Posts by Bananenbahn

    Hallo Andreas,


    es ist völlig ok und lobenswert, wenn du es anderen Modellbahnern ermöglichen möchtest, deine Entwürfe bzw. Modelle zu erwerben. Ein wie auch immer geartetes Angebot ist eben zunächst ein Angebot – ob und wie es angenommen wird, ist eine ganz andere Frage…


    Die Nachfrage wird vom jeweiligen Modelltyp selbst, der gebotenen Qualität, dem Preis, den Kaufalternativen und auch den Werbemaßnahmen abhängen. Bedenken sollte man, dass es viele Hersteller gibt, die Modellbahnprodukte im Nebengewerbe anbieten. Es ist oft ein langer Weg, bis man merkt, dass dieses Nebengewerbe auch finanziell genug abwirft und mehr Zeit erfordert, um dann alles hauptberuflich machen zu können. Man sollte dies als eine Möglichkeit sehen und nicht sogleich als Ziel.


    Der Markt für die Spur 0 ist sehr begrenzt. Auch deshalb, weil es noch mehr Modellbauer als eben Modellkäufer gibt. Da hätten es auch Anbieter von Gebäudemodellen schwer, weil es womöglich eine Nachfrage nach z.B. einer kleineren Fabrik geben würde, sich am Ende aber doch viele sagen: schöne Fabrik, aber zu dem Preis kaufe ich sie mir doch lieber nicht, sondern baue mir selbst etwas.


    Für mich ganz persönlich ist entscheidend, dass ein „Produkt“ bei mir für Interesse sorgt, ich es gern mit auf der Modellbahn haben möchte – und dass die Qualität und der Preis keine abschreckende Wirkung auf meine Kaufüberlegung haben. Dann stehen die Chancen gut, dass ich es mir auch kaufe. Angebot und Nachfrage passen dann eben recht gut zusammen.


    Ich sehe Aufrufe skeptisch, Produkte quasi „kaufen zu müssen“, weil der Anbieter damit eine Lücke im Angebot der Spur 0 schließt. Der Anbieter sollte nicht eine Lücke im Angebot der Spur 0 schließen, sondern er sollte MIR etwas anbieten, was mit auf MEINEM Wunschzettel steht. Wer bitte, außer jenen, die recht gern ein Modell X hätten, soll das Modell X letztlich kaufen? Wer also in 1:45 eine „Lücke schließt“, die gar nicht so groß ist, sollte sich also nicht wundern, wenn die Nachfrage schnell nachlässt oder erst gar nicht in nennenswertem Umfang aufkommt.


    Also lieber klein anfangen! Und die Modellprodukte z.B. online quasi deutschland- bzw. weltweit anbieten und genau beobachten, wie groß die Nachfrage dort tatsächlich so ist. Es muss zunächst klar werden, was zu welcher Qualität und zu welchem Preis überhaupt so möglich ist, was sich in welcher Menge verkaufen läßt.


    Viele Grüße
    Armin

    Hallo,


    im „Lauscher“ („Die Diesellokomotiven der Wehrmacht, EK-Verlag) werden - wie schon von Stefan ewrwähnt - auch die Bauartveränderungen bei der V20 nach Kriegsende benannt.


    Es gab als Signaleinrichtungen das Läutewerk, die Druckluftpfeife und das elektrische Boschhorn.


    Ab 1952 wurde das „Boschhorn“ durch einen Dreiton-Typhon ersetzt (alle Lok)


    Hier auf dem Fotoauschnitt einer V 36 sieht man drei solcher Boschhörner…



    Gruß Armin

    Hallo Matthias,


    ich habe bei mir einmal die Kiste mit dem zerlegten Riva-Kesselwagen herausgesucht und konnte so auch noch ein Foto des Innenkessels machen.




    Die Außenmaße sind h = 90 mm und d = 60 mm (also rund 255 ml)


    Zieht man nun rund 2,5 mm Wandstärke ab, ergibt sich V = π * 2,75 * 2,75 * 8,5 = 202 ml


    In den Tank passt also recht genau ein komplett gefülltes Trinkglas mit 200 ml Flüssigkeit. Prost! :thumbsup:


    Gruß Armin

    Hallo Matthias,


    ich kann zumindest bestätigen, dass die Riva-Kesselwagen noch einen "internen" Tank haben (ob der aus lebensmittelechtem Kunststoff ist, weiß ich aber nicht).


    Der innere kurze Tank ist wohl so montiert, dass der Einfüllstutzen und das Auslassventil anschließend eingeklebt(?) werden konnten.
    Habe dazu noch ein Bild eines einst frisch zersägten Kesselwagens...




    Gruß Armin

    Hallo,


    ich habe – wie gewünscht - das VGB-Titelbild nun etwas verkleinert.


    Anfang der 90er Jahre gab es die Zeitschrift „Hp1 Modellbahn“ des FREMO für einige Jahre auch im Buchhandel. So habe ich erstmals viele Dinge gelesen, die in den üblichen Fachzeitschriften weniger behandelt wurden. In der Hp1 gab es auch von Otto O. Kurbjuweit einige Folgen „OOKs Ferrosophie“ zu lesen (ich fürchte, heutige Leser dieser OOK-Texte würden gar nicht auf den Gedanken kommen, sie wären vor 25 Jahren geschrieben worden). 1993 war es, als in einer Modellbahnzeitschrift Werbung für 0m gemacht wurde. Von OOK. In der Folge war ich ab Heft 1 beim „Mittelpuffer“ als Leser mit dabei – bis zu Heft 48 anno 2006. Hinzu kam die Lektüre einiger Bücher…



    Ich freue mich von daher schon darauf, bald ein Buch über die BAE lesen zu können…


    Gruß Armin

    Hallo,


    im April 2017 wird das Buch „Die Braunlage-Andreasberger Eisenbahn - Planung, Bau und Betrieb einer ungewöhnlichen Modellbahn bei VGB (Verlagsgruppe Bahn) erscheinen.




    Autor ist Otto O. Kurbjuweit, von dem auch das Standardwerk „Anlagenplanung für vorbildgerechten Modellbahnbetrieb“ (MIBA-Verlag, 2012) stammt. Das „BAE“-Buch hat 288 Seiten, Großformat 24,5 x 29,5 cm, Hardcover-Einband, über 700 Bilder, Zeichnungen und Skizzen sowie zahlreiche Faksimile-Abbildungen, ISBN: 978-3-8375-1780-4, EUR 29,95


    Nähere Infos zu diesem "Pflichtkauf" hier: *klick*


    Gruß Armin

    Hallo Alex


    Was genau ist Repa 3? Da steht ich wohl auf dem Schlauch?


    Geuss
    Michi


    Hallo,


    REPA III steht als Kürzel für die Modellbahn Nr. 3 des verstorbenen Rolf Ertmer (RE) aus Paderborn (PA). Rolf Ertmer baute die REPA 1 und REPA 2 noch in H0; seit 1975 hatte er sich aber auch eine Rangieranlage in Spur 0 aufgebaut. Nach einem Umzug 1977 verkaufte er seine REPA 2 und ab 1978 begann der Aufbau der REPA III in Spur 0.


    Rolf Ertmer verlegte seine Bahn auf 8mm NAVOPAN-Spanplatten. Im MIBA Report 20 ist seine Aussage zu lesen, dass er bei einem Neubau 13 oder 16 mm dicke Platten genommen hätte, da bei nur 8 mm die Querträger alle 40 cm vorzusehen waren. Im Schattenbahnhof verlegte Ertmer Teppichboden (Schlingenware!) zur Geräuschdämpfung. Nägel und Schrauben gab es nicht; Ertmer fixierte die Gleise mit Holzleim auf dem Teppich.


    Im sichtbaren Bereich verlegte Ertmer die Weichen und Gleise direkt auf den Holztrassen! Seine Züge fuhren dort also ohne jede Geräuschdämmung. Ertmer argumentierte, dass seine Züge im sichtbaren Bereich auch gehört werden sollten. Sobald ein Zug im Tunnel verschwunden war, sollte er mittels Dämmung auch weniger hörbar sein. Wichtig war Ertmer, für den Sommer im Modellraum einen Entfeuchter in Betrieb zu haben sowie für den Winter einen Befeuchter, um die Luftfeuchtigkeit nie unter 50 % fallen zu lassen.


    Ertmers Credo war: Zeit lassen bei der Planung, keinen Termindruck erzeugen… und immer wieder die Arbeiten unterbrechen, um auch mit der Bahn zu spielen und die Fantasie schweifen zu lassen. Abschalten, Nöte und Kummer vergessen, sich erfreuen, neue Kraft finden.


    Gruß Armin

    Hallo,


    es gibt Lötrauchabsauger, die ähnlich wie Staubsauger arbeiten. Sie können auf oder neben den Tisch gestellt werden und es kann ein Absaugschlauch oder ein flexibler Absaugarm mit Ansaugtrichter montiert werden. Eingebaut sind Filtersysteme, die grobe Staubpartikel und Feinstaub binden sowie Aktivkohlefilter, der schädliche Gase und Dämpfe absorbieren.


    Das alles kostet bei einem vernünftigen System ab EUR 500 (Austauschfilter ab EUR 100). Es gibt auch deutlich preiswertere Systeme mit Aktivkohlefilter (optisch vergleichbar mit einer Tischlampe) ab etwa EUR 50 (Austauschfilter unter EUR 10), die dann aber auch direkt oberhalb der Lötstelle platziert werden müssen, um Wirkung zu zeigen…


    Gruß Armin

    Hallo,


    ein Kranschutzwagen (nicht: „Kranauslegerstützwagen“) war vor allem zum Schutz des Krans mit im Einsatz. Der Wagen diente dazu, den Kranausleger beim Rangieren etwa vor dem Zusammenstoß mit einer Güterwagenwand oder einem Lokgehäuse zu schützen. Man hätte ansonsten einen Kran immer nur am Zugschluss mit nach hinten zeigendem Ausleger transportieren können. Oder Kranwagen mit größerer LüP bauen müssen, bei denen der sich innerhalb des Lichtraumprofils befindliche Ausleger den Kranwagen nicht überragt. Ein Kranschutzwagen brauchte also quasi nur ein einfacher offener Güterwagen zu sein, der die Lücke zwischen dem Kran und anderen Fahrzeugen unterhalb des Kranauslegers schützend ausfüllte. Je nach Kranausführung kam noch die den Ausleger stützende Funktion eines Schutzwagens mit hinzu. Weil zu einem Kran also auch ein derartiger Schutzwagen gehörte, wurden die Schutzwagen meist dem Kran fest zugeordnet (daher auch Anschriften wie: „zum Kranwagen Nr. 6641 gehörig“)


    Auch bei Schwertransporten gibt es solche einfachen offenen Schutzwagen, um die Last besser über den Zug hinweg zu verteilen (etwa beim Überfahren einer Brücke) und zugleich mehr dämpfende Pufferfedern im Zug zu haben, falls es zu einer Abbremsung des Transports kommt.


    Da die Firma Lenz ja demnächst ein Modell des 10t-Wyhlen-Krans anbieten möchte, dürfte es mit Sicherheit auch noch ein Modell / eine Neuauflage eines zugehörigen Schutzwagens geben... :thumbup:


    Gruß Armin

    Hallo,


    ich habe einmal zum Thema Dampferzeugung bei „wikipedia“ nachgeschaut und daraus ergibt sich folgende Info:


    Die meisten der sog. „Dampfdestillate“ arbeiten mit einer Mischung aus destilliertem Wasser und 1,2-Propandiol (1,2-Propylenglycol bzw. Propylenglykol) sowie teils etwas Glycerin. 1,2-Propandiol ist eine klare, farblose, fast geruchlose und stark hygroskopische (wasseranziehende) Flüssigkeit.


    Aufgrund der hygroskopischen Eigenschaften bildet ein Propylenglykol-Aerosol in der Luft sofort Kondensationskeime für Nebeltröpfchen aus der umgebenden Luftfeuchtigkeit. Je feuchter die Luft im Raum, desto besser „qualmt“ es also. Propylenglykol sorgt also als Bestandteil von Nebelfluiden für den gewünschten Nebel, indem es Wasser aus der Luft an sich bindet...


    Auch nach jahrzehntelanger Verwendung sind keine gravierenden Gesundheitsgefahren bekannt. Die akute und chronische Toxizität kann als äußerst gering angesehen werden. Hinweise für carcinogene, mutagene oder reproduktionstoxische Eigenschaften konnten nicht gefunden werden. Der Stoff besitzt offensichtlich keine hautreizenden Eigenschaften. Es wurden bei der Inhalation von Nebeln vereinzelt Reizungen von Augen und Rachen beobachtet. Ein vereinzeltes Auftreten allergischer Reaktionen gilt ebenfalls als gesichert.


    1,2-Propandiol wird wegen seiner Eigenschaften auch als Trägerstoff für Farbstoffe, Emulgatoren und Enzyme verwendet. 1,2-Propandiol ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff für Kaugummis, Kapseln oder Tabletten zugelassen ( E 1520). 1,2-Propandiol dient als Trägerstoff bei der Zubereitung von Lebensmittelaromen, ist in Kosmetikprodukten wie Hautcremes, Zahnpasta, Mundwässern und Deos jeweils als Feuchthaltemittel mit enthalten. In Kühlanlagen der Lebensmittelverarbeitung ist wegen seiner Ungiftigkeit ausschließlich Propylenglycol zulässig. 1,2-Propandiol ist in Tabakprodukten (max. 5 % als Feuchthaltemittel) und in Liquiden von elektrischen Zigaretten enthalten. Propandiol wird in Luftbefeuchtern eingesetzt, dient als Futterzusatz für Milchkühe, wird in der Veterinärmedizin bei Verhornungen der Haut eingesetzt und dient als Trägerstoff für Arzneistoffe.


    Man kann also durchaus sagen, dass man – neben der Modellbahnerei - auch im sonstigen Lebensalltag mehr oder weniger intensiv mit 1,2-Propandiol in Berührung kommt bzw. es teils auch in sich aufnimmt. Gesünder dürften wir durch den Kontakt nicht unbedingt werden, es steht aber zu befürchten, dass schon eine gegessene Grillwurst zu größeren Gesundheitsschäden führen kann.


    Gruß Armin

    Hallo Helmut,


    einen Unterschied beim Lenz-Gleis (Hobby/Profi) selbst kenne ich nicht.


    Adapter 14 wird benutzt, um den Viessmann-Antrieb mit der Mechanik im Weichenlaternengehäuse der Lenz-Weiche zu verbinden.
    Adapter 17 dient zur Verbindung des Viessmann-Antriebs mit der Stellschwelle.


    Gruß Armin

    Hallo Armin. Leider sind meine Weichen eingeschottert. In der Bedienungsanleitung ist die Lage der Feder nicht beschrieben.
    Gruesse Uwe


    Hallo Uwe,


    auch wenn es sich um eine bereits eingeschotterte Weiche handelt, kann sie ja dennoch mit dem Antrieb bestückt werden!
    Wichtig ist vor allem, dass sich die Stellschwelle frei bewegen kann bzw. die Zungen der Weiche. Die Schwelle muss sich also auch von Hand frei bewegen lassen und man sollte sie auch mit schon befestigtem Adapter 17 frei bewegen können.


    Je nach Höhenlage der Lenz-Weiche kann man den Steuerdraht von oben oder unten in das Adapterstück einfädeln. Der Antrieb selbst sollte natürlich (bei Oberflurantrieb) möglichst auf der gleichen Ebene wie die Weiche selbst liegen. Liegt unter den Weichenschwellen also z.B. eine Korkbettung, muss auch der Antrieb entsprechend unterfüttert werden.


    Der Stelldraht selbst ist ggf. zu kürzen, damit er genügend Kraft erzeugen kann. Das nachfolgende Bild (MIBA-Scan aus Heft 01/17) zeigt den Antrieb oben mit eingebautem Stelldraht und unten den Antrieb mit einem noch zu langem Stelldraht an einer Weiche. Dreht sich der Stelldrahthalter im Uhrzeigersinn, würde er über den Stelldraht die Stellschwelle der Weiche im Bild nach unten „ziehen“; dreht er sich entgegen dem Uhrzeigersinn, so „drückt“ er die Stellschwelle der Weiche nach oben.



    Gruß Armin

    Hallo Uwe,


    bei Lenz-Weichen wird der Viessmann-Antrieb 4560 über den Steuerfederdraht Nr. 19 und Adapter 17 an der Stellschwelle gegenüber dem Weichenlaternengehäuse angeschlossen.
    Weichen von Peco würden über Adapter 15 angeschlossen (Feder aus Weiche zuvor entfernen).
    Der Halter für den Steuerdraht lässt sich im Winkelabstand von je 15° im Viessmann-Gehäuse positionieren.
    Die „halbkreisartige Drehbewegung“, die der in sich ja flexible Stelldraht macht (max. 195°), drückt oder zieht in seiner Bewegung letztlich am Adapterstück, das so die Stellschwelle der Weiche bewegt.
    Der Antrieb wird so montiert, dass eine möglichst große Drehbewegung zwischen den Endpositionen erfolgt.
    Der Decoder kalibriert sich selbst so ein, dass die Weiche in ca. 2,5 sekunden geschaltet wird.



    siehe auch: http://www.viessmann-modell.co…_Ueberarbeitet_web_Ch.pdf


    Gruß Armin



    Hallo,


    ergänzend dazu möchte ich sagen, dass die "Vogelsberger Westbahn" einst als Anlagen-Serie in zwölf Heften der MIBA (kompletter Jahrgang 1998.) Thema war. Als „special guest“ war dabei auch zweimal Bernd Lenz mit zugegen bzw. ist in zwei Heften auch auf Fotos zu sehen, da er damals Prototypen seiner Lenz-Handregler mitbrachte, mit denen dann eine V 36.4 (HO) über die Anlage bewegt wurde. Sicher hat ihn dieses eindrucksvolle Modellbauprojekt auch mit inspiriert…


    Gruß Armin

    Hallo Georges,


    es ist durchaus möglich, dass die Vorbildlok Y-DE.20001 (Deutz 39660/1943) noch heute auf dem Lokfriedhof von Tourville-Les-Ifs steht.


    Auf einem Satellitenbild von 2017 sind die Fahrzeuge noch zu sehen…



    Und hier die Y-DE.20001 auf Fotos:
    https://www.flickr.com/photos/alex-leroy/11554219413
    http://forum.e-train.fr/trains/download/file.php?id=208526
    http://farm4.static.flickr.com…5087645176_4da9b3db59.jpg


    P.S.: in Tourville-Les-Ifs rostet auch noch eine gelbe V 36 vor sich hin...
    http://static.panoramio.com/photos/large/89769056.jpg


    Gruß Armin