Posts by akkacz

    Krumme Fohre ist wieder da – Teil 4: So dies und das


    Liebe Freundinnen und Freunde der Großspurbahnerei,


    zuvörderst darf ich mich wieder herzlich für eure warmherzigen Reaktionen bedanken. Ihr habt es nicht anders gewollt: Im bereits angedrohten 4. Teil werdet ihr einiges finden - aber keinen Roten Faden;-)


    Fangen wir mal mit dem Umweltschutz an. Die Vermüllung der Umgebung von „Krumme Fohre“ ist ja bildlich hinreichend belegt. Da der Ruf der aufstrebenden Gemeinde darunter zu leiden droht, hat der Gemeinderat nach umfänglicher und kontroverser Debatte („…unnötige Ausgaben!...“, „…unverhältnismäßiger Eingriff in die Handlungsfreiheit der Bürger…!“ etc., etc.) ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen. Herzstück ist die Beschaffung von zwei Papierkörben, die nach Aufgabendefinition, Ausschreibung und Zuschlag, schon nach nur einem Jahr erfolgreich aufgestellt werden konnten. Die Bundesbahn gab nach ausführlichem Briefwechsel die Erlaubnis zur Aufstellung auf dem Bahnsteig, lediglich die Folgekosten der regelmäßigen Leerung sind noch umstritten…


    https://flic.kr/p/2kqCaDP

    Papierkorb KF 3 Stack (2) by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    …kaum aufgestellt, schon schmeißen die Leute ihren Dreck daneben…Gemeinderatsvorsitzender W. Ichtig ist entsetzt und greift zur rückenbelastenden Selbsthilfe…


    20210102_173908 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    …ein Blick in die Werkstatt…man beachte die fortgeschrittene Kunst der Lötklumpenerstellung…die Grundsubstanz stammt von der Fa. Weinert...wenn mich nicht alles täuscht...


    Wartehalle und Rampe KF Stack (2) by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    …auch auf dem Bahnsteig kann nun fachgerecht entsorgt werden…mal sehen wer leert…


    Wenn wir schon dabei sind, machen wir mit der Nachhaltigkeit weiter. Weihnachten ist vorbei, was mit der Weihnachtsdekoration anfangen? Schnöde in die Tonne kloppen und der Kompostierung überantworten? Nein…vegetative Anteile von Adventskränzen und sonstigen Gestecken sind doch wunderbar als Begrünung der oberfränkischen Landschaft nutzbar. Fragt mich nicht, was das für Gewächse waren, aber erstmal passen sie ganz gut als Lückenfüller. Irgendwann fangen sie wahrscheinlich an zu nadeln und werden braun…dann brauchen wir wieder was neues…


    20210106_160243 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    …hinterm EG geht´s weiter…statt eines wunderbaren Modellbaums trocknet hier ein Adventsrest vor sich hin…


    Brücke und Kuh KF Stack (3) by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    …in einem anderen Thread ist gerade die Invasion der Schafe zu Gange…in „KF“ taucht immer dann wenn´s was Grünes gibt die langjährigen Lesern schon bekannte winterharte rauhfutterverzehrende Großvieheinheit auf…


    Fusionsbild-4web by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...damals war´s...


    Für Hund und Katz´ ist auch noch Platz. Die Belebung der oberfränkischen Bahnanlage durch vierbeinige Säugetiere (gibt´s noch andere?) schreitet voran. Ob die Statistik, wonach es mehr Katzen als Hunde in Deutschland gibt zutreffend wiedergegeben wird, habe ich nicht nachgezählt...


    Hund und Lademeister KF Stack (3) by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...die Rasse dieses Tieres ist unbekannt...vermutlich ein Ladestraßenkampfhund(?)...zumindest hat er den einzigen Stuhl der Umgebung erobert...


    Kopframpe KF Stack (2) by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...der Zeitungsleser wurde von meiner 0n30 Anlage recycelt...die Katz ist neu...


    Bahnsteig KF mit Kessel und Hund Stack (2) by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...gab´s in den 70ern eine Seniorenermäßigung?...na, wie auch immer, der Hund brauchte wohl nur eine Kinderfahrkarte...


    Über die dazugehörigen unterirdischen Lötstellen wollen wir den Mantel des Schweigens decken. Obenrum erleuchtet nun zumindest eine kleine Schar an Leuchtkörpern die Ladeeinrichtungen in "KF". Auf das die lärmige Ladetätigkeit des Nächtens stattfinden kann. Damals gab´s noch keine Lärmschutz VO...


    Bahnsteigübergang KF Stack (3) by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...es dunkelt und gleichwohl strömen die Fahrgäste um den letzten Zug nach Kulmbach zu erhaschen und sich auf klebrigen Kunstlederpolstern niederzulassen...


    Ortsgüteranlage KF Stack by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...auch die Arbeiterstandbilder (Insiderwitz für Leser*innen aus den östlichen Bundesländern) werden beleuchtet...


    20201206_212403 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...da isser schon, der letzte Abendzug...nur noch ohne Tf...


    Soweit dieses...beim nächsten Mal beschäftigen wir uns dann mal wieder mit der Königsdisziplin des Modellbahnenden (gegendert)...dem Betrieb! Bis dahin...


    Bis bald in "Krumme Fohre"!

    Alexander


    Krumme Fohre ist zurück – FAQ

    Liebe Freundinnen und Freunde des fröhlichen Frokelns,


    herzlichen Dank für die überaus freundlichen Bewertungen. Bevor es mit Teil 4 in „KF“ weitergeht, möchte ich der guten Ordnung halber auf die gestellten Fragen und Anregungen eingehen:


    Reaktivierung totes Gleis: Nein, lieber Reinhold, das ist doch eher unwahrscheinlich. Eine weitere Gleisverbindung zwischen Gleis 1 und 2 (s. Spurplan) würde betrieblich keine Verbesserung bringen. Warum gibt´s das tote Gleis überhaupt? Böse Zungen behaupten, dies sei lediglich der gestalterischen Willkür des Erbauers geschuldet, was natürlich vollkommener Unsinn ist. Dazu sei der bekannte Eisenbahnarchäologe Priv.-Doz. Dr. Sch. Eufele aus seinem Werk: „Die Tettaubahn und andere Eisenbahnen des Landkreises Kronach“ (Grub am Forst, 1974, S. 155) zitiert: „Durch die willkürliche Unterbrechung der Bahnlinie durch die Zonengrenze wurde der vorher eher bedeutungslose Abzweig Krumme Fohre zum Endpunkt der Verbindung von Kulmbach. Die Deutsche Bundesbahn stellte nach kurzer Zeit fest, dass ohne Umfahrgleis der doch recht erhebliche Wagenladungsverkehr bis Krumme Fohre nur sehr unwirtschaftlich und schwergängig abgewickelt werden konnte. Mit Mitteln der Zonengrenzlandhilfe wurde daraufhin in nur drei Monaten Bauzeit aus dem Abzweig ein Bahnhof der Mindestausstattung gemacht. Das noch heute im Planum der Alois-Hirnschaller-Straße zu findende Gleisrest zeugt davon, dass das ursprüngliche Streckengleis nach Kaltenholzach im Zuge dieses Umbaus zugunsten einer größeren Nutzlänge des Umsetzgleises aufgegeben und durch eine weiter südlich gelegene Ausbindung ersetzt wurde.


    DSCF9033 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...da ist es, das "tote" Gleis, so tot ist es gar nicht, zumindest wächst die Spontanvergetation...


    Krumme Fohre Schema-1 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...KF mal schematisch...man sieht, dass das tote Gleis hier nicht viel helfen würde und das es früher mit dem heutigen Ladegleis das alte Streckengleis nach Kaltenholzach bildete...


    Betrieb mit Frachtkarten: Betrieb gibt´s in „KF“ ´ne Menge. Man könnte behaupten, das sei der Hauptzweck. Lieber Bernd, darf ich dazu auf den auch schon etwas modrigen Thread im Betriebsforum verweisen? Ich nehme deine Frage aber gerne als Vorwand um einen ausführlicheren Beitrag über den Alltagsbetrieb zu erstellen ;-) Und die jeweiligen Zielladestellen der Güterwagen sind an diesen selbst zu erkennen. Zettelbürokratie gibt´s in „KF“ also nicht. Auf den Fotos sieht man bei sehr genauer Betrachtung Farbmarkierungen in den jeweiligen Zettelkästen der Wagen.


    DSCF1209 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...hier mal Ausschnittsweise zusehen...das Gleis 3 hatte den Farbcode "grün", ändert sich gerade wieder...


    SVT des DB Museums in Lichtenberg by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...gibt´s auch in rot...das ist die Porzellanbude...


    Gesamtmaße der Anlage: Eine berechtigte Frage. Die Überschrift 210x45 cm stimmt ja nun schon etwas länger nicht mehr. „KF“ ist es so gegangen wie uns an Weihnachten. Die Kleidergröße hat sich nach oben entwickelt. So gewinnt man an Format ;-) Hier also die amtliche Messung: 580x63 cm (manchmal sind´s auch 65cm, s.o. Teil 3).


    20200410_121204 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...irgendwie passen die 580 cm nie auf ein Bild...


    What about a fiddle yard ?: Zwei Bereitstellungsgleise – auf denen der Dispatcher händisch die nächsten auftretenden Züge zusammenstoppelt – gibt´s schon (s. Plan, hier in rot). Noch dazu gibt´s auch noch ein Klappgleis. Was ist’n das? Hatte ich schon irgendwo im Thread (oder vielleicht auch im Betriebsstrang vorgestellt). Dazu aber später gerne mehr (selber schuld...).


    Krumme Fohre STW mit Schattengleisen by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...das EG ist gewandert, ansonsten stimmts aber...in rot der (haha) "Schattenbahnhof"


    20200327_193152 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...hier ist das "Klappgleis" in voller Aktion zu sehen...der Dispatcher hat sich seinen Wagenvorrat aufgestellt und liest wahrscheinlich die Wagenliste...


    20200328_142639 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...und nun fasst er sich ein Herz...oder besser einen Wagen und die Rangiersession kann losgehen...


    Bodenmaterial: Lieber tokiner, da kann ich leider nicht weiterhelfen. Gab´s – wahrscheinlich als Blumentopfdeko gedacht – in einem Ein-Euro-Markt. Hat die Konsistenz von sehr feinem Aquarienkies.


    20200412_171539 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...müsste der gleiche Universalbodendecker sein, hier als Bahnsteigbelag...genau betrachtet eigentlich etwas zu grobkörnig...aber für einen Euro...


    Soweit, so gut. Teil 4 folgt nach Verschnaufpause…(für Euch;-)


    Bis bald in „Krumme Fohre“


    Alexander

    „Krumme Fohre“ ist zurück - Teil 3: Ein Randthema

    Liebe Freundinnen und Freunde der angewandten Modellbahnwissenschaften,


    irgendwelche scharlataneske Pseudowissenschaftler behaupten hartnäckig, die Erde sei keine Scheibe. Natürlich wissen wir Modelleisenbahner es besser - und wie sie eine Scheibe ist! Oder habt ihr schon mal versucht ein Flexgleis auf einen Fußball zu nageln? Na eben, funktioniert nicht. Und übrigens eine immer zu kleine Scheibe! Jedenfalls gemessen an den erworbenen Fahrzeugmassen die räumlicher Unterbringung harren. Das Problem der flachen Welt ist, dass immer irgendwo ein Ende ist. Als Schöpfer*innen unserer Modellwelten können wir dieselben einfach schnöde und abrupt enden lassen, eben so wie die Kreissäge sie hinterlässt. Wahlweise kann man sich gestalterisch aber auch noch daran abarbeiten. So geschehen in „Krumme Fohre“. Da die Bahnanlagen hier mit sonstigen Wohn- und Spielnutzungen friedlich koexistieren müssen, ist es zur Erlangung von Akzeptanz sinnvoll sich auch mit solchen – modellbahnerisch eher unwichtigen aber optisch bedeutenden – Randthemen zu befassen. Die Grundidee ist einfach: Die Anlagenvorderkante wird mittels einer Dreikantleiste in etwas gefälligere Form gebracht. Selbige Kante wird durch geeigneten Farbauftrag mit den stützenden Möbelstücken harmonisiert. An den Stellen, an den Verkehrswege der Kante bedenklich nahekommen oder gedanklich über sie hinausführen sollen, wird eine weitere Dreikantleiste aufgesetzt – was dann einen weiteren cm zur Gestaltung erobert. Auch wenn der Jahrespreis des „Schöner Wohnen Wettbewerbs“ wohl trotzdem woanders hingehen wird…genug der Worte, lasst Bilder sprechen:


    20201230_215550 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...damit auch die Schaukel mal wieder zu Ehren kommt: Der Rand der bekannten Welt...


    20201220_155616 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...Vorarbeiten zur Straßenverlängerung...


    20201220_165149 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...Straßenbelag...


    20201220_165200 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...gilt auch für die Ladestraße...


    20201220_203150 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...zwar keine Straße, aber der Schienenweg bekommt etwas mehr Abstand vom Ende der Welt...


    20201222_212258 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...das Neuland wird sofort von spontaner Ruderalvegetation erobert...


    20210106_093459 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...die Alois-Hirnschaller-Straße ist fertig...


    20210106_093742 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...ebenso die Ladestraßenzufahrt...


    20210106_093834 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...die Kurvenverdickung auch...


    20210106_093535 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...und hier ist schon mal eine Bauvorleistung entstanden, für...? Später mehr...


    20201230_102803 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...Bonusbild, mal was ohne Rand...


    An dieser Stelle seien alle edlen Spender von Pokalen und ähnlich Zustimmungsäußerungen herzlich bedankt! Besonders freue ich mich natürlich auch über textliche Rückäußerungen, ist doch das neue Forensystem sonst etwas unkommunikativer. Vielen Dank dafür, dass ihr das fröhlich Pfuschen in „KF“ ebenso fröhlich über euch ergehen lasst!


    Bis bald in „Krumme Fohre“!


    Alexander

    „Krumme Fohre“ ist zurück - Teil 2: Die Resterampe

    Liebe Freundinnen und Freunde der Bastelrestverwertung,


    wer behauptet, ganz „Krumme Fohre“ sei eine einzige Resterampe, hat zwar nicht ganz unrecht, würde sich aber unbeliebt machen. Nach Teil 1, dem bastlerischen Fast-Lebenswerk der Weichenelektrisierung, folgt nun ein deutlich entspannterer Rückblick.


    Wer meint, in „KF“ gäbe es doch ausreichend Rampenlänge, verkennt das empfindliche Fehlen einer stirnseitig durch Gleise erschlossenen Variante, vulgo: Kopframpe, die das Transferieren von Straßenfahrzeugen aller Art (keine Panzer, wir sind sehr nah an der Zonengrenze und mitten in der Entspannungspolitik aber gerne doch landwirtschaftliches Gerät jeglicher Art) von und zum Eisenbahnversand ermöglicht. Platz ist da, wenn der mühselig zusammengeklebte Gussprellbock weicht. Und Material? Endlich kommt die illustre Sammlung von Restverpackungsstoffen und Bastelresten zum Einsatz. Ihr kennt das: Hmmm…das kann ich sicher mal gebrauchen, schnell sichern… und dann braucht man es a) die nächsten 10 Jahre nicht, b) findet es nicht mehr oder c) hat es genau einen Tag vorher in einem Anfall von Ordnungssinn entsorgt (Zutreffendes bitte ankreuzen). Manchmal klappt´s aber auch: Die Seitenwände der Rampe spendet eine alte H0-Mauer, den Belag eine aufgehobene Verpackung von was auch immer, die aber irgendwie nach Steinplatten aussieht (wenn man sie entsprechend verschmutzt und die Brille nicht putzt) und die Füllung kommt aus irgendeinem Verpackungsrest. Fertig! Vorher muss noch der erwähnte Edel-Prellbock an seine neue Position an der Ladestraße umziehen. Da bewährt sich die mehrfach schon geschilderte Styrodur-nicht-kleben-sondern-schrauben-Methode. Der Umzug gelingt schadfrei und „KF“ hat eine neue Ladeposition…brauche ich auch noch einen neuen Farbcode (s. weiter vorne im Betriebsthread) für die Güterwagen…Genug der Worte, lasst Bilder sprechen:


    20201227_134725 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...schon geht´s los...der Prellbock wird herausoperiert...


    20201227_203119 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...öd und leer ist diese Stätte...


    20201227_203153 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...an neuer Stelle (Abschluss Gleis 6) angekommen...


    20201228_135933 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...das Unkraut wächst in rasantem Tempo...


    20201228_000156 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...soweit erledigt...


    20201230_102009 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...kaum ist die Rampe da, parkt auch schon einer illegal...


    20201230_181033 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...noch ein bisschen einsauen...


    20201230_191244 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...noch ein wenig Wildwuchs...


    20201231_134646 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...noch mehr Krempel...


    20210101_141830 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...Figuren immer geschickt vor klaffenden Fugen postieren ;-)...


    20210104_234355 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...jetzt müsste man nur noch einen Flachwagen haben...


    Das war´s für heute, der nächste Teil folgt auf diesem Kanal.


    Bis bald in „Krumme Fohre“!


    Alexander

    Hallo Heiner,


    berechtigte Frage. Bei der ersten Weiche hatte ich genau das probiert. Die Methode dann aber schnell verworfen. Das Detailbild (Nr. 3 s.o.) erklärt es vielleicht: Das Problem ist das Löcher bohren im eingebauten Zustand. Mit etwas Kunstfertigkeit bekommt man zwei Köcher hin. Nur die Verbindung der beiden durch feilen oder ähnliche zerstörerische Varianten ist praktisch nicht möglich. Da ist immer der vorgefertigte Steg (in dem das Loch sitzt) im Weg. Man kann von unten versuchen die beiden Löcher mit irgendwelchen Knabbermethoden zu verbinden...nun ja. Das war mühsam und für die Weiche gefährlich... Bei meinen Weichen sitzt das vorgefertigte Loch (es ist übrigens auch zu eng für den Cobalt- Stelldraht und muss unter Zerstörungsgefahr aufgeweitet werden) auch noch zwischen Gleis und Antriebsatrappe, was den Spielraum für Großgeräteeinsatz weiter vermindert... Alles in allem fand ich die Klarsichtvariante dann deutlich einfacher...


    Beste Grüße

    Alexander

    „Krumme Fohre“ ist zurück – Teil 1: Vermischtes und Verwirrtes

    Gute Vorsätze sollte man sofort umsetzen. Nach einer Woche im neuen Jahr hat man sie eh‘ vergessen. Deshalb folgt hier – nach langer Berichtspause – ein Rückblick auf bastlerische Schandtaten des Coronajahres…

    Ist´s doch Wahnsinn, so hat es doch Methode – die nachträgliche Elektrifizierung der Handweichen

    Nein, zur Nachahmung nicht empfohlen. Ortsgestellte Lenzweichen einer bestehenden Anlage nachträglich mit Unterflurantrieben auszurüsten. Wenn man die Herausforderung liebt… Natürlich braucht so ein Unterflurantrieb ein Loch in der Anlage. Nachträglich schwer einzubringen. Jedenfalls ohne Stellschwellen durch schnell rotierende Holzbohrer in Plastikschrott zu verwandeln. Die Lösung: In der Mitte zwischen den zwei Stellstangen (es sind, wie man daran erkennt, die Lenzweichen der ersten Generation) zwei kleine Löcher einbringen und dann per Feile zu einem Langloch verbinden. Das alles ohne die Weiche zu zerlegen. Dann auf die Stellstangen mit Sekundenkleber einen passgenauen Streifen durchsichtigen Plastiks aufkleben, den man vorher in der Mitte (!) tunlichst mit einem für den Stelldraht passenden Loch versehen hat. Uff. Nun noch unter der Anlagenplatte (etwa 15 cm Handlungsraum) den Antrieb mittels Schrauben so befestigen, dass der Stelldraht durch´s Loch passt und die Stellbewegung tatsächlich zum Umstellen der Weichenzunge führt… Hört sich schon kompliziert an, ist aber noch viel schlimmer… Eigentlich bräuchte man dazu drei bis vier Hände. Leider folgen Schrauben auch dem Gesetz der Schwerkraft und verlassen die vorgesehenen Vorbohrungen (wir wollen jetzt nicht erörtern, wie man in diesem engen Raum und womit überhaupt bohrt;-) recht zügig. Sperrholz ist leider auch hammerhart (jedenfalls die Oberfläche) so dass ein elegantes Festdrücken von Schrauben nur nachdrückliche Vertiefungen im Daumen hinterlässt und das Holz ungerührt lässt…Genug gejammert! Am Ende sind alle Weichen mit Cobalt Digital Antrieben versehen, die den Vorteil der einfachen Verdrahtung (juchhu…nicht auch noch löten!) haben. Einfach (lustiges Wort in diesem Zusammenhang) an die digitalen Zuleitungen der Anlage hängen, dann programmieren, fertig (und das ging tatsächlich mal schnell). Warum der ganze Aufriss? Einfach um die Zerstörungen durch Hineingreifen zu minimieren. Mittlerweile konnten so die Telegrafenleitungen wieder aufgehängt werden, die vorher in unschöner Regelmäßigkeit händisch vom Mast gerissen wurden. Noch ein Plus der digitalen Antriebe: Durch die integrierten Schalter kann man z.B. eine Signalabhängigkeit herstellen. Davon später mehr…nun lasst Bilder sprechen:


    20200301_165333 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...erstmal bohren...


    20200301_170245 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...dann feilen...


    20200301_181820 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...vor dem Einbau...


    20200428_224318 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...da blinkt der erwähnte Plastikstreifen in der künstlichen Sonne...


    20200304_205736 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...noch mal etwas näher...


    20201122_204001 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...Anschlüsse zum Klemmen...wie praktisch...


    20201124_202229 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...kleben und kleben lassen...und dann anzeichnen und dann bohren und dann festschrauben...


    20201201_215110 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...hängt!...


    20201213_210735 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    ...und nun hängen auch wieder die Telegrafenleitungen...


    ...und so gefährlich sind die neuen Antriebe für 0-Hunde...!

    20201203_215724 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr


    Teil 2 folgt demnächst auf diesem Kanal...

    Bis bald in „Krumme Fohre“!


    Alexander

    20201222_193129 by Alexander Kaczmarek, auf Flickr

    "Krumme Fohre" ist auch dabei

    ...na, das ist doch mal wirklich eine hervorragende Idee...so viele tolle Anlagen, die ich noch nie wahrgenommen hatte! Eigentlich wäre eine Rubrik "Anlagenbeschreibungen" nicht schlecht, oder? Bevor ich aber jetzt rumnörgele, stelle ich mal einige Gesamtansichten meiner Rangierplanke ein. Wobei, so einfach ist´s gar nicht. Irgendwie ist da immer das Zimmer zu Ende...;-)...


    Bis bald in "Krumme Fohre" und ein frohes neues Jahr!

    Alexander


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    ...nee...die Schaukel ist nicht meine...der Raum wird auch noch von kleineren Nutzern in Anspruch genommen...

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    ...noch mal von der anderen Seite...doch, das Fahrrad ist meins...


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    ...und frontal...passt nur nicht alles drauf...


    Liebe Freundinnen und Freunde der verwirrenden
    Überschriften,


    natürlich handelt es sich bei obigem Textgestammel nicht um Schreibfehler oder die Erhebung
    „Krumme Fohres“ zum Wallfahrtsort erster Klasse (obwohl, eine Marienkapelle
    haben wir ja schon…). Vielmehr haben wir es mit erfolgreichen
    Abgrenzungsmaßnahmen und den üblichen Rangierbewegungen zu tun. Zugegebenermaßen
    ein weit hergeholter Zusammenhang, aber was tut man nicht alles, um die
    Wartezeit bis zum „neuen“ Forum zu überbrücken. Den Sicherheitsfanatikern und
    Sorgenfaltenträgern war der Bahnsteig im KF schon immer ein Dorn im Auge.
    Undisziplinierte Beförderungsfälle konnten zu jeder Zeit abkürzenderweise das
    staubige Gelände verlassen und ungesteuert über Gütergleise und Verladeanlagen
    tapern. Nur die angeborene Regelgläubigkeit und das Gebrüll des Aufsichtsbeamten
    hätten sie davon abhalten können. Auch wenn die Fälle von überfahrenen Preisers
    bisher in KF nicht wirklich dokumentiert sind, ein Zaun muss her! Die Herstellung
    der Einfachvariante ist in den Bildern hinlänglich dokumentiert. Materialisiert
    wurde das Ganze aus einer handlich zersägten handelsüblichen Holzleiste, die
    mit Bohrungen versehen, obenrum abgerundet und insgesamt angepinselt wurde. Für
    die nötige Abgrenzung sorgen Holzstäbchen die aus der hier schon häufiger zitierten
    (in Ungnade gefallenen) Asia-Tischmatte gewonnen wurden…




    Der zweite Bilderwust beschäftigt sich mit einem weiteren Rangiervorgang. Diesmal ist der
    PmG an der Reihe. Gemessen an anderen Rangieraufgaben in KF eher ein einfacher
    Fall, sozusagen eine Rangiererei für Einsteiger. Der PmG bringt zwei Wagen mit,
    die in KF verbleiben sollen und muss dafür dem G-Wagen von der Seitenrampe mit
    nach Kulmbach nehmen. Alles in einer Richtung. Trotzdem muss einige Male hin-
    und her gesägt werden. Viel Spass (hoffentlich) dabei!



    ...wollle´mer en reinlasse´? Na klar! De´Zuch kütt!...Bü sichern...Signal ziehen...und...da isser schon....



    ...und rein in die gute Stube (Gleis 1)...Signal wieder auf Halt, jetzt kann´s Rangieren los gehen...




    ...nach dem Fahrgastwechsel (jetzt latscht keiner mehr illegal über´s Gleis...haha!)...ganze Einheit zurückstoßen...und über Gleis 2 umfahren...



    ...Trainspotters Glück...B3yg im Gleis 11!...der G-Wagen wird für die Rückfahrt eingesammelt...im Bahnhofsrestaurant wartet man derweilen auf die Bedienung...



    ...G-Wagen ist dran...Porzellan kann in die weite Welt...und erstmal nochmal sägen...



    ...und dann die Garnitur an den Bahnsteig zurückdrücken...die Meute stürmt die knochenschüttlerischen Blechwagen...der Ladeschaffner sinniert über das zu speditierende Paket...



    ...die mitgebrachten Wagen werden großzügig im Anschluss verteilt und mittel sinnreicher Vorrichtung am Entweichen gehindert...da staunt die Fahrgästin...





    ...todesmutig blickt der Rangierer der V100 in die drei Augen...dann geht´s wie gehabt...ankuppeln...Bü sichern...Signal ziehen (vorher natürlich den Fahrweg prüfen)...und ab geht´s...in "Krumme Fohre" kehrt wieder Stille ein...


    Bleibt gesund und
    bis bald in Krumme Fohre!


    Alexander

    Liebe Freundinnen und Freunde des schrabbligen Schmallayouts,


    neben großer Filmkunst aus Nulliwood, gibt es natürlich auch die Kleinkunst der Gestaltung. Der Einfachheit geht´s im Betriebsforum weiter, s. hier .




    Na dann, frohe Ostern und bleibt gesund!


    Bis bald in „Krumme Fohre“!


    Alexander

    Liebe Freundinnen und Freunde des schrabbligen Schmallayouts,


    neben großer Filmkunst (s. vorige Beiträge) aus Nulliwood, gibt
    es natürlich auch die Kleinkunst der Gestaltung. Nachdem die Oberflächen im
    Bereich des Anschlusses „Kgl. Tettau“ erfolgreich versiegelt wurden, bedurfte es
    der Feingestaltung der etwas steril wirkenden Fläche. Als Radfahrender in
    Berlin kann man da jeden Tag vielfältige Anregungen aufnehmen: Herausstehende Gullydeckel
    (grundsätzlich im Radwegbereich wie an einer Perlenschnur aufgereiht), eine
    bezaubernde Vielzahl an Flicken auf der Straßendecke, Unebenheiten und
    Schlaglöcher mannigfaltigster Gestalt etc. etc. Gesehen und nachgeahmt… Die Oberfläche
    wurde mit einer Spezialpaste („coole Betonoptik“) aufgerauht und das Ganze mit
    dem beliebten schwärzlichen Schmutzwasser eingesaut. Die geätzten Kanaldeckel
    mehr oder weniger planvoll verteilt (diplomierte Tiefbauingenieure mögen das
    verzeihen) und Flicken per Filzstift aufgetragen. Und dann kommt die Kür: Mit Pulverfarben
    und weichem Pinsel ordentlich Feinstaub aufwirbeln. Da hier oft
    Selbstentladewagen allerlei staubförmiges Ladegut für die Porzellanherstellung
    verteilen, kann man hier aus dem vollen Pulverfarbtopf schöpfen…hust…fertig!





    Ansonsten sammeln sich die Restbauten früherer
    Anlagenzustände am Porzellanwerk. Die halbe Hütte, an der der chinesische Werksspion
    klinkt (erkennbar am umgehängten Fotoapparat) war vor hundert Jahren mal das EG
    meiner Darjeeling-Himalaya-Anlage wurde dann geteilt um als Stellwerksvorbau
    des ersten EG von „Krumme Fohre“ zu dienen. Jetzt als Bürohütte der Porzellanhersteller…hier
    kommt nix weg ;-)


    Bei der Gelegenheit bleibt noch ein Blick auf den Osterreiseverkehr
    in „Krumme Fohre“ zu werfen. Abstandsgebote und Einreiseverbote gibt´s damals
    (so um 1970) nur an der innerdeutschen Grenze. Daher verwundern die schrillbunt
    gekleideten Fahrgastmassen nicht, die versuchen sich einen klebrigen Sitzplatz
    auf den bräunlichen Kunstlederbänken der Umbauwagen zu erobern. Schon damals
    neigten Fahrgäste dazu nur eine Tür eines Zuges kollektiv zu belagern. Ein
    Verhalten, das noch heute der Erforschung harrt (Berliner S-Bahner-O-Ton: Mein Zuch ist keen Adventskalender, hier könnt‘er alle Türen benutzen!).



    http://[/img





    Na dann, frohe Ostern und bleibt gesund!


    Bis bald in „Krumme Fohre“!


    Alexander

    Liebe Freundinnen und Freunde laufender Eisenbahnbilder,


    aus der Dokumentarfilmreihe "Krumme Fohre - Der Film" ist nun Teil 2 erschienen. Nervenzerfetzende Actionszenen (wird der Kessel wirklich an den G-Wagen ankuppeln?) wechseln mit beschaulicher Atmosphäre (Lazy an der Laderampe). Bekannte und beliebte Darsteller (V100 und Köf) geben ihr bestes um auch diese Folge wieder zu einem atemberaubenden Filmerlebnis werden zu lassen. Seid dabei, wenn es heißt: Betrieb in "Krumme Fohre"...;-)



    ...in dieses schwarze Loch muss klicken, wer mehr sehen und hören will...


    Nebenbei wird natürlich auch gebastelt...davon später mehr...


    Was mir dabei auffiel. Der Pwghs in H0 (ältere Produktion) hat fast so dicke Spanten wie sein 0-Verwandter...




    Bis bald in "Krumme Fohre" und bleibt gesund!
    Alexander

    Hallo Reinhold,


    saubere Arbeit! Ich will deinen Thread nicht kapern, aber weil du nach Berliner S-Bahnsteigen gefragt hast...hier mal ein Beispiel. Meintest du das?




    Beste Grüße
    Alexander

    Liebe Freundinnen und Freunde der gut gelaunten Modellbahnerei,


    vielen Dank für eure Reaktionen.


    Personenwagen: Ich wusste, dass ich für meinen schlechten Biergeschmack getadelt würde...meine Entschuldigung: Die Flaschen waren geschenkt ;-) Ansonsten: Tschüss!
    jörg: Da mache ich doch gerne weiter...sogar ohne Bier.
    @Ralph: "Rege" ist eine sehr höfliche Beschreibung meines Bauverzuges...;-)
    @Uwe: Hatte ich vergessen. Der Bahnsteig ist ziemlich genau 180 cm "lang".


    Da die alten Bilder in die ewigen Jagdgründe des Bilderhosters eingegangen sind, habe ich auf der Festplatte gekramt und zumindest einige wenige Fotos des alten Bahnhofs "Krumme Fohre" gefunden. Da zur Zeit wg. Ausgehsperre ja auch alte Kamellen noch zum Zuge kommen können, erlaube ich mir zum Start mal eine kurze Retro-Bilderserie. Aus der Zeit, als "Krumme Fohre" noch 210 cm lang war... Wie zu sehen, ist "KF" in kurz schon auf der neuen Fläche angekommen und sieht etwas verloren aus. Im Gegensatz zum ersten Eindruck war der Platzgewinn dann aber doch viel zu gering...aber das kennt der Großspurbahner ja nicht anders...




    Genug der nostalgischen Rückwärtsgewandtheit. Schauen wir vorwärts. Wie schon angedroht, hat die Krumme Fohrer Porzellanbude eine feudale Laderampe und eine ebensolche Ladestraße bekommen. Hier kann so manches 24-teilige Service mit Blümchendekor in die weite Welt verschickt werden. Und die staubigen Rohstoffe der Porzellanherstellung dürfen die frisch asphaltierte Straße verschmutzen (daran fehlt´s noch). Über den Bauverlauf der einasphaltierten Gleise schweigen wir lieber. Wie sagte einer der Alt-Kanzler: Entscheidend ist, was hinten rauskommt... Na eben!






    Wie zu sehen, wurde der Verladebunker von "Beißauf&Granit" ganz umsonst zersägt. Im Gegensatz zu der im Zaubergewerbe auftretenden Jungfrau gleichen Schicksals, wird der Bunker aber wohl nicht mehr auftreten...die vereinigten Hüttenwerke aus früherer Produktion sind erstmal Platzhalter. Da fällt mir sicher noch was besseres ein...


    Soweit der unaufhaltsame Fortschritt. Das auch was fährt in "Krumme Fohre" mag dieser Dokumentarfilm beweisen:


    Bleibt gesund und bis bald in "Krumme Fohre"!
    Alexander

    Liebe Freundinnen und Freunde der Soap-Opera „Krumme Fohre“,



    wer „R“ sagt, muss auch „B“ sagen…wer rangiert , muss auch basteln. Muss? Nee…darf
    natürlich. Und so werdet Ihr wiederum Zeugen eines weiteren Kapitels der schier
    endlosen Geschichte des pfröhlichen (sic!) Pfuschens in KF. Der Hauptgüterverkehrskunde
    in KF ist ja bekanntermaßen das Porzellanwerk von Kgl. Tettau. Anfangs musste
    ein kurzes Anschlussgleis reichen (ältere Leser erinnern sich noch an die 210 cm
    Urform von KF) das sich das Werk mit der Brauerei Leikeim teilen musste. Dann
    gab´s immerhin ein eigenes mehr als doppelt so langes Gleis, die Nachfrage nach
    Sammeltassen aus KF entwickelt sich aber stürmisch (wir sind ja um 1970
    unterwegs, da haben die Chinesen noch nicht die Gesamtindustrieproduktion der
    Welt übernommen) und so wurden Rufe nach einer adäquaten Erweiterung des
    Anschlusses laut (habt ihr sie gehört?). Des einen Glück, des andern Unglück: Das
    aus vorigen Folgen bekannte Hartsteinwerk der Herren Beißauf&Granit geriet
    ins Wanken…das Gebäude wurde abgerissen, das Gleis 6 stand plötzlich neuen
    Nutzungen zur Verfügung. In ungeahnter Dynamik verlegte die Bundesbahndirektion
    Nürnberg - nach dem Austausch von 376 Schriftstücken zwischen den beteiligten
    Dienststellen und 35 Sitzungen vieler Verantwortlicher – die öffentliche
    Ladestraße von Gleis 3 nach Gleis 6, wodurch letzteres einer sinnreichen
    Nutzung zugeführt wurde und ersteres dem Privatanschluss Kgl. Tettau
    einverleibt werden konnte. Nun können Gleis 3 und 4
    getrennte Rollen übernehmen: Auf dem neuen
    Anschlussgleis werden Fertigprodukte in gedeckte Güterwagen verladen und in die
    weite Welt (wir erinnern uns: das Klappgleis!) versandt, auf dass das
    Zonengrenzland blühe. Dafür entsteht eine neue großzügige Verladerampe (die
    alte geht auf den Müll). In Gleis 4 werden vorwiegend Grund- und Rohstoffe der
    Porzellanherstellung in dafür geeigneten Schüttgut- oder Staubgutwagen
    angelandet. Dieses Gleis wird einbetoniert um die Befahrbarkeit mit
    Straßenfahrzeugen aller Art zu gewährleisten. Zusätzliche Lagerkapazitäten
    sollen durch den Abriss des ehemaligen Brauereigebäudes und die Umnutzung der Reste
    des Hartsteinwerks geschaffen werden. Volles Programm. Na dann. Also geht´s
    los:



    ...wir erinnern uns...so sah´s mal aus am Nordende von "Krumme Fohre"...gleich nicht mehr...



    ...so soll es nicht bleiben...unterm Pflaster liegt der Strand? Nee, das Styrodur!...erste Ansätze zur Rampenbildung sind zu erkennen...


    http://[/img


    ...und der alte Spiegeltrick kommt auch mal wieder zum Tragen...



    ...der Übergang zm Spiegel ist noch nicht gelöst...dafür ein Blick in die penibel Planfeststellungsunterlage...




    ...da fehlt doch noch was...?...und ja...die Einbetonierung wird noch nachbehandelt ;-)



    ...eben! Gefunden auf müllhaufen.de! Ein Dach...und wieder mal statisch zweifelhaft...


    ...Problem erkannt...Gefahr gebannt...darauf erst einmal ein Bier. Prost!...



    ...und nun: Teile und herrsche! Das Hartsteinwerk soll zwei Lagerschuppen werden...welches Werkzeug wählen wir? Ähhh...




    ...natürlich! Filigranstes Uhrmacherwerkzeug muss her! Und schon sieht man links und rechts, je einen Hartsteinhalbling dahinsinken...




    ...aber ganz ehrlich...sieht noch nicht sehr überzeugend aus...grübel?!



    ...dafür hat das Dach an Stabilität gewonnen...geht doch!...


    Bis bald in „Krumme Fohre“ und bleibt gesund!


    Alexander

    Liebe Freundinnen und Freunde der bastlerischen Untaten in KF,


    vielen Dank für viele freundliche Worte! Mit den zwei Strängen ist´s etwas anstr(ä)ngend (sic!), deshalb darf ich euch auf den Betriebsstrang verweisen, da geht´s weiter...


    Und Uwe...nein, das sind keine 210 cm mehr! So hatte Krumme Fohre mal vor Jahren (10 oder so?!) als Mini-Inglenook angefangen. Dann kam ein Umzug von Raum A nach Raum B und plötzlich waren es 560 cm, oder so, ich muss mal nachmessen.


    Und so geht´s weiter:


    Bleibt gesund und bis bald in "Krumme Fohre"!
    Alexander

    Liebe Freundinnen und Freunde der ruppigen Rangiererei,


    vielen Dank für freundliche Bewertungen und warme Worte! Lieber Reinhold, ein Meter mehr Kantenlänge,,,das wär´s...oder besser gleich zwei! Jibt´s aber nich...da sind stabile Wände vor...


    Angespornt durch so viel Zuspruch habe ich zu gröbstem Werkzeug gegriffen und hoffentlich nicht daneben. Das Wackelgerüst der Herren Beißauf und Granit wurde - wie angedroht - gnadenlos amputiert. Mal sehen, ob die Hütte jetzt ohne Beine irgendwo hinpasst. Ne´Idee hätt´ich schon. Neben dieser maximalinvasiven Methode habe ich den schonenden Feinspachtel erhoben um die Situation zwischen Ladestraße und Kgl. Tettau-Anschluss einer glänzenden Zukunft zuzuführen. Jetzt weiß man auch, wo her der Begriff "die Straße wurde aufgehoben" stammt...Ich verrate noch nicht, was draus wird. Aber Bilder gibt´s schon mal. Voilá!



    ...aua...ab sind ´se...die Beine...http://[/img



    ...es gibt nicht nur Rollrasen...auch Rollstraßen...aus Styrodur...http://[/img



    ...der Prellbock wird rausgeschnitzt...ein Gleislagefehler korrigiert (die Tilligprofile als Rillengleis habe ich übrigens wieder entfernt...)...und jetzt kann man schon was ahnen...


    ...Schnitzkunst in Styrodur...

    Bleibt gesund und bis bald in "Krumme Fohre"!
    Alexander

    Liebe Bastelnden und Planenden,


    Staub und Moder bedeckt diesen Thread...aber nicht "Krumme Fohre"! Da geht´s weiter. Wer wissen will wie, muss in die Betriebsabteilung wechseln. Siehe hier . Wer darauf keine Lust hat, klickt einfach auf das Bild und hat dann ein verwackeltes Filmchen vor sich...(selber schuld)...



    Bis bald in "Krumme Fohre" und bleibt gesund!


    Alexander

    Liebe Freundinnen und Freunde der Eisenbahnbildergeschichte,


    da die Bebilderung des Alt-Strangs etwas unter Auszehrung leidet, gibt´s jetzt Nachschub. Wir begleiten mal einen PmG auf seiner Runde in "Krumme Fohre". Fertig? Pappfahrkarte eingepackt und los geht´s...


    ...als Gedächtnisstütze hier nochmal der mickrige Gleisplan...wir starten rechts oben...

    ...da lauert die V100 mit ihrem Nahverkehrszug...heute als PmG...rechts unten der Arbeitsvorrat des Dispatchers auf dem Klappgleis (s.o.)...

    ...nach gewissenhafter Fahrwegprüfung greift der Fdl zum Äußersten...zum Hauptsignalhebel...Einfahrt frei!...

    ...ach herrje...die Brackwanst-Sekte hat "Krumme Fohre" entdeckt...wichtiger ist, dass der Bü gesichert ist...der PmG tritt auf...

    ...Zug ist drin...Signal auf Halt...Zugfahrt beendet...ab jetzt wird rangiert...

    ...da isser...zwei Wagen für die Ladestraße (Gleis 6, blauer Laufzettel) und der Kessel für Gleis 3 (gelber Zettel)...sollte machbar sein...

    ...alle Fahrgäste haben die knochenschüttlerischen Umbauwagen verlassen...die Abteilung drückt zurück...

    ...mal wieder über den Bü...ab in den alten Streckengleisstummel nach Kaltenholzach...da will keiner mehr hin...aber abstellen kann man hier...

    ...der Rangierer beschnüffelt schon mal den Bierwagen, den die örtliche Brauerei ("...summt es dir im Ohre - trink Bier aus Krumme Fohre!") befüllt hat, der muss nämlich mit in die weite Welt...

    ...die Fuhre ist bis zum Streckenende vorgedrungen...und nu?...die Köf mit der Übergabe bitte ignorieren...Auftritt folgt später...

    ...der Kessel wird ordnungsgemäß geparkt...nach Kaltenholzach ging´s bergauf (mit dem Verkehrsaufkommen leider bergab), daher hemmt der Schuh den Abwärtsdrang des Gefahrgutwagens in Gleis 5...

    ...noch mal hin und her gesägt und schon haben wir die Bierkiste aus Gleis 6 am Haken...

    ...das Bier darf dem Sprit auf Gleis 5 kurz Gesellschaft leisten...und der Restzug?...

    ...sägt mal wieder hin und her und droppt die beiden Schüttguttransporteure auf Gleis 6...erledigt...Sache des Bestellers wie er den Schotter hier wegbekommt...

    ...unsere Rangierabteilung hat inzwischen die beiden Pausierer aus ihrem Exil in Gleis 5 befreit und zieht wieder nach Gleis 1 vor...Lok geht vom Zug und...

    ...läuft über Gleis 2 um...und sperrt mal wieder den fließenden Autoverkehr am Bü "Alois-Hirnschaller-Straße"...

    ...stört die ratschenden Gruppen auf der neuen Bahnhofsstraßenbrücke wenig...die V100 nähert sich nun von der anderen Seite ihrem Zug, zieht den Kessel ab und, na? Genau! Fährt wieder über den Bü...;-)

    ...da steht er nun auf Gleis 3 und bringt Heizöl fürs Porzellanwerk...die kleine Rote setzt sich vor die fertige Rückleistung...die freudigen Fahrgäste fließen flott in die Fahrzeuge...

    ...fertig? Fertig! Alle Weichen in richtiger Lage (s. Plan oben)...der Fdl hat den Überblick und zieht das ASig auf Fahrt...

    ...die qautschen ja immer noch!...Egal, der PmG nach Kulmbach dröhnt von dannen und bringt nicht nur Provinzler in die große Stadt, sondern auch Bier (wie war das mit den Eulen und Athen nochmal?)...

    ...und Schnitt! Jäh endet die Zugfahrt im Reiche des Dispatchers...die Umbauwagen dürfen bleiben...das Bier kommt in die Klappe...und was wird mit dem nächsten Personenzug nach KF gebracht?...

    ...klar doch...einmal in der Woche ist der Speisewürzwagen für die hiesige Außenstelle des schwäbischen Soßenkochers dran...verladen wird an der Ladestraße...also rauf aufs Gleis und Abfahrtzeit abgewartet...aber das ist eine andere Geschichte...


    So, das war nur eine kurze Rangiereinlage. Die Übergabe fordert Fdl, Lf und Rangierer weit stärker...und wenn dann noch ein Nahverkehrszug dazwischenkommt...


    Bleibt gesund und bis bald in "Krumme Fohre"!
    Alexander

    Lieber Walter, die Antwort auf deine berechtigte Frage ist ja schon gegeben, da hat der (umsonstene) Bilderhoster den Stecker gezogen. Tja...lieber Johann, ich fürchte die Bilder sind futsch. Schade...die jetzt aber irgendwo auf den Tiefen der Festplatte wiederzufinden und die Beiträge neu zu bebildern...oh je...ich glaube, dann installiere ich doch lieber noch einen Unterflurantrieb ;-) und...die Straße muss ja auch noch um nen Zentimeter verlängert werden (wie unten zu sehen)... Lieber Ralph, wenn du wüßtest, wo der Verladebunker schon überall zur Probe stand...eventuell säge ich ihm die Beine ab und integriere ihn ins Prozellanwerk...mal schaun...


    Beste Grüße und bleibt gesund!
    Alexander