Posts by Bananenbahn


    Hallo,


    die Farbgebung ist mit „Güterwagenbraunrot“ für die Epoche III schon richtig.
    Bedenken sollte man, dass der deutlich sichtbare Schriftzug „Stückgut-Schnellverkehr“ bei der DB im Regelfall bis zum Ende der 50er Jahre weggefallen ist.
    Leig-Einheiten mit umgebauten Pwg wurden bis 1966 ausgemustert.


    Die Firma Lenz weißt darauf hin, dass man für das Modell einen falschen Dresden (Austauschbauart) verwendet hat, um die Kosten für einen weiteren Formenbau zu vermeiden.
    Der Modell-Leig hat beim Dresden somit Diagonalprofile neben hängenden Türen, ein Sprengwerk und Tonnendach.


    Gruß
    Armin

    Hallo,


    die Z21 sollte eigentlich mit einer Gleichstrom-Spannung von 18 bis 24 Volt betrieben werden.
    Die Ausgangsspannung ist bei der schwarzen Z21 ist zwischen 12 und 23V einstellbar.
    Da die maximale Eingangsspannung 24V ist, liegen am Ausgang maximal 23V an (bzw. immer ca. 1 V weniger als die zugeführte Eingangsspannung).



    Teils werden zur Z21-Spannungsversorgung aber auch billige AC-Adapter mitgeliefert, die dann deutlich weniger Eingangsspannung liefern ...


    Bitte einmal prüfen, welche Spannung (AC, DC, Volt?) das Stromadapter der Z21 tatsächlich zuführt!


    Gruß Armin

    Hallo Hannah,


    die NEM 302 „Wagenmasse“ gibt an, dass die Masse so zu bemessen ist, dass bei Fahrten in den bei Modellbahnanlagen üblichen Gleisbogen auch bei einer nachfolgenden Zuglast eine Kippsicherheit gewährleistet ist.
    Dazu ist laut NEM 302 eine MINDESTMASSE vorgesehen!


    Sie beträgt pro mm Wagenlänge über Puffer für die Nenngröße 0 genau 1 g / mm.


    Ein Modell mit z.B. 198 mm LüP sollte also minimal 198 mm * 1 g/mm = 198 Gramm wiegen.


    Dieses Gewicht sollte nach NEM um nicht mehr als 30 % erhöht werden.
    Ein Modell mit 198 mm LüP sollte also maximal 198 mm * 1,3 g / mm = 257,4 Gramm wiegen.


    Als Beispiel mag der Standard-Kesselwagen „Deutz“ mit LüP 198 mm dienen: das Modell von Kiss wiegt nur 150 Gramm, während das Lenz-Modell 248 Gramm wiegt.
    Nach NEM ist eigentlich ein Mindestgewicht von 198 g erforderlich: der KISS-Kesselwagen ist also zu leicht.
    Der Kesselwagen von Lenz ist schwerer als das NEM-Mindestgewicht und er liegt noch knapp unter dem erlaubten Zusatzgewicht. Er erfüllt somit die NEM-Richtlinien…


    Bei Modellen mit hoher Schwerpunktlage, großem Überhang oder ungünstigem Angriffspunkt der Kupplung kann nach NEM das Gewicht erhöht werden, um sie betriebssicher zu machen.


    So sagt die NEM 302 auch „Beim Betrieb auf engen Gleisradien … besteht erhöhte Kippgefahr. Dies kann teilweise durch zusätzlichen Ballast (z.B. Beladung) ausgeglichen werden."


    Das Ziel ist als beim Modellgewicht kein sklavisch einzuhaltender Zahlenfetisch, sondern allein die Optimierung der Betriebssicherheit des Modells durch ein „passendes“ Modellgewicht...


    Gruß Armin

    Hallo,


    in der „Zeitschrift für die gesamte Kälteindustrie“ ist auf S. 61 in Heft 8 von 1917 ein Artikel über mobile Eiserzeugungsanlagen zu lesen.


    So bauten die Vereinigten Maschinenfabriken A.-G. in Smichow Maschinen, die 25 kg Eis pro Stunde erzeugten. Als Antrieb diente ein 6-8 PS Automobilmotor. Auch die Maschinenfabrik Germania in Chemnitz lieferte damals eine mobile Maschine an die Österreichische Gesellschaft vom Roten Kreuz zur Erzeugung von 210 kg keimfreien Blockeis in 12 Stunden. Die Größe der Maschine ist mit 1,28 x 3,5 m angegeben. Zumeist waren sie auf Straßenfahrzeugen montiert …


    Das Schild am Güterwagen belegt ja, das die Eiserzeugungsanlage ebenfalls aus Prag/Smichow stammt. Die eher geringen Eismengen, die mobil erzeugbar sind, lassen die Verwendung als Kühleis für Lebensmittel in Kühlkammern oder etwa für ein Lazarett vermuten. Die Aufnahme stammt ja aus dem 1. Weltkrieg an der Ostfront… von daher handelt es sich wohl um eigens für die Versorgung der kaiserlich-königlichen Landwehr hergerichtete Eisenbahnfahrzeuge…


    Gruß Armin

    Hallo Hannah,


    da du vorhast, Teile deiner Modelle aus Holz zu bauen und sie im Außenbereich einzusetzen, möchte ich dir noch ein paar Tipps dazu geben.


    Als Holzart eignet sich besonders wasserfestes Birkensperrholz (etwa von Graupner, robbe) oder auch Lindenholz, ebenso Eichenholz. Man kann Holz mit 2-Komponentenklebern auf verschiedenen Materialien kleben. Teilweise geeignet sind auch Siebdruckplatten aus Birke (Baumarkt, ab 9mm); von der Dicke her zumindest für den Gebäudebau.


    Holz sollte immer versiegelt werden. Am besten mit Schnellschliffgrund (etwa von Clou®) - das ist eine schleifbare, spaltfüllende und farblose Nitrocellulose-Kunstharz-Grundierung. Zusätzlich kann man mit UV-resistentem Nitrolack alles überstreichen. Oder eben vorher das Holz farblich beizen.


    Falls der Schliffgrund aber zu sehr gewünschte Spalte und Details ausfüllen würde, kann man auch alles zweifach mit einem Holzschutzgrund streichen und dann mit farblich passender Lasur oder Lack. Der größte Feind von Holz ist im Außenbereich eben das Wasser. Man muss also ein Eindringen von Wasser mittels Schutzanstrichen / Grundierung komplett vermeiden und das Holz ggf. auch mit Schutzmitteln behandeln. Die verwendeten Farben sollten möglichst UV-resistent sein.


    Orientieren kann man sich ja ein wenig daran, wie man etwa hölzerne Gartenmöbel oder Türen, etc. gegen die Witterung schützt. Empfehlenswert ist natürlich, wie ja bei den Möbeln auch, die Modelle nicht unnötig zu belasten. Sie dürfen bei Nichtbetrieb auch gerne einmal ins Trockene und ab und an kann und sollte man die Anstriche auch einmal überprüfen bzw. erneuern…


    Gruß
    Armin

    Hallo,


    ich zitiere „Ökonomische Gründe für den kompletten Selbstbau kann ich also nicht finden.


    Man könnte frech antworten, dass es neben dem Modellkauf auch noch den Modellbau gibt… Damit möchte ich nur sagen, dass es manchen womöglich Freude bereitet, sich etwas selbst zu bauen, statt es zu kaufen – egal, ob das Modell dann weniger oder mehr Mittel benötigt.



    Ansonsten: nach NEM sind etwa für ein 22 cm langes Modell 220 mm * 1 g/mm = 220 g erforderlich.
    In den USA gilt nach RP-20.1 Car Weight (NMRA): Initial weight 5 ounces + additional weight 1 ounce per inch of car body length. Ein 22 cm langer Güterwagen sollte nach NMRA 141,75 + 245,5 = 387 g wiegen. Hier muss man berücksichtigen, dass die meisten US-Modelle Drehgestell-Fahrzeuge sind bzw. im Regelfall vierachsig. Es gibt US-Modellbauclubs, die 75 % des NMRA-Gewichtes ansetzen…


    Handelsübliche Modelle von Lenz, Brawa, etc. passen vom Gewicht her nicht immer zur NEM. Und auch die Modelle aus Messing oder gar aus Bausätzen mit Weißmetallaufbau sind oft schwerer als nach NEM vorgesehen. Zu schwere Modelle könnten zum Problem werden, wenn viele solcher Modelle in einem Zug sind und es zudem Steigungen gibt.


    Kritisch sind Wagen zu sehen, die ein zu leichtes Kunststofffahrwerk haben. Wichtig ist generell, den Schwerpunkt möglichst tief zu setzen. Daher sind Fahrzeuge mit Metallrädern und einem Fahrwerk aus Metall von Beginn an besser gerüstet. Zusätzliche Gewichte sollten im Bereich des Fahrwerks angebracht werden. Entsprechend sollte eine Reduktion des Gewichts beim Aufbau erfolgen – etwa Austausch eines Weißmetalldachs durch Kunststoff, etc.


    Man kann sich meiner Meinung nach an vorhandenen Modellen orientieren. Die Länge (LüP) kann man selbst ermitteln und per Brief/Küchenwaage auch das Gewicht. So kann man schnell sehen, welche der eigenen Fahrzeuge weniger als 1 g Gewicht pro mm Länge haben bzw. mehr. Nur bei größeren Abweichungen zur NEM (sagen wir einmal 25 % und mehr ) sollte man sich Gedanken zur Gewichtssteigerung/-reduktion machen.


    Einige wenige zu schwere Modellwagen zu rangieren, mag ja immer noch gehen; aber ein langer Rübenzug mit dem Realgewicht eines Zementsacks dürfte im Modell kaum praktikabel sein. Und auch beim Schieben eines Zuges wirkt sich natürlich aus, ob nun 1, 2, 4, 6 oder 8 Kilo vor der Lok auf der Modellschiene stehen... Im Modell sorgen die Federpuffer ja eher für mehr Raum zwischen den Fahrzeugen in engen Radien, als tatsächlich irgendwelche Stoßkräfte abzupuffern bzw. das Material und Transportgut zu schützen ...


    Von daher @Hannah: baue Modelle mit Metallrädern und Metallfahrwerk und Aufbauten, die von ihrem Gewicht her den Schwerpunkt nicht zu sehr erhöhen. Durch Wiegen kannst du feststellen, ob das Fahrwerk noch zusätzliches Gewicht - egal ob per Bodenplatte oder mit Ballast – benötigt. Viel Spaß damit!


    Viele Grüße
    Armin

    Hallo,


    die gezeigten Rampenbleche dienten – wie schon von Stefan gezeigt - zur Überbrückung der Lücke zwischen abgesenkter oberer Ladefläche des Autotransporters und der örtlichen Laderampe:



    Gruß Armin

    Hallo,


    ok, da verwenden wohl Händler noch Bilder mit bisherigen Bestell/Betriebsnummern(?).
    Oder sind es vielleicht noch keine neu aufgelegte Modelle(?).


    Es gab schon für die Epoche III …


    Lenz 42152-01 Betriebsnummer 640 951
    Lenz 42152-02 Betriebsnummer 607 968
    Lenz 42152-03 Betriebsnummer 641 146
    Lenz 42152-04 Betriebsnummer 643 515


    Gruß Armin

    Hallo,


    ich denke, es handelt sich um einen Drehgestellflachwagen Rs-t 683.


    Die Wagen des Typs Rs 683 wurden von MAN 1965 entwickelt und zwischen 1968 und 1970 wurden davon 855 Exemplare gebaut.


    Von 1987 bis 1990 wurden 100 Rs 683 speziell für den Transport von quer verladenem Faserholz als Rs-t 683 hergerichtet.


    Dazu erhielten die Wagen an den Stirnseiten je zwei feste hohe Rungen, die durch einen Querriegel verbunden sind.
    Zudem haben die Wagen noch zwei hohe Rungen in Wagenmitte.


    Einsatzzeit: 1987 bis 2000, Nummernbereich 391 5 000 - 391 5 099


    Siehe z.B. bei Google-Bilder - suchen nach: Gefrees Rungenwagen oder "Rs-t 683"


    Gruß
    Armin

    ROCA ALPIN-Line wurde dann von Fama übernommen, ging dann zu Utz und ist heute bei Bemo angesiedelt - es gibt sie also noch!


    Hallo,


    nur zur Klarstellung:


    Die Firma FAMA Gebr. Matter AG aus Kölliken/CH baute im Jahr 1982 ein Kunststoffwerk in Laupersdorf. Ab dem Jahr 1985 war dann die FAMA Alpenbahn erhältlich.
    Produziert wurde für nur drei Jahre, denn 1988 übergab FAMA die Produktion und Vermarktung an die UTZ AG Bremgarten ( 1989 schließt FAMA alle eigenen Werke).


    Von FAMA/UTZ gelangte die Bahn dann zu KISS Modellbahnen.


    Von dort kam sie bis Ende der 90er JAhre als AlpinLine zu ROCO.


    Zuletzt ( bis ca. 2010) wurde die 0m-Bahn noch von der AlpinLine GmbH in Basel weiter vermarktet.


    Die heutigen Modelle von BEMO sind eigene Formentwicklungen und haben mit den ursprünglichen FAMA/UTZ/KISS/ROCO-Modellen nichts mehr zu tun...


    Gruß Armin

    Hallo,


    im "Regelfall" ermitteln BETRÜGER zunächst einmal mit der Hilfe von Phishing-Mails die Zugangsdaten. An den echten Kunden wird also eine Mail verschickt, die scheinbar von der Auktionsplattform kommt und den Kunden zwecks angeblicher Aktualisierung oder Überprüfung seines Accounts zur Eingabe von Namen und Passwort auffordert. Macht er dies, bedankt sich die in Wahrheit durchaus betrügerische Internetseite freundlich, der echte Kunde denkt, alles sei wieder ok und die BETRÜGER haben so den Namen und das Passwort erfahren.


    Mit dem Namen und dem Passwort des echten Kunden melden sich dann später die BETRÜGER an, ändern das Passwort, die Mailadresse für Benachrichtigungen und ebenso die Bankverbindung des echten Kunden in ihrem Sinne ab. Und sie stellen einen Artikel ein. Nach dem Ende der Auktion wird das eingehende Geld von einem Konto im Ausland oder einem mit falschen Papieren im Inland eröffneten Konto abgebucht. Irgendeine Ware erhält der Käufer natürlich nicht. Der echte Kunde bzw. scheinbare Verkäufer muss von all den Vorgängen auch zunächst gar nichts mitbekommen – man nutzt ja nur seinen Namen und seine Positivbewertungen für diese Machenschaften aus.


    Da die Betrüger zumeist auf der Basis von Phishing-Mails arbeiten und es sich teils um organisierte Banden handeln dürfte, dürfte es nicht nur eine Auktion sein, sondern zeitgleich sind sicher Dutzende solcher Auktionen (über diverse gehackte Kundenkonten) angesetzt. Angesichts der zu erzielenden Erlöse wird dann sicher auch etwas Zeit aufgewendet, um das Angebot mit passenden Fotos und Texten zu versehen. Letztlich dürfte alles eben auch einige Geldzahlungen auf das eingerichtete Konto zur Folge haben.


    In ähnlicher Weise arbeiten auch Betrüger, die Namen und Kontodaten (teils auch ganz einfach von Verkäufern) in Erfahrung bringen und dann in deren Namen Ware bestellen und sie sich an einen nur vorübergehenden Lieferort senden lassen.


    Von daher gilt wie immer: Vorsicht im Umgang mit Passwörtern und regelmäßige Kontrolle aller Bereiche, die mit Geldbewegungen verbunden sind. Und natürlich sollte ein Konto auch zu einem angegebenen Standort passen (etwa Verkäufer in Dortmund, aber Bankkonto in China = kritisch).



    Gruß
    Armin

    Hallo,


    die Reinigung der Gleise muss wohl von Hand erfolgen, da alles ja schon längere Zeit außer Betrieb war. Am besten per Lappen abreiben mit Kontaktöl wie SR24 (es gibt auch Schienenreinigungsfahrzeuge mit Filzschleifern plus Kontaktöltank). Normale Reinigungslok wischen per Filzscheibchen nur etwas Staub vom Gleis weg und eignen sich nur für den laufenden Betrieb. Schlimmstenfalls muss man die Gleisprofile sogar mit Schmirgelleinen säubern...


    Zu den Bildern kurz etwas...


    Bild 1 (1346)
    Hier ist das Hauptschaltpult zu sehen. Die blauen und weißen Taster schalten die Weichen, die roten und grünen Taster („S“) die Signale, die kleineren roten die Entkuppler, mit den roten Kippschaltern werden Stromabschnitte ein/ausgeschaltet.
    Das Schaltpult ist erweitert worden, denn links davon sind z.. weitere Schalter für Signale. erkennbar...


    Bild 2 (1347)
    Hier sind diese Erweiterungen ebenfalls zu sehen: Signalschalter S11, S12, Entkupplungstaster und weitere Taster für Signale o.ä. Das Potentiometer dient wohl der Feinjustierung für den Schaltstrom. Links daneben drei Fahrtrafos: Zechenbahn, Außenstrecke 4 und Rangierfeld.


    Bild 3 (1348 )
    Hier sieht man weitere drei Fahrtrafos für Schacht, Mitte und Innen. Darunter wohl die Trafos zur Stromversorgung für Dampfloksound, Dieselloksound, Licht und Ladekran. Darüber die Soundplatinen für Dampf und Diesel mit Lautsprechern.


    Bild 4 (1349)
    Relais für Schachtanlage und Fahrstraßensteuerung…


    Bild 5 (1350)
    Hier sind es wohl überwiegend Relais zur Anlagensteuerung. Und eine Soundplatine plus Lautsprecher für ein Martinshorn. Die drei Bremswiderstände sorgen an den Signalen S3 , S4 und am Berg dafür, dass eine Lok bei rotem Signal langsamer fährt, bevor sie ganz anhält. Bei grünem Signal werden diese Bremswiderstände überbrückt. Die beiden links angeordneten Schaltkästen könnten evtl. der Blinkbeleuchtung einer Baustelle oder Bahnschranke, o.ä. dienen …


    Bild 6 (1352)
    Kabelverteiler und jede Menge Kabel…


    Bild 7 (1353)
    Die Anlage …


    Arbeit gibt es so oder so... der Wiederaufbau ist schwierig und erspart allenfalls die Schreiner- und Gleisverlegungsarbeiten.
    Man muss eben viel prüfen und sollte möglichst der Reihe nach vorgehen: erst alle Weichen anschließen, dann alle Entkuppler, alle Signale, etc.
    Zuletzt die "Sonderfunktionen".
    Am schwierigsten dürfte es sein, die Relaisfunktionen richtig zuzuordnen...hier sollet man ggf. alles entfernen und selber neu gestalten...


    So oder so... viel Spaß beim Tüfteln!


    Gruß Armin

    Hallo Walter,


    bedenken solltest du auch, dass die 0f-Holzschwellen ca. 3,1 – 3,6 mm breit sein und eine Länge von ca. 29 mm haben sollten.
    Eine Holzschwelle für eine 600mm-Feldbahn im Maßstab 1:45 hat also in etwa die Größe von handelsüblichen H0-Schwellen.


    TT-Schwellen sind leider nur halb so breit und zudem kürzer… der Schwellenabstand beträgt beim Vorbild in der Regel 50 bis 100 cm (im Modell also 11 – 22 mm )
    Du solltest also tatsächlich Schwellen entfernen...


    Ich würde es z.B. mit PECO SL-1400 (H0m) versuchen und dabei jede zweite (15,4mm) oder dritte (11,55mm) Schwelle entfernen; dieses H0m-Gleis (Schwellen 3,3 mm breit und 25,1 mm lang, Abstand 7,7 mm) kommt dann 0f jedenfalls schon deutlich näher als ein TT-Gleis…


    Der Schwellenabstand der Feldbahn bestimmt zugleich den max. Raddruck.
    Beim Schienenprofil S12 auf 130 mm breiten Holzschwellen gilt:
    Schwellenabstand 50 cm: 3136 kg/Rad
    Schwellenabstand 60 cm: 2613 kg/Rad
    Schwellenabstand 70 cm: 2240 kg/Rad
    Schwellenabstand 80 cm: 1960 kg/Rad
    Schwellenabstand 90 cm: 1742 kg/Rad
    Schwellenabstand 100 cm: 1568 kg/Rad


    Ein insgesamt 4-rädriges Feldbahnfahrzeug darf somit bei einem Schwellenabstand von 50 cm ein Gesamtgewicht von bis zu 12,54 t haben. Bei einem Schwellenabstand von einem Meter sind es nur noch max. 6,27 t ( S10-Schienen: 9,04 t bzw. 4,52 t).
    Feldbahn-Dampflok (mitsamt Wasser und Kohle oft > 7 t) erfordern viel engere Schwellenabstände als die leichteren Diesellok.
    Bei Brücken dürfte wichtig sein, die Übergänge im Bereich der Lager zu entlasten bzw. dort die Schwellen möglichst nah zu verlegen, um zu hohen Raddruck zu vermeiden.
    ich kenne mich damit aber nicht so gut aus.
    Gruß Armin

    Hallo Hannah,


    willkommen im Forum! Da du eh gerne im Garten aktiv bist, dürfte die Pflege der Anlage wohl eher das geringste Problem sein; also z.B. das Schneiden der Pflanzen oder das Entfernen von Laub, etc.


    Als Tipp würde ich dir dazu raten, möglichst Triebfahrzeuge (ggf. Wagen) mit Akku zu verwenden, damit du völlig unabhängig von einer Stromversorgung aus dem Gleis bist. Spielbahn-Systeme wie etwa die von Playmobil arbeiten mit solchen Akkus und die Lok haben Empfänger eingebaut, die Fahrsignale per Funkregler empfangen. Ähnlich könnte man auch einige Triebfahrzeuge für die Spur 0 per Akku mit Strom versorgen. Damit entfällt die Verdrahtung zwecks sicherer Stromversorgung und die Gleise selbst können und dürfen mit der Zeit durchaus etwas Patina ansetzen.

    Viele Grüße
    Armin

    Hallo,


    die Spur 0 ist für Großserienhersteller ein schwieriges Pflaster. Stichwort Absatzzahlen…


    BRAWA hat für 2017 in HO immerhin 59 Triebfahrzeuge und 199 Wagen als Neuheiten angekündigt. Für die Spur N wurden 11 Triebfahrzeuge und 73 Wagen als Neuheiten angekündigt. Und was gibt es von BRAWA als Neuheiten für die Spur 0? Quasi nichts… nur zwei der bekannten Behältertragwagen werden nun für 2017 als patinierte Modelle nochmals neu angeboten.


    Natürlich hat dies Gründe. Es lohnt sich für BRAWA eben mehr, eine nicht so sehr verbreitete Ellok in HO zu produzieren und halbwegs gut zu verkaufen, als in Spur 0 etwa eine Diesellok anzubieten, von der man dann nur ein paar hundert Exemplare absetzen kann. Den von BRAWA angekündigten Arbeitswagen hätte man noch auf Basis eines vorhandenen Fahrwerkes gestalten können, aber die vom Handel bestellten Mengen waren dann wohl doch zu gering. Wer sich im Internet umschaut, wird ohnehin feststellen, dass manche Händler mit den Preisen nach unten gegangen sind… so war auch der Behältertragwagen schon für unter 70 Euro zu haben. Dies zeigt, dass die für den Verkauf eingeplanten Auflagen sich in der Spur 0 Szene einfach nicht absetzen lassen. Ein Problem, dass auch einst schon Fleischmann mit dem „Magic Train“ in 0e hatte.


    Schade ist natürlich, dass die Spur 0 damit ihre eigenen Grenzen aufgezeigt hat. Selbst in der Liste mit den Wunschmodellen gibt es aktuell nur zehn Modelle, die von je mehr als zehn Forumsmitgliedern gewünscht werden. Und es gibt über 2400 Mitglieder. Da kann sich ein jeder ausmalen, wie es dann um die tatsächliche Kaufbereitschaft steht. Auch so manche Kleinserienhersteller wären froh, wenn sie von ihren angebotenen Modellen überhaupt 50 Stück absetzen könnten. Ein hier im Forum nicht mehr zu nennender Hersteller hat den angekündigten Schiebewand-Güterwagen Hbis vergangene Woche ebenfalls zurückgezogen, mit dem Hinweis, die angestrebten Stückzahlen seinen „nicht im Entferntesten erreicht“ worden.


    Von daher sollte man sich den brutalen Kriterien des Marktes stellen: auch für die Spur 0 gilt nun einmal Angebot und Nachfrage! Gewiss: man muss nicht alles kaufen, man kann auch vieles selbst machen. In einem Land, in dem alle selbst ihr Brot und den Kuchen backen würden, muss man sich aber auch nicht wundern, wenn mit der Zeit die Großbäckereien und auch Bäckereien schließen müssen. Wer also etwas anbietet, will letztlich auf seine Kosten kommen, sonst ist es bald vorbei mit dem Angebot. Und für die Spur 0 wäre es schade, wenn das einst durch Lenz ausgelöste Revival wieder versanden würde, weil sich (Großserien)Angebote bald nicht mehr lohnen…


    Gruß
    Armin

    Hallo,


    wichtig ist auch, dass ein Zusatz von Antimon oder Bismut zum Lötzinn die sog. Zinnpest (bzw. die Umwandlung von β- in α-Zinn) quasi komplett unterbindet.
    Antimon wird dem Lot aber eigentlich zugesetzt, um die Zugfestigkeit zu erhöhen und das temperaturbedingte Schwindmaß zu senken.
    Bismut wird dem Lot zugesetzt, um die Schmelztemperatur zu senken.


    Weichlote wie L-PbSn12Sb, L-PbSn30Sb oder L-PbSn40Sb enthalten 0,2 bis 2,4 % Antimon.
    Weichlote wie L-PbSn8(Sb), L-PbSn30(Sb), L-PbSn40(Sb) oder L-PbSn60(Sb) enthalten 0,12 bis 0,5 % Antimon.


    Von daher ist eine Zinnpest im Zusammenhang mit handelsüblichem Lötzinn eher unwahrscheinlich; sie kommt aber häufiger bei Gegenständen aus Reinzinn vor…


    Gruß Armin


    Hallo Rolf-Peter,


    anzumerken ist, das der ab 1966 gebaute BTmms 598 ( bzw. Lbgjs 598 ) noch ein fünfständiger Behältertragwagen gewesen ist, der Wechselbehälter transportiert hat (quasi eine längere Version des dreiständigen Brawa-Behältertragwagens).


    Die ersten Tragwagen für Binnen- und ISO-Container wie der Lss-y 573 wurden ab 1968 gebaut. Es waren daneben vor allem Mehrzweckwagen wie der vierachsige Drehgestell-Tragwagen Sss-y 716 (Sgjs 716), die ab 1969 in größerer Anzahl gebaut wurden ( 1968 gab es nur einen Prototypen). Ab 1970 folgten dann weitere Containertragwagen.


    Mein persönlicher Einwand: all dies (Containertransporte) erfolgte zu einem Zeitpunkt, ab dem z.B. Diesellok schon neue EDV-Nummern erhalten hatten. Da viele Epoche III-Fahrer „alte“ Diesellok mit V-Nummern einsetzen und zudem Güterwagen mit Anschriften bis 1964 (quasi alle Lenz-Modelle), ist so ein ab 1968 / 1969 eingesetzter Containertragwagen eben eher etwas untypisch für die Blütezeit der Epoche III. Von daher hält sich der Wunsch nach einem solchen Modell wohl auch etwas in Grenzen – zumal eine Umladung an einer Ladestraße ohne zusätzliche Umladetechnik nicht möglich ist. Ich kann mir zwar vorstellen, dass neben Modellbahnern ab Epoche IV auch Sammler und Containerwagenfans ein solches Modell kaufen würden, aber damit allein würden die Stückzahlen bisheriger Epoche-III-Modelle wohl nicht erreicht… wie stark die Container an sich als Ladegut gefragt wären, darüber kann man wohl auch nur spekulieren. ich drücke natürlich trotzdem die Daumen... Containerbausätze gibt es ja wohl auch schon...


    Gruß Armin

    Hallo,
    bei den von Max gewünschten Containertragwagen wäre natürlich mit zu berücksichtigen, dass sie erst ab Epoche 4 zum Einsatz kommen. Zwar könnte man diverse Containervarianten gestalten, aber der Käuferkreis wäre eben noch eingeschränkter als etwa bei den diversen Behältertragwagen von Brawa.


    Ich selbst würde mir als neues Modell für die Spur 0 eine Industriediesellok wünschen und als einen weiteren Güterwagen einen 4-achsigen Tiefladewagen.


    Gruß Armin


    P.S.: „Preisdiskussionen“ sind immer problematisch, weil der Markt nun einmal auf Angebot und Nachfrage basiert. Und zur Nachfrage zählt eben teils auch ein Wunsch nach preiswerten Modellen, die ein gewisses Budget nicht sprengen. Wie etwa die alten Modelle von Pola, Raimo, Biller und Co. für so manche Nuller einst eine gute preiswerte Basis waren. Otto O. Kurbjuweit beschreibt dies in seinem BAE-Buch mit der „good-enough-philosophy“ von Allen McClelland: man strebt nach dem Besten, gibt sich aber mit dem Machbaren zufrieden… man zieht eine Linie und sagt sich: das muss reichen, das ist jetzt gut genug. So rechtfertigt OOK auch den Einsatz umgestrickter preiswerter Magic Train Fahrzeuge (statt Kleinserienmodellen) bei seiner BAE: „mein Budget ließ es nicht zu, für jeden Wagen drei Hunderter auf den Tisch zu blättern, sodass nicht alles Klasse sein konnte, es musste auch Masse her“. Für nicht alles, was seinen Preis wert ist ( z. B. auch ein Drehgestell), will oder kann man einen solchen Preis auch zahlen. Das Modell selbst ist dann vielleicht auch aus Sicht eines Modellbahners nicht zu teuer, es passt aber einfach nicht zum eingeplanten Budget. Wer sich für EUR 85 einen Staubsauger kaufen will, kann mit Geräten um die 500 Euro eben eher nichts anfangen…