sich neues Leben.



    Abb 2: Da ist er ja...unser Bahnhofsvorsteher. Immer nur lächeln und winken, winken...


    Abb 3: Von vorne sieht das so aus...gleich verschwindet er wieder in der Amtsstube..


    Abb 4: ...und so von oben...jetzt hören wir aber auf damit...https://forum.spurnull-magazin.de/[/img



    Abb 5: ...überschaubar ist die Hebelbank...die Weichen müssen bei Wind und Wetter draußen gestellt werden...


    Abb 6: ...vor dem Anbraten der Leitungen sah die fliegende Verdrahtung so aus...lieber weggucken...